Schlagwort: Granaten

  • Überraschender Fund: Bauer entdeckt sechs Weltkriegsgranaten in seiner Kartoffelernte

    Überraschender Fund: Bauer entdeckt sechs Weltkriegsgranaten in seiner Kartoffelernte

    Ein Landwirt aus Thiant (Nordfrankreich) machte am Montagmorgen eine unerwartete Entdeckung: Mitten in seiner Kartoffelernte tauchten sechs Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg auf. Zwar waren die alten Sprengkörper nicht mehr funktionsfähig – doch der Vorfall zeigt erneut, wie hoch das Risiko des Krieges auch 80 Jahre später noch ist.

    Ein explosiver Morgen auf dem Feld

    Der Bauer hatte gerade seine Ernte eingebracht, als er die rostigen Metallkörper bemerkte. Statt sie zu bewegen, tat er das einzig Richtige: Er alarmierte sofort die Polizei und den Notdienst. Die Behörden sperrten das Gelände weiträumig ab, während Sprengstoffexperten anrückten, um die Gefahr zu untersuchen.

    Ein Bewohner eines nahegelegenen Ferienhauses wurde während der Räumung vorsorglich unter Hausarrest gestellt – eine Standardmaßnahme in solchen Situationen. Am Ende stellte sich heraus, dass die Granaten aufgrund ihres Alters stark beschädigt und ungefährlich waren. Doch in vielen Fällen sind solche Funde alles andere als harmlos.

    Kriegsspuren unter unseren Füßen

    Der Fund in Thiant ist kein Einzelfall. Erst vergangene Woche wurde in Paris, nur 2,5 Kilometer von der Gare du Nord entfernt, eine Weltkriegsbombe entdeckt. Dort mussten 200 Menschen evakuiert werden, und weitere Anwohner in einem 500-Meter-Radius wurden aufgefordert, während der Entschärfung in ihren Häusern zu bleiben.

    Besonders in Nordfrankreich, das in beiden Weltkriegen schwer umkämpft war, tauchen immer wieder Blindgänger auf. Schätzungen zufolge liegen noch Tausende von Sprengkörpern im Boden, Überbleibsel der Bombardierungen und Schlachten, die die Region einst verwüsteten.

    Eine Erinnerung aus der Vergangenheit

    Auch wenn die Granaten von Thiant diesmal keine Gefahr darstellten, bleibt die Botschaft klar: Der Krieg mag Geschichte sein – doch seine Überreste sind es nicht. Bauern, Bauarbeiter und Spaziergänger in betroffenen Regionen sind gut beraten, verdächtige Funde sofort zu melden.

    Der Landwirt aus Thiant wird diese Kartoffelernte wohl nicht so schnell vergessen. Und vielleicht fragt man sich beim nächsten Spaziergang durch Nordfrankreich: Was liegt wohl noch alles unter unseren Füßen verborgen?

    Von C. Hatty

  • Angriff in Grenoble: Wachsende Gewalt versetzt die Stadt in Angst

    Angriff in Grenoble: Wachsende Gewalt versetzt die Stadt in Angst

    Die Einwohner von Grenoble sind entsetzt – doch viele sind auch resigniert. Ein Angriff mit einer Granate hat am Abend des 12. Februar das Stadtviertel Village Olympique erschüttert. 15 Menschen wurden verletzt, einige schwer. Die Explosion ereignete sich in einem Barverein, der für seine offene, durchmischte Atmosphäre bekannt war. Nun wächst die Wut in der Bevölkerung: Wie konnte es so weit kommen? Schock und Fassungslosigkeit Die Szenen nach der Explosion waren verstörend: Menschen mit blutenden Wunden, zerfetzte Kleidung, überall Scherben und Rauch. Das Krankenhaus von Grenoble musste seinen Plan blanc auslösen – eine Notfallmaßnahme, um den plötzlichen Anstieg von Verletzten zu bewältigen. Unter den Betroffenen war auch der Bruder einer jungen Frau, die vor den Kameras ihre Verzweiflung schilderte: „Er saß einfach nur da, mit dem Rücken zur Tür – dann ist die Granate explodiert. Er hat Splitter tief in der Haut.“ Viele der Opfer haben nichts mit kriminellen Machenschaften zu tun, …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Grenoble: Angriff mit Granate auf Bar – 15 Verletzte, sechs in Lebensgefahr. Was man weiss…

