Schlagwort: Jemen

  • Trumps Handelsstrategie: Mehr als nur Zölle – und weitere World-News

    Trumps Handelsstrategie: Mehr als nur Zölle – und weitere World-News

    Während Dutzende Länder in einem Wettlauf versuchen, noch vor Ablauf einer Frist am Donnerstag Handelsabkommen mit den USA zu schließen, verfolgt Präsident Trump eine Strategie, die über den klassischen Fokus auf Märkte und Handelsdefizite hinausgeht: Er fordert milliardenschwere Investitionen in die Vereinigten Staaten.

    Die Taktik des Präsidenten erinnert an seinen „Art of the Deal“-Ansatz. Mit wirtschaftlichem Druck zwingt er seine Handelspartner de facto dazu, finanzielle Zusagen zu machen – oder andernfalls mit drastischen Zöllen zu rechnen.

    Für viele Handelsexperten stellt sich dabei die Frage, ob Trump noch mit Partnern oder bereits mit Geiseln verhandelt. Einige Beispiele verdeutlichen den Charakter dieser Abkommen:

    • Südkorea sicherte sich einen niedrigeren Zollsatz, indem es Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar in den USA sowie Käufe von Flüssigerdgas im Wert von 100 Milliarden Dollar zusagte.
    • Die Europäische Union kündigte an, amerikanische Energie im Umfang von 750 Milliarden Dollar zu kaufen und Investitionen von mindestens 600 Milliarden Dollar durch europäische Unternehmen zu tätigen.
    • Japan kündigte einen Fonds über 550 Milliarden Dollar für Investitionen in den Vereinigten Staaten an.

    Handelsexperten warnen jedoch davor, diese spektakulären Zahlen überzubewerten. Im Gegensatz zu Zöllen sind Investitions- und Kaufverpflichtungen schwerer durchzusetzen, und ihre oft vage Formulierung deutet darauf hin, dass manche Länder auf kreative Wege hoffen, um Trumps Zollforderungen zu umgehen. Einige Versprechen erscheinen zudem unrealistisch und bleiben inhaltlich unscharf.

    Weitere Entwicklungen zu den US-Zöllen:

    • Indien bezeichnete Trumps Androhung zusätzlicher Zölle als „unbegründet und unangemessen“ und kündigte an, „alle notwendigen Maßnahmen“ zum Schutz der eigenen Interessen zu ergreifen.
    • Malaysia: Die dortige Solarindustrie, die bereits unter der Biden-Regierung massiv unter Zöllen gelitten hatte, dient nun als warnendes Beispiel für die Region.
    • Die Schweiz zeigte sich überrascht von der Verhängung eines 39-prozentigen Strafzolls und kündigte an, Trump ein „attraktiveres Angebot“ zu unterbreiten, um die Abgabe zu senken.

    Musk erhält Aktienpaket im Wert von 29 Milliarden Dollar

    Tesla hat bekanntgegeben, dass dem CEO Elon Musk ein neues Aktienpaket im Wert von rund 29 Milliarden Dollar zugesprochen wurde. Ziel ist es, den umstrittenen Milliardär langfristig an das Unternehmen zu binden, nachdem ein Gericht zuvor ein früheres, milliardenschweres Vergütungspaket aufgehoben hatte.

    Das neue Paket kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sowohl Umsatz als auch Gewinn von Tesla rückläufig sind. Der Konzern verliert Marktanteile – auch aufgrund von Musks politischem Engagement aufseiten der US-amerikanischen Rechten, das insbesondere bei liberalen Kunden für Unmut sorgt.

    Details: Musk kann das neue Aktienpaket nach zwei Jahren abrufen. Damit würde sein Anteil an Tesla auf knapp 16 Prozent steigen – bei aktuellem Börsenkurs ein Vermögen von über 150 Milliarden Dollar.


    Mehr als 140 Tote bei Bootsunglück vor Jemen befürchtet

    Mindestens 74 afrikanische Migranten galten gestern nach dem Kentern eines Bootes vor der Küste Jemens weiterhin als vermisst. Das teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen mit. Die laufenden Such- und Rettungsaktionen nähren jedoch die Befürchtung, dass insgesamt über 140 Menschen ums Leben gekommen sein könnten.

    Das Unglück ereignete sich auf einer stark frequentierten, jedoch gefährlichen Route, die viele Afrikaner auf dem Weg in die Golfstaaten nutzen, um dort Arbeit zu finden. Überfüllung und fehlende Sicherheitsausrüstung gelten als Hauptursachen des Unglücks.


    Weitere wichtige Nachrichten:

    • Israel: Eine große Gruppe ehemaliger Sicherheitschefs reiht sich in die wachsende Zahl israelischer Stimmen ein, die ein Ende des Kriegs in Gaza fordern.
    • Rüstung: Russland erklärte, sich künftig nicht mehr an den INF-Vertrag zum Verbot von Mittelstreckenraketen gebunden zu fühlen. Die USA hatten Moskau bereits zuvor Vertragsverstöße vorgeworfen.
    • Libanon: Nach dem jüngsten Krieg mit Israel weigert sich die Hisbollah, ihre verbliebenen Waffen abzugeben.
    • Weltraum: Die kommissarische Leiterin der NASA ordnete eine beschleunigte Entwicklung eines Kernreaktors für den Einsatz auf dem Mond an.
    • Russland: Satellitenaufnahmen zeigen, dass das Erdbeben der vergangenen Woche auch einen russischen Atom-U-Boot-Stützpunkt beschädigt hat.
    • Automobilindustrie: Der Fahrdienstleister Lyft plant, ab kommendem Jahr chinesische, selbstfahrende Elektrofahrzeuge in Deutschland und Großbritannien einzusetzen.
    • Ukraine: Trumps Sondergesandter für Friedensmissionen, Steve Witkoff, erwägt eine Reise nach Russland, um eine Einigung mit dem Kreml zu sondieren.
    • El Salvador: Das Parlament hat eine Verfassungsänderung gebilligt, die Präsident Nayib Bukele eine unbegrenzte Amtszeit ermöglicht.
    • Neuseeland: Eine Frau wurde festgenommen, nachdem ein Kleinkind lebend in einem Koffer im Gepäckraum eines Reisebusses gefunden worden war.

