Schlagwort: Geheimdienst

  • Terrorverdacht in Paris: Tunesier in Untersuchungshaft – Frankreich bleibt im Alarmzustand

    Terrorverdacht in Paris: Tunesier in Untersuchungshaft – Frankreich bleibt im Alarmzustand

    Mitten in Paris, in einer Stadt, die seit Jahren unter besonderer Beobachtung der Sicherheitsbehörden steht, hat eine neue Antiterror-Ermittlung für Aufmerksamkeit gesorgt. Ein tunesischer Staatsbürger steht im Verdacht, einen Anschlag auf französischem Boden vorbereitet zu haben. Ein spezialisierter Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft an – ein Schritt, der in Frankreich nur dann erfolgt, wenn die Justiz eine ernsthafte Gefährdungslage erkennt. Die Festnahme reiht sich in eine lange Serie vereitelter Anschlagspläne ein, die Frankreich seit den verheerenden Terrorattacken von 2015 beschäftigen. Damals erschütterten die Anschläge auf das Bataclan, mehrere Straßencafés und das Stade de France das Land bis ins Mark. Seitdem gleicht der französische Sicherheitsapparat einem fein justierten Uhrwerk, das rund um die Uhr mögliche Gefahrenprofile analysiert. Im aktuellen Fall sollen Geheimdienste durch auffällige Online-Aktivitäten auf den Verdächtigen aufmerksam geworden sein. Ermittl…

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  • Mossads heimlicher Schlag im Herzen Irans: Wie Israels Geheimdienst einen Angriff aus dem Schatten heraus zündete

    Mossads heimlicher Schlag im Herzen Irans: Wie Israels Geheimdienst einen Angriff aus dem Schatten heraus zündete

    Es war kein gewöhnlicher Militärschlag, kein reiner Luftangriff – es war eine ausgeklügelte Kombination aus Spionage, Sabotage und Präzisionsschlägen. Die israelische „Operation Rising Lion“, die am 13. Juni 2025 über Iran hereinbrach, war so präzise und zerstörerisch, dass viele Experten zunächst glaubten, die USA hätten im Hintergrund ihre Finger im Spiel. Doch die Wahrheit ist weitaus komplexer – und beunruhigender: Der israelische Geheimdienst Mossad hatte über Monate hinweg im Stillen einen Schattenkrieg vorbereitet. Und dieser hatte es in sich.

    Waffen und Drohnen mitten im Feindesland

    Laut hochrangigen Sicherheitsbeamten, die mit der US-Agentur Associated Press sprachen, gelang es dem Mossad, Waffen, Drohnen und ganze Angriffssysteme tief ins iranische Kernland zu schmuggeln, die innerhalb Irans aktiviert wurden. Der Clou? Diese Systeme wurden nicht nur versteckt gelagert, sondern auch strategisch rund um zentrale Ziele wie Teheran, Natanz und andere militärische Anlagen positioniert.

    Man stelle sich vor: Mitten in einem der am stärksten abgeschotteten Länder der Welt gelingt es einem fremden Geheimdienst, logistische Infrastruktur aufzubauen – für einen Luftangriff, der Monate später mit chirurgischer Präzision ausgeführt wird. Eine unglaubliche Leistung – und ein Super-GAU für Iran.

    Timing wie aus dem Lehrbuch

    Am Tag des Angriffs schlugen die geschmuggelten Systeme gleichzeitig mit den israelischen Luftstreitkräften zu. Ein synchronisierter Schlag aus der Luft und vom Boden – eine perfekte Choreografie, die Irans Luftabwehrsysteme überforderte. Die meisten Raketenstellungen, die sonst in der Lage gewesen wären, israelische Jets abzufangen, wurden schon beim ersten Angriff nutzlos gemacht.

    „Das war keine spontane Aktion, das war ein technisches Meisterwerk“, kommentierte ein israelischer Militärexperte. Und man muss zugeben: So etwas hat es in dieser Form und Größenordnung noch nie gegeben.

    Wie konnte dem Mossad das gelingen?

