Schlagwort: Geschwindigkeitsbegrenzung

  • 50 km/h auf dem Pariser Périphérique: wirksamer Umwelstchutz oder politisches Symbol?

    50 km/h auf dem Pariser Périphérique: wirksamer Umwelstchutz oder politisches Symbol?

    Der Pariser Périphérique ist kein gewöhnlicher Stadtring. Er ist eine pulsierende Schlagader – und gleichzeitig ein chronisch verstopfter Lungenflügel der Hauptstadt. Mehr als eine Million Fahrzeuge drängen sich hier täglich. Mit ihnen ein Cocktail aus Stickoxiden, Feinstaub und Lärm, der weit über die Betonwände hinausstrahlt.

    Seit dem 1. Oktober 2024 gilt hier Tempo 50 statt 70. Offiziell, um die Luft sauberer, die Straßen sicherer und die Nächte leiser zu machen. Doch wirkt diese Maßnahme tatsächlich? Vor allem, wenn es um Luftschadstoffe wie Stickstoffdioxid (NO₂) und Feinstaub geht?

    Die Umweltorganisation Respire, die seit Jahren für bessere Luft kämpft, bringt es auf den Punkt: spürbare Wirkung bei NO₂, kaum Einfluss bei den Partikeln. Klingt klar – doch wie stichhaltig ist das?


    NO₂: leichte Entlastung, aber keine Revolution

    Die ersten Auswertungen der Stadt zeigen: Die NO₂-Werte am Périphérique sind im Durchschnitt um rund sechs Prozent gesunken. Ein zaghafter, aber messbarer Rückgang. An manchen Abschnitten ist die Verbesserung deutlicher, an anderen – vor allem im Westen – eher marginal.

    Kritiker, allen voran die „Ligue de Défense des Conducteurs“, halten dagegen: Die Luftqualität sei in den Wintermonaten ohnehin wetterbedingt besser gewesen – Regen und Wind hätten mehr beigetragen als die neue Tempobremse.

    Doch das technische Argument bleibt schlüssig: Weniger abruptes Beschleunigen bedeutet weniger Stickoxide aus den Motoren. Entscheidend ist jedoch der Verkehrsfluss. Läuft der Verkehr flüssig, ist der Effekt da. Entstehen hingegen Staus mit Bremsen und Anfahren, verpufft der Gewinn.

    Das Fazit: Eine moderate Verbesserung – hilfreich, aber kein Befreiungsschlag.


    Feinstaub: der blinde Fleck

    Bei den Partikeln PM₁₀ und PM₂,₅ sieht die Sache anders aus. Hier bleibt der Effekt der Geschwindigkeitsbegrenzung nahezu unsichtbar.

    Der Grund: Feinstaub entsteht nicht nur aus Abgasen. Bremsabrieb, Reifenverschleiß, Heizungen, Industrie, ja sogar weiträumig eingetragene Luftmassen tragen erheblich dazu bei. Ein Großteil der Partikelbelastung in Paris stammt also gar nicht direkt vom Périphérique.

    Hinzu kommt: Viele Partikel entstehen sekundär, also erst durch chemische Reaktionen in der Atmosphäre. Lokale Maßnahmen wie eine Temporeduzierung wirken da nur bedingt.

    Die bisherigen Messungen bestätigen das Bild: Keine klare Abwärtskurve bei den Partikeln. Die Schwankungen scheinen stärker vom Wetter als von der Geschwindigkeit beeinflusst.

    Kurz gesagt: Für Feinstaub ist Tempo 50 fast wirkungslos.


    Hat Respire recht?

    Respire liegt mit seiner Einschätzung grundsätzlich richtig: NO₂ hat messbar abgenommen, Feinstaub praktisch nicht. Doch ein kleiner Haken bleibt: Die Beobachtungszeit ist zu kurz.

    Ein Jahr reicht nicht, um den Einfluss zuverlässig zu beurteilen. Mehr als ein kompletter Jahreszyklus wäre nötig, um saisonale Effekte – etwa Heizperioden im Winter oder photochemische Prozesse im Sommer – herauszufiltern.

    Auch sollte Respire seine Datenbasis transparenter machen. Ohne genaue Zahlen, Messpunkte und Methoden bleibt die Argumentation zwar plausibel, aber nicht überprüfbar.

    Die Quintessenz: Die Position ist glaubwürdig, braucht aber mehr Substanz.


    Vier Unsicherheiten, die bleiben

    1. Kurze Beobachtung: Zu wenige Monate Datenlage – viel zu wenig für klare Trends.
    2. Meteo-Einfluss: Regen, Wind, Temperatur sind oft entscheidender als 20 km/h weniger.
    3. Verkehrsverlagerung: Wenn Autofahrer auf andere Straßen ausweichen, ändert sich die Belastung nur örtlich.
    4. Kombinierte Maßnahmen: Tempo 50 wirkt nicht allein, sondern im Zusammenspiel mit Zonen für saubere Fahrzeuge, Carsharing oder Elektromobilität.

