Schlagwort: Influencerin

  • Täuschung auf Social Media: Fast jeder zweite Influencer verstößt gegen Regeln

    Täuschung auf Social Media: Fast jeder zweite Influencer verstößt gegen Regeln

    Die Welt der Influencer ist längst kein rechtsfreier Raum mehr – zumindest nicht in Frankreich. Seit einer Gesetzesänderung im Juni 2023 nimmt die DGCCRF (Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung) Social-Media-Stars genauer unter die Lupe. Das Ergebnis? Von den 287 überprüften Influencern im Jahr 2024 wiesen fast die Hälfte (46 %) Verstöße in ihren Veröffentlichungen auf.

    Versteckte Werbung und fragwürdige Finanzprodukte

    Ein Klassiker unter den Vergehen: Schleichwerbung. Manche Influencer bewerben Produkte, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich um bezahlte Partnerschaften handelt. Ein scheinbar harmloser Beauty-Tipp oder eine persönliche Empfehlung entpuppt sich dann als geschickt getarnte Werbung – ein klarer Gesetzesverstoß.

    Besonders problematisch wird es, wenn es um riskante Finanzprodukte geht. Sarah Lacoche, die Generaldirektorin der DGCCRF, warnt: „Manche Influencer behaupten, Investitionen seien sicher und einfach – doch in Wirklichkeit haben einige ihrer Follower Hunderttausende Euro verloren.“ Ein perfides Spiel mit der Gutgläubigkeit der Zuschauer.

    Kosmetikprodukte und andere Risiken

    Aber nicht nur in der Finanzwelt lauern Gefahren. Auch im Bereich Kosmetik gibt es fragwürdige Praktiken. Produkte, die in Frankreich gar nicht zugelassen sind, werden in den Himmel gelobt – mit teils dramatischen Folgen. Allergien, Hautausschläge oder andere gesundheitliche Beschwerden können die Konsequenz sein.

    Wie kann das passieren? Influencer erhalten oft Produkte von Unternehmen, ohne sie selbst zu testen oder deren Inhaltsstoffe zu überprüfen. Die Folge: Verbraucher vertrauen auf Empfehlungen, die sich als gefährlich herausstellen können.

    Strafen und eine neue Strategie

    Die DGCCRF bleibt jedoch nicht untätig. Bei Verstößen können hohe Geldstrafen verhängt werden. In manchen Fällen müssen die betroffenen Influencer sogar eine Video-Warnung an ihre Community richten, um auf die Risiken hinzuweisen – eine Art digitale Wiedergutmachung.

    Um besonders junge Menschen besser zu erreichen, geht die Behörde neue Wege: Sie plant eine Zusammenarbeit mit der renommierten Pariser Hochschule „Les Gobelins“, die auf digitale Medien spezialisiert ist. Ziel ist es, junge Konsumenten zu sensibilisieren und sie für unseriöse Praktiken auf Social Media zu wappnen.

    Mehr als 91.000 Kontrollen im Jahr 2024

    Nicht nur Influencer stehen im Fokus der Behörde. Insgesamt führte die DGCCRF im vergangenen Jahr über 91.000 Kontrollen durch – im Schnitt fast 250 pro Tag. Ein beachtliches Pensum, das zeigt, wie ernst die Behörden die Bekämpfung von Betrug und Verbrauchertäuschung nehmen.

    Doch bleibt die Frage: Werden sich die Influencer anpassen und transparenter arbeiten? Oder wird die Jagd auf unseriöse Praktiken in den sozialen Medien weitergehen? Fest steht: Die Behörden lassen nicht locker – und die Community wird immer wachsamer.

    Catherine H.

  • Tourismus in der Somme: Mit einer chinesischen Influencerin zu neuen Höhen

    Tourismus in der Somme: Mit einer chinesischen Influencerin zu neuen Höhen

    Wie zieht man Touristen aus China an? Das Département Somme hat eine außergewöhnliche Antwort gefunden: Es setzt auf die Strahlkraft von Jelly Lin, einer bekannten Schauspielerin und Social-Media-Star in China. Die Kampagne, bei der Lin die malerische Region im Norden Frankreichs präsentiert, sorgt bereits für weltweite Aufmerksamkeit – und könnte der Tourismusbranche einen dringend benötigten Schub verleihen.

