Schlagwort: Fussball

  • Die Fussball-WM 2026: Ein Monat Sport – und ein Schaufenster der Politik

    Die Fussball-WM 2026: Ein Monat Sport – und ein Schaufenster der Politik

    Die Fussball-Weltmeisterschaft kehrt zurück. Einen Monat lang werden Milliarden Menschen die Spiele der besten Nationalmannschaften der Welt verfolgen. Die Strassen füllen sich mit Trikots, Restaurants und Bars werden zu Treffpunkten der Fans, öffentliche Plätze verwandeln sich in Arenen des kollektiven Jubels. Das Bild ist vertraut. Doch neben dem sportlichen Wettkampf läuft eine zweite Konkurrenz – deutlich weniger sichtbar, aber politisch nicht minder bedeutsam: die Inszenierung und Vereinnahmung des Ereignisses durch die Politik. Ein aufschlussreiches Beispiel liefert die elsässische Stadt Mulhouse. Mit der Ankündigung einer öffentlichen Fan-Zone zur Weltmeisterschaft 2026 stellte Bürgermeister Frédéric Marquet nicht nur ein sportliches Begleitprogramm vor. Er präsentierte die Veranstaltung zugleich als Instrument für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und als Signal an die junge Generation. Die Absicht erscheint nachvollziehbar. Gleichzeitig verdeutlicht sie eine Entwicklung, die…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Tragische Schatten über dem PSG-Triumph

    Tragische Schatten über dem PSG-Triumph

    Der historische Triumph von Paris Saint-Germain in der Champions League hat Frankreich in den vergangenen Tagen in einen kollektiven Freudentaumel versetzt. Hunderttausende Fans strömten Samstag Nacht auf die Strassen von Paris, um den zweiten europäischen Titel der Vereinsgeschichte zu feiern. Doch die Euphorie erhielt eine düstere Kehrseite. Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft kamen im Umfeld der Feierlichkeiten insgesamt drei Menschen ums Leben. Besonders erschütternd sind zwei Todesfälle, die sich an der Seine ereigneten. In beiden Fällen laufen Ermittlungen, um die genauen Umstände zu klären. Der erste Vorfall spielte sich im 5. Arrondissement ab. Ein 1997 geborener Mann sprang nach bisherigen Erkenntnissen freiwillig in die Seine. Kurz darauf geriet er in Schwierigkeiten und ging unter. Rettungskräfte konnten ihn zwar aus dem Wasser bergen, doch sein Zustand war bereits kritisch. Wenige Tage später erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen. Nur wenige Stunden später kam…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • PSG-Triumph: Paris bereitet sich auf Massenfeier vor – überschattet durch hunderte Festnahmen

    PSG-Triumph: Paris bereitet sich auf Massenfeier vor – überschattet durch hunderte Festnahmen

    Paris erwartet an diesem Sonntag zehntausende Fans zur offiziellen Feier des historischen Champions-League-Triumphs von Paris Saint-Germain. Auf dem Champ-de-Mars am Fuße des Eiffelturms werden zwischen 85.000 und 90.000 Menschen erwartet. Die Zugänge sind seit 14 Uhr geöffnet. Die PSG-Spieler wollen den Europapokal auf einer eigens errichteten, rund 450 Meter langen Bühne präsentieren.

    Die Feierlichkeiten finden nach einer Nacht großer Begeisterung, aber auch erheblicher Spannungen statt. In Paris und anderen französischen Städten kam es im Anschluss an den Finalsieg zu zahlreichen Ausschreitungen. Besonders betroffen waren die Champs-Élysées sowie das Umfeld des Parc des Princes.

    Nach Angaben der Behörden wurden landesweit 780 Personen festgenommen, davon rund 480 in der Region Paris. Zudem wurden 57 Angehörige der Sicherheitskräfte verletzt. Die Vorfälle umfassten unter anderem Sachbeschädigungen, Brandstiftungen, Plünderungen sowie den Einsatz von Feuerwerkskörpern gegen Polizeikräfte.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft teilte mit, dass 277 Personen, darunter 82 Minderjährige, in Polizeigewahrsam genommen wurden. Ihnen werden unter anderem Gewalttaten, Diebstähle und Sachbeschädigungen vorgeworfen.

