Schlagwort: Geschwindigkeit

  • Wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden: Ein Verkehrsunfall erschüttert Lille

    Wenn Sekunden über Leben und Tod entscheiden: Ein Verkehrsunfall erschüttert Lille

    Ein gewöhnlicher Mittwochnachmittag, wie ihn die Innenstadt von Lille täglich erlebt – geschäftig, laut, dicht getaktet. Zwischen Bahnhof, Buslinien, Fahrrädern und eilenden Passanten pulsiert das Leben. Und doch genügte am 1. April 2026 ein einziger Moment, um diese Routine brutal zu zerreißen. Gegen frühen Nachmittag raste ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit durch die Rue des Canonniers. Was dann geschah, liest sich wie eine Kettenreaktion ohne Ausweg: Zunächst prallte der Wagen gegen einen Renault Clio, dann gegen einen Bus, schließlich erfasste er mehrere Radfahrer und Personen am Straßenrand. Drei Verletzte zählt die vorläufige Bilanz, darunter eine 21-jährige Frau, deren Zustand als kritisch beschrieben wird. Es sind diese Sekunden, die sich einbrennen. Zeugen berichten von einer Szene, die eher an einen Film als an den Alltag erinnert. Ein Auto, offenbar viel zu schnell unterwegs, verliert jede Kontrolle – und plötzlich wird aus einer Straße ein Gefahrenraum. Gerade in einem …

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  • Zurück auf Tempo 90 – ein politischer Kurswechsel mit gesellschaftlicher Sprengkraft

    Zurück auf Tempo 90 – ein politischer Kurswechsel mit gesellschaftlicher Sprengkraft

    Frankreich dreht am Temporegler. Wieder einmal. Was 2018 als sicherheitspolitischer Kraftakt begann, entwickelt sich nun zu einem politischen Rückzugsgefecht mit offenem Ausgang. Mehr als fünfzig Départements haben beschlossen, auf ihren Landstraßen ganz oder teilweise zur Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h zurückzukehren. Für die einen ist das ein Akt gesunden Menschenverstands, für andere ein gefährlicher Rückschritt. Und mittendrin steht eine Gesellschaft, die sich fragt, wie viel Sicherheit sie bereit ist, dem Gefühl von Freiheit zu opfern.

    Als die Regierung von Édouard Philippe im Sommer 2018 die Senkung der erlaubten Geschwindigkeit auf Landstrassen auf 80 km/h beschloss, folgte sie einer nüchternen Logik. Landstraßen ohne bauliche Trennung galten als tödlichste Abschnitte des Verkehrsnetzes. Weniger Tempo versprach mehr Reaktionszeit, geringere Aufprallenergie, weniger Tote. Physik statt Ideologie. Die Rechnung schien simpel, fast elegant.

    Doch die Wirklichkeit auf dem Asphalt erwies sich als störrisch. In ländlichen Regionen, wo der Weg zur Arbeit oft länger ist als der politische Geduldsfaden, wurde die Reform als Bevormundung empfunden. Paris, so der Vorwurf, regiere über Straßen, die es selbst kaum befahre. Die 80 km/h wurden zum Symbol eines tief sitzenden Unbehagens, das sich wenig später in den Protesten der gelben Westen materialisierte. Tempo 80 – das klang für viele nach Stillstand.

    Der politische Druck zeigte Wirkung. Ende 2019 öffnete ein Gesetz die Tür zur Dezentralisierung: Die Départements durften selbst entscheiden, ob und wo sie wieder 90 km/h erlauben. Was als Ausnahme gedacht war, entwickelte eine erstaunliche Dynamik. Heute, im Jahr 2026, betrifft der Kurswechsel mehr als 60.000 Kilometer Nebenstraßen. Frankreich fährt wieder schneller – aber nicht überall gleich.

    Diese neue Patchwork-Logik sorgt für Verwirrung. Wer von einem Département ins nächste wechselt, erlebt mitunter einen Zickzackkurs der Regeln. Für Befürworter ist das Ausdruck lokaler Vernunft, für Kritiker ein sicherheitspolitischer Blindflug. Die Verbände für Verkehrssicherheit schlagen Alarm. Sie verweisen auf die Jahre nach 2018, in denen die Zahl der Verkehrstoten spürbar sank. Kein Wunder, sagen sie, denn Geschwindigkeit wirkt wie ein Verstärker: plus zehn km/h, und aus einem schweren Unfall wird schnell ein tödlicher.

