Schlagwort: Geburtenrate

  • Kinderlosigkeit als bewusste Entscheidung: Ein wachsender Trend in Frankreich

    Kinderlosigkeit als bewusste Entscheidung: Ein wachsender Trend in Frankreich

    In Frankreich, wie in vielen anderen Teilen der Welt, entscheiden sich immer mehr Frauen gegen das Muttersein. Laetitia Bernard, eine 27-jährige Bäckereiverkäuferin, repräsentiert eine wachsende Gruppe von Frauen, die sich aktiv gegen Kinder entscheiden. Ihr Entschluss, sich sterilisieren zu lassen, markiert einen radikalen Schritt in der Kontrolle über ihren eigenen Körper und ihre Zukunft.

    Laetitias Entscheidung gegen das Muttersein
    Laetitias Entscheidung, keine Kinder zu bekommen, ist nicht über Nacht gefallen. Schon während ihres Studiums spürte sie keinen Wunsch nach Mutterschaft. Ihre Entscheidung zur Sterilisation kam nach langen Jahren der Unzufriedenheit mit anderen Verhütungsmethoden und der ständigen Angst, ungewollt schwanger zu werden. „Ich habe einfach keine Lust, schwanger zu sein oder ein Kind zu haben“, erklärt Laetitia.

    Unterstützung und Widerstand im familiären Umfeld
    Während ihre eigene Mutter ihre Entscheidung voll unterstützt und den Wandel in der Rolle der Frau in der modernen Gesellschaft betont, stößt Laetitias Wahl bei der Familie ihres Partners, Bastien, auf weniger Verständnis. Diese unterschiedlichen Reaktionen spiegeln die gesellschaftlichen Spannungen wider, die mit solchen persönlichen Entscheidungen einhergehen können.

    Die gesellschaftliche Dimension
    Die Entscheidung, kinderlos zu bleiben, ist tief in persönlichen Freiheiten verwurzelt, ruft aber auch breitere gesellschaftliche Fragen hervor. In einer Welt, in der die Rolle der Frau sich kontinuierlich weiterentwickelt, repräsentiert die Wahl gegen Kinder ein starkes Statement gegen traditionelle Erwartungen. Es geht nicht nur um individuelle Lebensentscheidungen, sondern auch um größere Themen wie Geschlechterrollen, Autonomie und die Definition von Familie in der modernen Gesellschaft.

    Bedeutung für zukünftige Generationen
    Während immer mehr Frauen wie Laetitia ihre reproduktiven Rechte aktiv gestalten, wird es spannend zu beobachten sein, wie sich diese Entscheidungen auf gesellschaftliche Strukturen und Normen auswirken werden. Diese Entwicklung könnte zukünftige Generationen inspirieren, ähnliche Wege zu beschreiten, und könnte langfristig zu einer Neubewertung dessen führen, was es bedeutet, eine Frau zu sein.

    In einer Welt, die sich ständig verändert, bietet die Entscheidung, kinderlos zu bleiben, eine Perspektive auf Freiheit und Selbstbestimmung, die es verdient, ohne Vorurteile diskutiert zu werden. Wie Laetitia und ihre Mutter betonen, ist es ein Zeichen der Zeit, dass Frauen nicht mehr nur durch Mutterschaft definiert werden.

  • Demografie: Warum bekommen die Franzosen immer weniger Kinder?

    Demografie: Warum bekommen die Franzosen immer weniger Kinder?

    Seit dem Zweiten Weltkrieg wurden in Frankreich noch nie so wenige Kinder geboren. Nur etwa 678.000 Babys wurden im Jahr 2023 geboren. Warum aber bekommen die Franzosen weniger Kinder?

    Das Département Landes verzeichnet eine historisch niedrigere Geburtenrate. Die kleine Julia wurde am Freitag, dem 12. Januar, in der Entbindungsstation des Krankenhauses von Mont-de-Marsan (Landes) geboren. Für das Jahr 2023 wurden etwa 1.000 Geburten verzeichnet, im Jahr 2022 waren es noch 1.200. Kristelle, die 32-jährige junge Mutter sagt auf dem Sender France 2, dass Frauen und Paare inzwischen später in ihrem Leben eine Familie gründen. „Vielleicht geben die Leute dem Beruf, dem Ausgehen und den Hobbys den Vorzug“, sagt sie. Auch der aktuelle geopolitische Kontext bereitet den werdenden Eltern Sorgen.

    Ein Rückgang der Geburtenrate in ländlichen Gebieten.
    „Das ist vor allem sozioökonomisch bedingt. Kinder sind teuer“, analysiert Dr. Sophie Defert, Leiterin der Entbindungsstation im Krankenhaus von Mont-de-Marsan gegenüber France 2. Im Jahr 2023 sank die Geburtenrate in in Frankreich auf insgesamt etwa 678.000 Geburten, so wenige wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Im Departement Landes, das von diesem Phänomen besonders betroffen ist, sank die Geburtenrate um sage und schreibe 14 %, ähnlich wie in anderen ländlichen Departements wie Gers und Lot-et-Garonne.

  • Demografie: 678.000 Babys im Jahr 2023 geboren – die niedrigste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg

    Demografie: 678.000 Babys im Jahr 2023 geboren – die niedrigste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg

    Die neueste demografische Bilanz des französischen Statistikinstituts Insee verzeichnet am 1. Januar 68,4 Millionen Einwohner in Frankreich.

    Frankreich hatte am 1. Januar 2024 68,4 Millionen Einwohner, wie aus der am Dienstag, dem 16. Januar veröffentlichten Bevölkerungsbilanz 2023 des französischen Statistikamtes Insee hervorgeht. Dies entspricht einem Anstieg von 0,3% im Vergleich zum Vorjahr.

    Das Insee erklärt, dass es neben dem Rückgang der Geburten im Jahr 2023 weniger Todesfälle gab. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr etwa 678.000 Babys geboren, das sind 6,6 % weniger als 2022 und fast 20 % weniger als 2010, als der letzte Geburtenhöhepunkt erreicht wurde. Es ist das erste Mal in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg, dass so wenige Kinder geboren wurden.

    Demgegenüber starben in Frankreich im Jahr 2023 nur etwa 631.000 Menschen, 6,5% weniger als 2022. Dieser Rückgang folgte auf drei Jahre mit hoher Sterblichkeit, die insbesondere auf die Covid-19-Epidemie zurückzuführen war. Zu beachten ist, dass etwa 66,1 Millionen Einwohner im französischen Mutterland und etwa 2,3 Millionen in den fünf Überseedepartements leben.

    1,68 Kinder pro Frau
    Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau liegt bei 1,68 Kinder. Eine sinkende Zahl nach den 1,79 Kindern pro Frau im Jahr 2022. Bei seinem letzten Höchststand im Jahr 2010 lag dieser Index bei 2,03. Um wieder so niedriges Niveau wie 2023 zu finden, muss man bis in das Jahr 1993-1994 zurückgehen.

    Die Kinderzahl sinkt 2023 für Frauen aller Altersgruppen, auch für Frauen im Alter von 30 Jahren oder älter, die in den Jahren vor der Gesundheitskrise nicht oder kaum von einem Rückgang der Geburtenrate betroffen waren. Das Insee stellt außerdem fest, dass das Durchschnittsalter bei der Mutterschaft im Jahr 2023 wie im Jahr 2022 31,0 Jahre beträgt, gegenüber 29,5 Jahren zwanzig Jahre zuvor.

    Eine weitere Erkenntnis, die in der demografischen Bilanz auftaucht, ist die Lebenserwartung der Männer, die zum ersten Mal 80 Jahre erreicht. „Im Jahr 2023 beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt 85,7 Jahre für Frauen und erreicht zum ersten Mal 80,0 Jahre für Männer“. Mit 242.000 Eheschließungen bleibt die Zahl der Ehen auch 2023 auf einem hohen Niveau. Die Zahl der im Jahr 2022 geschlossenen Ehen lag bei knapp 210.000.

  • Demografie: Geburtenrate in Frankreich im Jahr 2023 voraussichtlich weiter gesunken

    Demografie: Geburtenrate in Frankreich im Jahr 2023 voraussichtlich weiter gesunken

    Allen Prognosen zufolge werden die Geburtenzahlen in Frankreich im Jahr 2023 erneut sinken. Das amtliche Statistik-Institut Insee schätzt den Rückgang auf 7 % im Vergleich zum Vorjahr, was einem historischen Tiefststand seit 1946 entspricht.

    Ein einziges Kind und dann war’s das. Allen Prognosen zufolge werden die Geburtenzahlen Frankreichs im Jahr 2023 weiter sinken: -7 % im Vergleich zum Vorjahr, so die Statistikbehörde Insee. Eine Zahl, die sogar den historischen höchsten Rückgang seit 1946 darstellt. Folgerichtig wird auch die Geburtenrate auf 1,7 Kinder pro Frau sinken, gegenüber 1,8 im Jahr 2022.

    Das Modell der Großfamilie stirbt aus
    Bewegt sich Frankreich auf eine Ein-Kind-Gesellschaft zu? Nicht ganz, denn Frankreich liegt nach wie vor über dem europäischen Durchschnitt. Ausserdem lassen sich immer mehr alternative Elternpaare auf das Abenteuer der Mutterschaft ein, insbesondere Frauenpaare und alleinstehende Frauen seit der Zulassung der medizinisch unterstützten Befruchtung. Das Modell der Großfamilie, das früher die Norm war, verschwindet jedoch nach und nach. Heute bekommen nur noch sehr reiche Familien oder Familien aus der Arbeiterschicht mehr Kinder als der Durchschnitt. Laut dem Statistikamt Insee wurden in Frankreich im Jahr 2023 durchschnittlich 1.877 Kinder pro Tag geboren. Im Jahr 2015 waren es fast 2.200.

  • Geburtenrate in Frankreich auf dem Tiefpunkt: schlechte Nachrichten für die Renten

    Geburtenrate in Frankreich auf dem Tiefpunkt: schlechte Nachrichten für die Renten

    Geopolitische Unsicherheiten, Klimaerwärmung, Wohnungsnot… Die Menschen in Frankreich bekommen immer weniger Kinder. Ein seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie dagewesener Geburtenrückgang, die die Alterung der Bevölkerung beschleunigt. Das ist Gift für das Gleichgewicht des Rentensystems. Frankreich gehört jedoch nach wie vor zu den Ländern mit der höchsten Geburtenrate in Europa.

    Im vergangenen Jahr wurden in Frankreich 726.000 Babys geboren. Das war der niedrigste Stand seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nachdem die Zahl der Geburten 2022 einen seit 1945 nicht mehr erreichten Tiefststand erreicht hatte, fiel sie in den ersten acht Monaten des Jahres 2023 um weitere 7 %, wie aus einer am 28. September veröffentlichten Studie des amtlichen Statistikinstituts Insee hervorgeht.

    „Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dürfte die Zahl der Geburten im Jahr 2023 unter die symbolische Marke von 700.000 fallen“, kommentierte Chloé Tavan, Leiterin der Abteilung für demografische Erhebungen und Studien beim Insee, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Didier Breton, Professor für Demografie an der Universität Straßburg und assoziierter Forscher am Institut national d’études démographiques (Ined), stimmt dem zu: „Das Jahr 2023 könnte einen neuen historischen Tiefstand markieren, einen echten Absturz“.

    Eine niedrige Geburtenrate führt zwangsläufig zu einem Phänomen der demografischen Alterung. Und dies wiederum führt zu Folgen, die antizipiert werden müssen, wie zum Beispiel die Anpassung der Rentensysteme oder auch die Betreuung des immer höheren Anteils der älteren Menschen im Vergleich zur übrigen Bevölkerung.

    Mit einer durchschnittlichen Kinderzahl pro Frau von 1,8 stand Frankreich im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn bislang recht gut da. Jetzt bewegt sich das Land jedoch in Richtung eines in Europa zu beobachtenden Durchschnitts von 1,5 Kindern pro Frau.

    Frankreich nähert sich den anderen EU-Ländern an, in denen die Geburten zwischen 2021 und 2022 im Durchschnitt ebenfalls um 5 % zurückgingen: -2 % in Spanien und Italien, -7 % in Deutschland, -8 % in Polen.

    Inflation, Wohnungsnot und Krieg in der Ukraine
    Der sinkende Trend der Geburtenrate in den letzten zehn Jahren war nicht immer kontinuierlich. Seit 2011 geht die Zahl der Geburten jedes Jahr zurück, aber 2021 erlebte Frankreich einen leichten Aufschwung. 2021 war das Jahr der Lockdowns im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie.

    Derzeit könnten die Inflation und die Wohnungsnot den Wunsch nach einem Kind beeinflussen, aber auch geopolitische und klimatische Unwägbarkeiten sind eine zusätzliche Quelle der Unsicherheit für die Zukunft.

    Dies gilt umso mehr, als einige junge Franzosen sich inzwischen als „childfree“ oder „ginks“ bezeichnen und sich gegen Kinder entscheiden, um die Umwelt zu schonen. Innerhalb von etwa zehn Jahren hat das Thema der Kinderlosigkeit in der Gesellschaft seinen Weg gefunden. Die französischen Jugendlichen sind dank der immer weiter verbreitenden Veröffentlichung von Studien über die globale Erwärmung und des Auftauchens von Fragen der Schädigung der biologischen Vielfalt in der öffentlichen Debatte besser informiert und entscheiden sich deshalb immer öfter gegen eigene Kinder.

    Die niedrigen Geburtenraten könnten auch an der hohen Unfruchtbarkeit in der Welt scheitern, die inzwischen einen von sechs Menschen betrifft und kein Land verschont, so die WHO, die Unfruchtbarkeit als „großes Gesundheitsproblem in allen Ländern und Regionen der Welt“ bezeichnet.

    Bei Männern haben Studien einen Rückgang der Fruchtbarkeit von 50 % nachgewiesen, was mit dem Einsatz Pestiziden und einer sich verschlechternden Umwelt in Verbindung gebracht wird.

  • Frankreichs Geburtenzahl auf dem niedrigsten Stand seit Ende des Zweiten Weltkriegs

    Frankreichs Geburtenzahl auf dem niedrigsten Stand seit Ende des Zweiten Weltkriegs

    Die Zahl der Geburten in Frankreich, die 2022 bereits den niedrigsten Stand seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erreicht hatte, fiel in der ersten Hälfte des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um weitere fast 7%, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag mitteilte.

    Die Franzosen bekommen immer weniger Kinder. „Im ersten Halbjahr 2023 gab es 24.400 Geburten weniger als im Jahr 2022, was einem Rückgang von 6,8 % entspricht“, berichtet das nationale Statistikinstitut Insee. „Im Jahresvergleich ist der Juni 2023 der zwölfte Monat in Folge, in dem ein Rückgang zu verzeichnen ist.“

    Im Laufe des Jahres 2022 wurden in Frankreich 726.000 Babys geboren, 2,2 % weniger als im Jahr 2021. Dies ist die niedrigste Anzahl an Geburten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, berichtet das Insee und bestätigt damit Daten, die bereits im Januar veröffentlicht wurden. Die Geburtenzahlen liegen um 20,8% unter dem Höchststand der Nachkriegszeit im Jahr 1971.

    Seit 2011 geht die Zahl der Geburten jedes Jahr zurück, mit Ausnahme des Jahres 2021, das Jahr nach den Covid-Lockdowns. Innerhalb von zwölf Jahren, zwischen 2010 und 2022, beträgt der Rückgang 12,8%. Kumuliert über die ersten acht Monate des Jahres 2023 wurden etwa 35.000 weniger Kinder geboren als im gleichen Zeitraum des Jahres 2022, was einem Rückgang von 7,2% entspricht.

    „Wenn sich dieser Trend im Jahresverlauf fortsetzt, dürfte die Zahl der Geburten im Jahr 2023 unter 700.000 fallen“, kommentierte Chloé Tavan, Leiterin der Abteilung für Bevölkerungsumfragen und -studien beim französischen Statistikamt Insee. „Der Rückgang der Geburten ist in allen Regionen und Altersgruppen zu beobachten, mit Ausnahme der Mütter über 40 Jahre, ein Hinweis auf spätere Mutterschaften“.

    Tatsächlich stieg die Zahl der Geburten von Müttern im Alter ab 40 Jahren zwischen 2021 und 2022 um 3,3 %, stellt das Insee fest. Bei Frauen im Alter von 25 bis 29 Jahren gingen die Geburten zwischen 2021 und 2022 dagegen um 2,7% zurück, bei Frauen im Alter von 30 bis 34 Jahren sogar um 3,6%.

    Im Jahr 2022 sind die Mütter in Frankreich im Durchschnitt 31,2 Jahre alt, ein Alter, das „seit der zweiten Hälfte der 1970er Jahre, als es mit 26 Jahren seinen Tiefpunkt erreichte, kontinuierlich gestiegen ist“, so das Insee.

    Der gleiche Trend ist auch in anderen EU-Ländern zu beobachten: Die Geburtenzahlen sind zwischen 2021 und 2022 in der gesamten EU um 5 % zurückgegangen, wobei der Rückgang in Spanien und Italien (-2 %), aber noch stärker in Deutschland (-7 %) und Polen (-8 %) deutlich ausgeprägt war.

    In Frankreich fanden zwei Drittel (65%) aller Geburten außerhalb der Ehe statt. Bis Ende der 1970er Jahre betrug dieser Anteil nicht mehr als 10%. 79% der im Jahr 2022 geborenen Babys tragen ausschließlich den Namen ihres Vaters, gegenüber 83% im Jahr 2012.
    68% der Neugeborenen haben Eltern, die beide in Frankreich geboren wurden. Zehn Jahre zuvor war dies noch bei drei Vierteln der Geburten der Fall (73%).

  • Die Franzosen bekommen immer weniger Kinder

    Die Franzosen bekommen immer weniger Kinder

    Das Statistik-Institut Insee hat eine Studie veröffentlicht, die einen Rückgang der Geburtenrate in Frankreich belegt. 

    Die Franzosen bekommen weniger Babys. Das ist das Ergebnis einer Studie des Statistik-Instituts Insee, die bestätigt, dass die Geburtenrate im Hexagon im ersten Halbjahr 2023 gesunken ist. Der Sender France 3 zieht in der Sendung 19/20 am Donnerstag, dem 3. August, Bilanz. „Zwischen Januar und Juni gab es 314.400 Geburten. Und 313.300 Todesfälle. Die Differenz zwischen den beiden nennt man den natürlichen Saldo. Er ist fast auf null gesunken. In der Tat war diese Differenz seit 1945 nicht mehr so niedrig. Die Geburtenrate geht im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 um 7 % zurück“, so der Sender.

    Warum werden weniger Kinder gezeugt?
    Es gibt mehrere Faktoren, die diesen Geburtenrückgang erklären können. Zunächst die wirtschaftlichen Unsicherheiten: Junge Menschen haben oft unsichere Jobs und der Wunsch, Kinder zu haben, rückt in den Hintergrund. Die Franzosen äußern sich auch besorgt über den Krieg in der Ukraine und vor allem über den Klimawandel. Wenn die Menschheit ihre Ressourcen nicht erschöpfen will, sind viele der Meinung, dass man weniger Kinder bekommen sollte…

  • Frankreich verzeichnete im März 2023 die niedrigste Geburtenzahl seit 1994

    Frankreich verzeichnete im März 2023 die niedrigste Geburtenzahl seit 1994

    Laut dem Statistikamt Insee ist dieser Rückgang sowohl auf die sinkende Anzahl von Frauen im gebärfähigen Alter als auch auf die in den letzten Jahren gesunkene Fertilitätsrate zurückzuführen.

    Im März 2023 wurden in Frankreich durchschnittlich 1.816 Geburten pro Tag registriert: Laut Insee ist dies – außerhalb der Covid-Jahre – das niedrigste Niveau an Geburten, das seit 1994, dem ersten Jahr, in dem monatliche Daten in Frankreich erhoben wurden, jemals verzeichnet wurde. Es sind 7% weniger Geburten als im März 2022.

    Der Trend der letzten 10 Jahre beim Rückgang der Geburtenzahlen hat einen Rekordpunkt erreicht. Im Einzelnen sind die Metropolregionen von Okzitanien und der Île-de-France vom Rückgang der Geburtenrate am stärksten betroffen. Das Jahr 2022 hatte bereits die niedrigste Geburtenrate mit 723.000 Geburten in Frankreich – 19.000 weniger als 2021 – seit 1946. Je nachdem wie sich der Trend weiter fortsetzt, könnte der Rekord dieses Jahr erneut gebrochen werden.

    Laut dem Statistikinstitut Insee ist dieser Geburtenrückgang sowohl auf die geringere Anzahl von Frauen im gebärfähigen Alter als auch auf die in den letzten Jahren gesunkene Fertilitätsrate (Anzahl der Kinder pro Frau) zurückzuführen. Sie lag im Jahr 2022 bei 1,80 Kindern. Diese Rate ist zwischen 2015 und 2020 jedes Jahr leicht gesunken, nachdem sie zwischen 2006 und 2014 um die 2 Kinder pro Frau schwankte.

    In diesem Jahr, so befürchten Demografen, besteht die Gefahr, dass es weniger Geburten als Todesfälle geben wird, was ein Novum seit Ende der 1890er Jahre wäre.

    Zu den Erklärungen für dieses Phänomen gehören insbesondere die „Öko-Angst“, aber vor allem der Wunsch der französischen Frauen nach einer eigenen beruflichen Karriere.

  • Demografie: Starker Rückgang der Geburtenrate in Frankreich im Jahr 2022

    Demografie: Starker Rückgang der Geburtenrate in Frankreich im Jahr 2022

    Laut Statistikinstitut Insee gab es in Frankreich 723.000 Geburten im Jahr 2022, 19.000 weniger als im Vorjahr. Das ist wahrscheinlich auf die schwierigere wirtschaftliche Lage der Franzosen zurückzuführen, aber nicht nur.

    Baby Elven wurde vor einigen Tagen in einer Entbindungsstation im Département Val-d’Oise geboren. Für seine Eltern wird dieses Kind das erste und das letzte sein. „Es geht auch darum, Zeit für uns zu haben, für unsere Beschäftigungen, unsere Hobbys“, sagt Charline Houdin, Elvens Mutter, auf dem Sender France 3. Die Entscheidung, nur ein Kind, höchstens zwei, zu bekommen, wird laut Gynäkologen Dr. Zied Takali von französischen Paaren immer häufiger getroffen. „Die wirtschaftliche Konjunktur spielt eine sehr wichtige Rolle. Kinder zu haben ist gut. Sie gut zu erziehen und ihnen eine angemessene Zukunft zu sichern, ist aber viel wichtiger“, erklärt er.

    19.000 weniger Geburten als 2019.
    Die Franzosen bekommen aus beruflichen, finanziellen, umwelt- oder gesundheitsbedingten Gründen immer weniger Kinder. Es gab laut Insee im Jahr 2022 etwa 723.000 Geburten, das sind immerhin 19.000 weniger als im Jahr 2021. „Die Frauen bekommen ihre Kinder immer später. Der beobachtete Rückgang der Geburtenrate kann auch darauf zurückzuführen sein, dass sich das Alter, ab dem man Kinder bekommt, nach hinten verschiebt“, erklärt Sylvie Le Minez, Leiterin der Abteilung für demografische und soziale Studien beim Statistikinstitut Insee. Das Durchschnittsalter bei der ersten Mutterschaft steigt immer weiter an und liegt mittlerweile bei 31 Jahren.

  • Geburtenrate in Frankreich steigt nach mehreren Jahren in 2021 wieder an

    Geburtenrate in Frankreich steigt nach mehreren Jahren in 2021 wieder an

    Die Statistiken zeigen, dass nach jedem Covid-19-Lockdown mehr Schwangerschaften aufgetreten sind.

    Das Jahr 2021 stand unter dem Eindruck der Covid-19-Pandemie und war nicht unbedingt das Jahr, in dem die Statistiker auf einen Anstieg der Geburtenzahlen wetten wollten. Dennoch sind die Geburten in Frankreich nach sechs Jahren des Rückgangs nach den Covid-Lockdowns angestiegen, wie auf der Website des Insee zu lesen ist. Das nationale Statistikamt hat am Donnerstag, dem 29. September, detaillierte Zahlen zu diesem Thema veröffentlicht.

    Im Jahr 2021 wurden in Frankreich 742.100 Babys geboren, das sind 0,9% mehr als im Vorjahr. „Dieser Anstieg beendet einen sechsjährigen Rückgang der Geburtenzahlen, der zwischen 2015 und 2020 zu beobachten war“, so das nationale Statistikamt. Das Jahr 2021 hatte allerdings ebenfalls mit einem sehr starken statistischem Geburtenrückgang bis Mitte Februar begonnen. Die Daten für die zusätzlichen Geburten zeigen, dass die Schwangerschaften während des ersten Lockdowns im Jahr 2020 eingeleitet wurden. Das Ergebnis: Die Zahl der Geburten stieg ab März und April 2021 spürbar an. Ebenso lag die Zahl der Geburten ab August 2021 bis zum Jahresende jeden Monat deutlich höher als in denselben Monaten des Jahres 2020. Und es waren ältere Frauen, die die Geburtenrate in die Höhe trieben, erläutert das Insee weiter. Die Geburtenzahlen stiegen bei Frauen im Alter von 30 bis 34 Jahren um 3,5%, bei Frauen im Alter von 35 bis 39 Jahren um 4,8% und bei Frauen im Alter von 40 Jahren und älter um 5,3%. Dagegen ist die Zahl der Geburten von Müttern unter 30 Jahren nach wie vor rückläufig.