Schlagwort: Geschichte Frankreichs

  • Der General, der allen gehört

    Der General, der allen gehört

    Charles de Gaulle als letzter gemeinsamer Mythos der französischen Politik

    Es gibt nur wenige historische Figuren, die das Kunststück vollbringen, von nahezu allen politischen Lagern gleichzeitig vereinnahmt zu werden. In Frankreich ist Charles de Gaulle eine solche Ausnahmeerscheinung. Mehr als fünf Jahrzehnte nach seinem Tod prägt der Gründer der Fünften Republik noch immer die politische Vorstellungswelt des Landes. Dabei ist der General längst nicht mehr nur eine historische Persönlichkeit. Er ist zu einer nationalen Chiffre geworden, zu einem Symbol, das jeder Politiker mit eigenen Bedeutungen füllen kann.

    Die politische Rechte sieht in ihm den Verteidiger der Nation, den Bewahrer staatlicher Autorität und den Architekten eines starken Frankreichs. Die politische Mitte erkennt in ihm den Staatsmann, der Führung mit demokratischer Legitimation verband und Frankreich eine eigenständige Rolle zwischen den Machtblöcken sicherte. Selbst Teile der Linken finden Anknüpfungspunkte: den Rebellen des 18. Juni 1940, der sich der Niederlage verweigerte und gegen den Strom der Geschichte aufstand.

    Diese bemerkenswerte Vieldeutigkeit erklärt, weshalb sich heute Politiker mit grundverschiedenen Programmen auf de Gaulle berufen können. Emmanuel Macron beschwört dessen Idee einer souveränen europäischen Macht und dessen Verständnis von strategischer Unabhängigkeit. Marine Le Pen verweist auf den Vorrang nationaler Interessen und die Bedeutung staatlicher Souveränität. Jean-Luc Mélenchon wiederum erkennt im General den Mann des historischen Bruchs, auch wenn er dessen institutionelles Erbe scharf kritisiert.

    Der Mythos überlebt die Ideologie

    Gerade diese universelle Vereinnahmung wirft jedoch eine entscheidende Frage auf: Was bedeutet „gaullistisch“ im Jahr 2026 überhaupt noch?

    Die Antwort fällt zunehmend schwer. Der klassische Gaullismus entstand in einem ganz bestimmten historischen Kontext. Er war geprägt von den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, der Dekolonisierung, des Kalten Krieges und der politischen Instabilität der Vierten Republik. De Gaulle entwickelte daraus eine politische Philosophie, die nationale Unabhängigkeit, staatliche Handlungsfähigkeit und demokratische Legitimation miteinander verband.

    Von diesem ideologischen Kern ist heute nur noch wenig übrig. Was geblieben ist, sind einzelne Versatzstücke. Die einen berufen sich auf seine Vorstellung nationaler Souveränität, die anderen auf seine europäische Vision, wieder andere auf seinen Führungsstil oder seine Rolle als Krisenmanager. Aus einer politischen Doktrin ist ein symbolischer Werkzeugkasten geworden.

    Die paradoxe Folge: Je häufiger sich Politiker auf de Gaulle berufen, desto weniger verbindlich wird sein politisches Erbe.

    Macron und die Sehnsucht nach Größe

    Besonders sichtbar wird dieses Phänomen bei Emmanuel Macron. Kaum ein Präsident der vergangenen Jahrzehnte hat sich so intensiv auf die Symbolik der Fünften Republik gestützt. Macron inszeniert sich als Staatspräsident über den Parteien, als Verkörperung nationaler Handlungsfähigkeit und als Architekt europäischer Souveränität.

    Die Parallelen zu de Gaulle sind offensichtlich und keineswegs zufällig. Doch sie bleiben begrenzt. Der General gewann seine Legitimität aus Krieg, Widerstand und nationaler Krise. Macron verdankt seinen Aufstieg den Institutionen, den Elitenetzwerken und den Mechanismen der modernen Demokratie.

    Vor allem fehlt ihm jene historische Distanz, die de Gaulle auszeichnete. Während der General oft über den Tageskonflikten zu stehen schien, wirkt Macron nicht selten wie deren aktivster Teilnehmer. Wo de Gaulle Monument war, erscheint Macron als permanenter Manager.

    Ein Spiegel der französischen Gegenwart

    Die anhaltende Faszination für de Gaulle sagt letztlich weniger über den General selbst aus als über das heutige Frankreich.