    Die Gegenseite kontert mit Zahlen, die anderes nahelegen. Die Unfallstatistik schwankt, sie tut das immer. Wetter, Fahrzeugtechnik, Verkehrsaufkommen, Kontrolldichte – alles spielt hinein. Wer will da schon behaupten, allein das Tempolimit habe Leben gerettet oder gekostet? Genau hier verläuft die ideologische Bruchlinie. Die einen sehen in der Vorsicht ein Gebot der Verantwortung, die anderen eine symbolische Politik ohne nachhaltigen Effekt. Kurz gesagt: Die einen sagen Sicherheit, die anderen sagen Alltag. Und beide fühlen sich im Recht.

    Hinter der Debatte verbirgt sich ein größeres Dilemma. Wie viel Einheit braucht ein Staat, wie viel Vielfalt verträgt er? Die Rückkehr zu 90 km/h steht nicht nur für eine verkehrspolitische Entscheidung, sondern für ein wachsendes Selbstbewusstsein der Regionen. Das klingt gut, fast demokratisch. Gleichzeitig droht der Verlust einer klaren Linie, die gerade im Straßenverkehr Leben schützen soll.

    Am Ende bleibt eine unbequeme Wahrheit. Geschwindigkeit ist kein abstrakter Wert, sondern eine reale Kraft. Sie entscheidet in Sekundenbruchteilen über Schicksale. Ob Frankreich diesen Preis erneut zu zahlen bereit ist, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Sicher ist nur eines: Die Debatte um Tempo 80 oder 90 ist kein technischer Streit, sondern ein Spiegel gesellschaftlicher Spannungen.

    Von C. Hatty

  • Rasen wird zur Straftat: Frankreich zieht die Zügel an

    Rasen wird zur Straftat: Frankreich zieht die Zügel an

    Wer künftig in Frankreich mehr als 50 Kilometer pro Stunde über dem erlaubten Tempolimit unterwegs ist, begeht keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern ein Vergehen. Ab dem 29. Dezember endet die Ära der reinen Geldbuße, stattdessen drohen Strafverfahren, Haftstrafen und ein Eintrag ins Strafregister. Eine Entscheidung, die bewusst hart wirkt und genau so gemeint ist. Der Staat reagiert damit auf eine Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnet und inzwischen kaum noch zu beschönigen ist. Immer mehr Verkehrsteilnehmer verwechseln öffentliche Straßen mit Rennstrecken, beschleunigen jenseits jeder Vernunft und setzen andere Menschen ohne Zögern einem tödlichen Risiko aus. Was früher als besonders grober Regelverstoß galt, erhält nun den rechtlichen Status dessen, was es faktisch oft ist: eine Gefährdung von Leben. Ein Blick auf eine nächtliche Stadtautobahn bei Orléans. Ein Motorrad prescht voran, dahinter ein grauer Wagen, beide mit rund 160 Stundenkilometern auf einer Strecke, die auf 7…

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  • 175 km/h statt 80: Motorradfahrer riskiert alles für den „Spaß“

    175 km/h statt 80: Motorradfahrer riskiert alles für den „Spaß“

    Ein sonniger Tag, eine kurvenreiche Straße in Haute-Savoie – und plötzlich blitzt es. Nicht etwa der Sonnenschein, sondern ein Radargerät, das einen jungen Motorradfahrer mit unglaublichen 175 km/h auf einer Straße mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h erwischt. Der Grund? Laut eigener Aussage wollte sich der Fahrer einfach „einen Spaß gönnen“.

    Rasant unterwegs auf einer Département-Straße

    Am Sonntag, den 20. Oktober, waren die Gendarmen des motorisierten Pelotons von Saint-Julien-en-Genevois auf der Départementstraße 992, die Jonzier mit Epagny verbindet, im Einsatz. Es war kein gewöhnlicher Tag für die Beamten, denn gleich fünf Führerscheine wurden an diesem Tag wegen erheblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen eingezogen. Doch der Fall eines 27-jährigen Motorradfahrers stach besonders heraus.