    Grenoble: Angriff mit Granate auf Bar – 15 Verletzte, sechs in Lebensgefahr. Was man weiss…

    Ein Schockmoment in Grenoble: Eine Bar in einem sozial angespannten Viertel wurde Ziel eines brutalen Angriffs. Am Mittwochabend gegen 20:15 Uhr warf ein unbekannter Täter eine Granate in das gut besuchte Lokal – 15 Menschen wurden verletzt, sechs davon schwer. Die Polizei schließt einen terroristischen Hintergrund aus, geht aber von extremer Gewalt aus, möglicherweise im Zusammenhang mit einem kriminellen Konflikt.

    Granate in Bar geworfen – Täter auf der Flucht

    Der Angriff ereignete sich im südlichen Teil Grenobles, im Viertel des Olympischen Dorfs. Ziel war die Bar „Aksehir“, ein bei Anwohnern beliebter Treffpunkt. Nach bisherigen Ermittlungen betrat ein Mann das Lokal, warf eine Granate und floh sofort. Er soll möglicherweise auch mit einer Kalaschnikow bewaffnet gewesen sein, doch ob diese zum Einsatz kam, ist unklar.

    Durch die Detonation zersplitterten sämtliche Fensterscheiben der Bar. Das Lokal, benannt nach einer türkischen Stadt, galt bislang als unproblematischer Ort – insbesondere für Fußballfans, die dort oft Spiele verfolgten. „Es gab keine Anzeichen, dass dieser Ort ein Ziel von Gewalt sein könnte“, so der Staatsanwalt von Grenoble, François Touret de Coucy.

    Der Täter konnte bislang nicht gefasst werden. Die Fahndung läuft auf Hochtouren.

    15 Verletzte – sechs kämpfen ums Überleben

    Die Wucht der Explosion hinterließ eine Spur der Verwüstung. Rettungskräfte versorgten zahlreiche Opfer noch am Tatort, bevor sie in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden. Gesundheitsminister Yannick Neuder, der sich selbst vor Ort ein Bild machte, erklärte: „Sechs Personen befinden sich in kritischem Zustand, bei zwei bis drei ist das Leben noch in akuter Gefahr.“

    Das Krankenhaus von Grenoble aktivierte umgehend ein Notfallprotokoll, während 80 Feuerwehrleute im Großeinsatz waren. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab und begann mit Spurensicherungen.

    Motiv: Ein Racheakt?

    Warum diese Gewalt? Die Ermittler prüfen verschiedene Theorien – ein terroristischer Hintergrund wurde jedoch schnell ausgeschlossen. Staatsanwalt Touret de Coucy sprach von einem „Akt extremer Gewalt“, möglicherweise „ein Racheakt oder eine Abrechnung“.

    Ein Zusammenhang mit Drogenkriminalität könnte eine Rolle spielen. Grenoble und seine Vororte sind in den letzten Jahren immer wieder Schauplatz von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Banden geworden. Ob der Angriff direkt damit zusammenhängt, wird derzeit untersucht.

    Die Ermittlungen hat die Abteilung für organisierte Kriminalität übernommen.

    Reaktionen: „Eine Eskalation der Gewalt“

    Die Tat hat heftige Reaktionen hervorgerufen. Die Präfektin von Isère, Catherine Séguin, verurteilte den Angriff als „Akt unvorstellbarer Feigheit“ und betonte: „Der Staat wird solche Taten nicht dulden.“

    Auch Grenobles Bürgermeister Eric Piolle äußerte sich betroffen: „Wir erleben eine Eskalation der Gewalt – nicht nur in ihrer Intensität, sondern auch darin, wann und wo sie stattfindet, oft am helllichten Tag.“

    Wie kann man dieser Spirale der Gewalt begegnen? Diese Frage stellt sich nicht nur in Grenoble, sondern in vielen französischen Städten, die mit ähnlichen Problemen kämpfen.

