Schlagwort: Hollywood

  • Pedro Pascal: Vom ewigen Nebendarsteller zur männlichen Ikone unserer Zeit

    Pedro Pascal: Vom ewigen Nebendarsteller zur männlichen Ikone unserer Zeit

    Vorhang auf für Pedro Pascal – und das gleich dreimal im Juli 2025. In „Les 4 Fantastiques“ schlüpft er in den Marvel-Heldenanzug, in „Eddington“ kämpft er als Bürgermeister gegen die inneren Dämonen seiner Stadt, und in „Materialists“ umgarnt er New York als charmanter Geschäftsmann. Pascal ist der…

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  • Trumps innenpolitische Agenda wird Gesetz und weitere World-News

    Trumps innenpolitische Agenda wird Gesetz und weitere World-News

    Mit 218 zu 214 Stimmen hat das US-Repräsentantenhaus ein umfassendes Gesetz verabschiedet, das Steuersenkungen verlängert und Sozialprogramme massiv kürzt. Damit krönen die Republikaner ihre monatelangen Bemühungen, Präsident Trumps innenpolitische Agenda bis zu der von ihm selbst gesetzten Frist am 4. Juli umzusetzen.

    Der Chef der Republikaner, Mike Johnson, verbrachte einen hektischen Tag und eine durchwachte Nacht damit, den Widerstand in den eigenen Reihen zu brechen, der das Prestigeprojekt des Präsidenten bis zuletzt zu Fall zu bringen drohte. Alle Republikaner bis auf zwei stimmten dafür, die Demokraten lehnten das Gesetz geschlossen ab. Trump plant, sein „großes, wunderschönes Gesetz“ („big, beautiful bill“), wie er es nennt, noch heute zu unterzeichnen.

    Dieses Gesetz ist ein großes politisches Wagnis, das viele republikanische Abgeordnete vor den Zwischenwahlen im kommenden Jahr sehr angreifbar macht. Zahlreiche Ökonomen schätzen, dass vor allem die wohlhabendsten Amerikaner profitieren, da sie die größten Steuersenkungen erhalten. Umfragen zeigen, dass das Gesetz extrem unpopulär ist.

    Details: Das Gesetz erhöht die Ausgaben für Verteidigung und Grenzsicherheit, enthält aber erhebliche Kürzungen bei der Gesundheitsversorgung „Medicaid“, Lebensmittelhilfen für Arme und anderen staatlichen Unterstützungen. Steuervergünstigungen für erneuerbare Energien werden schrittweise abgeschafft. Zudem wird die Schuldenobergrenze um 5 Billionen Dollar angehoben.

    Analyse: Die Abstimmung zeigt, wie stark Trump seine Partei im Griff hat. Wochenlang hatten Abgeordnete aus allen ideologischen Lagern öffentlich über verschiedene Aspekte des Gesetzes geklagt. Für manche waren die Kürzungen zu drastisch, für andere nicht drastisch genug. Trump erhöhte den Druck – und setzte seinen Charme ein –, um das Gesetz über die von ihm festgesetzte Ziellinie zu bringen.


    Europas gefährliche Hitzewelle zieht nach Osten

    Teile Westeuropas begannen gestern etwas abzukühlen, während die extreme Hitze, die den Kontinent fest im Griff hat, nach Osten wanderte. Meteorologen warnen vor gefährlichen Temperaturen in Mitteleuropa, darunter in der Slowakei sowie in Bosnien und Herzegowina.

    Die hohen Temperaturen, kombiniert mit Dürre, haben in mehreren Ländern bereits Waldbrände entfacht. In Spanien wurden vier Todesfälle gemeldet. Auf der griechischen Insel Kreta mussten rund 1.500 Menschen, viele davon Touristen, aus Hotels und Häusern evakuiert werden, während Feuerwehrleute gegen einen Brand kämpften.

    Atomkraftwerke abgeschaltet: Betreiber von Atomkraftwerken in Frankreich und der Schweiz stellten mindestens drei Reaktoren aufgrund der Hitze ab.


    Weiteres Telefonat zwischen Trump und Putin

    Präsident Trump sprach fast eine Stunde lang mit Präsident Wladimir Putin – das sechste bekannte Gespräch seit Januar.

    Man habe „keine Fortschritte“ bei der Beendigung des Ukrainekriegs erzielt, sagte Trump vor Reportern. Putin erklärte laut Kreml, Russland werde weiterhin daran arbeiten, alle seine Ziele in der Ukraine zu erreichen und die „tieferliegenden Ursachen“ des Konflikts zu beseitigen. Außerdem sprachen die beiden Staatschefs über Iran und andere Themen.