    Die Frage, die nun wie ein Schatten über Teheran hängt, lautet: Wie konnte das geschehen, ohne dass jemand etwas bemerkte? Wie konnten so viele Waffen, Drohnen und Systeme unerkannt ins Land gebracht werden? Ein Teil der Antwort dürfte in der ausgeprägten Netzstruktur des Mossad liegen, die offenbar bis in iranische Schlüsselbereiche reicht – Militär, Infrastruktur, sogar Sicherheitskreise.

    Es ist nicht das erste Mal, dass der Mossad tief in iranisches Territorium eingedrungen ist. Doch in diesem Fall ging es nicht „nur“ um gezielte Liquidierungen oder Cyberangriffe. Hier wurde ein komplettes Schlachtfeld innerhalb Irans vorbereitet – mit schweren Folgen.

    Ein diplomatischer Tiefschlag für Teheran

    Die Enthüllung, dass der Mossad im eigenen Land operiert hat, trifft die iranische Führung ins Mark. Es ist eine Blamage, ein offenes Eingeständnis: Man hatte den Feind bereits im eigenen Wohnzimmer sitzen, ohne es zu merken. Diese Tatsache dürfte nicht nur außenpolitisch, sondern auch innenpolitisch für enorme Spannungen sorgen – das Vertrauen in die eigene Sicherheit ist erschüttert.

    Und das macht die Lage noch explosiver.

    Vergeltung aus einem beschädigten System heraus

    Irans Antwort – über 100 Drohnenangriffe auf israelisches Gebiet – war heftig, aber in weiten Teilen wirkungslos. Viele Drohnen wurden abgefangen, andere trafen unbedeutende Ziele. Warum? Weil ein Teil des iranischen Verteidigungssystems bereits lahmgelegt war – durch jene Sabotageaktionen, die der Mossad im Vorfeld durchgeführt hatte.

    Fast unvorstellbar: Ein ganzes System, ausgehebelt von innen – noch bevor der erste Jet gestartet ist. Eine bittere Lektion für Teheran, aber auch ein Menetekel für alle anderen Akteure in der Region.

    Was bedeutet das für die Zukunft?

    Diese Operation hat eine neue Ära des Krieges eingeläutet – eine, in der Grenzen, Lufträume und klassische Fronten kaum noch eine Rolle spielen. Stattdessen dominieren verdeckte Operationen, Täuschung, Technologie und Netzwerke. Der Mossad hat gezeigt, dass ein moderner Krieg längst nicht mehr erst beginnt, wenn der erste Schuss fällt – sondern schon lange vorher, im Schatten.

    Was wird Iran tun, um zu reagieren? Wird es weitere Vergeltungsmaßnahmen geben? Und welche Rolle spielen dabei die regionalen Verbündeten – etwa die Hisbollah oder pro-iranische Milizen in Syrien und Irak?

    Der Nahe Osten ist wieder einmal an einem Wendepunkt. Und diesmal könnte die Schwelle zum offenen Krieg schneller überschritten sein, als man denkt.

    Daniel Ivers

  • Anschlag auf russischen Generalleutnant: Ein weiteres Puzzlestück im Ukraine-Krieg

    Anschlag auf russischen Generalleutnant: Ein weiteres Puzzlestück im Ukraine-Krieg

    Es war ein gezielter Schlag mitten ins Herz der russischen Militärführung – und das nur wenige Kilometer von Moskaus Zentrum entfernt. Am Freitag, dem 25. April 2025, wurde der russische Generalleutnant Jaroslaw Moskalik bei einer Explosion in Balaschicha, einem östlichen Vorort der russischen Hauptstadt, tödlich verletzt. Die Waffe: ein präparierter Volkswagen Golf, dessen Sprengsatz punktgenau zündete, als Moskalik an dem Wagen vorbeiging.

    Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer.

    Moskalik, 59 Jahre alt, war kein unbeschriebenes Blatt. Als stellvertretender Leiter der Hauptoperationsdirektion des Generalstabs der russischen Streitkräfte hatte er maßgeblichen Einfluss auf die militärische Planung des Landes. Ein Mann, der nicht nur die Befehlsstrukturen kannte, sondern sie auch mitgestaltete.