    Autor: P. Tiko

  • 80 Tote bei israelischen Luftangriffen in Gaza – Der Albtraum nimmt kein Ende

    80 Tote bei israelischen Luftangriffen in Gaza – Der Albtraum nimmt kein Ende

    Es ist eine neue Stufe der Eskalation, die den Nahen Osten erschüttert: Bei schweren israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen sind am Mittwoch mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten befinden sich auch zahlreiche Kinder. Die Angriffe konzentrierten sich vor allem auf den Norden des Gebiets, insbesondere das Flüchtlingslager Jabaliya – ein Ort, der schon oft Leid gesehen hat, doch diesmal ist es besonders verheerend.

    Dort, zwischen zerbombten Häusern und rauchenden Trümmern, gruben Überlebende mit bloßen Händen nach Vermissten. 59 Menschen starben allein in dieser Region. Weitere vier kamen bei einem Angriff nahe Khan Younis im Süden ums Leben. Und während die Bomben fielen, standen die Menschen vor der Entscheidung: bleiben oder fliehen – obwohl es kaum sichere Orte gibt.

    Die humanitäre Lage: ein Desaster mit Ansage

    Die Zustände in Gaza sind katastrophal. Krankenhäuser arbeiten am Limit oder sind ganz außer Betrieb. Strom gibt es nur sporadisch, Trinkwasser ist ein Luxus geworden. Familien campieren unter freiem Himmel, in der Hoffnung, dass die nächste Nacht ruhig bleibt – obwohl sie wissen, dass das fast ausgeschlossen ist.

    Die israelische Armee hatte zuvor dazu aufgerufen, bestimmte Gebiete im Norden zu evakuieren. Viele Bewohner folgten dem Aufruf, andere blieben – aus Angst, aus Überzeugung oder schlicht, weil sie keine Möglichkeit zur Flucht hatten. Wer kann es ihnen verübeln?

    Netanjahu gegen Macron – Ein diplomatischer Schlagabtausch

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die israelische Vorgehensweise öffentlich kritisiert – insbesondere die Blockade humanitärer Hilfe. Das ließ Israels Premierminister Benjamin Netanjahu nicht unbeantwortet. In ungewöhnlich scharfen Worten warf er Macron vor, die Propaganda einer Terrororganisation zu übernehmen. Solche verbalen Entgleisungen zeigen: Die diplomatischen Nerven liegen blank.

    Dabei geht es längst nicht mehr nur um militärische Operationen. Es geht um die Deutungshoheit, um Narrative, um internationale Unterstützung – und letztlich auch um den Druck, dem sich beide Seiten ausgesetzt fühlen.

    Yemen, Raketen und die nächste Front

    Nicht nur Gaza steht in Flammen. Auch im Jemen bahnt sich eine gefährliche Zuspitzung an. Die israelische Armee forderte kürzlich die Evakuierung dreier Seehäfen, die von den Huthi-Rebellen kontrolliert werden. Hintergrund war ein abgefangener Raketenangriff auf Israel – mutmaßlich abgefeuert von diesen Gruppen. Die Region wird zum Pulverfass, das jederzeit in weiteren Staaten explodieren könnte.

    Was bedeutet das für den weiteren Verlauf des Konflikts? Wird sich Israel auf einen Mehrfrontenkrieg einlassen müssen? Oder geht es hier vielmehr um symbolische Drohgebärden?

    Und dann ist da noch Trump

    Mitten in all diesem Chaos reiste der frühere US-Präsident Donald Trump durch den Nahen Osten – eine Tour, die viele überrascht. In Saudi-Arabien traf er den neuen syrischen Interimspräsidenten Ahmad al-Sharaa. Dort kündigte er an, die Sanktionen gegen Syrien aufheben zu wollen – unter der Bedingung, dass Syrien Israel anerkennt und sich von ausländischen Milizen distanziert.

    Ein Deal, der auf dem Papier gut klingt – in der Realität jedoch kaum sofort umsetzbar ist. Die Fronten sind verhärtet, das Misstrauen tief. Und dennoch: Der Versuch, Bewegung in den diplomatischen Stillstand zu bringen, ist zumindest ein Zeichen von Initiative.

    Ein Konflikt ohne Pause – Hoffnung in weiter Ferne

    Die Bomben hören nicht auf, das Leid nimmt kein Ende. Der Alltag in Gaza ist geprägt von Tod, Angst und Zerstörung. Menschen verlieren alles, was sie hatten – Familien, Häuser, Zukunft. Gleichzeitig bleibt der politische Wille für eine nachhaltige Lösung aus. Es gibt keinen klaren Weg aus dieser Krise, keine sichtbare Brücke zwischen den Fronten.

    Wie lange kann das so weitergehen? Wann endet dieser Albtraum für die Zivilbevölkerung? Und was muss eigentlich noch passieren, damit die Welt mehr tut als zuzuschauen?

    Die Fragen bleiben offen – wie so vieles in diesem zermürbenden Konflikt.

    Von Andreas M. Brucker

  • Die Welt wartet auf ein Rauchzeichen

    Die Welt wartet auf ein Rauchzeichen

    Heute ziehen Dutzende Kardinäle in die Sixtinische Kapelle im Vatikan ein, um in einem der ältesten Rituale der Welt den nächsten Papst zu wählen. Bis ein Nachfolger von Papst Franziskus bestimmt ist, bleiben sie abgeschottet von der Außenwelt. Wie lange das Konklave dauert, ist ungewiss.

    Sobald sie einmal drin sind, erfährt die Welt praktisch nichts mehr. Aber es gibt Rauchzeichen, die uns dennoch einiges sagen. Schwarzer Rauch steht für eine ergebnislose Abstimmung.

    Die erste Abstimmung ist meist symbolisch – sie testet die Stärke der Kandidaten. Wenn auch am zweiten Tag nur schwarzer Rauch aufsteigt, wird langsam klar, dass die Kardinäle große Mühe haben, sich zu einigen. Erst wenn weißer Rauch aufsteigt, steht der neue Papst fest – er zeigt sich kurz darauf auf dem Balkon des Petersdoms den Gläubigen.