    Die französische Gesellschaft befindet sich in einem Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach starker Führung und dem Misstrauen gegenüber Macht. Sie fordert nationale Souveränität, lebt jedoch gleichzeitig in einer Welt enger europäischer und globaler Verflechtungen. Sie sehnt sich nach Orientierung, während politische und gesellschaftliche Fragmentierung zunehmen.

    In dieser Situation bietet de Gaulle etwas, das kaum ein anderer Staatsmann verkörpert: historische Klarheit. Er erscheint als Figur, die Entscheidungen traf, Verantwortung übernahm und eine Vorstellung davon hatte, was Frankreich sein sollte.

    Gerade deshalb eignet er sich so gut als Projektionsfläche. Jeder Politiker kann in ihm jene Eigenschaften entdecken, die zur eigenen Erzählung passen. Der Nationalist findet den Patrioten. Der Europäer findet den Strategen. Der Reformer findet den Mann des Bruchs. Der Konservative findet den Verteidiger staatlicher Ordnung.

    Vielleicht ist Charles de Gaulle deshalb zum letzten wirklich gemeinsamen Mythos der französischen Politik geworden. In einem Land, das über nahezu alles streitet, besteht noch immer Einigkeit darüber, dass der General zu den Gründungsfiguren der modernen Nation gehört.

    Die Ironie liegt darin, dass sich fast alle auf ihn berufen können – und dass er sich vermutlich von den meisten seiner heutigen Erben mit höflicher Entschlossenheit distanzieren würde.

    Andreas M. Brucker

  • Der 19. Mai – Wendepunkte, Revolutionen und französische Machtspiele

    Der 19. Mai – Wendepunkte, Revolutionen und französische Machtspiele

    Der 19. Mai wirkt auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Frühlingstag. Doch ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt etwas anderes: An diesem Datum trafen Könige riskante Entscheidungen, Imperien gerieten ins Wanken, Revolutionen nahmen Fahrt auf und Frankreich spielte dabei oft eine Hauptrolle. Manche Ereignisse klingen heute fast wie Filmszenen — andere beeinflussen bis heute Politik, Militär oder gesellschaftliche Debatten.

    Beginnen wir im Jahr 1643.

    In der Schlacht von Rocroi besiegte Frankreich die bis dahin fast unantastbare spanische Armee. Der junge Herzog von Condé führte französische Truppen gegen die gefürchteten spanischen Tercios. Spanien galt damals als militärische Supermacht Europas. Doch bei Rocroi zerbröselte dieser Mythos regelrecht. Historiker betrachten die Schlacht oft als Beginn des französischen Aufstiegs zur führenden Macht Europas.

    Und mal ehrlich: Solche Momente entscheiden manchmal über Jahrhunderte.

    Frankreich entwickelte in den folgenden Jahrzehnten unter Ludwig XIV. eine Dominanz, die Kultur, Sprache und Diplomatie Europas prägte. Selbst heute noch lebt dieser Einfluss weiter — etwa in internationalen Institutionen, im Diplomatenjargon oder in der Vorstellung Frankreichs als politische Führungsmacht Europas.

    Springen wir in die Zeit Napoleons.

    Am 19. Mai 1798 brach Napoleon Bonaparte von Toulon zur Ägypten-Expedition auf. Militärisch zielte der Feldzug auf britische Handelswege. Gleichzeitig brachte Napoleon Wissenschaftler, Zeichner und Forscher mit. Zwischen Kanonen und Kamelen entstand plötzlich Wissenschaftsgeschichte.

    Die berühmte Entdeckung des Steins von Rosette folgte aus dieser Expedition. Ohne ihn hätte die moderne Entzifferung der Hieroglyphen womöglich Jahrzehnte länger gedauert. Verrückt, oder?

    Napoleon dachte selten klein. Vier Jahre später, ebenfalls an einem 19. Mai, gründete er 1802 die Ehrenlegion — bis heute Frankreichs höchste Auszeichnung. Präsidenten, Künstler, Wissenschaftler oder Militärs erhalten sie noch immer. Wer in Frankreich gesellschaftliches Gewicht besitzt, begegnet diesem Orden früher oder später.

    Manche Traditionen altern eben ziemlich gut.