    Ein weiterer Treffer auf hoher Ebene

    Dieser Anschlag ist nicht der erste seiner Art. Bereits im Dezember 2024 war Generalleutnant Igor Kirillow – zuständig für den Schutz vor Massenvernichtungswaffen – durch einen Sprengsatz in einem Elektroroller getötet worden. Damals bekannte sich der ukrainische Geheimdienst SBU offen zu dem Attentat. Die Parallelen zu Moskaliks Tod sind auffällig: Wieder ein präzise platzierter Sprengsatz, wieder ein Angriff auf einen hochrangigen Militär – mitten im eigenen Land.

    Die russischen Behörden zögerten nicht lange mit der Schuldzuweisung: Kiew und seine Spezialdienste sollen hinter dem Anschlag stecken. Beweise? Fehlanzeige. Kiew schweigt bislang, vielleicht strategisch klug – oder vielleicht steckt jemand ganz anderes dahinter? Eine rhetorische Frage, die allerdings in Moskau kaum jemand zu stellen wagt.

    Schattenkrieg hinter den Kulissen

    Dieser Vorfall zeigt erneut, wie sehr der Krieg zwischen Russland und der Ukraine längst auch in verdeckten Operationen weitergeführt wird – fernab der offiziellen Frontlinien. Geheimdienste, Sabotage, Attentate: Der Konflikt hat viele Gesichter. Und die gezielten Angriffe auf hochrangige Militärs zeigen, dass die Ukraine (oder wer auch immer dahintersteckt) bereit ist, Risiken einzugehen, um den Druck auf die russische Führung zu erhöhen.

    Dass Moskalik auch an den „Normandie-Format“-Gesprächen 2015 in Paris teilnahm, gibt dem Anschlag eine zusätzliche Dimension. Hier war er Teil jener diplomatischen Bemühungen, die damals eine Lösung für den Ukraine-Konflikt finden sollten. Dass es nun gerade ihn trifft, lässt tief blicken – und weckt Erinnerungen an ein Scheitern der Diplomatie, das längst in den Schatten der Gewalt übergegangen ist.

    Timing: Zufall oder gezielte Botschaft?

    Besonders brisant ist das Timing des Anschlags. Zeitgleich hielt sich US-Sondergesandter Steve Witkoff in Moskau auf, um über einen möglichen US-vermittelten Friedensplan für die Ukraine zu sprechen. Während im Kreml diplomatische Gespräche liefen, detonierte auf den Straßen Moskaus eine Bombe. Zufall? Schwer vorstellbar.

    Viel eher wirkt dieser Anschlag wie eine Machtdemonstration – sei es von ukrainischer Seite, sei es von anderen Akteuren, die ein Interesse daran haben, jede Form von Annäherung zwischen Russland und dem Westen im Keim zu ersticken.

    Sicherheit? Ein trügerisches Gefühl

    Eines zeigt dieser Vorfall jedoch glasklar: Selbst Moskau ist kein sicherer Hafen für die russische Elite mehr. Die gezielten Tötungen hochrangiger Militärs innerhalb Russlands werfen drängende Fragen auf: Wie durchlässig sind die Sicherheitsapparate? Wer kann solche Operationen direkt vor den Toren des Kremls durchführen?

    Und vor allem: Wie reagiert Russland? Eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen ist fast sicher – doch reicht das aus, um den wachsenden Schattenkrieg aufzuhalten?

    Eskalation mit Ansage

    Der Mord an Moskalik ist mehr als nur ein weiterer Akt der Gewalt – er ist ein Zeichen dafür, wie sehr sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu einem umfassenden Kampf im Verborgenen entwickelt hat. Offizielle Friedensgespräche auf der einen Seite, verdeckte Operationen auf der anderen – ein Balanceakt, der zunehmend außer Kontrolle zu geraten droht.

