Schlagwort: Gasleck

  • Gas-Alarm: Wie ein Leck die Pariser Gare du Nord lahmlegte

    Gas-Alarm: Wie ein Leck die Pariser Gare du Nord lahmlegte

    Ein Donnerstagnachmittag, mitten im Sommer – doch an der Gare du Nord in Paris herrscht keine Ferienstimmung. Statt Kofferrollen und Eiltempo: Sirenen, Absperrbänder, Evakuierungsdurchsagen. Gegen 17 Uhr am 17. Juli 2025 entsteht plötzlich der Verdacht auf eine Gasleckage in einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas. Was folgt, ist ein logistisches Vakuum, das Tausende aus dem Takt bringt – und ein eindrückliches Beispiel dafür, wie fragil selbst die größten Infrastrukturadern in dieser Zeit sein können. Die Szene könnte aus einem Katastrophenfilm stammen: In der Rushhour riecht jemand Gas. Minuten später riegelt die Polizei den Bereich ab, Feuerwehrleute durchsuchen mit Messgeräten die Umgebung, und die Reisenden stehen draußen, Handys am Ohr, Stirn in Falten. Die Gare du Nord ist mehr als ein Bahnhof – sie ist die Lebensader von Paris nach London, Brüssel, Amsterdam. Und sie ist komplett stillgelegt. Stillstand auf ganzer Linie Die Auswirkungen dieses Zwischenfalls reichen w…

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  • Nord Stream-Lecks: Gefährliche Methanwolke schwebt über Europa

    Nord Stream-Lecks: Gefährliche Methanwolke schwebt über Europa

    Infolge der Nord-Stream-Sabotage schwebt eine Methanwolke über Europa. Nach Finnland, Dänemark und Schweden soll nun auch Italien betroffen sein.

    Die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines führte nicht nur zu einer beeindruckend brodelnden Ostsee. Die Lecks verursachten auch eine Gaswolke, die in die Atmosphäre entwich.

    Laut dem Forschungsinstitut ICOS, das Treibhausgasströme beobachtet, wird der Methananteil in der Gaswolke, die sich nach den Explosionen bildete, „auf die Größe der Methanemissionen eines ganzen Jahres einer Stadt von der Größe von Paris oder eines Landes wie Dänemark geschätzt“. Die Emissionen wurden von ICOS an Stationen in Schweden, Norwegen und Finnland gemessen.

    Bald auch über Italien
    Wissenschaftler nehmen an, dass der Wind über dem Leckgebiet die Methanemissionen zunächst nach Norden bis zum finnischen Archipel geblasen hat und sich dann nach Schweden und Norwegen veränderte.

    Laut der italienischen Zeitung Corriere della Sera hätte sich die Wolke inzwischen in zwei Teile geteilt und ein Teil würde nun in Richtung Italien ziehen. Methan stellt zwar keine direkte Gefahr für die Menschen dar, ist aber als eines der wichtigsten Treibhausgase sehr zerstörerisch für die Umwelt.

  • Nord-Stream-Pipelines: Laut Informationen aus Schweden kommt doch noch Gas aus den Pipelines

    Nord-Stream-Pipelines: Laut Informationen aus Schweden kommt doch noch Gas aus den Pipelines

    Der Betreiber der Gaspipelines hatte am Wochenende das Ende der Gaslecks auch an Nord Stream 2 verkündet, doch die schwedische Küstenwache stellte am Montag fest, dass aus einem der Lecks erneut Gas austrat.

    Die Verschmutzung der Ostsee geht doch noch weiter. Das durch austretendes Gas verursachte Blubbern über der beschädigten Gaspipeline Nord Stream 1 hat vollständig aufgehört, nicht aber über Nord Stream 2. Die schwedische Küstenwache gab am Montag, dem 3. Oktober, nach einem Überflug über die beiden Pipelines bekannt, dass aus Nord Stream 2 noch immer Gas asutritt.

