Schlagwort: Häusliche Gewalt

  • Ein starkes Signal gegen häusliche Gewalt

    Ein starkes Signal gegen häusliche Gewalt

    Der französische Staatshaushalt für 2025 bringt eine bemerkenswerte Neuerung, die weit über den finanziellen Aspekt hinausgeht: Spenden an Organisationen, die sich gegen häusliche Gewalt engagieren, sind nun zu 75 % von der Einkommensteuer absetzbar. Diese Maßnahme ist nicht nur eine steuerliche Erleichterung, sondern ein klares politisches Signal im Kampf gegen ein gesellschaftliches Problem, das oft im Verborgenen bleibt. Seit Jahren wird die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden als Instrument genutzt, um gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Die sogenannte „Nische Coluche“ ermöglichte bislang eine Steuerreduktion von 66 % für Spenden an wohltätige Einrichtungen. Für Organisationen, die Bedürftige versorgen, wurde dieser Satz auf 75 % erhöht. Die aktuelle Erweiterung dieser Regelung auf Hilfsorganisationen für Opfer häuslicher Gewalt erkennt an, dass diese Arbeit ebenso essenziell ist wie klassische karitative Hilfe. Dieser Schritt kommt zur rechten Zeit. Während das Bewusst…

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  • Frankreich verankert „Kontrollzwang“ im Strafrecht: Ein Meilenstein im Kampf gegen häusliche Gewalt

    Frankreich verankert „Kontrollzwang“ im Strafrecht: Ein Meilenstein im Kampf gegen häusliche Gewalt

    Mit der Verabschiedung eines Gesetzes zur Bekämpfung von sexueller und sexistischer Gewalt hat die französische Nationalversammlung am 28. Januar die Einführung des Begriffs des „Kontrollzwangs“ („contrôle coercitif“) in das Strafgesetzbuch beschlossen. Diese Form der psychologischen Gewalt zielt darauf ab, eine permanente Kontrolle und Dominanz über den Partner auszuüben und betrifft überwiegend Frauen sowie untrennbar deren Kinder. Ein Paradigmenwechsel im Verständnis häuslicher Gewalt Traditionell wurde häusliche Gewalt als eine Reihe isolierter Vorfälle physischer Aggression betrachtet. Die Anerkennung des Kontrollzwangs markiert einen Wandel hin zu der Erkenntnis, dass es sich um ein systematisches Muster der Unterdrückung handelt, das oft lange vor dem ersten physischen Übergriff beginnt. Diese Einsicht spiegelt sich nun im französischen Strafrecht wider und folgt damit dem Beispiel mehrerer anderer Länder. Definition und Manifestationen des Kontrollzwangs Kontrollzwang manifesti…

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  • Tragödie in den Pyrenäen: 14-jähriger tot aufgefunden, Mutter und Stiefvater festgenommen

    Tragödie in den Pyrenäen: 14-jähriger tot aufgefunden, Mutter und Stiefvater festgenommen

    Ein schockierender Fall erschüttert das französische Departement Pyrénées-Orientales. Ein 14-jähriger Junge wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in seinem Zuhause in Alénya tot aufgefunden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, während die Mutter und der Stiefvater des Jugendlichen im Departement Val-d’Oise verhaftet wurden. Die ersten Hinweise deuten auf brutale Gewalt als Todesursache hin – ein Drama, das viele Fragen aufwirft. Eine grausame Tat und ein verzweifelter Stiefvater Was genau in den letzten Stunden des Lebens des Jungen passiert ist, liegt noch im Dunkeln, aber die ersten Erkenntnisse der Polizei sind erschütternd: Der 14-Jährige wurde offenbar mit Schlägen regelrecht hingerichtet. Kurz nach der Tat gestand der Stiefvater einem Freund, „etwas Schreckliches“ getan zu haben – er habe seinen Stiefsohn getötet. Dieses Geständnis brachte den Stein ins Rollen. Der Freund alarmierte umgehend die Polizei, und noch in derselben Nacht wurden der Mann und die Mutter des …

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  • Forbach: 11-jähriger Junge sticht auf Stiefvater ein – familiäre Tragödie erschüttert das Departement Moselle

    Forbach: 11-jähriger Junge sticht auf Stiefvater ein – familiäre Tragödie erschüttert das Departement Moselle

    Ein schockierendes Ereignis erschüttert die Gemeinde Forbach im französischen Departement Moselle: Ein 11-jähriger Junge hat bei einem eskalierenden Streit drei Messerstiche gegen seinen Stiefvater ausgeführt. Was auf den ersten Blick wie ein tragischer Familiendrama erscheint, könnte nach ersten Erkenntnissen in einem größeren Kontext von häuslicher Gewalt stehen.