    Mit einer Ducati unterwegs, wurde der Ingenieur, der in der Schweiz arbeitet und in Dingy-en-Vuache wohnt, mit 175 km/h gemessen. Er war auf dem Rückweg von einer Ausfahrt und entschied sich spontan, das Tempo drastisch zu erhöhen – weit über das zulässige Limit hinaus. Laut den Gendarmen blieb es nach Abzug der Toleranz bei einer gemessenen Geschwindigkeit von 166 km/h, was immer noch einen massiven Verstoß gegen die Verkehrsregeln darstellt.

    Ein unbedachter Moment mit schweren Folgen

    „Ich wollte mir einfach eine Freude machen“, so erklärte der junge Mann sein Verhalten gegenüber den Beamten. Eine Antwort, die vielleicht für ein kurzes Schmunzeln sorgt, aber im Ernst der Lage wenig hilft. Denn in Frankreich, wie auch in den meisten europäischen Ländern, sind solche Geschwindigkeitsüberschreitungen keine Kleinigkeit. Der Führerschein des Fahrers wurde sofort einbehalten, und die Entscheidung über eine mögliche längere Sperre liegt nun bei der Unterpräfektin von Saint-Julien-en-Genevois.

    Sein Motorrad, eine rote Ducati – das Symbol für Geschwindigkeit und Freiheit – wurde direkt beschlagnahmt und in die nächste Verwahrstelle gebracht. Ein kurzes Vergnügen mit weitreichenden Konsequenzen.

    Was bringt Menschen dazu, so schnell zu fahren?

    Es ist keine Seltenheit, dass Motorradfahrer, die auf leistungsstarken Maschinen unterwegs sind, den Drang verspüren, die Grenzen auszuloten. Aber wo liegt die Linie zwischen Spaß und Gefahr? Bei 175 km/h auf einer Landstraße, auf der gerade mal 80 km/h erlaubt sind, wird diese Grenze definitiv überschritten. Natürlich, das Adrenalin, der Wind im Gesicht, die offene Straße – all das kann reizvoll sein. Doch die Gefahren sind immens, nicht nur für den Fahrer selbst, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer.

    Bei solchen Geschwindigkeiten hat man kaum noch eine Chance, auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren: ein plötzlich auftauchendes Auto, ein Fußgänger, der die Straße überquert, oder schlichtweg eine scharfe Kurve. Die Risiken sind offensichtlich – und dennoch scheint das Bedürfnis, sich „einen Spaß zu gönnen“, für manche den gesunden Menschenverstand zu übertrumpfen.

    Eine Lektion fürs Leben?

    Ob der junge Ingenieur aus diesem Vorfall lernt, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Er wird für eine Weile zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein müssen. Und die Ducati? Sie wird wohl erst einmal in der Verwahrstelle bleiben – und das vielleicht sogar länger als ihm lieb ist. Denn neben der Führerscheinentziehung drohen ihm weitere Sanktionen wie Bußgelder und eine mögliche Sperre.

    Die Frage bleibt: War es das wirklich wert? Ein kurzer Moment der Freiheit gegen die Unannehmlichkeiten, die nun auf ihn zukommen – vom Verlust des Führerscheins bis hin zu den rechtlichen Konsequenzen. Vielleicht wird er in Zukunft zweimal überlegen, bevor er auf den Straßen von Haute-Savoie den „Spaß“ auf die Spitze treibt.

    Was sagt das über unser Verhältnis zur Geschwindigkeit?

    Geschwindigkeit hat in der modernen Welt eine fast magnetische Anziehungskraft. Schneller zu sein, als es die Regeln erlauben, fühlt sich für viele wie ein Befreiungsschlag an – weg von der Routine, den alltäglichen Einschränkungen. Doch gerade im Straßenverkehr zeigt sich immer wieder, wie schnell aus einem „Spaß“ bitterer Ernst werden kann.