    WEITERE TOP-NACHRICHTEN

    Hollywood: Der Charakterdarsteller Michael Madsen, bekannt aus Quentin Tarantinos „Reservoir Dogs“ und der „Kill Bill“-Reihe, ist gestern im Alter von 67 Jahren gestorben.

    Migration: Die Anwälte von Kilmar Armando Abrego Garcia, der von den USA fälschlicherweise nach El Salvador abgeschoben wurde, berichten, er sei in einem salvadorianischen Gefängnis geschlagen, am Schlafen gehindert und psychisch gefoltert worden.

    Krieg in Gaza: Israelis und Palästinenser warten auf eine Entscheidung der Terrororganisation Hamas, ob die Gruppe den jüngsten Waffenstillstandsvorschlag annimmt.

    Syrien: Ein 3-D-Modell eines Massengrabs auf einem Friedhof nahe Damaskus zeigt, wie der ehemalige Diktator Baschar al-Assad seine Opfer verscharren ließ.

    Migration: Der Oberste Gerichtshof der USA erlaubt der Trump-Regierung, acht Migranten in den Südsudan abzuschieben.

    Bali: Fünf Menschen sind tot, 29 werden vermisst, nachdem eine Fähre vor der indonesischen Insel gesunken ist.

    Guyana: Touristen können jetzt den Ort des Jonestown-Massakers besuchen – für 750 Dollar Eintritt. Überlebende und Anwohner fragen sich: Warum?

    Vatikan: 400 Jahre lang verbrachten Päpste ihre Sommer in Castel Gandolfo. Papst Franziskus war nur kurz dort, doch Papst Leo XIV. könnte jetzt die Tradition wiederbeleben.

    Chile: Ein 19-jähriger US-Amerikaner, der allein alle sieben Kontinente überfliegen wollte, wurde diese Woche auf einer Insel vor der Antarktis festgenommen.


    Handel & Wirtschaft

    Vietnam: Trump drängt Länder, China aus ihren Lieferketten zu drängen. Ein vorläufiges Handelsabkommen mit Vietnam ist dabei ein wichtiger Schritt.

    Frankreich: Wegen Trumps Zöllen bleiben 50.000 ikonische Saint-James-Streifenpullis im Lager liegen.

    Südkorea: Die Börse des Landes ist um ganze 30 Prozent gestiegen – in Erwartung investorenfreundlicher Reformen des neuen Präsidenten.

    Indonesien: Trotz wirtschaftlicher Abkühlung will der Präsident allen Schülern ein kostenloses Mittagessen finanzieren. Kritiker halten seine Prioritäten allerdings für falsch gesetzt.

  • Hollywood an der Côte d’Azur: Die Studios de la Victorine in Nizza erleben ein neues Frühlingserwachen

    Hollywood an der Côte d’Azur: Die Studios de la Victorine in Nizza erleben ein neues Frühlingserwachen

    Kaum ein Ort verkörpert die glanzvolle Geschichte des französischen Films so sehr wie die Studios de la Victorine in Nizza. Seit über einem Jahrhundert umweht diesen Ort ein Hauch von Magie – zwischen Nostalgie, Sternenglanz und dem Traum einer großen Renaissance. Wo einst Rosen wuchsen, entstand Fi…

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  • Warum der Rote Teppich in Cannes rot ist – und viel mehr ist als nur Stoff

    Warum der Rote Teppich in Cannes rot ist – und viel mehr ist als nur Stoff

    Wer an den Glamour des Filmfestivals von Cannes denkt, sieht sofort eins: Stars in Designerroben auf dem berühmten roten Teppich. Doch hinter diesem ikonischen Bild steckt weit mehr als ein bisschen Farbe auf Stoff. Der rote Teppich in Cannes ist ein jahrtausendealtes Symbol – durchdacht, codiert un…

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  • Trumps Film-Zollhammer: Eine Maßnahme mit explosivem Potenzial

    Trumps Film-Zollhammer: Eine Maßnahme mit explosivem Potenzial

    Donald Trump hat es wieder getan. Mit markigen Worten und drastischen Maßnahmen stellt er die Weltpolitik auf den Kopf – diesmal betrifft es die Kinoleinwand. Am 4. Mai 2025 verkündete der US-Präsident, dass künftig ein 100-prozentiger Zoll auf alle außerhalb der Vereinigten Staaten produzierten Filme erhoben wird. Die Begründung? Schutz der heimischen Filmindustrie – und, man höre und staune, nationale Sicherheit.