    Das Ergebnis des Konklaves ist stets schwer vorherzusagen. Doch die veränderte Zusammensetzung des Kardinalskollegiums unter Franziskus, der seit 2013 im Amt war, macht es diesmal besonders unberechenbar.

    Die Favoriten:
    Kardinal Pietro Parolin, die Nummer zwei im Vatikan, gilt als möglicher Nachfolger und Garant für Kontinuität. Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle von den Philippinen – eher liberal eingestellt – wird seit Jahren als Favorit gehandelt. Er wäre der erste Papst aus Südostasien. Weitere potenzielle Kandidaten finden sich ebenfalls in der engeren Auswahl.


    Indien greift Pakistan an

    Indien teilte heute früh mit, dass es Angriffe auf neun Ziele in Pakistan sowie in dem von beiden Ländern beanspruchten Kaschmirgebiet ausgeführt habe – zwei Wochen, nachdem bei einem Terroranschlag in indisch verwaltetem Kaschmir über zwei Dutzend Zivilisten ums Leben kamen. Laut pakistanischen Militärangaben wurden mindestens acht Menschen getötet und 35 verletzt.

    Der Angriff auf Punjab, das außerhalb des umstrittenen Gebiets liegt, stellt eine Eskalation des Konflikts zwischen den beiden Atommächten dar. Indien rechnete unmittelbar nach dem Angriff mit einer Reaktion des langjährigen Rivalen Pakistan.

    Die beiden Länder führten bereits mehrere Kriege – zuletzt 1999 – und standen seither mehrmals am Rand einer militärischen Eskalation. Angesichts der aktuellen Spannungen warnen internationale Beobachter vor möglicherweise katastrophalen Folgen, falls keine Deeskalation erfolgt.


    Carney zu Trump: Kanada steht nicht zum Verkauf

    US-Präsident Trump und der kanadische Premierminister Mark Carney trafen sich gestern in Washington – das erste Treffen seit Carneys überraschendem Wahlsieg mit einem strikt Anti-Trump-Kurs. Beim Gespräch ging es auch um Trumps wiederholte Bemerkungen, Kanada solle der 51. US-Bundesstaat werden.

    „Einige Orte stehen nicht zum Verkauf“, sagte Carney. Trumps knappe Antwort: „Sag niemals nie.“

    Nach dem Treffen erklärte Carney gegenüber Journalisten, er sei etwas zuversichtlicher, was Trumps Haltung gegenüber Kanada angehe. Konkrete Verhandlungen gebe es jedoch noch nicht. Der Weg zu einem möglichen Handelsabkommen werde „viele Kurven haben“, so Carney – doch er sei optimistisch, dass eine Einigung möglich sei.


    Weitere wichtige Nachrichten

    • Russland: Ein ukrainischer Drohnenangriff führte zur Schließung von 13 Flughäfen, darunter alle vier großen Moskauer Airports.
    • Krieg in der Ukraine: Eltern und Lehrer versuchen, staatliche Propaganda aus russischen Schulen fernzuhalten – ein stiller Protest im dritten Kriegsjahr.
    • Sudan: Drohnenangriffe haben Port Sudan getroffen – eine bislang vom Krieg verschonte Stadt.
    • Venezuela: Fünf führende Oppositionspolitiker, die Zuflucht in der argentinischen Botschaft gefunden hatten, sind in die USA geflüchtet.
    • Medien: Medienmogul Barry Diller schreibt in seinen Memoiren offen über seine Homosexualität.
    • Royals: König Charles und Königin Camilla präsentierten ihre offiziellen Krönungsporträts.

    Nahost:

    • Jemen: Israelische Kampfjets bombardierten den Flughafen von Sanaa als Reaktion auf einen Huthi-Raketenangriff nahe dem Flughafen Ben Gurion.
    • Gaza: Die UNO kritisiert Israels Vorschläge zur Hilfslieferung, die als Druckmittel missbraucht werden könnten.
    • Syrien: Das einzige weibliche Kabinettsmitglied des Landes setzt auf Konfliktlösung – und auf die nächste Generation.

    Wirtschaft & Finanzen

    • Handel: Großbritannien und Indien unterzeichneten ein Abkommen zur Senkung von Zöllen – nach drei Jahren Verhandlungen.
    • USA-China: Spitzenvertreter beider Länder treffen sich in der Schweiz – das erste formelle Handelsgespräch seit Trumps Zollerhöhungen.
    • Bangladesch: Exportfabriken steigerten das Einkommen im ganzen Land – Trumps Zölle könnten diesen Fortschritt gefährden.
    • Tesla: Der Absatz in Deutschland und Großbritannien sank auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren.
    • Zölle: Spielwarenhersteller Mattel kündigte Preiserhöhungen für US-Produkte an – wegen Trumps 145-prozentiger Einfuhrzölle auf Waren aus China.

  • Ukraine: Russland bricht eigenen Oster-Waffenstillstand und andere World-News

    Ukraine: Russland bricht eigenen Oster-Waffenstillstand und andere World-News

    Die Ukraine und Russland warfen sich gestern gegenseitig vor, den von Präsident Wladimir Putin am Samstagnachmittag verkündeten Oster-Waffenstillstand verletzt zu haben. Die Feuerpause, die 30 Stunden andauern sollte, wirkte wie ein Manöver Putins, um den USA Friedensbereitschaft zu demonstrieren.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der zugesichert hatte, sich an die Waffenruhe zu halten – solange auch Russland dies täte –, erklärte, russische Truppen hätten dennoch Artillerie eingesetzt, Soldaten überfallen und Drohnen genutzt. Das russische Verteidigungsministerium hingegen betonte, dass die eigenen Einheiten den Waffenstillstand eingehalten hätten, und beschuldigte die Ukraine, diesen mit Drohnenangriffen und nächtlichen Attacken gebrochen zu haben.

    Ein ukrainischer Drohnenkommandant schilderte, die Gefechte im Osten des Landes hätten während der angeblichen Feuerpause genauso gewütet wie seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. „In Wirklichkeit gab es also gar keinen Waffenstillstand“, meinte er.

