Schlagwort: Gaza

  • Anhaltender Konflikt im Nahen Osten: Israel bombardiert weiterhin den Gazastreifen

    Anhaltender Konflikt im Nahen Osten: Israel bombardiert weiterhin den Gazastreifen

    Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch war in der dicht besiedelten Enklave Gaza erneut verheerend. Mindestens 51 Menschen, darunter viele Zivilisten, wurden getötet – das teilte die Hamas mit. Israels Militär setzte seine Angriffe im Norden und Zentrum von Gaza fort, eine Eskalation, die tiefe Narben hinterlässt.

    Ein Krieg ohne Grenzen
    Während im Süden Libanons die Kämpfe mit der Hisbollah weiter lodern und am Dienstag der Iran seine Angriffe verstärkte, bleibt die Lage in Gaza unerbittlich. Die Bilder auf den sozialen Medien wirken beinahe wie eine Wiederholung von dem, was wir seit Monaten sehen: Krankenwagen rasen durch die Nacht, über staubige, verletzte Kinder und einst stolze Gebäude, die nun als Trümmerhaufen zurückbleiben.

    Gezielte Angriffe und weitreichende Zerstörung
    Am Dienstagabend konzentrierte sich die israelische Armee auf drei Hauptsektoren. Eine besonders schwer betroffene Region war Khan Younès im Süden von Gaza. Stundenlang rollten Panzer durch die Straßen, es kam zu heftigen Bombardierungen. Ganze Gebäude wurden zerstört und eine einflussreiche Familie der Stadt wurde ausgelöscht. Im Norden, in Gaza-Stadt, kamen mindestens 22 Menschen bei zwei gezielten Angriffen ums Leben. Dabei wurden unter anderem ein Flüchtlingszentrum sowie Wohnhäuser getroffen. Ein weiteres schockierendes Ereignis war die Bombardierung eines Waisenhauses.

    Die Luftangriffe machten auch nicht vor jenen halt, die verzweifelt versuchten, dem Inferno zu entkommen. Menschen, die den streng bewachten Korridor in Richtung Süden überqueren wollten, gerieten unter Beschuss – mindestens vier weitere Tote.

    Internationale Reaktionen und verheerende Bilanz
    Die Reaktionen auf die anhaltenden Angriffe bleiben nicht aus. Das französische Außenministerium äußerte scharfe Kritik und verurteilte die Bombardierungen, die neben Wohngebäuden auch eine Schule und ein Waisenhaus trafen. Solche Angriffe auf zivile Einrichtungen lassen die ohnehin schon fragile humanitäre Lage in Gaza weiter eskalieren.

    Die Intensität der israelischen Angriffe war zuletzt etwas gesunken, doch mit diesen erneuten Attacken scheint die Gewaltspirale wieder Fahrt aufzunehmen. Anfang Oktober sprach Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bei den Vereinten Nationen noch davon, dass die Hamas fast vollständig zerschlagen sei und nur noch eine „Restkraft“ darstelle. Eine ganze Division der israelischen Armee hatte Gaza sogar verlassen, um sich an der Grenze zum Libanon zu positionieren – doch diese Nacht zeigt: Gaza bleibt im Fokus.

    Eine zerstörte Gesellschaft ohne Perspektive
    Auf dem Boden in Gaza ist das Ausmaß der Zerstörung kaum in Worte zu fassen. Es gibt keine funktionierenden Krankenhäuser, Schulen oder Wasserversorgung mehr. Die Landwirtschaft, ein zentraler Bestandteil der Selbstversorgung, ist weitestgehend vernichtet. Die Gesellschaft liegt in Trümmern, und es gibt keinen Plan, wie es nach diesem verheerenden Konflikt weitergehen soll.

    Israels Premierminister erwähnte kürzlich die Idee einer zivilen Verwaltung in Gaza, nach der Niederlage der Hamas. Doch weder die internationale Gemeinschaft noch die Palästinensische Autonomiebehörde scheinen in diese Überlegungen einbezogen zu sein. Was kommt danach? Wie kann eine Bevölkerung, die alles verloren hat, wieder auf die Beine kommen?

    Ein Konflikt, der keine einfache Lösung kennt
    In Gaza kämpfen die Menschen ums nackte Überleben – und das nicht nur gegen die Bomben. Die humanitäre Katastrophe ist allgegenwärtig. Millionen Menschen sind ohne Zugang zu grundlegender Versorgung und ohne Hoffnung auf eine baldige Besserung. Der Krieg hat die Region in ein Pulverfass verwandelt, das jeden Moment weiter explodieren könnte.

    Man fragt sich: Wann endet dieser unaufhörliche Teufelskreis aus Gewalt und Zerstörung?