    Dramatischer Vorfall in der Nacht

    Die Tat ereignete sich am Mittwochabend, dem 23. Oktober, zwischen 22 und 23 Uhr in einem ruhigen Wohnviertel von Forbach. Laut der Staatsanwaltschaft von Sarreguemines wurden die Nachbarn durch laute Schreie alarmiert und riefen die Polizei. Die Beamten trafen auf eine erschütternde Szene: Ein 11-jähriger Junge hatte seinem Stiefvater drei Messerstiche zugefügt – einen in den Thorax und zwei in den Rücken. Das Motiv: Er wollte offenbar seine Mutter vor ihrem gewalttätigen Partner schützen.

    „Kein lebensbedrohlicher Zustand“

    Der verletzte Mann, ein Deutscher in den Vierzigern, wurde umgehend in das Krankenhaus Mercy in Metz gebracht. Glücklicherweise gab das Krankenhaus bald Entwarnung: „Kein lebenswichtiges Organ wurde getroffen“, so das Urteil der Ärzte. Der Gesundheitszustand des Mannes sei stabil, sein Leben nicht in Gefahr.

    Ein Junge im Ausnahmezustand?

    Die Ermittlungen stecken noch in den Anfängen, doch das Bild, das sich bisher abzeichnet, wirft einige Fragen auf. Der Junge soll zur Verteidigung seiner Mutter gehandelt haben, während diese in einen heftigen Streit mit ihrem Partner verwickelt war. Die Staatsanwaltschaft deutet darauf hin, dass die familiäre Situation von „Gewalt“ geprägt sein könnte, auch wenn die Details derzeit noch „sehr unklar“ sind.

    Die Mutter, ebenfalls in den Vierzigern, wurde nach der Tat von der Polizei in Gewahrsam genommen, um Licht in die Vorgänge der fatalen Nacht zu bringen. Sie lebt normalerweise mit ihrem Sohn in Deutschland, besucht aber regelmäßig ihren Partner in Forbach. Der Junge wurde in die Obhut des französischen Jugendamtes gegeben und soll heute erneut von den Ermittlern befragt werden.

    „Alle Beteiligten sind unauffällig“

    Eine der überraschendsten Erkenntnisse dieses Falls ist, dass weder der Stiefvater noch die Mutter oder der Junge der Polizei bisher als gewalttätig bekannt waren. Es scheint, als wäre es das erste Mal, dass die Familie in eine derartige Tragödie verwickelt ist. Dennoch deutet der Staatsanwalt an, dass es Anzeichen für ein von Gewalt geprägtes Umfeld geben könnte, ohne dabei nähere Einzelheiten zu nennen.

    Übertragung an die deutsche Justiz

    Weil die gesamte Familie – Mutter, Kind und Stiefvater – deutsche Staatsangehörige sind, wird der Fall nach Ende der ersten Ermittlungen an die deutsche Justiz übergeben. „Es handelt sich hier um eine sehr komplexe Situation“, erklärt die Staatsanwaltschaft von Sarreguemines. „Nach Abschluss der Untersuchung wird das Verfahren in Deutschland fortgesetzt.“

    Man fragt sich: Wie konnte es so weit kommen? Ein junger Junge, der gezwungen ist, zu einem Messer zu greifen, um seine Mutter zu schützen – das klingt wie aus einem schlechten Film, ist aber bittere Realität.

    Was nun?

    Für den Jungen stehen nun schwere Tage bevor. Auch wenn er aus Sicht vieler vielleicht ein Held ist, der seine Mutter schützen wollte, steht fest, dass er eine äußerst traumatische Erfahrung gemacht hat. Psychologische Betreuung wird für ihn in den nächsten Wochen und Monaten wohl unverzichtbar sein, um die Ereignisse zu verarbeiten. Die Frage, die bleibt: Welche emotionalen Narben hinterlassen solche Erlebnisse bei einem Kind? Es wird sicherlich Zeit brauchen, bis die Familie – oder das, was von ihr übrig bleibt – wieder zu einem normalen Leben zurückfinden kann.

