Schlagwort: Ixchiq

  • Chikungunya auf La Réunion: 12 Tote, über 47.000 Infizierte – die Epidemie lässt nicht nach

    Chikungunya auf La Réunion: 12 Tote, über 47.000 Infizierte – die Epidemie lässt nicht nach

    Das französische Überseedepartement La Réunion erlebt derzeit einen dramatischen Gesundheitsnotstand. Seit dem Jahresbeginn 2025 sind bereits 12 Menschen offiziell am Chikungunya-Virus gestorben – und mehr als 47.500 Menschen haben sich infiziert. Trotz Anzeichen einer leichten Entspannung bleibt die Lage kritisch. Die Behörden mahnen zur Vorsicht – und setzen auf verstärkte Prävention.

    Ein längst vergessener Feind kehrt zurück Chikungunya – ein tropisches Virus, das durch Stechmücken übertragen wird – hatte die Insel zuletzt vor rund 15 Jahren heimgesucht. Seit August 2024 breitet es sich erneut aus, doch im März 2025 nahm die Epidemie richtig Fahrt auf. Besonders tragisch: Die meisten Todesopfer waren über 70 Jahre alt und litten an chronischen Vorerkrankungen. Weitere 28 Todesfälle, darunter der eines Säuglings, werden derzeit auf einen möglichen Zusammenhang mit dem Virus untersucht.

    Rückgang mit Vorbehalt Aktuelle Zahlen zeigen Hoffnungsschimmer: In der Woche vom 28. April bis 4…

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  • Macron auf La Réunion: Zwischen Chikungunya-Epidemie und Zyklon-Schäden

    Macron auf La Réunion: Zwischen Chikungunya-Epidemie und Zyklon-Schäden

    Am 22. April 2025 betritt Präsident Emmanuel Macron die Bühne La Réunions – einer Insel, die derzeit gleich doppelt in die Knie gezwungen wird. Zum einen tobt eine Chikungunya-Epidemie, zum anderen hat der verheerende Zyklon Garance tiefe Wunden hinterlassen. Diese Reise ist Teil seiner fünftägigen Tour durch den Indischen Ozean, die ihn bereits nach Mayotte führte und ihn noch nach Madagaskar und Mauritius bringen wird. Doch auf La Réunion erwarten ihn Herausforderungen, die eine schnelle Antwort verlangen. Chikungunya: Wenn der Tigermückenstich zur Bedrohung wird Seit August 2024 hat das Virus Chikungunya die Insel fest im Griff. Über 100.000 Menschen – also rund jeder neunte Bewohner – sind inzwischen infiziert, sechs Todesfälle wurden verzeichnet. Eine Zahl, die zwar nicht rekordverdächtig klingt, aber dennoch die ohnehin schon belasteten Gesundheitseinrichtungen an ihre Grenzen bringt. Der medizinische Druck ist enorm. Lionel Calenge, der Chef des örtlichen Krankenhauses, schlägt …

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  • La Réunion im Griff des Virus: Chikungunya-Epidemie spitzt sich zu – französisches Militär im Einsatz

    La Réunion im Griff des Virus: Chikungunya-Epidemie spitzt sich zu – französisches Militär im Einsatz

    Auf La Réunion überschlagen sich die Ereignisse – erneut hat sich das Chikungunya-Virus mit voller Wucht auf der Insel ausgebreitet. Mehr als 27.000 Menschen sind seit Jahresbeginn 2025 infiziert worden. Und das mit einem Tempo, das viele vor Ort aufschreckt. Die Behörden reagieren jetzt mit drastischen Maßnahmen – sogar das Militär rückt aus.


    Wenn das Virus kein Halt macht

    Allein in der Woche vom 9. April wurden über 6.000 neue Infektionen registriert. Wer glaubt, das sei ein lokales Problem, irrt: Die betroffenen Regionen reichen von Saint-Denis über Étang-Salé bis nach Saint-Pierre und Le Tampon – also quer über die Insel verteilt. Besonders hart trifft es die Schwächsten: Ältere Menschen über 65 und Säuglinge unter sechs Monaten landen überdurchschnittlich oft im Krankenhaus. Zwei Tote wurden bereits gemeldet – beide über 75 Jahre alt.

    Besserung in Sicht? Fehlanzeige.


    Wenn Soldaten gegen Mücken kämpfen

    Was zunächst nach Science-Fiction klingt, ist Realität auf La Réunion: Seit dem 15. April sind 120 Soldaten des „Régiment de service militaire adapté“ (RSMA) im Einsatz – und zwar nicht zur Sicherung eines Krisengebiets, sondern im Kampf gegen Mücken. Klingt absurd? Ist es aber nicht.

    Die Soldaten helfen dabei, Brutstätten des Virus tragenden Aedes-Moskitos ausfindig zu machen und zu beseitigen. Schluchten, Brachflächen, schwer erreichbare Ecken – all das gehört nun zu ihrem Terrain. Sie verstärken ein bereits großes Team, das über 700 Menschen umfasst. Darunter Anti-Mücken-Agenten und Teilnehmende des Programms „Parcours Emploi Compétences“.

    Man sieht: Der Kampf gegen das Virus ist ein echter Kraftakt.


    Hoffnung aus der Apotheke

    Doch es gibt auch Lichtblicke. Am 7. April wurde eine Impfkampagne gestartet – mit dem neuen Impfstoff „Ixchiq“, dem ersten seiner Art gegen Chikungunya. Zunächst richtet sich das Angebot an Menschen über 65 mit Vorerkrankungen – also genau jene, die das Virus besonders gefährdet. Und das Beste daran: Die Impfung ist kostenlos und in Apotheken erhältlich.

    Ein Hoffnungsschimmer – vor allem für jene, die sich bisher kaum schützen konnten.


    Kein Einzelfall: Regionale Ausbreitung nimmt Fahrt auf

    Die Epidemie bleibt nicht auf La Réunion beschränkt. Auch aus Mayotte, Mauritius und Rodrigues wurden Infektionen gemeldet – teilweise importiert, teilweise lokal übertragen. Die Zahlen sind zwar noch vergleichsweise niedrig, doch sie machen eines deutlich: Das Virus kennt keine Grenzen. Koordinierte regionale Maßnahmen sind daher nicht nur wünschenswert – sie sind zwingend erforderlich.

    Die Uhr tickt.


    Ein Rückblick, der Gänsehaut verursacht

    Viele Einheimische erleben gerade ein bitteres Déjà-vu. Schon 2005/2006 hatte das Virus zugeschlagen – damals erkrankte rund ein Drittel der Bevölkerung. Auch damals waren es die Mücken, die das Virus verbreiteten. Auch damals musste jede Wasserlache, jeder ungenutzte Blumentopf auf den Prüfstand.

    Heute wie damals steht fest: Ohne die konsequente Beseitigung der Brutstätten lässt sich der Ausbruch nicht stoppen. Der Unterschied heute? Die Behörden handeln schneller, zielgerichteter – und mit der vollen Wucht aller verfügbaren Ressourcen. Inklusive Militär.


    Und jetzt?

    Was bleibt, ist ein Inselparadies im Ausnahmezustand – und ein ganzes Netzwerk an Helfenden, das sich dem Kampf gegen das Virus verschrieben hat. Klar ist: Die Situation ist ernst. Aber sie ist auch ein Beweis dafür, wie entschlossen eine Gemeinschaft handeln kann, wenn es wirklich drauf ankommt.

    Was, wenn wir genau diese Entschlossenheit auch anderswo öfter sehen würden?

    Von C. Hatty