  • „Honte à vous“ – Emmanuel Macron in der Kritik: Hitzige Proteste zum Gaza-Konflikt in Montréal

    „Honte à vous“ – Emmanuel Macron in der Kritik: Hitzige Proteste zum Gaza-Konflikt in Montréal

    Während seines Nordamerika-Besuchs wurde Emmanuel Macron in Montréal von propalästinensischen Demonstranten scharf kritisiert – im Mittelpunkt stand die Haltung Frankreichs zum Gaza-Konflikt. Macrons Rede war kaum vorbei, als der französische Präsident von einer Gruppe empörter Bürger aufgehalten wurde. „Honte à vous!“, rief eine Demonstrantin – Schande über Sie! Diese Situation verdeutlicht die zunehmende Frustration vieler Menschen angesichts des Konflikts im Nahen Osten, vor allem in Gaza. Eine improvisierte Diskussion Es war eine Szene, die ungeplant und unvorhergesehen kam. Ursprünglich sollte Macron lediglich die Straße überqueren, nachdem er zusammen mit Kanadas Premierminister Justin Trudeau vor die Presse getreten war. Doch was als kurzer Spaziergang geplant war, entwickelte sich zu einem spontanen Wortgefecht. Der französische Präsident stoppte, als eine Frau ihn frontal ansprach. Sie beschuldigte ihn, den Tod ihrer Tochter im Gaza-Konflikt nicht zu verhindern und forderte se…

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  • Trump Ziel eines „versuchten Attentats“, meldet das FBI – und andere World-News

    Trump Ziel eines „versuchten Attentats“, meldet das FBI – und andere World-News

    Das FBI erklärte, dass es „ein offenbar versuchtes Attentat“ auf den ehemaligen Präsidenten Donald Trump untersucht, nachdem der Secret Service gestern auf einen bewaffneten Mann in Trumps Golfclub in West Palm Beach, Florida, geschossen hatte. Der Vorfall ereignete sich nur zwei Monate nachdem Trump bei einem Anschlag auf sein Leben während einer Kundgebung in Pennsylvania leicht am Ohr verletzt wurde.

    Trump befand sich auf dem Golfplatz, nur wenige hundert Meter entfernt, als Secret-Service-Agenten das Feuer auf einen Verdächtigen eröffneten, der dann mit einem Fahrzeug flüchtete und später festgenommen wurde, so die Angaben der Strafverfolgungsbehörden. In den Büschen nahe der Grundstücksgrenze wurde ein Gewehr mit Zielfernrohr gefunden, teilten die Beamten mit. Ein Sprecher des Secret Service sagte, es sei noch unklar, ob der Verdächtige Schüsse abgefeuert habe.

    Die US-Presse identifizierte den Verdächtigen als Ryan Wesley Routh, 58, aus Hawaii.

    Drei Geiseln vermutlich bei israelischem Luftangriff getötet, meldet Israel

    Drei israelische Geiseln der Terrororganisation Hamas wurden bereits im November 2023 vermutlich bei einem israelischen Luftangriff getötet, der einen hochrangigen Hamas-Kommandanten zum Ziel hatte, erklärte das israelische Militär gestern. Das Militär liess verlauten, es habe eine Untersuchung auf Grundlage des Fundorts der Leichen im Dezember durchgeführt, könne aber nicht endgültig feststellen, was ihren Tod verursacht habe.

    Laut der Untersuchung befanden sich die Geiseln in einem Tunnelsystem, das von Ahmed al-Ghandour, einem ranghohen Hamas-Funktionär, genutzt wurde, dessen Tod die Hamas später bestätigte. Das israelische Militär erklärte, es habe zum Zeitpunkt des Angriffs Informationen gehabt, die darauf hindeuteten, dass die Geiseln an einem anderen Ort seien.

    Israel: Die Houthi-Miliz im Jemen bekannte sich zu einem Raketenangriff – es war das zweite Mal in zwei Monaten, dass die vom Iran unterstützte Gruppe erfolgreich Raketen in den israelischen Luftraum geschickt hat.

    Überschwemmungen richten in West- und Zentralafrika verheerende Schäden an

    Überschwemmungen, die durch sehr starke Regenfälle verursacht wurden, haben in den vergangenen Tagen Städte und Dörfer in West- und Zentralafrika verwüstet und mehr als 1.000 Menschen das Leben gekostet sowie Hunderttausende von Häusern zerstört.

    Bis zu vier Millionen Menschen sind von den Überschwemmungen betroffen, und fast eine Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen, so die Angaben von Hilfsorganisationen. Für die kommenden Wochen wird mit noch schlimmeren Überschwemmungen gerechnet.

    Weitere Schlagzeilen

    Iran: Hamas und die Houthi-Miliz haben Büros im Irak eröffnet. Der Iran versucht, so einen regionalen Block zu bilden.

    Mexiko: Eine Verfassungsänderung, die das gesamte Justizsystem des Landes umgestaltet, wurde am Sonntag offiziell verabschiedet.

    China: Die Küstenwache des Landes hat philippinische Boote beschädigt und deren Besatzung verletzt, um ihre Vorherrschaft im Südchinesischen Meer zu demonstrieren.

    Kanada: Eine Abstimmung in Montreal wird als Referendum über den kanadischen Premierminister Justin Trudeau angesehen, der Forderungen zum Rücktritt bisher beiseitegeschoben hat.

    Costa Rica: Üppige Regenwälder, die lange Zeit Touristen angezogen haben, sind ein Magnet für den Drogenhandel geworden.

    Gesundheit: Die WHO hat einen Impfstoff gegen Affenpocken (mpox) zugelassen, was den Weg für dessen Einsatz in Afrika ebnet.

    Weltraum: Die „Astronauten“ der Polaris-Dawn-Mission kehrten nach einem ersten privaten Weltraumspaziergang zur Erde zurück.