    Für Motorradfahrer ist das Risiko noch größer als für Autofahrer. Die Gefahr, bei einem Unfall schwer verletzt oder getötet zu werden, ist bei hohen Geschwindigkeiten auf zwei Rädern drastisch höher. Vielleicht ist es an der Zeit, sich zu fragen: Braucht man wirklich den Rausch der Geschwindigkeit, um sich lebendig zu fühlen? Oder gibt es andere Wege, den Alltag spannender zu gestalten – ohne das eigene Leben oder das anderer aufs Spiel zu setzen?

    Letztendlich bleibt nur zu hoffen, dass dieser Vorfall zumindest für einige als Warnung dient. Geschwindigkeit kann aufregend sein – aber nur, wenn sie unter Kontrolle bleibt.

  • Tempo 50 auf dem Pariser Périphérique: Was steckt hinter der neuen Regelung?

    Tempo 50 auf dem Pariser Périphérique: Was steckt hinter der neuen Regelung?

    Seit dem 10. Oktober 2024 ist es offiziell: Die Geschwindigkeit auf dem gesamten Pariser Périphérique, einer der meistbefahrenen Straßen Europas, wird von 70 auf 50 km/h reduziert. Diese Entscheidung, die von der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo im Rahmen ihrer umweltpolitischen Agenda getroffen wurde, betrifft alle 35 Kilometer des Boulevards und soll vor allem die Luftqualität und die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern. Ein schrittweiser Übergang Die Einführung der neuen Geschwindigkeitsbegrenzung erfolgte stufenweise. Anfang Oktober begann die Stadt damit, die Geschwindigkeit auf bestimmten Abschnitten des Périphériques zu senken. Am 10. Oktober war schließlich auch der letzte Abschnitt – der äußere Ring zwischen der Porte de Châtillon und der Porte de Bagnolet – betroffen. Seitdem gilt auf der gesamten Strecke Tempo 50.

    Dieses Maßnahmenpaket ist nicht überraschend. Schon seit Jahren verfolgt Hidalgo eine strenge U…

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  • Rasante Fahrt mit Folgen: Deutscher Raser in den Ardennen gestoppt

    Rasante Fahrt mit Folgen: Deutscher Raser in den Ardennen gestoppt

    Ein deutscher Autofahrer lernte am Samstag, den 6. April, die strikten Seiten der französischen Verkehrsüberwachung kennen. Während einer Routinekontrolle in den Ardennen, die von den Gendarmen des départementalen Sicherheitsschwadrons durchgeführt wurde, stach sein Fahrzeug aus den insgesamt 105 kontrollierten Fahrzeugen hervor – und zwar nicht aufgrund seiner Marke, ein Maserati, sondern wegen der atemberaubenden Geschwindigkeit, mit der er unterwegs war.

    Mit 207 km/h wurde der Mann nahe Sedan geblitzt, auf einer Strecke, die mit einem Tempolimit von 110 km/h ausgeschildert ist. Eine Überschreitung, die nicht nur gefährlich, sondern auch teuer ist. Die Folgen für den Raser waren unmittelbar: Der französische Staat entzog ihm auf der Stelle den Führerschein und beschlagnahmte sein Fahrzeug.

    Darüber hinaus wurde eine Sicherheitsleistung von 750 Euro fällig, die der Fahrer entrichten musste, bevor er sich der Justiz stellen wird. Dieser Vorfall wirft einmal mehr ein Schlaglicht auf die Wichtigkeit der Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen – nicht nur aus rechtlicher Sicht, sondern auch und vor allem, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

    Der Fall des deutschen Autofahrers in den Ardennen ist ein warnendes Beispiel für alle, die glauben, dass Verkehrsregeln nur eine lästige Pflicht sind. Sie dienen einem wichtigen Zweck: dem Schutz von Leben und Eigentum. Bleibt zu hoffen, dass dieser Vorfall nicht nur für den betroffenen Fahrer, sondern auch für andere potenzielle Raser eine Lehre ist.