    Die Jagd auf den Täter läuft weiter – und mit ihr die Suche nach Antworten.

    Catherine H.

  • Granate in Bar in Grenoble gezündet – Mehrere Verletzte, Terrorverdacht ausgeschlossen

    Granate in Bar in Grenoble gezündet – Mehrere Verletzte, Terrorverdacht ausgeschlossen

    Ein schwerer Gewaltakt erschütterte am Mittwochabend Grenoble: In einem Bar im Viertel Village Olympique wurde eine Granate gezündet, wodurch eine Vielzahl von Menschen verletzt wurde, darunter mehrere Schwerverletzte. Die Ermittler schließen einen terroristischen Hintergrund aus, vermuten aber einen möglichen Zusammenhang mit dem Drogenmilieu.


    Angriff ohne Vorwarnung – Täter auf der Flucht

    Gegen 20:15 Uhr betrat ein Unbekannter das Lokal, warf die Granate – ohne ein einziges Wort zu sagen – und floh sofort. Die Explosion traf zahlreiche Gäste, die sich im Barbereich aufhielten. „Es war ein Akt brutaler Gewalt“, erklärte der zuständige Staatsanwalt François Touret de Coucy vor Ort.

    Obwohl es noch zu früh für eindeutige Schlussfolgerungen sei, könne man „die Möglichkeit eines Terroranschlags ausschließen“. Vielmehr deute vieles darauf hin, dass es sich um eine gezielte Abrechnung im kriminellen Milieu handeln könnte.

    Besonders brisant: Laut ersten Berichten könnte der Täter mit einer Kalaschnikow bewaffnet gewesen sein. Ob er die Waffe tatsächlich benutzt hat, ist allerdings unklar. Klar ist nur, dass die schwersten Verletzungen durch die Detonation der Granate verursacht wurden.

    Schwere Verletzungen, aber keine Todesopfer

    Die Lage war chaotisch: 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen. Die Rettungskräfte kümmerten sich um insgesamt zwölf Menschen, zwei davon mit besonders schweren Verletzungen. Die Präfektin von Isère, Catherine Séguin, sprach sogar von sechs Schwerverletzten, betonte aber, dass sich die Situation noch entwickle.

    „Es ist ein unfassbar feiger Angriff, der in unserer Republik keinen Platz hat“, erklärte Séguin und versprach, dass der Staat mit aller Härte gegen solche Taten vorgehen werde.

    Um den Ansturm der Verletzten zu bewältigen, aktivierte das Krankenhaus von Grenoble den Notfallplan „Plan Blanc“, um schnellstmöglich die notwendige medizinische Versorgung sicherzustellen.


    Ein Angriff mitten in der „Gang-Krieg-Zone“

    Die Behörden sprechen längst von einem Bandenkrieg in Grenoble. Besonders in der südlichen Stadtregion häufen sich bewaffnete Auseinandersetzungen, oft mit tödlichem Ausgang.

    Das betroffene Bar-Lokal ist ein beliebter Treffpunkt für die Nachbarschaft und bekannt als Ort zum gemeinsamen Fußballschauen. Dass es zum Ziel eines solchen Angriffs wurde, hat viele überrascht. „Es gab bislang keine Hinweise, dass dieser Ort besonders gefährdet wäre“, sagte Staatsanwalt Touret de Coucy.

    Großfahndung läuft – Sicherheit im Viertel verstärkt

    Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, bleibt die Polizei massiv vor Ort. „Unsere Kräfte werden eine Weile hier präsent bleiben“, kündigte Chloé Pantel, stellvertretende Bürgermeisterin des betroffenen Stadtteils, an.

    Die Bereitschaftspolizei CRS wurde zur Verstärkung eingesetzt, um weitere Gewalt zu verhindern. Zudem besucht der Gesundheitsminister Yannick Neuder die Verletzten im Krankenhaus.

    Ein brisanter Zufall: Nur zwei Tage nach dem Angriff – am Freitag – wird der neue französische Innenminister Bruno Retailleau Grenoble besuchen, um über Sicherheit im Alltag zu sprechen. Dieser Anschlag wird zweifellos im Mittelpunkt seiner Gespräche stehen.