    Und doch ist dieser Fall nicht nur eine tragische Geschichte, sondern auch ein Beispiel dafür, wie schnell häusliche Gewalt eskalieren kann – mit verheerenden Konsequenzen. Es bleibt zu hoffen, dass die Untersuchungen mehr Licht in die Hintergründe dieses Dramas bringen und vielleicht auch zur Prävention solcher Vorfälle beitragen können.

  • Schweigen ist keine Option: Häusliche Gewalt und Feminizide in Frankreich und Deutschland

    Schweigen ist keine Option: Häusliche Gewalt und Feminizide in Frankreich und Deutschland

    In den letzten Jahren haben schockierende Berichte über häusliche Gewalt und Feminizide in Frankreich und Deutschland die Öffentlichkeit alarmiert. Zwei Länder, so ähnlich in vielen Aspekten, zeigen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Bezug auf diese traurigen Phänomene.

    Frankreich: Eine Nation im Aufschrei

    In Frankreich sind die Zahlen alarmierend. Jedes Jahr sterben im Durchschnitt 120 Frauen durch die Hände ihrer Partner oder Ex-Partner. Diese Morde sind keine zufälligen Tragödien, sondern das tragische Ende eines oft langen und qualvollen Weges der häuslichen Gewalt. Doch was hat Frankreich unternommen?

    2019 rief die französische Regierung den „Grenelle gegen häusliche Gewalt“ ins Leben. Ziel war es, Maßnahmen zu ergreifen, um Opfer besser zu schützen und Täter härter zu bestrafen. Initiativen wie der Einsatz von „anti-Rückfall“-Armbändern, die den Aufenthaltsort des Täters überwachen, wurden eingeführt. Ebenso wurden in Polizeistationen spezialisierte Abteilungen eingerichtet, um Opfern von häuslicher Gewalt gezielt zu helfen. Trotz dieser Anstrengungen bleibt die Realität düster. Frauenrechtsgruppen fordern mehr Engagement und effektivere Maßnahmen.

    Deutschland: Verdecktes Leid im Herzen Europas

    Auch in Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. Im Jahr 2020 wurden laut dem Bundeskriminalamt 139 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet. Das entspricht fast jeden dritten Tag einem Feminizid. Deutschland hat in den letzten Jahren ebenfalls versucht, das Problem in den Griff zu bekommen. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist eine zentrale Anlaufstelle, die rund um die Uhr Beratung und Unterstützung bietet.

    Dennoch gibt es Kritik. Viele Frauenhäuser sind überlastet und können die hohe Nachfrage nicht bewältigen. Außerdem fehlt es oft an ausreichendem Schutz für Frauen, die sich aus gewalttätigen Beziehungen befreien wollen. Warum ist es so schwierig, hier wirksame Lösungen zu finden?

    Gemeinsamkeiten und Unterschiede

    Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland zeigt sich, dass häusliche Gewalt und Feminizide tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert sind. In beiden Ländern kämpfen Frauenrechtsorganisationen unermüdlich für Veränderungen. Es gibt jedoch Unterschiede in der Herangehensweise. Während Frankreich mit speziellen Armbändern und spezialisierter Polizeiarbeit auf technologische und strukturelle Lösungen setzt, fokussiert Deutschland stärker auf Beratungsangebote und Soforthilfen.

    Persönliche Geschichten und Schicksale

    Ein weiterer Aspekt, der häufig übersehen wird, sind die individuellen Schicksale hinter den Zahlen. Jede dieser Zahlen repräsentiert eine Frau, die vielleicht Mutter, Schwester oder Freundin war. Ihre Geschichten sind von unerträglichem Leid geprägt – und dennoch gibt es Hoffnung. Viele Überlebende teilen ihre Erfahrungen öffentlich, um anderen Mut zu machen und das Bewusstsein zu schärfen.

    Gesellschaftliche Verantwortung

    Es stellt sich die Frage: Wie können wir als Gesellschaft effektiv handeln? Es reicht nicht, dass Regierungen Gesetze erlassen und Initiativen starten. Es bedarf eines kollektiven Bewusstseinswandels. Schulen sollten bereits früh über häusliche Gewalt aufklären, um zukünftige Generationen zu sensibilisieren. Auch die Nachbarschaft spielt eine wichtige Rolle – oft sind es die leisen Zeichen, die auf Gewalt hinweisen, und die von aufmerksamen Mitmenschen erkannt werden müssen.

