Schlagwort: Goldpreis

  • Drei Minuten am helllichten Tag – wie ein Goldraub Annecy erschütterte

    Drei Minuten am helllichten Tag – wie ein Goldraub Annecy erschütterte

    Annecy, sonst Postkartenidylle zwischen See und Alpen, erlebte am vergangenen Mittwochmorgen einen Moment, der eher nach Großstadtkrimi klingt als nach savoyardischer Gelassenheit. Es ist der 14. Januar, kurz nach der Öffnung eines Geschäfts für Goldankauf und Schmuckhandel im Stadtzentrum von Annecy. Drei Minuten genügen. Dann ist alles vorbei – und nichts mehr wie zuvor. Die beiden Geschäftsführer warten auf den Geldtransporter. Eine Routine, eingespielt, unspektakulär. Genau in diesem Augenblick stürmen zwei Täter durch die offene Tür. Einer von ihnen hat sich zuvor direkt neben dem Laden versteckt, hockend, als würde er an einem Auto herumschrauben. Er zieht eine Sturmhaube über, zieht eine Waffe, stürzt auf die Tür zu. Kein Zögern. Keine Worte. Robin Gueydan, einer der Co-Geschäftsführer, versucht instinktiv, den Eindringling aufzuhalten. Ein Reflex, mehr nicht. Doch als die Schusswaffe sichtbar wird, tritt er zurück. Wer in diesem Moment noch von Kontrolle spricht, hat nie eine g…

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  • Goldpreis auf Rekordhoch: 4.000 Dollar pro Unze – was dahintersteckt

    Goldpreis auf Rekordhoch: 4.000 Dollar pro Unze – was dahintersteckt

    Ein symbolträchtiger Meilenstein ist gefallen: Am 8. Oktober 2025 überstieg der Goldpreis erstmals in der Geschichte die Marke von 4.000 US-Dollar pro Unze. Ein Signal, das weit über den Finanzmarkt hinausstrahlt – denn der Höhenflug des Edelmetalls offenbart die tiefsitzende Verunsicherung in einer Welt im Krisenmodus. Während in Washington der politische Shutdown tobt, in Nahost die Konflikte eskalieren und die Weltwirtschaft zwischen Stagnation und Inflationssorgen taumelt, setzen immer mehr Anleger auf die älteste Krisenwährung der Menschheit: Gold. Ein goldener Morgen – wortwörtlich Am Mittwochmorgen notierte der Spotpreis für eine Feinunze Gold bei 4.034,59 US-Dollar. Die Futures für Dezember zogen gar auf 4.056,80 Dollar an. Ein Sprung von 50 Prozent seit Jahresbeginn. Diese Zahlen stehen nicht für ein bloßes Kursfeuerwerk – sie spiegeln die tektonischen Verschiebungen wider, die derzeit die globale Finanzordnung durchrütteln. Analysten erwarten, dass die Preise weiter steigen k…

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  • Trumps Politik verstehen

    Trumps Politik verstehen

    Der US-Präsident nutzt Amerikas Macht auf eine Weise, wie es keiner seiner modernen Vorgänger getan hat – mit global spürbaren Folgen.

    Alte Gewissheiten zerfallen, aus Feinden werden plötzlich Freunde, und langjährige Verbündete sorgen sich tiefgreifend um den Zustand der US-Demokratie.


    Befeuert umfassende Berichterstattung über Trump nicht genau das, was er sich wünscht – nämlich maximale Aufmerksamkeit?

    Zweifellos hält er die Medien auf Trab. In Washington spricht man vom „flooding the zone“: Man überhäuft das Mediensystem mit einer solchen Menge an Nachrichten, dass es kaum möglich ist, den Überblick zu behalten. Es liegt in der Natur des Journalismus, Handlungen stärker zu gewichten als Worte – denn sie haben konkrete Auswirkungen, während Worte zunächst nur Rhetorik sein könnten.

    Aber: Die Worte eines Präsidenten tragen erhebliche Macht. Sie offenbaren Haltungen und können Handlungen vorbereiten. Journalisten konzentrieren sich daher auf Äußerungen, die auf seine Überzeugungen schließen lassen und Hinweise darauf geben, wohin er das Land führen möchte. Ihn zu ignorieren, ist sicher nicht der richtige Umgang.


    Haben sich die Persönlichkeiten von US-Präsidenten im Lauf der Zeit verändert? Von außen betrachtet wirkt die US-Politik zunehmend dysfunktional.

    Die Persönlichkeiten haben sich verändert, weil sich die gesellschaftlichen Strukturen gewandelt haben. Im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrtausends war die politische Lage ebenfalls konfliktreich. Dennoch bestand ein institutioneller Anreiz, parteiübergreifend zu arbeiten, um Dinge voranzubringen.

    Heute ist das in den USA grundlegend anders. Gerrymandering – also das parteipolitisch motivierte Zuschneiden von Wahlkreisen –, die Fragmentierung klassischer Medien, die Dominanz sozialer Netzwerke und die dadurch zunehmende Polarisierung haben dazu geführt, dass viele gewählte Amtsträger kaum noch politischen Nutzen darin sehen, die politische Mitte anzusprechen.

    Im Gegenteil: Wer sich zu kompromissbereit zeigt, riskiert innerparteiliche Gegenwehr. Der einzige realistische Weg, wie Kongressmitglieder ihre Wiederwahl gefährden, besteht darin, die eigene Basis zu verprellen. Das hemmt Zusammenarbeit und zieht zunehmend Hardliner an – statt Vermittler. Bis ins Weiße Haus.


    Was unterscheidet Trumps Außenpolitik von der seiner Vorgänger? Geht es nur um Provokation oder steckt eine langfristige Strategie dahinter?

    Journalisten neigen dazu, hinter dem Handeln eines Präsidenten eine verborgene Strategie zu vermuten – als müsse es einen übergeordneten Plan geben. Bei Trump jedoch geht es oft mehr um Instinkt als um strategisches Kalkül.

    Sein Bauchgefühl sagt ihm, dass die nach dem Zweiten Weltkrieg von den USA geschaffene internationale Ordnung Amerika benachteilige – und dass frühere Präsidenten, egal welcher Partei, es zugelassen hätten, dass andere Staaten – ob Verbündete oder Gegner – die USA ausnutzen.

    Das ist ein Kernbestandteil seiner Überzeugung, die ihn schon seit Jahrzehnten begleitet. Er misst traditionellen Allianzen wenig Bedeutung bei, und er bewundert autoritäre Führer – denn für ihn zählt vor allem Stärke oder zumindest der Anschein davon. Zwar wäre es zu kurz gegriffen, Trumps Haltung als isolationistisch zu bezeichnen – er äußerte durchaus imperial anmutende Gedanken, etwa über eine Übernahme Grönlands oder des Panamakanals – doch sein Slogan „America First“ bringt seine Grundhaltung ziemlich genau auf den Punkt.


    Die USA sehen sich traditionell als Leuchtturm von Demokratie und Freiheit. Welche Rolle spielt Trump bei der Wahrung dieser Werte – im Inland wie international?

    Trump teilt nicht das klassische Demokratieverständnis, das von Präsidenten beider Parteien im 20. und 21. Jahrhundert vertreten wurde. Er versuchte, eine freie und faire Wahl, die er klar verloren hatte, rückgängig zu machen. In der Zeit zwischen seinen Regierungsperioden forderte er öffentlich die „Beendigung“ der US-Verfassung, um wieder an die Macht zu kommen. Er spielt regelmäßig mit dem Gedanken, über die verfassungsmäßig zulässigen zwei Amtszeiten hinaus im Amt zu bleiben.

    Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus hat er Maßnahmen ergriffen, um die freie Presse einzuschränken, und nutzt seine Macht offen gegen politische Gegner. Ein ernsthaftes Interesse an der Förderung von Demokratie oder Menschenrechten weltweit zeigt er nicht. Im Gegenteil: Er hat sich mit Autokraten wie Putin, Xi Jinping, Mohammed bin Salman und dem ägyptischen Präsidenten Sisi – den er einmal als „meinen Lieblingsdiktator“ bezeichnete – solidarisiert. Gleichzeitig erklärte er, er wolle andere Länder nicht in Bezug auf deren Innenpolitik belehren – Ausnahmen bilden Venezuela und Brasilien.

    Die eigentliche Frage lautet daher: Beobachten andere Länder dieses Verhalten – und fühlen sich dadurch ermutigt, sich ebenfalls von demokratischen Normen abzuwenden?

    (Basierend auf einer Veröffentlichung der New York Times)


    Weitere Nachrichten

    – In Israel wurde an den zweiten Jahrestag der Angriffe vom 7. Oktober erinnert. Zeitgleich liefen in Ägypten die Verhandlungen über Trumps Nahost-Friedensplan weiter. Erwartet wird, dass sein Schwiegersohn Jared Kushner und sein Nahost-Beauftragter Steve Witkoff an den Gesprächen teilnehmen.

    – Der Internationale Strafgerichtshof hat einen sudanesischen Milizenführer wegen seiner Rolle bei Gewalttaten in Darfur verurteilt. Es ist die erste Verurteilung des Gerichts für Kriegsverbrechen in dieser Region.

    – In den Vororten von Chicago bereiteten sich Nationalgardisten aus Texas auf ihren Einsatz vor. Rund 200 sollen heute gegen den Willen lokaler Behörden in die Stadt verlegt werden.

    – In Aleppo, der zweitgrößten Stadt Syriens, kam es zu Gefechten zwischen syrischen Regierungstruppen und kurdischen Kämpfern.

    – Der Nobelpreis für Physik wurde an Forscher verliehen, die nachwiesen, dass sich Quantenmechanik auch in makroskopischen Systemen beobachten lässt – also in Objekten, die man „mit den eigenen Händen anfassen“ kann.

    – Verunsicherte Investoren trieben den Goldpreis erstmals über die Marke von 4.000 Dollar pro Unze.

    – Der Vatikan teilte mit, dass Papst Leo XIV. im kommenden Monat erstmals ins Ausland reisen wird – mit Stationen im Libanon und in der Türkei.

    Autor: P. Tiko

  • Verlässlichkeit in der Krise: Warum der Goldpreis durch die Decke geht

    Verlässlichkeit in der Krise: Warum der Goldpreis durch die Decke geht

    Gold glänzt wieder – und wie! Mit über 3.000 Dollar pro Unze hat der Preis des Edelmetalls ein neues Rekordhoch erreicht. Was auf den ersten Blick nach einer trockenen Finanznachricht aussieht, ist in Wahrheit ein Weckruf: Wenn Gold derart gefragt ist, brodelt es unter der Oberfläche der Weltwirtschaft gewaltig.

    Denn Gold steigt nicht einfach so.

    Es reagiert. Auf Ängste, auf Krisen, auf ein geopolitisches Klima, das vielen Anlegern das Blut in den Adern gefrieren lässt.

    Goldrausch in Zeiten der Unsicherheit

    Am 14. März durchbrach der Goldpreis erstmals die magische Marke von 3.000 Dollar – das entspricht rund 2.768 Euro – pro Unze. Schon seit Beginn des Jahres 2024 kletterte der Preis stetig, doch dieser Sprung war beispiellos.

    Hinter dieser Entwicklung steht eine Kettenreaktion. Die jüngsten Spannungen zwischen den USA und Europa, angeheizt durch Donald Trumps Drohungen, europäische Weine und Champagner mit 200 Prozent Zoll zu belegen, haben Anleger weltweit in Aufruhr versetzt. Was macht man, wenn man nicht weiß, wohin die Welt steuert? Man greift zu Altbewährtem – zu Gold.

    Ein Klassiker in unsicheren Zeiten.

    Trump, Zölle und die Angst vor der Rezession

    Neil Meader, Edelmetallexperte bei Metals Focus, bringt es auf den Punkt: Die wirtschaftliche und politische Unsicherheit, die seit Trumps Rückkehr auf die Weltbühne herrscht, sorgt für ein Klima, in dem Gold als sicherer Hafen massiv profitiert. Meader nennt explizit die angespannte Handelsbeziehung zwischen Europa und den USA – aber auch die globalen Auswirkungen von Trumps Zollpolitik.

    Und dann ist da noch der geopolitische Flächenbrand.

    Der Krieg in der Ukraine tobt weiter, in Gaza flammen die Kämpfe erneut auf. Kein Wunder, dass viele Investoren ihr Vertrauen in Aktien und Währungen verlieren – und sich Gold als solide Alternative suchen.

    Historisch bewährt: Gold trotzt jeder Krise

    Es ist kein Zufall, dass der Goldpreis auch während früherer globaler Schocks gestiegen ist. 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, sowie 2022 nach der Invasion Russlands in die Ukraine, schnellte er jeweils deutlich nach oben.

    „Gold hat eine Eigenart“, erklärt Benjamin Louvet, Rohstoffexperte bei OFI Invest. „Es existiert physisch. Anders als bei einer Aktie kann es nicht einfach verschwinden oder pleitegehen.“

    Diese Bodenständigkeit – im wahrsten Sinne des Wortes – macht Gold zu einem Fels in der Brandung, wenn die Welt aus den Fugen gerät.

    Die Rolle der Notenbanken: Gold als geopolitisches Werkzeug

    Doch nicht nur Krisen treiben den Goldpreis nach oben. Auch zentrale Akteure wie die Notenbanken haben großen Anteil an der aktuellen Entwicklung. Seit 2022 kaufen sie – allen voran die chinesische Zentralbank – jedes Jahr rund 20 Prozent des gesamten Goldmarktes auf.

    Ein unglaubliches Volumen.

    Laut Arnaud du Plessis von CPR Asset Management steckt dahinter ein klarer Plan: Die Ent-Dollarisierung der Weltwirtschaft. Seit dem Zweiten Weltkrieg dominieren die USA die Finanzwelt – nun versuchen Länder wie China, sich Stück für Stück aus diesem System zu lösen. Und Gold spielt dabei eine zentrale Rolle.

    Denn wer Gold hat, braucht keine Dollarreserven mehr – oder zumindest weniger davon.

    Bleibt der Preis so hoch? Eine offene Frage

    So stark die Rally auch ist, einige Experten mahnen zur Vorsicht. Neil Meader ist überzeugt: Damit der Goldpreis dauerhaft über 3.000 Dollar bleibt, müssten sich globale Krisen auf Dauer manifestieren. Eine Beruhigung der internationalen Lage oder wirtschaftliche Stabilität in den USA könnte den Preis wieder drücken.

    Aber wann, bitteschön, war die Welt zuletzt wirklich ruhig?

    Ein kurzer Blick in die Nachrichten genügt – und man versteht, warum viele den aktuellen Höhenflug nicht für eine Blase halten, sondern für eine logische Reaktion auf eine Realität voller Spannungen, Machtspiele und wirtschaftlicher Brüche.

    Gold bleibt das Vertrauen der Menschheit in physischer Form

    Gold ist nicht einfach ein Metall. Es ist Symbol, Sicherheit, Strategie – und manchmal sogar ein stiller Protest gegen die Unwägbarkeiten moderner Politik. In unsicheren Zeiten ist es das stille Flüstern, das Anleger verstehen: „Ich bin da. Ich verrott’ nicht. Ich bleib‘ was wert.“

    Von C. Hatty

  • Goldpreis erreicht Allzeithoch: Sollte man jetzt seinen Schmuck verkaufen?

    Goldpreis erreicht Allzeithoch: Sollte man jetzt seinen Schmuck verkaufen?

    Ist es angesichts der Tatsache, dass der Goldpreis auf einem historischen Höchststand angekommen ist, eine gute Idee, jetzt seine Halsketten, Ringe oder Münzen zu verkaufen?

    Der Goldpreis erreicht neue Höchststände. Am Montag, dem 4. Dezember, stieg der Preis auf über 2.100 Dollar für eine Unze. Das entspricht einem Anstieg von 15% innerhalb eines Jahres. Damit wurde der bisherige historische Rekord, der 2020 während der Covid-19-Pandemie aufgestellt wurde, übertroffen.

    Der Anstieg des Goldpreises lässt sich durch mehrere Faktoren erklären. Erstens ist Gold ein sicherer Hafen, sobald es Krisen gibt, vor allem geopolitische Krisen. Gold ist allein seit dem Aufflammen des gewaltsamen israelisch-palästinensischen Konflikts um fast 13% gestiegen.

    Eine weitere Erklärung sind Käufe der Zentralbanken. Schwellenländer wie China, Russland und Indien verringern ihre Dollarreserven und kaufen heute lieber Gold, wodurch der Kurs steigt.

    Ist also jetzt der richtige Zeitpunkt, um sein Gold zu verkaufen, egal ob in Form von Schmuck, Barren oder Münzen? Tatsächlich ist das Preisniveau derzeit sehr hoch. Wer also seit Jahren Gold besitzt könnte zumindest einen Teil des Wertzuwaches mitzunehmen und ihn zu Geld machen.

    Es ist jedoch schwierig, Vorhersagen über die weitere Goldpreis-Entwicklung zu treffen. Wenn sich die Kämpfe im Gaza-Streifen auf den gesamten Nahen Osten ausweiten, wird der Goldpreis weiter deutlich steigen. Wenn sich die Lage hingegen beruhigt, wird er sinken. Analysten sind der Meinung, dass der Kurs des Goldes derzeit hoch bleiben und es keinen schnellen Rückgang geben wird.

    Wer sein Gold verkaufen möchte, sollte sich unbedingt an spezialisierte Geschäfte wenden und das Internet vermeiden. In manchen Fällen kann man auch gerne seine Bank um Rat befragen.

    Beim Weiterverkauf von physischem Gold sind mehrere Dinge zu beachten. Zunächst einmal wird der Ankaufspreis von einer reihe anderer Faktoren als dem Kurs abhängen. Soi ist es zum Beispiel wichtig, dass Münzen in gutem Zustand sind, so neu wie möglich. Sonst kann es einen Wertverlust geben. Bei Schmuck spielt meist das Gewicht des Goldes die entscheidende Rolle. Das Goldgewicht bei Schmuck ermöglicht es allerdings oft nicht, den Betrag zu erreichen, dem einer Besitzerin oder einem Besitzer der Schmuck „wert ist“.

    Wichtig und unbedingt zu beachten:

    Beim Verkauf eines Schmuckstücks ab einem Betrag von 5.000 € muss in Frankreich eine Steuer entrichtet werden, die sich auf 6,5 % des Preises beläuft. Darunter muss keine Steuer gezahlt werden.

    Für Edelmetalle, wie Goldmünzen oder Barren, gilt eine andere Regelung. Privatpersonen haben zwei Möglichkeiten: Entweder zahlen sie eine Pauschalsteuer von 11,5 % auf den Verkaufsbetrag; oder sie können sich für die Regelung für Kapitalgewinne in der jährlichen Steuererklärung entscheiden.

    Die Steuer dann auf Kapitalgewinne wird aus der Differenz zwischen dem Verkaufs- und dem Ankaufspreis berechnet. Man dafür muss allerdings in der Lage sein, das Datum und den Ankaufspreis zu belegen. Wer zum Beispiel eine Goldmünze von der Großmutter erhalten hat und daher keinen Kaufnachweis besitzt, kann diese Regelung nicht in Anspruch nehmen. Die Steuer beträgt dann 36,2 % auf Kapitalgewinne mit einem jährlichen Abschlag von 5 % ab dem dritten Jahr des Besitzes. Das läuft darauf hinaus, dass man ab einer Haltedauer von 22 Jahren komplett von der Steuer befreit ist.