Schlagwort: Haute-Saône

  • „Dieses Bild des Grauens bleibt“: Explosion reißt Kinosaal in Vesoul auf

    „Dieses Bild des Grauens bleibt“: Explosion reißt Kinosaal in Vesoul auf

    Es sind Szenen, die eher in einen Actionfilm gehören als in eine ruhige Nacht in der französischen Provinz: In Vesoul im Département Haute-Saône sprengten maskierte Täter in der Nacht zum Mittwoch, 9. September, einen Geldautomaten – und verwandelten dabei einen angrenzenden Kinosaal in ein Trümmerfeld.

    Gegen drei Uhr morgens nahm eine offenbar gut vorbereitete Tätergruppe einen Geldautomaten des Crédit Agricole ins Visier. Der Automat befindet sich unmittelbar am Gebäude des Kinos Majestic. Um an das Bargeld zu gelangen, setzten die Täter auf eine ebenso brachiale wie gefährliche Methode: Sauerstoff und Acetylen wurden in den Automaten geleitet und anschließend zur Explosion gebracht.

    Die Detonation entwickelte eine enorme Wucht.

    Der Geldautomat wurde praktisch vollständig zerstört, doch damit nicht genug. Die Druckwelle durchschlug auch die Wand zum unmittelbar dahinterliegenden Kinosaal 1. Wo Kinobesucher normalerweise im Dunkeln sitzen und auf die Leinwand blicken, klafft nun ein großes Loch. Teile des Saals liegen regelrecht offen.

    Am Morgen danach bot sich den Mitarbeitern ein verstörender Anblick. Betonbrocken, Dämmmaterial und weitere Trümmer lagen auf und zwischen den roten Sesseln. Elektrische Leitungen waren durchtrennt. Selbst schwere technische Ausstattung hielt der Explosion nicht stand: Nach Angaben des Kinobetreibers schleuderte die Druckwelle einen Lautsprecher rund zehn Meter weit durch den Raum.

    Ein ziemlicher Wahnsinn – für eine Beute, die am Ende vergleichsweise bescheiden ausfiel.

    Besondere Sorgen bereitet dem Betreiber inzwischen nicht allein die sichtbare Zerstörung. Der bei der Explosion entstandene feine Staub verteilte sich offenbar auch in Bereichen mit empfindlicher Projektionstechnik. Dort reichen mitunter bereits kleine Verunreinigungen aus, um kostspielige Geräte zu beschädigen. Das tatsächliche Ausmaß der technischen Folgen dürfte sich deshalb erst nach gründlichen Untersuchungen zeigen.

    Für Jean-Claude Tupin, Chef der Majestic-Gruppe, geht der Schaden ohnehin über Beton, Kabel und Kinotechnik hinaus. Der Anblick des verwüsteten Saals hat sich eingebrannt. „Dieses Bild des Grauens bleibt“, beschreibt er seine Eindrücke.

    Besonders bitter erscheint das Verhältnis zwischen Beute und Zerstörung. Die Täter sollen lediglich einige Tausend Euro erbeutet haben. Dem stehen Schäden von rund 800.000 Euro gegenüber. Aus einem Angriff auf einen Geldautomaten wurde damit binnen Sekunden ein finanzielles Desaster für einen Kinobetreiber, der mit der eigentlichen Tat überhaupt nichts zu tun hatte.

    Saal 1 dürfte entsprechend längere Zeit geschlossen bleiben. Die zerstörte Wand muss wiederhergestellt, technische Anlagen müssen geprüft, repariert oder ersetzt werden. Hinzu kommen mögliche Schäden an der Projektionsanlage und Arbeiten zur Beseitigung von Staub und Trümmern.

    Das Majestic ließ sich dennoch nicht vollständig aus dem Takt bringen. Der Kinobetrieb in den übrigen Sälen ging weiter. Dass die Tat ausgerechnet an einem Mittwoch geschah, besitzt dabei eine besondere Pointe: Mittwochs starten in Frankreich traditionell die neuen Kinofilme. Während hinter einer zerstörten Wand Ermittler und Techniker arbeiteten, lief nebenan also weiter das reguläre Programm.

