Schlagwort: Irak

  • Der Tod eines französischen Soldaten im Irak – ein Wendepunkt für Paris im Schatten eines regionalen Krieges

    Der Tod eines französischen Soldaten im Irak – ein Wendepunkt für Paris im Schatten eines regionalen Krieges

    In der Nacht vom 12. auf den 13. März 2026 gab Präsident Emmanuel Macron den Tod eines französischen Soldaten im Nordirak bekannt. Der Adjudant-chef Arnaud Frion vom 7ᵉ bataillon de chasseurs alpins aus Varces wurde bei einem Drohnenangriff nahe Erbil in der autonomen Region Kurdistan getötet; fünf weitere französische Soldaten wurden verletzt. Was zunächst wie ein tragischer Zwischenfall in einer entfernten Operation erscheinen mag, markiert in Wirklichkeit einen politischen und strategischen Wendepunkt.

    Der Vorfall zeigt, wie stark sich der regionale Konflikt im Nahen Osten inzwischen ausgedehnt hat – und wie sehr auch Staaten in den Strudel geraten können, die offiziell nicht Teil des eigentlichen Krieges sind.

    Irak als neuer Brennpunkt der regionalen Eskalation

    Der Angriff wurde von der irakischen Gruppe Ashab Al-Kahf beansprucht, einer Miliz aus dem Umfeld der pro-iranischen bewaffneten Netzwerke im Irak. Zugleich drohte die Organisation damit, französische Interessen in der Region weiter anzugreifen.

    Damit wird sichtbar, dass der Irak erneut zu einem zentralen Schauplatz der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wird. Während die internationale Aufmerksamkeit in den vergangenen Monaten vor allem auf Gaza, den Libanon oder den direkten Konflikt zwischen USA, Israel und Iran gerichtet war, fungiert der Irak zunehmend als strategisches Zwischenfeld.

    Die Dynamik folgt einer bekannten Logik regionaler Konflikte: Ein Krieg zwischen Staaten wird indirekt auf mehreren Schauplätzen ausgetragen. Der Irak eignet sich dafür besonders, weil hier unterschiedliche militärische und politische Akteure auf engem Raum zusammentreffen. Neben den regulären Streitkräften existieren zahlreiche schiitische Milizen, von denen einige enge Verbindungen zum Iran unterhalten. Viele dieser Gruppen sind teilweise in die Sicherheitsstrukturen des Staates integriert, bewahren jedoch zugleich eigene militärische Strukturen und Loyalitäten.

    In einer solchen Umgebung genügt eine regionale Eskalation, um den Irak in eine Art Resonanzraum der Konflikte zu verwandeln.

    Frankreichs militärische Präsenz und ihre strategische Grauzone

    Offiziell ist Frankreich im Irak Teil der internationalen Koalition gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“. Französische Soldaten sind dort seit Jahren in Ausbildungs- und Unterstützungsmissionen tätig, insbesondere im kurdischen Norden des Landes.

    Aus französischer Sicht handelt es sich um eine klar begrenzte Mission: Stabilisierung des Irak, Unterstützung lokaler Sicherheitskräfte und Eindämmung jihadistischer Gruppen. Präsident Macron betonte nach dem Angriff erneut, dass sich die französischen Streitkräfte ausschließlich im Rahmen der Terrorismusbekämpfung im Land befänden.

    Doch die militärische Realität vor Ort folgt zunehmend einer anderen Logik. Für pro-iranische Milizen spielt der offizielle Auftrag westlicher Truppen kaum noch eine Rolle. In ihrer Perspektive wird jede militärische Präsenz westlicher Staaten automatisch Teil eines größeren geopolitischen Konflikts.

    Damit verschwimmt die diplomatische Trennlinie zwischen verschiedenen Einsätzen. Ein Land kann gleichzeitig erklären, nicht Teil eines bestimmten Krieges zu sein – und dennoch von dessen Dynamik erfasst werden.