    Auch politisch brachte der 19. Mai gewaltige Umbrüche hervor. 1649 erhielt England offiziell den Namen „Commonwealth of England“, nachdem König Karl I. hingerichtet worden war. Europa blickte schockiert auf die Insel. Ein König ohne Kopf — das erschien damals fast wie Gotteslästerung.

    Die französischen Revolutionäre griffen später ähnliche Ideen auf. Freiheit, Republik, Volkssouveränität — vieles entwickelte sich in einem europäischen Spannungsfeld gegenseitiger Einflüsse. Geschichte läuft selten sauber getrennt voneinander ab. Sie gleicht eher einer langen Dominokette.

    Der 19. Mai markiert zudem mehrere Ereignisse rund um Migration und Nationalstaaten. 1921 verabschiedeten die USA den „Emergency Quota Act“, der die Einwanderung drastisch einschränkte. Nach dem Ersten Weltkrieg wuchs in vielen Ländern die Angst vor Überfremdung und wirtschaftlicher Konkurrenz.

    Kommt einem irgendwie bekannt vor?

    Die Debatten über Migration, Grenzen und nationale Identität prägen bis heute Wahlen in Europa und Nordamerika. Historische Muster tauchen eben oft in neuer Verpackung wieder auf.

    In Frankreich selbst besitzt der Monat Mai ohnehin beinahe revolutionären Kultstatus. Besonders die Ereignisse des Mai 1968 veränderten das Land tiefgreifend. Studentenproteste, Fabrikbesetzungen und ein riesiger Generalstreik erschütterten die Republik. Rund zehn Millionen Arbeiter legten zeitweise die Arbeit nieder.

    Frankreich stand praktisch still.

    Charles de Gaulle, der starke Mann der Nachkriegszeit, geriet massiv unter Druck. Junge Menschen forderten mehr Freiheit, Mitsprache und ein Ende starrer gesellschaftlicher Hierarchien. Viele heutige Debatten über Gleichberechtigung, Universitätsreformen oder Arbeitnehmerrechte führen gedanklich direkt zurück zu diesem explosiven Mai.

    Und der Einfluss reicht weiter: Die Protestkultur moderner Bewegungen — von Klimaprotesten bis zu sozialen Bewegungen — trägt teilweise die Handschrift jener Zeit.

    Ein weiterer dramatischer Abschnitt französischer Geschichte hängt ebenfalls mit dem Monat Mai zusammen: die politische Krise von 1958 während des Algerienkriegs. Militärs und französische Siedler in Algerien rebellierten gegen die Regierung in Paris. Die Situation eskalierte derart, dass Charles de Gaulle an die Macht zurückkehrte und die Fünfte Republik gründete — das politische System Frankreichs existiert bis heute in dieser Form.

    Präsident Macron regiert also noch immer innerhalb jener Verfassung.

    Die Narben des Algerienkriegs bleiben in Frankreich spürbar: Diskussionen über Kolonialismus, Integration, Polizeigewalt oder nationale Erinnerungskultur wurzeln oft indirekt in dieser Epoche. Geschichte verschwindet nie komplett. Sie sitzt manchmal einfach still in der Ecke und wartet auf den richtigen Moment.

    Natürlich brachte der 19. Mai nicht nur Politik und Kriege hervor.

    1891 meldete William Painter den Kronkorken zum Patent an. Ja, tatsächlich — der kleine Metallverschluss für Flaschen. Klingt banal, veränderte aber die Getränkeindustrie weltweit. Bier, Limonade oder Mineralwasser ließen sich plötzlich sicher und günstig transportieren.

    Ein winziges Stück Metall revolutionierte den Alltag von Millionen Menschen. Geschichte liebt solche unscheinbaren Details.

    1906 erfolgte die Einweihung des Simplontunnels zwischen der Schweiz und Italien. Der Tunnel galt damals als technisches Wunderwerk Europas. Solche Infrastrukturprojekte stärkten Handel, Tourismus und industrielle Vernetzung. Heute rauschen Hochgeschwindigkeitszüge durch Europa, doch die Grundlagen entstanden oft bereits vor über hundert Jahren.

    Auch tragische Ereignisse gehören zum 19. Mai.

    1536 ließ Heinrich VIII. seine zweite Ehefrau Anne Boleyn im Tower von London hinrichten. Die Mutter der späteren Königin Elisabeth I. fiel Intrigen, Machtkämpfen und vermutlich auch den Launen des Königs zum Opfer. Ihre Enthauptung erschütterte Europa.

