Schlagwort: Gefängnis

  • Tod im Gefängnis: Ein Brand in Straßburg wirft unbequeme Fragen auf

    Tod im Gefängnis: Ein Brand in Straßburg wirft unbequeme Fragen auf

    Es war ein ganz normaler Sonntag im Gefängnis von Straßburg. Ruhig, fast träge, wie sonntags eben oft in Haftanstalten. Bis um 14:30 Uhr plötzlich die Sirenen schrillten. Ein Feuer war ausgebrochen – in einer Einzelzelle der Maison d’arrêt im Elsau-Viertel. Die Wärter handelten sofort, griffen zu Atemschutzgeräten und einem Wandhydranten, um den Brand zu bekämpfen. Doch als sie den Insassen schließlich aus seiner verrauchten Zelle zogen, war es schon zu spät. Bewusstlos, keine Reaktion mehr. Trotz der sofort eingeleiteten Reanimation starb der Mann noch am Brandort. Ein Tod hinter Mauern Der Verstorbene saß dort seit dem 16. Oktober 2024 in Untersuchungshaft. Weshalb er eingesperrt war, wurde nicht bekannt gegeben. Vielleicht spielte es auch keine Rolle mehr an diesem Nachmittag, als Sanitäter, Feuerwehr, Polizei und Staatsanwaltschaft Schulter an Schulter arbeiteten, um Spuren zu sichern, Befragungen einzuleiten und den Leichnam zu bergen. Denn hinter der nüchternen Pressemeldung stec…

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  • Kommentar: Frankreich schiebt Gefangene aufs demokratische Abstellgleis – und nennt das Fortschritt?

    Kommentar: Frankreich schiebt Gefangene aufs demokratische Abstellgleis – und nennt das Fortschritt?

    Ach Frankreich, du Land der Revolution, der Menschenrechte und der liberté. Was ist nur los mit dir? Während du dir auf die Trikolore schreibst, für Gleichheit und Gerechtigkeit zu kämpfen, stampfst du ganz nonchalant das Wahlrecht tausender Gefangener ein – und das mit stolz geschwellter Brust.

    Jetzt mal ehrlich: Was ist das für ein Demokratieverständnis?

    Da wurde 2019 – mit viel Mühe und politischem Feingefühl – endlich ermöglicht, dass auch Menschen hinter Gittern ihre Stimme per Briefwahl abgeben dürfen. Ein kleiner, aber feiner Fortschritt für eine Gruppe, die in unserer Gesellschaft ohnehin schon kaum gesehen wird. Und jetzt? Zack, soll dieser Fortschritt wieder kassiert werden – weil’s angeblich logistisch zu kompliziert ist. Oder weil in ein paar Kommunen die Gefängnisstimmen plötzlich das Wahlergebnis verändern könnten.

    Ja hallo – nennt man das nicht Wählen?

    Wenn das Ergebnis durch neue Stimmen anders ausfällt, dann liegt das nicht an einem Fehler im System, sondern daran, dass mehr Menschen mitbestimmen. Das ist Demokratie in Reinform, Leute! Aber nein, lieber versucht man mit bürokratischem Hokuspokus das Ganze wieder zurückzudrehen. Begründung? Zu viel Aufwand, zu viele Stimmen, zu wenig Kontrolle.

    Mal ganz zynisch gefragt: Wären diese Stimmen mehrheitlich konservativ oder bürgerlich, würde dann auch so ein Theater gemacht?

    Denn genau darum geht’s hier doch im Kern: Kontrolle. Man fürchtet sich vor dem politischen Willen einer marginalisierten Gruppe, die – oh Wunder – nicht so wählt, wie es dem Establishment passt. Dabei hat niemand das Recht, irgendwem das Wählen zu erschweren, nur weil einem das Ergebnis nicht schmeckt. So funktioniert Demokratie nicht. Und wenn doch, dann sollten wir das Kind beim Namen nennen: Demokratie auf Abruf – und nur für bestimmte Bürger.

    Die Alternativen, die jetzt angeboten werden – Vollmachten, Ausgangserlaubnisse – sind reine Augenwischerei. Wer schon mal mit Justizbehörden zu tun hatte, weiß: Das dauert Wochen, geht durch zig Hände und endet meist im Papierkorb. Die meisten Gefangenen werden so de facto vom Wählen ausgeschlossen – und genau das ist auch das Ziel.