    USA drohen mit Abbruch

    US-Außenminister Marco Rubio sagte am Freitag, dass sich die USA aus den Friedensbemühungen zurückziehen würden, sollte es keine Fortschritte geben. Diese Äußerung wurde allgemein als Druckmittel gegenüber der Ukraine gewertet.

    Rohstoffabkommen geplant

    Ex-Präsident Trump kündigte an, noch in dieser Woche ein umfassendes Rohstoffabkommen mit der Ukraine unterzeichnen zu wollen. Die Gespräche hatten nach einem Eklat im Oval Office zwischen den beiden Staatschefs vor einigen Wochen vorübergehend stagniert.


    Hegseth teilte Details zu Luftschlägen in privatem Signal-Chat

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gab wichtige Informationen zu den Luftangriffen vom 15. März im Jemen in einem zweiten privaten Signal-Chat weiter. Laut Insidern waren seine Ehefrau, sein Bruder und sein persönlicher Anwalt in diesen Gruppenchat eingebunden.

    Im Gegensatz zum ersten Chat, der vom nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz erstellt wurde und versehentlich Details an einen Journalisten des Atlantic weitergab, war dieser zweite Chat von Hegseth selbst ins Leben gerufen worden. Unter dem Namen „Defense | Team Huddle“ tauschten sich Personen aus Hegseths beruflichem und privatem Umfeld aus – der Chat existierte bereits vor seiner Bestätigung als Verteidigungsminister.

    Brisant: Hegseths Ehefrau, einst Produzentin bei Fox News, ist keine Mitarbeiterin des Verteidigungsministeriums. Sein Bruder und sein Anwalt arbeiten zwar im Pentagon, doch bleibt unklar, weshalb sie Zugang zu Informationen über bevorstehende Angriffe benötigen würden.


    Weitere Schlagzeilen im Überblick:

    • Gaza: Ein israelischer Kommandeur wird entlassen, nachdem eine Untersuchung zum Tod mehrerer Sanitäter „erhebliche berufliche Versäumnisse“ festgestellt hat.
    • Papst: Franziskus segnete Zehntausende Gläubige auf dem Petersplatz zur Ostermesse – seine Osteransprache hielt ein päpstlicher Assistent.
    • Vatikan: Franziskus, ein Kritiker von Trumps Abschiebepolitik, traf sich am Rande der Osterfeierlichkeiten kurz mit US-Vizepräsident JD Vance.
    • Sudan: Nach Trumps Aussetzung aller US-Auslandshilfen schlossen innerhalb weniger Tage hunderte Suppenküchen – die Hungersnot breitet sich rasant aus.
    • Kanada: In einer Woche müssen sich die Wähler zwischen zwei gegensätzlichen Kandidaten entscheiden – Mark Carney oder Pierre Poilievre –, um das Land durch eine von Trump verursachte Krise zu führen.
    • Iran: USA und Iran setzen ihre Gespräche über ein Atomabkommen in den kommenden Tagen fort – zuletzt trafen sich beide Seiten in Rom.
    • Nahost: Saudi-Arabien unterstützt mittlerweile Nuklearverhandlungen mit dem Rivalen Iran – ein Zeichen für den Wandel in der Region.
    • Bildung: Der Rückgang internationaler Studierender könnte viele US-Hochschulen hart treffen.
    • Tunesien: In einem neuen Akt der Repression wurden rund 40 Oppositionelle zu Haftstrafen von bis zu 66 Jahren verurteilt.

  • Washington erschüttert nach Offenlegung geheimer Pläne über private Chat-App

    Washington erschüttert nach Offenlegung geheimer Pläne über private Chat-App

    In Washington herrscht Aufregung, nachdem bekannt wurde, dass ranghohe Vertreter der Trump-Regierung ihre Pläne zur Bombardierung von Zielen im Jemen über einen kommerziellen Messenger-Dienst ausgetauscht haben. Der Chefredakteur des Magazins The Atlantic, Jeffrey Goldberg, wurde versehentlich in den Signal-Chat eingeladen und veröffentlichte anschließend einen Bericht, der die politische Agenda in der US-Hauptstadt dominiert – einschließlich einer Anhörung im Kongress.

    Demokratische Abgeordnete verurteilten die Sorglosigkeit, mit der Mitglieder des Kabinetts – darunter der Vizepräsident, der Verteidigungsminister, der Außenminister, die Direktorin der nationalen Nachrichtendienste, der CIA-Chef sowie der Nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses – sensible Informationen über militärische Einsätze gegen die Huthis in einem ungeschützten Kanal ausgetauscht hatten.

    Im Zentrum der Debatte stehen nun die Frage nach der Angemessenheit und Ethik dieses Vorgehens. Es scheint, als seien in der Unterhaltung möglicherweise klassifizierte Informationen weitergegeben worden. Während demokratische Politiker Rücktritte fordern, wiegeln Regierungsvertreter den Vorfall ab. Sie behaupten, es seien keine Geheimdaten geteilt worden – eine Aussage, deren Wahrheitsgehalt fraglich erscheint, sollte das vollständige Transkript veröffentlicht werden. Stattdessen betont das Weiße Haus, es habe sich um eine differenzierte Diskussion über den Nutzen einer erfolgreichen Militäroperation gehandelt.

    Die US-Angriffe, die am 15. März begannen und seither in regelmäßigem Rhythmus fortgesetzt wurden, seien laut offizieller Darstellung eine Reaktion auf Angriffe der Huthis auf Schiffe im Roten Meer. Die Huthis, die große Teile des vom Bürgerkrieg zerrissenen Jemens kontrollieren, stehen in loser Allianz mit dem Iran und begründen ihre Aktionen als Widerstand gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen. Bereits unter Präsident Biden hatte es gezielte Luftschläge gegen die Huthis gegeben, die allerdings kaum abschreckende Wirkung zeigten.

    Im Gruppenchat äußerte Vizepräsident JD Vance Bedenken hinsichtlich einer tieferen Verwicklung der USA in einen weiteren Konflikt im Nahen Osten. Letztlich überließ er jedoch die Entscheidung dem Verteidigungsminister Pete Hegseth. Dieser skizzierte auch die mediale Vermittlung der Angriffe: „1) Biden ist gescheitert & 2) Iran finanziert“ – mit anderen Worten: Die Operation sollte innenpolitisch ausgeschlachtet werden, während außenpolitisch der Druck auf Teheran erhöht werden sollte.