    Gerade in diesem fragilen Moment, wo diplomatische Lösungen immer wieder als Option aufblitzen, könnte ein solcher Anschlag die Türen weiter zuschlagen. Denn wie will man verhandeln, wenn man gleichzeitig das Gefühl hat, permanent ins Visier genommen zu werden?

    Putins Regierung steht vor einem Dilemma: Mit Härte reagieren und den Konflikt weiter eskalieren lassen – oder versuchen, die diplomatischen Fäden nicht ganz aus der Hand zu geben. Beides hat seinen Preis.

    Der Krieg zeigt sich nicht nur in Panzerschlachten oder Artilleriefeuer – er zeigt sich auch in den Explosionen auf den Straßen von Balaschicha.

    Von Catherine H.

  • Donald Trump und die KGB-Verbindung: Fakten und Spekulationen

    Donald Trump und die KGB-Verbindung: Fakten und Spekulationen

    In den letzten Wochen haben Behauptungen eines ehemaligen KGB-Offiziers, Donald Trump sei 1987 vom sowjetischen Geheimdienst unter dem Decknamen „Krasnov“ rekrutiert worden, für Aufsehen gesorgt. Diese Anschuldigungen werfen Fragen über mögliche Verbindungen des ehemaligen US-Präsidenten zu russischen Geheimdiensten auf.

    Alnur Mussajew, einst hochrangiger KGB-Beamter und später Leiter des kasachischen Nationalen Sicherheitskomitees, behauptet, Trump sei während eines Moskau-Besuchs 1987 vom KGB angeworben worden. Mussajew, der heute im österreichischen Exil lebt, äußerte diese Vorwürfe kürzlich in einem sozialen Netzwerk.

    Laut Mussajew habe der KGB in den 1980er Jahren gezielt westliche Geschäftsleute mit politischem Potenzial ins Visier genommen. Trump, damals ein aufstrebender Immobilienunternehmer, besuchte 1987 Moskau, um mögliche Hotelprojekte zu erkunden. Dieser Besuch wurde von sowjetischen Diplomaten arrangiert, was Spekulationen über eine gezielte Einflussnahme nährt.

    Es ist dokumentiert, dass Trump während seines Moskau-Aufenthalts Gespräche über Bauprojekte führte und beeindruckt von den Möglichkeiten in der Sowjetunion war. In seinem Buch „The Art of the Deal“ erwähnt er diese Reise und die potenziellen Geschäfte. Allerdings gibt es keine konkreten Beweise dafür, dass er für den KGB tätig war oder den Decknamen „Krasnov“ trug.

    Neben Mussajew haben auch andere ehemalige KGB-Offiziere behauptet, Trump sei über Jahrzehnte hinweg vom sowjetischen und später russischen Geheimdienst kultiviert worden. Demnach habe der KGB Trump als potenziellen Einflussagenten betrachtet und versucht, ihn für sowjetische Interessen zu gewinnen.

    Trotz dieser Anschuldigungen fehlen belastbare Beweise für eine tatsächliche Rekrutierung Trumps durch den KGB. Weder in den umfangreichen Untersuchungen des FBI noch im Bericht des Sonderermittlers Robert Mueller wurden solche Verbindungen bestätigt. Trump selbst hat wiederholt jegliche geheimdienstliche Verbindung zu Russland bestritten und bezeichnete entsprechende Vorwürfe als „Hexenjagd“.

    Es ist bekannt, dass Trump seit den 1980er Jahren Geschäftsbeziehungen in Russland suchte. Obwohl er mehrere Projekte plante, wurden diese nie realisiert. Einige Beobachter vermuten, dass russische Investoren in seine Immobilienprojekte investierten, jedoch gibt es auch hier keine eindeutigen Beweise für illegale Aktivitäten oder geheimdienstliche Verbindungen.

    Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Behauptungen über eine KGB-Rekrutierung Trumps auf Aussagen einzelner ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter basieren, jedoch keine stichhaltigen Beweise vorliegen, die diese Anschuldigungen untermauern. Ohne konkrete Beweise sollten solche Behauptungen mit Vorsicht betrachtet werden.