    Es ist eine Schande. Und ein Symbol für eine Gesellschaft, die sich ihrer Verantwortung gegenüber ihren schwächsten Mitgliedern entledigen will. Nach dem Motto: „Sollen die doch erstmal wieder brav sein, bevor sie wieder mitreden dürfen.“

    Wer so denkt, hat das Prinzip von Bürgerrechten nicht verstanden. Die gelten immer. Auch – und gerade – dann, wenn es unbequem ist. Wer Menschen inhaftiert, darf ihnen nicht auch noch die Stimme nehmen. Sonst sind wir nicht besser als jene Systeme, von denen wir uns ach so gerne abgrenzen.

    Frankreich hat hier gerade die Chance, zu zeigen, wie ernst es die Demokratie nimmt. Schützt es sie nicht, dann verkommt das ganze Gerede von Gleichheit und Freiheit endgültig zur hohlen Phrase.

    Von C. Hatty

  • Wahlrecht hinter Gittern: Frankreichs kontroverser Kurs gegen den Briefwahl-Stimmzettel

    Wahlrecht hinter Gittern: Frankreichs kontroverser Kurs gegen den Briefwahl-Stimmzettel

    Frankreich steht vor einer wichtigen Entscheidung, wenn es um das Wahlrecht von Inhaftierten geht. Ein neues Gesetzesvorhaben sorgt derzeit für hitzige Debatten – denn es könnte einem gerade erst gestärkten Grundrecht erneut die Luft abdrehen.

    Vom Fortschritt zur Rückabwicklung? Noch 2019 feierten Menschenrechtsorganisationen in Frankreich einen echten Meilenstein: Inhaftierte konnten fortan per Briefwahl an Wahlen teilnehmen. Der Effekt ließ nicht lange auf sich warten – während 2017 gerade einmal zwei Prozent der Gefangenen wählten, lag die Beteiligung 2022 schon bei bemerkenswerten 22 Prozent. Ein sichtbares Zeichen politischer Teilhabe, trotz Gefängnismauern. Doch genau dieses Recht soll nun wieder eingeschränkt werden. Der französische Senat hat im März 2025 einem Gesetz zugestimmt, das die Briefwahl für Gefangene bei Kommunal- und Parlamentswahlen streichen will. Übrig bliebe die Möglichkeit, bei Präsidentschafts- und Europawahlen per Post abzustimmen. Klingt nach Kompromiss – i…

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  • Verbotene Lieferflüge: Wie Drogen und Handys per Drohne ins Gefängnis kamen

    Verbotene Lieferflüge: Wie Drogen und Handys per Drohne ins Gefängnis kamen

    Ein düsteres Netzwerk von Hightech-Schmugglern ist aufgeflogen: Über Monate hinweg wurden Insassen der Justizvollzugsanstalt Mulhouse-Lutterbach mit Drogen, Mobiltelefonen und anderen illegalen Gegenständen versorgt – per Drohne. Was klingt wie ein Thriller aus dem Fernsehen, war für die Beteiligten ein gut organisiertes Geschäft mit festen Rollen und klaren Abläufen. Jetzt wurde das Netzwerk zerschlagen. Am Montag, dem 26. Mai, meldete die Staatsanwaltschaft Mulhouse einen großen Ermittlungserfolg: Drei Männer wurden angeklagt wegen Drogenbesitzes und -handels, unerlaubter Übergabe an Gefangene sowie Bildung einer kriminellen Vereinigung. Sie sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Dimensionen des Falls sind beachtlich. Der zentrale Punkt: Der Drohnenpilot, der nicht nur in Mulhouse aktiv war, sondern mutmaßlich auch in vielen anderen Gefängnissen in ganz Frankreich operierte. Der Mann ließ sich pro Flug zwischen 200 und 300 Euro bezahlen. Ein lukrativer Nebenverdienst – wenn man …

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  • Zurück zu den Strafkolonien der Kolonialzeit? Ein Kommentar mit bitterem Beigeschmack

    Zurück zu den Strafkolonien der Kolonialzeit? Ein Kommentar mit bitterem Beigeschmack

    Es ist wie ein Echo aus einer dunklen Vergangenheit – und es hallt laut durch das Dickicht des amazonischen Regenwalds. Frankreich baut ein Hochsicherheitsgefängnis in Saint-Laurent-du-Maroni, Guyana. 500 Insassen, darunter Drogenbosse und radikalisierte Gefangene, sollen dort inhaftiert werden. In einem Ort, der einst als Einfallstor in die Hölle des französischen Straflagersystems diente. Wer einmal die Geschichte kennt, kann bei dieser Nachricht kaum an Zufall glauben.