    Außenminister Marco Rubio erklärte kürzlich im Fernsehen: „Wir tun der ganzen Welt einen Gefallen, wenn wir diese Leute und ihre Fähigkeit, den globalen Schiffsverkehr anzugreifen, ausschalten. Das ist unser Auftrag – und der wird erfüllt.“

    Die Realität ist komplexer, spielt jedoch in den aktuellen politischen Auseinandersetzungen kaum eine Rolle. Seit über zwanzig Jahren fliegen die USA Luftschläge im Jemen – zunächst gegen al-Qaida, später zur Unterstützung regionaler Aktionen gegen die Huthis.

    Vor einem Jahrzehnt begann eine von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geführte Koalition einen Krieg gegen die Huthis. Trotz massiver Bombardements, einer See- und Luftblockade und großer humanitärer Not entstand daraus lediglich ein fragiler Pattzustand. Der Süden des Yemen wird heute von pro-saudischen Kräften kontrolliert, der Norden von den Huthis. Im März 2022 einigten sich die Konfliktparteien auf einen brüchigen Waffenstillstand.

    Über die konkreten Folgen der aktuellen US-Angriffe ist bislang wenig bekannt. Lokale Stellen berichten von Dutzenden Toten in dicht besiedelten Gebieten. Michael Waltz, der Nationale Sicherheitsberater, erklärte am Wochenende, die USA hätten zentrale Führungsstrukturen der Huthis ausgeschaltet – darunter Hauptquartiere, Kommunikationszentren, Waffenfabriken und Drohnenproduktionsstätten auf See.

    Trotzdem bezweifeln viele Experten, dass Luftschläge die Huthis nachhaltig besiegen können. Laut Sicherheitsexperten haben die Huthis über Jahre gelernt, wie sie ihre Ressourcen und Strukturen schützen können. Eine völlige Zerschlagung der Organisation scheint ohne Bodentruppen kaum erreichbar – doch dazu fehlt der politische Wille, sowohl in Washington als auch in Riad und Abu Dhabi. Die lokale Anti-Huthi-Allianz leidet zudem unter internen Spannungen und mangelnder Legitimation.

    Ein anhaltender Luftkrieg birgt zusätzliche Risiken. Zivile Opfer und großflächige Zerstörung könnten den Huthis in die Hände spielen, indem sie neue Unterstützer mobilisieren. Ohne ein umfassendes Konzept, das etwa auch Waffenschmuggel aus dem Iran unterbindet und die sozioökonomischen Ursachen des Konflikts adressiert, droht sich das Leiden der jemenitischen Bevölkerung weiter zu verschärfen.

    Dieses Leiden ist bereits jetzt dramatisch: Große Teile der zivilen Infrastruktur sind zerstört. Schulen und Krankenhäuser liegen in Trümmern. Die wirtschaftliche Lage hat eine Versorgungskrise ausgelöst, in der selbst Grundbedürfnisse wie Wasser, Nahrung und medizinische Hilfe für viele unbezahlbar geworden sind. Rund 17 Millionen Menschen – fast die Hälfte der Bevölkerung – sind von Hunger bedroht.

    Die Entscheidung der Trump-Regierung, die Huthis erneut als ausländische Terrororganisation einzustufen, hat die Arbeit humanitärer Organisationen weiter erschwert. Überweisungen von im Ausland lebenden Jemeniten an ihre Familien sind stark rückläufig. Auch die Huthis selbst behindern Hilfsmaßnahmen und nehmen Mitarbeiter internationaler Organisationen fest.

    „Die Menschen im Jemen haben das Recht, in Sicherheit zu leben, Zugang zu Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung zu haben – und die Chance auf eine friedliche Zukunft“, heißt es vonseiten internationaler Hilfsorganisationen. „Das vergangene Jahrzehnt war verheerend. Ohne entschlossenes Handeln von Regierungen und der Weltgemeinschaft drohen die tödlichen Konsequenzen weiter zu eskalieren.“

    Von Andreas Brucker

  • US-Luftangriffe im Jemen: Mehrere Huthi-Anführer getötet

    US-Luftangriffe im Jemen: Mehrere Huthi-Anführer getötet

    Die USA haben nach eigenen Angaben „mehrere hochrangige Huthi-Kommandeure“ im Jemen getötet. Die Luftangriffe vom Samstag trafen mehrere Gebiete des Landes, darunter auch die Hauptstadt Sanaa. Laut den Huthi-Rebellen starben dabei mindestens 31 Menschen, 101 weitere wurden verletzt – darunter viele Frauen und Kinder.

    Schläge gegen die Huthis – und eine klare Warnung an den Iran

    US-Sicherheitsberater Mike Waltz bestätigte am Sonntag, dass die Angriffe gezielt auf Huthi-Führer abzielten. Präsident Donald Trump hatte die Militäraktion zuvor mit scharfen Worten angekündigt und den Rebellen „die Hölle“ versprochen. Grund für die Eskalation seien Huthi-Drohungen gegen den internationalen Handel und Israel – aus „Solidarität mit den Palästinensern“, wie es von den Rebellen hieß.

    Trump richtete sich zudem direkt an den Iran, der als wichtigster Unterstützer der Huthis gilt: „Genug ist genug.“ Washington fordert, dass Teheran seine Unterstützung für die jemenitischen Rebellen einstellt. Die iranische Regierung hingegen bezeichnete die Angriffe als „barbarisch“.

    Reaktionen aus der Region

    Die Huthis, die große Teile des Jemens kontrollieren, drohten umgehend mit Vergeltung. Ihre Kämpfer seien bereit, „Eskalation mit Eskalation zu beantworten“.

    Auch die Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon verurteilten die US-Luftangriffe. Beide Organisationen gehören – gemeinsam mit den Huthis – zum sogenannten „Widerstandsblock“ gegen Israel, den der Iran unterstützt.

    Die Lage im Jemen bleibt angespannt. Ob die Angriffe die Huthis schwächen oder die Gewalt weiter anfachen, bleibt abzuwarten.