    Der Kontrast zwischen sportlicher Euphorie und den nächtlichen Ausschreitungen ist deutlich. Während PSG den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte feiert, wurde die Freude vieler Anhänger durch die Gewalt einer vergleichsweise kleinen Gruppe überschattet.

    Trotz der Vorfälle halten die Behörden an den offiziellen Feierlichkeiten fest. Für die Veranstaltungen in Paris wurde ein umfangreiches Sicherheitskonzept umgesetzt. Im gesamten Land sind rund 22.000 Polizisten und Gendarmen im Einsatz. Rund um den Champ-de-Mars kommt es zudem zu erheblichen Verkehrs- und Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr.

    Neben der Fanfeier ist auch ein Empfang der Mannschaft im Élysée-Palast vorgesehen. Die französische Hauptstadt hofft damit, den sportlichen Erfolg des Vereins in einem geordneten und festlichen Rahmen zu würdigen.

    Autor: P. Tiko

  • Mbappé gegen PSG: Ein Millionenzoff mit Signalwirkung

    Mbappé gegen PSG: Ein Millionenzoff mit Signalwirkung

    55 Millionen Euro – so hoch ist die Summe, die Kylian Mbappé aktuell vom Pariser Spitzenklub PSG fordert. Es geht um nicht bezahlte Gehälter, Prämien und Bonuszahlungen. Doch es geht um weit mehr als Zahlen auf einem Konto: Es geht um Prinzipien, Machtverhältnisse – und um ein Kapitel, das das französische Fußballsystem in seinen Grundfesten erschüttern könnte.

    Konservatorische Keule gegen den Ex-Klub

    Die Schlagzeile schlug ein wie ein Blitz: Mbappé hat über seine Anwälte die Bankkonten des PSG in Höhe von 55 Millionen Euro vorläufig pfänden lassen. Ein konservatorischer Schritt, genehmigt vom Pariser Tribunal, um zu verhindern, dass die angeblich geschuldeten Beträge verschwinden oder nicht mehr verfügbar sind.

    Doch das ist nur der Anfang. Der Superstar, mittlerweile beim Real Madrid unter Vertrag, zieht jetzt vor die Arbeitsgerichte – konkret vor den Conseil des Prud’hommes. Es geht um drei ausstehende Monatsgehälter sowie nicht gezahlte Prämien. Und Mbappés Anwälte machen dabei eines klar: Sie sehen im Verhalten des Klubs ein Muster – das nicht nur ihren Mandanten betrifft.

    Der „Loft“-Skandal und der Schatten des Mobbings

    Neben der finanziellen Komponente bringt Mbappé noch einen anderen, schwerer wiegenden Vorwurf auf den Tisch: Er sei im Sommer 2023 gezielt isoliert worden, weil er sich weigerte, seinen Vertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern. Diese „mise à l’écart“, das Abstellen in ein Trainings-„Loft“ abseits der Mannschaft, sieht er als Form von psychischem Druck.

    Ein Vorwurf, der auch juristisch Gewicht bekommt: Mbappé hat sich der Klage der Spielergewerkschaft UNFP angeschlossen, die bereits im letzten Jahr wegen ähnlicher Praktiken gegen den Klub juristisch vorging.

    Ein verworrenes Spiel mit mehreren Ebenen

    Die juristische Auseinandersetzung zieht bereits seit Monaten ihre Kreise. Die Ligue de Football Professionnel (LFP) hatte den Verein schon im Herbst 2023 zweimal zur Zahlung aufgefordert. Doch PSG ignorierte die Entscheidungen und verklagte daraufhin die Liga selbst. Die Sportgerichtsbarkeit der LFP und auch der französische Fußballverband FFF erklärten sich für „nicht zuständig“. Nun liegt der Fall beim Zivilgericht, das erste Verhandlungstermine bereits festgesetzt hat – die Substanz des Verfahrens wird aber wohl erst in einigen Monaten geklärt.

    Was dabei leicht übersehen wird: Mbappé hat auch die FFF informiert, um eine Mitteilung an die UEFA zu erwirken. Ziel ist es, den PSG unter Druck zu setzen – denn ausstehende Zahlungen an Spieler können laut UEFA-Regularien dazu führen, dass einem Klub die Lizenz für die Champions League entzogen wird. Eine Eskalation mit Sprengkraft.

