Schlagwort: Internet-Kriminalität

  • Cybercrime-Marktplätze „Cracked“ und „Nulled“ von internationaler Polizei zerschlagen

    Cybercrime-Marktplätze „Cracked“ und „Nulled“ von internationaler Polizei zerschlagen

    Ein gewaltiger Schlag gegen die Cyberkriminalität: In einer internationalen Polizeirazzia wurden zwei der größten illegalen Online-Marktplätze, Cracked und Nulled, vom Netz genommen. Auf diesen Plattformen handelten Cyberkriminelle mit gestohlenen Daten, Hacking-Tools und anderen illegalen Dienstleistungen. Die Operation führte zu mehreren Verhaftungen und umfangreichen Beschlagnahmungen.

    Großangelegte Razzia mit weltweiter Beteiligung

    Die Aktion wurde von den deutschen Behörden in Zusammenarbeit mit Europol, dem US-Justizministerium und weiteren internationalen Ermittlungsbehörden durchgeführt. Zwischen Dienstag und Donnerstag fanden Durchsuchungen an sieben verschiedenen Orten statt, bei denen 17 Server und 67 elektronische Geräte sichergestellt wurden.

    Doch das war noch nicht alles. Die Ermittler froren zwölf Konten ein, schlossen zwei Domain-Adressen und nahmen einen Zahlungs- sowie einen Hosting-Dienstleister vom Netz – beides essenzielle Bestandteile der illegalen Infrastruktur. Auch über 300.000 Dollar in bar und Kryptowährungen wurden konfisziert.

    Europol veröffentlichte sogar ein Video, das zeigt, wie Verdächtige während der Razzien festgenommen wurden.

    Cybercrime-Hotspots mit Millionen Nutzern

    Die Dimension dieser Plattformen war gigantisch. Laut Europol hatten Cracked und Nulled zusammen über 10 Millionen Nutzer und waren berüchtigte Anlaufstellen für Cyberkriminelle weltweit. Sie boten Cybercrime-as-a-Service an – also eine Art Online-Supermarkt für digitale Verbrechen. Hier konnte man gestohlene Login-Daten, Schadsoftware und Hacking-Tools kaufen oder verkaufen.

    Das US-Justizministerium gab an, dass Cracked seit 2018 aktiv war und über vier Millionen Mitglieder sowie 28 Millionen Beiträge enthielt, in denen illegale Produkte beworben wurden. Die Betreiber verdienten damit rund vier Millionen Dollar – während mindestens 17 Millionen Menschen in den USA zu Opfern wurden.

    Nulled existierte sogar noch länger: seit 2016. Dort waren über fünf Millionen Nutzer registriert, die in 43 Millionen Beiträgen illegale Waren anboten. Der Marktplatz setzte schätzungsweise eine Million Dollar pro Jahr um.

    Festnahmen und harte Strafen drohen

    Infolge der Operation wurde Lucas Sohn, ein 28-jähriger argentinischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Spanien, von den US-Behörden angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, einer der Administratoren von Nulled gewesen zu sein. Er soll unter anderem eine Treuhandfunktion („Escrow Service“) für illegale Transaktionen übernommen haben.

    Sollte Sohn verurteilt werden, drohen ihm:

    • Bis zu 15 Jahre Gefängnis wegen Identitätsbetrugs
    • 10 Jahre Haft wegen Betrugs mit Zugangsdaten
    • 5 Jahre Haft für Verschwörung zum Handel mit Passwörtern

    Auch Australien, Frankreich, Griechenland, Italien, Rumänien und Spanien waren an der großangelegten Ermittlung beteiligt – ein starkes Zeichen gegen die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität.

    Ein Wendepunkt im Kampf gegen digitale Kriminalität?

    Die Abschaltung von Cracked und Nulled ist ein großer Erfolg für die internationale Strafverfolgung, doch die Frage bleibt: Wird dies das Cybercrime-Ökosystem nachhaltig stören? Erfahrungsgemäß entstehen nach solchen Schlägen oft neue Plattformen, die die Lücke füllen.

    Allerdings wird es für Cyberkriminelle immer schwieriger, solche Foren im Verborgenen zu betreiben. Ermittlungsbehörden setzen zunehmend auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit und modernste Technologien, um Verbrechern das Handwerk zu legen.

    Die Botschaft ist klar: Der digitale Schwarzmarkt ist kein rechtsfreier Raum. Wer sich daran beteiligt, muss damit rechnen, dass die Strafverfolgung eines Tages an die Tür klopft – oder direkt den Server abschaltet.

