Schlagwort: handyverbot

  • Frankreich verbannt das Smartphone aus dem Gymnasium – Macron erklärt Aufmerksamkeit zur Bildungsfrage

    Frankreich verbannt das Smartphone aus dem Gymnasium – Macron erklärt Aufmerksamkeit zur Bildungsfrage

    Frankreich verschärft seinen Kurs gegenüber Smartphones und sozialen Netzwerken. Seit Beginn des Schuljahres 2026 gilt das bereits seit 2018 an Grundschulen und Collèges bestehende Handyverbot auch an den Lycées, den französischen Gymnasien. Präsident Emmanuel Macron machte bei einem Besuch im Lycée Chaptal im südfranzösischen Mende deutlich, dass er darin mehr sieht als eine schulische Ordnungsmaßnahme. Es geht um die Frage, wie viel digitale Ablenkung eine Schule verträgt – und welche Verantwortung der Staat für die Aufmerksamkeit junger Menschen trägt. Macron verteidigt das Verbot vor den Schülern Der Ort für Macrons Auftritt am 1. September war bewusst gewählt. Im Lycée Chaptal in Mende traf der Präsident auf jene Jugendlichen, die von der neuen Regel unmittelbar betroffen sind. Einige Schüler stellten die Maßnahme infrage. Macron versuchte daraufhin, zwischen dem Besitz eines Smartphones und seiner Benutzung in der Schule zu unterscheiden. „Wir haben nicht gesagt: Ihr dürft kein T…

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  • Frankreich verbannt das Smartphone aus der Schule – doch die eigentliche Herausforderung liegt tiefer

    Frankreich verbannt das Smartphone aus der Schule – doch die eigentliche Herausforderung liegt tiefer

    Frankreichs Schulen beginnen das neue Schuljahr mit einer bemerkenswerten Mischung aus pädagogischer Rückbesinnung und gesellschaftlichem Experiment. 11,6 Millionen Schülerinnen und Schüler sind Anfang September in die Klassenzimmer zurückgekehrt, begleitet von rund 851 500 Lehrkräften. Die sichtbarste Neuerung betrifft allerdings ein Gerät, das für Jugendliche längst weit mehr ist als ein Telefon: Vom Schuljahr 2026/27 an gilt das Handyverbot auch an den französischen Gymnasien. Damit soll erstmals die gesamte Schulzeit vom Kindergarten bis zum Abitur grundsätzlich ohne Smartphone im Unterrichts- und Schulalltag auskommen. Die Entscheidung wirkt auf den ersten Blick wie eine regulatorische Einzelmaßnahme. Tatsächlich berührt sie eine wesentlich grössere Frage: Welche Grenzen muss die Schule gegenüber einer digitalen Umwelt ziehen, die Aufmerksamkeit zu einer umkämpften Ressource gemacht hat? Frankreich versucht darauf eine vergleichsweise entschiedene Antwort zu geben. Zugleich droht …

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  • Frankreich macht das Handy zur Schulsache: In zwei Minuten sind die Smartphones weg

    Frankreich macht das Handy zur Schulsache: In zwei Minuten sind die Smartphones weg

    „In zwei Minuten habe ich alle Schüler unter Kontrolle.“ Ein Satz, der zunächst nach strenger Disziplin, digitaler Überwachung oder gar einer neuen Kontrollsoftware klingt. Tatsächlich steckt dahinter etwas weit weniger Futuristisches: eine technische und zugleich erstaunlich handfeste Lösung, mit der französische Schulen Smartphones während des Schultags aus dem Verkehr ziehen.

    Im Mittelpunkt steht das Konzept „Portable en pause“, auf Deutsch sinngemäß „Handy auf Pause“. Es wurde seit dem Schuljahr 2025/26 schrittweise an französischen Collèges eingeführt und inzwischen ausgeweitet. Die Idee dahinter ist denkbar einfach: Das Smartphone bleibt zwar bei seinem Besitzer, steht ihm während des Unterrichts und teilweise auch in den Pausen jedoch nicht zur Verfügung.

    Dafür legen Schülerinnen und Schüler ihr Mobiltelefon am Morgen entweder in eine spezielle verschließbare Hülle oder geben es in einen gesicherten Schrank. Bei der Hüllenlösung sorgt eine magnetische Verriegelung dafür, dass das Gerät zwar mitgeführt, aber nicht ohne Weiteres herausgenommen werden kann.