    Irak als geopolitischer Kreuzungspunkt

    Der Irak hat in der jüngeren Geschichte des Nahen Ostens immer wieder als geopolitischer Kreuzungspunkt fungiert. Schon nach der amerikanischen Invasion von 2003 entwickelte sich das Land zu einem komplexen Machtgefüge, in dem regionale und internationale Interessen miteinander konkurrierten.

    Heute zeigt sich erneut ein ähnliches Muster. Die Regierung in Bagdad versucht seit Jahren, ein Gleichgewicht zwischen mehreren Einflusszentren zu halten:

    • sicherheitspolitische Kooperation mit westlichen Staaten
    • wirtschaftliche und politische Beziehungen zum Iran
    • die starke Rolle schiitischer Milizen innerhalb des Landes
    • die autonome kurdische Region im Norden

    Diese Balance ist fragil. Je stärker sich der Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran ausweitet, desto schwieriger wird es für Bagdad, die verschiedenen Kräfte im Land auszubalancieren. Angriffe auf ausländische Militärbasen oder Energieinfrastruktur sind in diesem Kontext nicht nur militärische Aktionen, sondern auch politische Botschaften.

    Der Drohnenangriff auf französische Soldaten fügt sich genau in diese Logik ein: Er signalisiert Druck auf westliche Akteure, ohne sofort eine offene militärische Konfrontation zwischen Staaten auszulösen.

    Drohnenkrieg und die Strategie der Grauzonen

    Besonders aufschlussreich ist die Wahl der Waffe. Drohnenangriffe haben sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Instrument asymmetrischer Konflikte entwickelt.

    Sie bieten mehrere strategische Vorteile:

    Erstens ermöglichen sie eine relativ kostengünstige militärische Wirkung. Selbst einfache Drohnen können militärische Stützpunkte oder Energieanlagen bedrohen.

    Zweitens erlauben sie eine flexible Eskalation. Ein Angriff kann durchgeführt werden, ohne unmittelbar eine groß angelegte militärische Operation zu starten.

    Drittens erschweren sie die eindeutige Zuordnung von Verantwortung. Milizen, Stellvertreterorganisationen oder lose Netzwerke können Angriffe durchführen, ohne dass ein Staat offiziell die Verantwortung übernehmen muss.

    Gerade in Regionen mit schwacher staatlicher Kontrolle – wie Teilen des Irak – wird diese Form der Kriegsführung besonders wirksam.

    Die innenpolitische Dimension in Frankreich

    Für Frankreich hat der Tod eines Soldaten auch eine symbolische Bedeutung. Der Präsident betonte, es sei der erste französische Soldat, der seit Beginn der jüngsten Eskalation im Nahen Osten gefallen sei.

    Diese Formulierung verdeutlicht, dass der Konflikt bislang vor allem als externe Krise wahrgenommen wurde – als diplomatische Herausforderung, als Energie- und Sicherheitsfrage, aber nicht als unmittelbare militärische Realität für französische Streitkräfte.

    Mit dem Tod von Arnaud Frion verändert sich diese Wahrnehmung. Militärische Verluste besitzen in demokratischen Gesellschaften stets eine politische Resonanz. Sie führen zu Fragen über Sinn, Ziel und Risiko eines Einsatzes.

    Drei strategische Optionen für Paris

    Vor diesem Hintergrund steht die französische Regierung vor einer schwierigen strategischen Entscheidung. Im Kern lassen sich drei mögliche Handlungsoptionen erkennen.

    Die erste Option besteht darin, die Mission unverändert fortzusetzen. Dies würde signalisieren, dass Frankreich sich von militärischem Druck nicht zum Rückzug zwingen lässt und weiterhin zur Stabilisierung des Irak beitragen will.

    Die zweite Option wäre eine militärische Verstärkung oder zumindest eine stärkere Sicherung der französischen Stützpunkte. Ein solcher Schritt könnte jedoch die Wahrnehmung verändern: aus einer Ausbildungsmission würde zunehmend ein Kampfeinsatz.

    Die dritte Möglichkeit wäre eine Reduzierung der Präsenz oder ein teilweiser Rückzug. Politisch wäre dies jedoch heikel, da es von militanten Gruppen als strategischer Erfolg interpretiert werden könnte.