    Von C. Hatty

  • Schlag gegen Pädokriminalität: 37 Festnahmen im Osten Frankreichs

    Schlag gegen Pädokriminalität: 37 Festnahmen im Osten Frankreichs

    Eine großangelegte Polizeiaktion hat in Frankreichs Osten ein erschütterndes Netz pädokrimineller Aktivitäten aufgedeckt. Im Grand Est und in der Region Bourgogne-Franche-Comté wurden 37 Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, kinderpornografisches Material verbreitet oder heruntergeladen zu haben. Der Fall erschüttert nicht nur die betroffenen Regionen, sondern zeigt auch, wie wichtig die kontinuierliche Bekämpfung solcher Verbrechen ist.


    Millionen belastender Dateien und hunderte Geräte sichergestellt

    Die Ergebnisse dieser Operation sind erschreckend: Über eine Million Bilder und Videos mit kinderpornografischem Inhalt konnten von den Ermittlern sichergestellt werden. Insgesamt beschlagnahmten die Beamten 60 Computer, 290 Speichermedien, 27 Smartphones, 8 Tablets und 4 Kameras. Doch die Funde beschränkten sich nicht nur auf digitale Beweise – bei einigen Verdächtigen stießen die Ermittler auch auf Waffen und Drogen.

    Die Dimension dieses Falls zeigt, wie weitreichend und organisiert solche Netzwerke mittlerweile sind. „Mindestens ein Verdächtiger wurde im Zuständigkeitsbereich jedes der 28 Gerichtsbezirke festgenommen“, hieß es im offiziellen Bericht. Die Verhaftungen erstreckten sich über verschiedene Regionen, darunter zehn in Elsass, drei in Meurthe-et-Moselle, vier in Moselle sowie mindestens drei in Côte-d’Or und Saône-et-Loire. Von den 37 Verdächtigen wurden 32 bereits der Justiz vorgeführt.


    Eine koordiniert durchgeführte Operation

    Diese erfolgreiche Operation war das Ergebnis monatelanger Ermittlungen. 270 Gendarmen waren beteiligt, darunter 36 Experten für Cyberkriminalität. Die Aktion, die am 19. November 2024 begann, wurde von mehreren regionalen Einheiten wie der Forschungsabteilung in Metz sowie den Einheiten in Dijon, Besançon und Colmar koordiniert. Unterstützung kam vom „Centre de lutte contre les criminalités numériques“ (CLCN) in Pontoise, einer nationalen Spezialeinheit zur Bekämpfung digitaler Kriminalität.

    Ein Einsatz dieser Größenordnung verdeutlicht die Priorität, die Frankreich der Bekämpfung solcher Verbrechen einräumt. Ein vergleichbarer Fall fand bereits im März 2023 statt, als im Grand Est 17 Verdächtige festgenommen wurden. Dies zeigt, dass diese Art von Kriminalität kein isoliertes Phänomen ist – der Kampf dagegen muss kontinuierlich geführt werden.


    Die gesellschaftliche Dimension solcher Verbrechen

    Diese Art von Straftat wirft tiefe Fragen auf: Wie kann es sein, dass solche Netzwerke immer wieder bestehen können? Welche präventiven Maßnahmen können getroffen werden, um solche Verbrechen zu verhindern? Die Sicherstellung von über einer Million belastender Dateien zeigt nicht nur das Ausmaß der Verbrechen, sondern auch das Leid, das dahintersteht – jedes Bild, jedes Video repräsentiert ein Opfer, dessen Leben durch Missbrauch und Ausbeutung zerstört wurde.

    Die Ermittler betonen, dass diese Erfolge nur die Spitze des Eisbergs sind. Die digitale Welt bietet Tätern immer neue Möglichkeiten, ihre kriminellen Handlungen zu verschleiern. Daher ist es umso wichtiger, dass spezialisierte Einheiten wie das CLCN mit modernster Technik ausgestattet werden und eng mit internationalen Behörden kooperieren.


    Ein Lichtblick: Fortschritte im Kampf gegen Cyberkriminalität

    Trotz der bedrückenden Details gibt es auch positive Entwicklungen: Frankreich zeigt, dass der Einsatz spezialisierter Ermittler und koordinierter Operationen Früchte trägt. Der technologische Fortschritt, der Tätern oft in die Hände spielt, wird zunehmend auch von den Strafverfolgungsbehörden genutzt. Forensische Tools, künstliche Intelligenz und internationale Zusammenarbeit ermöglichen es, selbst in verschlüsselten Netzwerken Verdächtige aufzuspüren.