  • Konflikt im Nahen Osten: Israelische Luftangriffe treffen humanitäre Zone – 40 Tote

    Konflikt im Nahen Osten: Israelische Luftangriffe treffen humanitäre Zone – 40 Tote

    Bei einem israelischen Luftangriff auf eine humanitäre Zone im Süden des Gazastreifens sind am 10. September mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Laut der Zivilverteidigung von Gaza gibt es zudem 15 Vermisste. Die israelische Armee erklärte, sie habe ein „Kommandozentrum“ der Hamas angegriffen.

    Mohammed al-Mughair, ein Vertreter der Zivilverteidigung in Gaza, berichtete von den 15 Vermissten, während Mahmoud Basal, Sprecher der Zivilverteidigung, erklärte, dass ganze Familien unter Sand und in tiefen Gruben verschwunden seien. „Es sind keine Spuren mehr von ihnen zu sehen“, beschrieb er die Situation in einem bedrückenden Ton.

    Die Reaktionen auf den Angriff

    Rund um die entstandenen Krater suchten verzweifelte Menschen in den Trümmern nach ihren Habseligkeiten. Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass zahlreiche Vertriebene versuchten, sich durch den Sand zu graben, um ihre Besitztümer zu finden.

    Die israelische Armee hingegen sprach von einer „gezielten Operation“, bei der Hamas-Terroristen getroffen worden seien, die von einem „Kommando- und Kontrollzentrum“ in dieser humanitären Zone aus operierten. Dabei stellte sie den palästinensischen Bericht über die Opferzahlen in Frage.

    Die Hamas wies diese Darstellung strikt zurück. In einer Erklärung betonte die Organisation, dass in dem betroffenen Gebiet keine Kämpfer stationiert gewesen seien. „Die Behauptungen der Besatzungsmacht über die Anwesenheit von Widerstandskämpfern sind eine dreiste Lüge“, so der Wortlaut ihrer Stellungnahme.

    Die Realität der Kriegsführung

    Diese Episode verdeutlicht ein weiteres Mal die verworrene und tragische Natur des derzeitigen Nahostkonflikts. Während Israel betont, gezielt gegen Hamas-Kämpfer vorzugehen, führt die hohe Zahl ziviler Opfer – insbesondere in als „sicher“ geltenden humanitären Zonen – immer wieder zu internationaler Kritik und Empörung.

    Der schmale Grat, auf dem militärische Taktiken und humanitäre Überlegungen balancieren, wird immer schmaler, und die Frage stellt sich: Wie lange kann ein solcher Konflikt mit solch tragischen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung noch weitergehen?

  • Hisbollah und Israel: Eskalation der Spannungen – Eine Chronik der jüngsten Auseinandersetzungen

    Hisbollah und Israel: Eskalation der Spannungen – Eine Chronik der jüngsten Auseinandersetzungen

    Der Konflikt im Nahen Osten zwischen Israel und den verschiedenen bewaffneten Gruppen in der Region hat eine neue Eskalation erlebt. Am Sonntag, dem 8. September, trafen sich zwei alte Feinde wieder auf dem Schlachtfeld: das israelische Militär und die schiitische Miliz Hisbollah. Diesmal mit einem gefährlichen Austausch von Raketen und Luftangriffen, was beide Seiten an den Rand einer noch größeren Konfrontation bringen könnte.

    Raketenangriffe und Vergeltungsschläge

    In den frühen Morgenstunden des Sonntags verkündete die Hezbollah stolz, Kiryat Shmona, eine Stadt im Norden Israels, mit einer Salve von Raketen beschossen zu haben. Dies sei, so die Gruppe, eine direkte Reaktion auf die israelischen Angriffe, die am Vortag das Leben von drei libanesischen Rettungskräften in Froun, einem Dorf im Süden des Libanon, gefordert hatten. Israels Armee ließ dies nicht unbeantwortet – sie reagierte umgehend mit einer Serie von Luftangriffen auf militärische Stellungen der Hezbollah im südlichen Libanon.

    Es ist ein bekanntes Muster in diesem Konflikt. Eine Provokation führt zu einer Gegenprovokation – und beide Seiten zeigen keine Anzeichen, diese gefährliche Spirale durchbrechen zu wollen. Was treibt diese Eskalation immer weiter voran?

    Die Situation auf dem Boden

    Am Sonntagmorgen, so berichten israelische Quellen, wurden weitere Raketen aus dem Libanon abgefeuert, die von Israels Luftabwehrsystem abgefangen wurden. Gleichzeitig verstärkten sich die israelischen Angriffe auf vermeintliche militärische Infrastrukturen der Hezbollah. Diese Angriffe erfolgen in einem bereits angespannten Umfeld, in dem jede Handlung weitreichende Konsequenzen haben könnte. Was auf den ersten Blick wie ein militärisches Katz-und-Maus-Spiel aussieht, ist in Wirklichkeit Teil einer größeren, sehr komplexen geopolitischen Situation.

    Drei Tote an der Grenze zur Westbank

    Doch nicht nur im Norden Israels gibt es blutige Vorfälle. Weiter südlich, an einem der Grenzposten zwischen dem besetzten Westjordanland und Jordanien, kam es am Sonntag ebenfalls zu einer tödlichen Schießerei. Drei Israelis wurden dabei getötet, der Angreifer laut Polizeiangaben „neutralisiert“. Wer hinter diesem Angriff steckt, ist noch unklar, aber er fügt sich nahtlos in die derzeitigen Spannungen ein.