    Es trifft einen ins Herz – denn diese Entscheidung ist mehr als nur ein Bauprojekt. Sie ist ein Symbol. Ein fatales Symbol. Wieder einmal scheint ein überseeisches Gebiet als Austragungsort französischer Problembewältigung herhalten zu müssen. Die Entfernung zum Mutterland – 7.000 Kilometer – macht es einfacher, wegzusehen. Aus den Augen, aus dem Sinn?

    Was wie ein Fortschritt klingt, riecht nach Verdrängung.

    Natürlich ist es notwendig, auf den wachsenden Druck durch Drogenkriminalität und Radikalisierung zu reagieren. Niemand will, dass Drogenkartelle sich in französischen Städten breitmachen oder Gefängnisse zu Brutstätten des Islamismus werden. Aber ausgerechnet Saint-Laurent-du-Maroni? Der Ort, wo einst die Seelen der Sträflinge im Morast des Dschungels verrotteten?

    Es ist schwer, nicht an die französische Strafkolonie zu denken, in der Menschen wie Tiere gehalten wurden – ausgebeutet, vergessen, gebrochen. „Papillon“ ist kein Roman – es ist eine Mahnung.

    Und jetzt das: ein neues, glänzendes Gefängnis – auf demselben Boden, auf demselben Leid gebaut.

    Wo bleibt da das Fingerspitzengefühl? Der Respekt vor Geschichte und den Menschen, die dort leben? Denn vergessen wir nicht: Guyana ist kein Ort, der nur auf der Landkarte existiert, weil man irgendwo Platz für Gefängnismauern braucht. Dort leben Familien. Kinder wachsen auf. Menschen hoffen auf Perspektiven – auf Schulen, Krankenhäuser, Arbeitsplätze. Nicht auf Gitterstäbe.

    Die Bewohner Guyanas verdienen mehr als das Gefühl, wieder nur ein Fußabtreter der französischen Metropole zu sein. Sie verdienen Zukunft – keine Rückkehr in koloniale Muster.

    Wenn die Regierung wirklich mutig wäre, dann hätte sie in Bildung investiert, in Prävention, in Sozialprojekte. Nicht in eine Festung der Isolation. Ein solches Gefängnis ist keine Lösung – es ist ein politisches Pflaster auf eine offene Wunde.

    Wer die Geschichte kennt, spürt, wie tief diese Entscheidung schneidet. Der Ort schreit förmlich nach Heilung – nicht nach Reinszenierung.

    Wann endlich fangen wir an, aus unserer Vergangenheit zu lernen – statt sie immer wieder zu kopieren?

    Von M.A.B.

  • Hochsicherheitsgefängnis im Dschungel: Frankreich baut „Bollwerk gegen Drogenbanden“ in Guyana

    Hochsicherheitsgefängnis im Dschungel: Frankreich baut „Bollwerk gegen Drogenbanden“ in Guyana

    Frankreich setzt ein klares Zeichen: Inmitten des tropischen Regenwalds von französisch Guyana entsteht bis 2028 eine Hochsicherheitshaftanstalt. In Saint-Laurent-du-Maroni, einem Ort mit langer Gefängnisgeschichte, soll jetzt eine Gefängnisanlage entstehen, die den gefährlichsten Drogenbossen und radikalisierten Gefangenen den Zugriff auf ihre Netzwerke unmöglich machen soll. Die Entscheidung ist mehr als nur ein infrastrukturelles Großprojekt – sie ist ein politisches Statement. Ein Dschungelprojekt mit Signalwirkung 500 Gefangene wird die neue Anstalt aufnehmen können. 60 Plätze davon sind für besonders gefährliche Drogenhändler reserviert, weitere 15 für radikalisierte Insassen. Die restlichen Kapazitäten dienen der Entlastung der völlig überfüllten Justizvollzugsanstalten in der Region und Frankreich insgesamt. Die Kosten? Satte 400 Millionen Euro. Die Wahl des Standorts ist kein Zufall – Saint-Laurent-du-Maroni liegt direkt an der Grenze zum Suriname, ein Brennpunkt im transatlan…

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  • Trump will Alcatraz wieder öffnen – Symbolpolitik hinter Gittern

    Trump will Alcatraz wieder öffnen – Symbolpolitik hinter Gittern

    Die politische Bühne Amerikas hat mal wieder einen echten Paukenschlag erlebt: US-Präsident Donald Trump kündigte auf seiner Plattform „Truth Social“ an, das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz wieder in Betrieb zu nehmen. Der Vorstoß polarisiert – wie so oft bei Trump. Aber dieses Mal schwingt mehr mit als reine Strafverfolgung: Es geht um Macht, Symbolik und eine Botschaft, die weit über die Gefängnismauern hinausgeht.