  • Automatische Radargeräte: Mit einem Trick kann man in Frankreich oft das Bußgeld vermeiden

    Automatische Radargeräte: Mit einem Trick kann man in Frankreich oft das Bußgeld vermeiden

    Sie wurden in Frankreich von einem automatischen Radargerät geblitzt? Achten Sie bei der Anfechtung des Verstoßes darauf, dass Sie unbedingt ein spezielles Dokument einfordern sollten: den Nachweis über Genauigkeit des Gerätes.

    Was hat das Gericht in Auch am Montag, dem 15. Januar, dazu veranlasst, einen Autofahrer freizusprechen, der in der Nähe einer kleinen Gemeinde im Departement Gers eine Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 50 km/h begangen hatte? Die mögliche Ungenauigkeit einer Kontrolle durch das Radargerät.

    Wenn Sie in Frankreich ein Verkehrsdelikt anfechten, haben Sie das Recht, das „carnet métrologique“ des Radargeräts zu verlangen, das Sie geblitzt hat, d. h. ein offizielles Dokument, das gewissermaßen das „Gesundheitsbuch“ und Nachweis über die Genauigkeit des Radargeräts darstellt, wie die Fachseite radars-auto.com erklärt. Dieses Dokument dient dazu, „die Zuverlässigkeit und Effizienz“ der Radargeräte zu gewährleisten.

    Das Messbuch „enthält nicht nur die wichtigsten Daten zur Identifizierung des Radargeräts (Seriennummer, Marke, Modell usw.)“, sondern auch „alle Informationen über die durchgeführten Überprüfungen und die eventuellen Reparaturen, denen es unterzogen wurde (Datum, Umfang der Reparatur usw.)“, so radars-auto.com. Mit anderen Worten: Es garantiert, dass das Radargerät den Vorschriften entspricht und sehr genau „blitzt“.

    Die Beantragung dieses Dokuments kann allerdings nur erfolgen, wenn man den Bußgeldbescheid vor Gericht anficht. „Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie die Kopie der Fallakte beim Staatsanwalt anfordern“, erklärt radars-auto.com, und unbedingt einen Antrag auf zusätzliche Informationen stellen. Das Gericht muss dann die Vorlage dieses Dokuments anordnen und gegebenenfalls die Verhandlung verschieben.

    Wenn die Justiz nicht in der Lage ist, das angeforderte Dokument zu liefern, oder wenn sich herausstellt, dass regelmäßige Überprüfungen des Radargeräts nicht durchgeführt wurden, kann ein Anwalt die Nichtigkeit der Strafverfolgung und den Freispruch des Autofahrers beantragen. So geschah es vor wenigen Tagen in Auch im Departement Gers. Denn: Wenn diese Überprüfungen unterlassen werden, liegt eine Verfahrensunregelmäßigkeit vor, die zwangsläufig zur Einstellung des Verfahrens führen muss.

    Darüber hinaus unterliegen, so überraschend es auch klingen mag, in Frankreich auch Alkoholmessgeräte denselben Anforderungen: Wenn die Behörde bei der Gerichtsverhandlung nicht nachweisen kann, dass das jeweilige Gerät den Anforderungen entsprach und genauestens geeicht war, kann ein Autofahrer, der positiv auf Alkohol getestet wurde, also ziemlich entspannt sein.

  • Busfahrer wird mit 52 km/h zu viel geblitzt – 55 Passagiere bleiben hilflos am Straßenrand zurück

    Busfahrer wird mit 52 km/h zu viel geblitzt – 55 Passagiere bleiben hilflos am Straßenrand zurück

    Am Samstag, dem 26. August, wurde ein spanischer Busfahrer auf der A40 von der Gendarmerie mit 122 km/h statt der dort erlaubten 70 km/h geblitzt. Sein Führerschein wurde sofort eingezogen, und die 55 Fahrgäste mussten mehrere Stunden am Straßenrand warten, bevor sie mit einem anderen Busfahrer weiterfahren konnten.

    Ein Missgeschick, an das sich die Passagiere eines Busses, der auf der A40 im Departement Ain unterwegs war, noch lange erinnern werden. Der Fahrer, ein Spanier, wurde wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten und sein Führerschein sofort eingezogen. Bus und Passagiere standen am Straßenrand und hatten keine Möglichkeit weiterzufahren.