    Symbol oder Baustein?

    Ist die Tempodrosselung also nur Symbolpolitik? Nicht ganz. Sie fügt sich in eine größere Strategie ein: weniger Autoverkehr, sauberere Fahrzeuge, bessere Alternativen im ÖPNV.

    Tempo 50 ist also kein Wundermittel – aber ein Steinchen im großen Mosaik der urbanen Luftreinhaltung. Ohne weitere Schritte bleibt es ein Tropfen auf den heißen Asphalt.

    Von Daniel Ivers

  • Tempo 50 auf dem Pariser Périphérique: Was steckt hinter der neuen Regelung?

    Tempo 50 auf dem Pariser Périphérique: Was steckt hinter der neuen Regelung?

    Seit dem 10. Oktober 2024 ist es offiziell: Die Geschwindigkeit auf dem gesamten Pariser Périphérique, einer der meistbefahrenen Straßen Europas, wird von 70 auf 50 km/h reduziert. Diese Entscheidung, die von der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo im Rahmen ihrer umweltpolitischen Agenda getroffen wurde, betrifft alle 35 Kilometer des Boulevards und soll vor allem die Luftqualität und die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern. Ein schrittweiser Übergang Die Einführung der neuen Geschwindigkeitsbegrenzung erfolgte stufenweise. Anfang Oktober begann die Stadt damit, die Geschwindigkeit auf bestimmten Abschnitten des Périphériques zu senken. Am 10. Oktober war schließlich auch der letzte Abschnitt – der äußere Ring zwischen der Porte de Châtillon und der Porte de Bagnolet – betroffen. Seitdem gilt auf der gesamten Strecke Tempo 50.

    Dieses Maßnahmenpaket ist nicht überraschend. Schon seit Jahren verfolgt Hidalgo eine strenge U…

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  • Verärgerung über Tempolimit auf der A7: „Geldmaschine“ und „sicherheitskontraproduktiv“

    Verärgerung über Tempolimit auf der A7: „Geldmaschine“ und „sicherheitskontraproduktiv“

    Die jüngsten Maßnahmen zur Verkehrsregulierung auf der A7 zwischen Vienne und Lyon, insbesondere die Einführung einer auf 50 km/h reduzierten Geschwindigkeitsbegrenzung, haben bei lokalen Amtsträgern und Autofahrern für Unmut gesorgt. Diese Begrenzung kommt zu den bereits bestehenden drei Geschwindigkeitsbeschränkungen auf diesem Autobahnabschnitt hinzu und hat bei den Nutzern für Verwirrung und Frustration gesorgt.

    Die Neuerung und ihre Auswirkungen

    Seit dem 20. März ist auf einem 8 km langen Abschnitt der Autobahn A7 südlich von Lyon die Geschwindigkeit in Vorbereitung auf eine speziell für Fahrgemeinschaften reservierte Spur auf 50 km/h reduziert worden. Diese Spur soll zwischen 7:00 und 9:30 Uhr morgens von Vienne nach Lyon zur Verfügung stehen. Ziel ist es, den Verkehr zu entlasten, doch die Art der Umsetzung stößt auf Kritik.

    Schwierigkeiten bei der Einhaltung

    Thierry Kovacs, Bürgermeister von Vienne, äußerte seine Bedenken hinsichtlich der Praktikabilität und Sicherheit dieser Maßnahme: „Es ist schlicht unmöglich, auf einer sechsspurigen Autobahn mit Standstreifen 50 km/h zu fahren, ohne den Verkehrsfluss erheblich zu stören und von anderen Verkehrsteilnehmern überholt zu werden.“ Kovacs hebt hervor, dass solch niedrige Geschwindigkeiten auf einer Autobahn potenziell sicherheitskontraproduktiv sein könnten.

    Reaktionen der Betroffenen

    Viele Autofahrer teilen Kovacs‘ Bedenken und kritisieren die inkonsistenten Geschwindigkeitsbegrenzungen entlang der 32 km zwischen Vienne und Lyon als verwirrend und risikoreich. Ein Fahrer kommentierte: „Das ständige Bremsen und Beschleunigen führt zu Staus und erhöht das Unfallrisiko.“

    Ein anderer Nutzer vermutet hinter den Maßnahmen finanzielle Interessen: „Es scheint nur eine weitere Geldquelle zu sein. Bei so vielen unterschiedlichen Beschränkungen verliert man den Überblick.“

    Sicherheit versus Praktikabilität

    Die französische Straßenverkehrsbehörde betont, dass eine Verringerung der Durchschnittsgeschwindigkeit die Zahl der tödlichen Unfälle signifikant reduzieren kann. Allerdings beklagen tägliche Nutzer dieser Strecke, dass die ständig wechselnden Geschwindigkeitslimits eher zu Verwirrung führen und es schwer machen, die vorgeschriebene Geschwindigkeit korrekt einzuhalten.

