Schlagwort: Frühling

  • Frühling im Schneekleid: Savoies frostige Überraschung

    Frühling im Schneekleid: Savoies frostige Überraschung

    Ein ungewöhnlicher Wetterumschwung zwischen Puderzucker und Wetterwarnung


    Wer hätte das gedacht? Während in weiten Teilen Europas schon die ersten Biergärten öffnen und Tulpen blühen, versinkt die Savoie in Schnee – und das mitten im April. Was nach einer Szene aus einem romantischen Winterfilm klingt, ist in den französischen Alpen gerade Realität.


    Weiße Pracht statt Frühlingsgrün

    Seit Wochen herrscht offiziell Frühling. Und dennoch fielen Anfang dieser Woche dicke Schneeflocken vom Himmel – in Mengen, die selbst eingefleischte Einheimische staunen lassen. Ab einer Höhe von 800 Metern türmen sich inzwischen zwischen 10 und 20 Zentimeter Neuschnee. In höheren Lagen, wie rund um Tignes, sind es sogar bis zu 30 Zentimeter.

    Klingt märchenhaft? Ist es auch. Aber nicht ganz ohne Haken.


    Wenn der Frühling friert

    Zwar sind Schneefälle im April in den Alpen nichts völlig Ungewöhnliches – doch diese Intensität und die geografische Ausdehnung geben dem Ganzen eine besondere Note. Schon ab rund 1550 Metern war in Tignes Schneefall zu beobachten – eine Höhe, auf der um diese Zeit normalerweise Wiesen grünen und Wanderer unterwegs sind.

    Doch nicht dieses Jahr. Dieses Jahr bringt der April den Winter zurück – mit Pauken, Trompeten und ordentlich Neuschnee.


    Verkehrschaos, Stromausfälle und Lawinengefahr

    So schön der Anblick auch ist – die Kehrseite lässt nicht lange auf sich warten. In der Savoie waren rund 4.000 Haushalte zeitweise ohne Strom, und auf mehreren Straßenabschnitten kam der Verkehr ins Stocken. Die RN 205 Richtung Chamonix? Eher eine Rutschpartie als ein Highway. Auch die Züge des TER-Netzes waren langsamer unterwegs als gewohnt.

    Besonders ernst ist die Lage in den Bergen. Der Lawinenwarndienst hält an der Warnstufe Orange fest – mindestens bis heute Mittag. Die Behörden warnen eindringlich vor Skitouren abseits der markierten Pisten. Wer da trotzdem rausgeht, spielt mit dem Leben.

    Und jetzt mal ehrlich: Muss das sein?


    Freudensprünge auf Brettern

    Doch wo es Verlierer gibt, da gibt’s auch Gewinner. Für die Skigebiete sind die Schneemassen ein Jackpot zum Saisonende. In Les Arcs oder Tignes freuen sich die Betreiber über teils mehr als zwei Meter Schnee im oberen Skigebiet. Die Lifte laufen – und zwar auf Hochtouren.

    Der unerwartete Schneesegen verlängert die Saison und beschert den Betreibern volle Hotels, Cafés und Skischulen. Für viele Touristen wird der Frühlingsurlaub plötzlich zur spontanen Winterwoche. Ein verspäteter Wintertraum – oder eher eine gut getarnte zweite Chance?


    Natur zeigt, wer das letzte Wort hat

    Solche Wetterkapriolen erinnern uns daran, wie unberechenbar das Klima in den Alpen sein kann. Nur weil der Kalender Frühling sagt, heißt das nicht, dass sich die Natur daran hält. Gerade im Gebirge gilt: Wetterberichte checken, Ausrüstung anpassen – und immer ein Plan B in der Tasche.

    Es braucht nicht viel, und eine idyllische Wanderung kann zur gefährlichen Expedition werden. Sicherheit geht vor. Immer.


    Zwischen Staunen und Stirnrunzeln

    Was bleibt, ist ein Gefühl von Staunen – und ein bisschen Respekt. Denn wenn Schneeflocken im April die Bergdörfer bedecken, die Luft nach Winter riecht und die Welt wieder langsamer wird, dann merkt man: Natur kennt keine festen Abläufe. Und das ist vielleicht auch gut so.

    Ein Spaziergang durch die verschneiten Gassen von Bourg-Saint-Maurice fühlt sich plötzlich magisch an. Als hätte der Frühling einen kleinen Winterschlaf eingelegt, nur um später umso kräftiger zurückzukommen.