    „Abschaum der Gesellschaft“ – Trumps harte Sprache

    In seinem Posting erklärte Trump, er habe die zuständigen Behörden angewiesen, das legendäre Gefängnis vor der Küste San Franciscos zu einem modernisierten Hochsicherheitskomplex auszubauen. Ziel sei es, „Amerikas skrupelloseste und gewalttätigste Straftäter“ zu internieren – eine Gruppe, die er kurzerhand als „Abschaum der Gesellschaft“ abstempelte. Der Präsident will Alcatraz in eine „unmissverständliche Antwort an alle Kriminellen“ verwandeln. Sein Tonfall? Hart, schroff, populistisch – ganz in Trumpscher Manier.

    Ein neuer „Ort des Schreckens“ für die schlimmsten Verbrecher – das klingt für viele nach einem politischen Revival vergangener Zeiten. Und genau das ist gewollt.

    Alcatraz: Mehr als nur eine Gefängnisinsel

    Die berüchtigte Insel in der San Francisco Bay war jahrzehntelang ein Symbol staatlicher Kontrolle. Hier saßen einst Al Capone und „Machine Gun“ Kelly ein – legendäre Namen, eingebrannt in die amerikanische Kriminalgeschichte. Doch 1963 wurde Alcatraz geschlossen – zu teuer, zu aufwendig, zu marode.

    Seitdem ist die Insel ein Touristenmagnet, verwaltet vom National Park Service. Die Idee, sie wieder zur Strafanstalt umzubauen, wirkt auf viele wie ein Rückfall in eine längst vergangene Ära. Und doch greift Trump diesen Mythos nun politisch auf – als kraftvolles Symbol im Kampf gegen das, was er als „moralischen Verfall“ Amerikas beschreibt.

    Realität versus Symbolpolitik

    Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Kalifornische Beamte zeigten sich überrascht und entsetzt – nicht nur wegen der möglichen Kosten in Milliardenhöhe. Auch logistisch sei das Vorhaben schwer umsetzbar: Die veraltete Infrastruktur, Umweltauflagen und der Status als Nationaldenkmal machen eine Wiederinbetriebnahme äußerst komplex.

    Experten sprachen von einem „populistischen Papiertiger“, der mehr PR als Substanz bietet. Einige wiesen sogar darauf hin, dass es juristisch kaum durchsetzbar sei, ohne die Zustimmung des Bundesstaates Kalifornien – und genau hier könnte der Plan schon im Keim erstickt werden.

    Ein Trump’scher Zug im Polit-Schach?

    Die Ankündigung reiht sich ein in eine Serie markiger Maßnahmen: verschärfte Einwanderungskontrollen, verstärkte Polizeipräsenz und der Ausbau privater Haftanstalten. Trump versucht, sich erneut als kompromissloser Kämpfer gegen Kriminalität zu inszenieren – und trifft damit bei Teilen seiner Wählerschaft ins Schwarze.

    Alcatraz bietet dafür eine Bühne wie aus dem Drehbuch. Die Vorstellung, dass dort künftig „Unbelehrbare“ hinter dicken Mauern schmoren, ist für viele Trump-Fans verführerisch – auch wenn sie kaum realistisch erscheint.

    Manche Kritiker sehen in der Aktion einen bewussten Versuch, von anderen innenpolitischen Baustellen abzulenken. Wirtschaftsprobleme, außenpolitische Spannungen – da lenkt eine symbolträchtige Gefängniseröffnung natürlich hervorragend ab.

    Gefängnispolitik auf dem Rücken der Geschichte?

    Doch es geht um mehr als politische Strategie. Die Rückbesinnung auf Alcatraz öffnet eine Debatte über den Umgang mit Kriminalität in einer modernen Gesellschaft. Ist Abschreckung durch Härte tatsächlich wirksam? Oder geht es Trump nur darum, Härte zu demonstrieren – koste es, was es wolle?

    Ein Historiker aus Berkeley brachte es auf den Punkt: „Alcatraz steht für eine Ära, die wir überwunden glaubten – ein Comeback würde zeigen, dass alte Geister leicht wiederbelebt werden können.“

    Was bleibt?

    Ob Alcatraz tatsächlich wieder Gefangene beherbergen wird, steht in den Sternen. Die Umsetzung ist fraglich, der politische Wille in Kalifornien nicht vorhanden – und die Finanzierung völlig ungeklärt. Doch darum geht es vielleicht gar nicht.