    Keine dieser Optionen ist risikofrei. Jede bringt eigene politische und militärische Kosten mit sich.

    Der Tod des Adjudant-chef Arnaud Frion wirkt daher wie ein strategischer Weckruf. Er zeigt, dass die Vorstellung eines vom regionalen Krieg getrennten Iraks zunehmend unrealistisch wird. Die Konfliktlinien im Nahen Osten verlaufen heute über ein weit verzweigtes Netz aus Stellvertretergruppen, Militärbasen und strategischen Infrastrukturen.

    In einer solchen Lage kann selbst eine begrenzte militärische Präsenz schnell Teil eines viel größeren Konflikts werden. Für Frankreich bedeutet dies, dass seine Rolle im Irak neu bewertet werden muss – nicht nur als Beitrag zur Terrorismusbekämpfung, sondern als Element einer immer stärker vernetzten regionalen Sicherheitsordnung.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Frankreich holt Dschihadisten aus dem Irak zurück: Ein riskanter Kurswechsel?

    Frankreich holt Dschihadisten aus dem Irak zurück: Ein riskanter Kurswechsel?

    Zwischen Menschenrechten und Sicherheitsbedenken – warum Paris jetzt doch seine verurteilten Terroristen zurückholt. Ein Thema, das polarisiert wie kaum ein anderes: Frankreich wird verurteilte Dschihadisten aus irakischen Gefängnissen zurückholen. Diese Entscheidung, kürzlich von Justizminister Gérald Darmanin angekündigt, markiert einen Wendepunkt in der französischen Sicherheitspolitik. Jahrzehntelang war Frankreichs Linie klar – wer als Islamist im Ausland kämpft, wird auch dort verurteilt und eingesperrt. Doch nun ändert Paris seine Strategie. „Was wir von anderen fordern, müssen wir selbst erfüllen“ Darmanin begründete den Schritt mit dem Prinzip der Gegenseitigkeit: Frankreich könne nicht von anderen Staaten verlangen, ihre verurteilten Staatsbürger zurückzunehmen, wenn es selbst davor die Augen verschließe. Besonders betroffen sind derzeit drei Franzosen aus dem Norden, die im Irak wegen Terrorismus verurteilt wurden – zunächst zum Tode, später zu lebenslanger Haft. Sie selbst…

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  • Heute in der Geschichte: Der 27. Februar – Wendepunkte der Weltgeschichte

    Heute in der Geschichte: Der 27. Februar – Wendepunkte der Weltgeschichte

    Manche Tage scheinen wie zufällige Markierungen im Kalender – doch dann gibt es Tage wie den 27. Februar, an denen die Weltgeschichte ihre Richtung ändert. Revolutionen, Kriege, Entdeckungen und kulturelle Meilensteine prägen diesen Tag. Ein Blick zurück zeigt, dass sich an diesem Datum einiges ereignet hat, besonders in Frankreich, aber auch weltweit.

    Der 27. Februar in der Weltgeschichte

    1933: Der Reichstagsbrand – Der Auftakt zur Nazi-Diktatur

    Eines der prägendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts fand am Abend des 27. Februar 1933 in Berlin statt: Der Reichstag brannte lichterloh. Die Nationalsozialisten nutzten das Feuer, um politische Gegner – vor allem Kommunisten – auszuschalten und ihre Macht zu festigen. Am nächsten Tag setzte Reichspräsident Paul von Hindenburg die „Reichstagsbrandverordnung“ in Kraft, die Bürgerrechte massiv einschränkte. Ein entscheidender Schritt hin zur totalitären Diktatur des Dritten Reiches.

    Bis heute ist umstritten, wer tatsächlich für den Brand verantwortlich war. Offiziell wurde der niederländische Kommunist Marinus van der Lubbe als Einzeltäter verurteilt, doch viele Historiker vermuten, dass die Nationalsozialisten selbst hinter der Tat steckten, um ihre politische Agenda durchzusetzen.