    Autor: P.T.

  • Ukraine ohne US-Geheimdienstinformationen: Was bedeutet das für Kiew?

    Ukraine ohne US-Geheimdienstinformationen: Was bedeutet das für Kiew?

    Die Entscheidung Washingtons, den Austausch von Geheimdienstinformationen mit der Ukraine auszusetzen, trifft Kiew hart. Bisher waren die Daten aus den USA essenziell – sowohl für gezielte Angriffe als auch für die Verteidigung. Nun steht die Ukraine ohne diese wertvolle Unterstützung da. Welche Folgen hat das? Und kann Europa die Lücke füllen?

    Ein plötzlicher Stopp mit weitreichenden Folgen

    Die Ankündigung kam überraschend: Am 5. März bestätigte CIA-Direktor John Ratcliffe die Aussetzung des US-Geheimdienst-Informationsaustauschs mit Kiew. Bereits zwei Tage zuvor hatte Washington die Militärhilfe eingefroren. Laut dem Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz wolle die US-Regierung „alle Aspekte“ der Beziehungen zur Ukraine überprüfen – ein klarer Hinweis auf die wachsenden Spannungen zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj.

    Ratcliffe betonte zwar, dass diese Maßnahme nur vorübergehend sei, aber derzeit sind die Informationen aus den USA für Kiew nicht mehr zugänglich. Französische Regierungsvertreter bestätigten, dass auch die Satellitenüberwachung der Ukraine durch US-Geheimdienste gestoppt wurde. Was bedeutet das für die militärischen Operationen?

    Satellitenbilder: Unverzichtbar für Kiews Strategie

    „Ohne die US-Geheimdienstinformationen wäre es für die Ukraine viel schwerer, sich gegen Russland zu verteidigen“, sagt Aviva Guttmann, Expertin für Strategie und Geheimdienste. Tatsächlich sind präzise Satellitenbilder und Analysen entscheidend für die ukrainische Kriegsführung. Sie ermöglichen es, russische Truppenbewegungen zu verfolgen und strategisch wichtige Ziele zu identifizieren.

    Der ukrainische Militärexperte Pavlo Narozhny erklärt: „Statische Ziele wie Fabriken oder Öllager konnten wir selbst angreifen. Aber die gezielten Schläge gegen russische Kommandostellen oder Generäle – das war oft nur mit US-Informationen möglich.“

    Die Gefahr? Ohne diese Daten könnte Kiew seine Angriffe schlechter koordinieren und die russische Armee hätte möglicherweise mehr Spielraum, um sich neu zu formieren.

    Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung

    Doch nicht nur die Fronttruppen sind betroffen. US-Geheimdienste hatten auch ein Frühwarnsystem für ukrainische Städte eingerichtet. Dieses half, russische Raketenangriffe frühzeitig zu erkennen und Warnungen an die Bevölkerung auszugeben. Die Folge des Stopps? Ein erhöhtes Risiko für zivile Opfer.

    Das Institute for the Study of War (ISW) befürchtet, dass Russland diese Gelegenheit nutzen wird, um im Osten und Süden der Ukraine neue Geländegewinne zu erzielen. Dmitri Medwedew, Ex-Präsident Russlands, kündigte bereits an, dass das russische Militär die Situation ausnutzen werde, um „dem Feind maximalen Schaden zuzufügen“.

    Kann Europa die Lücke füllen?

    Die große Frage ist nun: Kann Europa einspringen?

    Frankreich und andere europäische Länder verfügen zwar über eigene Aufklärungssatelliten, doch die USA hatten den Ukrainern weit mehr Informationen geliefert – sowohl in Menge als auch in technologischer Präzision. Experten betonen zudem, dass es nicht nur um Daten geht, sondern auch um die Analyse dieser Informationen. Genau hier könnte Europa helfen.

    Doch es gibt ein Problem: Großbritannien ist Mitglied der „Five Eyes“-Allianz, einem Geheimdienstbündnis mit den USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Die USA könnten darauf bestehen, dass London keine Daten an die Ukraine weitergibt. Wie lange es dauert, bis Europa eine alternative Strategie findet, bleibt offen.