    Lesen Sie auch: Sabotage der Nord Stream-Pipelines: Viertes Leck in der Ostsee identifiziert

    Der Betreiber der unterseeischen Gaspipelines zwischen Russland und Deutschland, die Nord Stream AG, hatte am Samstag das Ende der Lecks auch an der Pipeline Nord Stream 2 bekannt gegeben. Der Druck sei zu gering, als dass das Gas noch austreten könne. Auch die dänischen Behörden hatten erwartet, dass der Gasaustritt um dieses Wochenende herum aufhören sollte.

    Auf schwedischer Seite betraf das größte Leck die Pipeline Nord Stream 1, während ein kleineres Leck die Pipeline Nord Stream 2 betraf. Die Küstenwache erklärte jetzt in einer Pressemitteilung, dass dieses Leck noch immer sehr aktiv sei. Bei einem Überflug am Montagmorgen wurde festgestellt, dass der Gasaustritt aus „dem größeren Leck nicht mehr sichtbar ist, bei dem kleineren Leck aber wieder zugenommen hat“.

  • Nord Stream-Lecks: Grosse Gasblasen steigen in der Ostsee auf

    Nord Stream-Lecks: Grosse Gasblasen steigen in der Ostsee auf

    Einen Tag nach der Entdeckung eines Lecks in der parallelen Gaspipeline Nord Stream 2 ist am Dienstag, dem 27. September, auch die von Russland nach Deutschland führende Gaspipeline Nord Stream 1 von zwei Gaslecks betroffen.

    Die drei großen Lecks in den Ostseepipelines Nord Stream 1 und 2 sind am Dienstag, dem 27. September, an der Oberfläche mit Gasblasen von 200 bis 1000 Metern Durchmesser sichtbar, wie das dänische Militär mit Bildern belegt.

    Lesen Sie auch: Plötzliche Gaslecks in den Nord Stream-Pipelines – Verdacht auf Sabotage

    „Die grössere Blasenbildung bewegt die Oberfläche über einen guten Kilometer im Durchmesser. Die kleinere macht einen Kreis von etwa 200 Metern Durchmesser“, erklärte das dänische Militär zu den Lecks vor der Küste der dänischen Insel Bornholm.

    Einen Tag, nachdem ein Leck in der Gaspipeline Nord Stream 2 bekannt wurde, ist nun auch die Gaspipeline Nord Stream 1, die Russland mit Deutschland verbindet, von zwei Gaslecks vor der dänischen Insel Bornholm betroffen, wie die dänischen und schwedischen Behörden mitteilten.

    Der Kreml zeigt sich „äußerst besorgt“.
    Die beiden Pipelines, die in den letzten Monaten Gegenstand geopolitischer Machtkämpfe waren, werden von einem vom russischen Riesen Gazprom abhängigen Konsortium betrieben und sind aufgrund der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine derzeit nicht in Betrieb. Beide sind jedoch noch mit Gas gefüllt. Der Kreml äußerte sich „äußerst besorgt“ und meinte, man dürfe „keine“ Hypothese ausschließen, auch nicht die einer Sabotage. Auch die dänische Premierministerin Mette Frederiksen sagte, es sei „schwer vorstellbar, dass es sich um einen Unfall handelt“ und Sabotage dürfe „nicht ausgeschlossen“ werden.

  • Plötzliche Gaslecks in den Nord Stream-Pipelines – Verdacht auf Sabotage

    Plötzliche Gaslecks in den Nord Stream-Pipelines – Verdacht auf Sabotage

    In den beiden Nordstream-Pipelines, die Russland mit Deutschland verbinden, wurden am Dienstag plötzlich unerklärliche Lecks in der Ostsee entdeckt. Sabotageaktionen sind nicht auszuschließen, warnen Experten.