    1991: Ende des Golfkriegs – Irakische Truppen ziehen sich aus Kuwait zurück

    Nach der irakischen Invasion Kuwaits im August 1990 hatte eine von den USA geführte Koalition unter UN-Mandat den Irak innerhalb weniger Wochen zurückgedrängt. Am 27. Februar 1991 verkündete US-Präsident George H. W. Bush offiziell das Ende der Kampfhandlungen. Der Krieg war vorbei – doch die Region blieb ein Pulverfass.

    Die Auswirkungen dieses Konflikts waren weitreichend: Der Irak wurde durch Wirtschaftssanktionen geschwächt, Saddam Hussein blieb jedoch an der Macht. Ein Jahrzehnt später führte die instabile Lage zum zweiten Golfkrieg und zum Sturz des irakischen Diktators.

    1951: Der 22. Verfassungszusatz in den USA begrenzt die Amtszeit des Präsidenten

    Bis 1951 gab es in den USA keine offizielle Begrenzung für die Amtszeit eines Präsidenten. Doch nachdem Franklin D. Roosevelt viermal gewählt worden war (1932, 1936, 1940 und 1944), beschlossen die Amerikaner, dass zwei Amtszeiten genug seien. Am 27. Februar 1951 wurde der 22. Verfassungszusatz ratifiziert – seitdem darf kein US-Präsident länger als acht Jahre im Amt bleiben.

    1827: Karneval von New Orleans – Die erste Straßenparade von „Mardi Gras“

    Der berühmte Mardi Gras von New Orleans hat seine Wurzeln in den französischen und spanischen Traditionen der Kolonialzeit. Am 27. Februar 1827 zogen erstmals maskierte Studenten tanzend durch die Straßen der Stadt – eine Tradition, die sich rasch entwickelte. Heute ist der Mardi Gras ein weltbekanntes Spektakel mit farbenfrohen Paraden, aufwendigen Kostümen und ausgelassenen Feiern.

    Frankreich und der 27. Februar

    Auch Frankreich erlebte an diesem Datum entscheidende Momente. Einige Ereignisse haben das Land nachhaltig geprägt.

    1848: Die Februarrevolution – Das Ende der Julimonarchie

    Im Februar 1848 war Paris erneut Schauplatz einer Revolution. Nach tagelangen Protesten und Barrikadenkämpfen dankte König Louis-Philippe am 24. Februar ab und floh nach England. Am 27. Februar formierte sich eine provisorische Regierung, die die Zweite Französische Republik ausrief.

    Diese Revolution hatte weitreichende Folgen: Die neuen Machthaber führten das allgemeine Wahlrecht für Männer ein, schafften die Todesstrafe für politische Verbrechen ab und erklärten die Pressefreiheit. Doch die Euphorie währte nicht lange – 1852 riss Louis Napoléon Bonaparte die Macht an sich und krönte sich selbst zum Kaiser Napoleon III.

    1939: Frankreich erkennt Francos Regime in Spanien an

    Nach drei Jahren Bürgerkrieg hatten Francos Truppen Spanien erobert. Am 27. Februar 1939 erkannte Frankreich – gemeinsam mit Großbritannien – das faschistische Regime offiziell an. Diese Entscheidung war ein Schock für viele Republikaner, die in Frankreich Zuflucht gesucht hatten.

    Der Spanische Bürgerkrieg hatte Europa tief gespalten, und die Anerkennung Francos deutete an, dass demokratische Regierungen zunehmend vor den faschistischen Diktaturen zurückwichen – ein düsteres Omen für die kommende Weltkriegskatastrophe.

    1617: Der Tod von Concino Concini – Ein königlicher Günstling fällt

    Concino Concini, ein italienischer Günstling der französischen Königin Maria de’ Medici, hatte als Erster Minister von Frankreich großen Einfluss. Doch sein Aufstieg weckte Feinde. Am 27. Februar 1617 wurde er auf Befehl des jungen Königs Ludwig XIII. ermordet.

    Dieser Mord markierte einen Wendepunkt: Ludwig XIII. übernahm selbst die Macht und verbannte seine Mutter. Frankreichs Politik wurde fortan von Kardinal Richelieu geprägt – einem der einflussreichsten Staatsmänner der Geschichte.