    Was bleibt, ist die Frage: Ist das nur ein weiterer Fall eskalierender Gewalt – oder der Vorbote noch schlimmerer Konflikte? Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck daran, die Täter zu identifizieren, bevor die Gewalt in Grenoble eine neue Eskalationsstufe erreicht.

    Autor: C. Hatty

  • Emmanuel Macron fordert Waffenindustrie zu mehr Anstrengungen auf

    Emmanuel Macron fordert Waffenindustrie zu mehr Anstrengungen auf

    Der französische Präsident forderte die französische Rüstungsindustrie am Freitag dazu auf, schneller zu produzieren. Emmanuel Macron erinnerte insbesondere daran, wie wichtig es sei, die ukrainische Armee in ihrem Krieg gegen Russland zu unterstützen und damit große Rüstungsaufträge zu gewinnen. Macron möchte Frankreich aufrüsten. Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte am Freitag, dem 19. Januar, die französische Rüstungsindustrie außerdem auf, schneller auf die Bedürfnisse der Ukraine im Krieg gegen Russland zu reagieren. „Wir werden den Ukrainern weiterhin helfen“, denn „man darf Russland nicht denken lassen, dass es gewinnen kann (…) Ein russischer Sieg ist das Ende der europäischen Sicherheit“, sagte der französische Staatschef im Rahmen seiner Neujahrswünsche für die Streitkräfte auf dem Marinestützpunkt Cherbourg (Departement Manche). Aber dafür müsse die französische Verteidigungsindustrie in den „Kriegswirtschaftsmodus“ mit „einer schnelleren und stärkeren Produkt…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Normandie: Ein Toter und zwei Verletzte bei Explosion von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg

    Normandie: Ein Toter und zwei Verletzte bei Explosion von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg

    Personen, die das Haus eines verstorbenen etwa hundertjährigen Mannes ausräumen wollten, warfen versehentlich eine Tasche mit 15 bis 20 Kilogramm Sprengstoff in ein Feuer. Die Explosion war in einem Umkreis von sieben Kilometern zu hören. Am Samstag, dem 30. September, ereignete sich gegen 9 Uhr morgens eine tödliche Explosion in der Gemeinde La Meauffe im Département Manche (Normandie). Ein 64-jähriger Mann starb, berichtet der Sender France Bleu Cotentin. Eine gerichtliche Untersuchung soll die genauen Umstände der Explosion klären. Ein weiterer 64-jähriger Mann wurde sehr schwer verletzt und mit dem Hubschrauber in die Universitätsklinik von Caen geflogen. Ein 51-jähriger Mann wurde leicht verletzt in das Krankenhaus von Saint-Lô gebracht. Die Feuerwehr versorgte außerdem zwei Personen, die einen Schock erlitten hatten. Ersten Ermittlungen zufolge hatten sich am Samstag fünf Personen getroffen, um ein zum Verkauf stehendes Haus auszuräumen, nachdem der Besitzer, ein etwa hundertjähriger Mann, vor einem Jahr verstorben war. Beim Ausräumen entfachten sie ein Feuer im Freien, um alte Gegenstände und Teile des Hausrats zu verbrennen. Die Personen warfen dann „einen Sack mit 15 bis 20 Kilogramm Sprengstoff aus dem Zweiten Weltkrieg ins Feuer, darunter auch Granaten, die zerlegt worden waren“, erklärte der Bürgermeister von La Meauffe, Pascal Langlois, gegenüber dem Sender France Bleu Cotentin. Die anschließende Explosion war „in den Dörfern sieben Kilometer im Umkreis zu hören“. Die durch die Explosion verursachte Druckwelle traf ein unbewohntes Haus und einen landwirtschaftlichen Schuppen in der Nchbarschaft, „zerschlug die Fensterscheiben und ließ die Dächer wegfliegen“. Etwa 30 Feuerwehrleute, ein Ärzteteam und ein Rettungshubschrauber sowie die Gendarmerie waren schnell vor Ort. Auch Minenräumungsteams und ein Spezialist für chemische Risiken wurden mobilisiert. Für die Dauer des Einsatzes wurde das Gebiet weiträumig abgesperrt. Nach einer Inspektion des Geländes fanden die Minenräumer weitere fünf Kilogramm Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurden gegen 17 Uhr auf einem benachbarten Feld kontrolliert gesprengt, berichtet der Sender France Bleu Cotentin.
  • Demonstrationen gegen die Rentenreform: Solche gefährlichen Granaten setzt die französische Polizei ein