    Ein Appell an uns alle

    Häusliche Gewalt und Feminizide sind keine Themen, die wir ignorieren können. Sie betreffen uns alle, direkt oder indirekt. Jeder von uns hat die Verantwortung, die Augen offen zu halten und zu handeln, wenn wir Verdacht schöpfen. Schweigen ist keine Option – weder in Frankreich noch in Deutschland. Gemeinsam können wir einen Unterschied machen.

    Schlussgedanken

    Wird es je eine Welt ohne häusliche Gewalt und Feminizide geben? Wahrscheinlich nicht, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht kämpfen sollten. Es ist ein langer Weg, aber jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein Schritt hin zu einer sichereren und gerechteren Gesellschaft. Lassen wir die Stimmen der Betroffenen nicht ungehört verhallen und setzen wir uns unermüdlich für den Schutz und die Rechte von Frauen ein – in Frankreich, in Deutschland und überall sonst auf der Welt.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Tragödie in Paris: Vater stürzt sich und seine Kinder aus dem Fenster

    Tragödie in Paris: Vater stürzt sich und seine Kinder aus dem Fenster

    Am Samstagabend, dem 6. Juli, wurde Paris von einer erschütternden Tragödie heimgesucht. Ein Vater warf seine beiden Kinder, zwei und fünf Jahre alt, aus dem Fenster des fünften Stocks eines Gebäudes im 14. Arrondissement, bevor er selbst in den Tod sprang. Diese schockierende Nachricht wurde von dem Sender France Bleu Paris am Sonntag unter Berufung auf Polizeiquellen veröffentlicht. Der Mann verstarb, während die beiden Kinder mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Ihr Zustand ist weiterhin kritisch.

    Ein grausamer Streit

    Die schrecklichen Ereignisse ereigneten sich gegen 20:30 Uhr, nach einem Streit zwischen den Eltern. Laut ersten Zeugenaussagen war der Streit sehr heftig und der Vater traf schließlich diese tragische Entscheidung. Bereits 2007 war der Mann der Polizei wegen Gewalttaten bekannt geworden.

    Betroffene Familie

    Die Mutter der Kinder wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht und steht unter polizeilicher Überwachung. Der Schock und das Ausmaß des Erlebten haben tiefe Wunden hinterlassen, nicht nur bei ihr, sondern auch bei den drei minderjährigen Zeugen, die die Szene mit ansehen mussten. Für diese Zeugen wurde eine psychologische Notfallbetreuung eingerichtet.

    Rechtliche Konsequenzen

    Eine Untersuchung wurde eingeleitet, wie der Sender France Bleu Paris von der Staatsanwaltschaft erfuhr. Es wird wegen versuchten Mordes an Minderjährigen unter 15 Jahren, betreffend der beiden Kinder, und zur Ermittlung der Todesursache des Vaters ermittelt. Die Ermittler stehen vor der Herausforderung, die genauen Umstände und Motive dieser Familientragödie zu klären.

    Hintergründe und Folgen

    Diese Tragödie wirft viele Fragen auf. Wie konnte es zu einem solchen Ausbruch von Gewalt kommen? Hätte diese Eskalation verhindert werden können? Die Geschichte zeigt auf bedrückende Weise, wie häusliche Gewalt in ihrer extremsten Form Leben zerstören kann. Der Vorfall unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Präventions- und Interventionsmaßnahmen für betroffene Familien.

    Es ist eine düstere Erinnerung daran, wie wichtig es ist, häusliche Gewalt ernst zu nehmen und frühzeitig einzugreifen. Freunde, Familie und Nachbarn spielen eine entscheidende Rolle dabei, Warnsignale zu erkennen und Hilfe anzubieten. In vielen Fällen sind es die kleinen Anzeichen, die auf tiefere Probleme hinweisen können.

    Diese erschütternde Geschichte in Paris wird nicht nur die unmittelbar Betroffenen noch lange beschäftigen, sondern sollte auch die Gesellschaft als Ganzes aufrütteln. Wir müssen uns fragen: Wie können wir besser hinschauen und handeln, bevor es zu spät ist?

  • Frankreich: 2022 wurden 244.000 Opfer häuslicher Gewalt gezählt – ein Anstieg von 15%

    Frankreich: 2022 wurden 244.000 Opfer häuslicher Gewalt gezählt – ein Anstieg von 15%

    Die Verbesserung der Bedingungen für die Klageeinreichung durch Opfer bei Polizei- und Gendarmeriediensten habe sich die Zahl der registrierten Opfer seit 2016 verdoppelt, meldet das französische Innenministerium.