    Ein echtes Polit-Feuerwerk.

    Die neue Regelung trifft nicht nur potenzielle Kinobesucher ins Mark, sondern auch eine ganze Branche, die ohnehin unter der Last sinkender Kinobesuche, Streaming-Konkurrenz und Produktionskosten stöhnt. Trump spricht von gezielter Propaganda fremder Nationen und sieht die USA als kulturelles Opfer globaler Filmstrategien. Doch was steckt wirklich hinter dieser Entscheidung?

    Hollywood unter Druck

    Es stimmt: In den letzten Jahren wanderten viele US-Produktionen ins Ausland ab – Australien, Kanada, Großbritannien oder auch Osteuropa locken mit Steuervorteilen, attraktiven Locations und professionellen Teams. Filme wie Aquaman, Mission Impossible oder Elvis wurden in Queensland oder Budapest gedreht. Ein wirtschaftliches Kalkül, das in Hollywood längst Standard ist.

    Trump nennt das Verrat.

    Doch in der Praxis sieht die Lage differenzierter aus. Studios wie Warner Bros. oder Netflix denken global, nicht national. Sie setzen auf internationale Märkte, Koproduktionen und kreative Vielfalt. Ein Film, der heute in Neuseeland gedreht wird, schafft Arbeitsplätze weltweit – und erzielt Einnahmen in dutzenden Ländern.

    Und nun? Ein 100-Prozent-Zoll würde bedeuten: Doppelte Kosten beim Import ausländischer Filme in die USA. Doch was passiert mit Koproduktionen, bei denen Teile in den USA, andere in Europa entstehen? Was ist mit Streamingdiensten, deren Server in Kalifornien, aber deren Dreharbeiten in Prag laufen?

    Die Details? Noch völlig unklar.

    Internationale Reaktionen: Entsetzen, Protest, Ratlosigkeit

    Australien reagierte schockiert. Dort, wo die Gold Coast Studios eine feste Größe für Hollywood-Produktionen sind, herrscht Unverständnis. „Ein wirtschaftlicher Schlag“, sagen Branchenkenner. Auch Kanada und Großbritannien zeigen sich besorgt – sie fürchten, dass der Geldfluss aus Hollywood versiegen könnte.

    Die USA wiederum scheinen sich in zwei Lager zu spalten. Republikanische Hardliner begrüßen Trumps Schritt als Schutzmaßnahme für das „wahre Amerika“. Demokraten und viele Brancheninsider halten dagegen: Der Schritt sei ein populistisches Manöver ohne echte Substanz. Ein Pyrrhussieg für Hollywood – wenn überhaupt.

    Selbst Experten aus Trumps Umfeld räumen ein: Der Zoll dürfte schwer durchsetzbar sein. Die globalisierte Filmwirtschaft kennt keine klaren Landesgrenzen mehr. Produktionen sind vielschichtig, mobil, hybrid. Wer will bei jedem Projekt prüfen, welcher Prozentsatz nun amerikanisch ist?

    Ein Boomerang in Zeitlupe?

    Die Sorge vor Vergeltungsmaßnahmen wächst. Was, wenn andere Länder nun US-Filme boykottieren oder selbst Zölle erheben? Was, wenn Streamingdienste wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime ihre Inhalte umstrukturieren, um Sanktionen zu umgehen? Und vor allem: Wird der Zuschauer am Ende zur Kasse gebeten?

    Vielleicht ist genau das der Punkt: Es geht weniger um reale Auswirkungen – sondern um das Setzen eines politischen Zeichens. Ein Trump-typisches Statement, mit viel Lärm, aber begrenzter Substanz. Doch unterschätzen sollte man die Folgen nicht.

    Denn selbst wenn der Zoll nicht in vollem Umfang greift – der Image-Schaden, die Verunsicherung, das politische Klima können der Branche massiv schaden.

    Wem nützt das Ganze eigentlich?

    Gute Frage. Für Independent-Studios in Kalifornien? Vielleicht. Für Schauspieler und Techniker in L.A.? Kurzfristig ja, langfristig zweifelhaft. Für Kinozuschauer, die Vielfalt und internationale Perspektiven schätzen? Ganz sicher nicht.

    Und das größere Bild? Ein Amerika, das sich kulturell abschottet, dürfte nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ideell verlieren. Denn Filme sind mehr als nur Unterhaltung – sie sind Brücken zwischen Kulturen, Spiegel unserer Zeit, kollektive Träume.