    Der entscheidende Punkt: Die nötige Entriegelungsvorrichtung befindet sich in den Händen der Lehrkräfte oder der Schulleitung. Am Ende des Schultags lassen sich die Hüllen wieder öffnen, ebenso in Situationen, in denen ein Zugriff auf das Telefon erforderlich ist. Auf diese Weise lassen sich die Geräte einer ganzen Schülergruppe innerhalb kurzer Zeit praktisch stilllegen. Daher stammt die zugespitzte Aussage, man habe „alle Schüler in zwei Minuten unter Kontrolle“.

    Mit digitaler Fernsteuerung hat das nichts zu tun.

    Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine App, mit der eine Schule private Smartphones aus der Ferne sperrt oder deren Inhalte kontrolliert. Auch wenn gelegentlich verkürzt von einer „Anwendung“ gesprochen wird, basiert das Verfahren auf einer physischen Sperre mit zentraler Entriegelungsmöglichkeit. Das Smartphone funktioniert weiterhin – sein Besitzer kommt schlicht nicht heran. Ziemlich analog für ein digitales Problem.

    Frankreich verfolgt damit ein größeres bildungspolitisches Ziel. Smartphones gelten im Schulalltag zunehmend als Störfaktor: Eine Nachricht hier, ein Video dort, schnell noch ein Blick auf soziale Netzwerke – und schon wandert die Aufmerksamkeit vom Unterricht auf den Bildschirm.

    Die Regierung verbindet die Handyfreiheit deshalb mit der Hoffnung auf bessere Konzentration und weniger Ablenkung. Zugleich soll Cybermobbing während der Schulzeit erschwert werden. Auch die Pausen geraten in den Blick. Statt nebeneinander auf Displays zu starren, sollen Jugendliche wieder stärker miteinander sprechen, spielen, diskutieren oder eben einfach gemeinsam herumalbern.

    Seit dem Schuljahr 2026 gilt in Frankreich grundsätzlich eine schulweite Handyfreiheit von der Grundschule bis zum Lycée. Wie diese praktisch umgesetzt wird, entscheiden die Schulen selbst. Verschließbare Hüllen sind dabei nur eine Möglichkeit. Ebenso kommen Schließfächer, Sammelstellen oder andere organisatorische Lösungen infrage.

    Frankreich setzt damit nicht auf digitale Totalüberwachung, sondern auf eine bemerkenswert simple Idee: Das Handy bleibt da – aber der Zugriff macht Pause.

    Daniel Ivers

  • Frankreich verbannt das Smartphone aus den Gymnasien – doch die schwierigste Phase beginnt erst

    Frankreich verbannt das Smartphone aus den Gymnasien – doch die schwierigste Phase beginnt erst

    Frankreich zieht die Grenzen der digitalen Schule neu. Vom Schuljahr 2026/27 an soll die Nutzung von Mobiltelefonen auch an den Lycées, den französischen Gymnasien, grundsätzlich untersagt sein. Präsident Emmanuel Macron hat die entsprechende gesetzliche Regelung promulgiert. Damit wird ein Verbot auf die Oberstufe ausgedehnt, das für Grundschulen und Collèges bereits seit 2018 gilt. Politisch ist die Botschaft eindeutig: Der Staat will die Schule stärker von der permanenten digitalen Präsenz abschirmen. Praktisch aber beginnt wenige Tage vor dem Schulstart die schwierigere Aufgabe – die Umsetzung in mehreren tausend Lycées. Die Regelung ist Teil eines größeren politischen Projekts zum Schutz Minderjähriger vor den Folgen sozialer Netzwerke und übermäßiger Bildschirmnutzung. Bemerkenswert ist dabei, dass ausgerechnet das Smartphone-Verbot den verfassungsrechtlichen Streit um das Gesetz überstanden hat. Das ursprünglich zentrale Vorhaben, unter 15-Jährigen den Zugang zu sozialen Netzwer…

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  • Digitale Pause im Klassenzimmer: Frankreich ringt um den richtigen Umgang mit Smartphones im Lycée

    Digitale Pause im Klassenzimmer: Frankreich ringt um den richtigen Umgang mit Smartphones im Lycée

    Es beginnt mit einer vertrauten Szene: Ein Klassenzimmer, irgendwo zwischen Lyon und Lille, die Köpfe gesenkt — nicht über Bücher, sondern über Displays. Genau hier setzt die politische Debatte an, die Frankreich seit Monaten beschäftigt. Nach Grundschulen und Collèges richtet sich der Blick nun auf…