    Rund 244.000 Opfer häuslicher Gewalt – überwiegend Frauen – wurden im Jahr 2022 von den Polizei- und Gendarmeriekomissariaten registriert, was einem Anstieg von 15% im Vergleich zu 2021 entspricht, wie das französische Innenministerium am Donnerstag, dem 16. November bekannt gab. Der Anstieg von 15% liege nahe der durchschnittlichen jährlichen Änderungsrate, die seit 2019 festgestellt wurde.

    Vor einem Hintergrund der Verbesserung der Bedingungen bei der Behandlung und Registrierung der Opfer von häuslicher Gewalt durch die Polizei- und Gendarmeriedienste habe sich die Zahl der registrierten Opfer seit 2016 verdoppelt, heißt es aus dem Innenministerium. 87% der Opfer sind Frauen und 89% der Beschuldigten sind Männer. Nur eines von vier Opfern erstattete tatsächlich Anzeige.

    Zwei Drittel der gemeldeten Gewalt sind körperlicher Art, 30% verbaler oder psychologischer Art und 5% sind Arten sexueller Gewalt. Wie schon im Jahr 2021 sind die Departements Seine-Saint-Denis, Guyana, Pas-de-Calais, Nord und La Réunion die Regionen mit den höchsten Raten an registrierten Opfern pro 1.000 Einwohner/innen im Alter von 15 bis 64 Jahren, so das Ministerium.

  • Tennisspieler Alexander Zverev wegen häuslicher Gewalt zu einer Geldstrafe von 450.000 Euro verurteilt

    Tennisspieler Alexander Zverev wegen häuslicher Gewalt zu einer Geldstrafe von 450.000 Euro verurteilt

    Im Januar hatte die ATP eine weitere Untersuchung wegen angeblicher häuslicher Gewalt eingestellt, nachdem seine Ex-Freundin Olga Sharypova Anschuldigungen gegen Zverev, der derzeit in Paris spielt, erhoben hatte.

    Das Amtsgericht Berlin verhängte Anfang Oktober 2023 gegen den Tennisspieler Alexander Zverev wegen häuslicher Gewalt eine Geldstrafe von 450.000 Euro. „Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Mai 2020 in Berlin eine Frau im Rahmen eines Streits körperlich misshandelt und ihre Gesundheit geschädigt zu haben“, hieß es in einer Erklärung. Das Gericht nannte zunächst nicht den Namen der Klägerin. In einer separaten Erklärung reagierten die Verteidiger des Tennisspielers jedoch auf des Urteil des Gerichts und nannten den Namen von Brenda Patea, seiner ehemaligen Lebensgefährtin, als Klägerin.

    Alexander Zverev „bestreitet die Anklage und hat gegen den Beschluss des Gerichts Einspruch eingelegt“, erklärte das Gericht, was den Weg für einen Prozess mit persönlichem Erscheinen der Parteien vor Gericht ebnet. „Die zuständige Abteilung des Amtsgerichts Tiergarten wird zunächst die Parteien erneut anhören (…) und dann aller Voraussicht nach einen Termin für die Verhandlung ansetzen“, erklärte das Gericht. Die Anwaltskanzlei Schertz Bergmann, die den Spieler vertritt, behauptete in einem Statement auf X (ehemals Twitter), dass die Fakten, wie sie von seiner ehemaligen Lebensgefährtin beschrieben wurden, „und die allein dem Beschluss zugrunde liegen, bereits durch ein ärztliches Gutachten widerlegt wurden“.

    Im Januar hatte die ATP, der Verband, der die internationale Tennistour der Herren verwaltet, eine Untersuchung wegen angeblicher häuslicher Gewalt gegen Alexender Zverev eingestellt, die damals von eine Tennisspielerin ausgelöst worden war, da keine ausreichenden Beweise vorlagen. Die Untersuchung war eingeleitet worden, nachdem Olga Sharypova, ebenfalls eine ehemalige Lebensgefährtin Zverevs, Ende 2020 Gewaltvorwürfe gegen ihn erhoben hatte.

  • Frankreich / TV: Gegen M6-Moderator Stéphane Plaza wird wegen häuslicher Gewalt ermittelt

    Frankreich / TV: Gegen M6-Moderator Stéphane Plaza wird wegen häuslicher Gewalt ermittelt

    Nach Anschuldigungen zweier Frauen wurde gegen den Vorzeigemoderator von M6 eine Untersuchung wegen häuslicher Gewalt eingeleitet, wie die Pariser Staatsanwaltschaft jetzt mitteilte. Damit wurde eine Meldung von Mediapart bestätigt.

