Schlagwort: Handel

  • Handel, Allianzen und die Zukunft der transatlantischen Ordnung

    Handel, Allianzen und die Zukunft der transatlantischen Ordnung

    Die jüngsten Entscheidungen der Trump-Administration, die der US-Präsident in seiner Rede vor dem Kongress verteidigte, haben eine Welle der Unsicherheit und Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft ausgelöst. In einer beispiellosen Eskalation verhängte die US-Regierung massive Zölle auf Importe aus Kanada, Mexiko und China, was unmittelbare Gegenmaßnahmen und eine Verschärfung der Handelskonflikte zur Folge hatte. Gleichzeitig suspendierte Washington seine Militärhilfe für die Ukraine, während Präsident Donald Trump weiterhin eine Annäherung an Russland forciert.

    Eine aggressive Neuordnung der Wirtschaftsbeziehungen

    Mit Zöllen von 25 Prozent auf alle kanadischen und mexikanischen Importe sowie weiteren Abgaben auf chinesische Exporte setzt die Trump-Administration auf wirtschaftlichen Druck, um Handelsungleichgewichte zu korrigieren. Trump hatte wiederholt beklagt, dass die USA „von jedem Land der Welt ausgebeutet“ würden und nun endlich gegensteuern müssten.

    Die unmittelbaren Folgen dieser Maßnahmen waren drastisch: Die betroffenen Länder kündigten Vergeltungszölle an, die Finanzmärkte reagierten mit Turbulenzen, und die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und ihren engsten Partnern erreichten einen neuen Tiefpunkt. In Kanada war die Empörung besonders groß. Premierminister Justin Trudeau sprach von einem „Angriff auf Kanadas Wirtschaft“, während Doug Ford, Premierminister der Provinz Ontario, sogar ankündigte, in den USA gegen die Republikaner zu mobilisieren.

    Die ökonomischen Risiken sind erheblich. Experten warnen vor steigenden Preisen für US-Konsumenten, da importierte Waren durch die neuen Zölle teurer werden. Zudem droht eine Verlagerung von Handelsströmen weg von den USA, da Unternehmen alternative Märkte suchen. Sollte sich der Handelskonflikt weiter verschärfen, könnte dies das Wachstum der US-Wirtschaft spürbar bremsen.

    Die Ukraine zwischen Druck und Abhängigkeit

    Parallel zu den wirtschaftlichen Spannungen sorgt die US-Außenpolitik für Verunsicherung. Die plötzliche Aussetzung der Militärhilfe für die Ukraine verstärkte Befürchtungen, dass Washington seine strategischen Verpflichtungen gegenüber Kiew infrage stellt. Trump hatte in einem hitzigen Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj deutlich gemacht, dass er Zugeständnisse erwartet. Wenige Tage später erklärte Selenskyj öffentlich seine Bereitschaft, mit den USA ein Abkommen über die Nutzung ukrainischer Rohstoffvorkommen zu schließen – ohne jedoch die von Kiew gewünschten Sicherheitsgarantien aus Washington zu erhalten.

    Diese Entwicklungen werfen zentrale Fragen zur Verlässlichkeit der US-Sicherheitszusagen auf. Sollte die Ukraine keine langfristige Unterstützung mehr aus Washington erhalten, könnte dies den Westen zwingen, alternative Verteidigungsstrategien zu entwickeln, um eine weitere Destabilisierung Osteuropas zu verhindern.

    Das transatlantische Bündnis auf dem Prüfstand

    Der wirtschaftliche Protektionismus und die geopolitischen Kehrtwenden der USA stellen die Stabilität der transatlantischen Beziehungen infrage. Bereits zuvor hatte Trump europäische Staaten wiederholt für ihre vermeintlich unzureichenden Verteidigungsausgaben kritisiert und Zweifel an der Zukunft der NATO gesät.