    Bislang blieben die Forderungen des Bürgermeisters von Vienne nach einer Überarbeitung der Maßnahmen durch die Präfektur des Rhône unerhört. Der Fall verdeutlicht die komplexe Balance zwischen Verkehrssicherheit und der Praktikabilität von Verkehrsregulierungsmaßnahmen. Während die Sicherheit auf den Straßen oberste Priorität hat, rufen die jüngsten Beschränkungen auf der A7 Fragen hinsichtlich ihrer Effektivität und Akzeptanz bei den Verkehrsteilnehmern hervor.

  • Geschwindigkeitsreduzierung von 130 auf 110 km/h auf Autobahnen: Debatte flammt wieder auf

    Geschwindigkeitsreduzierung von 130 auf 110 km/h auf Autobahnen: Debatte flammt wieder auf

    Die Befürworter von 110 km/h auf Autobahnen konnten dies aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht durchsetzen, werden sie es nun dank der Klimaerwärmung und der notwendigen Energieeinsparungen erreichen? Der Verein „40 millions d’automobilistes“ will mit einer Online-Petition Widerstand leisten.

    Was wäre, wenn die 150 Mitglieder des Bürgerkonvents für den Klimaschutz Recht behalten würden? Am 21. Juni 2020 hatten sie der Regierung 149 Vorschläge unterbreitet, um zur Verringerung der globalen Erwärmung beizutragen. Laut den damaligen Umfragen schien nur einer davon den Franzosen nicht zu gefallen: die Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf französischen Autobahnen auf 110 km/h. Eine Maßnahme, die auch Emmanuel Macron damals zurückgewiesen hatte.

    Doch der heiße Sommer, den Frankreich gerade erlebt hat, hat diese Idee wieder in den Focus der Diskussion gerückt. Das ehemalige Mitglied des IPCC, der Klimaforscher Jean Jouzel, forderte am 1. September die Regierung auf, angesichts der Dringlichkeit der Situation einen Rückzieher zu machen und die Empfehlung des Bürgerkonvents aus dem Jahr 2020 jetzt umzusetzen.

    63% der Befragten sind bereit, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren.
    Zur Erinnerung: Im Jahr 2020 erklärte die damalige Verkehrsministerin, die niemand anderes als Elisabeth Borne war, dass sie für 110 km/h auf Autobahnen sei – „aus persönlicher Überzeugung“. Vor einigen Tagen sagte Elisabeth Borne – jetzt Premierministerin, dass das Thema heikel sei und man Maßnahmen finden müsse, die auf breite Zustimmung stoßen. Das ist jedoch nicht einfach, wenn zwei so gegensätzliche Lobbys wie der Verband „40 millions d’automobilistes“ und der Verband „Agir pour l’environnement“ sich eine Medienschlacht liefern.

    Die Umweltorganisation „Agir pour l’environnement“ profitiert von der heißen Aktualität des vergangenen Sommers. Eine Ifop-Umfrage ergab, dass 63% der Befragten dazu bereit sind, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren. Die Autolobby bezeichnete die Umfrage als einseitig und kritisiert insbesondere die Frage: „Wären Sie persönlich bereit, Ihre Geschwindigkeit auf der Autobahn auf 110 km/h zu reduzieren, speziell um Kraftstoff zu sparen?“. Eine Frage, die angesichts der derzeitigen Inflation und Energiekrise jedoch durchaus legitim ist.

    Am 5. September 2022 startete die Auto-Lobby eine Petition, die in den sozialen Netzwerken weite Kreise zieht. „Wir rufen die Verkehrsteilnehmer auf, in ihrer Mobilisierung gegen das Projekt nicht nachzulassen und sich nicht zu beugen“, schreibt die Organisation „40 millions d’automobilistes“ und argumentiert: Für die Umweltschützer behaupten, dass die Senkung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen einen Gewinn von 25% bei den CO2-Emissionen bedeute – der Haken sei aber, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Autobahnen bereits heute aufgrund von Baustellen oder Sommerstaus bei 118 km/h liegt. Diese Maßnahme würde also keinen signifikanten Gewinn bringen, versichern die Vielfahrer, die es eilig haben, so schnell wie möglich von A nach B zu gelangen.

    110 km/h auf Autobahnen könnte 125 €/Jahr und Haushalt einsparen.

    La Depeche du Midi hat einen Test zwischen Toulouse und Agen mit zwei Renault Clios durchgeführt. Die Zeitersparnis auf 112 km für das Fahrzeug, das 130 Km/h fuhr, betrug 7 Minuten. Da stellt sich in der Tat die Frage nach dem Nutzen und den Kosten der Beibehaltung der Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen.