    Eine Reise durch die Highlights der Somme

    In einem knapp zweiminütigen Video nimmt Jelly Lin ihre Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch die Somme. Sie spaziert durch die majestätische Kathedrale von Amiens, schlendert an den charmanten Straßen von Saint-Valery-sur-Somme entlang und taucht in die idyllische Atmosphäre der Region ein. Für viele Einwohner der Somme war diese Aktion eine unerwartete, aber willkommene Werbung.

    Das Video verbreitet sich rasant: Mit über 40 Millionen Aufrufen erreicht es ein enormes Publikum – vor allem in China. Für lokale Händler und Gastronomen, die am Dreh beteiligt waren, ist das eine einmalige Chance, ihre Angebote ins Rampenlicht zu rücken.

    Investition in den Tourismus

    Die Idee, eine Influencerin einzusetzen, ist nicht zufällig gewählt. Seit der Pandemie ist die Zahl chinesischer Touristen in der Region stark zurückgegangen. Die Kampagne, die zwischen 150.000 und 200.000 Euro kostet, wird gemeinsam von Frankreich und China finanziert. Ziel ist es, mindestens 1.000 zusätzliche Besucher aus China in die Somme zu locken.

    Eine vergleichbare Strategie hatte bereits in anderen Regionen Frankreichs Erfolg. Ein Beispiel: Eine chinesische Reality-Show, die im Elsass gedreht wurde, brachte der Region ein Besucherplus von über 70 %. Warum also sollte die Somme nicht von einem ähnlichen Modell profitieren?

    Eine neue Art der Werbung

    Die Zusammenarbeit mit Social-Media-Stars ist für die Tourismusbranche längst kein Geheimtipp mehr. Plattformen wie Weibo, Douyin (die chinesische Version von TikTok) oder Xiaohongshu sind zentrale Informationsquellen für viele chinesische Reisende. Jelly Lin, die eine riesige Fangemeinde hat, ist damit eine perfekte Botschafterin für die Somme.

    Aber lohnt sich die Investition von bis zu 200.000 Euro wirklich? Für die Verantwortlichen ist die Antwort klar: Die Reichweite, die Jelly Lin bietet, hätte auf anderen Wegen ein Vielfaches gekostet. Und in einer Branche, die nach der Pandemie stark unter Druck steht, zählt jede Möglichkeit, internationale Besucher zurückzugewinnen.

    Was macht die Somme so besonders?

    Die Region Somme bietet eine Mischung aus Natur, Geschichte und Kultur. Neben der gotischen Kathedrale von Amiens und den Küstenorten wie Saint-Valery-sur-Somme locken die beeindruckenden Baie de Somme und historische Stätten wie die Gedenkstätten des Ersten Weltkriegs. Für chinesische Touristen, die oft gezielt nach authentischen und kulturell bedeutsamen Erlebnissen suchen, ist die Somme ein echter Geheimtipp.

    Mit Jelly Lin als Botschafterin könnte diese versteckte Perle Frankreichs bald in ganz Asien bekannt werden.

    Wird der Plan aufgehen?

    Die Erfolgsgeschichte im Elsass zeigt, dass solche Projekte funktionieren können. Doch es bleibt abzuwarten, ob die Kampagne in der Somme ähnliche Ergebnisse erzielt. Kann ein zwei Minuten langes Video tatsächlich das Interesse an einer Region wecken und Touristen anziehen? Die Chancen stehen gut, denn der Einfluss von Social Media ist enorm – besonders in China.

    Die Somme hat einen mutigen Schritt gewagt und auf eine moderne, internationale Werbestrategie gesetzt. Ob dieser Plan aufgeht, werden die Besucherzahlen der kommenden Jahre zeigen. Fest steht: Mit Jelly Lin hat die Region eine prominente Fürsprecherin, die bereits Millionen Menschen erreicht hat.

    Und vielleicht werden die Einwohner der Somme bald staunend beobachten, wie sich die Straßen ihrer kleinen Städte mit neuen Gesichtern füllen – Touristen, die dank eines einzigen Videos die Reise nach Frankreich gewagt haben.

  • Weihnachten: Markenhersteller lassen Spielzeug von Kinder-Influencern bewerben

    Weihnachten: Markenhersteller lassen Spielzeug von Kinder-Influencern bewerben

    Um für ihre Spielzeuge zu werben, setzen viele Marken auf sehr junge Influencer, die dafür bezahlt werden, Produkte in Videos zu testen, die dann in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden.