    Von Andreas M. B.

  • Naturoase im eigenen Garten: Sechs einfache Wege, um die Artenvielfalt zu stärken

    Naturoase im eigenen Garten: Sechs einfache Wege, um die Artenvielfalt zu stärken

    Der Frühling lockt – und mit ihm das Leben im Garten. Doch statt alles blitzblank zu halten und jede Ecke „aufzuräumen“, ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, sich zurückzulehnen und die Natur machen zu lassen. Klingt ungewöhnlich? Vielleicht. Aber genau so lässt sich Biodiversität fördern, sogar auf wenigen Quadratmetern direkt vor der eigenen Haustür.

    Denn während in Meeren, Wäldern und Schutzgebieten mit großem Aufwand um das Überleben von Tier- und Pflanzenarten gerungen wird, vergessen viele: Die wirklich großen Flächen liegen direkt in Privatgärten. In Frankreich sind das satte 17 Millionen – viermal so viel Fläche wie alle Naturschutzgebiete zusammen. Zeit also, den eigenen Garten zu einem echten Schutzraum zu machen. Hier sind sechs wirksame und gleichzeitig verblüffend einfache Tipps.

    1. Schluss mit dem Füttern der Vögel – zumindest im Frühling

    Was im Winter Leben rettet, wird im Frühling zur Belastung. Die beliebten Fettknödel und Samenmischungen sollten jetzt wieder aus dem Garten verschwinden. Warum? Weil sie viel zu fetthaltig sind – gerade für Jungvögel, die ab dem Frühling schlüpfen und ausschließlich mit eiweißreicher Nahrung großgezogen werden sollten.

    Die Experten der Ligue de Protection des Oiseaux (LPO) raten: Die Futtergaben über sieben bis zehn Tage langsam reduzieren und dann einstellen. Wichtig bleibt jedoch das Trinkwasser – am besten in einem regelmäßig gereinigten, flachen Gefäß. Denn Hitzeperioden werden länger und heftiger, und Wasser kann dann für die Vögel überlebenswichtig sein.

    2. Hecken und Bäume einfach in Ruhe lassen

    Von Mitte März bis Ende August herrscht Brutzeit. Wer in dieser Zeit zur Heckenschere greift, stört möglicherweise eine ganze Vogelfamilie – oder gefährdet sie sogar. Die LPO empfiehlt deshalb, auf Rückschnitt komplett zu verzichten. Wer das im Winter verpasst hat? Kein Problem. „Ein paar wilde Zweige schaden nicht“, sagt Biodiversitäts-Experte Aurélien Daloz. Im Gegenteil – sie helfen sogar.

    Noch besser: heimische Gehölze pflanzen. Ob Schlehe, Hasel oder Weißdorn – diese Sträucher sind nicht nur schön, sondern echte Insekten-Magneten. Und offene Hecken mit kleinen Durchgängen sind besonders wichtig für Igel, die auf ihren nächtlichen Streifzügen freie Wege brauchen.

    3. Die Wiese darf leben – und blühen

    Eine englische Rasenfläche ohne einen Halm zu viel? Für die Natur ein Albtraum. Wer ständig mäht, nimmt Schmetterlingen, Wildbienen und Käfern ihre Lebensgrundlage. „Ein Rasen, der auf vier Zentimeter getrimmt wird, ist ökologisch tot“, bringt es Noëlle Parisi vom Jardin des Plantes in Paris auf den Punkt.

    Lösung: Nicht überall mähen! Die Flächen rund um den Grillplatz oder das Spielhaus dürfen gerne gepflegt bleiben, aber an den Rändern – oder mitten im Garten – dürfen Blumen und Gräser hoch wachsen. So entstehen Lebensräume, Nahrungsoasen und sogar Mikroklimata.

    4. Kleine Refugien statt Insektenhotels von der Stange

    Die beliebten „Hotels“ für Insekten sind gut gemeint, aber nicht immer hilfreich. Oft ziehen sie invasive Arten wie die asiatische Blattschneiderbiene an oder fördern Krankheiten. Besser ist die „Zimmervermietung im Grünen“: Ein Haufen Laub in der Ecke, ein paar alte Ziegel, ein Stück totes Holz oder ein kleiner Strohhaufen reichen oft schon aus.

    Und wer noch einen Schritt weiter gehen will, legt eine kleine Teichanlage an – selbst eine Wanne mit flachen Ufern reicht aus, um Frösche, Libellen und Vögel anzuziehen. Wichtig: keine Fische! Die fressen nämlich Insektenlarven und Amphibieneier – und das wäre dann doch kontraproduktiv.

