Schlagwort: Grundwasser

  • Wenn aus Wasser Gefahr wird – Wie PFAS die Idylle der Ardennen vergiften

    Wenn aus Wasser Gefahr wird – Wie PFAS die Idylle der Ardennen vergiften

    Was, wenn das Glas Wasser am Morgen plötzlich zur Gesundheitsgefahr wird? Wenn Eltern ihren Kindern verbieten müssen, den Wasserhahn aufzudrehen? Wenn der tägliche Schluck aus der Leitung zum Symbol für Vertrauensverlust wird? Genau das geschieht seit Juli 2025 im Nordosten Frankreichs. In sechzehn ländlichen Gemeinden der Ardennen und der Meuse sind über 3.500 Menschen von einer regelrechten Umweltkatastrophe betroffen – der schlimmsten PFAS-Verseuchung des Trinkwassers, die Frankreich je erlebt hat. Die unsichtbare Bedrohung Die Zahlen sprechen eine verstörende Sprache: In Villy, einem der betroffenen Dörfer, wurde ein PFAS-Wert von 2.729 Nanogramm pro Liter gemessen – das ist das 27-fache des gesetzlich erlaubten Grenzwerts von 100 Nanogramm. Und es ist kein Einzelfall. PFAS – das steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Industriechemikalien, die man früher vor allem in der Herstellung von wasser-, fett- und schmutzabweisenden Produkten verwendete. Beschichtete Pfannen, Fu…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kommentar: Mit Gift im Acker – Warum wir uns mit unserem Essen selbst vergiften

    Kommentar: Mit Gift im Acker – Warum wir uns mit unserem Essen selbst vergiften

    Frankreich – Land des Weins, des Baguettes, der feinen Küche. Doch unter dem sattgrünen Kleid seiner Felder verbirgt sich eine bittere Wahrheit: Wir vergiften uns selbst. Mit System. Und mit stillschweigender Billigung der Politik.

    Rund 65.000 Tonnen Pestizide landen jedes Jahr auf den Äckern Frankreichs – ein Drittel des europäischen Gesamtverbrauchs. Das ist keine Randnotiz, das ist eine nationale Tragödie mit Ansage. Die Frage ist nicht mehr, ob unsere Umwelt kontaminiert ist. Sie ist es längst. Die Böden. Die Flüsse. Das Grundwasser. Selbst die Luft.

    Ich erinnere mich an einen Sommerabend in der Bretagne. Goldene Felder, ein leichter Wind, Kinder, die barfuß über die Wiese rannten. Später erfuhr ich, dass genau dort – zwischen Getreide und Apfelbäumen – die Pestizidwerte im Boden das Zehnfache des zulässigen Grenzwerts überschritten. Ein Paradies, das zur chemischen Falle geworden war.

    Was ist das für ein Land, das stolz auf seine Landwirtschaft ist, aber den eigenen Nahrungsquellen beim Sterben zusieht?

    Die Apokalypse beginnt nicht mit einem Donnerschlag – sie beginnt leise. Mit dem Verschwinden der Insekten. Mit dem Rückzug der Vögel. Mit Kindern, die Rückstände von fünf oder mehr Pestiziden im Körper tragen. Und mit Bäuerinnen und Bauern, die sich mit Parkinson, Krebs oder unheilbaren Nervenschäden auseinandersetzen – nur weil sie ihren Beruf ausüben.

    Und was macht die Politik? Sie schreibt Pläne, die scheitern. Sie verlängert Fristen, die nie halten. Und sie winkt 2025 eine Gesetzesänderung durch, die hochtoxische Neonicotinoide wieder erlaubt – Stoffe, von denen wir längst wissen, dass sie Bienenvölker auslöschen wie Frost eine zarte Blüte. Was für ein Wahnsinn.

    Dabei gäbe es Wege aus der Sackgasse. Wege, die nicht ins Labor, sondern in die Zukunft führen. Agroökologie. Biolandbau. Kreislaufwirtschaft. Projekte, die zeigen: Es geht auch anders. Dass Ertrag nicht Gift bedeuten muss. Dass Ernährungssicherheit und Umweltschutz kein Widerspruch sind.