    Frankreichs Verteidigungsminister Sébastien Lecornu versicherte jedoch, dass die französischen Geheimdienste „souverän“ seien und der Ukraine weiterhin eigene Erkenntnisse zur Verfügung stellen. Doch reichen diese aus, um das amerikanische Vakuum zu füllen? Das bleibt abzuwarten.

    Ein gefährlicher Moment für die Ukraine

    Der plötzliche Stopp des US-Geheimdienst-Austauschs ist ein schwerer Schlag für Kiew – militärisch wie zivil. Russland könnte die Gelegenheit nutzen, um seine Angriffe zu intensivieren, während die Ukraine gezwungen ist, neue Wege der Informationsbeschaffung zu finden.

    Europa könnte helfen, aber in welchem Umfang? Das bleibt unklar. Fest steht: Die nächsten Wochen könnten entscheidend für den weiteren Verlauf des Krieges sein.

    Von C. Hatty

  • Ex-Geheimdienstchef Squarcini zu vier Jahren Haft verurteilt – Einflussnahme für LVMH?

    Ex-Geheimdienstchef Squarcini zu vier Jahren Haft verurteilt – Einflussnahme für LVMH?

    Bernard Squarcini, ehemaliger Chef des französischen Inlandsgeheimdienstes, wurde am Freitag vom Pariser Strafgericht zu vier Jahren Haft verurteilt – zwei davon auf Bewährung. Der Vorwurf: illegale Einflussnahme, insbesondere zugunsten des Luxuskonzerns LVMH und dessen Chef Bernard Arnault. Ein Urteil, das Wellen schlägt.

    Von der Machtzentrale zum Angeklagten

    Squarcini, in Geheimdienstkreisen als „der Squale“ bekannt, stand lange an der Spitze der französischen Sicherheitsbehörden. Doch jetzt wurde der 69-Jährige nicht nur zu einer Haftstrafe verurteilt, sondern muss auch eine Geldstrafe von 200.000 Euro zahlen. Zudem darf er für fünf Jahre nicht mehr im Bereich Geheimdienste, Beratung oder Wirtschaftsspionage tätig sein.

    Die Haftstrafe muss er allerdings nicht hinter Gittern verbüßen – stattdessen wird sie mit einer elektronischen Fußfessel überwacht. Doch sein juristischer Kampf ist noch nicht vorbei: Seine Anwältin, Me Marie-Alix Canu-Bernard, kündigte umgehend Berufung an.

    „Äußerst schwerwiegende Taten“ – Das Gericht bleibt hart

    Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Strafe von vier Jahren mit Bewährung und eine höhere Geldbuße von 300.000 Euro gefordert. Squarcini, ein einst angesehener hoher Beamter, sei für „äußerst schwerwiegende Taten“ verantwortlich, so die Anklage.

    Er stand nicht allein vor Gericht – neun weitere Personen waren angeklagt, darunter hochrangige Beamte, ehemalige Richter und Wirtschaftsspione. Ihm wurden insgesamt elf Delikte vorgeworfen, darunter passive Einflussnahme, Veruntreuung öffentlicher Gelder, Geheimnisverrat und Urkundenfälschung.

    Das Gericht sprach ihn in einigen Anklagepunkten frei und stufte andere Vergehen neu ein. Doch die Kernaussage blieb bestehen: Squarcini habe seine Position missbraucht, um persönliche Vorteile zu sichern.

    Spionage für LVMH – Die Ruffin-Affäre

    Ein besonders brisanter Teil des Falls betrifft die Überwachung des heutigen Abgeordneten François Ruffin. Zwischen 2013 und 2016 ließ Squarcini Ruffin und dessen investigatives Magazin Fakir im Auftrag von LVMH ausspionieren. Pikant: Ruffin arbeitete damals an seinem Film Merci Patron!, einer bissigen Dokumentation über Bernard Arnaults Geschäftsgebaren.