    5. Pflanzen, die sich gegenseitig helfen

    Chemie war gestern – heute geht es um kluge Pflanzennachbarschaft. Seit 2019 sind synthetische Pestizide im Privatgebrauch in Frankreich verboten. Gut so. Denn viele Pflanzen helfen sich gegenseitig auf ganz natürliche Weise. Zwiebelgewächse wie Lauch, Knoblauch oder Schnittlauch vertreiben Schädlinge. Thymian schützt vor Weißen Fliegen, während Ringelblumen und Dill allerlei Nützlinge anlocken.

    Ein echtes Dreamteam: Karotten und Kartoffeln neben Rizinus – das schreckt Wühlmäuse ab. Und wer einen Teich hat, profitiert gleich doppelt – Kröten sind großartige Schneckenbekämpfer.

    6. Licht aus für die Nachtaktiven

    Wenig beachtet, aber enorm wirksam: Lichtverschmutzung stoppen. Viele nachtaktive Tiere – darunter 80 Prozent der Schmetterlinge – verlieren durch künstliches Licht Orientierung, Fortpflanzungschancen und Lebensräume. Die Lösung? Außenbeleuchtung nur dann einschalten, wenn sie wirklich gebraucht wird.

    Solarlampen, die die ganze Nacht durchglimmen, mögen harmlos wirken – stören aber trotzdem massiv. Ideal sind Leuchten mit gerichteter Beleuchtung nach unten und Timer-Funktion. Das spart auch Strom – Win-win, oder?

    Natur beginnt vor der Haustür

    Ob Landhausgarten oder städtischer Balkon: Jeder Quadratmeter zählt. Die Natur braucht keine sterile Ordnung, sondern kleine Räume, in denen sie atmen kann. Wer zulässt, dass sie sich entfaltet, wird schnell merken – ein lebendiger Garten ist nicht nur schön, sondern auch überraschend laut, bunt und faszinierend.

    Und mal ehrlich: Gibt es etwas Schöneres, als morgens vom Gesang eines Vogels geweckt zu werden, der sich dank deiner ungeschnittenen Hecke ein Nest gebaut hat?

    Catherine H.

  • Osterferien in Paris: Frühlingsgefühle zwischen Croissants und Kultur

    Osterferien in Paris: Frühlingsgefühle zwischen Croissants und Kultur

    Kaum irgendwo entfaltet der Frühling seine volle Magie so charmant wie in Paris. Wenn sich die Stadt aus dem Winterschlaf schält, blüht nicht nur der Jardin des Tuileries auf – sondern auch das Lebensgefühl. Cafés stellen wieder Stühle nach draußen, der Duft frischer Baguettes mischt sich mit dem Aroma blühender Magnolien, und die Seine glitzert […]

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  • Der Frühling ist da – ein Neubeginn für Natur und Seele

    Der Frühling ist da – ein Neubeginn für Natur und Seele

    Endlich! Die kalten, grauen Tage verabschieden sich, das erste zarte Grün bricht durch die Erde, und in der Luft liegt dieser unverkennbare Duft von Neubeginn. Der Frühling ist nicht nur eine Jahreszeit – er ist ein Gefühl. Ein Versprechen auf Licht, Wärme und Lebendigkeit.

    Doch wann genau beginnt der Frühling eigentlich? Meteorologisch gesehen fällt der Frühlingsanfang immer auf den 1. März. Das mag für einige überraschend sein, denn viele verbinden den Beginn dieser Jahreszeit mit dem astronomischen Frühlingsanfang, der am 20. oder 21. März liegt – dieses Jahr ist es der 20. März um 10:01 Uhr. Warum gibt es diese Unterschiede? Und was macht den Frühling so besonders?

    Warum beginnt der meteorologische Frühling am 1. März?

    Die Meteorologen halten es einfach: Um langfristige Wetterdaten besser vergleichen zu können, haben sie die Jahreszeiten in feste, dreimonatige Abschnitte unterteilt. Der Frühling umfasst deshalb die Monate März, April und Mai. So lassen sich Klimadaten klarer erfassen und Trends über Jahre hinweg nachvollziehen.

    Der kalendarische (oder astronomische) Frühling hingegen richtet sich nach der Tag-und-Nacht-Gleiche. An diesem Tag sind Tag und Nacht exakt gleich lang – danach werden die Tage wieder länger als die Nächte.