    Aber dazu braucht es Mut. Und ein anderes Denken.

    Vielleicht beginnt dieser Wandel nicht in den Ministerien, sondern bei uns – beim Einkauf, beim Kochen, im Gespräch mit den Kindern. Vielleicht müssen wir wieder lernen, dass „natürlich“ mehr ist als ein Marketingslogan. Dass jede Kartoffel, die ohne Gift wächst, ein politischer Akt ist.

    Denn am Ende geht es um mehr als nur um Essen.

    Es geht um die Frage: Welches Erbe hinterlassen wir?

    Ein Boden, der nährt – oder einer, der krank macht?

    Ein Land, das stolz auf seine Landwirtschaft ist – oder eins, das sie stillschweigend opfert?

    Die Antwort liegt in unseren Händen – und auf unseren Tellern.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Riesenkrater in Le Tignet – Wenn der Boden plötzlich verschwindet

    Riesenkrater in Le Tignet – Wenn der Boden plötzlich verschwindet

    Am frühen Samstagmorgen verwandelte sich das idyllische Wohngebiet Chemin du Belvédère in Le Tignet in eine beeindruckende Szene der Verwüstung: Ein tiefes Erdloch, etwa zehn Meter breit und mehrere Meter tief, riss Teile von Gärten und angrenzende Grundstücke mit sich. Zum Glück wurde niemand verletzt – doch mehrere Häuser mussten geräumt werden, und etliche Haushalte waren zunächst ohne Strom und Wasser. Ein lautes Knacken – dann brach das Erdreich weg Gegen 8:00 Uhr hörte Anwohnerin Nicole Chabrier verdächtige Geräusche vor ihrem Haus. Kurz darauf öffnete sich der Boden, bildete eine massive Senke.“Ich hab’s gerade noch geschafft, die Hunde zu schnappen und rauszuflitzen”, erzählt sie sichtlich erschüttert. Ihr Mann konnte noch zwei Autos in Sicherheit bringen, bevor der Boden nachgab.

    Feuerwehr und Gendarmerie rasch im Einsatz Feuerwehr und Gendarmerie aus Grasse und Peymeinade reagierten prompt. Unter Leitung von Kapitä…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Wie die Wasserverschmutzung die Perrier-Produktion im Departement Gard zum Erliegen bringt

    Wie die Wasserverschmutzung die Perrier-Produktion im Departement Gard zum Erliegen bringt

    Wird es diesen Sommer überhaupt noch Perrier-Wasser in den Regalen der Supermärkte geben? Diese Frage treibt nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Mitarbeiter der berühmten Quelle in Vergèze, Gard, um. Kürzlich wurde die Produktion aufgrund von Kontaminationen gestoppt – was bedeutet das für die Zukunft des sprudelnden Wassers?

    Ungewissheit am Arbeitsplatz

    Die Produktion in Vergèze, dem Herzen der Perrier-Quelle, steht still. Laut einer Untersuchung von Le Monde und Radio France werden keine Literflaschen mehr produziert. Während Mitarbeiter und ehemalige Angestellte um ihre Jobs bangen, versucht Nestlé Waters, die Muttergesellschaft, zu beruhigen: Es handele sich lediglich um eine „reguläre Wartungsmaßnahme“. Doch die jüngsten Ereignisse sprechen eine andere Sprache. Bereits vor zwei Monaten mussten fast drei Millionen Flaschen vernichtet und Teile der Produktion gestoppt werden.

    Was steckt hinter der Kontamination?

    Die Ursache des Produktionsstopps liegt in einer Verunreinigung durch Keime. Laut staatlichen Angaben birgt dies ein ernstes Gesundheitsrisiko für die Verbraucher. „Es ist eine sehr schlechte Nachricht, denn Vergèze steht für Perrier, für Arbeitsplätze, für Wohlstand“, so ein besorgter Anwohner. Eine mögliche Ursache für die Kontamination ist das Vermischen von Regenwasser mit Abwasser, besonders bei den letzten heftigen Regenfällen. Solche Vorfälle, so erklärt Émilie Lance, Ökotoxikologin und Dozentin an der Universität Reims, nehmen zu und werden sich in den kommenden Jahren noch weiter verstärken.