    PSG: Gesprächsbereit – aber mit Vorwürfen

    Der Verein selbst gibt sich nach außen hin betont konziliant. Man wolle eine „einvernehmliche Lösung“, hieß es aus dem Umfeld der Vereinsführung. Gleichzeitig wirft man Mbappé „wiederholte schlechte Absichten“ und die „totale Ablehnung einer Mediation“ vor. Die Führungsspitze des Klubs betont, dass es eine Einigung mit dem Spieler gegeben habe – und will entsprechende Beweise vor Gericht vorlegen.

    Machtkampf oder Signal an das System?

    Was wie ein persönlicher Rosenkrieg aussieht, ist in Wahrheit ein aufgeladener Streit mit strukturellem Echo. Es geht um Spielerverträge, um Loyalität, um die Frage: Wer hat im modernen Fußball eigentlich das letzte Wort? Der Klub mit seinen Millionen oder der Star mit seiner Reichweite?

    Mbappés Fall könnte zur Blaupause werden. Für andere Spieler, die sich vom Verein unfair behandelt fühlen. Für Vereine, die sich mehr juristische Spielräume erkämpfen wollen. Für Sportjuristen, die das Arbeitsrecht im Profisport neu definieren wollen. Und nicht zuletzt für ein Fußballsystem, das längst mehr ist als ein Spiel – es ist ein knallhartes Geschäft.

    Und vielleicht fragt sich mancher Fan angesichts dieser Millionenforderung: Geht es hier wirklich noch um Fußball?

    Autor: Andreas M. Brucker

  • 600 Kilometer Leidenschaft: Zwei Brest-Fans radeln zum Champions-League-Spiel in Deutschland

    600 Kilometer Leidenschaft: Zwei Brest-Fans radeln zum Champions-League-Spiel in Deutschland

    Fußball verbindet – und treibt manchmal zu außergewöhnlichen Taten an. Jean und Huan, zwei leidenschaftliche Fans des Stade Brestois, haben sich auf ein Abenteuer der besonderen Art eingelassen: Mit dem Fahrrad legen sie 600 Kilometer zurück, um ihre Mannschaft in der Champions League in Gelsenkirchen zu unterstützen.


    Ein außergewöhnliches Versprechen
    Die Idee zu diesem sportlichen Kraftakt entstand bereits im März letzten Jahres. Damals stellten die sozialen Medien eine entscheidende Frage: „Wenn Stade Brestois es in den Europapokal schafft, was würdest du tun?“ Die Antwort von Jean Simon, einem treuen Vereinsmitglied seit 15 Jahren, kam prompt: „Eine Auswärtsfahrt in Europa mit dem Fahrrad.“ Ein Satz, der im ersten Moment eher wie ein Scherz klang, wurde schnell zu einem festen Plan.

    Sein Freund Huan Cupillard, ein Pariser, der ebenfalls für sportliche Herausforderungen zu begeistern ist, schloss sich dem Vorhaben an. Gemeinsam entschieden sie, dass Gelsenkirchen, wo Stade Brestois gegen Shakhtar Donetsk antritt, ein machbares Ziel sei – 600 Kilometer von Paris entfernt. Alternativen wie Barcelona oder Prag wurden aufgrund der schieren Entfernung und der Herausforderungen der Pyrenäen verworfen.


    Fünf Tage im Sattel, Wind und Wetter zum Trotz
    Der Januar ist nicht gerade die ideale Jahreszeit für eine ausgedehnte Radtour durch Europa. Dennoch ließen sich Jean und Huan vom kalten Wind, grauem Himmel und frostigen Temperaturen nicht abschrecken. Am Mittwoch, dem 24. Januar, spielt Brest in der Gruppenphase der Champions League, und die beiden Abenteurer planten, am Dienstagabend in Gelsenkirchen anzukommen – nach fünf Tagen voller Anstrengungen auf dem Rad.