    In Brüssel und anderen europäischen Hauptstädten wächst daher die Überzeugung, dass Europa seine sicherheitspolitische Eigenständigkeit ausbauen muss. Die jüngsten Schritte der Trump-Regierung könnten als Katalysator für eine stärkere europäische Verteidigungsintegration dienen. Die EU-Staaten stehen vor der Herausforderung, ihre Verteidigungsbudgets zu erhöhen und gleichzeitig eine Strategie zu entwickeln, um sich wirtschaftlich gegen US-Zölle und unvorhersehbare politische Entscheidungen abzusichern.

    Ein riskantes Spiel mit ungewissem Ausgang

    Trumps Politik folgt einer Strategie des maximalen Drucks – sei es im Handel, in der Diplomatie oder in der Sicherheitspolitik. Während einige Beobachter Parallelen zu früheren Verhandlungen ziehen, bei denen Trump nach harten Drohungen letztlich Kompromisse einging, bleibt unklar, ob dies auch diesmal der Fall sein wird.

    Langfristig birgt dieser Ansatz erhebliche Risiken. Die USA könnten sich in eine Position manövrieren, in der sie zwar kurzfristige wirtschaftliche Zugeständnisse erzwingen, aber gleichzeitig ihre globalen Allianzen und wirtschaftlichen Verflechtungen nachhaltig beschädigen. Die Stärke der USA basierte bisher nicht nur auf ihrer wirtschaftlichen und militärischen Macht, sondern auch auf einem dichten Netzwerk an Verbündeten und Partnern. Eine Isolation von traditionellen Verbündeten könnte sich als strategischer Fehler erweisen, der Washingtons globalen Einfluss schwächt.

    Für Europa, Kanada und andere betroffene Staaten stellt sich nun die Frage, wie sie auf die neue Realität reagieren. Eine stärkere wirtschaftliche und sicherheitspolitische Unabhängigkeit von den USA erscheint als logische Konsequenz – doch ein vollständiger Bruch mit Washington bleibt unwahrscheinlich. Vielmehr könnten sich die kommenden Monate als Phase der Neuverhandlung und strategischen Anpassung erweisen, in der die internationale Ordnung weiter auf den Prüfstand gestellt wird.

    P.T.

  • Europa am Scheideweg: Die Herausforderung durch Trumps Handelspolitik

    Europa am Scheideweg: Die Herausforderung durch Trumps Handelspolitik

    Die jüngsten Entscheidungen von US-Präsident Donald Trump, erhebliche Zölle auf Importe aus Mexiko, Kanada und China zu erheben, markieren eine neue Ära des Protektionismus. Europa steht nun vor der Frage, wie es auf diese aggressive Handelspolitik reagieren soll, die das Potenzial hat, die transatlantischen Beziehungen und die globale Wirtschaft nachhaltig zu verändern.

    Die Rückkehr des Protektionismus

    Mit der Einführung von Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus Mexiko und Kanada sowie 10 Prozent auf chinesische Waren verfolgt Trump eine klare „America First“-Strategie. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die heimische Industrie zu schützen und Handelsungleichgewichte zu korrigieren. Doch sie ignorieren die komplexen Verflechtungen der globalen Lieferketten und die Vorteile des freien Handels, von denen auch die USA erheblich profitieren.

    Europas wirtschaftliche Verwundbarkeit

    Europa, insbesondere Deutschland, ist stark exportorientiert und somit besonders anfällig für protektionistische Maßnahmen. Die Automobilindustrie, ein Herzstück der deutschen Wirtschaft, könnte durch mögliche US-Zölle erheblich beeinträchtigt werden. Bereits in der Vergangenheit drohte Trump mit Zöllen auf europäische Autos, was die Branche in Alarmbereitschaft versetzte. Ein solcher Schritt würde nicht nur die Exporte schmälern, sondern auch Arbeitsplätze und Investitionen in Europa gefährden.

