Schlagwort: Insekten

  • Das große Sterben der Schmetterlinge: Warum uns ihr Verschwinden beunruhigen sollte

    Das große Sterben der Schmetterlinge: Warum uns ihr Verschwinden beunruhigen sollte

    Schmetterlinge – diese grazilen, farbenfrohen Wesen, die so viele von uns mit unbeschwerter Sommertage und blühenden Gärten verbinden – verschwinden in einem erschreckenden Tempo. Eine aktuelle Studie zeigt, dass ihre Populationen in den USA in nur 20 Jahren um 22 Prozent geschrumpft sind. Ein dramatischer Verlust mit weitreichenden Folgen für Ökosysteme, Landwirtschaft und das fragile Gleichgewicht der Natur.

    Das stille Verschwinden: Was die Zahlen wirklich bedeuten

    Zwischen 2000 und 2020 gingen die Bestände vieler Schmetterlingsarten stark zurück. Ein Drittel der untersuchten Arten zeigte signifikante Verluste, während nur neun Arten – gerade mal drei Prozent – leichte Zuwächse verzeichneten. Mehr als 100 Arten sind um über 50 Prozent zurückgegangen. Besonders betroffen sind der Florida-Weißling, der Hermes-Kupferfalter aus Kalifornien und der Orangefleckige Zipfelfalter nahe der Grenze zu Mexiko.

    Könnte es sein, dass wir gerade Zeugen eines Massensterbens werden, ohne es richtig zu bemerken?

    Warum verschwinden die Schmetterlinge?

    Die Ursachen für das Schmetterlingssterben sind vielfältig, doch drei Hauptfaktoren stechen heraus:

    1. Verlust des Lebensraums

    Wo einst blühende Wiesen waren, erstrecken sich heute Straßen, Wohnsiedlungen und Agrarflächen. Das unaufhaltsame Wachstum der Städte und die Intensivierung der Landwirtschaft haben viele natürliche Lebensräume zerstört. Ohne die richtigen Pflanzen, auf die Raupen angewiesen sind, gibt es schlicht keine Schmetterlinge mehr.

    2. Klimawandel und steigende Temperaturen

    Steigende Temperaturen lassen Pflanzen austrocknen, verändern Blütezeiten und verschieben klimatische Zonen. In wärmeren Regionen der USA wie dem Südwesten sind die Verluste besonders hoch. Manche Arten versuchen sich zu retten, indem sie in kältere Gebiete ausweichen – doch nicht alle können einfach „nach Norden flattern“.

    3. Pestizide – die unsichtbare Gefahr

    Der massive Einsatz von Pestiziden, insbesondere Neonicotinoide, ist vermutlich die größte Bedrohung für Schmetterlinge. Diese Insektizide, die seit den 1990er Jahren weit verbreitet sind, greifen das Nervensystem von Insekten an und machen sie anfälliger für Krankheiten. Forscher vermuten, dass diese Chemikalien in landwirtschaftlichen Regionen ganze Schmetterlingspopulationen ausgelöscht haben.

    Die Folgen für die Natur – und für uns

    Schmetterlinge sind weit mehr als nur hübsche Farbtupfer in der Landschaft. Sie spielen eine essenzielle Rolle in Ökosystemen:

    🔹 Bestäuber: Viele Pflanzen, darunter Obstbäume und Wildblumen, sind auf Schmetterlinge als Bestäuber angewiesen. Gehen sie verloren, hat das Konsequenzen für die gesamte Nahrungskette.

    🔹 Nahrung für Vögel und andere Tiere: Raupen sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Vögel. Ihr Verschwinden könnte ganze Populationen von Singvögeln gefährden.

    🔹 Indikatoren für Umweltveränderungen: Schmetterlinge gelten als „Frühwarnsystem“ für den Zustand der Natur. Ihr Rückgang ist ein Zeichen dafür, dass unsere Ökosysteme insgesamt unter Druck stehen.

    Wollen wir wirklich eine Welt, in der Schmetterlinge nur noch in Bilderbüchern existieren?