    Wollen wir wirklich eine Welt, in der Filme aus Seoul, Paris oder Melbourne in den USA doppelt so teuer und deshalb vielleicht gar nicht mehr gezeigt werden?

    Ein Schritt, der mehr Fragen als Antworten aufwirft

    Die Motion Picture Association hält sich bisher bedeckt – verständlich. Die Unsicherheit ist groß. Wird der Zoll tatsächlich kommen? Wird er Bestand haben? Wie reagieren Europa und Asien?

    Eines ist klar: Trump hat mit seiner Ankündigung einen internationalen Nerv getroffen – und ein Thema entflammt, das bisher unter der Oberfläche brodelte. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob aus der Drohkulisse politische Realität wird.

    Bis dahin bleibt der fade Beigeschmack eines Kulturkampfs im Gewand der Wirtschaftspolitik.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Hollywood gegen KI: Stars fordern Schutz des Kinos vor künstlicher Intelligenz

    Hollywood gegen KI: Stars fordern Schutz des Kinos vor künstlicher Intelligenz

    Ben Stiller, Cate Blanchett, Guillermo del Toro, Paul McCartney – wenn sich so viele Hollywood-Größen zusammentun, dann geht es um mehr als nur einen Film. In einem offenen Brief an die US-Regierung haben über 400 Persönlichkeiten der Unterhaltungsbranche gefordert, die Rechte von Filmschaffenden und Musikern besser vor künstlicher Intelligenz (KI) zu schützen. Ihr Gegner? Kein Geringerer als die Tech-Giganten OpenAI und Google.

    Der Kampf um den kreativen Schutz

    Was ist der Stein des Anstoßes? KI-Modelle wie die von OpenAI und Google benötigen Unmengen an Daten, um zu lernen – darunter auch geschützte Inhalte aus Film und Musik. Die großen Konzerne streben an, ihre Modelle auf einem möglichst breiten Spektrum an urheberrechtlich geschützten Werken zu trainieren. Doch genau das bringt Hollywood auf die Barrikaden.

    In dem Schreiben an das Weiße Haus warnen Stars und Branchenvertreter davor, dass eine Aushöhlung des Urheberrechts nicht nur die Kreativbranche bedrohe, sondern auch eine wirtschaftliche Gefahr darstelle. Die amerikanische Unterhaltungsindustrie generiert jährlich über 230 Milliarden Dollar an Gehältern und beschäftigt mehr als 2,3 Millionen Menschen. Wenn KI uneingeschränkt auf geschützte Werke zugreifen darf, könnte dies zahlreiche Arbeitsplätze und die Qualität künstlerischer Produktionen gefährden.

    Trump öffnet die Türen für KI

    Donald Trump hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus eine klare Richtung vorgegeben: weniger staatliche Regulierung, mehr wirtschaftlicher Spielraum für Tech-Firmen. Anfang des Jahres unterzeichnete er ein Dekret, das bürokratische Hürden für KI-Entwicklungen abbaut. Ziel: Die USA sollen im globalen KI-Wettbewerb nicht ins Hintertreffen geraten.

    OpenAI und Google argumentieren, dass eine Beschränkung ihres Trainingsmaterials die Vereinigten Staaten im KI-Rennen ins Abseits stellen könnte. Besonders im Blick: China. Dort entstehen leistungsfähige Modelle wie DeepSeek, ein fortschrittlicher KI-Chatbot, der mit minimalem Ressourceneinsatz eine enorme Effizienz erreicht hat. Die Sorge wächst, dass Länder wie China die USA technologisch überholen könnten, wenn deren Unternehmen nicht dieselben Möglichkeiten erhalten.

    Hollywoods Angst vor einer KI-Revolution

    Die Bedenken der Filmindustrie sind keineswegs unbegründet. Schon 2023 gab es eine historische Streikwelle in Hollywood, bei der Drehbuchautoren und Schauspieler unter anderem für strengere Regeln im Umgang mit KI kämpften. Am Ende einigte man sich mit den Studios auf bestimmte Schutzmechanismen – doch nun fürchten viele, dass diese Vereinbarungen nicht ausreichen.

    Denn während die kreativen Köpfe gegen den KI-Einsatz kämpfen, sehen Produzenten und Studios darin eine Möglichkeit, Kosten zu senken. Künstliche Intelligenz könnte Drehbücher schreiben, visuelle Effekte generieren oder gar digitale Schauspieler erschaffen – mit einem Bruchteil des bisherigen Budgets. Die Konsequenzen für menschliche Künstler? Noch unklar, aber die Sorge, dass Arbeitsplätze wegfallen und die Kunst an Seele verliert, ist allgegenwärtig.