    Es wird immer deutlicher, dass die Fronten in diesem langanhaltenden Konflikt nicht nur geografisch verlaufen, sondern auch politisch und gesellschaftlich tief verwurzelt sind.

    US-amerikanische Vermittlungsversuche – Ein Hoffnungsschimmer?

    Während die Kämpfe weitergehen, versucht die internationale Diplomatie verzweifelt, einen Ausweg aus der Krise zu finden. Insbesondere die USA, traditionell einer der stärksten Verbündeten Israels, drängen auf eine Waffenruhe. Ein Sprecher der Biden-Administration gab an, dass die Verhandlungen für einen Waffenstillstand im Gazastreifen fast abgeschlossen seien – „zu 90 %“, wie es hieß. Doch mit jedem weiteren Tag der Gewalt scheint diese Zahl an Bedeutung zu verlieren.

    Antony Blinken, der amerikanische Außenminister, warnte eindringlich, dass die ohnehin fragilen Verhandlungen zum Scheitern verurteilt sein könnten, wenn keine rasche Einigung erzielt wird. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit – und die Uhr tickt.

    Das größere Bild

    Warum bricht dieser Konflikt gerade jetzt wieder auf? Die Antwort darauf ist vielschichtig. Der Tod von sechs Geiseln durch die Hamas, darunter ein amerikanischer Staatsbürger, hat die Spannungen auf die Spitze getrieben. Israel und die Hamas befinden sich in einem Teufelskreis von Gewalt und Vergeltung. Doch es ist nicht nur die Hamas, die eine Rolle spielt. Die Terrormiliz Hezbollah, die oft als verlängerter Arm des Iran in der Region bezeichnet wird, nutzt die Gelegenheit, um ihre Position zu stärken und Druck auf Israel auszuüben.

    Hinzu kommen die inneren politischen Spannungen in Israel, die durch die aktuelle Krise noch weiter verschärft werden. Die fragile Regierung von Benjamin Netanjahu steht unter enormem Druck – von der Opposition, von den internationalen Partnern und nicht zuletzt von der israelischen Bevölkerung selbst. Netanjahu hat versprochen, hart durchzugreifen und die Sicherheit Israels zu verteidigen. Doch wie lange lässt sich dieser Weg noch durchhalten, bevor die Situation unkontrollierbar wird?

    Ein Blick in die Zukunft

    Die Frage, die sich viele stellen, ist: Wie wird es weitergehen? Kann eine Waffenruhe wirklich erreicht werden? Oder stehen wir vor einer weiteren Eskalation, die nicht nur Israel und den Libanon, sondern die gesamte Region ins Chaos stürzen könnte?

    Eine endgültige Antwort darauf gibt es nicht – zumindest nicht jetzt. Doch die Zeichen stehen derzeit eher auf Sturm als auf Frieden. Vielleicht bleibt uns allen nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass die Diplomatie letztendlich siegen wird.

  • Netanjahu Beharrt auf Ablehnung eines Waffenstillstands in Gaza – und andere World-News

    Netanjahu Beharrt auf Ablehnung eines Waffenstillstands in Gaza – und andere World-News

    Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat erneut die Forderungen nach einem sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen abgelehnt. Trotz des Drucks von Verbündeten, Demonstranten und den Familien der Geiseln bleibt er hart und weigert sich, einem Waffenstillstand zuzustimmen, der den Rückzug Israels aus dem umkämpften Gebiet bedeuten würde.

    In einer Pressekonferenz verteidigte Netanyahu seine Pläne und stellte die rhetorische Frage: „Welche Botschaft würde es an die Hamas senden, wenn Israel nach dem Tod weiterer Geiseln nachgeben würde? ‚Tötet Geiseln, und ihr bekommt Zugeständnisse?‘“ Er fügte hinzu, dass der Krieg erst dann enden werde, „wenn die Hamas nicht mehr über Gaza herrscht“.

    Diese Aussagen traf er nach landesweiten Arbeitsniederlegungen und Protesten an tausenden Grundschulen, im öffentlichen Nahverkehr und in Krankenhäusern. Ein Gericht ordnete an, dass die Gewerkschaftsführer den Streik am Nachmittag einstellen sollten.

    Biden und Harris buhlen um Gewerkschaften in Pennsylvania

    Präsident Joe Biden trat bei einer Gewerkschaftsveranstaltung in Pittsburgh erstmals seit der Nominierung von Vizepräsidentin Kamala Harris als Kandidatin der Demokeraten wieder auf die Wahlkampfbühne und mobilisierte die Gewerkschaftsbewegung zur Unterstützung von Harris. „Ich stehe an der Seitenlinie“, sagte er, „aber ich werde alles tun, um zu helfen.“

    Harris Team plant, den Präsidenten gezielt im Wahlkampf einzusetzen, während sie versucht, ihre eigene politische Identität zu festigen. Biden wird vor allem in den wichtigen Swing States Pennsylvania, Wisconsin und Michigan unterwegs sein, wo er immer noch bei weißen Wählern der Arbeiterklasse und Gewerkschaftsmitgliedern sehr gut ankommt.