    Bernard Arnault selbst beteuerte vor Gericht, nichts von der Überwachung gewusst zu haben. Ruffin hingegen sieht den Fall als Beleg dafür, wie eng Wirtschaftsmacht und politische Einflussnahme in Frankreich verflochten sind. Brisant dabei: LVMH konnte 2021 durch eine Zahlung von zehn Millionen Euro ein offizielles Strafverfahren abwenden.

    Ein Urteil mit Signalwirkung?

    Die Verteidigung sieht das Urteil als ungerecht. Squarcinis Anwälte kritisierten, dass die Ermittlungen „einseitig“ geführt worden seien. Ihr Mandant habe sein Leben lang dem Staat gedient, betonten sie. Andere Verteidiger hoben die „unbescholtene Karriere“ ihrer Mandanten hervor.

    Doch der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie stark darf sich ein ehemaliger Geheimdienstchef in private Angelegenheiten einmischen? Und wo liegt die Grenze zwischen beruflichem Netzwerk und illegalem Einfluss?

    Die Berufung steht noch aus – doch das Urteil könnte bereits jetzt ein deutliches Zeichen setzen.

    Von C. Hatty

  • USA setzen Geheimdienstkooperation mit der Ukraine aus: Ein strategischer Schachzug mit weitreichenden Konsequenzen

    USA setzen Geheimdienstkooperation mit der Ukraine aus: Ein strategischer Schachzug mit weitreichenden Konsequenzen

    Die Vereinigten Staaten haben beschlossen, ihre Geheimdienstkooperation mit der Ukraine vorübergehend einzustellen. Diese Entscheidung folgt auf die bereits zuvor verkündete Aussetzung der US-Militärhilfe für Kiew. Beide Maßnahmen werden als Druckmittel eingesetzt, um die ukrainische Regierung zu konkreten Schritten in Richtung Friedensverhandlungen mit Russland zu bewegen.

    Die Geheimdienstzusammenarbeit zwischen den USA und der Ukraine war seit Beginn des Konflikts im Jahr 2022 ein entscheidender Faktor für die Effektivität der ukrainischen Streitkräfte. Durch die Bereitstellung von Echtzeitinformationen konnten ukrainische Einheiten präzise Operationen gegen russische Truppen durchführen. Mit der aktuellen Aussetzung dieser Kooperation verliert die Ukraine eine wesentliche Unterstützung, was ihre Fähigkeit zur Verteidigung erheblich beeinträchtigen könnte.

    Die Entscheidung der USA steht im Zusammenhang mit jüngsten Spannungen zwischen Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Bei einem Treffen im Weißen Haus kam es zu Meinungsverschiedenheiten über die Bedingungen für weitere Unterstützung und die Bereitschaft der Ukraine zu Friedensgesprächen mit Russland. Trump betonte die Notwendigkeit konkreter Schritte seitens der Ukraine, um den Weg für Verhandlungen zu ebnen.

    Die Aussetzung der Geheimdienstkooperation wird von vielen Beobachtern als strategisches Signal an die ukrainische Führung gewertet. Sie soll den Druck erhöhen, um Kiew zu Zugeständnissen in den Verhandlungen mit Moskau zu bewegen. Gleichzeitig könnte dieser Schritt als Zugeständnis an Russland interpretiert werden, das die US-Unterstützung für die Ukraine stets kritisch betrachtet hat.

    Die Auswirkungen dieser Entscheidung sind vielfältig. Kurzfristig bedeutet sie eine Schwächung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeiten. Langfristig könnte sie jedoch den Weg für diplomatische Lösungen ebnen, sofern alle beteiligten Parteien bereit sind, konstruktiv an einer Friedenslösung zu arbeiten.

    Es bleibt abzuwarten, wie die ukrainische Regierung auf diesen erhöhten Druck reagieren wird und ob dies zu einem Fortschritt in den festgefahrenen Friedensverhandlungen führt. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, da sie weitreichende Konsequenzen für die Stabilität in der Region haben könnten.