    Die Polizei nahm noch am frühen Morgen die Ermittlungen auf. Maskierung, Vorbereitung und Vorgehensweise könnten darauf hindeuten, dass erfahrene Täter am Werk waren. Angriffe auf Geldautomaten mithilfe explosiver Gasgemische beschäftigen französische Ermittler bereits seit längerem.

    Für das Majestic bleibt vorerst ein bizarrer Schauplatz zurück. Ein Ort, an dem sonst künstliche Explosionen über die Leinwand flimmern, trägt plötzlich die Spuren sehr realer Gewalt.

    Und diesmal endet die Szene nicht mit dem Abspann.

    Andreas M. Brucker

  • Leichtes Erdbeben in den Vogesen bis nach Haute-Saône spürbar

    Leichtes Erdbeben in den Vogesen bis nach Haute-Saône spürbar

    Ein Erdbeben der Stärke 3,7 hat am Donnerstagabend zahlreiche Menschen im Nordosten Frankreichs aufgeschreckt. Die Erschütterung ereignete sich am 13. August um 22.39 Uhr im Westen des Départements Vogesen. Das Epizentrum lag zwischen den Gemeinden Sauville und Robécourt in einer Tiefe von rund 17 Kilometern. Obwohl das Beben vergleichsweise schwach ausfiel, nahmen viele Bewohner die Erschütterung deutlich wahr.

    Die Erdstöße waren in weiten Teilen der Region zu spüren. Meldungen gingen nicht nur aus den Vogesen ein, sondern auch aus den Départements Meurthe-et-Moselle und Meuse. Selbst in der Haute-Saône berichteten Einwohner aus den Gebieten um Vesoul, Fougerolles und Port-sur-Saône von den Auswirkungen. Viele beschrieben ein kurzes Zittern des Bodens, ein dumpfes Grollen oder leicht vibrierende Möbel. Für manche dauerte das Ereignis nur wenige Sekunden – dennoch reichte es aus, um zahlreiche Menschen aus ihrer Abendruhe aufzuschrecken.

    Nach bisherigem Stand entstanden weder Sachschäden noch gab es Verletzte. Die Behörden erhielten zwar zahlreiche Wahrnehmungsmeldungen aus der Bevölkerung, Hinweise auf beschädigte Gebäude oder andere größere Folgen liegen jedoch nicht vor. Erdbeben dieser Größenordnung gelten als schwach bis mäßig. Sie fallen häufig deutlich auf, verursachen jedoch in der Regel keine nennenswerten Schäden an Bauwerken.

    Die Vogesen und der Nordosten Frankreichs zählen seit Langem zu den Regionen mit einer regelmäßigen, wenn auch überwiegend geringen seismischen Aktivität. Kleinere Erschütterungen treten dort immer wieder auf, ohne größere Folgen nach sich zu ziehen. Beben mit einer Magnitude von 3,7 gehören zwar nicht zum Alltag, stellen in dieser geologisch aktiven Zone jedoch keine außergewöhnliche Seltenheit dar.

    Fachleute beobachten die seismische Aktivität in der Region kontinuierlich. Solche Ereignisse liefern wertvolle Erkenntnisse über die geologischen Prozesse im Untergrund und tragen dazu bei, das Verständnis der natürlichen Bewegungen der Erdkruste zu verbessern. Für die Bevölkerung besteht nach dem aktuellen Kenntnisstand kein Anlass zur Sorge. Das jüngste Erdbeben erinnert dennoch daran, dass selbst in Frankreich Regionen existieren, in denen leichte Erschütterungen jederzeit auftreten können.