    Ein Herz für den guten Zweck
    Doch die Reise hat nicht nur einen sportlichen Hintergrund. Jean und Huan verbinden ihr Abenteuer mit einer Spendenaktion der „Ultras Brestois 90“, einer Fangruppe des Vereins. Die Aktion unterstützt die Organisation „Un rêve, un sourire“ („Ein Traum, ein Lächeln“), die sich für kranke Kinder einsetzt. So wird die Begeisterung für den Fußball zur Inspiration für andere – eine Geste, die die Leidenschaft der beiden Freunde noch beeindruckender macht.


    Zwischen Leidenschaft und Herausforderung
    „Warum tut man sich so etwas an?“, könnte man sich fragen. Die Antwort darauf liegt tief in der Natur eines Fußballfans. Es geht um mehr als das Spiel an sich – es geht um Gemeinschaft, Treue und den Wunsch, Teil von etwas Größerem zu sein. Jean und Huan haben ihre Leidenschaft für den Stade Brestois auf eine außergewöhnliche Weise unter Beweis gestellt.

    „Manchmal reicht es nicht, nur Fan zu sein“, sagte Jean vor der Abreise. „Man muss es fühlen, in den Beinen, im Herzen, überall.“ Mit dieser Einstellung strampeln sie nun über Landstraßen und durch Städte, die sie zuvor nur auf der Karte gesehen haben.


    Der Weg ist das Ziel – oder doch nicht?
    Ihre Reise endet am Dienstagabend, wenn sie das Stadion in Gelsenkirchen erreichen. Und auch wenn sie dann erschöpft, durchgefroren und mit schmerzenden Beinen ankommen werden, wird eines klar sein: Es hat sich gelohnt. Der Heimweg wird dann weniger abenteuerlich – die beiden haben sich dafür den Zug ausgesucht. Manchmal darf es eben auch etwas gemütlicher sein.


    Was bleibt von dieser Geschichte?
    Jean und Huan haben mit ihrem Vorhaben mehr als nur ihre körperliche Fitness getestet. Sie haben gezeigt, wie weit Leidenschaft und Hingabe einen Menschen bringen können. Ihre Aktion beweist, dass Fußball nicht nur ein Spiel ist – sondern ein Gefühl, das Berge versetzen kann. Oder eben 600 Kilometer auf dem Rad.

    Wird Stade Brestois sie mit einem Sieg belohnen? Das steht noch in den Sternen. Aber eines ist sicher: Jean und Huan haben bereits gewonnen – nicht nur den Respekt ihrer Mitmenschen, sondern auch das Recht, sich als wahre Helden des Fußballs zu fühlen.

  • Frankreich-Israel: Nations-League-Spiel im Schatten hoher Sicherheitsmaßnahmen

    Frankreich-Israel: Nations-League-Spiel im Schatten hoher Sicherheitsmaßnahmen

    Die Spannung steigt: Am Donnerstag, dem 14. November 2024, empfängt Frankreich die israelische Nationalmannschaft im Stade de France – unter so strikten Sicherheitsvorkehrungen wie selten zuvor. Das Spiel der UEFA Nations League findet inmitten eskalierender Konflikte im Nahen Osten statt und wird von einem dichten Netz aus Polizeikräften geschützt. Mehr als 4.000 Polizisten und Gendarmen sollen rund um das Stadion, in den öffentlichen Verkehrsmitteln und in Paris im Einsatz sein. Dazu kommen 1.600 private Sicherheitskräfte im Stadion selbst.

    Außergewöhnliche Maßnahmen für ein außergewöhnliches Spiel

    Nicht nur die Präsenz der Polizei ist außergewöhnlich – auch das Innenministerium hat klare Vorgaben gemacht, um politische Botschaften zu verhindern. Im Stadion sind einzig die Nationalflaggen Frankreichs und Israels erlaubt, während palästinensische Fahnen und alle anderen politischen Banner strikt untersagt sind. Wer sich nicht daran hält, wird konsequent auf die Härte des Gesetzes treffen, betonte der Pariser Polizeipräfekt Laurent Nuñez.

    Auch das Elite-Team RAID ist im Einsatz und sichert die israelische Mannschaft, die seit ihrer Ankunft am Montag quasi in einer „Schutzblase“ lebt. Die israelischen Fans wurden von ihren Behörden sogar gebeten, dem Stadion fernzubleiben – dennoch wird eine kleine Gruppe von rund 100 israelischen Anhängern erwartet.