    Doch seien wir ehrlich: Für uns fühlt sich der Frühling nicht durch eine mathematische Berechnung echt an, sondern durch das, was wir sehen, riechen und spüren.

    Die Natur erwacht – ein Fest für die Sinne

    Der Frühling ist ein Spektakel. Nach Monaten der Winterstarre erwacht die Natur mit voller Kraft. Überall sprießen Schneeglöckchen, Krokusse und Narzissen – kleine, bunte Vorboten, die uns daran erinnern, dass die dunklen Tage gezählt sind.

    Die Bäume, die noch vor wenigen Wochen kahl und leblos wirkten, treiben aus. Zarte Knospen entfalten sich, erste Blätter fangen das Sonnenlicht ein. Und dann dieser Moment, wenn man den ersten lauen Frühlingsabend draußen verbringt – ohne dicken Mantel, ohne fröstelnde Finger. Ein kleiner Triumph über den Winter.

    Und die Luft? Sie duftet nach Erde, nach frischem Gras, nach neuen Möglichkeiten. Ein Hauch von Blütenduft mischt sich darunter – noch zaghaft, aber unverkennbar.

    Die Rückkehr der Vögel – Frühlingskonzert inklusive

    Kaum etwas symbolisiert den Frühling so sehr wie das Zwitschern der Vögel. Die ersten Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück. Stare, Kiebitze und Rotkehlchen begrüßen den Tag mit ihrem Gesang, während Spatzen und Meisen geschäftig durch die Zweige huschen.

    Dieses Konzert ist nicht nur schön, sondern auch wichtig. Vögel nutzen ihren Gesang, um Reviere zu markieren und Partner anzulocken. Ein akustisches Zeichen dafür, dass das Leben wieder in vollem Gange ist.

    Wer sich früh morgens aus dem Bett quält – vielleicht noch leicht verschlafen –, wird mit einem Orchester der Natur belohnt. Und mal ehrlich: Gibt es einen schöneren Wecker als das?

    Frühlingsgefühle – warum macht uns diese Jahreszeit so glücklich?

    Hast du dich jemals gefragt, warum du dich im Frühling automatisch besser fühlst? Liegt es wirklich nur am Wetter?

    Tatsächlich gibt es eine wissenschaftliche Erklärung: Mehr Tageslicht bedeutet, dass unser Körper wieder mehr Serotonin produziert – das sogenannte Glückshormon. Gleichzeitig sinkt der Melatonin-Spiegel, der für Müdigkeit sorgt. Das Ergebnis? Wir fühlen uns energiegeladener, motivierter und optimistischer.

    Doch es ist nicht nur die Biochemie. Der Frühling bringt Bewegung in unser Leben. Die Tage werden länger, Spaziergänge angenehmer, das soziale Leben erwacht aus dem Winterschlaf. Menschen treffen sich wieder im Freien, Cafés stellen ihre Tische raus, Parks füllen sich mit spielenden Kindern und lachenden Menschen.

    Diese kleinen Dinge summieren sich. Plötzlich scheint alles leichter zu gehen.

    Die Herausforderungen des Frühlings – nicht für alle eine ungetrübte Freude

    So schön der Frühling auch ist – nicht jeder kann ihn unbeschwert genießen. Für Allergiker beginnt mit den ersten Blüten auch die Leidenszeit. Pollen fliegen durch die Luft, und wer mit Heuschnupfen zu kämpfen hat, erlebt den Frühling eher mit tränenden Augen und einer laufenden Nase.

    Und dann gibt es noch die Frühlingsmüdigkeit – ein Paradox, das viele trifft. Gerade wenn man glaubt, jetzt müsste man energiegeladen sein, fühlt man sich schlapp. Der Körper muss sich erst an den Wechsel gewöhnen, und das kostet Kraft. Aber keine Sorge: Das vergeht meist nach ein paar Wochen, wenn sich der Organismus an die neuen Lichtverhältnisse angepasst hat.

    Frühling als Symbol – Neuanfang, Hoffnung und Veränderung

    Nicht umsonst verbinden wir den Frühling mit Neubeginn. In vielen Kulturen ist er das Symbol für Fruchtbarkeit, Wachstum und Erneuerung.

    Wer kennt es nicht? Die Lust, etwas Neues zu beginnen. Alte Gewohnheiten abzulegen, sich gesünder zu ernähren, mehr nach draußen zu gehen, vielleicht sogar einen kleinen persönlichen Neustart zu wagen.