    Marken setzen zunehmend auf junge und sehr junge Influencer, um für ihre Produkte zu werben. Influencer wie Laurinda Dias Hayet mit ihren beiden Töchtern (@SweetFamily), die mehr als zwei Millionen Abonnenten haben, sind im Vorfeld von Weihnachten im Visier von großen Spiele- und Spielzeugmarken. Die ehemalige Fotografin hat ihren Beruf aufgegeben, um diese Videos zu drehen, die ihr je nach Monat zwischen 1.500 und 12.000 Euro einbringen. Auch ihre Töchter werden bezahlt: Ihr Einkommen wird freigegeben, sobald sie volljährig sind.

    „Ich habe es auf Youtube entdeckt“, erklärt der 13-jährige Arthur auf dem Sender France 2 und verweist auf das Spielzeug, das er in den Händen hält, eine Superheldenmaske. Laut dem Jungen sind Werbevideos von Influencern eine gute Quelle für Entdeckungen: „Im Katalog sieht man es nur auf einem Foto, sie testen es nicht.“ Der Sprecher von JouéClub, Franck Mathais, erklärt, dass „wenn man in aller Ruhe suchen will, auf der Suche nach etwas Feinerem ist, mit einer stärkeren Beziehung,“ dann sind Influencer genau das Richtige.

  • Französische YouTuberin Mava Chou im Alter von 32 Jahren gestorben

    Französische YouTuberin Mava Chou im Alter von 32 Jahren gestorben

    Die französische Influencerin Mava Chou, die durch ihre YouTube-Videos bekannt wurde, ist am Mittwoch im Alter von 32 Jahren unerwartet verstorben.

    Die Influencerin Mava Chou ist am Mittwoch, dem 22. Dezember, im Alter von 32 Jahren unerwartet verstorben. „Ich bedauere, Ihnen den Tod von Mava Chou mitteilen zu müssen, der gestern am Ende des Tages eingetreten ist“, teilte ihre beste Freundin am Donnerstag über ihre Facebook-Seite mit. „Ich bitte Sie, ihre Familie zu respektieren, indem Sie nicht versuchen, mehr über sie herauszufinden. Das geht nur ihre Angehörigen etwas an. Denkt einfach an sie und vor allem an ihre Kinder (…) Leb wohl, mein Schatz. Du hast jetzt Frieden“.

    Die Influencerin, die auf YouTube über 140.000 Follower hatte, war 2015 bekannt geworden, als sie Videos über ihr Leben und das ihrer Familie veröffentlichte. Vor einigen Monaten hatte sie auch an der Sendung „On a échangé nos mamans“ (Wir haben unsere Mütter getauscht) teilgenommen. Wie Le Parisien berichtet, wurde die junge Frau zur Zielscheibe von Belästigungen, ebenso wie ihre Kinder. „In der Schule der vier Kinder wurden anonyme Anrufe getätigt. Internetnutzer haben das Haus der Influencerin ausspioniert und sogar ein Foto von einem vor ihrer Garage geparkten Fahrzeug ins Internet gestellt“, berichtet Le Parisien.

    „Ich bin zutiefst erschüttert“, reagiert der Influencer Jeremstar, der sich auf Reality-TV spezialisiert hat. „Seit 2015 wurde Maeva in den sozialen Netzwerken belästigt und stand ständig im Mittelpunkt von Polemiken“, beklagt er. „Vor kurzem waren wir in Kontakt getreten und sie hatte sich mir anvertraut. Sie konnte den ständigen Hass, der ihr entgegenschlug, nicht mehr ertragen und bedauerte, dass die Justiz so langsam reagiert“.

  • Influencerin Milla Jasmine nach Streit mit SNCF-Mitarbeitern verhaftet

    Influencerin Milla Jasmine nach Streit mit SNCF-Mitarbeitern verhaftet

    Der Reality-TV-Star Milla Jasmine, bekannt durch ihre Teilnahme an der Sendung „Les Marseillais gegen den Rest der Welt“, die derzeit ausgestrahlt wird, wurde am Morgen des Sonntags, 20. Juni, im Bahnhof von Lyon verhaftet. Der Reality-TV-Star Milla Jasmine wurde am Morgen des gestrigen Sonntags, 20…

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