    Niedrige Zuschauerzahlen und eine politische Präsenz in der VIP-Tribüne

    Von den 80.000 Sitzplätzen des Stade de France bleiben viele leer. Zwischen 12.000 und 25.000 Zuschauer werden erwartet – eine der niedrigsten Besucherzahlen in der Geschichte dieses Stadions. Die leeren Ränge lassen den Veranstaltern möglicherweise Raum für eine entspanntere Sicherheitslage. Doch während die Ränge leer bleiben, wird die Ehrentribüne dafür umso prominenter besetzt sein: Präsident Emmanuel Macron sowie die ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande werden vor Ort sein. Mit ihrer Anwesenheit soll ein Zeichen gegen die antisemitischen Übergriffe gesetzt werden, die in Amsterdam nach dem letzten Spiel von Maccabi Tel-Aviv zu scharfer Verurteilung geführt hatten.

    Das sportliche Ziel: Ein Punkt genügt für die Bleus

    Obwohl die Aufmerksamkeit weitgehend auf die Sicherheit gerichtet ist, spielt sich auch auf dem Rasen eine Geschichte ab. Frankreich steht kurz vor der Qualifikation für das Viertelfinale der Nations League – ein Unentschieden reicht für den Einzug in die nächste Runde. Allerdings müssen die „Bleus“ ohne ihren Star und Kapitän Kylian Mbappé antreten, der mit Verletzungen und privaten Problemen zu kämpfen hat. Neben Mbappé fehlt auch Ousmane Dembélé, was Trainer Didier Deschamps dazu zwingt, seine Offensive neu zu organisieren. Doch ein Sieg gegen Israel scheint trotz der Ausfälle in Reichweite – zuletzt besiegte Frankreich die Israelis mit 4:1 in Budapest.

    Eine angespannte Lage in Europa

    Die Entscheidung, das Spiel stattfinden zu lassen, trifft nicht überall auf Zustimmung. Der französische Innenminister Bruno Retailleau machte jedoch klar, dass Frankreich nicht vor Gewaltandrohungen einknicken werde. Belgien hatte sich im September dagegen entschieden, Israel in Brüssel zu empfangen, und das Spiel stattdessen nach Ungarn verlegt. Doch Frankreich wolle sich „weder von Gewaltandrohungen noch vom Antisemitismus einschüchtern lassen“, so Retailleau.

    Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen in Amsterdam – wo israelische Fans des Maccabi Tel-Aviv angegriffen und verletzt wurden – ist Frankreichs Entscheidung ein klares Statement.

  • LFI-Abgeordnete fordern Absage des Länderspiels zwischen Frankreich und Israel

    LFI-Abgeordnete fordern Absage des Länderspiels zwischen Frankreich und Israel

    Die Abgeordneten der Linkspartei La France Insoumise (LFI) haben am Dienstag auf einer Pressekonferenz die Absage des Fußballspiels zwischen Frankreich und Israel gefordert, das am Donnerstag im Stade de France im Rahmen der Nations League ausgetragen werden soll. Mathilde Panot, die Vorsitzende der LFI-Fraktion, verwies auf ein erhöhtes Risiko für „schwere Unruhen“, wie bereits beim Spiel in Amsterdam vor einer Woche. Panot erklärte in der Nationalversammlung: „Wir fordern, dass das am Donnerstag angesetzte Spiel zwischen Frankreich und Israel abgesagt wird.“ Der LFI-Abgeordnete Louis Boyard hatte schon Anfang November auf die Absage des Spiels gedrängt – als Zeichen des Protests gegen die Politik der israelischen Regierung und den Krieg in Gaza. Der französische Innenminister Bruno Retailleau reagierte auf die Forderung der LFI, indem er die Durchführung des Spiels als „eine Frage des Prinzips“ bezeichnete. Um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten, werden rund 4.000 Poliz…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Länderspiel Frankreich-Israel: Ein „Hochrisiko“-Spiel unter massivem Sicherheitsaufgebot

    Länderspiel Frankreich-Israel: Ein „Hochrisiko“-Spiel unter massivem Sicherheitsaufgebot

    Am kommenden Donnerstag, dem 14. November, wird das Stade de France in Saint-Denis zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Fußballspiels: Frankreich tritt im Rahmen der Nations League gegen Israel an. Was eigentlich ein sportliches Ereignis sein sollte, entwickelt sich im Kontext der aktuellen geopolitischen Spannungen jedoch zu einem „Hochrisiko“-Event.