    Warum nicht diesen Schwung nutzen? Die Natur macht es uns vor: Nach jedem Winter kommt ein Frühling – auch in unserem Leben.

    Also raus mit dir! Atme tief ein, genieße das Licht und lass dich vom Frühling mitreißen. Vielleicht beginnt ja nicht nur die Natur von Neuem – sondern auch du.

    Von Andreas M. B.

  • Die Kunst des Flanierens – Streifzüge durch französische Städte im Frühsommerglanz

    Die Kunst des Flanierens – Streifzüge durch französische Städte im Frühsommerglanz

    Der Frühsommer in Frankreich – eine Ode an das Licht und die Wärme, welche die Menschen aus ihren Häusern locken. Während die Tage länger und die Abende milder werden, belebt sich der öffentliche Raum. Was gibt es Schöneres, als in dieser belebten Zeit durch die Straßen zu schlendern und die Atmosphäre aufzusaugen? Flanieren, das bedeutet […]

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  • Frankreich: Frühlingsauftakt mit Rekordtemperaturen gefolgt von einem Temperatursturz am Wochenende

    Frankreich: Frühlingsauftakt mit Rekordtemperaturen gefolgt von einem Temperatursturz am Wochenende

    Der Frühlingsbeginn am Mittwoch, dem 20. März, wurde in ganz Frankreich mit außergewöhnlich hohen Temperaturen begrüßt. In einigen Regionen wurden mehr als 25°C gemessen – ein seltener meteorologischer Genuss, der jedoch nicht von Dauer sein wird. Ein abrupter Temperaturabfall wird für das kommende Wochenende vorhergesagt. Was können wir also von diesem Frühling 2024 erwarten?

    In Brive kletterte das Thermometer auf über 25°C, ganze 9°C über dem saisonalen Durchschnitt. Auch in Albi und Agen wurden 21°C verzeichnet, während Montauban, Auch, Tarbes und Saint-Girons angenehme 20°C genossen. Mit diesen Temperaturen verkündet der Frühling sein Kommen laut und deutlich. Die höchste in Frankreich gemessene Temperatur war 25,2°C in Montignac, Dordogne. Auch in den Städten Lyon (22°C), Limoges (21,5°C), Paris (21,2°C), Orléans (20,6°C), Reims und Le Mans (jeweils 20,5°C) überstiegen die Temperaturen die 20°C-Marke – in Paris zum ersten Mal seit Beginn des Jahres 2024.

    Doch der Sonnenschein war nicht überall zu spüren. Unbeständige Luftströmungen aus Spanien brachten Gewitterwolken in den Südwesten, während am Mittelmeer der Seewind für trübes Wetter sorgte. Im Norden und Osten Frankreichs blieb es trocken. Diese Wetterlage mit überwiegend milden Temperaturen und teilweise Bewölkung wird sich bis zum Ende der Woche halten. Für Freitag werden 17°C in Paris, 18°C in Straßburg, 23°C in Bordeaux und 25°C in Toulouse vorhergesagt.

    Ein abrupter Wetterwechsel steht bevor

    Das Wochenende bringt einen drastischen Wetterumschwung mit sich. Die Temperaturen werden aufgrund einer aus der Arktis kommenden Kaltluftmasse, die über den Ärmelkanal nach Frankreich hereinzieht, deutlich fallen. Das führt auch zu bewölktem Himmel und Niederschlägen. Zwischen sonnigen Abschnitten sind auch Schauer möglich, wobei der Wind aus nordwestlicher Richtung weht. Besonders in der nördlichen Hälfte Frankreichs wird das Wetter winterlich anmuten, mit gefühlten Temperaturen unter 10°C.

    Diese Kühle wird laut der Wettervorhersage von La Chaîne Météo auch in der folgenden Woche anhalten, ohne dass eine schnelle Rückkehr zu milderem Wetter in Sicht ist.

    Wie wird der Frühling 2024?

    Die Wettervorhersagen für den Frühling 2024 sind noch ungewiss, jedoch zeichnen sich einige Trends ab. Im April könnte das Wetter sehr wechselhaft und im Süden feucht bleiben. Im Mai wird eine warme Wetterphase erwartet, die von zahlreichen Gewittern begleitet sein könnte, insbesondere in der Nähe der Pyrenäen und Alpen sowie im Westen Frankreichs. Der Juni könnte „sehr warm“ werden, prognostizieren Météo Consult und La Chaîne Météo, bedingt durch den Zustrom subtropischer Hochdruckgebiete. Die Temperaturen könnten dabei 1°C bis 2°C über dem Durchschnitt liegen, während im Südwesten weiterhin ein Niederschlagsdefizit von 60 % herrscht.