    Strategien für Europas Antwort

    Angesichts dieser Bedrohung muss Europa eine zweigleisige Strategie verfolgen: Zum einen sollte es den Dialog mit den USA suchen, um gemeinsame Lösungen zu finden und Handelskonflikte zu vermeiden. Zum anderen muss die EU ihre eigene Wirtschaft stärken, indem sie den Binnenmarkt vertieft und die Diversifizierung von Handelspartnern vorantreibt. Eine engere Zusammenarbeit mit aufstrebenden Märkten könnte helfen, die Abhängigkeit von den USA zu reduzieren.

    Die Bedeutung der europäischen Einheit

    In Zeiten wie diesen ist die Einheit Europas von entscheidender Bedeutung. Nur durch geschlossenes Auftreten kann die EU dem Druck standhalten und ihre Interessen wirksam verteidigen. Interne Differenzen, sei es in der Handelspolitik oder in anderen Bereichen, schwächen die Position Europas und spielen denen in die Hände, die von einer fragmentierten EU profitieren möchten.

    Ein Blick in die Zukunft

    Die aktuelle Situation bietet auch eine Chance für Europa, seine Rolle in der Welt neu zu definieren. Anstatt lediglich auf die Maßnahmen anderer zu reagieren, sollte die EU proaktiv eine Führungsrolle in der globalen Handelspolitik übernehmen. Dies erfordert Mut zu Reformen, Investitionen in Zukunftstechnologien und das Eintreten für offene Märkte und multilaterale Zusammenarbeit.

    Schlussgedanken

    Die Herausforderungen, die durch Trumps Handelspolitik entstehen, sind erheblich. Doch sie bieten auch die Gelegenheit, Europas wirtschaftliche und politische Strukturen zu überdenken und zu stärken. Mit Entschlossenheit, Einheit und Weitblick kann die EU nicht nur diesen Sturm überstehen, sondern gestärkt daraus hervorgehen.

    Autor: P. Tiko

  • Flutkatastrophe in der Bretagne: Händler kämpfen mit hohen Verlusten

    Flutkatastrophe in der Bretagne: Händler kämpfen mit hohen Verlusten

    Die Wassermassen ziehen sich langsam zurück – doch die Folgen bleiben. Während die Aufräumarbeiten beginnen, stellen sich viele Menschen in der Bretagne existenzielle Fragen: Wie groß sind die Schäden? Wer kommt für sie auf? Und wie sieht die Zukunft aus?

    Guipry-Messac im Département Ille-et-Vilaine steht seit Tagen unter Wasser. Am 1. Februar setzt endlich die langsame Entwässerung ein, doch das Ausmaß der Verwüstung ist enorm. Loïc Moison, Dachdecker, blickt mit gebrochener Stimme auf seine überflutete Werkstatt. „Das ist meine ganze Kindheit“, sagt er sichtlich bewegt. Drei Tage zuvor versuchte er noch, so viel wie möglich zu retten. Doch seine Maschinen – ein Schaden von rund 100.000 Euro – stehen weiterhin im Wasser. „Hoffentlich übernehmen die Versicherungen wenigstens einen Großteil“, sagt er, aber in seiner Stimme schwingt mehr Hoffnung als Gewissheit.

    Händler stehen vor dem Nichts

    Nicht nur Privatpersonen und Handwerker sind betroffen, auch viele Geschäftsinhaber kämpfen mit den Folgen der Flut. Yves Gautier, Betreiber eines Spielecafés, betritt sein Geschäft zum ersten Mal seit den Überschwemmungen. Der Anblick ist niederschmetternd: Durchnässte Kartons, aufgeweichte Spiele, zerstörte Waren – kaum etwas ist noch zu gebrauchen. Seine Verluste beziffert er auf 5.000 bis 10.000 Euro. Und eine schnelle Rückkehr zum Alltag? Davon kann keine Rede sein.

    „Wir warten auf die Gutachter der Versicherungen“, sagt Gautier. Doch selbst wenn das Geld irgendwann fließt, bleibt noch ein langer Weg: Reinigung, Reparaturen, Neubeschaffungen – und all das ohne laufende Einnahmen.