    Die Wetterkapriolen und ihre Folgen

    Ein Blick auf die Wetterdaten zeigt eine besorgniserregende Entwicklung. Immer häufiger kommt es zu extremen Wetterereignissen, die die Infrastruktur und damit auch die Wasserqualität belasten. Besonders in Regionen wie dem Gard, wo Wasserressourcen eng mit der lokalen Wirtschaft verknüpft sind, können solche Ereignisse verheerende Folgen haben. Aber was genau passiert, wenn Regen- und Abwasser sich vermischen? Die Antwort ist ebenso simpel wie alarmierend: Keime und Bakterien aus dem Abwasser können in die Grundwasserquellen gelangen, die für die Produktion von Mineralwasser genutzt werden.

    Was bedeutet das für die Zukunft von Perrier?

    Nestlé Waters betont, dass alle Maßnahmen zur Sicherung der Wasserqualität und zur Sanierung der betroffenen Quellen streng eingehalten werden. Doch für die Beschäftigten in Vergèze bleibt die Unsicherheit. Sie sorgen sich um ihre Arbeitsplätze und die langfristige Zukunft des Unternehmens. Denn wer einmal das Vertrauen der Verbraucher verliert, hat es schwer, es zurückzugewinnen – das weiß man bei Perrier nur zu gut. Schließlich war das Unternehmen bereits in den 90er Jahren von einem ähnlichen Skandal betroffen.

    Ein Blick nach vorne: Chancen und Risiken

    Doch nicht alles ist düster. Diese Krise könnte auch eine Chance sein, die Produktionsprozesse und die Sicherheitsstandards zu überdenken und weiter zu verbessern. Neue Technologien zur Überwachung und Aufbereitung von Wasser könnten implementiert werden, um zukünftige Kontaminationen zu verhindern. Doch das kostet Zeit und Geld – und die Konkurrenz schläft nicht.

    Die Perrier-Krise zeigt eindrucksvoll, wie eng wirtschaftlicher Erfolg und ökologische Faktoren verknüpft sind. Es bleibt abzuwarten, wie Nestlé Waters und die lokale Gemeinschaft in Vergèze diese Herausforderung meistern werden. Eines ist sicher: Die kommenden Monate werden entscheidend sein für die Zukunft der sprudelnden Wasser-Ikone.

    Warum sind Krisen oft die besten Lehrmeister? Manchmal braucht es einen Weckruf wie diesen, um notwendige Veränderungen anzustoßen. Bleibt zu hoffen, dass Perrier gesund aus dieser Krise hervorgeht – und bald wieder in den Regalen steht, um uns an heißen Sommertagen zu erfrischen.

  • Zustand der Grundwasservorräte in Frankreich: Eine erfreuliche Entwicklung dank Frühlingsregen

    Zustand der Grundwasservorräte in Frankreich: Eine erfreuliche Entwicklung dank Frühlingsregen

    Die aktuellen Berichte zum Zustand der französischen Grundwasservorräte sind erfreulich. Dank der reichlichen Regenfälle im Frühjahr hat sich die Situation der Grundwasserspeicher weiter verbessert. Der Mai-Bericht des Büros für Geologische und Bergbauuntersuchungen (BRGM) zeigt, dass die Grundwasservorräte in vielen Regionen Frankreichs in einem guten Zustand sind, was auf eine Entspannung für den Sommer hindeutet. Allerdings gibt es auch einige Regionen, die weiterhin von Trockenheit betroffen sind.

    Positive Entwicklungen dank Frühlingsregen

    Am 1. Mai lagen 65 % der Grundwasservorräte in Frankreich über dem Durchschnitt, wobei 21 % sogar sehr hohe Wasserstände aufwiesen. Im Gegensatz dazu lagen 22 % unter dem Durchschnitt, darunter 4 % auf sehr niedrigem Niveau, insbesondere im Roussillon und Teilen Korsikas. Im Vergleich zum Vormonat zeigt sich eine leichte Verbesserung: Am 1. April lagen 58 % der Grundwasservorräte über dem Durchschnitt, während 27 % darunter lagen.