    Die umstrittenen und wegen des Krieges in der Ukraine außer Betrieb befindlichen Nordstream-Pipelines zwischen Russland und Deutschland waren beide plötzlich von unerklärlichen Lecks in der Ostsee betroffen, wie die dänischen und schwedischen Behörden am Dienstag mitteilten. Es besteht Verdacht auf Sabotage.

    Nur einen Tag nach der Meldung über ein Leck in der Gaspipeline Nord Stream 2 war auch die Gaspipeline Nord Stream 1 von zwei Gaslecks in der Ostsee betroffen, wie die Behörden von Dänemark und Schweden am Dienstag mitteilten. Die beiden Pipelines, die von dem russischen Gasgiganten Gazprom betrieben werden, sind aufgrund der Folgen des Krieges in der Ukraine nicht in Betrieb. Beide sind jedoch noch mit Gas gefüllt. Der Kreml äußerte sich „äußerst besorgt“ und meinte, man dürfe „keine“ Hypothese ausschließen, auch nicht die einer Sabotage. Kopenhagen versetzte seine Energieinfrastruktur sofort in Alarmbereitschaft, hielt es aber für „zu früh“, um sich zu den Ursachen der gleichzeitigen Vorfälle zu äußern.

    Nachdem das Betreiberkonsortium der Pipelines am Montagabend einen plötzlichen Druckabfall bei Nord Stream 1 gemeldet hatte, bestätigten der dänische Minister für Klima und Energie, Dan Jørgensen, und die schwedischen Seebehörden am Dienstagmorgen „zwei weitere Lecks“ in Nord Stream 2. Alle drei Lecks befinden sich vor der Küste der dänischen Insel Bornholm.

    „Gasleitungslecks sind extrem selten und wir sehen daher einen Grund, die Wachsamkeit aufgrund der Vorfälle, die wir in den letzten 24 Stunden beobachtet haben, zu erhöhen“, erklärte der Leiter der dänischen Energieagentur, Kristoffer Böttzauw, und versprach „eine gründliche Überwachung der kritischen Infrastruktur Dänemarks“.

    Die parallel zur Nord Stream 1-Pipeline gebaute Nord Stream 2-Pipeline sollte die Importkapazität für russisches Gas nach Deutschland verdoppeln. Ihre Inbetriebnahme wurde jedoch als Vergeltung für Moskaus Einmarsch in die Ukraine ausgesetzt. Gazprom reduzierte die über Nord Stream 1 gelieferten Gasmengen schrittweise, bis die Pipeline Ende August vollständig geschlossen wurde. Russland erklärt die westlichen Sanktionen dafür verantwortlich, die notwendigen Reparaturen der Pipeline verzögert zu haben. Die deutschen Behörden gaben zunächst keinen Kommentar zu dem Vorfall ab.

    „Alles spricht gegen einen Zufall“
    Laut einer Quelle aus dem Umfeld der deutschen Regierung, die von der Zeitung Taggesspiegel zitiert wurde, spricht jedoch „alles gegen einen Zufall“. „Wir können uns kein Szenario vorstellen, bei dem es sich nicht um einen gezielten Angriff handelt“. In einem Umkreis von fünf Seemeilen (ca. neun Kilometer) um die drei Lecks wurde die Schifffahrt verboten, ebenso ist das Überfliegen der Lecks in einem Radius von einem Kilometer verboten.

    Den Behörden zufolge haben die Vorfälle keine Auswirkungen auf die Sicherheit oder Gesundheit der Bewohner der benachbarten dänischen Inseln Bornholm und Christiansø. Die Auswirkungen auf die Umwelt dürften nach ersten Einschätzungen lokal begrenzt sein.

    Am Dienstag eröffnet die dänische Premierministerin gemeinsam mit ihren norwegischen und polnischen Amtskollegen die Baltic Pipe, eine Gaspipeline, die Polen mit Norwegen verbindet und durch skandinavisches Gebiet und Gewässer verläuft.