    Doch Technik allein reicht nicht. Es braucht auch Aufklärung und Prävention, um potenzielle Täter abzuschrecken und Kinder sowie Jugendliche zu schützen. Schulen, Eltern und die Gesellschaft müssen stärker in die Verantwortung genommen werden – der Schutz der Schwächsten darf niemals in den Hintergrund geraten.


    Ein Appell an die Gesellschaft

    Die Festnahmen im Grand Est und in Bourgogne-Franche-Comté sind ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Pädokriminalität, aber sie reichen nicht aus. Jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten, sei es durch Wachsamkeit, durch Unterstützung von Präventionsprogrammen oder durch den offenen Dialog über dieses sensible Thema.

    Denn letztlich ist die Frage, die wir uns stellen müssen: Was können wir tun, um sicherzustellen, dass solche Verbrechen gar nicht erst geschehen?

  • Online-Betrug: 1.700 Menschen Opfer einer groß angelegten Internet-Abzocke

    Online-Betrug: 1.700 Menschen Opfer einer groß angelegten Internet-Abzocke

    1.700 Menschen sind einer umfassenden Online-Betrugsmasche zum Opfer gefallen. Nach einer inszenierten Cyberattacke wurden sie von Betrügern hereingelegt, die aus Tunesien operierten. Schauen wir uns das genauer an.

    Sophie, 82 Jahre alt, ist eine der Betroffenen dieser groß angelegten Betrugsmasche. Ihre Geschichte beginnt mit einer simplen E-Mail. „Ich habe darauf geklickt, obwohl ich das normalerweise nie tue“, erzählt sie. Nachdem sie auf den Link im E-Mail-Text geklickt hatte, blockierte ihr Computer plötzlich. Eine Meldung erschien und behauptete, ihre Daten seien kurz davor, gehackt zu werden. Ein angeblicher Supportnummer tauchte auf dem Bildschirm auf. Verängstigt rief sie die Nummer an und geriet an einen vermeintlichen Techniker. Dieser war in Wirklichkeit ein Betrüger aus Tunesien, der die Kontrolle über ihren Computer übernahm. Er „reparierte“ das System, das in Wahrheit gar nicht beschädigt war.

    Ein Abonnement für 131 Euro pro Jahr

    Die vermeintliche Reparatur war kostenlos, was Sophie zunächst beruhigte. Doch dann bot der Betrüger ihr ein Abonnement für einen angeblichen Schutzdienst an, um zukünftige Angriffe zu verhindern. Noch immer unter Schock von der vorherigen Erfahrung, stimmte Sophie zu und schloss ein Jahresabonnement für 131 Euro ab. Der angebotene Schutz war jedoch völlig nutzlos – ein reiner Schwindel.

    Sophie ist nicht die einzige, die in die Falle tappte. Die Liste der Betroffenen ist lang. Dieser außergewöhnliche Betrugsfall umfasst Hunderte von Opfern – insgesamt 1.700 Personen. Die Geschädigten sind skeptisch, ob sie ihr Geld jemals zurückbekommen werden.

    Das Phänomen des Online-Betrugs ist nicht neu, aber die Raffinesse, mit der diese Masche durchgeführt wurde, ist beeindruckend – und erschreckend zugleich. Die Betrüger nutzten die Angst und Unsicherheit ihrer Opfer aus und handelten dabei sehr geschickt. Was kann man also tun, um sich vor solchen Machenschaften zu schützen?

    Erstens: Misstrauen ist der beste Freund. Klicken Sie nicht leichtfertig auf Links in E-Mails, die von unbekannten Absendern kommen. Wenn eine Nachricht verdächtig erscheint, löschen Sie sie sofort.

    Zweitens: Geben Sie niemals persönliche Daten oder Zugangsdaten preis, wenn Sie sich nicht sicher sind, wer der Empfänger ist. Seriöse Unternehmen werden niemals nach solchen Informationen per E-Mail oder Telefon fragen.

    Was tun, wenn man betroffen ist?

    Falls Sie doch Opfer eines Betrugs geworden sind, handeln Sie schnell. Informieren Sie sofort Ihre Bank und lassen Sie alle Online-Zugänge zu Ihren Konten sperren. Melden Sie den Vorfall der Polizei und erstatten Sie Anzeige. Je früher die Behörden informiert sind, desto größer sind die Chancen, die Betrüger zu fassen.

