Schlagwort: internationale Bildung

  • Frankreichs Universitäten im internationalen Vergleich: Fortschritte mit strukturellem Handicap

    Frankreichs Universitäten im internationalen Vergleich: Fortschritte mit strukturellem Handicap

    Die Rangliste der besten Universitäten der Welt ist für viele Nationen ein Barometer wissenschaftlicher Leistungsfähigkeit. Der aktuelle „Academic Ranking of World Universities“ (ARWU) – besser bekannt als „Shanghai-Ranking“ – bestätigt Frankreichs ambivalente Position im internationalen Hochschulwettbewerb: drei Universitäten unter den besten 50, acht im Top-200-Ranking – ein Achtungserfolg, aber kein Durchbruch. An der Spitze bleibt die globale Elite unverändert: Die USA dominieren, Großbritannien bleibt engauf, und China holt weiter auf. Die französische Bildungs- und Forschungspolitik steht damit erneut vor der Gretchenfrage: Reicht die gegenwärtige Reformdynamik aus, um strukturelle Nachteile gegenüber den angelsächsischen und zunehmend auch asiatischen Spitzeninstituten wettzumachen? Drei französische Universitäten im Top-50-Ranking Die Universität Paris-Saclay erreicht 2025 den 13. Platz weltweit und bleibt damit Frankreichs Spitzenreiter, wenn auch mit einem leichten Rückgang g…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kommentar: Wenn Harvard fällt, was kommt als Nächstes?

    Kommentar: Wenn Harvard fällt, was kommt als Nächstes?

    Das hier ist kein gewöhnlicher politischer Schlagabtausch. Es ist ein Angriff auf das Herz dessen, was eine freie, offene und gebildete Gesellschaft ausmacht. Und es geht uns alle an – nicht nur ein paar Studierende in Boston.

    Denn wenn ausländische Studierende an Harvard plötzlich nicht mehr willkommen sind, weil diese Universität angeblich „zu gefährlich“ ist – dann wird Bildung zur Geisel einer Ideologie. Dann entscheidet nicht mehr der Wille zu lernen, sondern die politische Stimmung, wer in einem Hörsaal sitzen darf.

    Ich bin wütend.

    Wütend, weil man hier nicht nur eine Universität angreift, sondern ein Ideal: die Vorstellung, dass Wissen grenzenlos ist. Dass man Fragen stellen darf. Dass man diskutieren, streiten, denken kann – frei und ohne Angst.

    Und ich bin traurig.

    Traurig, weil es sich anfühlt, als ob wir zuschauen, wie Populismus Stück für Stück die Säulen unserer Gesellschaft unterhöhlt. Erst ist es „nur“ ein Einreiseverbot. Dann sind es „nur“ bestimmte Ideologien, die nicht mehr geduldet werden. Irgendwann braucht es dann keine Argumente mehr – nur noch Lautstärke und Macht.

    Harvard ist ein Symbol. Nicht nur für Elite – sondern für Bildung und Forschung weltweit, für Begegnung, für Möglichkeiten. Für viele junge Menschen aus aller Welt war ein Platz dort der Traum ihres Lebens. Und nun? Plötzlich sollen sie gefährlich sein, nur weil sie aus dem Ausland kommen?

    Das ist nicht nur ungerecht. Es ist perfide.

    Denn das hier ist nicht einfach eine Entscheidung gegen eine Universität. Es ist eine Kampfansage an die Idee, dass Bildung alle Grenzen überwindet. Dass Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam denken, forschen und daran wachsen dürfen.

    Wenn die USA, ein Land, das jahrzehntelang von dieser Offenheit profitiert hat, diesen Weg verlässt – was sagt das über den Zustand unserer Welt?

    Müssen wir jetzt wirklich anfangen, unsere Bücher zu verteidigen wie früher in noch dunkleren Zeiten?

    Es beginnt mit einem Visum. Es endet mit der Stille und Leere in Bibliotheken, in denen einmal die Zukunft gedacht wurde.

    Wer jetzt schweigt, macht sich mitschuldig. Denn wenn heute Harvard schließt, schließen morgen andere Räume des Denkens. Und das ist nicht bloß ein Angriff auf eine Institution – das ist ein Angriff auf uns alle.

    Von M.A.B.