    Der Stopp in Pittsburgh krönte einen Tag, den Harris damit verbrachte, bei Gewerkschaftswählern um Unterstützung zu werben. Insgesamt besuchten sie und ihr Running Mate, Gouverneur Tim Walz aus Minnesota, alle drei sogenannten Blue-Wall-Staaten Michigan, Pennsylvania und Wisconsin und appellierten an Gewerkschaftswähler als ihre „Bodentruppen“, kaum zwei Monate vor der Wahl.

    Weitere Schlagzeilen:

    Ukraine: Russland führte eine dritte groß angelegte Bombardierung innerhalb einer Woche durch, mit Raketenangriffen auf Kiew und andere Städte am ersten Schultag nach der Sommerpause.

    Papst Franziskus: Der Papst traf heute in Indonesien ein, um so eine 11-tägige Tour durch Südostasien und Ozeanien zu beginnen, eine der längsten seiner Amtszeit.

    Russland: Präsident Wladimir Putin begann seinen Staatsbesuch in der Mongolei, nachdem der Internationale Strafgerichtshof die Behörden dort aufgefordert hatte, ihn zu verhaften. Putin wurde statt dessen mit militärischen Ehren empfangen.

    Klimawandel: Rekordregenfälle in China haben Ernten zerstört, was zu einem Anstieg der Gemüsepreise führt. Chinesische Beamte bemühen sich, ausgleichende Maßnahmen zu ergreifen.

    Technologie: Ein Gremium von Obersten Richtern in Brasilien bestätigte die Entscheidung, das soziale Netzwerk X landesweit zu sperren.

    Iran: Ein Bericht von Ermittlern ergab, dass schlechtes Wetter den Hubschrauberabsturz verursacht hat, bei dem Präsident Ebrahim Raisi im Mai ums Leben kam.

    Venezuela: Die US-Regierung beschlagnahmte ein Flugzeug des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro, weil es unter Verletzung von US-Sanktionen gekauft worden sei.

    China: Gao Zhen, ein chinesischer Künstler, bekannt für Werke, die die chinesische Kulturrevolution kritisieren, wurde bei einem Besuch in China festgenommen.

  • Tausende protestieren nach Geiseldrama in Israel – und andere World-News

    Tausende protestieren nach Geiseldrama in Israel – und andere World-News

    Sechs israelische Geiseln wurden tot in einem Tunnel unter dem Gazastreifen gefunden, teilte das israelische Militär gestern mit. Diese Nachricht brachte monatelang schwelende öffentliche Wut zum Überkochen – in Trauer und Zorn.

    Die Geiseln seien kurz zuvor „brutal ermordet“ worden, fügte der Sprecher hinzu. Hamas behauptete, die Verantwortung für den Tod liege bei Israel, da es versäumt habe, einem Waffenstillstand zuzustimmen.

    Wütende Demonstranten strömten gestern Nacht in Scharen auf die Straßen Israels – eine der größten Demonstrationen in den fast elf Monaten des Krieges. Sie forderten Premierminister Benjamin Netanjahu auf, einem Waffenstillstand zuzustimmen, der die Freilassung der verbleibenden Geiseln ermöglichen würde. Im Gegensatz dazu verlangten konservative Kräfte in der israelischen Regierung, den Krieg als Vergeltung für den Tod der Geiseln zu intensivieren.

    Präsidentschaftswahl 2024 in den USA

    Die Präsidentschaftswahlen stehen in weniger als 70 Tagen an.

    Nach einem langen Wochenende werden die Wahlkampagnen von Harris und Trump diese Woche in mehreren Bundesstaaten in die heiße Phase gehen. Donald Trump und Senator JD Vance aus Ohio werden in Arizona, Kalifornien und North Carolina auftreten, während Vizepräsidentin Kamala Harris und Gouverneur Tim Walz in Florida und Pennsylvania unterwegs sein werden.

    In Kommentaren auf X kritisierte Harris Trump scharf dafür, dass sein Wahlkampfteam unerlaubt im Arlington Nationalfriedhof gefilmt habe. Sie sagte, dass er einen ehrwürdigen Ort entweiht habe, der nicht für politische Zwecke missbraucht werden dürfe. Trump antwortete gestern mit Aussagen von Familienmitgliedern der 13 US-Soldaten, die 2022 in Afghanistan getötet wurden, in denen sie Harris angriffen.

    Rhetorisches Genie? Trumps Berater drängen ihn seit Wochen, sich an die Wahlkampfbotschaft zu halten. Aber bei einer Kundgebung am Freitag bestand der Ex-Präsident darauf, dass sein Stil – das Springen von einem Thema zum nächsten in Sekundenschnelle – ein rhetorischer Triumph sei. „Ich bestimme den Tanz“, sagte er.