    Können wir den Trend umkehren?

    Es gibt Hoffnung. Schmetterlinge vermehren sich schnell – wenn wir ihnen wieder eine Chance geben, können sie sich innerhalb weniger Generationen erholen. Hier sind einige Maßnahmen, die helfen könnten:

    Blühende Wiesen schaffen: Selbst kleine Gärten oder Balkone mit heimischen Blumen können wertvolle Lebensräume bieten.

    Weniger Pestizide einsetzen: Jeder, der einen Garten hat, kann auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten.

    Naturschutzgebiete erhalten und ausbauen: Die Schaffung und Pflege von Schutzgebieten ist essenziell, um gefährdete Arten zu bewahren.

    Bewusstsein schaffen: Schmetterlinge faszinieren viele Menschen. Wer sie schützt, schützt auch zahlreiche andere Lebewesen.

    Ein Weckruf, den wir nicht ignorieren dürfen

    Die Studie ist nicht nur eine Bestandsaufnahme – sie ist eine Warnung. Ein Viertel aller Schmetterlinge ist bereits verschwunden. Wie viele müssen noch folgen, bis wir handeln?

    Schmetterlinge sind mehr als nur schöne Insekten – sie sind ein Symbol für Wandel und Vergänglichkeit. Doch vielleicht liegt genau darin die Hoffnung: Wenn wir jetzt handeln, können wir ihren Rückgang stoppen. Es liegt in unserer Hand, ob zukünftige Generationen noch die Freude erleben dürfen, einen Monarchfalter über eine Sommerwiese flattern zu sehen.

    Von Andreas M. B.

  • Bettwanzen in Krankenhäusern, Kinos und Zügen – die Verbreitung dieses Insekts bereitet in Frankreich Sorgen

    Bettwanzen in Krankenhäusern, Kinos und Zügen – die Verbreitung dieses Insekts bereitet in Frankreich Sorgen

    In Frankreich beunruhigt die Verbreitung von Bettwanzen sowohl Haushalte als auch Gesundheitsbehörden immer stärker. Jedes Jahr werden 300 Millionen Euro für die Bekämpfung dieses Insekts ausgegeben. Es gibt einige nächtliche Besucher, auf die man gut und gerne verzichten würde – und diese Insekten, die nicht größer als ein Apfelkern sind, gehören zweifellos dazu. Während Bettwanzen vor allem in Matratzen und Bettgestellen in Haushalten vorkommen, besiedeln sie nun auch Hotelzimmer, Krankenhäuser und Kinosäle. In jüngster Zeit wurde das Tierchen auch auf den Sitzbänken der SNCF gefilmt: „OuiGo, denken Sie daran, Ihre Züge zu desinfizieren, danke“, beklagte sich letzte Woche eine Zugbenutzerin mit einem Video als Beweis.

    Obwohl die SNCF das Vorhandensein von Bettwanzen in ihren Waggons bestreitet, schlägt der französische Verkehrsminister Clément Beaune am Freitag, dem 29. September, mit der Faust auf den Tisch und fordert den …

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  • Bettwanzen in den Zügen der SNCF? Diese Bilder verunsichern Reisende in Frankreich

    Bettwanzen in den Zügen der SNCF? Diese Bilder verunsichern Reisende in Frankreich

    Reisende, die mit TGV-Zügen unterwegs waren, haben in sozialen Netzwerken Fotos und Videos von Insekten in den Zügen veröffentlicht, die sie als Bettwanzen identifizieren. Die SNCF dementiert kategorisch und versichert, ihre Züge regelmäßig zu desinfizieren. Bettwanzen in TGV-Zügen? Seit einigen Tagen kursiert das Gerücht in den sozialen Netzwerken und versetzt Reisende, die mit der SNCF fahren, in Panik. Alles begann mit einem Posting auf X (ehemals Twitter) am Dienstag, dem 19. September. „Sind das vielleicht Bettwanzen in Ihren Zügen?“, fragte eine Nutzerin die SNCF in ihrem Post. Auf Fotos, die dem Tweet beigefügt waren, war ein kleines, braunes Insekt auf dem Sitz zu sehen. „Der Zug war befallen (der ganze Wagen 6, auf den Sitzen und dem Teppich)“, behauptete die Passagierin und gab an, dass es sich um einen TGV-Zug handelte, der vom Gare de l’Est in Paris abfuhr. Innerhalb von fünf Tagen wurde der Tweet fast 7 Millionen Mal aufgerufen. https://twitter.com/DanaShaam/status/1703912…