    Denn am Ende zählt für Trump nicht, ob der Plan Realität wird – sondern, dass er darüber spricht, Bilder erzeugt und Emotionen entfacht. Alcatraz als Polit-Propaganda – ein kalkulierter Schachzug.

    Und so bleibt das legendäre Gefängnis vorerst das, was es heute ist: eine Insel der Mythen, über die wieder einmal ganz Amerika spricht.

    Von M.A.B.

  • Angriffe auf französische Gefängnisse – 20 Festnahmen bei landesweiten Razzien

    Angriffe auf französische Gefängnisse – 20 Festnahmen bei landesweiten Razzien

    In den frühen Morgenstunden dieses Montags, 28. April, durchkämmten Spezialeinheiten zahlreiche französische Städte – und nahmen rund 20 Personen fest. Der Vorwurf: Sie sollen hinter den jüngsten Angriffen auf Gefängnisse und Justizbeamte stecken, die das Land seit Wochen in Atem halten. Die Ermittlungen werfen ein düsteres Licht auf die Verflechtungen von organisiertem Verbrechen, Gefängnissystem und digitaler Propaganda.

    Ein Pulverfass im Herzen der Justiz Frankreichs Gefängnisse sind seit Mitte April Schauplatz einer alarmierenden Gewaltspirale. Über 100 Angriffe auf Haftanstalten und deren Personal wurden registriert – von brennenden Fahrzeugen bis hin zu bewaffneten Attacken auf Gefängnistore. Besonders schockierend: Ein Gefängnis in Toulon wurde aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug mit einer Kalaschnikow beschossen. Zum Glück ohne Verletzte – aber mit einer klaren Botschaft. Doch was steckt dahinter?

    DDPF – Die Stimme der Gefangenen? Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Gruppie…

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  • Angriffe auf Gefängnisse in Frankreich: Welle der Einschüchterung hält an

    Angriffe auf Gefängnisse in Frankreich: Welle der Einschüchterung hält an

    In der Nacht vom 20. auf den 21. April 2025 sind in den Départements Isère und Rhône erneut Gefängnisse und Justizbeamte zur Zielscheibe von Angriffen geworden. Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin bestätigte die Vorfälle und sprach von einem Angriff auf die Republik selbst – auch wenn glücklicherweise niemand verletzt wurde. Doch die Bedrohung ist real und die Einschüchterungsversuche gegen den Strafvollzug reißen nicht ab. Brandanschläge auf Fahrzeuge von Justizbeamten Ein besonders gravierender Vorfall ereignete sich auf dem gesicherten Parkplatz der Justizvollzugsanstalt Corbas bei Lyon: Zwei Fahrzeuge von Gefängniswärtern wurden dort in Brand gesetzt, ein drittes Auto brannte ebenfalls durch die Hitzeentwicklung aus. Nur wenige Stunden später nahm die Polizei einen Minderjährigen in unmittelbarer Nähe des Gefängnisses fest – er wurde in Gewahrsam genommen. Und es blieb nicht bei diesem einen Fall: Auch im Département Rhône wurde gezielt das Auto eines Justizbeamten angezünde…

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  • Gefängnisse aus dem Bausatz – Frankreichs neues Experiment gegen die Überfüllung

    Gefängnisse aus dem Bausatz – Frankreichs neues Experiment gegen die Überfüllung

    Frankreich geht einen neuen, ungewöhnlichen Weg im Kampf gegen die chronische Überfüllung seiner Gefängnisse: Justizminister Gérald Darmanin kündigte an, binnen kürzester Zeit 3.000 neue Haftplätze in modularen, vorgefertigten Gefängnisanlagen zu schaffen. Ein Projekt, das nicht nur Hoffnung, sondern auch hitzige Debatten entfacht – denn was auf den ersten Blick pragmatisch erscheint, wirft auf den zweiten Fragen nach Recht, Würde und langfristiger Strategie auf. Ein Blick auf das Konzept: Diese neuen Haftstrukturen erinnern an Modelle aus Großbritannien und Deutschland – Betonmodule, industriell vorgefertigt, schnell zusammengesetzt und angeblich über 50 Jahre haltbar. Darmanin verspricht, dass es sich nicht um „Billigbauten“ handelt, sondern um vollwertige Justizeinrichtungen in menschenwürdiger Größe. Aber: Ist ein Gefängnis, das sich wie ein Fertighaus zusammenstecken lässt, tatsächlich der richtige Ort für Resozialisierung? Die Standorte stehen noch nicht vollständig fest, doch da…

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