    Von C. Hatty

  • Jimmy Carter ist mit 100 Jahren verstorben – und weitere World-News

    Jimmy Carter ist mit 100 Jahren verstorben – und weitere World-News

    Jimmy Carter, der von 1977 bis 1981 als 39. Präsident der Vereinigten Staaten amtierte, verstarb gestern in seinem Haus in Plains, Georgia. Mit 100 Jahren war er der am längsten lebende Präsident in der Geschichte der USA.

    Carter, der sein Leben lang Landwirt war, arbeitete noch bis in seine 90er Jahre hinein mit seinen Händen und baute Häuser für Bedürftige. Er wuchs auf einer Erdnussfarm auf, diente in der Marine und war Gouverneur von Georgia, bevor er 1976 gemeinsam mit seinem Vizepräsidentschaftskandidaten Walter Mondale die Präsidentschaftswahl gewann. Er sicherte sich 50,1 Prozent der Stimmen und 297 Wahlmännerstimmen.

    Sein Tod markiert die erste Präsidentschaftsbeerdigung seit 2018. Solche Anlässe führen traditionell zu einer vorübergehenden Pause in den politischen Auseinandersetzungen der USA, während sich die führenden Persönlichkeiten des Landes zusammenfinden, um einem ehemaligen Präsidenten die letzte Ehre zu erweisen.

    Karriere nach der Präsidentschaft:

    Carter verlor 1980 die Wiederwahl gegen Ronald Reagan und schied als einer der damals unpopulärsten Präsidenten der modernen Geschichte aus dem Amt. Doch anstatt sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen oder auf wirtschaftliche Vorteile zu setzen, gründete er das Carter Center, das sich für Frieden, den Kampf gegen Krankheiten und soziale Ungerechtigkeit einsetzt. 2002 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

    179 Tote bei Flugzeugabsturz in Südkorea

    Ein Passagierflugzeug ist gestern Morgen bei der Landung an einem Flughafen in Südkorea abgestürzt. Dabei kamen 179 der 181 Menschen an Bord ums Leben, wie Behörden mitteilten. Es handelt sich um das schwerste Luftfahrtunglück mit einer südkoreanischen Fluggesellschaft seit fast drei Jahrzehnten.

    Die Maschine, eine Boeing 737-800, wurde von Jeju Air betrieben und war von Bangkok gestartet. Sie stürzte beim Landeanflug auf den Muan International Airport im Südwesten Südkoreas gegen 9 Uhr Ortszeit ab. Zwei Besatzungsmitglieder konnten aus dem hinteren Teil des Flugzeugs gerettet werden, doch bis gestern Abend wurden alle anderen Passagiere und Besatzungsmitglieder tot geborgen.

    Die Behörden untersuchen die Ursache des Unglücks, einschließlich der Frage, warum das Fahrwerk des Flugzeugs offenbar nicht funktionierte. Auch ein möglicher Vogelschlag oder schlechtes Wetter werden als Faktoren geprüft.

    Houthi-Angriffe auf Israel nehmen zu

    Die Houthi-Miliz, die von Iran unterstützt wird, als Verbündete der Hamas gilt und weite Teile des Nordens des Jemen kontrolliert, hat ihre Angriffe auf Israel zuletzt verstärkt. In der vergangenen Woche hat die Gruppe fast jede Nacht ballistische Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Dies löste Sirenen aus und zwang viele Israelis, in ihren Schlafanzügen in Schutzräume zu flüchten.

    Analysten zufolge hat Israel Schwierigkeiten, diese Angriffe zu stoppen, da es an präzisen Informationen über den Aufenthaltsort der Anführer und Waffenlager der Houthis mangelt. Die Miliz zeigte sich von Israels Vergeltungsangriffen – am Donnerstag fand die vierte und bislang gewagteste Welle von Luftschlägen im Jemen statt – unbeeindruckt.

    Weitere Top-Nachrichten

    Kasachstan:
    Der Präsident von Aserbaidschan hat Russland aufgefordert, die Verantwortung für den Absturz eines Passagierflugzeugs der Azerbaijan Airlines in der vergangenen Woche zu übernehmen.

    Myanmar:
    Die muslimische Rohingya-Minderheit, die seit Langem von der Militärregierung verfolgt wird, sieht sich nun auch Angriffen von pro-demokratischen Rebellen ausgesetzt.

    Georgien:
    Das Land hat einen ehemaligen Fußballstar, der ein konservativer Kritiker des Westens ist, als Präsidenten vereidigt.

    Ukraine:
    Während Russland im Osten der Ukraine weiter vorrückt, evakuieren spezialisierte Polizeieinheiten weiterhin die verbliebenen Bewohner aus den Frontgebieten – meist ältere, behinderte oder arme Menschen.

    Russland:
    Marc Fogel, ein amerikanischer Lehrer, der in Russland eine 14-jährige Haftstrafe verbüßt, wurde von der US-Regierung als „unrechtmäßig inhaftiert“ eingestuft, wie das Außenministerium mitteilte.

    Rohstoffe:
    Die Großhandelspreise für Kaffee haben ein 50-Jahres-Hoch erreicht, was auf extreme Wetterbedingungen und eine weltweit gestiegene Nachfrage zurückzuführen ist.

    Kenia:
    Eine Untergrundkirche in Nairobi, die von LGBTQ-Personen geleitet und besucht wird, musste in den vergangenen zehn Jahren zehnmal ihren Standort wechseln. Trotz dieser Herausforderungen bleibt sie ein Zufluchtsort.

  • Finnland setzt Öltanker fest: Verdacht auf Sabotage an Unterseekabeln – und andere World-News

    Finnland setzt Öltanker fest: Verdacht auf Sabotage an Unterseekabeln – und andere World-News

    In einer überraschenden Aktion haben die finnischen Behörden gestern einen wahrscheinlich russischen Öltanker in ihren Gewässern festgesetzt. Der Verdacht: Der Tanker soll in die Beschädigung lebenswichtiger Unterseekabel verwickelt sein – ein potenzieller Akt der Sabotage. Das Schiff, registriert auf den Cookinseln, befand sich auf einer Route von St. Petersburg nach Port Said, als es gestoppt wurde.