    WEITERE WICHTIGE NACHRICHTEN

    • Ukraine: Während sich die russische Armee der Stadt Pokrowsk nähert, fliehen die Bewohner.
    • Ägypten: Stromausfälle und eine Wirtschaftskrise haben die Nachtmärkte in Kairo geschlossen. Nachts ist die einzige Zeit, in der es kühl genug zum Einkaufen ist.
    • Russland: Ein Hubschrauber mit Touristen stürzte am Samstag in der Nähe eines Vulkans im russischen Osten ab. Mindestens 17 Menschen kamen dabei ums Leben.
    • Japan: Sechs Menschen starben, nachdem der Sturm Shanshan, der sich inzwischen zu einer tropischen Depression abgeschwächt hat, fast einen Meter Niederschläge über den südlichsten Teil der Hauptinsel des Landes brachte.
    • Venezuela: Maracaibo, die zweitgrößte Stadt des Landes, hat fast ein Viertel ihrer Bevölkerung verloren.
    • Gesundheit: Eine neue Studie zeigt, dass ältere Patienten mit Nierenversagen, die sofort mit der Dialyse begannen, im Durchschnitt nur 77 Tage länger lebten als diejenigen, die nie damit begannen.
    • USA: Etwa 10.000 Hotelangestellte traten in den Streik, nachdem ihre Gewerkschaft in den Tarifverhandlungen mit den großen Hotelunternehmen keine Einigung erzielen konnte.
    • Norwegen: Hvaldimir, ein bekannter und gefeierter Belugawal, der 2019 erstmals gesichtet wurde, wurde jetzt tot aufgefunden.
  • Tragödie in Gaza: Israel findet Leichen von sechs Hamas-Geiseln

    Tragödie in Gaza: Israel findet Leichen von sechs Hamas-Geiseln

    Israel steht erneut unter Schock. Am Sonntag wurde bekannt gegeben, dass die Leichen von sechs Geiseln in Gaza geborgen wurden. Darunter befand sich auch der 23-jährige israelisch-amerikanische Hersh Goldberg-Polin, dessen Entführung weltweit Schlagzeilen gemacht hatte. Trotz der verzweifelten Bemühungen seiner Eltern und dem Druck auf die internationale Gemeinschaft, ihre Freilassung zu erreichen, endete die Geiselnahme in einer Tragödie.

    Das Schicksal der Geiseln

    Die israelische Armee erklärte, dass alle sechs Geiseln kurz vor dem Eintreffen der israelischen Streitkräfte getötet wurden. Diese Entdeckung hat in Israel erneut zu heftigen Protesten gegen Premierminister Benjamin Netanjahu geführt. Viele werfen ihm vor, er habe versagt, die Geiseln durch eine Vereinbarung mit der Hamas lebend zurückzubringen.

    Netanjahu machte die Hamas für den Tod der Geiseln verantwortlich und verurteilte die Taten der militanten Gruppe als grausam. Er betonte, dass diejenigen, die Geiseln ermorden, kein Interesse an einem Abkommen hätten.

    Goldberg-Polin: Ein Symbol der Hoffnung

    Hersh Goldberg-Polin war eine von mehreren Personen, die am 7. Oktober bei einem Musikfestival im Süden Israels von der Hamas entführt wurden. Dieser Tag markierte den Beginn des inzwischen seit zehn Monaten andauernden Krieges. Der junge Mann, ein gebürtiger Kalifornier, verlor bei dem Angriff durch eine Granate einen Teil seines linken Arms. Ein im April veröffentlichtes Hamas-Video zeigte ihn lebend, jedoch ohne seine linke Hand. Dieses Video löste in Israel erneut Proteste aus, die von der Regierung forderten, mehr für die Freilassung der Geiseln zu tun.

    Ein Trauerspiel ohne Ende

    Neben Goldberg-Polin wurden auch die Leichen von Ori Danino, 25; Eden Yerushalmi, 24; Almog Sarusi, 27; und Alexander Lobanov, 33, geborgen, die ebenfalls von dem Festival entführt worden waren. Die sechste Geisel, Carmel Gat, 40, wurde aus einer nahegelegenen landwirtschaftlichen Gemeinschaft entführt. Die Leichen wurden in einem Tunnel in der Stadt Rafah im südlichen Gaza gefunden, nur rund einen Kilometer von dem Ort entfernt, an dem letzte Woche eine weitere Geisel lebend gerettet wurde.

    Der Schmerz der Angehörigen

    Die Tragödie hat die Familien der Geiseln und die israelische Öffentlichkeit erneut tief erschüttert und ein Forum der Familien rief zu massiven Protesten auf. Sie forderten einen „kompletten Stillstand des Landes“, um den Druck auf die Regierung zu erhöhen, einen Waffenstillstand und die Freilassung der verbleibenden Geiseln zu erreichen.

    Die Eltern von Goldberg-Polin hatten sich international für die Freilassung ihres Sohnes eingesetzt und dabei sowohl US-Präsident Joe Biden als auch Papst Franziskus getroffen. Ihr Engagement und ihre Verzweiflung bewegten die Welt. Doch trotz ihrer Bemühungen – und der Unterstützung durch führende Politiker – blieb die Freilassung aus.

    Hamas und die israelische Regierung: Ein tödliches Spiel

    Die Hamas hatte angeboten, die Geiseln im Austausch für ein Ende des Krieges, den Abzug der israelischen Streitkräfte und die Freilassung einer großen Anzahl palästinensischer Gefangener freizulassen. Doch die Verhandlungen zogen sich hin. Die israelische Regierung hielt daran fest, die militärische Offensive fortzusetzen, um die Hamas zu zerstören und damit dann die Geiseln zu befreien.