    Inmitten dieses heiklen Umfelds hat der Pariser Polizeipräfekt Laurent Nuñez angekündigt, dass zur Sicherung des Spiels rund 4.000 Polizisten und Gendarmen mobilisiert werden – ein „extrem verstärktes Sicherheitsdispositiv“, das laut Nuñez für ein internationales Fußballspiel „sehr ungewöhnlich“ ist.

    Ein außergewöhnlicher Sicherheitsplan

    Dieses außergewöhnliche Sicherheitsaufgebot wird sowohl im Stadion selbst als auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln und auf den Straßen von Paris präsent sein. Zusätzlich werden rund 1.600 private Sicherheitskräfte direkt im Stade de France im Einsatz sein. Das Elitekommando RAID wird außerdem für die Sicherheit der israelischen Nationalmannschaft sorgen. Nuñez betonte, dass jeder Versuch, die öffentliche Ordnung zu stören, „nicht toleriert“ werde und die Kontrollen am Stadionzugang „extrem verschärft“ würden.

    Mit diesem umfassenden Einsatz reagieren die Behörden auf mehrere Risikofaktoren. Eine Woche zuvor kam es in Amsterdam zu Ausschreitungen zwischen Unterstützern des Maccabi Tel Aviv und anderen Gruppen, die international scharf verurteilt wurden. Zudem hat die israelische Regierung ihre Bürger im Ausland dazu aufgerufen, Menschenansammlungen und insbesondere Sportereignisse, bei denen Israel involviert ist, zu meiden.

    Politische Spannungen und symbolische Präsenz

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird persönlich im Stadion anwesend sein. Laut Élysée-Palast möchte Macron durch seine Teilnahme ein Zeichen der Solidarität und Brüderlichkeit setzen – insbesondere nach den antisemitischen Ausschreitungen in Amsterdam. Seine Anwesenheit soll ein Zeichen gegen Hass und Spaltung in der Gesellschaft setzen und verdeutlichen, dass Frankreich für Toleranz und Sicherheit einsteht.

    Die Zuschauerzahl dürfte bei diesem Spiel jedoch deutlich geringer ausfallen als üblich: Die Fédération Française de Football schätzte die bisher verkauften Tickets auf rund 20.000 – eine Zahl, die weit hinter der maximalen Kapazität von 80.000 Plätzen des Stade de France liegt.

    Pro-israelische Kundgebung und umstrittenes Gala-Event

    Am Abend vor dem Spiel wird in Paris außerdem eine pro-israelische Kundgebung erwartet, organisiert von der internationalen rechten jüdischen Bewegung Betar in Zusammenarbeit mit dem Mouvement des Étudiants Juifs de France (MEJF). Der Anlass: ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Der geplante Auftritt des israelischen Finanzministers Bezalel Smotrich, einer umstrittenen Figur, die von linken französischen Gruppen scharf kritisiert wurde, scheint jedoch abgesagt worden zu sein.

    Am selben Tag findet außerdem der Gala-Abend „Israël Forever“ statt, ein jährlich organisiertes Event zur Unterstützung Israels, das ebenfalls von rechtsextremen Gruppen organisiert wird. Trotz Kritik an der Veranstaltung hat Präfekt Nuñez der Veranstaltung grünes Licht gegeben und betont, dass die Sicherheitsmaßnahmen ausreichend seien, um mögliche Störungen der öffentlichen Ordnung zu verhindern.

    Frankreichs Balanceakt: Sicherheit und Freiheit

    Die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen rund um das Spiel Frankreich-Israel reflektieren die Herausforderungen, die in Zeiten geopolitischer Spannungen auf Frankreichs Behörden lasten. Es zeigt sich, wie sensibel die Balance zwischen der Wahrung öffentlicher Ordnung und der Einhaltung demokratischer Freiheitsrechte ist. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Frankreich mit seinem hohen Sicherheitsaufgebot und den Maßnahmen rund um das Spiel und die parallel stattfindenden Veranstaltungen ein Zeichen für Frieden und Sicherheit setzen kann.