    Ironischerweise formte gerade ihre Tochter später eines der mächtigsten Englande der Geschichte.

    Der 19. Mai zeigt deshalb etwas Faszinierendes: Große Umbrüche entstehen oft aus einzelnen Entscheidungen, persönlichen Konflikten oder politischen Krisen. Ein verlorenes Gefecht, eine Revolution, ein Tunnel oder sogar ein Flaschenverschluss — alles hinterlässt Spuren.

    Manchmal ziemlich gewaltige.

  • Das Gesetz Taubira: Als Frankreich begann, seine koloniale Vergangenheit neu zu betrachten

    Das Gesetz Taubira: Als Frankreich begann, seine koloniale Vergangenheit neu zu betrachten

    Am 10. Mai 2001 verabschiedete Frankreich ein Gesetz, das das Verhältnis der Republik zu ihrer eigenen Geschichte dauerhaft verändern sollte: das sogenannte Taubira-Gesetz. Ein Vierteljahrhundert später gilt es als einer der bedeutendsten erinnerungspolitischen Wendepunkte der Fünften Republik. Erstmals erkannte ein europäischer Staat den transatlantischen Sklavenhandel und die Sklaverei offiziell als Verbrechen gegen die Menschlichkeit an. Hinter dieser historischen Zäsur stand eine damals außerhalb der Überseegebiete noch vergleichsweise wenig bekannte Abgeordnete aus Französisch-Guayana: Christiane Taubira. Ihr Gesetzestext, der nach teils kontroversen Debatten verabschiedet wurde, eröffnete in Frankreich eine neue Phase der Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Erinnerungskultur und republikanischem Universalismus. Ein Bruch mit der bisherigen Erinnerungspolitik Vor 2001 war die Sklaverei zwar Bestandteil schulischer Lehrpläne und des nationalen Geschichtsbildes, allerdings meist r…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Ein Platz im Panthéon – und in der republikanischen Gewissensgeschichte

    Ein Platz im Panthéon – und in der republikanischen Gewissensgeschichte

    Frankreich ehrt den verstorbenen Robert Badinter. Mit seiner symbolträchtigen Aufnahme ins Panthéon feiert die Nation nicht nur einen Juristen, sondern ein Prinzip: das der Menschenwürde. Am 9. Oktober 2025, genau 44 Jahre nach der Abschaffung der Todesstrafe in Frankreich, ist der ehemalige Justizminister Robert Badinter symbolisch in das Pariser Panthéon eingezogen. Die Zeremonie stand dabei weniger für einen Akt der Verklärung als für eine republikanische Selbstvergewisserung. Denn mit Badinter wird eine Figur geehrt, die sich in besonderer Weise um die Verteidigung der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte verdient gemacht hat – und die bis zuletzt für ein Frankreich stand, das moralische Prinzipien höher stellt als politischen Opportunismus. Ein Grab bleibt, ein Denkmal entsteht Im Unterschied zu anderen Panthéon-Beisetzungen wurde der Leichnam Badinters nicht in das nationale Mausoleum überführt. Auf Wunsch seiner Familie verbleiben seine sterblichen Überreste im jüdischen G…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Vom Bollwerk zur Bildchronik: Das Fort d’Ivry als Spiegel französischer Militärgeschichte

    Vom Bollwerk zur Bildchronik: Das Fort d’Ivry als Spiegel französischer Militärgeschichte

    Errichtet zur Verteidigung der Hauptstadt, verwandelte sich das Fort d’Ivry-sur-Seine über eineinhalb Jahrhunderte hinweg von einer strategischen Bastion in ein zentrales Gedächtnisarchiv der französischen Streitkräfte. Die wechselvolle Geschichte dieser Anlage illustriert exemplarisch die Transform…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • De Gaulles Appell vom 18. Juni 1940 – bis heute im Gedächtnis der französischen Republik

    De Gaulles Appell vom 18. Juni 1940 – bis heute im Gedächtnis der französischen Republik