    Besonders erfreulich ist der Vergleich zum Vorjahr: Im Mai 2023 waren 68 % der Grundwasservorräte unter dem Durchschnitt, was damals als sehr besorgniserregend galt. Die derzeitige Verbesserung ist vor allem auf die überdurchschnittlichen Niederschläge in den Monaten März und April zurückzuführen. Violaine Bault, Hydrogeologin beim BRGM, betonte, dass sich die Situation dank einer „sehr überdurchschnittlichen Auffüllung“ der Grundwasservorräte vollständig gewendet habe.

    Regionale Unterschiede

    Der April war in Frankreich klimatisch sehr unterschiedlich. Während der Monat insgesamt wärmer als gewöhnlich war – bereits der 27. Monat in Folge mit überdurchschnittlichen Temperaturen – war das Niederschlagsmuster uneinheitlich. Im Norden und im östlichen Zentrum Frankreichs waren die Niederschläge überdurchschnittlich, während der Südwesten, die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur und Korsika unter einem Niederschlagsdefizit litten.

    Im Mai setzte sich der Trend insofern fort, als dass in einigen Teilen Frankreichs weiterhin viel Regen fiel, was die günstige Entwicklung des Winters fortsetzte. Das BRGM zeigt sich daher optimistisch hinsichtlich der Wasservorräte für den Sommer. Dennoch ist Vorsicht geboten: Einige Regionen müssen sich mal wieder auf eine mögliche Wasserknappheit und Einschränkungen vorbereiten.

    Herausforderungen in den Pyrénées-Orientales

    Eine der am stärksten betroffenen Regionen ist Pyrénées-Orientales. Diese Region leidet seit zwei Jahren unter extremer Trockenheit. Die anhaltende Dürre zeigt die Auswirkungen des Klimawandels, der in dieser Region zu weniger Niederschlägen und einer erhöhten Verdunstung führt.

    Um die Wasserknappheit zu mildern, hat die französische Regierung 10 Millionen Euro bereitgestellt. Dieses Geld soll sieben Projekte finanzieren, die vor allem die Wiederverwendung von Abwasser intensivieren sollen. Ziel ist es, die Wasserversorgung in der Region zu stabilisieren und die Auswirkungen der Dürre abzumildern.

    Ausblick auf den Sommer

    Die Prognosen für den Sommer sind insgesamt optimistisch. Das BRGM geht davon aus, dass sich die positive Entwicklung der Grundwasservorräte fortsetzen wird, auch wenn in einigen Regionen gegen Ende des Sommers wieder Spannungen auftreten könnten. Die Kombination aus regelmäßigen Niederschlägen und gezielten Maßnahmen zur Wasserbewirtschaftung sollte jedoch helfen, die Wasserversorgung insgesamt zu sichern.

    Für viele Teile Frankreichs bedeutet dies eine Entwarnung – zumindest vorerst. Doch der Klimawandel bleibt eine Herausforderung, die langfristige Lösungen erfordert. Es bleibt wichtig, nachhaltige Strategien zu entwickeln, um die Wasservorräte auch in Zukunft zu sichern.

    Dank der ergiebigen Regenfälle im Frühjahr präsentiert sich die Situation der französischen Grundwasservorräte derzeit erfreulich. Die meisten Regionen profitieren von überdurchschnittlichen Wasserständen, und die Aussichten für den Sommer sind positiv. Dennoch bleiben einige Gebiete, wie die Pyrénées-Orientales, von extremer Trockenheit betroffen. Hier sind nachhaltige Lösungen und zusätzliche Maßnahmen notwendig, um die Wasserversorgung langfristig zu sichern. Der kommende Sommer wird zeigen, wie gut Frankreich auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet ist und welche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden können.

  • Regenschauer als Segen: Hoffnungsschimmer für die Pyrénées-Orientales

    Regenschauer als Segen: Hoffnungsschimmer für die Pyrénées-Orientales

    Nach einer beunruhigend langen Dürreperiode erlebten die Pyrénées-Orientales jetzt eine willkommene Abwechslung – endlich Regen. Das Departement, das als das trockenste Frankreichs gilt, atmet auf.