    Ein Tag, der Geschichte schrieb

    Vom brennenden Reichstag bis zur Februarrevolution in Frankreich, von den politischen Umwälzungen in Spanien bis zum Ende des Golfkriegs – der 27. Februar war immer wieder ein Schlüsselmoment der Weltgeschichte.

    Welches dieser Ereignisse wiegt wohl am schwersten? Manche Tage verändern ein Land, andere die ganze Welt. Der 27. Februar gehört zweifellos zu den Tagen, die Spuren hinterlassen haben.

  • Soldat der französischen Spezialkräfte bei Antiterroroperation im Irak getötet – teilt der Elysée-Palast mit

    Soldat der französischen Spezialkräfte bei Antiterroroperation im Irak getötet – teilt der Elysée-Palast mit

    Sergeant Nicolas Mazier vom 10. Fallschirmjägerkommando der Luftwaffe sei bei einer Spezialoperation im Irak getötet worden, heißt es in der Erklärung der französischen Präsidentschaft. Ein Soldat der französischen Spezialkräfte wurde am Montag, dem 28. August, bei einer Antiterroroperation im Irak getötet, wie der Elysée-Palast am Dienstag mitteilte. Der Präsident „verneigt sich mit tiefem Respekt vor dem Opfer“, heißt es in der Erklärung.

    „Der Staatschef spricht der Familie und den Angehörigen sein aufrichtiges Beileid aus und versichert sie der Solidarität der Nation unter diesen schmerzlichen Umständen“, schrieb der Elysée-Palast und fügt hinzu, dass Emmanuel Macron „seine Unterstützung für die Männer und Frauen der Einheit und insbesondere für die Kameraden von Sergeant Mazier, die an seiner Seite verwundet wurden“, zum Ausdruck bringe. Der Präsident der Republik, der „den Mut der im Irak eingesetzten französischen Soldaten wü…

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  • Emmanuel Macron: Französischer Soldat bei „operativer Übung“ im Irak getötet

    Emmanuel Macron: Französischer Soldat bei „operativer Übung“ im Irak getötet

    Ein französischer Soldat wurde am Sonntag bei einer „operativen Übung“ im Irak getötet, wie Emmanuel Macron heute mitteilte. Ein französischer Soldat wurde am Sonntag, dem 20. August, im Irak „während einer operativen Übung“ getötet, als er an einer Ausbildungsmission der irakischen Streitkräfte teilnahm, das teilte der Elysée-Palast am Montag mit. „Adjutant Nicolas Latourte“ vom 6. Pionierregiment „hat sein Leben bei der Erfüllung seiner Mission verloren“, erklärte Präsident Emmanuel Macron auf X (früher Twitter) und bedauerte, dass der Tod von Latourte nur wenige Tage nach dem Tod von Sergeant Baptiste Gauchot bei einem Verkehrsunfall, ebenfalls im Irak, erfolgte. „Die Nation schließt sich dem unermesslichen Schmerz ihrer Familien und Waffenbrüder des 19. und 6. Pionierregiments an“, fügte der Staatschef hinzu.

    Der Soldat war an der sogenannten Operation Chammal beteiligt, dem französischen Teil der Operation der 2014 gegr…

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  • Klimawandel: Irak, Iran und Syrien ersticken in Sandstürmen