    Hoffnung auf Unterstützung

    Für viele Betroffene geht es jetzt um die Existenz. Werden die Schäden von den Versicherungen vollständig übernommen? Wie schnell erfolgt die Auszahlung? Und was passiert mit denen, die gar nicht oder nur unzureichend abgesichert sind?

    Während die Bretagne mit den Folgen der Flut kämpft, zeigen sich Parallelen zu anderen Katastrophen dieser Art: Die wirtschaftlichen Schäden für kleine Betriebe sind oft enorm, die Erholung dauert Monate oder gar Jahre. Wer keine finanziellen Rücklagen hat, steht vor einer ungewissen Zukunft.

    Aber eines zeigt sich auch immer wieder: Die Solidarität in den betroffenen Regionen ist groß. Freiwillige helfen beim Aufräumen, Nachbarn unterstützen sich gegenseitig. Die Hoffnung bleibt, dass die Behörden und Versicherungen schnell handeln – denn für viele zählt jeder Tag.

    Von Andreas M. Brucker

  • Handelskrieg in Nordamerika: Trumps neue Zölle und ihre weitreichenden Konsequenzen

    Handelskrieg in Nordamerika: Trumps neue Zölle und ihre weitreichenden Konsequenzen

    Am 1. Februar 2025 hat US-Präsident Donald Trump umfangreiche Strafzölle auf Importe aus Kanada, Mexiko und China verhängt. Diese Maßnahme markiert eine signifikante Eskalation in den Handelsbeziehungen Nordamerikas und wirft Fragen über die zukünftige wirtschaftliche Zusammenarbeit auf. Die Entscheidung, die mit der Bekämpfung von Drogenhandel und illegaler Migration begründet wird, hat bereits zu scharfen Reaktionen der betroffenen Länder geführt.

    Die verhängten Zölle im Detail

    Die USA erheben nun einen Zollsatz von 25 Prozent auf alle Importe aus Kanada und Mexiko. Für chinesische Waren wurde ein zusätzlicher Zoll von 10 Prozent eingeführt. Besonders bemerkenswert ist, dass auch Energieimporte aus Kanada mit einem Zoll von 10 Prozent belegt werden, wobei diese Maßnahme erst ab dem 18. Februar 2025 greift, um kurzfristige Auswirkungen auf die Benzinpreise in den USA zu minimieren. Trump rechtfertigte diese Schritte mit dem Hinweis auf ein Handelsdefizit von 200 Milliarden Dollar mit Kanada und betonte, dass die USA unfair behandelt würden.

    Reaktionen aus Kanada und Mexiko

    Kanadas Premierminister Justin Trudeau kündigte umgehend Gegenmaßnahmen an. Ab dem 4. Februar 2025 erhebt Kanada Zölle in Höhe von 25 Prozent auf US-Waren im Wert von 155 Milliarden kanadischen Dollar. Trudeau rief zudem die kanadische Bevölkerung dazu auf, geplante Reisen in die USA zu überdenken und verstärkt heimische Produkte zu konsumieren. Er warnte, dass die US-Zölle den Zugang zu wichtigen kanadischen Ressourcen für die USA gefährden könnten.

    Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum reagierte ebenfalls mit der Ankündigung von Gegenmaßnahmen, plädierte jedoch gleichzeitig für Ruhe und Verhandlungen. Sie betonte die Bedeutung des Dialogs, um die Situation zu entschärfen, und bot Zusammenarbeit im Kampf gegen den Drogenhandel an.

    Wirtschaftliche Auswirkungen und Expertenmeinungen

    Experten warnen vor den potenziell gravierenden wirtschaftlichen Folgen dieser Zölle. Für die USA könnten die Maßnahmen zu erhöhten Preisen für Konsumgüter wie Autos, Lebensmittel und Elektronik führen. Schätzungen zufolge könnten US-Haushalte mit zusätzlichen Kosten von über 2.600 Dollar pro Jahr belastet werden.