    Wohin steuert die Unterhaltungsbranche?

    Hollywood steckt in einem Dilemma: Soll man sich gegen den technologischen Fortschritt stemmen oder Wege finden, ihn zu integrieren, ohne dabei die menschliche Kreativität zu opfern? Die Antwort darauf ist noch nicht gefunden.

    Klar ist nur: Der Kampf zwischen Künstlern und Tech-Konzernen hat gerade erst begonnen. Und wer am Ende die Hauptrolle in dieser Geschichte spielt – Mensch oder Maschine –, wird sich erst noch zeigen.

    Autor: Catherine H.

  • Oscars 2025: „Anora“ triumphiert – Adrien Brody als bester Hauptdarsteller geehrt

    Oscars 2025: „Anora“ triumphiert – Adrien Brody als bester Hauptdarsteller geehrt

    In der Nacht vom 2. auf den 3. März 2025 fand die 97. Oscar-Verleihung im Dolby Theatre in Los Angeles statt. Die Veranstaltung brachte einige Überraschungen und viele emotionale Momente mit sich.

    „Anora“ – Ein Independent-Film erobert Hollywood

    Der größte Gewinner des Abends war zweifellos die Tragikomödie „Anora“ von Regisseur Sean Baker. Der Film, der mit einem bescheidenen Budget von 6 Millionen Dollar produziert wurde, konnte insgesamt fünf Oscars für sich verbuchen:

    • Bester Film: „Anora“ setzte sich gegen starke Konkurrenten wie „The Brutalist“, „Conclave“ und „Emilia Pérez“ durch.
    • Beste Regie: Sean Baker wurde für seine herausragende Regiearbeit ausgezeichnet.
    • Bestes Originaldrehbuch: Auch das Drehbuch von Baker wurde geehrt.
    • Bester Schnitt: Die präzise Montage des Films wurde ebenfalls mit einem Oscar gewürdigt.
    • Beste Hauptdarstellerin: Mikey Madison erhielt für ihre Rolle in „Anora“ den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

    „Anora“ erzählt die Geschichte einer New Yorker Stripperin, die sich in den Sohn eines russischen Oligarchen verliebt und sich mit der Verachtung seiner wohlhabenden Familie auseinandersetzen muss.

    Adrien Brody – Zweiter Oscar für „The Brutalist“

    In der Kategorie Bester Hauptdarsteller konnte sich Adrien Brody für seine Rolle in „The Brutalist“ durchsetzen.

    Brody, der bereits 2003 für „Der Pianist“ einen Oscar erhielt, spielt in „The Brutalist“ einen ungarischen Architekten, der den Holocaust überlebt hat und in den USA versucht, seinen amerikanischen Traum zu verwirklichen.

    „Emilia Pérez“ – Polémiken und wenige Auszeichnungen

    Die französische Musical-Komödie „Emilia Pérez“ von Jacques Audiard, die mit 13 Nominierungen als Favorit ins Rennen ging, konnte nur zwei Oscars gewinnen:

    • Beste Nebendarstellerin: Zoe Saldaña wurde für ihre Rolle als desillusionierte mexikanische Anwältin ausgezeichnet.
    • Bester Song: Der Song „El Mal“, komponiert von der französischen Sängerin Camille und ihrem Partner Clément Ducol, erhielt den Oscar für den besten Originalsong.

    Trotz hoher Erwartungen wurde „Emilia Pérez“ von Kontroversen überschattet, insbesondere durch Tweets der Hauptdarstellerin Karla Sofia Gascon, was möglicherweise die Erfolgschancen des Films beeinträchtigte.

    Weitere Gewinner des Abends

    • Bester Animationsfilm: Der lettische Film „Flow“, koproduziert in Frankreich, gewann in dieser Kategorie. Der Film erzählt die bewegende Geschichte einer Katze, die mit dem Untergang ihrer von steigenden Meeresspiegeln bedrohten Heimat konfrontiert ist.
    • Bester internationaler Film: Der brasilianische Film „Je suis toujours là“ von Walter Salles wurde als bester internationaler Spielfilm ausgezeichnet.
    • Beste Kamera: „The Brutalist“ erhielt zudem den Oscar für die beste Kameraarbeit.
    • Beste Filmmusik: Auch die Musik von „The Brutalist“ wurde mit einem Oscar geehrt.
    • Bester Nebendarsteller: Kieran Culkin wurde für seine Rolle in „A Real Pain“ als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
    • Bestes Szenenbild und Kostümdesign: Das Musical „Wicked“ konnte in diesen beiden Kategorien überzeugen.
    • Bester Ton und visuelle Effekte: „Dune: Part Two“ erhielt die Auszeichnungen in diesen technischen Kategorien.