    Stéphane Plaza hat Probleme: Nachdem Mediapart vor einigen Wochen eine Reportage veröffentlicht hatte, in der über Vorwürfe häuslicher Gewalt berichtet wurde und in der mehrere ehemalige Partnerinnen Plazas aussagten, wurde am Dienstag, den 10. Oktober bekannt, dass gegen den Moderator von M6 nun eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet wurde.

    „Bei der Pariser Staatsanwaltschaft sind zwei Briefe von Frauen eingegangen, die Stéphane Plaza häusliche Gewalt während ihrer jeweiligen Beziehungen vorwerfen, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Drei seiner ehemaligen Partnerinnen hatten Mediapart im September berichtet, dass sie „Demütigungen, Drohungen, verbaler und, in zwei Fällen, auch körperlicher Gewalt“ ausgesetzt gewesen seien.

    Seine Anwälte hatten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Mediapart-Reportage von „verleumderischen und beleidigenden Anschuldigungen“ gesprochen. Sie waren der Ansicht, dass „Mediapart drei Frauen vertritt, die die Würde von Stéphane Plaza verletzen“ und gegen die er inzwischen eine Strafanzeige wegen Belästigung und Cyberbelästigung eingereicht habe.

    Nach der Veröffentlichung des Artikels hatte die französische TV-Gruppe M6 angekündigt, eine interne Untersuchung eingeleitet zu haben, „um bestimmte Punkte aufzudecken, die bisher nicht aufgedeckt wurden“. Auf die Einleitung der gerichtlichen Untersuchung wollte M6 nicht reagieren und ließ verlautbaren, man warte die Ergebnisse der internen Untersuchung ab.

    Stéphane Plaza war ursprünglich Immobilienmakler und wurde zu einem Fernsehstar, als M6 ihn 2006 zum Moderator der Sendung „Recherche appartement ou maison“ (Suche Wohnung oder Haus) machte, gefolgt von „Maison à vendre“ (2007) und „Chasseurs d’appart“ (2015). Mehreren Jahre hintereinander zum beliebtesten TV-Moderator der Franzosen gewählt, ist er Plaze der festen Größen bei M6 und erreicht mit seinen verschiedenen Programmen regelmäßig mehrere Millionen Zuschauer.

    Die Gruppe M6 wurde übrigens im Januar 2022 Mehrheitsaktionär eines von Plaza gegründeten Immobilienmaklernetzes, das in ganz Frankreich etwa 660 Franchisebetriebe umfasst.

  • Montauban: Mann zündet sich in der Nähe des Hauses seiner Ex-Freundin an

    Montauban: Mann zündet sich in der Nähe des Hauses seiner Ex-Freundin an

    Eine Untersuchung wurde eingeleitet, um die genauen Umstände des ungewöhnlichen Selbstmordversuchs zu ermitteln.

    Ein 49-jähriger Mann zündete sich am Samstag in Montauban in der Nähe des Hauses seiner ehemaligen Lebensgefährtin an, die gerade ihre Melde-App für häusliche Gewalt aktiviert hatte, wie die Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte. Dem Mann war es gerichtlich verboten, sich seiner ehemaligen Lebensgefährtin zu nähern. Laut einer Polizeiquelle übergoss er sich auf der Straße mit Benzin und zündete sich an, als er die Polizisten kommen sah. Die von der Polizei alarmierte Feuerwehr traf gegen 18.30 Uhr am Ort des Geschehens ein. Der Mann erlitt schwere Verbrennungen und wurde in ein Krankenhaus in Toulouse gebracht.

    Eine Untersuchung wurde eingeleitet, um die Umstände dieses spektakulären Selbstmordversuchs zu ermitteln, und dem Kommissariat in Montauban anvertraut, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Melde-Apps für häusliche Gewalt befinden sich auf Handys, die Opfern von Vergewaltigung oder häuslicher Gewalt aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung zugeteilt werden. Sie verfügen über eine „Kurzwahltaste“, mit der man in einer Gefahrensituation einen Fernbetreuungsdienst erreichen kann, der dann die Ordnungskräfte um Hilfe bittet. In Frankreich sind rund 3.500 solcher Notrufzentralen aktiv.