    Ein Dutzend Länder in Europa haben sich bereits für eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit entschieden. Eine am 6. September von Asterès veröffentlichte Studie aus Frankreich zeigt, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 110 km/h auf Autobahnen zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch und zu jährlichen Einsparungen von 125 € pro Haushalt führen würde, wobei zu bedenken ist, dass die Franzosen im Durchschnitt 31% der mit dem Auto zurückgelegten Strecken auf Autobahnen zurücklegen.

    Die erste und grösste Hürde in dieser Frage scheint in der Tat eine gewisse Barriere in den Köpfen der Autofahrer zu sein, die es zu beseitigen gilt.

  • Verkehrssicherheit: Hier darf man auf Landstrassen wieder 90 km/h fahren

    Verkehrssicherheit: Hier darf man auf Landstrassen wieder 90 km/h fahren

    Ab Montag, dem 1. August, gilt auf den Landstraßen im Departement Puy-de-Dôme wieder eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Ein Rückschritt nur vier Jahre nach der Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h.

    Das Departement Puy-de-Dôme macht bei der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Landstrassen einen Rückzieher.
    Der Departementsrat stimmte Anfang Juli dafür, ab Montag, dem 1. August, wieder 90 km/h auf den Straßen des Departements zuzulassen. Im Jahr 2018 hatte die Regierung beschlossen, die Geschwindigkeit auf einem Teil des sekundären Straßennetzes auf 80 km/h zu begrenzen. Seit zwei Jahren wurde die Regel jedoch gelockert, sodass die Departements jetzt die Möglichkeit haben, zu 90 km/h zurückzukehren.

    Fast die Hälfte der französischen Departements ist betroffen.
    Ab 1. August gilt in 42 Departements wieder 90 km/h, nachdem die Höchstgeschwindigkeit auf nationaler Ebene auf 80 km/h gesenkt wurde. Damit hat fast die Hälfte der Departements in Frankreich beschlossen, eigene Regeln in Bezug auf die Geschwindigkeitsbegrenzung festzulegen.

    Diese Departements sind vor allem ländlich geprägt und haben eine geringe Bevölkerungsdichte. Betroffen sind jedoch nur etwas mehr als 33.000 Straßenkilometer insgesamt, von den ursprünglich über 400.000 Kilometern, auf denen die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h eingeführt wurde.

    Unterschiede von einem Departement zum anderen
    Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Departements. Im Département Haut-Rhin beispielsweise wurde die Geschwindigkeit nur auf einer Strecke von 22 km wieder hochgesetzt, während im Département Allier 5.284 km wieder auf 90 km/h umgestellt wurden, was 100% des Landstraßennetzes dieses Départements entspricht. In der Charente wurden 500 Straßenkilometer wieder auf 90 km/h gesetzt, was hier nur 10% der Landstraßen ausmacht.

    Das Mobilitätsorientierungsgesetz von 2019 bietet den Departements eine Möglichkeit, von der 80-km/h-Regelung abzuweichen. Der Departementsrat kann dafür einen „begründeten Erlass“ erlassen. Es muss eine Unfallstudie erstellt werden, die von der Kommission für Verkehrssicherheit des Departements (Commission départementale de sécurité routière) geprüft wird. Diese Kommission gibt dann eine beratende Stellungnahme zu jedem der betroffenen Straßenabschnitte ab. Mit anderen Worten: Das Departement kann dieser Stellungnahme folgen oder auch nicht, sie ist rechtlich nicht bindend.

    Und eine von der Departementskommission abgegebene Stellungnahme verhindert nicht, dass es zu Rechtsstreitigkeiten kommen kann. Im Departement Hérault etwa wurde die Rückkehr zu 90 km/h gerichtlich aufgehoben, da das Gericht der Ansicht war, dass das Departement die Gründe für die Erhöhung der Geschwindigkeit nicht ausreichend dargelegt hatte.

    Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit
    Die Auswirkungen der Rückkehr zu 90 km/h auf die Zahl der Verkehrstoten sind laut einem Bericht, der im Jahr 2021 dem Parlament vorgelegt wurde, nicht beobachtbar. Eine entsprechende Bilanz war unmöglich, da im Jahr 2020 aufgrund der Lockdowns in der Gesundheitskrise die Verkehrszahlen stark rückläufig waren.

    Nach Angaben der Sécurité routière hat die Einführung der Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h hingegen in 20 Monaten 349 Leben gerettet und durch niedrige Unfallkosten und geringerem Kraftstoffverbrauch etwa 700 Millionen Euro pro Jahr eingespart. Diese Zahlen werden jedoch von Autofahrerverbänden bestritten.