    Der Frühling 2024 verspricht somit ein Wechselbad der Gefühle zu werden, mit einem warmen Auftakt, gefolgt von einem kühlen Intermezzo und möglicherweise einem heißen Finale. Eine Achterbahnfahrt der Temperaturen, die sowohl die Anpassungsfähigkeit der Menschen als auch die Flexibilität in der Planung von Aktivitäten im Freien fordert.

  • Frühlingserwachen in Frankreich: Ein persönlicher kleiner Reiseführer für Entdecker

    Frühlingserwachen in Frankreich: Ein persönlicher kleiner Reiseführer für Entdecker

    Mein Name ist Sebastian und ich stamme aus Hamburg. Aus beruflichen Gründen bin ich im Jahr 2023 nach Paris umgezogen – mit einem Gefühl großer Vorfreude im Bauch, aber auch mit großer Neugier und Spannung. Nach einem malerischen, aber langen ersten Winter in Paris sehne ich mich nun nach den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings. Der […]

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  • Der Beginn der Spargelernte kündigt den Frühling an

    Der Beginn der Spargelernte kündigt den Frühling an

    Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit taucht überall der erste Spargel auf. Seine Ernte kündigt den Frühling an.

    In Rion-des-Landes (Landes) ist der erste Spargel da. Der Erzeuger Christophe Paillaugue sticht seit 30 Jahren in jedem Frühjahr seinen Spargel. Er baut auf über 50 Hektar Spargel an. In den letzten Tagen haben die steigenden Temperaturen den sandigen Boden des der Region erwärmt. „Man braucht nur ein paar Sonnenstrahlen wie heute, dann steigen die Bodentemperaturen sehr schnell an und der Spargel sprießt aus der Erde“, sagt Christophe Paillaugue auf dem Sender France 3.

    Geerntet wird von März bis Ende Mai.

    Die Ernte wird im größten Spargel-Departement Frankreichs, den Landes, eingeläutet. Die Erträge liegen allerdings derzeit unter den Erwartungen des Landwirts, mit einem „Spargel, dem es ein wenig an Kaliber fehlt“. Auch in Mazan (Vaucluse) ist die Saison angelaufen. Ein Erzeuger verkauft sein Gemüse direkt auf dem Hof. Die Kunden sind begeistert. „Das ist die Erneuerung, das ist der Frühling. Jedes Jahr hole ich meinen Spargel ab, aber diesmal ist es ein Geschenk für Freunde“, sagt Marie-Françoise Bernard.

    Der Spargel wird in Frankreich von März bis Ende Mai geerntet.

  • Wetter: außergewöhnlich milde Temperaturen in Frankreich

    Wetter: außergewöhnlich milde Temperaturen in Frankreich

    Am Montag, dem 13. März, herrschten überall in Frankreich besonders milde Temperaturen für diese Jahreszeit. Am Dienstag wird es kühler und es werden Gewitter erwartet.

    In Tarbes (Hautes-Pyrénées) herrschte Urlaubsfeeling, denn das Thermometer zeigte mitten im März warme 25 °C an. Da kann man ohne Mantel spazieren gehen und die Sonnenterrassen genießen. „Man weiß gar nicht mehr, was man anziehen soll“, sagt eine Einwohnerin auf dem Sender France 2. Ein Klimawandel, der die Touristen erfreut, aber die Arbeit der Gemüsegärtner erschwert, wie in Zimmersheim (Haut-Rhin), wo das Thermometer  um die 22 °C anzeigt und im Gewächshaus über 30 °C herrschen. Das Wachstum von Pflanzen wie Kresse gerät mächtig in Schwung.

    Am Dienstag werden Gewitter erwartet.
    Im Einzelnen stiegen die Temperaturen am Montag, dem 13. März, auf 26°C in Pau (Pyrénées-Atlantiques), 24°C in Bayonne (Pyrénées-Atlantiques), 20°C in Bordeaux (Gironde) oder 19°C in Dijon (Côte-d’Or). Nach dieser Wärmeepisode werden ab Dienstag, dem 14. März, Gewitter erwartet. Ein Wettermuster, das einem Frühsommer würdig ist. Im Vergleich zum Montag wird es am Dienstag im Durchschnitt um etwa 10 Grad kühler.