    Die Gendarmen des Departements Ain haben am Samstag einen „guten Fang“ gemacht, wie der Sender France Live berichtet. Bei einer Verkehrskontrolle in Höhe der Gemeinde Saint-Martin-du-Fresne im Departement Ain blitzten sie einen Bus mit einer Geschwindigkeit von 122 km/h. Weit über der zulässigen Geschwindigkeit für diese Art von Fahrzeug mit einem Gewicht von über 7,5 Tonnen, das in der betreffenden Zone nicht schneller als 70 km/h fahren darf!

    Passagiere wurden auf der Autobahn „ausgesetzt“.
    Die Polizei nahm dem Fahrer daraufhin sofort den Führerschein ab. Die 55 Passagiere an Bord des Fahrzeugs standen plötzlich verlassen am Rande der Autobahn und hatten keine Möglichkeit mehr, weiterzufahren. Sie mussten mehrere Stunden auf der Autobahnraststätte Jasseron ausharren, bis ein neuer Fahrer ankam und das Fahrzeug übernahm.

  • Autofahrer mit 270 km/h auf der A9 im Gard geblitzt – 1 Jahr Gefängnis

    Autofahrer mit 270 km/h auf der A9 im Gard geblitzt – 1 Jahr Gefängnis

    Ein Raser wurde auf der Autobahn A9 im Departement Gard mit 270 km/h geblitzt. Er wurde in einem Schnellverfahren unmittelbar vor Gericht gestellt und zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.

    Die Gendarmen im Departement Gard haben wahrscheinlich zweimal auf ihr Radargerät geschaut, bevor sie ihren Augen trauten. Ein Autofahrer wurde mit einer Geschwindigkeit von sage und schreibe 270 km/h statt 130 km/h auf der Autobahn A9 geblitzt. Er fuhr eine leistungsstarke deutsche Limousine. Der Raser flüchtete zunächst und konnte am Samstag, dem 28. Januar 2023, von der Autobahngendarmerie nicht gestellt werden.

    Der Raser meldete sich schließlich am Dienstag freiwillig bei der zuständigen Gendarmerie in Gallargues. Er wurde in Polizeigewahrsam genommen und am Mittwoch dem Justizgericht von Nîmes vorgeführt, das ihn zu einem Jahr Gefängnis verurteilte.

    Er wurde für schuldig befunden, wiederholt eine schwere Befehlsverweigerung begangen zu haben, wiederholt ohne Führerschein gefahren zu sein, die erlaubte Geschwindigkeit um mehr als 50 km/h überschritten und die Mautgebühr nicht entrichtet zu haben. Er wurde bei der Anhörung zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt und es wurde Haftbefehl erlassen.

  • Porschefahrer wird auf der A62 mit 203 km/h geblitzt und muss sofort 1.750 Euro zahlen

    Porschefahrer wird auf der A62 mit 203 km/h geblitzt und muss sofort 1.750 Euro zahlen

    Der Osteuropäer, der in seinem Porsche auf dem Weg nach London war, musste auf der Stelle 1.750 Euro bezahlen, um mit seinem Fahrzeug weiterfahren zu können.

    Ein Autofahrer, der mit 203 km/h auf der A 62 in Höhe von Campsas (Tarn-et-Garonne) unterwegs war, wurde von der Gendarmerie der Verkehrssicherheitsstaffel des Departements Tarn-et-Garonne (EDSR) abgefangen.

    Der Mann aus einem osteuropäischen Land, der mit seinem Porsche den Kontinent durchquerte, um mit seiner Frau über Paris nach London zu reisen, musste eine hohe Geldstrafe zahlen, damit sein Auto nicht beschlagnahmt wurde. Da er kein EU-Bürger war, musste er bei der Gendarmerie eine Sofortzahlung in Höhe von 1.750 Euro leisten und erhielt darüber hinaus ein Fahrverbot für Frankreich.

    Nach der Zahlung des Bußgeldes setzte sich dann die Frau des Mannes ans Steuer und die Reise ging weiter… 

    Der Porsche wurde mit 203 km/h auf der A62 bei Campsas angehalten. (Photo: Gendarmerie)