    Demonstrationen gegen die Rentenreform: Solche gefährlichen Granaten setzt die französische Polizei ein

    Am Rande der Kundgebungen kam es vermehrt zu Zusammenstößen zwischen einigen Demonstranten und der Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten Granaten ein, um die Menge zu zerstreuen – diese können jedoch bleibende Schäden verursachen.

    Wurfgeschosse gegen Tränengas. Am Donnerstag, dem 23. März, kam es während des Mobilisierungstages gegen die Rentenreform zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. In Rouen (Seine-Maritime) wurde einer 30-jährigen Demonstrantin ein Daumen abgerissen, berichtet France 3 Normandie. Ein Zeuge behauptete anschliessend, die Polizei habe Tränengas- und andere Granaten eingesetzt, um die Demonstranten zu zerstreuen, und das Opfer sei dabei verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft Rouen hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Umstände des Vorfalls zu ermitteln. Die Verstümmelung der Demonstrantin wirft Fragen über den Einsatz solcher Geschosse durch die Ordnungskräfte auf.

    Welche Granaten können von den Ordnungskräften eingesetzt werden?
    Es gibt zwei Arten von Granaten, die bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung eingesetzt werden. Sie gelten als „Feuerwaffen“, die nach dem Gesetz über die innere Sicherheit (Code de la sécurité intérieure, CSI) „zu den Kriegsmaterialien gehören“. Zunächst gibt es sogenannte Tränengasgranaten, die in zwei Unterkategorien unterteilt werden: Sofort- und Betäubungsgranaten, die auch als Blendgranaten bezeichnet werden. Und dann gibt es noch spezielle Handgranaten zur Entschärfung (GMD).

    Derzeit wird die „modulare 2-Effekt-Tränengasgranate“ (GM2L) von den französischen Ordnungskräften verwendet, seit die umstrittene GLI-F4 im Januar 2020 verboten wurde. „Die GM2L gehört zu den Waffen, die Tränengas- und Schalleffekt miteinander verbinden, aber im Unterschied zur GLI-F4 enthält sie keinen Sprengstoff“, fasste die Zeitung Le Monde damals zusammen. Denn die GLI-F4 enthielt 25 Gramm TNT, einen starken Sprengstoff. „Der damalige Innenminister Christophe Castaner beschloss, diese Waffen abzuschaffen (…), die im Moment der Detonation besonders gefährlich waren, sowohl für das Gehör als auch wegen der Splitter, die die Demonstranten verletzten“, zitiert Franceinfo Emilie Schmidt, Mitarbeiterin der NGO Acat in Frankreich.

    Die Handgranaten zur Entschärfung (GMD). Diese explosiven Granaten, die seit 2004 in Frankreich eingesetzt werden, verbreiten kein Gas, sondern schleudern Gummiteile „mit ohrenbetäubender Wirkung“, so Amnesty International. Auch sie enthalten eine Sprengladung, die einen sehr lauten Knall erzeugt und „18 halbsteife Gummipflastersteine von 9 g (…) mit 126 km/h in einem Radius von 30 Metern“ wegschleudert, so die NGO Acat. Im September 2020 tauchte ein neues Modell Granate auf: die nicht-letale Splittergranate (GENL). Dieses Modell ist laut dem Schéma national du maintien de l’ordre (SNMO) „weniger verwundbar“, verursacht „weniger Hochsprünge“ und ist laut Innenminister Gérald Darmanin „weniger gefährlich“. „Der Unterschied zwischen den beiden Granaten besteht darin, dass der Zündpfropfen der GENL fest mit dem Rest der Granate verbunden ist, wodurch verhindert wird, dass er bei der Explosion weggeschleudert wird und unbeabsichtigte Verletzungen verursacht. Die Energie, mit der die 18 Elastomerstifte weggeschleudert werden, wurde ebenfalls verringert“, so die IGPN, die Polizeiinspektion, in ihrem letzten Bericht, der im Juli 2022 erschien.