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  • Frankreich zieht die digitale Notbremse: Social-Media-Verbot für Unter-15-Jährige und Handyverbot an Gymnasien ab Ende 2026

    Frankreich zieht die digitale Notbremse: Social-Media-Verbot für Unter-15-Jährige und Handyverbot an Gymnasien ab Ende 2026

    Ab dem Schuljahr 2026/27 sollen in Frankreich zwei weitreichende Maßnahmen in Kraft treten: Kinder unter 15 Jahren dürfen keine sozialen Netzwerke mehr nutzen, und an weiterführenden Schulen soll die Nutzung von Mobiltelefonen grundsätzlich untersagt werden. Der entsprechende Gesetzesentwurf der Regierung, bestehend aus lediglich zwei Artikeln, wird Anfang Januar dem Staatsrat vorgelegt und soll noch im Frühjahr parlamentarisch beschlossen werden. Die Initiative ist Teil eines umfassenderen politischen und gesellschaftlichen Paradigmenwechsels im Umgang mit digitalen Technologien und jugendlichen Nutzern. Während Frankreich bereits seit 2018 ein Handyverbot an Grundschulen und Collèges kennt, geht das neue Vorhaben deutlich weiter – sowohl in seiner Zielsetzung als auch in seinem Anspruch auf konsequente Durchsetzung. Eine Antwort auf die Risiken der digitalen Sozialisation Die Regierung begründet das Vorhaben mit einer wachsenden Zahl wissenschaftlicher Studien, die den übermäßigen Ko…

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  • Frankreich will Minderjährige unter 15 Jahren aus sozialen Netzwerken verbannen – ein digitalpolitischer Kurswechsel mit Risiken

    Frankreich will Minderjährige unter 15 Jahren aus sozialen Netzwerken verbannen – ein digitalpolitischer Kurswechsel mit Risiken

    Die französische Regierung treibt mit Nachdruck ein Gesetzesvorhaben voran, das die Nutzung sozialer Netzwerke für Kinder unter 15 Jahren verbieten soll. Das Projekt, das Anfang 2026 ins Parlament eingebracht werden soll, zielt nicht nur auf eine Altersgrenze ab, sondern auch auf eine umfassendere Regulierung des digitalen Alltags Jugendlicher. Bereits heute ist klar: Es geht dabei um mehr als Jugendschutz – nämlich um einen Paradigmenwechsel in der französischen Digitalpolitik. Ein schneller Gesetzesweg – aus politischem Kalkül? Anne Le Hénanff, Ministerin mit Zuständigkeit für Künstliche Intelligenz und digitale Angelegenheiten, ließ keinen Zweifel an der Entschlossenheit der Regierung. Der Gesetzentwurf sei fertig, eine Verabschiedung „vor Ende des ersten Quartals 2026“ sei das Ziel. Präsident Emmanuel Macron hatte bereits zuvor angekündigt, das Thema mit hoher Priorität behandeln zu wollen. Hintergrund sind mehrere Gesetzesinitiativen, die derzeit im Parlament zirkulieren – unter a…

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  • Zwischen Kontrolle und Realität – Frankreichs Debatte um das Handyverbot an Schulen

    Zwischen Kontrolle und Realität – Frankreichs Debatte um das Handyverbot an Schulen

    Die Nachricht kam beiläufig, beinahe im Vorübergehen, und doch schlug sie ein wie ein Blitz: „Plus de portable au lycée“ – kein Handy mehr am Gymnasium. Mit diesem Satz überraschte Emmanuel Macron bei einem Besuch im lothringischen Mirecourt nicht nur das Bildungspersonal, sondern vor allem Millionen französischer Schülerinnen und Schüler, deren Alltag ohne Smartphone kaum noch denkbar ist. Am traditionsreichen Lycée Saint-Just in Lyon, wo Schüler durch klassizistische Flure eilen und zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendeln, sorgt die Ankündigung für angeregte Diskussionen. Der Gebrauch des Mobiltelefons ist hier bislang eine Grauzone: erlaubt in den Gängen, verboten im Klassenzimmer – jedenfalls offiziell. „Ich versuche, diskret zu sein. Ich spiele keine Spiele und schaue auch keine Serien im Unterricht. Wir dürfen das ja nicht“, erzählt ein Schüler. Doch ehrlich ist er auch: Nicht alle halten sich an die Regeln. „Viele machen es trotzdem – und versäumen dadurch den Unterricht.“ …

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