    Der Fall Estlink 2 und die beschädigten Kabel

    Im Fokus der Ermittlungen steht das Estlink-2-Seekabel, das die Stromversorgung zwischen Finnland und Estland sicherstellt. Neben diesem Kabel wurden auch vier Datenkabel gemeldet, die durchtrennt oder beschädigt sind. Die Polizei spricht von „erschwerter Sachbeschädigung“ – ein Ausdruck, der die Tragweite der Tat unterstreicht.

    Die Sabotage hat erhebliche wirtschaftliche und sicherheitstechnische Folgen. Was steckt hinter der möglichen Verbindung des Tankers zu diesen Vorfällen?

    Russlands Schattenflotte – ein Puzzlestück?

    Der beschlagnahmte Tanker wird auch mit Russlands sogenannter Schattenflotte in Verbindung gebracht. Diese Flotte aus schwer nachverfolgbaren, unmarkierten Schiffen dient mutmaßlich dazu, westliche Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen. Eine Finte, die nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine notwendig wurde, um Sanktionen zu unterlaufen.

    Eskalation im Nahen Osten: Israel greift Jemen an

    Währenddessen spitzen sich die Spannungen im Nahen Osten weiter zu. Israel hat Luftangriffe auf jemenitische Gebiete gestartet, die von der Huthi-Miliz kontrolliert werden. Diese Miliz – von Iran unterstützt – hatte zuvor einen Raketenangriff auf Israel durchgeführt. Mindestens vier Menschen verloren bei den Vergeltungsschlägen ihr Leben, über 20 wurden verletzt.

    Israels Premierminister Benjamin Netanjahu unterstrich, dass jede feindliche Gruppierung die Konsequenzen zu spüren bekomme. „Die Huthis werden lernen, was Hamas, Hisbollah und andere bereits gelernt haben“, sagte er deutlich.

    Ist das der Anfang eines noch größeren Konflikts in der Region?

    Unruhen in Mosambik: Hundert Tote nach Wahlchaos

    Mosambik befindet sich am Rande eines Bürgerkriegs. Nach umstrittenen Präsidentschaftswahlen, bei denen Frelimos Kandidat Daniel Chapo mit 65 % als Sieger hervorging, breiten sich Proteste aus. Die Opposition erkennt das Wahlergebnis nicht an und fordert die Bevölkerung zum Widerstand auf. Straßenblockaden, brennende Reifen und Plünderungen prägen das Bild vieler Städte. Über 250 Menschen haben diese Auseinandersetzungen bereits das Leben gekostet.

    Die Situation droht zu eskalieren, während die Regierung und ihre Gegner unnachgiebig bleiben. Wie lange kann das Land diese Spannungen aushalten?


    Weitere Kurznachrichten aus aller Welt

    • Mexiko: Drogenkartelle testen neue Fentanyl-Formeln – erschreckenderweise auch an Lebewesen.
    • Taiwan: Korruptionsskandal um den ehemaligen Bürgermeister von Taipeh, Ko Wen-je.
    • Norwegen: Ein Bus stürzte in einen See – drei Tote, mehrere Schwerverletzte.
    • Technologie: Apples Zulieferer Foxconn expandiert in Indien und den USA, um Abhängigkeiten von China zu reduzieren.

    Bleiben Sie informiert – die Welt dreht sich schneller denn je.

  • US-Streitkräfte greifen 15 Houthi-Ziele im Jemen an: Schutz der Schifffahrt im Fokus

    US-Streitkräfte greifen 15 Houthi-Ziele im Jemen an: Schutz der Schifffahrt im Fokus

    Am 4. Oktober 2024 führten Einheiten des US Central Command (CENTCOM) präzise Luftangriffe auf 15 Ziele in von den Houthi kontrollierten Gebieten im Jemen durch. Die iranisch unterstützten Houthi-Rebellen stellen eine zunehmende Bedrohung für die internationale Schifffahrt dar, insbesondere im Roten Meer. Die Angriffe, die etwa um 17 Uhr Ortszeit in Sanaa stattfanden, zielten auf militärische Kapazitäten der Houthis ab – darunter Waffen und strategische Stützpunkte, die für ihre wiederholten Angriffe auf internationale Handelsschiffe genutzt wurden.

    Warum das Ganze? Die Region hat sich zu einem Brennpunkt für Angriffe entwickelt. Seit November 2023 haben die Houthis fast 100 Angriffe auf Schiffe verübt. Darunter fielen Vorfälle, bei denen zwei Schiffe versenkt und mehrere zivile Seeleute getötet wurden. Auch die Zerstörung von Handelsschiffen und der Einsatz von Drohnen oder Raketensystemen gegen maritime Ziele ist in dieser Zeit eskaliert. Durch die gezielten US-Schläge soll nun verhindert werden, dass diese Angriffe weiter eskalieren und die Schifffahrtsrouten sicherer werden – sowohl für Handelsschiffe als auch für militärische Verbände.

    Die Luftschläge erstreckten sich über mehrere Orte, darunter die Hauptstadt Sanaa, der Hafen von Hodeidah sowie weitere Gebiete im Süden der Provinz Dhamar und in der Nähe von al-Bayda. Militärische Außenposten der Houthis und möglicherweise auch Flughäfen wurden ins Visier genommen. Diese Operationen sind Teil einer fortlaufenden US-Strategie, um die Bewegungsfreiheit im internationalen Schifffahrtsverkehr zu sichern und Provokationen seitens der Houthis einzudämmen. Besonders die Angriffe auf Tanker und Handelsschiffe haben die Spannungen in dieser hochsensiblen Region verschärft.

    Die Hintergründe der Houthi-Aktivitäten stehen dabei eng im Zusammenhang mit der breiteren geopolitischen Lage, insbesondere im Rahmen des anhaltenden Konflikts zwischen Israel und der Hamas. Die Houthis haben ihre Angriffe als Solidaritätsaktionen mit den Palästinensern erklärt – ein Beispiel dafür, wie regionale Konflikte auf internationaler Ebene Wellen schlagen können.

    Die Operation der US-Streitkräfte verdeutlicht, dass die Situation im Jemen und die Bedrohung der globalen Handelswege im Roten Meer ernst genommen wird. Nicht nur die USA, sondern auch ihre Partnernationen sind bestrebt, die Houthi-Bedrohung einzudämmen, um die freie Schifffahrt durch diese lebenswichtigen Wasserstraßen zu gewährleisten.