    Haben Sie vielleicht ältere Angehörige, die nicht so internetaffin sind? Sprechen Sie mit ihnen über die Risiken und klären Sie sie auf. Gerade ältere Menschen sind oft Ziel solcher Machenschaften, weil sie weniger technikversiert sind.

    Kann man solche Betrugsmaschen komplett vermeiden?

    Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, aber man kann das Risiko minimieren. Nutzen Sie aktuelle Antivirenprogramme und halten Sie Ihr Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand. Achten Sie auf ungewöhnliche Aktivitäten auf Ihren Konten und seien Sie wachsam.

    Die Tatsache, dass 1.700 Menschen Opfer dieses Betrugs wurden, zeigt, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein und sich zu schützen. Das Internet bietet viele Vorteile, aber auch Gefahren. Mit einem gesunden Maß an Misstrauen und der richtigen Vorsicht kann man sich vor vielen Bedrohungen schützen.

    Fazit: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Bleiben Sie wachsam und informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen. So können Sie und Ihre Liebsten sicher im Netz unterwegs sein.

  • Pädokriminalität: Ring zum Verkauf von kinderpornografischen Videos in Frankreich ausgehoben

    Pädokriminalität: Ring zum Verkauf von kinderpornografischen Videos in Frankreich ausgehoben

    Mindestens 15.000 Bilder wurden im Rahmen dieser in ganz Frankreich durchgeführten Untersuchung entdeckt und sichergestellt.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft gab am Freitag, dem 9. Februar, die Zerschlagung eines pädokriminellen Netzwerks bekannt, das online auf Telegram operierte. Zehn Personen, die verdächtigt werden, über den Messengerdiesnt Telegram eine Gruppe betrieben zu haben, die „den Verkauf von Sextapes von Jugendlichen“ anbot, wurden am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

    Nach einer im März eingegangenen Anzeige gelang es den Ermittlern, die Beschuldigten „trotz der Verwendung von Pseudonymen und (…) eines verschlüsselten Netzwerks“, zu identifizieren und dingfest zu machen. Einige von ihnen werden verdächtigt, Administratoren der Plattform zu sein, so die Staatsanwaltschaft.

    Alle Festgenommenen sollen wegen „Besitzes und bandenmäßiger Verbreitung von pornografischen Bildern von Minderjährigen unter Verwendung eines elektronischen Kommunikationsnetzes“ vor Gericht gestellt werden.

    Diese „in ganz Frankreich durchgeführte Polizeioperation“ habe zur Entdeckung von „mindestens 15.000 illegalen Bildern“ geführt, hieß es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft.

    Der Gewinn des zerschlagenen Netzwerks aus dem Verkauf der Bilder wird auf „mehr als 50.000 Euro geschätzt, von denen ein Teil in Kryptowährung beschlagnahmt werden konnte“.

  • Kinderschutz: Macron startet internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Gewalt und Pornografie im Internet

    Kinderschutz: Macron startet internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Gewalt und Pornografie im Internet

    „Der digitale Raum darf kein rechtsfreier Raum sein. Nach dem Kampf, den wir gegen den Terrorismus geführt haben, den wir gegen Hassreden im Internet führen müssen wir nun auch für den Schutz unserer Kinder kämpfen“, erklärte das Staatsoberhaupt am Donnerstag. Emmanuel Macron hat am Donnerstag, dem 10. November, in Paris eine internationale Zusammenarbeit für den Schutz von Kindern im Internet ins Leben gerufen. Ziel ist es, die zunehmende Gefährdung von Minderjährigen durch Internetpornografie, Cybermobbing oder Gewalt abzuwehren. Mehrere Verbände hatten das Staatsoberhaupt bereits im Juni aufgefordert, Kinder besser zu schützen. Anlässlich der Neuauflage des jährlichen Pariser Friedensforums lud Macron Nichtregierungsorganisationen sowie Vertreter der großen digitalen Plattformen und Suchmaschinen (Meta, Microsoft, Google, TikTok…) in den Elysée-Palast ein, um das „Children Online Protection Lab“ ins Leben zu rufen. Der argentinische Präsident Alberto Fernandez und sein estnischer …

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  • “Jackpotting“ – die neue Art des Banküberfalls

    “Jackpotting“ – die neue Art des Banküberfalls

    Geldautomaten sind das Ziel einer neuen Art von Räubern, die nur mit einem Computer bewaffnet sind… Das nennt man Jackpotting.