    Kanada und Mexiko, die eng in die nordamerikanischen Lieferketten integriert sind, stehen vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. In Mexiko könnten insbesondere die Automobil- und Agrarsektoren betroffen sein, was zu Fabrikschließungen und Arbeitsplatzverlusten führen könnte. Kanada, dessen Wirtschaft stark mit der der USA verflochten ist, könnte einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von bis zu 2,6 Prozent verzeichnen, wobei bis zu eine Million Arbeitsplätze gefährdet sind.

    Historische und geopolitische Einordnung

    Die aktuellen Entwicklungen erinnern an frühere Handelskonflikte, bei denen protektionistische Maßnahmen zu globalen wirtschaftlichen Spannungen führten. Die Einführung von Zöllen als Mittel zur Durchsetzung nationaler Interessen ist nicht neu, jedoch in einer globalisierten Wirtschaft mit eng verflochtenen Lieferketten besonders riskant. Die aktuellen Zölle könnten nicht nur die Beziehungen zwischen den beteiligten Ländern belasten, sondern auch globale Handelsströme und internationale Partnerschaften beeinflussen.

    Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft

    Die deutschen Automobilhersteller, die in Mexiko produzieren und in die USA exportieren, könnten ebenfalls betroffen sein. Unternehmen wie Volkswagen, Audi und BMW nutzen Mexiko als Produktionsstandort für den US-Markt. Die neuen Zölle könnten die Wettbewerbsfähigkeit dieser Exporte beeinträchtigen und zu höheren Preisen für US-Verbraucher führen.

    Blick nach vorn

    Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend sein für die Entwicklung dieses Handelskonflikts. Die betroffenen Länder stehen vor der Herausforderung, einerseits ihre nationalen Interessen zu wahren und andererseits die negativen Auswirkungen auf ihre Volkswirtschaften zu minimieren. Es bleibt abzuwarten, ob durch diplomatische Verhandlungen eine Deeskalation erreicht werden kann oder ob sich der Konflikt weiter zuspitzt.

    Schlussbetrachtung

    Die von Präsident Trump verhängten Zölle haben das Potenzial, die wirtschaftlichen Beziehungen in Nordamerika nachhaltig zu verändern. Während die Maßnahmen mit der Sicherung nationaler Interessen begründet werden, könnten die langfristigen Auswirkungen sowohl für die USA als auch für ihre Handelspartner erheblich sein. Eine sorgfältige Abwägung und der Dialog zwischen den beteiligten Nationen sind unerlässlich, um einen für alle Seiten tragbaren Weg zu finden.

    Autor: P. Tiko

  • Handelsstreit, Konflikte und Krisen – Ein globaler Überblick

    Handelsstreit, Konflikte und Krisen – Ein globaler Überblick

    Die politischen Spannungen zwischen den USA und Europa, der Krieg in der Ukraine und die Machtkämpfe im Gazastreifen prägen die Schlagzeilen. Aber was genau steckt hinter diesen komplexen Themen?


    Trump gegen Europa – Handelsstreit eskaliert

    Donald Trump hat Europa gestern erneut ins Visier genommen. Bei einer Rede zum Weltwirtschaftsforum in Davos warf der ehemalige US-Präsident der EU „unfaire Handelspraktiken“ vor und drohte mit Zöllen gegen Unternehmen, die außerhalb der USA produzieren.

    Seine Vorwürfe? Europa würde US-amerikanische Agrarprodukte und Autos systematisch blockieren, während die EU selbst großzügig in die USA exportiere. Eine Behauptung, die nicht völlig haltlos ist, aber doch simplifiziert – denn sowohl landwirtschaftliche Produkte als auch Fahrzeuge aus den USA finden ihren Weg auf den europäischen Markt, wenn auch in geringerem Umfang.