  • Israel tötet Hisbollahs Anführer und greift Jemen an – und andere World-News

    Israel tötet Hisbollahs Anführer und greift Jemen an – und andere World-News

    Am vergangenen Freitag wurde Hassan Nasrallah, der Anführer der Hisbollah, in der Nähe von Beirut, Libanon, bei einem israelischen Angriff getötet. Nach Angaben der israelischen Armee zielte der Angriff auf das Hauptquartier der Miliz. Nasrallah galt als wichtige Symbolfigur des Widerstands gegen Israel – nicht nur im Nahen Osten, sondern auch darüber hinaus. Sein Tod stellt einen erheblichen Rückschlag für die Terrormiliz Hisbollah dar.

    Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Sowohl die Hisbollah als auch der israelische Generalstabschef schworen, den Kampf fortzusetzen. Am Wochenende folgten intensive Bombardierungen im ganzen Libanon. Doch damit nicht genug: Israel weitete seine Angriffe auf weitere vom Iran unterstützte Milizen aus, darunter auch im Jemen. Gestern griff die israelische Armee das Land an, nachdem Huthi-Kämpfer Raketen in Richtung Israel abgefeuert hatten. Mindestens vier Menschen sollen bei den Angriffen im Jemen ums Leben gekommen sein.

    Der Angriff auf Nasrallah markiert den Höhepunkt einer Reihe von dramatischen militärischen Schritten, die darauf hindeuten, dass Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sich wenig von internationaler Kritik beeindrucken lässt. Analysten sehen in der Autorisierung des Angriffs am gleichen Tag, an dem ausländische Diplomaten während seiner Rede vor der UN-Vollversammlung den Raum verließen, ein klares Zeichen von Unnachgiebigkeit.

    Die Wellen der Gewalt in der Region

    Die Tötung Nasrallahs könnte eine neue Eskalationsstufe in dem ohnehin angespannten Konflikt darstellen. Die Hisbollah, die eng mit dem Iran verbunden ist, war jahrelang ein zentraler Akteur in der Auseinandersetzung mit Israel. Der Verlust ihres Anführers wird als erheblicher Rückschlag für die Organisation gesehen, doch der Kampfgeist der Gruppe scheint ungebrochen. Die Frage, die sich jetzt viele stellen: Wird der Konflikt weiter eskalieren, oder kann eine neue, fragile Balance gefunden werden?

    Der Angriff auf den Jemen verdeutlicht einmal mehr, wie weitreichend die Spannungen in der Region sind. Die Huthi-Miliz, die ebenfalls vom Iran unterstützt wird, hat bereits in der Vergangenheit versucht, Israel mit Raketen anzugreifen. Israel zeigt nun, dass es bereit ist, weit über seine eigenen Landesgrenzen hinaus zu handeln, um seine Sicherheit zu gewährleisten. Der Nahe Osten – ein Pulverfass, das jederzeit explodieren könnte.

    Trump entfacht Kontroverse um Kamala Harris

    Während sich die Welt auf die Eskalation im Nahen Osten konzentriert, sorgt Donald Trump in den USA erneut für Schlagzeilen. Bei einer Kundgebung in Pennsylvania am Wochenende griff er die amerikanische Vizepräsidentin Kamala Harris persönlich an und bezeichnete sie als „geistig beeinträchtigt“. Diese Bemerkung folgte auf eine ähnliche Aussage in Wisconsin, wo er Harris als „von Geburt an geistig behindert“ bezeichnete.

    Diese Kommentare riefen breite Empörung hervor, sowohl innerhalb seiner eigenen Partei als auch bei den Demokraten. Lindsey Graham, ein einflussreicher republikanischer Senator, forderte Trump auf, sich auf die politischen Schwächen von Harris zu konzentrieren, anstatt persönliche Angriffe zu starten. Auch Larry Hogan, ein prominenter Trump-Gegner innerhalb der Republikaner, verurteilte die Aussagen scharf und bezeichnete sie als beleidigend – sowohl gegenüber Harris als auch gegenüber Menschen, die tatsächlich mit geistigen Behinderungen leben.

    Hurrikan Helene hinterlässt eine Spur der Verwüstung

    Doch nicht nur die politische Landschaft der USA ist von Stürmen betroffen. Hurrikan Helene hat die südöstlichen US-Staaten schwer getroffen und eine Spur der Verwüstung von Floridas Golfküste bis nach Tennessee hinterlassen. Mehr als 90 Menschen kamen dabei ums Leben, und die Zerstörungen erstrecken sich über eine Distanz von mehr als 600 Meilen.

    Rettungskräfte sind in großer Zahl im Einsatz, um den Menschen in den betroffenen Gebieten zu helfen. Doch die Situation bleibt kritisch: Erdrutsche, Stromausfälle und die unübersichtliche Lage in vielen Gemeinden erschweren die Rettungsarbeiten. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte, da viele Menschen in den Trümmern ihrer zerstörten Häuser eingeschlossen sind. Helene hat die Region erschüttert – eine Naturkatastrophe, die den Menschen dort noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

    Weitere Top-Nachrichten im Überblick

    • Nepal: Nach drei Tagen heftiger Monsunregen sind mehr als 170 Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben gekommen.
    • New York City: Bürgermeister Eric Adams wurde am Freitag angeklagt. Experten sehen starke Beweise gegen ihn.
    • Italien: Der Tod eines indischen Wanderarbeiters hat die Debatte um die Situation von Migranten in Italien neu entfacht.
    • Österreich: Die rechtsextreme FPÖ hat bei den Parlamentswahlen erstmals die meisten Stimmen gewonnen, steht jedoch vor schwierigen Koalitionsverhandlungen.
    • Südafrika: Bei einem Angriff auf zwei Bauernhöfe wurden mindestens 17 Menschen aus einer einzigen Familie von Bewaffneten erschossen – ein weiteres tragisches Beispiel für die zunehmenden Massenschießereien im Land.

    Es bleibt abzuwarten, wie sich diese globalen Ereignisse entwickeln werden – doch eines ist sicher: Die Welt steht nicht still.