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  • Südfrankreich: 800 Meter langes Ameisennest an Strand an der Mittelmeerküste entdeckt

    Südfrankreich: 800 Meter langes Ameisennest an Strand an der Mittelmeerküste entdeckt

    Eine invasive Ameisenart die Dünen am Strand von Carnon im Departement Hérault besiedelt. Ihre Ausbreitung wird von Wissenschaftlern genauestens untersucht und überwacht, da diese Ameisen sehr negative Auswirkungen auf das Ökosystem haben. Invasiv, aber an sonnigen Tagen fast unsichtbar. Für Urlauber sind die Ameisen, die sich in den Dünen am Strand in Le Petit Travers in der Gemeinde Mauguio-Carnon eingenistet haben kaum auffällig. Direkt hinter den Touristen, unter dem Sand, leben jedoch viele Millionen dieser Insekten. Die kleinen Ameisen aus der Familie der „Tapinoma“ sind weniger als 5 mm groß. Sie sind nicht giftig, haben sich aber in den letzten Jahren so schnell vermehrt, dass sie inzwischen Hunderte von Metern der Küste besiedelt haben. Wissenschaftler sprechen in solchen Fällen von „Superkolonien“. Es wird geschätzt, dass sich mindestens einige hundert Millionen Ameisen in dem gesamten Nest befinden, das sich über eine Länge von etwa 800 Metern erstreckt. Die aus Nordafrika stammenden Ameisen wurden inzwischen auch in Lyon, Bordeaux und Straßburg gesichtet. Die globale Erwärmung scheint ihre Ausbreitung auf Kosten anderer Arten zu begünstigen. Die winzigen Ameisen vermehren sich dermaßen stark, dass sie alle anderen Ameisenarten verdrängen, mit denen sie in Konkurrenz stehen können. Sie können darüber hinaus negative Auswirkungen auf andere Insektenarten haben, die sie anzugreifen versuchen, um sie zu verzehren. Durch Dominoeffekte kann es auch Auswirkungen auf bestimmte Pflanzenarrten geben, befürchten Wissenschaftler. Aber woher genau kommen diese Ameisen? Analysen werden derzeit durchgeführt, um das genetische Profil der Insekten zu bestimmen und eine möglichst gezielte Behandlung gegen die Insekten zu entwickeln.
  • „Beeindruckend, unangenehm und ungewöhnlich“: Insektenschwärme fallen in New York ein

    „Beeindruckend, unangenehm und ungewöhnlich“: Insektenschwärme fallen in New York ein

    Die Stadt New York wird derzeit von Schwärmen fliegender Insekten heimgesucht. Die Einwohner rätseln über die Gründe für dieses Phänomen.

    In den Straßen des „Big Apple“ spricht man von einer Apokalypse. Nach den Rauchschwaden der Brände in Kanada beunruhigt die jüngste Ankunft von Insektenschwärmen die Menschen in New York City. Es handelt sich dabei wohl um Blattläuse, die in Schwärmen unterwegs sind und den New Yorkern das Leben zur Hölle machen.

    Experten zufolge handelt es sich dabei um Insekten, die nach milden Wintern und regenreichen Frühjahren besonders häufig auftreten. „Der Frühsommer mit Feuchtigkeit und Hitze und den sehr lokal begrenzten, starken Regenfällen der letzten Wochen bietet einen guten Nährboden für ihre Entwicklung“, erklärt Jody Gangloff-Kaufmann, Forscherin an der Cornell University.

