Schlagwort: Golfplatz

  • Wasserknappheit: In Sainte-Maxime wird der Golfplatz mit wiederaufbereitetem Abwasser bewässert

    Wasserknappheit: In Sainte-Maxime wird der Golfplatz mit wiederaufbereitetem Abwasser bewässert

    Die Regierung arbeitet derzeit an neuen Regeln für die bessere Nutzung von wiederaufbereitetem Abwasser. Es könnte für die Straßenreinigung oder die Bewässerung kommunaler Blumenbeete verwendet werden.

    Um den Golfplatz von Sainte-Maxime im Département Var zu bewässern, muss nicht in das Grundwasser angezapft oder Wasser aus Flüssen gepumpt werden. Bereits seit 2006 werden die 90 Hektar des Golfplatzes mit Abwasser aus der städtischen Kläranlage bewässert. Zuvor wird es gefiltert, aufbereitet und in einem kleinen natürlichen See gelagert. „Die Kläranlage ist etwa 4 km Luftlinie vom See entfernt“, erklärt Thierry Gobino, Baudezernent von Sainte-Maxime auf dem Sender France 2.

    Der Golfplatz verbraucht 300.000 m³ Wasser pro Jahr. Der Direktor des Golfplatzes zahlt für das Wasser nur halb so viel, als wenn es Trinkwasser wäre. Hier hatte man im Sommer keine Probleme mit Trockenheit. Wenn die Regierung eine solche Praxis landesweit fördern möchte, müssen nach Ansicht des Direktors zunächst administrative Hemmnisse beseitigt werden. Heute produziert Frankreich jedes Jahr mehr als acht Milliarden m3 Abwasser. Nur 0,8 % davon werden wiederverwendet. In Spanien liegt die Quote bei 14%, in Israel bei 80%.

  • Wasserknappheit: Ausnahmegenehmigung für die Bewässerung von Golfplätzen sorgt für Kritik

    Wasserknappheit: Ausnahmegenehmigung für die Bewässerung von Golfplätzen sorgt für Kritik

    Während Frankreich von einer grossen Dürre heimgesucht wird, sorgt am Freitag, 5. August, eine Ausnahmeregelung für Kontroversen. Golfclubs dürfen nämlich weiterhin einen Teil ihrer Golfplätze bewässern…

    Ein leuchtend grüner Rasen, wie man ihn derzeit nicht oft sieht. In Dampierre-sur-le-Doubs (Doubs) wird ein Teil eines Golfplatzes regelmäßig bewässert. „Wir dürfen noch bestimmte Bereiche bewässern, vor allem die Abschlagzonen“, erklärt Mathieu Beyer, der Direktor des Golfplatzes Prunevelle vor der Kamera des Senders France 3. Auch für die Greens, die Bereiche um die Löcher, ist die Bewässerung noch erlaubt. In Zeiten grosser Trockenheit werfen diese Genehmigungen jedoch Fragen auf und sorgen für Kontroversen.

    Mehrere Politiker reagierten empört auf diese Genehmigungen, wie zum Beispiel Éric Piolle, der grüne Bürgermeister von Grenoble (Isère): „In den Anti-Dürre-Erlassen gibt es eine Ausnahmeregelung, um die Bewässerung der Golfgrüns zu erlauben! Während wir zur Sparsamkeit aufrufen, werden die Praktiken der Reichsten geschützt.“ Eine Position, die von der Umweltorganisation France Nature Environnement geteilt wird. „Sind Freizeitbeschäftigungen dieser Art vorrangig, wenn man sich in einer Krisenzeit befindet?“, fragt Vizepräsident Anthony Gaper. Die Golfspieler verteidigen sich und erklären, dass sie nur einen kleinen Teil des Platzes bewässern. Im Durchschnitt benötigt ein Golfplatz 25.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr.