Schlagwort: Glasfaser

  • Sabotage im Département Sarthe: Als plötzlich das Telefon-Netz verstummte

    Sabotage im Département Sarthe: Als plötzlich das Telefon-Netz verstummte

    Es brauchte nur einen gezielten Eingriff – und plötzlich war Stille. Im Süden des Départements Sarthe standen am Mittwoch, dem 18. Februar 2026, mehr als 11.000 Kundinnen und Kunden des Telekommunikationsanbieters Orange ohne Mobilfunk, Internet und Festnetztelefonie da. Kein Klingeln, kein Signal, kein digitales Lebenszeichen. Was zunächst wie eine technische Panne wirkte, entpuppte sich rasch als gezielter Akt von Vandalismus. Der Vorfall nahm seinen Anfang am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr in der Gemeinde Guécélard. Unbekannte versuchten dort, Kupferkabel zu stehlen – ein Delikt, das in Frankreich seit Jahren Konjunktur hat. Kupfer erzielt auf dem Schwarzmarkt beachtliche Preise, der Anreiz ist groß. Doch in diesem Fall traf es nicht nur die metallhaltigen Leitungen. Auch essenzielle Glasfaserkabel wurden beschädigt. Damit kappte der Eingriff gleich mehrere Hauptschlagadern der regionalen Telekommunikation. Am nächsten Morgen folgte das böse Erwachen. In Dutzenden Gemeinden blieb der…

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  • Das Ende der Kupferleitung: Frankreich schaltet bis 2030 vollständig auf Glasfaser um

    Das Ende der Kupferleitung: Frankreich schaltet bis 2030 vollständig auf Glasfaser um

    Das vertraute Rauschen auf der Telefonleitung, die zähe Internetverbindung am späten Nachmittag, der langsame Seitenaufbau – all das gehört für viele Französinnen und Franzosen bald der Vergangenheit an. Frankreich zieht einen klaren Schlussstrich unter die ADSL-Technologie. Spätestens 2030 soll im ganzen Land Glasfaser liegen, die alten Kupferleitungen werden abgeschaltet. Schon jetzt ist der Umbruch spürbar. Mehr als 700 Kommunen haben die ADSL-Verbindung endgültig verloren, rund 900.000 private und gewerbliche Anschlüsse waren allein Ende Januar betroffen. Für manche kam der Wechsel gerade noch rechtzeitig. In einem kleinen Kurzwarenladen im nordfranzösischen Hazebrouck ließ sich die Inhaberin Jacqueline Capelle die Glasfaser buchstäblich in letzter Minute installieren. Ein ganzer Arbeitstag, neue Anschlüsse, ein wenig Fluchen inklusive – aber das Ergebnis überzeugt. Keine Störgeräusche mehr, klare Gespräche, kaum Unterbrechungen. Läuft, wie man so sagt. Der technische Hintergrund d…

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  • Sabotage und Spur ins Ausland – was man über die Untersuchungen weiss

    Sabotage und Spur ins Ausland – was man über die Untersuchungen weiss

    Nach den Sabotageakten an den TGV-Linien in der letzten Woche und den jüngsten Angriffen auf Glasfaserkabel in der Nacht von Sonntag auf Montag, verdichten sich die Hinweise auf eine Operation der Ultra-Linken. Gleichzeitig stellt die Regierung auch Überlegungen zu einer möglichen ausländischen Einmischung an. Präzise Planung und gezielte Angriffe Es war eine akribisch geplante Aktion. In der Nacht vom 26. auf den 27. Juli wurden an verschiedenen Stellen des TGV-Netzes Glasfaserkabel durchtrennt und in Brand gesetzt. Diese Kabel sind essenziell für die Übermittlung sicherheitsrelevanter Informationen wie Signale und Weichenstellungen. Inmitten der Hochsaison der Sommerferien und nur wenige Stunden vor der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Paris führte der Sabotageakt zu einem regelrechten Chaos in den Bahnhöfen bis zum Montagmorgen, dem 29. Juli. Innenminister Gérald Darmanin erklärte, dass die Sabotageakte „sehr präzise, äußerst zielgerichtet und absichtlich“ ausgeführt wu…

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  • Morbihan: 14.000 Haushalte ohne Telefon und Internet

    Morbihan: 14.000 Haushalte ohne Telefon und Internet

    Im Departement Morbihan waren Tausende Einwohner von Quiberon und Belle-Île-en-Mer von einem großen Telefon- und Internetausfall betroffen. Auch die Rettungskräfte waren mehrere Stunden lang nicht erreichbar.

    Die Gemeinden Belle-Île-en-Mer und Quiberon (Morbihan) waren ohne jegliche Kommunikationsmittel. Festnetztelefon, Mobiltelefon und Internet waren am Freitag, dem 21. April, komplett ausgefallen. Der Ausfall dauerte mehr als neun Stunden. 14.000 Haushalte waren ohne Telefon und Internet. Auch die Rettungsdienste waren nicht erreichbar. Die Feuerwehr musste sich organisieren. „Wir haben einen physischen Empfang für Notfallpatienten im Rettungszentrum eingerichtet“, erklärt Feuerwehr-Leutnant Bago auf dem Sender France 2.

    Defektes Glasfaserkabel
    Selbst in den Bäckereien war es ohne Glasfasernetz schwierig, sein Baguette zu bezahlen. Die Bezahlterminals waren außer Betrieb. „Am Anfang haben wir die Leute zu den Automaten geschickt, die in der Gegend stehen. Aber sie kamen zurück und sagten uns: ‚Die Automaten sind auch alle kaputt.‘ Da wurde es also ein bisschen kompliziert“, erzählt die Bäckerin Julie Carzon. Der Ausfall soll mit einem defekten Glasfaserkabel zusammenhängen. Bis zum Nachmittag konnte das Netz dank des sofortigen Einsatzes von Technikern wieder hergestellt werden.

  • Zerstörung von Glasfaserkabeln: Was man über die Sabotage des Internetzugangs bisher weiss

    Zerstörung von Glasfaserkabeln: Was man über die Sabotage des Internetzugangs bisher weiss

    Nach einer Welle von Sabotage-Akten mit grossen auswirkungen gegen das französische Glasfasernetz wurde am Mittwoch eine Voruntersuchung eingeleitet, wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte.

    Die Cyberabteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung zu Vorfällen eingeleitet, die am Mittwoch in mehreren französischen Großstädten zu Verlangsamungen und Ausfällen des Internetzugangs führten.

    Was war passiert?
    „Zerstörungen von Kabeln wurden in der Region Ile-de-France bestätigt, die sich auf das Festnetz und das Mobilfunknetz auswirken“, teilte der Staatssekretär für Digitales Cédric O auf Twitter mit. Die Website Zone ADSL zählte in den letzten 24 Stunden 9.156 Ausfälle im Festnetz-Internet in Frankreich, die vor allem Kunden des Anbieters Free und in geringerem Maße die das Providers SFR betrafen.

    Free sprach von „Angriffen“ in der Nacht“ und auch SFR bestätigte „mehrere Glasfaserunterbrechungen“. Bouygues und Orange gaben hingegen an, nicht von diesen Unterbrechungen betroffen zu sein. „Die Angriffe ereigneten sich heute Nacht um 4 Uhr. Seit heute Morgen sind die Teams mobilisiert“, erklärte der Betreiber Free gegenüber der Agentur AFP und hofft, dass das Netz „im Laufe des Tages wiederhergestellt“ sein wird. InfraNum, Verband aller Industrieunternehmen der digitalen Infrastruktur Frankreichs, verurteilte am Mittwoch „entschieden diesen unverantwortlichen Angriff“ auf die Glasfasernetze.

    Welche Städte waren betroffen?
    Die Sabotage-Akte mit sehr grossem Ausmaß auf das nationale Glasfasernetz, deren Urheber bisher nich unbekannt sind, führten in mehreren französischen Großstädten, darunter vor allem Grenoble, Besançon, Reims und Straßburg, zu Verlangsamungen und Unterbrechungen des Internetzugangs.

    Welche ersten Hinweise gibt es?
    „Handelt es sich um einen digitalen Terrorakt? Vielleicht. Es hatte eine große Auswirkung, weil die Angriffe auf die Kabel gut koordiniert wurden, von Leuten, die das Netz zwangsläufig kennen“, sagte Nicolas Guillaume, Leiter des alternativen Anbieters Netalis, der sich auf Geschäftskunden spezialisiert hat, gegenüber der Agentur AFP.

    Lesen Sie auch: Internet in mehreren französischen Städten gestört – Free spricht von “böswilligen Handlungen”

    „Ein Vorfall dieser Größenordnung kommt nie zufällig vor“, sagte eine mit dem Fall vertraute Quelle gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. „Es ist das erste Mal, und wir wissen im Moment nicht, wer es war“. Überwachungsvorrichtungen seien eingerichtet worden, um zu verhindern, dass so etwas auch anderswo passiert.

    Entsprechende Ermittlungen wurden dem Inlandsgeheimdienst DGSI und der Zentraldirektion der Kriminalpolizei (Direction centrale de la police judiciaire, DCPJ) übertragen.

  • Wird in Frankreich landesweites High-Speed-Internet bis 2025 Wirklichkeit?

    Wird in Frankreich landesweites High-Speed-Internet bis 2025 Wirklichkeit?

    Frankreich hat vor fast zehn Jahren einen Plan für Hochgeschwindigkeitsinternet gestartet, der bis 2025 als erstes europäisches Land schnelle Verbindungen für alle Menschen in städtischen und ländlichen Gebieten gewährleisten soll.

    Während der Pandemie ist das Hochgeschwindigkeitsinternet wichtiger als je zuvor geworden. Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus, und aufgrund der Einschränkungen und der Angst vor ansteckungen verbringen viele Menschen Tage und Nächte mit Netflix.

    „Die Digitalisierung hat es unserer Wirtschaft ermöglicht, der Gesundheitskrise zu widerstehen“, äusserte sich Jean Castex.

    Drei von vier Franzosen sind der Meinung, dass der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes eine Priorität für die Regierung sein sollte. Und vor allem im ländlichen Frankreich klagen viele über langsame Verbindungsgeschwindigkeiten. Um dieses Problem zu lösen, wurde 2013 der Plan France Très Haut Débit ins Leben gerufen. Mit einer staatlichen Finanzierung in Höhe von 3,57 Milliarden Euro soll eine digitale Infrastruktur geschaffen werden, die sicherstellt, dass alle Franzosen bis 2025 Zugang zum Hochgeschwindigkeitsinternet haben.

    Der Schlüssel zum Erfolg dieser Massnahme ist die Verlegung von Glasfaserkabeln. Diese Technologie kann Informationen mit 70 Prozent der Lichtgeschwindigkeit übertragen – mit anderen Worten, sie ermöglicht es, Inhalte aus dem internet in sehr hohem Tempo zu laden.

    Derzeit haben bereits zwei Drittel der französischen Haushalte Zugang zum Hochgeschwindigkeitsinternet.

    Nach Angaben der französischen Regierung hat das Land mehr Glasfaserkabel verlegt als alle seine Nachbarländer. Allein im Jahr 2020 haben sechs Millionen zusätzliche Haushalte Zugang zum Hochgeschwindigkeitsinternet erhalten. Die Regierung investierte zusätzlich zu den Finazierungen des Plan France Très Haut Débit weitere 570 Millionen Euro, um den Ausbau zu beschleunigen.

    Die Geschwindigkeit, mit der die Haushalte Zugang zum Hochgeschwindigkeitsinternet erhalten, ist viermal höher als im Jahr 2015.

    In einigen Departements liegt die Glasfaserabdeckung jedoch noch unter 30%: Landes, Dordogne, Ardèche, Hautes-Alpes, Savoie, Creuse, Vendée, Côtes d’Armor, Orne, Yonne, Nièvre, Haute Saône und Jura.

    Die Regierung will die Glasfaserabdeckung bis Ende 2022 auf 80 Prozent ausbauen. Dafür stellt sie weitere 150 Millionen Euro zur Verfügung, aus dem breit angelegten Wirtschaftsprogramm „France Relance“, das 2020 aufgelegt wurde, um dem Land zu helfen, sich von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie zu erholen.

    Branchenkenner gehen davon aus, dass die Regierung ihr Ziel sogar übertreffen und bis Ende 2022 etwa 87% der Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsinternet versorgen wird, wenn die Verlegung von Glasfaserkabeln weiter so gut läuft.