    „Es ist sehr beeindruckend, unangenehm und ungewöhnlich“, sagt der Entomologe François Lasserre, der von dem Sender CNews zitiert wird. Das Phänomen ist problematisch, zumal bei dieser Blattlausart die Weibchen sich vermehren können, ohne befruchtet zu werden. Das verspricht noch viele Tage voller Chaos…

  • Rote Spinnen dringen in die Operationssäle ein – Klinik muss Operationen verschieben

    Rote Spinnen dringen in die Operationssäle ein – Klinik muss Operationen verschieben

    Am Dienstag, 13. Juni, musste die Klinik Keraudren in Brest (Bretagne) Operationen verschieben, da in mehreren Operationssälen eine Invasion von roten Spinnen aufgetreten war. Auch am Mittwoch blieb die Situation unverändert… Aus bisher unbekannten Gründen kam es in mehreren Operationssälen der Klinik Keraudren in Brest (Bretagne) zu einer massiven Invasion von „Insekten“, wie Anthony Monnier, der Leiter der Einrichtung, auf Anfrage der Zeitung Le Télégramme berichtete. Bei den Eindringlingen handelt es sich um rote Spinnen, für den Menschen harmlose Milben, die sich normalerweise auf Fensterbänken und Bildschirmen entwickeln. Das Auftreten ist jedoch so häufig, dass Operationen verschoben werden mussten. „Die ersten Maßnahmen wurden bereits am Montagabend mit einer ersten Behandlung der Innen- und Außenbereiche sowie einer verstärkten Bioreinigung eingeleitet“, teilte die Klinik Le Télégramme mit. „In den fünf nicht betroffenen OP-Sälen wurde ein Mindestdienst organisiert, um die Ve…

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  • Eine aus Kanada eingeschleppte „Vampir“-Schildlaus verwüstet französische Kiefernwälder

    Eine aus Kanada eingeschleppte „Vampir“-Schildlaus verwüstet französische Kiefernwälder

    Die Kiefernschildlaus (Toumeyella parvicornis), die 2014 von Kanada über Italien nach Europa kam, wurde erstmals im Juni 2021 in Saint-Tropez gemeldet.

    Seit einigen Monaten verwüstet die agressive Kiefernschildlaus (Toumeyella parvicornis) einen Teil des Südostens Frankreichs. Das Insekt, das 2014 von Kanada über Italien nach Europa kam, wurde erstmals im Juni 2021 in Saint-Tropez entdeckt, wie die Zeitung Le Parisien berichtet. Seitdem verwüstet sie die Kiefern in der Region.

    Die nur wenige Millimeter große Schildlaus agiert wie ein winziger Vampir. Sie saugt den Saft aus den Bäumen und sondert eine Substanz ab, auf der sich ein dunkler Pilz, die Fumagine, entwickelt. Dieser Pilz ist der Grund dafür, dass die Bäume absterben. Sie können keine Photosynthese mehr betreiben und ersticken regelrecht. Die Bäume werden schwarz und die Nadeln werden rot, als ob sie verbrannt wären. Nach nur wenigen Jahren droht den betroffenen Kiefern der Tod.

    Die Kiefernschildlaus wurde „wahrscheinlich mit Zierpflanzen eingeschleppt“, erklärte Anne Roberti von der Fredon Paca, einer offiziellen Stelle, die den Vormarsch des Eindringlings überwacht, gegenüber Le Parisien. Die Gefahr einer starken Ausbreitung ist groß, denn im gemässigten Mittelmeerklima fühlt sich das Insekt sehr wohl: Die Baumlaus vermehrt sich drei- bis viermal im Jahr und produziert 1.500 Eier. Auf einigen karibischen Inseln wurden bereits 90 % aller Kiefern durch die eingeschleppte Schildlaus vernichtet.

    Gegen dieses Insekt gibt es bisher noch kein Mittel. Daher fordern die Gemeinden die Bewohner dazu auf, das Problem zu überwachen, zu melden und eine Verbreitung zu verhindern indem man befallene Äste verbrennt.