    Daniel Ivers

  • Ein stählernes Relikt: Wie ein vergessener Kran ein Dorfleben prägt

    Ein stählernes Relikt: Wie ein vergessener Kran ein Dorfleben prägt

    Mitten im beschaulichen Alltag des kleinen Dorfes Luze im Département Haute-Saône ragt ein Fremdkörper in den Himmel – rostig, unbewegt, und doch allgegenwärtig. Seit fünfzehn Jahren steht dort ein Baukran, verlassen wie eine Idee, die man nie zu Ende gedacht hat. Was einst Fortschritt versprach, ist heute ein Mahnmal der Stagnation. Man muss sich das vorstellen: ein Ort, in dem sonst Traktoren knattern, Kirchenglocken den Tag strukturieren und Nachbarn sich noch beim Namen kennen. Und darüber, wie ein eingefrorener Augenblick, dieser Kran. Kein Bau, kein Gerüst, keine Bewegung – nur Metall, das Wind und Wetter trotzt. Die Geschichte beginnt, wie so viele in ländlichen Regionen, mit einem ambitionierten Bauprojekt. Geplant war ein Wohnkomplex, vielleicht auch ein kleiner wirtschaftlicher Aufschwung. Der Kran wurde aufgestellt, Fundamente gegossen – und dann: Stillstand. Finanzielle Schwierigkeiten, juristische Unklarheiten, vielleicht auch schlicht Fehlplanung. Der Bauherr stahl sich a…

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  • Verstümmelter Leichnam in der Saône: Grausamer Mordfall erschüttert die Grenzregion zur Schweiz

    Verstümmelter Leichnam in der Saône: Grausamer Mordfall erschüttert die Grenzregion zur Schweiz

    Ein makabrer Fund am Ufer der Saône wirft ein Schlaglicht auf einen mutmaßlichen Mord, der sich zwischen der Schweiz und Frankreich abspielte – mit einem verstümmelten Opfer, einer verdächtigen Mieterin und einem Tatort, der womöglich in Flammen aufging, um Spuren zu verwischen. Am 1. November entdeckten Spaziergänger in der kleinen Gemeinde Fédry im französischen Département Haute-Saône einen menschlichen Körper, der in zwei Hälften geteilt war. Eine weiße, klebrige Substanz bedeckte den Rumpf – als wolle jemand mehr verbergen als nur ein Verbrechen. Die Leiche war zudem gezeichnet von Verletzungen: Schnittwunden am Kopf, an einer Hand, an der Wirbelsäule und ein Stich in die Brust, der letztlich tödlich war. Die Obduktion bestätigte: Der Mann starb an einer massiven inneren Blutung – hervorgerufen durch eine Wunde, die vermutlich mit einem Messer zugefügt wurde. Die Zerteilung des Körpers erfolgte erst nach dem Tod. Wenige Tage später brachte eine DNA-Analyse aus Lausanne Klarheit üb…

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  • Das „Kleine Finnland“ in Frankreich: Ein verborgenes Paradies in der Haute-Saône

    Das „Kleine Finnland“ in Frankreich: Ein verborgenes Paradies in der Haute-Saône

    Frankreich hat viele verborgene Schätze – doch wusstest du, dass es dort ein „kleines Finnland“ gibt? Nein, kein Witz! Im Herzen der Haute-Saône erstreckt sich das Plateau des Mille Étangs, eine Landschaft, die mit ihren unzähligen Seen, dichten Wäldern und malerischen Holzhütten fast wie eine Kopie der skandinavischen Wildnis wirkt. Hier, weit weg vom Trubel […]

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  • Frankreich verstärkt seine Verteidigungsfähigkeit: Beschleunigte Beschaffung von Rafale-Kampfjets und Investitionen in die nukleare Abschreckung

    Frankreich verstärkt seine Verteidigungsfähigkeit: Beschleunigte Beschaffung von Rafale-Kampfjets und Investitionen in die nukleare Abschreckung

    In einer Zeit zunehmender globaler Unsicherheit hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am 18. März 2025 bedeutende Maßnahmen zur Stärkung der nationalen Verteidigungsfähigkeit angekündigt. Bei einem Besuch auf der Luftwaffenbasis 116 Luxeuil-Saint-Sauveur in Luxeuil-les-Bains (Haute-Saône) erklärte Macron, dass der Staat die Bestellungen des Kampfflugzeugs Rafale erhöhen und beschleunigen werde, um den aktuellen geopolitischen Herausforderungen gerecht zu werden. Die Entscheidung, die Beschaffung der Rafale-Jets zu intensivieren, unterstreicht Frankreichs Bestreben, seine Luftstreitkräfte zu modernisieren und auf dem neuesten Stand der Technik zu halten. Die Rafale, entwickelt von Dassault Aviation, gilt als eines der fortschrittlichsten Mehrzweckkampfflugzeuge weltweit und spielt eine zentrale Rolle in der französischen Verteidigungsstrategie. Neben der Aufstockung der Rafale-Flotte kündigte Macron an, dass die Basis in Luxeuil bis 2035 die neueste Version des Rafale sowie den hype…