    Diese Entscheidung wird jetzt erneut kontrovers diskutiert, insbesondere nachdem bekannt wurde, dass drei der getöteten Geiseln – Goldberg-Polin, Yerushalmi und Gat – in der ersten Phase eines im Juli vorgeschlagenen Waffenstillstands freigelassen werden sollten. Nun bleibt die bittere Frage: Hätte ihr Leben gerettet werden können?

    Die israelische Öffentlichkeit ist zutiefst gespalten. Während einige die harte Linie der Regierung unterstützen, fordern andere ein sofortiges Ende des Konflikts, um weitere Verluste zu vermeiden. Die Familien der Geiseln sehen in der Tragödie einen Beweis dafür, dass die Regierung ihre Versprechen nicht gehalten hat. Die schmerzliche Realität bleibt: Die Geiseln kehren nicht nach Hause zurück – und die Wunden, die dieser Konflikt hinterlässt, werden sehr lange nicht heilen.

    Die Tragödie um Hersh Goldberg-Polin und die anderen Geiseln ist ein dunkles Kapitel in einem Krieg, der bereits viel zu viel Leid verursacht hat. Wie viele Opfer müssen noch gebracht werden, bevor endlich Frieden einkehrt?

  • Sechs Hamas-Geiseln tot geborgen: Ein weiterer Tiefschlag im Nahost-Konflikt

    Sechs Hamas-Geiseln tot geborgen: Ein weiterer Tiefschlag im Nahost-Konflikt

    In einer nächtlichen Operation im südlichen Gazastreifen hat das israelische Militär die Leichen von sechs Geiseln geborgen. Diese waren bei dem verheerenden Angriff der Hamas am 7. Oktober entführt worden. Die Aktion kommt zu einem Zeitpunkt, an dem diplomatische Bemühungen der USA und arabischer Vermittler darauf abzielen, die Kämpfe zu beenden und die Freilassung weiterer Geiseln zu erwirken.

    Tragische Bergung und Ungewissheit über den Tod

    Die israelische Armee hat bisher keine Details über den Zeitpunkt oder die Umstände des Todes der Geiseln veröffentlicht. Ein Forum für die Familien der Geiseln bestätigte jedoch, dass die sechs Personen lebend entführt worden waren. Hamas hat indes angegeben, dass einige Geiseln bei israelischen Luftangriffen getötet oder verletzt wurden.

    Auch für die Terrororganisation Hamas, die auf einen Austausch der Geiseln gegen palästinensische Gefangene und einen dauerhaften Waffenstillstand hofft, ist dies ein schwerer Rückschlag. Dennoch dürfte dieser Vorfall auch den Druck auf die israelische Regierung erhöhen, endlich eine Lösung zur Freilassung der noch lebenden Geiseln zu finden.

    Namen der Verstorbenen veröffentlicht

    Die geborgenen Toten sind Haim Perry (80), Yoram Metzger (80), Avraham Munder (79), Alexander Dancyg (76), Nadav Popplewell (51) und Yagev Buchshtav (35). Einige dieser Geiseln hatten Familienmitglieder, die bereits bei einer Feuerpause im November freigelassen wurden.

    Israels Premierminister Benjamin Netanjahu lobte die Bergungsaktion und drückte seine tiefe Trauer über den Verlust der Geiseln aus. „Der Staat Israel wird weiterhin alles tun, um alle unsere Geiseln – sowohl lebend als auch tot – zurückzubringen,“ sagte er in einer Erklärung.

    Tunneloperation

    Verteidigungsminister Yoav Gallant lobte ebenfalls die Operation, die laut seinen Angaben im riesigen Tunnelsystem der Hamas durchgeführt wurde. Berichte über Verluste auf israelischer oder palästinensischer Seite gibt es bisher nicht.

    Hamas hält nach Schätzungen noch etwa 110 Geiseln, die bei dem Überfall am 7. Oktober gefangen genommen wurden, in ihrer Gewalt. Israel geht davon aus, dass etwa ein Drittel dieser Geiseln nicht mehr am Leben ist.

    Diplomatische Bemühungen und festgefahrene Verhandlungen

    US-Außenminister Antony Blinken, der seit Beginn des Krieges bereits zum neunten Mal in die Region gereist ist, berichtete am Montag, dass Netanjahu einem Vorschlag zugestimmt hat, um die Verhandlungen für einen Waffenstillstand voranzutreiben. Nun sei Hamas am Zug, einen Schritt auf Israel zuzugehen.

    Die Hamas wirft den USA vor, die israelischen Forderungen einseitig zu unterstützen und diese der Hamas aufzuzwingen. Der Terrorangriff am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen, vorwiegend Zivilisten, getötet und etwa 250 Geiseln genommen wurden, hatte den ohnehin fragilen Friedensprozess im Nahen Osten weiter erschüttert.

    Seit Beginn der israelischen Gegenoffensive sind laut Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza über 40.000 Palästinenser ums Leben gekommen. Die großangelegten Luft- und Bodenoperationen haben weite Teile des Gazastreifens komplett verwüstet und Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Hilfsorganisationen befürchten Ausbrüche von Krankheiten wie Polio.

    Ungewisse Zukunft

    In den laufenden Verhandlungen wird derzeit ein dreiphasiger Plan erörtert, bei dem Hamas im Austausch für die Freilassung palästinensischer Gefangener und einen israelischen Rückzug alle verbliebenen Geiseln freilassen würde. Doch nach wie vor gibt es erhebliche Differenzen – insbesondere bei der Frage, ob Israel die Kontrolle über zwei strategisch wichtige Korridore in Gaza behalten darf. Hamas lehnt dies kategorisch ab.