    Ersehnter Niederschlag
    In Perpignan griff man erleichtert zu Regenjacken und Schirmen. „Dieser Regen bringt uns all das, was wir seit mehr als zwei Jahren ersehnt haben“, erklärte ein Passant erleichtert. Seit dem Frühjahr 2022 blickten die Bewohner auf ausgetrocknete Flussbetten und rissige Böden, aus denen jede Feuchtigkeit mit dem Ende des Winters verschwunden war.

    Zukünftige Wasserbeschränkungen?
    Diese Dürre, ein extremes Klimaereignis, hat das gesamte landwirtschaftliche System der Region empfindlich getroffen. Fruchtproduzenten können zumindest für einige Tage ihre Bewässerung etwas einschränken. Doch selbst nach den reichlichen Niederschlägen der letzten Tage konnten die Grundwasserreserven des Departements nicht ausreichend aufgefüllt werden, und die Pyrénées-Orientales stehen möglicherweise vor einem weiteren Sommer mit Wasserverbrauchsbeschränkungen.

    Kann dieser Regen wirklich die drohende Krise abwenden? Oder ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein in einem anhaltenden Kampf gegen die Naturgewalten? Es bleibt spannend, wie sich die Situation entwickelt. Denn Wasser ist Leben – und jeder Tropfen zählt.

  • Grundwassersituation in Frankreich bessert sich – aber große Sorge herrscht im Mittelmeerraum

    Grundwassersituation in Frankreich bessert sich – aber große Sorge herrscht im Mittelmeerraum

    Laut dem Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) liegt die Mehrheit der Grundwasserspiegel in Frankreich derzeit über den normalen Werten der Saison. Die Behörde ist aber besorgt über die Situation im Mittelmeerraum.

    Der Grundwasserspiegel steigt in ganz Frankreich wieder an. Das geht aus dem Lagebericht hervor, den das Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) am Mittwoch, dem 17. Januar, veröffentlicht hat: In den letzten Wochen hat sich die Situation des Grundwassers im Land insgesamt stark verbessert, vor allem dank der Regenfälle im November und Dezember. „Die Situation verbessert sich weiter: 56% der Pegel liegen im Dezember über den monatlichen Normalwerten“, beschreibt das BRGM die derzeitige Lage.

    Die Situation ist wesentlich entspannter als vor einem Jahr, als 72% der Pegel unter den Normalwerten lagen. „Das lässt auf zufriedenstellende Pegelstände am Ende des Winters in einem großen Teil des Landes hoffen“, so das BRGM, das damit nach einem von Trockenheit geprägten Jahr 2023 einen Hauch von Optimismus vermittelt.

    Heikle Situation im Mittelmeerraum
    Die Überwachungsbehörde sieht jedoch Probleme in Bezug auf die Grundwasservorkommen im Mittelmeerraum, insbesondere im Roussillon, wo die Grundwasserstände weiterhin besonders niedrig sind.

    „Die Wiederauffüllung der Grundwasservorkommen in der Roussillon-Ebene und im Corbières-Massiv scheint noch nicht begonnen zu haben“, so das BRGM: „Die Situation muss besonders im Mittelmeerraum überwacht werden, da die Grundwasservorkommen durch eine starke Niedrigwasserperiode und das Fehlen nennenswerter Wiederauffüllungsepisoden geschwächt sind“. Das BRGM hält es insbesondere für „schwer vorstellbar, dass die Grundwasserreserven im Roussillon bis zum Frühjahr wieder aufgefüllt werden oder sogar überdurchschnittliche Pegelstände erreicht werden“.

    Nach einem Jahr, das von einer historischen Dürre in der Region Pyrénées-Orientales geprägt war, ist diese Situation nicht wirklich überraschend. Das Departement Pyrénées-Orientales war 2023 von zahlreichen Einschränkungen der Wassernutzung betroffen. Im Jahr 2023 war die Niederschlagsmenge dort auf dem niedrigsten Stand seit 1929. Auch derzeit hält das Niederschlagsdefizit an, obwohl es sich beim Winter um die Zeit der Grundwasserauffüllung handeln sollte.