    In Frankreich gibt es noch kein zugelassenes Mittel gegen die Schildlaus für Kiefern. In Italien wird eine Behandlung durch Injektion in den Stamm befallener Kiefern durchgeführt, um die fortschreitende Katastrophe in Rom zu stoppen, wo bereits 30.000 Kiefern dieser Schildlaus zum Opfer gefallen sind. Die Regionaldirektion für Landwirtschaft, Ernährung und Forstwirtschaft (DRAAF) prüft nun, diese Behandlung auch zu genehmigen, um so die Kiefern in Südfrankreich zu retten.

  • Auf unserer Welt leben mindestens 20 Millionen Milliarden Ameisen

    Auf unserer Welt leben mindestens 20 Millionen Milliarden Ameisen

    Einer aktuellen Studie ist es gelungen, eine Schätzung der aktuellen Anzahl von Ameisen auf der Erde zu liefern. Mindestens 20 Millionen Milliarden dieser Insekten sollen den Planeten bevölkern.

    Mindestens 20 Millionen Milliarden Ameisen sollen auf der Erde leben, so eine neue Studie. Wahrscheinlich ist diese Schätzung der weltweiten Population der Ameisen noch viel zu niedrig. Klar ist allerdings, dass sie für das Ökosystem von entscheidender Bedeutung sind.

    Die Bestimmung der Anzahl der Ameisen auf der Erde ist wichtig, um die Folgen von Veränderungen ihres Lebensraums – einschließlich des Klimawandels – abschätzen zu können. Ameisen spielen überall dort, wo sie vorkommen, eine bedeutende Rolle, da sie als Verbreitungsmedium für Pflanzensamen, als Wirt für bestimmte Organismen und als Räuber oder Beute für andere Tiere dienen.

    Frühere Studien hatten bereits versucht, die Zahl der Ameisen anhand einer Schätzung der gesamten Insektenpopulation zu ermitteln, und waren dabei auf eine weitaus geringere Zahl von Ameisen gekommen. Für diesen neuen Versuch, der am Montag in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde, analysierten die Forscher die Ergebnisse von 465 Studien, in denen jeweils die Anzahl der Ameisen lokal vor Ort gemessen wurde.

    Mehr als 15.700 Ameisenarten oder Unterarten.
    Diese Hunderte von Studien verwendeten zwei standardisierte Techniken: das Aufstellen von Fallen, in denen die vorbeiziehenden Individuen für eine bestimmte Zeit gefangen wurden, oder die Analyse der Anzahl der Ameisen, die sich in oder auf einem bestimmten Stück Boden befanden. Die gesamte Biomasse der Ameisen auf der Erde (gemessen in Trockensubstanz) wird auf 12 Millionen Tonnen geschätzt. Das ist mehr als die Biomasse aller wild lebenden Vögel und Säugetiere zusammen und entspricht 20% der Biomasse des Menschen.

    Zwar wurden auf allen Kontinenten bereits Aufzeichnungen gemacht, in einigen großen Regionen gab es bisher aber nur sehr wenige oder gar keine Daten, insbesondere in Zentralafrika und Zentralasien. Daher „ist die wahre Menge der Ameisen wahrscheinlich erheblich höher“, schränkt die Studie die Korrektheit ihres Ergebnisses ein. „Es ist von größter Wichtigkeit, dass diese Lücken geschlossen werden, um ein vollständiges Bild zu erhalten.“

    Laut der Studie gibt es mehr als 15.700 Ameisenarten oder -unterarten und wahrscheinlich noch einmal so viele, die noch nicht entdeckt wurden. Tatsächlich kommen sie überall auf der Erde vor. Aber fast zwei Drittel aller Ameisen kommen in nur zwei Arten von Ökosystemen vor: in tropischen Wäldern und Savannen, so das Ergebnis der Studie. Für die Zukunft planen die Forscher, die Umweltfaktoren zu untersuchen, die die Dichte der Ameisenpopulationen beeinflussen.