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  • Macron in Luxeuil: Ein Zeichen für Frankreichs militärische Zukunft

    Macron in Luxeuil: Ein Zeichen für Frankreichs militärische Zukunft

    Frankreich rüstet auf – und Emmanuel Macron setzt ein klares Signal. Am Dienstag, den 18. März, besucht der französische Präsident die Luftwaffenbasis 116 „Lieutenant-Colonel Papin“ in Luxeuil-les-Bains, Haute-Saône. Die Basis könnte eine zentrale Rolle in der Verteidigungsstrategie Frankreichs und der NATO übernehmen – möglicherweise sogar mit nuklearer Dimension. Ein Besuch mit geopolitischer Brisanz Der internationale Kontext ist angespannt. Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten haben die Sicherheitslage in Europa grundlegend verändert. Frankreich positioniert sich zunehmend als eigenständige Militärmacht innerhalb der NATO – unabhängig von den USA, aber in enger Zusammenarbeit mit europäischen Partnern. Macrons Besuch soll die Bedeutung der Luftwaffenbasis in Luxeuil unterstreichen. Schon am Samstag ließ sein Kabinett verlauten, dass der Präsident damit das „Schlüsselelement dieser Basis für die kollektive Verteidigung und regionale Sicherheit“ hervorheben wolle. Doch was bedeut…

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  • Haute-Saône: 17-Jähriger wegen Terrorverdachts in Untersuchungshaft

    Haute-Saône: 17-Jähriger wegen Terrorverdachts in Untersuchungshaft

    Ein beunruhigender Fall erschüttert die Stadt Lure (Haute-Saône): Ein 17-jähriger Schüler wurde am 10. März festgenommen, nachdem er mit einem langen Messer gesichtet worden war. Nur drei Tage später ordnete ein Richter seine Untersuchungshaft wegen des Verdachts auf terroristische Aktivitäten an.

    Die Ermittler gehen davon aus, dass der Jugendliche Anschläge auf jüdische und christliche Ziele oder sogar auf diplomatische Einrichtungen plante. Die Beweise dafür fanden sie in verschlüsselten Online-Chats, die derzeit ausgewertet werden.

    Zwei Jahre lang unter Beobachtung des Geheimdienstes

    Was diesen Fall noch erschreckender macht: Die Behörden hatten den Jugendlichen bereits seit 2022 im Visier.

    Seine Mitschüler beschreiben ihn als unauffällig, doch es gibt Hinweise, dass er schon früher verstörendes Verhalten zeigte. Ein besonders schockierender Vorfall soll sich während seiner Schulzeit im Collège ereignet haben: Er soll seiner Klasse ein Enthauptungsvideo gezeigt haben. Diese Information wurde inzwischen vom Bürgermeister von Lure, Éric Houlley, bestätigt.

    Verteidigung: „Er wollte sich das Leben nehmen“

    Die Anwältin des Jugendlichen weist die Terrorvorwürfe zurück. Ihr Mandant habe keinen Anschlag geplant, sondern sei psychisch instabil und habe lediglich Suizidabsichten gehabt.

    Doch angesichts der belastenden Funde wird dieser Fall von den Ermittlern äußerst ernst genommen.

    Ein Fall, der viele Fragen aufwirft

    Wie konnte ein Jugendlicher, der unter Geheimdienstbeobachtung stand, bis zu diesem Punkt gelangen? Und hätte eine frühere Intervention möglicherweise Schlimmeres verhindern können?

    Die Ermittlungen laufen – doch eines ist sicher: Dieser Vorfall wird in Frankreich noch lange für Diskussionen sorgen.

    Von C. Hatty