  • Emmanuel Macron beim Länderspiel Frankreich-Israel am Donnerstag: Ein Zeichen der Solidarität

    Emmanuel Macron beim Länderspiel Frankreich-Israel am Donnerstag: Ein Zeichen der Solidarität

    Der französische Präsident Emmanuel Macron wird am Donnerstag beim Fußballspiel zwischen Frankreich und Israel im Stade de France anwesend sein, wie der Élysée-Palast am Sonntag, dem 10. November, bestätigte. Diese Begegnung, die Teil der UEFA Nations League ist, wird unter außergewöhnlich strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Ein Zeichen gegen Antisemitismus und für Solidarität Macrons Anwesenheit soll nicht nur seine Unterstützung für die französische Nationalmannschaft zeigen, sondern auch eine klare Botschaft der Solidarität und Brüderlichkeit senden, insbesondere nach den antisemitischen Ausschreitungen, die kürzlich im Zusammenhang mit einem Spiel in Amsterdam stattgefunden haben. Nach der Partie zwischen Ajax Amsterdam und Maccabi Tel Aviv in der Europa League wurden Fans des israelischen Teams von Gruppen angegriffen, was zur kurzfristigen Hospitalisierung von fünf Anhängern und zur Festnahme von etwa 60 Personen führte. Mit seiner Teilnahme möchte Macron ein Zeichen se…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Fussballmatch Frankreich-Israel im Stade de France: Ein Großaufgebot für die Sicherheit

    Fussballmatch Frankreich-Israel im Stade de France: Ein Großaufgebot für die Sicherheit

    Das Fußballspiel zwischen Frankreich und Israel, das am Donnerstag, den 14. November im Stade de France in Seine-Saint-Denis stattfinden soll, wirft im Vorfeld große Sicherheitsfragen auf. Trotz wachsender Spannungen und Aufrufe zur Absage des Spiels hat Frankreichs Innenminister Bruno Retailleau angekündigt, die Begegnung werde wie geplant stattfinden. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Stadion werden jedoch massiv aufgestockt.

    Pro-palästinensische Proteste und Forderungen nach Absage

    Schon seit einigen Tagen ist das Spiel Ziel von Protesten. Anfang November besetzten etwa 40 pro-palästinensische Demonstranten die Zentrale des französischen Fußballverbands (FFF), um die Absage des Spiels zu fordern. Mit ihren Aktionen wollten sie Druck auf die Verantwortlichen ausüben, das Match abzusagen oder an einen anderen Ort zu verlegen. Doch trotz dieser Proteste hat der Innenminister klargestellt, dass er nicht nachgeben werde. Ein vorangegangenes Beispiel aus Amsterdam, wo es am Donnerstagabend zu Zwischenfällen bei einem ähnlichen Spiel kam, verstärkt die Anspannung.

    3.000 Polizisten und Gendarmen für die Sicherheit

    Bruno Retailleau unterstrich, dass die Entscheidung, das Spiel wie geplant stattfinden zu lassen, auch symbolische Bedeutung habe. Die Polizeipräfektur habe ihm zugesichert, die Sicherheit im Stadion gewährleisten zu können, betonte er. Um auf mögliche Zwischenfälle vorbereitet zu sein, werden am Donnerstag rund 3.000 Polizeikräfte und Gendarmen rund um das Stade de France im Einsatz sein. Trotz dieser intensiven Vorkehrungen wird jedoch mit einem großen Zuschauerdefizit gerechnet: Von den knapp 80.000 verfügbaren Plätzen wurden weniger als 20.000 Tickets verkauft.

    Symbolik und Sicherheit – eine schwierige Balance

    Das Match zwischen Frankreich und Israel findet in einem angespannten Klima statt, das durch geopolitische Konflikte und Spannungen um die israelisch-palästinensische Frage angeheizt wird. In diesem Kontext stellt die Entscheidung, das Spiel im Stade de France abzuhalten, nicht nur eine organisatorische Herausforderung dar, sondern auch eine symbolische Positionierung der französischen Regierung. Ob die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen den reibungslosen Ablauf des Spiels gewährleisten können, wird sich zeigen – die Augen der Öffentlichkeit und Medien werden jedenfalls auf das Stade de France gerichtet sein.