    Von Andreas Brucker

  • Sandworm: Cyberkriminalität im Dienste Russlands

    Sandworm: Cyberkriminalität im Dienste Russlands

    Seit über einem Jahrzehnt terrorisiert das Cyberkriminellen-Netzwerk Sandworm die digitale Welt. Operierend unter der Führung der russischen Militärgeheimdienste, hat sich diese Gruppe einen Namen gemacht durch ihr geschicktes Eindringen in die Systeme von Gegnern Russlands weltweit – darunter auch in Frankreich. Begonnen hat alles im Jahr 2010. Sandworm, der Name leitet sich von den fiktiven Wüstenkreaturen in Frank Herberts Roman „Dune“ ab, wurde zunächst bekannt durch ihre Unterstützung für Russlands militärische und nachrichtendienstliche Operationen. Ihre Aktivitäten sind vielfältig und gefährlich: von der Manipulation von Wahlprozessen bis hin zu großangelegten Cyberangriffen. Manipulation von Wahlen und Angriffe auf Unternehmen Die Gruppe wurde ins Rampenlicht gerückt, als das FBI im Jahr 2020 Haftbefehle gegen Mitglieder von Sandworm ausstellte und ihre Verbindungen zum russischen Militärgeheimdienst unterstrich. Zu ihren bekanntesten Operationen gehört der Angriff auf die Serv…

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  • Israel-Hamas-Konflikt: Israel kannte die Angriffspläne der Hamas mehr als ein Jahr im Voraus…

    Israel-Hamas-Konflikt: Israel kannte die Angriffspläne der Hamas mehr als ein Jahr im Voraus…

    Auf der Grundlage interner Dokumente behauptet die New York Times, dass israelische Beamte den Plan der Hamas, einen beispiellosen Angriff auf Israel zu beginnen, bereits mehr als ein Jahr im Voraus erhalten hätten. Hätte die israelische Armee den Angriff vom 7. Oktober verhindern können? Laut der New York Times haben hochrangige israelische Beamte mehr als ein Jahr im Voraus den Plan der Hamas erhalten, einen beispiellosen Angriff auf den jüdischen Staat durchzuführen. Dieses Szenario sei jedoch als unrealistisch eingestuft worden, so die große New Yorker Tageszeitung.

    Die Untersuchung der US-Journalisten basiert hauptsächlich auf der Analyse eines von der Hamas herausgegebenen und später von der israelischen Armee beschlagnahmten 40-seitigen Dokuments mit dem Codenamen „Jericho Wall“. Auf diesen Seiten wird Punkt für Punkt beschrieben, wie ein massiver Angriff aussehen könnte. Es werden die genauen Zielpunkte der palästinensi…

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  • Iran: Staatsfernsehen strahlt „Geständnis“ von zwei verhafteten Franzosen aus

    Iran: Staatsfernsehen strahlt „Geständnis“ von zwei verhafteten Franzosen aus

    Eine Frau und ein Mann, die sich Cécile Kohler und Jacques Paris nennen, kommen in einem Trailer für einen Dokumentarfilm des offiziellen iranischen Fernsehens zu Wort. Sie waren im Mai unter dem Vorwurf der Spionage festgenommen worden. Die französischen Behörden hatten eine „unbegründete“ Festnahme kritisiert. Die Website des arabischsprachigen Kanals al-Alam des offiziellen iranischen Fernsehens zeigte am Donnerstag, dem 6. Oktober, was sie als Spionage-„Geständnis“ zweier Franzosen darstellt, die im Mai im Iran festgenommen worden waren. In dem Trailer eines Dokumentarfilms behauptet eine Frau, die auf Französisch spricht, ihr Name sei Cécile Kohler und sie sei operative Geheimdienstmitarbeiterin des französischen Auslandsgeheimdienstes DGSE. Auch ihr Ehepartner Jacques Paris tritt auf. Der Iran hatte am 11. Mai die Festnahme von zwei Europäern bekannt gegeben, die „in das Land eingereist waren, um Chaos auszulösen und die Gesellschaft zu destabilisieren“. Die französischen Behörd…

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