    Während die diplomatischen Bemühungen weiterlaufen, bleibt die Lage für die noch in Gefangenschaft befindlichen Geiseln und ihre Familien unerträglich. Die Frage, ob es noch eine Chance für einen dauerhaften Frieden gibt, steht weiterhin im Raum – doch momentan scheint eine Lösung in weiter Ferne.

  • Israel akzeptiert neuen Waffenstillstandsvorschlag – und weitere World-News

    Israel akzeptiert neuen Waffenstillstandsvorschlag – und weitere World-News

    Israel hat den jüngsten Waffenstillstandsvorschlag der USA akzeptiert – das bestätigte US-Außenminister Antony Blinken gestern. Premierminister Benjamin Netanyahu habe einem „Brückenvorschlag“ zugestimmt, der darauf abzielt, die Differenzen zwischen Israel und der Hamas bezüglich eines Waffenstillstands für Gaza zu überbrücken. Bisher gibt es keine unmittelbare Stellungnahme von Seiten der Hamas, jedoch haben Vertreter der Gruppe den Vorschlag als zugunsten Israels verzerrt bezeichnet.

    Ein Sprecher Netanyahus bestätigte, dass er Premierminister Blinken mitgeteilt habe, dass Israel dem von US-amerikanischen, ägyptischen und katarischen Vermittlern vorgestellten Vorschlag zugestimmt habe. Blinken und Netanyahu sprachen darüber in einem dreistündigen Treffen in Jerusalem.

    U.S. Präsidentschaftswahl 2024: Aufbruchstimmung bei den Demokraten

    Die Präsidentschaftswahlen in den USA rücken näher – weniger als 80 Tage sind es noch bis zum Wahltag. Beim Auftakt des Demokratischen Nationalkonvents in Chicago hatte Vizepräsidentin Kamala Harris einen überraschenden Auftritt und dankte Präsident Joe Biden, der durch seinen Rückzug aus dem Wahlkampf ihre Kandidatur erst möglich gemacht hatte, für dessen „Lebenswerk im Dienst unserer Nation“. Ihre Worte „Wenn wir kämpfen, gewinnen wir“ haben sich schnell zu einem Schlachtruf der Demokraten entwickelt.

    Mit Auftritten von Biden und Hillary Clinton – zwei vorherige Präsidentschaftskandidaten der Partei – symbolisierte der Abend, dass die Demokraten bereit sind, das alte Establishment, das die Partei jahrzehntelang führte, hinter sich zu lassen.

    Donald Trump: US-Geheimdienste gaben bekannt, dass der Iran für einen Hackerangriff auf die Kampagne des ehemaligen Präsidenten verantwortlich sei und auch versucht habe, in die Kampagne von Biden-Harris einzubrechen.

    Ukraine zielt darauf ab, russische Truppen einzukreisen

    Russische Truppen, die sich in einem Gebiet zwischen dem Fluss Seym und der Grenze zur Ukraine befinden, laufen Gefahr, eingekesselt zu werden, nachdem die Ukraine drei Brücken bombardiert und zerstört hat, die die einzigen Versorgungs- oder Rückzugsrouten darstellen. Wie viele russische Soldaten sich in dem Gebiet befinden, ist unklar.

    Die Lage stellt eine weitere Herausforderung für eine russische Armee dar, die durch den überraschenden Vorstoß der Ukraine über die Grenze am 6. August unvorbereitet getroffen wurde. Diese Operation hat den ukrainischen Truppen neuen Optimismus gegeben, doch Analysten und westliche Beamte mahnen, dass es zu früh sei, um abzuschätzen, ob dies zu einem strategischen Erfolg führen wird.

    Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft, erobertes russisches Territorium als Verhandlungsmasse für zukünftige Friedensgespräche zu nutzen, doch dies ist ein riskantes Unterfangen. Russische Insider erwarten, dass Präsident Wladimir Putin hart reagieren wird, da er nach wie vor davon ausgeht, dass seine Armee die Oberhand hat.

    WEITERE NACHRICHTEN

    • Philippinen: Die Gesundheitsbehörden meldeten den ersten Fall von Mpox in diesem Jahr, gaben jedoch nicht an, ob es sich um den neueren, gefährlicheren Virusstamm handelt.
    • Italien: Mindestens eine Person kam ums Leben und sechs weitere, darunter der britische Software-Mogul Mike Lynch, werden vermisst, nachdem eine Yacht bei einem Sturm vor der Küste Siziliens gesunken war.
    • Wirtschaft: Die kanadische Handelskette Alimentation Couche-Tard plant den Kauf des japanischen Unternehmens, das 7-Eleven betreibt.
    • Kuwait: Die Regierung hat auf ein Feuer, das 49 Wanderarbeiter das Leben kostete, mit Zwangsräumungen reagiert, wodurch Migranten nun Angst vor Abschiebung haben.
    • Kenia: Zeugen im Totschlagsprozess gegen einen evangelikalen Pastor sagten aus, dass er seinen Anhängern befahl, ihre Kinder und sich selbst zu Tode zu hungern, um Jesus zu begegnen.