    Klimawandel: Irak, Iran und Syrien ersticken in Sandstürmen

    Neun Sandstürme im Irak und drei im Iran in nur fünf Wochen, Tausende von Krankenhausaufenthalten. Der Klimawandel erhöht das Risiko menschlicher und politischer Dramen. Zoubeyr Mahy, der Vorsitzende des französisch-kurdischen Vereins in Okzitanien, hat so etwas noch nie gesehen. Gerade aus dem Irak zurückgekehrt, schaut er sich auf seinem Handy Fotos der autonomen Region Kurdistan an. Es ist schwer, die vielen im Bau befindlichen Gebäude in der kurdischen Hauptstadt Erbil zu sehen, da eine ockerfarbene Sandwolke dicht über der Stadt liegt. „Ich habe bis zu meinem 28. Lebensjahr in Kurdistan gelebt. Ich habe in dieser Zeit nie einen Sandsturm erlebt“, erinnert sich der Unternehmer aus Albi im Departement Tarn und ist beunruhigt über die Dürre, die derzeit viele Länder der Welt, nicht nur im Nahen Osten, heimsucht. Der Sandsturm, der am 23. und 24. Mai über Kurdistan fegte und dann auf den Iran, Saudi-Arabien und Kuwait übergriff, war der neunte innerhalb von nur fünf Wochen – neun Stürme, die 10.000 Menschen ins Krankenhaus brachten, die Behörden zwangen, die Flughäfen mehrmals zu schließen, und das Wirtschaftsleben auf Null reduzierten. Auch der französiche Unternehmer Zoubeyr Mahy sass zwei Tage lang in seinem Hotel fest. Die Abholzung der zahlreichen Palmenhaine im Süden des Irak wegen des Krieges gegen den Iran war eine fatale Entscheidung. Sie boten einen sicheren Sichtschutz für Bagdad und die Städte im Norden des Landes. Die Aktionen Ankaras sind ebenfalls sehr schädlich. Die Türkei begann schon 1989 mit dem Bau von 21 Staudämmen am Tigris und Euphrat, zwei Flüssen, deren Wassermange damit drastisch reduziert wurde. Die Situation verschärfte sich nach 2015 und dem Abbruch eines Friedensprozesses zwischen der Türkei und den Kurden. Am 24. Januar reduzierte die Türkei die Durchflussmenge des Euphrat von 700 auf 250m3/s. Für Ankara ist das Wassermanagement zu einer Waffe geworden. Der Durchfluss des Euphrat fiel plötzlich von 700 auf 250 m3/s und ist seitdem nicht mehr gestiegen. Aufgrund der Dürre und der fehlenden Bewässerung werden die Erträge in Syrisch-Kurdistan, wo die Weizenernte am 25. Mai begann, auf dem niedrigsten Stand seit 50 Jahren liegen. Dasselbe gilt für den Irak, wo laut Präsident Barham Saleh inzwischen „39% der Gesamtfläche des Landes von der Wüstenbildung betroffen“ sind. Kurdische Medien berichten von „75 Sandstürmen, die 2022 in Südkurdistan erwartet werden“ und greifen damit eine Vorhersage von Klimaforschern auf, die für das ganze Land bis 2040 272 Staubstürme pro Jahr und ab 2050 soger 300 pro Jahr prognostizieren. Südkurdistan liegt im Norden des Irak, Nordkurdistan im Süden der Türkei, Ostkurdistan bildet den Nordwesten des Iran und Westkurdistan den Norden Syriens. Die Aufteilung der Kurden, des größten staatenlosen Volkes der Welt, in vier verschiedene Länder ist das Ergebnis des am 24. Juli 1923 unterzeichneten Vertrags von Lausanne, der den Ersten Weltkrieg in Hinsicht auf das Osmanische Reich beendete. Zu den Maßnahmen, die die Behörden zur Bekämpfung der Trockenheit und der Sandstürme empfehlen, gehört die Schaffung von Grüngürteln „als Windschutz“ um Städte in Gegenden, die von geringen Niederschlägen geprägt sind. Eine Empfehlung, die auch für die syrische Hauptstadt gelten könnte, in der es nur etwa 200 liter pro Quadratmeter und pro Jahr regnet. Aber können sich Syrien, Irak und Iran das auch leisten? Die durchaus berechtigte Befürchtung, dass Millionen von Klimaflüchtlingen in die gemäßigten Länder Europas strömen könnten, sollte die internationale Gemeinschaft dazu veranlassen, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Eine nachhaltige und gerechte Nutzung der Wasserressourcen ist nicht nur der Schlüssel zu einem dauerhaften Frieden im Nahen und Mittleren Osten, sondern auch eine der Voraussetzung für das Überleben des Planeten.
  • Macron im Irak: ein symbolischer Besuch in Mosul, der ehemaligen Hochburg des Islamischen Staates