    Der Handelsstreit ist allerdings kein neues Thema. Schon während seiner ersten Amtszeit nutzte Trump diese Rhetorik, um Druck auszuüben. Experten vermuten, dass es ihm weniger um konkrete Maßnahmen geht, sondern um Verhandlungspositionen. Doch wie weit würde Trump tatsächlich gehen?


    Ukraine und Russland – Ein ungleicher Konflikt

    Während die Kämpfe zwischen Russland und der Ukraine weitergehen, zeigt sich ein bitteres Bild. Obwohl die Verluste auf russischer Seite laut Schätzungen doppelt so hoch sind wie die der Ukraine, bleibt Moskau auf dem Vormarsch. Mit einer größeren Bevölkerung und aggressiveren Rekrutierungsmethoden ersetzt Russland seine Verluste schneller. Zusätzlich werden die Truppen durch Soldaten aus Nordkorea verstärkt.

    Die Zahlen sind alarmierend: Über 400.000 russische Soldaten stehen 250.000 ukrainischen Kämpfern gegenüber. Dieser Unterschied verschärft sich weiter, da Russland weiterhin in großem Stil mobilisiert. Wie lange kann die Ukraine diesem Druck standhalten, und welche Rolle spielt die internationale Unterstützung?


    Hamas zeigt Stärke in Gaza

    Seit dem jüngsten Waffenstillstand mit Israel versucht die Hamas, ihre Kontrolle über Gaza öffentlich zu demonstrieren. Für viele Bewohner war die schnelle Wiederkehr der Hamas-Kämpfer überraschend, da sie kurz zuvor noch durch israelische Militäroperationen geschwächt worden waren.

    Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hatte zwar versprochen, die Hamas zu eliminieren, doch eine konkrete Alternative für die Verwaltung Gazas bleibt aus. Ohne realistische Lösung bleibt die Region in einem Teufelskreis aus Gewalt und Unsicherheit gefangen. Wer könnte langfristig Stabilität bringen?


    Weitere Nachrichten

    • Afrika: Rebellengruppen, die von Ruanda unterstützt werden, haben die Stadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo umzingelt. Die Lage spitzt sich zu.
    • England: Der Teenager, der letztes Jahr in Southport drei junge Mädchen bei einem Messerangriff tötete, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
    • Sturm Eowyn: Großbritannien und Irland bereiten sich auf heftige Stürme mit starkem Regen vor. Der Verkehr könnte stark beeinträchtigt werden.
    • Spanien: Um der wachsenden Wohnungsnot entgegenzuwirken, plant die spanische Regierung eine Steuer von 100 Prozent auf Immobilienkäufe durch Nicht-EU-Bürger.
    • Reisen: Südkorea fordert seine Billigfluglinien auf, Sicherheit über Gewinne zu stellen, nachdem ein Flugzeug von Jeju Air letzten Monat verunglückte.
    • Lebensspanne: Erwachsene mit einer A.D.H.S.-Diagnose haben laut einer britischen Studie eine geringere Lebenserwartung als Menschen ohne diese Erkrankung.

    Fazit?

    Die Weltpolitik bleibt in Bewegung – und die Herausforderungen sind enorm. Ob Handelskonflikte, militärische Auseinandersetzungen oder gesellschaftliche Umbrüche, jedes dieser Themen könnte weitreichende Konsequenzen haben. Bleiben Sie dran, denn die nächsten Wochen könnten richtungsweisend sein.