    Auf nationaler Ebene liegen derzeit noch 36% der Grundwasserreservoirs unter den monatlichen Normalwerten. 8% der Grundwasserspiegel lagen innerhalb der Norm und 56% liegen über der Norm.

  • Dürre: Zwei Drittel der französischen Grundwasserreservoirs immer noch unter den Normalwerten

    Dürre: Zwei Drittel der französischen Grundwasserreservoirs immer noch unter den Normalwerten

    Auf dem Sender CNews berichtete Umweltminister Christophe Béchu von „sehr starken Bedenken“ in einigen Regionen wie dem Rhonetal und der Mittelmeerküste. „Zwei Drittel“ der Grundwasserspiegel im französischen Mutterland weisen immer noch einen Stand auf, der „unter den Durchschnittswerten der Saison“ liegt, wie der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, am Mittwoch, dem 14. Juni, auf CNews bekannt gab. Er berichtete außerdem von „sehr starken Bedenken“, die in bestimmten Gebieten wie dem Rhône-Tal und der Mittelmeerküste, die Behörden beschäftigen.

    Das für die Überwachung des Grundwassers zuständige Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) wird in Kürze voraussichtlich eine vollständige Bilanz für den Monat Mai veröffentlichen. Vor einem Monat waren 68% des Grundwassers in Frankreich auf einem mäßig niedrigen bis sehr niedrigen Niveau, was die Befürchtungen vor einer neuen Sommerdürre, die mit der von 20…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Trockenheit: Trotz des Regens sind 68% der Grundwasserspiegel in Frankreich zu niedrig

    Trockenheit: Trotz des Regens sind 68% der Grundwasserspiegel in Frankreich zu niedrig

    Die Behörden haben am Mittwoch, 17. Mai, den Grundwasserstand in Frankreich aktualisiert. Die Zahl ist sehr beunruhigend: 68 % der Grundwasserspiegel sind trotz des Regens im Mai zu niedrig. Das ist eine sehr schlechte Nachricht so kurz vor dem Sommer. Ein Großteil des französischen Grundwassers befindet sich Mitte Mai 2023 weiterhin auf besorgniserregend niedrigem Niveau, obwohl in den letzten zwei Monaten in einigen Regionen reichlich Regen gefallen ist, wie das BRGM (Bureau de recherches géologiques et minières) am Mittwoch mitteilte. „Im März und April 2023 gab es in weiten Teilen des Landes einen Niederschlagsüberschuss“, was sich „günstig“ auf die Grundwasservorkommen in den beiden nördlichen Dritteln des Landes ausgewirkt habe, aber „die Situation ist in weiten Teilen des Landes weiterhin unbefriedigend“, so das BRGM. Vor einem Monat hatten 75% des Grundwassers einen mäßig niedrigen oder sehr niedrigen Stand, wodurch das Risiko einer Sommertrockenheit für bestimmte Regionen „erwiesen“ war, hatte die Organisation gewarnt. Am 1. Mai lagen 17% der Grundwasserspiegel über den monatlichen Normalwerten (8% im März), aber 68% der Pegel seien auf mäßig niedrigen bis sehr niedrigen Niveaus, davon 20% auf sehr niedrigen Niveaus (19% im März). „Die Situation zu Beginn des Frühlings ist schlechter als im letzten Jahr“, als im April nur 58% der Grundwasserspiegel unter den normalen Werten lagen. Diese Zahlen könnten also auf einen noch trockeneren Sommer in diesem Jahr hindeuten. Der Sommer 2022 war bereits durch eine außergewöhnliche Trockenheit gekennzeichnet. Doch im Gegensatz zum letzten Jahr gab es in Frankreich im März und April besonders viel Regen, vor allem im nördlichen Teil des Landes. So hat sich die Grundwassersituation im Armorikanischen Massiv, an der Kanalküste und im Grand-Est „erheblich“ verbessert. Diese Regenfälle kamen jedoch etwas zu spät, da die Frühlingsvegetation bereits in vollem Gange ist und einen Großteil der Feuchtigkeit aufnimmt. Außerdem kamen sie am Ende eines besonders trockenen Herbstes und Winters, was verhinderte, dass sich der Großteil der unterirdischen Wasservorräte wieder auffüllen konnte. Und ausserdem fielen die Niederschläge nicht überall. Besorgniserregende Situation in Südfrankreich In Südfrankreich waren die in die Tiefe versickernden Niederschläge „unzureichend oder blieben ganz aus“. Für die nächsten Wochen rechnet das BRGM mit einer weiteren Verschlechterung. Es rechnet damit, dass im Laufe des Mai „bei Ausbleiben ausreichender Niederschläge die Entleerung sich auf alle Grundwasservorkommen ausbreiten dürfte. Die Pegel dürften dann weiter sinken und die Lage dürfte sich verschlechtern“, je nach Region mehr oder weniger schnell.
  • Dürre: Nestlé Waters suspendiert zwei Bohrungen in Vittel für sein Hépar-Wasser