    Macron im Irak: ein symbolischer Besuch in Mosul, der ehemaligen Hochburg des Islamischen Staates

    Das Staatsoberhaupt besucht an diesem Wochenende Mosul (Irak), die Stadt, die für den sogenannten Islamischen Staat (IS) so wichtig war. Die Journalistin Anne Bourse von France Télévisions berichtet vor Ort über diesen symbolischen Besuch im Kampf gegen den IS. Bei seinem Besuch in Mosul, der ehemaligen irakischen Hochburg des sogenannten Islamischen Staats, am 29. August hat Emmanuel Macron die Fortsetzung des Kampfes gegen den Terrorismus betont. „Der Präsident wird sich heute Nachmittag mit den im Nordirak eingesetzten Spezialkräften treffen“, berichtet die Journalistin Anne Bourse, Sonderkorrespondentin in Mosul. „Die Armee wird den Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen“ „Das Staatsoberhaupt wird wiederholen, dass die Mission fortgesetzt wird. Das französische Militär wird im Irak bleiben. Der IS ist immer noch eine Bedrohung, vor allem hier in der Region Mosul, einer Hochburg der Dschihadisten zwischen 2014 und 2017“, fügte die Journalistin von France Télévisions hinzu. „Emmanuel…

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  • Im Irak ruft Emmanuel Macron zur Wachsamkeit gegenüber dem sogenannten Islamischen Staat auf

    Im Irak ruft Emmanuel Macron zur Wachsamkeit gegenüber dem sogenannten Islamischen Staat auf

    Der Kampf gegen die Dschihadisten beherrscht die Diskussionen auf einer regionalen Konferenz in Bagdad. Emmanuel Macron ruft zur Wachsamkeit auf. Der Präsident der Republik rief am Samstag, den 28. August, dazu auf, angesichts der Dschihadisten-Gruppe „Islamischer Staat“ „unsere Wachsamkeit nicht zu vernachlässigen“, da sie „eine Bedrohung“ bleiben, insbesondere im Irak, wo sich der französische Präsident zur Zeit aufhält. „Ich weiß, dass der Kampf gegen diese terroristischen Gruppen eine Priorität für die irakische Regierung ist“, sagte Emmanuel Macron nach einem Treffen mit dem irakischen Premierminister Mustafa al-Kazimi in Bagdad, wo am Samstagmittag ein Gipfeltreffen mit Staats- und Regierungschefs aus dem Nahen Osten begann. Der Irak, in dem IS-Zellen auch vier Jahre nach ihrer militärischen Niederlage noch Anschläge verüben, und Frankreich „sind wichtige Partner im Kampf gegen den Terrorismus“, antwortete der irakische Regierungschef. Paris bietet dem Irak militärische Unterstüt…

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  • Emmanuel Macron besucht an diesem Wochenende den Irak

    Emmanuel Macron besucht an diesem Wochenende den Irak

    Der Staatschef wolle damit „seine Unterstützung für die zentrale Rolle des Irak“ im Kampf gegen den Terrorismus zeigen, erklärt der Elysée. Emmanuel Macron wird am Wochenende des 28. August in den Irak reisen, um an einem regionalen Gipfeltreffen zur Unterstützung der Stabilisierung des Landes teilzunehmen und an die Rolle zu erinnern, die Paris in der Region, insbesondere im Kampf gegen ISIS, auch in Zukunft beibehalten will. Der Präsident der Republik wird in Bagdad, der Hauptstadt des Landes, mit führenden irakischen Politikern zusammentreffen und an einem Gipfeltreffen mit den Nachbarländern Ägypten, Jordanien, Türkei, Iran und Saudi-Arabien teilnehmen. Frankreich ist nach Angaben des Elysée der „Mitveranstalter“ des Treffens. Das Staatsoberhaupt, das dem Irak bereits am 2. September 2020 einen Kurzbesuch abstattete, will „seine Unterstützung für die Schlüsselrolle des Irak im Kampf gegen den Terrorismus und die Entwicklung des Landes zeigen und zum Abbau der Spannungen beitragen“,…

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