Schlagwort: Geldautomaten

  • Paris: Gauner stehlen mit der „Gabeltechnik“ über 80.000 € aus Geldautomaten

    Paris: Gauner stehlen mit der „Gabeltechnik“ über 80.000 € aus Geldautomaten

    In der Region Paris raubten mehrere Männer mit der sogenannten Gabeltechnik Geldautomaten aus. Insgesamt sollen auf diese Weise über 80.000 € gestohlen worden sein.

    Letzte Woche wurden zwei Männer im Departement Val-de-Marne festgenommen, wie Actu.fr berichtet. Seit Mai 2023 sollen sie rund 100 Diebstähle aus Geldautomaten begangen haben. Geschätzter Schaden: Etwa 80.000 Euro.

    Die Diebe wandten die sogenannte „Gabeltechnik“ an. Bei Einbruch der Dunkelheit hoben sie mit einer Bankkarte Geld ab. Beim Öffnen der Klappe steckten die Täter eine Art Gabel in die Öffnung. Ziel dieser Technik ist es, die Ausgabe von Banknoten zu blockieren, wenn Kunden Geld abheben wollen. Am frühen Morgen holen die Täter dann mit einem Schraubenzieher die blockierten Banknoten aus dem Automaten.

    Die Täter, vier an der Zahl, sind etwa 20 Jahre alt, wie Actu.fr berichtet. Insgesamt wurden von den Ermittlern 296 Diebstähle gezählt, die alle im Großraum Paris begangen wurden.

    Zwei der Täter konnten dank Videoüberwachung und der Auswertung von Telefongesprächen identifiziert werden. Sie wurden von dem Gericht von Val-de-Marne zu jeweils 30 Monaten Haft verurteilt.

  • “Jackpotting“ – die neue Art des Banküberfalls

    “Jackpotting“ – die neue Art des Banküberfalls

    Geldautomaten sind das Ziel einer neuen Art von Räubern, die nur mit einem Computer bewaffnet sind… Das nennt man Jackpotting.

    In dem kleinen Dorf Simorre (Gers) ist der einzige Geldautomat seit einem Monat außer Betrieb. Er wurde von Hackern angegriffen. Sie haben vor drei Wochen mitten in der Nacht zugeschlagen. Mit einer Bohrmaschine bewaffnet, schnitten sie ein Stück aus der Vorderseite des Automaten heraus, um an die Platine und damit an die Software zu gelangen. Anschließend loggten sie sich mit einem Laptop ein und schickten die Daten der Bank und des Gerätes an einen Komplizen, der mehrere tausend Kilometer entfernt vor seinem Computer sass. Dieser übernahm die Kontrolle und liess den Automaten alle Geldscheine ausspucken.

    Eine ausgeklügelte Vorgehensweise
    Der Fall ist kein Einzelfall: In den letzten Wochen kam es immer wieder zu ähnlichen Angriffen im Norden, im Großraum Paris und später in der Region Bordeaux und in den Alpen. Polizisten und Gendarmen haben in den letzten sechs Monaten 34 solcher Angriffe auf Geldautomaten festgestellt. Die Vorgehensweise ist ausgeklügelt. Die Drahtzieher, Hacker, sind fast unmöglich zu lokalisieren. „Die Auftraggeber sind russischsprachig. Die Teams vor Ort hingegen sind vielfältig mit Einzelpersonen, die mehrere Nationalitäten haben können, besetzt“, erklärt Cécile Augeraud, Leiterin der Zentralstelle zur Bekämpfung der Computerkriminalität (OCLCTIC) gegenüber France Télévisions. Sie operieren stets nachts, in ländlichen Gebieten und möglichst weit entfernt von den Ordnungskräften.

  • Geldautomaten in Tabakwarengeschäften: Ein zusätzlicher Service für die Kunden

    Geldautomaten in Tabakwarengeschäften: Ein zusätzlicher Service für die Kunden

    In diesem Monat werden in einigen Tabakläden Geldautomaten aufgestellt. Ein neuer Service für die Kunden in einer Zeit, in der die Zahl der Geldautomaten insgesamt abnimmt.

    Im Laufe des Monats November werden in 25 Tabakgeschäften Geldautomaten in Betrieb genommen, wie der Verband der Tabakhändler und Loomis, eine auf Geldtransporte spezialisierte Tochtergesellschaft des schwedischen Securitas-Konzerns, letzte Woche mitteilten. „Es handelt sich um eine Testphase, an der zunächst 25 Tabakgeschäfte in ganz Frankreich beteiligt sind und die sechs Monate dauern wird“, erklärt Gérard Vidal, Vorsitzender des Verbandes der Tabakhändler in der Region Haute-Garonne. Danach werden die etwa 24.000 Einzelhändler in der Region die Wahl haben, ob sie auch diesen neuen Dienst anbieten wollen oder nicht.

    Die Geldautomaten werden in der Verkaufsstelle installiert und nur während der Öffnungszeiten zugänglich sein, was insbesondere für  etwas sensiblere Kunden, wie beispielsweise ältere Menschen, beruhigend sein soll.

    Diversifizierung der Tätigkeiten in Tabakläden
    Seit einigen Jahren diversifizieren die Tabakläden ihre Aktivitäten, da der Absatz von Tabakwaren immer weiter zurückgeht. Kunden können bereits Bußgelder, Steuern und Kantinenrechnungen bezahlen oder sogar Ihre Zugfahrkarten im Tabakladen kaufen.

    Mit den Geldautomaten wollen die Händler ihren Kunden einen zusätzlichen Service zu bieten und sehen darin auch einen Weg, um zusätzliche Kunden anzuziehen und die Verödung der Kleinstädte zu bekämpfen.

    Die Zahl der Geldautomaten auf der Straße nimmt ab
    Der neue Service wird umso inetressanter, da die Zahl der Geldautomaten insgesamt abnimmt. In einigen Städten mit 3.000, 4.000 oder 5.000 Einwohnern gibt es tatsächlich für die Einwohner schon jetzt keine Möglichkeit mehr, bargeld abzuheben.

    Betroffen von der voranschreitenden Schliessung von Bankfilialen und der Abschaffung von Geldautomaten sind besonders Wohngebiete mit vielen Einwohnern. Darunter sind auch ältere Menschen, die sich nicht mehr so leicht fortbewegen können und bisher auf die Bankfiliale in der Nachbarschaft angewiesen waren.