    In dem kleinen Dorf Simorre (Gers) ist der einzige Geldautomat seit einem Monat außer Betrieb. Er wurde von Hackern angegriffen. Sie haben vor drei Wochen mitten in der Nacht zugeschlagen. Mit einer Bohrmaschine bewaffnet, schnitten sie ein Stück aus der Vorderseite des Automaten heraus, um an die Platine und damit an die Software zu gelangen. Anschließend loggten sie sich mit einem Laptop ein und schickten die Daten der Bank und des Gerätes an einen Komplizen, der mehrere tausend Kilometer entfernt vor seinem Computer sass. Dieser übernahm die Kontrolle und liess den Automaten alle Geldscheine ausspucken.

    Eine ausgeklügelte Vorgehensweise
    Der Fall ist kein Einzelfall: In den letzten Wochen kam es immer wieder zu ähnlichen Angriffen im Norden, im Großraum Paris und später in der Region Bordeaux und in den Alpen. Polizisten und Gendarmen haben in den letzten sechs Monaten 34 solcher Angriffe auf Geldautomaten festgestellt. Die Vorgehensweise ist ausgeklügelt. Die Drahtzieher, Hacker, sind fast unmöglich zu lokalisieren. „Die Auftraggeber sind russischsprachig. Die Teams vor Ort hingegen sind vielfältig mit Einzelpersonen, die mehrere Nationalitäten haben können, besetzt“, erklärt Cécile Augeraud, Leiterin der Zentralstelle zur Bekämpfung der Computerkriminalität (OCLCTIC) gegenüber France Télévisions. Sie operieren stets nachts, in ländlichen Gebieten und möglichst weit entfernt von den Ordnungskräften.

  • Gefälschte Strafzettel per E-Mail: Neue Betrugsmasche entdeckt

    Gefälschte Strafzettel per E-Mail: Neue Betrugsmasche entdeckt

    Viele Internetnutzer haben bemerkt, dass in den E-Mail-Postfächern Frankreichs eine neue „Phishing“-Masche kursiert. Unter dem Vorwand einer (falschen) Geldstrafe werden Internetnutzer aufgefordert, ihre Bankdaten anzugeben, um die vermeintliche Strafe zu bezahlen.

    Vielleicht haben Sie bereits eine solche E-Mail erhalten: eine Nachricht in Form eines Strafzettels, die vermeintlich von den Behörden verschickt wurde. Eine Warnung wurde von der spezialisierten Website Phonandroid herausgegeben, die etwas anprangert, was gemeinhin als „Phishing“-Kampagne bekannt ist: eine betrügerische Technik, die darauf abzielt, Internetnutzer dazu zu verleiten, vertrauliche Daten zu übermitteln.

    In den E-Mails heißt es, dass das Fahrzeug der Empfängers der E-Mail kontrolliert und eine Geschwindigkeitsübertretung festgestellt wurde. Der Autofahrer wurde angeblich mit 85 km/h statt mit 70 km/h geblitzt. Der Halter des Fahrzeugs wird daraufhin zur Zahlung eines Bußgelds in Höhe von 45 Euro aufgefordert; außerdem drohe ihm bei Nichtzahlung der Entzug seines Führerscheins.

    Verschiedene Hinweise zur Aufdeckung von Betrug
    Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, um diese betrügerischen Nachrichten zu erkennen, auch wenn sie die bekannten Logos der von der französischen Verwaltung versandten wahren Dokumente enthalten. In der Praxis versendet die Nationale Agentur für die automatisierte Bearbeitung von Verstößen (ANTAI) tatsächlich Bußgelder per E-Mail. Die E-Mail-Adresse, an die diese Art von Nachricht gesendet wird, lautet jedoch „nepasrepondre_noreply@antai.fr.“ und nicht „AMENDES GOUV“.

    Zweiter Hinweis: Die gefälschte Nachricht ist allgemein gehalten. An keiner Stelle wird Ihre Identität erwähnt oder auch nur ein Element, das die Identifizierung Ihres Fahrzeugs ermöglichen würde. Auch der Ort der angeblichen Übertretung wird in der E-Mail nicht genannt.