  • OTERA in Nizza: Transparenz als Schlüssel für den Erfolg

    OTERA in Nizza: Transparenz als Schlüssel für den Erfolg

    In Nizza gibt es seit einiger Zeit einen Laden, der das Prinzip der Preistransparenz auf die Spitze treibt – und das Konzept kommt hervorragend an. OTERA, ein Supermarkt, der vor allem auf Produkte aus der Region setzt, sorgt bei den Kunden für Vertrauen, indem er offenlegt, wie sich die Preise zusammensetzen. Keine versteckten Kosten, keine undurchsichtigen Margen – hier weiß man genau, wohin jeder Cent fließt. Aber was macht diese Herangehensweise so besonders, und warum scheint sie bei den Verbrauchern einen Nerv zu treffen? Ein Beispiel, das Schule machen könnte OTERA in Nizza zeigt deutlich, dass Transparenz kein bloßes Schlagwort ist, sondern tatsächlich Mehrwert bietet. Der Supermarkt verzichtet bewusst auf Zwischenhändler und Zentraleinkäufer – 60 % der Waren stammen direkt aus der Region und kommen ohne Umwege auf die Regale. Dadurch profitieren die Landwirte, und die Kunden haben das Gefühl, dass sie mit ihrem Einkauf direkt die lokalen Produzenten unterstützen. Ein Beispiel …

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  • Frankreich: Es gibt immer mehr Geschäfte mit „freien Preisen“

    Frankreich: Es gibt immer mehr Geschäfte mit „freien Preisen“

    In immer mehr Boutiquen und Geschäften in Frankreich liegt der Preis der Produkte im Ermessen der Verbraucher. In anderen vereinbaren Verkäufer und Käufer einen Preis im Vergleich mit Online-Preisen. Alternative Handelsformen, die in einem inflationären Umfeld immer attraktiver werden.

    In einem Baumarkt in Brest (Departement Finistère) sind an den Produkten keine Preise mehr angeschrieben. Hier einigen sich Verkäufer und Käufer auf einen Preis, nachdem sie Vergleiche mit demselben Produkt im Internet angestellt haben. Die hier verkauften Materialien stammen meist aus Spenden von Privatpersonen, aus unverkauften Waren großer Handelsketten oder von Baustellen. Eine attraktive Initiative inmitten einer zeit der Inflation.

    Ein solidarisches System, das auch für Geringverdiener zugänglich ist.
    „Was wir verdienen müssen, sind sowohl die Kosten für die Akquise, Transportkosten als auch das Personal, das sortieren und verkaufen muss“, erklärt Jeanne La Prairie, Entwicklungsbeauftragte des Ladens „La réserve des matériaux“ das innovative System auf dem Sender France 2. Ein ähnliches Preissystem gibt es inzwischen auch in Bäckereien. In Rennes (Departement Ille-et-Vilaine) etwa wird das Brot zum Beispiel in drei Preisstufen angeboten. Eine Möglichkeit, auch Menschen mit geringen Mitteln das Einkaufen zu ermöglichen.

  • Seine-Maritime: In Dieppe werden Jakobsmuscheln für fünf Euro pro Kilo verscherbelt

    Seine-Maritime: In Dieppe werden Jakobsmuscheln für fünf Euro pro Kilo verscherbelt

    Die Jakobsmuschel ist eines der wichtigsten Produkte zum Jahresende in Frankreich. Seit Anfang Januar ist sie für die Verbraucher allerdings weniger attraktiv. Die Preise sind zu Beginn des Jahres stark gesunken, das Angebot ist höher als die Nachfrage.

    Fünf Euro für ein Kilo Jakobsmuscheln auf dem Fischmarkt in Dieppe (Seine-Maritime). Seit Beginn der Saison waren die Preise noch nie so niedrig. Ein Schnäppchen für die Kunden. „Die Kaufkraft ist im Moment für alle ziemlich niedrig. Wenn man sich eine kleine persönliche Freude machen will, tut es gut, etwas weniger zu bezahlen“, sagt ein Mann auf dem Sender France 3.