    Fazit

    Die 97. Oscar-Verleihung zeigte einmal mehr die Vielfalt und Qualität des aktuellen Filmschaffens. Besonders hervorzuheben ist der Erfolg von Independent-Produktionen wie „Anora“, die trotz begrenzter Budgets großen Einfluss auf die Filmwelt haben können. Es bleibt spannend zu sehen, welche Geschichten uns in den kommenden Jahren auf der großen Leinwand begeistern werden.

    Autor: C.H.

  • Oscars 2025: Favoriten, Politik und die große Gala-Nacht

    Oscars 2025: Favoriten, Politik und die große Gala-Nacht

    Am 2. März 2025 ist es wieder so weit: Hollywood feiert sich selbst – und die besten Filme des Jahres – bei der 97. Oscar-Verleihung. Im Dolby Theatre in Los Angeles werden die begehrten Goldjungen vergeben. Durch den Abend führt niemand Geringeres als Conan O’Brien, der mit seinem trockenen Humor für Unterhaltung sorgen dürfte. Doch hinter der glamourösen Fassade brodelt es: Politische Spannungen, Skandale und hitzige Diskussionen prägen die diesjährige Preisverleihung.

    Das Rennen um den besten Film: Ein Kopf-an-Kopf-Duell

    Das Feld ist so vielfältig wie selten zuvor. Zwei Werke stechen besonders hervor: Anora, die Cannes-Gewinnerin von Sean Baker, und Conclave, ein politischer Thriller über die Wahl eines neuen Papstes. Während Anora mit Independent-Charme und emotionaler Tiefe punktet, setzt Conclave auf Intrigen und große Namen – ein Film, der fast dokumentarische Qualitäten besitzt.

    Ein weiterer starker Kandidat ist The Brutalist, ein visuell beeindruckendes Drama mit Adrien Brody in der Hauptrolle. Der Film erzählt die Geschichte eines ungarischen Architekten, der sich im Amerika der Nachkriegszeit behaupten muss. Mit Wicked hat es zudem eine der größten Musical-Adaptionen des Jahres ins Rennen geschafft, doch die Tatsache, dass die Songs nicht für den Film geschrieben wurden, nimmt dem Werk etwas den Wind aus den Segeln.

    Und dann ist da noch Emilia Pérez – mit 13 Nominierungen der am häufigsten vertretene Film des Abends. Die lateinamerikanische Musical-Sensation von Jacques Audiard sollte ursprünglich als großer Favorit gelten, doch eine Kontroverse rund um Hauptdarstellerin Karla Sofía Gascón könnte dem Film zum Verhängnis werden.

    Die Schauspielkategorien: Wer holt die goldene Statue?

    In der Kategorie Beste Hauptdarstellerin läuft alles auf einen Zweikampf zwischen Demi Moore (The Substance) und Mikey Madison (Anora) hinaus. Beide Darstellerinnen haben in der bisherigen Award-Saison mehrfach abgeräumt. Doch es gibt immer Raum für Überraschungen – und wer weiß, vielleicht wird am Ende doch Karla Sofía Gascón trotz aller Kontroversen ausgezeichnet?

    Bei den Männern geht es nicht minder spannend zu: Timothée Chalamet (A Complete Unknown), der als Bob Dylan brillierte, könnte als jüngster Gewinner dieser Kategorie in die Oscar-Geschichte eingehen. Doch Adrien Brody (The Brutalist) ist ebenfalls ein heißer Anwärter – ironischerweise hält er aktuell den Titel als jüngster Oscar-Preisträger in dieser Kategorie. Holt er sich erneut die Trophäe oder wird Chalamet sein Nachfolger?

    Hollywoods politische Bühne

    Es wäre keine Oscar-Nacht, wenn sie nicht auch ein politisches Spektakel wäre. Dieses Jahr dürfte es besonders brisant werden: Die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus hat die Stimmung in Hollywood aufgeladen. Der Präsident hat bekannte konservative Schauspieler wie Mel Gibson und Sylvester Stallone als „Kultur-Botschafter“ ernannt – eine Geste, die in der liberalen Filmindustrie nicht gerade für Begeisterung sorgt.