    Der 18. Juni 2025 markiert nicht nur den 85. Jahrestag eines historischen Rundfunkaufrufs, sondern auch den formellen Einzug des Originalmanuskripts der Rede in die „Armoire de fer“, dem französischen Nationalarchiv. Das Dokument, versehen mit handschriftlichen Notizen und Ergänzungen, trägt den Entwurf einer Rede von Charles de Gaulle, die Frankreich zur Fortsetzung des Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime aufrief. Während sie heute als ein wichtiges Symbol der Résistance gilt, wurde sie am Tag der Ausstrahlung kaum gehört. Das aus zwei beidseitig beschriebenen Seiten bestehende Original, versehen mit durchgestrichenen Passagen und hastigen Notizen, vermittelt Authentizität und Dringlichkeit. Es zeigt, dass Charles de Gaulle bis zuletzt am Wortlaut feilte – ein Beleg für die Ernsthaftigkeit der Situation. Die Rede wurde im Londoner Exil formuliert, unmittelbar nachdem de Gaulle von Winston Churchill ein Sendezeitfenster auf BBC Radio erhalten hatte. Die Rede zielte nich…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Revolution, Kriege und Barrikaden – Was der 10. Mai der Geschichte brachte

    Revolution, Kriege und Barrikaden – Was der 10. Mai der Geschichte brachte

    Der 10. Mai ist kein gewöhnlicher Kalendertag – er wirkt wie ein Brennglas, durch das man einige der einflussreichsten historischen Momente betrachten kann. In Frankreich, aber auch weltweit, wurde an diesem Datum Politik gemacht, gekämpft, erinnert – und Geschichte geschrieben.

    Fangen wir mit einem Ereignis an, das beinahe einen Dominoeffekt auf die europäische Geschichte hatte.

    1774 – Der Tod Ludwigs XV. und der Anfang vom Ende der Monarchie

    Am 10. Mai 1774 starb Ludwig XV. nach 59 Jahren auf dem Thron – das war kein bloßer Herrscherwechsel. Denn mit seinem Tod begann für Frankreich eine Phase, die alles auf den Kopf stellte: Sein Enkel Ludwig XVI. bestieg den Thron – ein junger Mann, unbeholfen im politischen Spiel, aber mit dem festen Willen zu reformieren. Tragischerweise sollte genau dieser Wille, gepaart mit Naivität, bald in einer Katastrophe enden.

    Was folgte? Wirtschaftliche Misere, soziale Ungleichheit – und die Französische Revolution. Ludwig XVI. verlor am Ende nicht nur seinen Thron, sondern auch seinen Kopf. Ein König, der an einem 10. Mai ins Amt kam – und damit ungewollt das Ende einer Epoche einläutete. Ironie des Schicksals?

    1796 – Napoleons Stern geht bei Lodi auf

    Ein anderes Frankreich, ein anderer Mann: Napoleon Bonaparte. Am 10. Mai 1796 errang er in Norditalien einen seiner ersten großen militärischen Triumphe – die Schlacht von Lodi. Was viele nicht wissen: Dieser Sieg war nicht einfach ein taktischer Erfolg, sondern ein psychologischer Wendepunkt. Napoleon selbst bezeichnete diesen Tag später als den Moment, an dem er erstmals den Glauben gewann, „zur Größe geboren“ zu sein.

    Mit Lodi beginnt die Ära Napoleons – und damit ein Kapitel, das ganz Europa umkrempelt. Die Code Civil, das Ende des Heiligen Römischen Reichs, neue Grenzziehungen: All das wurzelt, zumindest zum Teil, in jenem Mai-Sieg.

    1871 – Der Frieden von Frankfurt: Frankreich verliert mehr als nur Land

    1. Mai 1871: Nach einem verlustreichen Krieg zwischen Frankreich und dem jungen Deutschen Reich wird der Friedensvertrag von Frankfurt unterzeichnet. Frankreich muss Elsass und Lothringen abtreten, eine bittere Pille für die Grande Nation. Die Revanche-Gedanken, die sich aus dieser Demütigung speisten, lebten über Generationen weiter und prägten nicht zuletzt das politische Klima vor dem Ersten Weltkrieg.

    Ein Vertrag also, der mehr entzündete, als er löschte – so viel zum Thema „Friedensschluss“.

    1933 – Bücher brennen: Die Schattenseite deutscher Geschichte

    Dieser 10. Mai ging auf traurige Weise in die Geschichte ein: In Berlin und anderen Städten Deutschlands wurden Bücher verbrannt. Werke von Brecht, Freud, Heine, Marx – ganze Bibliotheken gingen in Flammen auf. Wer sich die Bilder dieser inszenierten Zerstörung anschaut, spürt einen Kloß im Hals.