    Dürre: Nestlé Waters suspendiert zwei Bohrungen in Vittel für sein Hépar-Wasser

    Die Nestlé-Gruppe hat bislang nicht angegeben, wie lange das Aussetzen der Wasserförderung an ihrem Standort in den Vogesen voraussichtlich dauern wird. Die Maßnahme wurde aufgrund von „sich verschlechternden klimatischen Bedingungen“ beschlossen.

    Der Konzern Nestlé Waters setzt die Nutzung von zwei seiner sechs Bohrungen zur Förderung seines Hépar-Wassers in Vittel, in den Vogesen, aus. Laut dem Sender France Bleu Sud Lorraine wurde diese Maßnahme „aufgrund der klimatischen Unwägbarkeiten“ auf unbestimmte Zeit vorgenommen. Die Marke Hépar wird für die Verbraucher „im Rahmen der verfügbaren Mengen“ weiterhin zugänglich sein.

    „Nestlé Waters ist (…) mit sich verschlechternden klimatischen Bedingungen konfrontiert, mit häufigeren und intensiveren Ereignissen wie regelmäßigen Dürren, gefolgt von starken Regenfällen, die die Betriebsbedingungen einiger Bohrlöcher an seinem Standort in den Vogesen beeinträchtigen“ , schreibt der Konzern in einer Pressemitteilung.

    Vier Bohrungen noch in Betrieb
    Die beiden stillgelegten Bohrungen werden aufgrund ihrer geringen Tiefe als „besonders empfindlich“ eingestuft. Laut der Gruppe – die unter anderem auch die Marken Vittel, Contrex und Perrier besitzt – macht dies es „sehr schwierig, die Stabilität der wesentlichen Merkmale eines natürlichen Mineralwassers aufrechtzuerhalten“. Die Produktion des magnesiumreichen Wassers werde daher nur noch mit den vier verbleibenden Bohrungen fortgesetzt.

    „Wenn sie die Produktion teilweise einstellen, gibt es einfach nicht genug Wasser“, sagt Bernard Schmitt, Sprecher des Bürgerkollektivs Eau 88, das die Wasserentnahmegenehmigungen für Nestlé Waters schon länger kritisiert. Für die Marke Hépar darf der Konzern bis zu 800.000 Kubikmeter pro Jahr aus den Grundwasserschichten entnehmen.

    „Wir sind am Ende angelangt! Seit 30 Jahren wissen wir, dass dieses Grundwasser in einem sehr schlechten Zustand ist. Es ist klar, dass die Flaschenwasserindustrie durch die Dürre, die in den kommenden Jahren herrschen wird, bedroht ist.“ Das sagt Bernard Schmitt, Sprecher des Bürgerkollektivs Eau 88 gegenüber France Bleu Sud Lorraine.

    „Die Abfüllanlagen werden irgendwann von selbst stillstehen!“, kritisiert Bernard Schmitt. Nestlé Waters beschäftigt in Vittel fast 600 Mitarbeiter. Die Stadt erhebt von Nestlé einen Zuschlag auf natürliches Mineralwasser in Höhe von etwa vier Millionen Euro pro Jahr.