    Ein weiterer heikler Punkt: Der Film The Apprentice, der sich mit Trumps frühen Jahren in der Geschäftswelt befasst, könnte für Zündstoff sorgen. Sollte er eine Auszeichnung erhalten, dürften die Reaktionen auf und neben der Bühne für Gesprächsstoff sorgen.

    Die 45-Sekunden-Regel: Kein Platz für lange Reden

    Wer einen Oscar gewinnt, sollte seine Worte gut wählen – und vor allem kurz halten. In den letzten Jahren wurden die Dankesreden immer länger, weshalb die Academy nun hart durchgreift: Nach 45 Sekunden wird das Mikrofon stumm geschaltet.

    Diese Regelung könnte für einige peinliche Momente sorgen. Besonders betroffen sind langatmige Stars, die gerne emotionale Anekdoten oder politische Statements einflechten. Wer etwas zu sagen hat, muss es also auf den Punkt bringen – oder darauf hoffen, dass die Regie Mitleid zeigt.

    Musikalische Highlights – aber ohne Nominierung

    Musikalisch verspricht der Abend trotzdem einiges: Wicked, das Fantasy-Musical mit Cynthia Erivo und Ariana Grande, wird sicher für Gänsehautmomente sorgen. Auch ein Tribute an die legendären James-Bond-Soundtracks steht auf dem Programm – ein schöner Kontrast zu den oft dominierenden Pop-Balladen vergangener Oscar-Jahre.

    Kurios: Obwohl Wicked und Emilia Pérez das Musical-Genre in dieser Award-Saison prägen, sind die Songs von Wicked nicht für den Oscar als „Bester Song“ nominiert – da sie bereits aus dem Original-Musical stammen. Ein wenig ironisch, wenn man bedenkt, dass Oscar-Shows traditionell die nominierten Lieder live präsentieren.

    Und dann? Raum für Überraschungen!

    Jede Oscar-Verleihung bringt ihre eigenen Was wäre wenn?-Momente mit sich. Timothée Chalamet könnte jüngster Oscar-Gewinner in seiner Kategorie werden. Cynthia Erivo könnte sich mit einem Sieg in den prestigeträchtigen „EGOT“-Club (Emmy, Grammy, Oscar, Tony) einreihen. Und ja – selbst die umstrittene Karla Sofía Gascón könnte plötzlich auf der Bühne stehen und für einen Moment alle Skandale vergessen lassen.

    Es bleibt spannend. Fest steht: Die 97. Oscar-Verleihung wird nicht nur ein Fest für Filmfans, sondern auch ein Spiegelbild der aktuellen Hollywood- und Gesellschaftslandschaft. Wer am Ende die begehrten Statuetten mit nach Hause nimmt – das wird sich in der Nacht von Sonntag auf Montag zeigen.

    Von C. Hatty

  • Abschied von einer Ikone: David Lynch ist tot

    Abschied von einer Ikone: David Lynch ist tot

    David Lynch, der visionäre amerikanische Regisseur und Schöpfer von Meisterwerken wie Mulholland Drive und Twin Peaks, ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Seine Familie gab die traurige Nachricht am 16. Januar bekannt. „Mit großem Bedauern teilen wir den Verlust von David Lynch, dem Mann und Küns…

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  • Hollywood in Flammen – Wie die Brände in Los Angeles die Filmindustrie ins Wanken bringen

    Hollywood in Flammen – Wie die Brände in Los Angeles die Filmindustrie ins Wanken bringen

    Los Angeles brennt. Doch es sind nicht nur die Häuser von Prominenten, die den Flammen zum Opfer fallen – eine ganze Branche kämpft ums Überleben.

    Prominente in Not – Wenn Hollywood brennt

    Hollywoods berühmte Hügel stehen in Flammen, und zahlreiche Schauspieler, Regisseure und Produzenten haben bereits ihre Häuser verloren. Namen wie Anthony Hopkins, Mel Gibson und Billy Crystal sind betroffen – eine Tragödie, die selbst die Schillernden dieser Welt nicht verschont. Mehr als 680.000 Menschen arbeiten in der Entertainment-Industrie oder in angrenzenden Bereichen, die diese unterstützen. Viele von ihnen sehen sich durch die Brände mit existenziellen Herausforderungen konfrontiert.