    Laut SNMO muss „die Anwendung von Gewalt durch die Kräfte der inneren Sicherheit absolut notwendig, streng verhältnismäßig und abgestuft sein und mit angemessenen Mitteln erfolgen“. Als Reaktion auf „Gewalt, mit der die Kräfte konfrontiert sind“, setzen sie daher „Waffen mittlerer Stärke“ wie eben diese Granaten ein. „Ihr Einsatz ist durch Richtlinien geregelt“, heißt es in der SNMO.

    Für die Granaten handelt es sich bei der Richtlinie um die „gemeinsame Einsatzdoktrin der Gendarmerie und der Polizei vom 2. August 2017“, heißt es in dem jüngsten Bericht der IGPN, die jedes Jahr die Anzahl der verschossenen Munition und das Ereignis, bei dem sie verwendet wurde, erfasst. Das Dokument ist nicht öffentlich zugänglich, aber NGOs wie Amnesty International und Acat France versichern, dass GM2L „durch Rollen auf dem Boden, in einer Kurve“ und „von Hand“ geworfen werden muss und eine GMD-Granate „immer von Hand in Bodennähe geworfen werden muss“.

    Nach Ansicht von Menschenrechts-Organisationen können sowohl Tränengas- als auch Entschärfungsgranaten bei Demonstranten bleibende Schäden verursachen. „Die GM2L verursachte schon zahlreiche schwere Verletzungen, die zu einer teilweisen oder vollständigen Amputation von Gliedmaßen führten. Die GMD führte zu zahlreichen schweren Verletzungen nach dem Auftreffen der Geschosse im Gesicht (vollständiger oder teilweiser Verlust der Gebrauchsfähigkeit eines Auges)“, sagt Emilie Schmidt von Acat. Sie berichtet, dass diese Art von Granaten bereits auch „irreversible Gehörschäden“ verursacht haben. Es muss gesagt werden, dass der Lärm einer Entschärfungsgranate den „eines startenden Flugzeugs übertrifft und die akustische Schmerzgrenze überschreitet“, so die Fachwebsite Maintien de l’ordre.

    „Wie jede Waffe kann auch die Granate Körperverletzungen verursachen“, räumt die IGPN in ihrem letzten Bericht ein. Die Polizeiinspektion ist jedoch der Ansicht, dass „ihre Gefährlichkeit stark reduziert ist, sobald die Regeln und Empfehlungen für den Einsatz einer GMD, die in der Anweisung vom 2. August 2017 vorgesehen sind, strikt eingehalten werden“.

    Und genau da liegt das Problem: Laut Amnesty International ist der Einsatz von Granaten durch die Ordnungskräfte oft „missbräuchlich“. „Waffen mit geringerer Letalität ersparen den Einsatz von Schusswaffen. Aber sie sind nicht harmlos, und wenn sie falsch oder missbräuchlich eingesetzt werden, können sie schwere Verletzungen verursachen oder sogar töten“, kritisiert Fanny Gallois, die bei Amnesty International France für Freiheitsrechte zuständig ist. Die Organisation erinnert daran, dass vor vier Jahren die 80-jährige Zineb Redouane aus Marseille starb, nachdem sie von einer Tränengasgranate, die von einem CRS-Polizisten geworfen wurde, ins Gesicht getroffen worden war. „Sie explodieren, indem sie Minigeschosse freisetzen, die in alle Richtungen geschleudert werden“, betont Fanny Gallois.

    „Frankreich ist das einzige europäische Land, das bei Einsätzen zur Aufrechterhaltung der Ordnung explosive Munition einsetzt, obwohl diese zu schweren Verletzungen führen kann“, sagt Emilie Schmidt von Acat. Sie fordert daher, dass „die Ausbildung der Ordnungskräfte im Umgang mit mittelschweren Waffen verstärkt und aktualisiert wird“. Außerdem fordert sie eine „Begrenzung des Einsatzes von Tränengas“.