    Viele Muscheln
    Die Zahl der Verbraucher ist seit dem Ende der Weihnachtsfeiertage zurückgegangen, die Preise sind gesunken, da die Bestände immer noch groß sind. „Es grosse Bestände an Muscheln, immer mehr. Die Ressourcen zu schonen ist gut. Aber in Dieppe lagen wir vor ein oder zwei Jahren noch bei 40 Tonnen pro Tag, jetzt sind es 60“, erklärt Miguel Marguerie, Reedereibesitzer und Muschelfischer. Um die Bestände zu regulieren, haben die Präfektur und die Seefahrtsbehörden die Anzahl der Anlandungen pro Tag von vier auf drei reduziert.

  • Kraftstoffe und Umwelt – Was sich am 1. Januar ändert

    Kraftstoffe und Umwelt – Was sich am 1. Januar ändert

    Zum Jahreswechsel 2023 am Sonntag, dem 1. Januar, treten mehrere Maßnahmen in Frankreich in Kraft. Dazu gehören kostenlose Kondome für Personen unter 26 Jahren, aber auch das Ende der Ermäßigung für Treibstoff.

    Ab Sonntag, dem 1. Januar, können Autofahrer in Frankreich nicht mehr von dem Rabatt der Regierung auf die Kraftstoffpreise profitieren. Ab dem 1. Januar endet die Ermäßigung von 10 Cent auf einen Liter Benzin oder Diesel. Stattdessen wird den Franzosen mit dem geringsten Einkommen eine individuelle Entschädigung von 100 Euro gezahlt.

    Fast-Food-Restaurants müssen ihre Speisen für den Verzehr im Haus auf echtem Geschirr anbieten.

    Im Einzelhandel wird ein Etikett mit einem QR-Code Auskunft darüber geben müssen, woher bestimmte Kleidungsstücke stammen und wie hoch der Anteil an recyceltem Material ist. In Fast-Food-Ketten wird es ab sofort verboten sein, den Kunden, die vor Ort essen, Wegwerfgeschirr anzubieten. „Das spart ein bisschen mehr Geld und ist viel umweltfreundlicher“, sagt eine Frau gegenüber France Télévisions. Ausserdem werden Kondome für alle Personen unter 26 Jahren, auch für Minderjährige, kostenlos abgegeben.

  • Fast 9.000 Unternehmensinsolvenzen im Sommer – 69% mehr als im Vorjahr

    Fast 9.000 Unternehmensinsolvenzen im Sommer – 69% mehr als im Vorjahr

    Eine so hohe Insolvenzrate wurde seit 25 Jahren nicht mehr beobachtet. Die Gastronomie und der Einzelhandel waren am stärksten betroffen.

    Fast 9.000 Unternehmensinsolvenzen wurden im Sommer 2022 gezählt, berichtet Franceinfo am Dienstag, dem 11. Oktober. Nach einer Zählung des Unternehmensberatungsunternehmens Altares wurden im dritten Quartal 2022 8.950 Insolvenzverfahren eröffnet, d. h. Firmenschliessungen, Sanierungsmaßnahmen oder gerichtliche Liquidationen. Das sind 69% mehr als im Sommer 2021.

    Die Beratungsfirma Altares stellt fest, dass eine so hohe Quote seit 25 Jahren nicht mehr beobachtet wurde. Insbesondere das Gaststättengewerbe, Mini-Märkte und Friseursalons sind am stärksten von den Unternehmensinsolvenzen betroffen, was möglicherweise auf die Telearbeit zurückzuführen ist, die die Gewohnheiten der Kunden stark verändert hat. Altares verzeichnete in diesem Sommer 150% mehr Insolvenzen im Gaststättengewerbe als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch der Einzelhandel, ob mit oder ohne Lebensmittel, war stark betroffen: doppelt so viele Insolvenzen in Mini-Märkten und 94% mehr Insolvenzen in Friseursalons und Kosmetikinstituten.

    Je kleiner ein Unternehmen, desto anfälliger ist es, stellt die Firma Altares weiter fest. Drei Viertel der Verfahren betreffen Kleinstunternehmen mit weniger als drei Beschäftigten und Unternehmen, die jünger als drei Jahre sind und während der Gesundheitskrise gegründet wurden.