    Es war ein Vorbote dessen, was folgte: Zensur, Verfolgung, Vernichtung. Und es zeigt, wie gefährlich eine Ideologie wird, wenn sie Kultur als Feind betrachtet. Noch heute erinnern Mahnmale an diesen Tag – und daran, wie zerbrechlich geistige Freiheit sein kann.

    1940 – Frankreich im Schock: Der deutsche Angriff beginnt

    Am 10. Mai 1940 begann der deutsche Westfeldzug. Binnen weniger Tage durchbrach die Wehrmacht die französischen Verteidigungslinien – der Maginot-Linie zum Trotz. Für Frankreich war es ein Schockmoment, der das Trauma des Ersten Weltkriegs wieder aufriss.

    In Paris setzte eine Fluchtwelle ein, das politische System geriet ins Wanken, und nur Wochen später marschierten deutsche Truppen durch die Champs-Élysées. Ein Tag, an dem sich die Welt erneut in eine düstere Richtung bewegte.

    1968 – Die Nacht der Barrikaden: Studenten gegen den Staat

    In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 1968 brannten in Paris nicht Bücher, sondern Barrikaden. Im Quartier Latin errichteten Studenten Dutzende davon – ein Aufstand gegen ein verkrustetes System, gegen Autoritäten, gegen die Bevormundung der Jugend. Die Polizei reagierte brutal, es kam zu hunderten Verletzten. Doch diese Nacht entzündete ein Flächenfeuer, das ganz Frankreich erfasste – Generalstreiks, Fabrikbesetzungen, politische Paralyse.

    Die „Nacht der Barrikaden“ wurde zum Sinnbild des Pariser Mai. Und sie hallt bis heute nach – nicht nur in Frankreich. Wie viele heutige soziale Bewegungen greifen auf die Bilder und Parolen jener Tage zurück?

    2006 – Frankreich setzt ein Zeichen gegen seine koloniale Vergangenheit

    Erst am 10. Mai 2006 wurde in Frankreich offiziell der „Gedenktag zur Abschaffung der Sklaverei“ eingeführt. Ein historischer Schritt – und längst überfällig. Frankreich, das einst im Dreieckshandel Millionen versklavter Menschen verschleppte, begann damit, offen über die Schatten seiner Kolonialgeschichte zu sprechen.

    Dieser Tag erinnert nicht nur an vergangenes Leid, sondern ist auch ein Appell an gesellschaftliche Verantwortung. Denn auch heute kämpfen viele Nachfahren ehemaliger Sklaven mit strukturellem Rassismus und Benachteiligung. Der 10. Mai ist also mehr als ein Erinnern – er ist ein Handlungsauftrag.

    Was sagt uns das alles?

    Man könnte meinen, der 10. Mai sei so etwas wie ein geschichtlicher Knotenpunkt – ein Tag, an dem sich Grundlinien der Geschichte bündeln. Mal im Glanz eines Sieges, mal im Grauen des Kriegs oder im Zorn der Jugend. Wer diesen Tag betrachtet, sieht einen Spiegel der Menschheit: mit ihren Höhenflügen, ihren Irrwegen, ihrem Drang nach Veränderung.

    Und ganz ehrlich: Wenn ein einzelnes Datum so viel Sprengkraft hat – wer würde dann noch behaupten, Geschichte sei trocken?

  • 5. Mai: Ein Tag, der Geschichte schrieb

    5. Mai: Ein Tag, der Geschichte schrieb

    Der 5. Mai – ein Datum, das auf den ersten Blick unscheinbar wirken mag, doch bei näherer Betrachtung offenbart es sich als ein Tag, der mehrfach die Welt veränderte. Von revolutionären Umbrüchen bis zu kulturellen Meilensteinen: Dieser Tag hat es in sich.

    1789: Die Generalstände in Versailles – Der Auftakt zur Französischen Revolution

    Am 5. Mai 1789 versammelten sich in Versailles erstmals seit 1614 die Generalstände Frankreichs. König Ludwig XVI. hatte sie einberufen, um die drängenden finanziellen Probleme des Landes zu lösen. Doch was als Versuch zur Stabilisierung gedacht war, entwickelte sich rasch zum Katalysator für tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen. Die Vertreter des Dritten Standes, die den Großteil der Bevölkerung repräsentierten, forderten mehr Mitbestimmung und legten damit den Grundstein für die Französische Revolution. Ein Ereignis, das nicht nur Frankreich, sondern ganz Europa erschütterte und die Idee von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in die Welt trug.