    Was ist, wenn ich hereingelegt worden bin?
    Wenn Sie auf eine solche Phishing-Mail geantwortet haben, haben Sie sicher bemerkt, dass die betrügerische E-Mail Sie auf eine Website verweist, auf der Sie nach Ihren Bankdaten gefragt werden. Wenn Sie diese eingegeben haben, müssen Sie sich umgehend an Ihre Bank wenden und die Situation erklären. Sie sollten die kriminelle E-Mail dann an die Plattform „Signal Spam“ melden: Diese Website wird von der französischen Nationalen Kommission für Informationstechnologie und bürgerliche Freiheiten (CNIL) empfohlen.

    Weiteres zu diesem Thema:

  • Cybersicherheit: Betrügerische E-Mails im Namen einer nicht existierenden Polizeibehörde im Umlauf

    Cybersicherheit: Betrügerische E-Mails im Namen einer nicht existierenden Polizeibehörde im Umlauf

    Eine Betrugs-E-Mail im Namen der Generaldirektion für Cyber-Infiltration der internationalen Polizei kursiert zur Zeit in Frankreich. Die nationale Polizei warnt in den sozialen Netzwerken: Diese Organisation gibt es nicht!

    Die nationale Polizei warnte am Dienstag, 24. August, auf Twitter, dass betrügerische E-Mails im Namen einer „Generaldirektion der Internationalen Polizei für Cyber-Infiltration“ mit der Unterschrift einer Frau namens Emilie Lafarge derzeit in Frankreich zirkulieren. Diese Organisation gibt es jedoch nicht, so die echte Polizei in ihrem Aufruf.

    Die Behörden erklären, wie man reagieren sollte, wenn Zweifel an der Herkunft einer E-Mail bestehen, die angeblich von einer offiziellen staatlichen Stelle stammt. Um sicher zu sein, woher die E-Mail wirklich kommt, solle man zunächst überprüfen, ob die Absenderadresse auf „interieur.gouv.fr“ endet. In dem vorliegenden Fall handelt es sich um eine E-Mail, die angeblich von der nationalen Polizei und somit vom Innenministerium stammt und deshalb zwangsläufig von einer E-Mail-Adresse kommen muss, die auf „interieur.gouv.fr“ endet. Wenn dies nicht der Fall ist, handelt es sich um einen Betrug. Wachsamkeit ist also geboten.

  • Warnung vor „Paketbetrug“ in Frankreich

    Warnung vor „Paketbetrug“ in Frankreich

    Kunden in Frankreich werden vor einer zunehmenden Anzahl von betrügerischen E-Mails und Textnachrichten gewarnt, die vorgeben, sich auf die Zustellung von Paketen zu beziehen.

    Da Weihnachten näher rückt und mehr Menschen als je zuvor online einkaufen, ist die Anzahl der Pakete, die in Frankreich zugestellt werden, in die Höhe geschnellt – und damit auch die Betrügereien im Zusammenhang mit der Paketzustellung.

    Der französische Postdienst La Poste sowie die Zollbehörde warnen vor verschiedenen Arten von Betrug.

    Zu den häufigsten Betrügereien gehören SMS-Nachrichten oder E-Mails, die vorgeben, von La Poste zu stammen. Die Nachricht besagt, dass Sie ein Paket erhalten haben, das aber nicht ausreichend frankiert ist, und fordert Sie auf, auf einen Link zu klicken, um das Porto zu bezahlen und Ihr Paket zu erhalten.

    Die andere Variante ist eine Nachricht, die sich als Nachricht des französischen Zolls ausgibt und besagt, dass Ihr Paket an der Grenze aufgehalten wurde, weil Zollgebühren zu entrichten sind.

    Ein Sprecher des französischen Zolldienstes sagte dazu: „Der Zoll wird niemals eine Person kontaktieren, um sie aufzufordern, Gebühren zu zahlen. Wir informieren Kunden nur, wenn ein verbotenes oder gefährliches Produkt von unseren Diensten beschlagnahmt wurde.“

    „Der aktuelle Kontext des Lockdowns und der Arbeit von zu Hause aus bedeutet, dass viele Menschen online einkaufen“, sagte Gabriel de Brosses, Leiter der Cybersicherheit bei La Poste. Die Kunden sollten wissen, dass die Post niemals Nachgebühren verlangt. Pakete werden nur befördert, wenn sie ordnungsgemäß frankiert sind.

    „Die Leute geben ihre Kreditkartendaten über den angegebenen Link ein und werden so betrogen – das ist das Letzte, was man tun sollte.“