    Gleichzeitig werden Dreharbeiten unterbrochen, Serienproduktionen gestoppt und die gesamte Branche gerät ins Stocken. Beliebte Serien wie Grey’s Anatomy, NCIS oder Hacks mussten aufgrund der Feuer ihren Betrieb einstellen. Studios in Burbank und anderen bedeutenden Vierteln der Stadt wurden glücklicherweise bisher verschont – doch die Gefahr bleibt allgegenwärtig.

    Logistisches Chaos und schlechte Luft

    Die Organisation Film LA, zuständig für Dreherlaubnisse, warnt vor massiven Einschränkungen. Genehmigungen werden ausgesetzt, und selbst Produktionssicherheitskräfte sind knapp. Die Luftqualität ist so schlecht, dass auch Drehs außerhalb von Los Angeles zur Herausforderung werden. „Wenn Sie jetzt draußen drehen, ist das schlicht katastrophal“, so Marc Malkin, Chefredakteur des Magazins Variety. Ein toxischer Nebel aus Rauch und Asche macht die Luft vielerorts unbewohnbar.

    Man fragt sich: Wann wird sich das wieder normalisieren? Die Antwort ist unklar. Solange die Feuer nicht vollständig eingedämmt sind, bleibt die Filmindustrie gelähmt – und die Kameras schweigen.


    Glitzer und Glamour in der Schwebe

    Besonders heikel ist die Lage für die alljährliche Awards-Saison, ein Herzstück Hollywoods. Premierevents, Preisverleihungen und Galaabende – viele davon wurden abgesagt oder verschoben. Die Critics Choice Awards mussten weichen, ebenso wie Filmvorstellungen von The Last Showgirl mit Pamela Anderson und dem Biopic über Robbie Williams, Better Man. Sogar in New York – weit weg von den Bränden – wurde die Premiere der zweiten Staffel der Apple-TV-Erfolgsserie Severance gestrichen.

    Und das aus gutem Grund. „Es wäre absurd, auf dem roten Teppich über Kleider und witzige Anekdoten zu sprechen, während Los Angeles buchstäblich in Flammen steht“, meint Marc Malkin. Die Oscars selbst – ein Höhepunkt der Awards-Saison – verschoben ihre Nominierungsankündigungen. Es ist, als hätte der rote Teppich plötzlich seine Farbe verloren.

    Doch was bedeutet das für die Menschen, die in der Branche arbeiten? Während Stars und Produzenten finanzielle Reserven haben, sind es vor allem freie Mitarbeiter wie Maskenbildner, Fahrer und Sicherheitskräfte, die leiden. Sie sind auf die Aufträge der Awards-Saison angewiesen, um über die Runden zu kommen.


    Solidarität oder Geschäft?

    Einige Stimmen plädieren dafür, die glamourösen Events ganz abzusagen. Jean Smart, Hauptdarstellerin der Serie Hacks, forderte via Instagram: „Lasst uns die Shows absagen und das Geld den Brandopfern und Feuerwehrleuten spenden.“ Doch dieser Vorschlag stößt auf Gegenwind. Malkin warnt vor den wirtschaftlichen Folgen: „Ohne diese Veranstaltungen bricht ein komplettes Netzwerk aus Jobs zusammen.“ Was also tun? Die Debatte zeigt, wie komplex die Situation ist – zwischen Solidarität und wirtschaftlichem Überleben.


    Eine Branche am Scheideweg

    Die Brände treffen Hollywood in einer ohnehin schwierigen Zeit. Nach der Pandemie und den Schauspieler- und Drehbuchautorenstreiks hatte sich die Branche gerade erst mühsam aufgerappelt. Nun wirft sie die Feuer erneut aus der Bahn. „Hollywood wird immer wieder getroffen – es ist wie ein Schicksalsschlag nach dem anderen“, resümiert Malkin.

    Hinzu kommen langfristige Probleme: Immer mehr Produktionsfirmen verlassen Los Angeles wegen der hohen Kosten. Die Konkurrenz durch andere Städte und Länder wächst. Es ist, als ob der einst so strahlende Stern Hollywoods langsam an Glanz verliert.


    Und nun?

    Die Brände in Los Angeles sind mehr als eine Naturkatastrophe – sie sind ein Weckruf. Eine Branche, die sich immer wieder neu erfinden muss, steht einmal mehr vor einer Herausforderung. Wie wird Hollywood auf diese Krise reagieren? Werden Glanz und Glamour zurückkehren, oder ist dies der Anfang vom Ende einer Ära?

    Eines ist sicher: Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob die Traumfabrik ihren Namen noch verdient – oder ob der Rauch über Los Angeles auch eine Metapher für eine Branche in Auflösung ist.