    1821: Der Tod Napoleons – Ende einer Ära

    Am 5. Mai 1821 verstarb Napoleon Bonaparte im Exil auf der Insel St. Helena. Der einstige Kaiser der Franzosen hatte Europa in den Jahren zuvor mit seinen Feldzügen geprägt und das politische Gefüge des Kontinents nachhaltig verändert. Sein Tod markierte das endgültige Ende einer Ära, doch sein Einfluss auf Rechtssysteme, Verwaltung und militärische Strategien ist bis heute spürbar.

    1945: Befreiung des KZ Mauthausen – Ein Mahnmal der Menschlichkeit

    Der 5. Mai 1945 steht für die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen durch amerikanische Truppen. Über 100.000 Menschen hatten dort unter unmenschlichen Bedingungen gelitten; viele von ihnen überlebten nicht. Die Befreiung dieses Lagers symbolisiert das Ende eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte. In Österreich wird dieser Tag seither als Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus begangen, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern und ein Zeichen für Toleranz und Menschlichkeit zu setzen.

    1949: Gründung des Europarats – Ein Schritt zur europäischen Einheit

    Am 5. Mai 1949 unterzeichneten zehn europäische Staaten in London den Vertrag zur Gründung des Europarats. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu fördern und die Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu stärken. Der Europarat wurde somit zu einer wichtigen Institution im Nachkriegseuropa und legte den Grundstein für die spätere europäische Integration.

    1968: Studentenproteste in Frankreich – Der Ruf nach Veränderung

    Der 5. Mai 1968 war ein Schlüsseldatum in der Geschichte der französischen Studentenbewegung. Nachdem die Universität Nanterre geschlossen und die Sorbonne von der Polizei geräumt worden war, riefen Studentenorganisationen zu einem landesweiten Hochschulstreik auf. Diese Proteste eskalierten in den folgenden Tagen und entwickelten sich zu einer landesweiten Bewegung, die nicht nur Bildungsreformen, sondern auch tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen forderte. Die Ereignisse des Mai 1968 hinterließen einen bleibenden Eindruck in der französischen Gesellschaft und beeinflussten politische und kulturelle Entwicklungen weltweit.

    Geburtstage großer Persönlichkeiten

    Der 5. Mai ist auch der Geburtstag von Karl Marx (1818), dessen Ideen die politische Landschaft des 19. und 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflussten. Ebenso wurde am 5. Mai 1965 der deutsche Schauspieler Mark Keller geboren, bekannt aus der Serie „Alarm für Cobra 11“.

    Ein Tag mit vielen Facetten

    Der 5. Mai ist ein Datum, das in vielerlei Hinsicht Geschichte schrieb. Ob politische Umwälzungen, kulturelle Meilensteine oder persönliche Schicksale – dieser Tag zeigt, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind. Er erinnert uns daran, dass Geschichte nicht nur in Büchern existiert, sondern in den Ereignissen und Entscheidungen, die unsere Welt formen.

  • Der letzte Schatten über Jean Moulin – Was Klaus Barbie wirklich sagte

    Der letzte Schatten über Jean Moulin – Was Klaus Barbie wirklich sagte

    Wenn Geschichte spricht, dann oft in Form von Dokumenten, Memoiren oder Augenzeugenberichten. Doch was, wenn ein Kriegsverbrecher selbst das Wort ergreift – Jahrzehnte nach seinen Taten, fernab des Ortes des Geschehens? Und was, wenn das Gesagte plötzlich das Bild eines nationalen Helden ins Wanken zu bringen scheint? Genau das ist nun geschehen. Die Stanford University hat am 4. Mai 2025 bisher unveröffentlichte Tonbandaufnahmen aus dem Jahr 1979 veröffentlicht, die in Bolivien von Journalist Gerd Heidemann mit niemand Geringerem als Klaus Barbie geführt wurden – dem berüchtigten „Schlächter von Lyon“. Es sind 14 Stunden Tonmaterial, in denen Barbie offen über seinen Umgang mit Jean Moulin spricht, einer der Symbolfiguren der französischen Résistance. Was diese Aufnahmen enthüllen, ist verstörend, verstörend ehrlich – und höchst umstritten. „Kein Laut. Kein Wort.“ Barbie behauptet darin, Moulin habe sich selbst das Leben genommen. Nicht durch eine Vergiftung, nicht durch Erschöpfung –…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…