Vom 8. bis 14. März 2024 wird das Departement Creuse zum Schauplatz eines umfangreichen Militärtrainings. Etwa 800 Legionäre und 120 Fahrzeuge werden in einem Gebiet zwischen Bourganeuf und Felletin, südlich von Guéret, Manöver durchführen.
Der Alltag einiger Bewohner des Departements Creuse wird sicherlich ein wenig gestört werden. Vom 8. bis 14. März 2024 ist nämlich in zwei Dritteln des Departements eine große Militärübung geplant. Nicht weniger als achthundert Fremdenlegionäre des 2ᵉ régiment étranger d’infanterie, die in Nîmes stationiert sind, werden in der Creuse eine Übung durchführen. Hundertzwanzig Fahrzeuge, darunter vierzig Griffon-Panzer, werden für diese Großübung ebenfalls unterwegs sein.
Ziel des Trainings ist es, „das Regiment in einer realistischen Umgebung außerhalb von Militärlagern manövrieren zu lassen, um seine Fähigkeiten für künftige Einsätze zu trainieren“.
In einem geografischen Dreieck zwischen Guéret, Bourganeuf, Aubusson und Felletin werden zwischen 7.00 und 20.00 Uhr Übungen mit scharfer Munition durchgeführt. Ab Samstag werden in Bourganeuf und Felletin Gefechte stattfinden.
Die Legionäre befinden sich bereits seit drei Wochen in der Creuse im Militärlager La Courtine, wo sie täglich trainieren. Ein Gelände, das die Einheit bereits kennt, da sie regelmäßig hierher kommt.
Als Höhepunkt der Übung unter realistischen Bedingungen wird die Stadt Guéret von Montag, dem 11. März, bis Mittwoch, dem 13. März, Schauplatz eines 48-stündigen Häuserkampfes sein: „Wir müssen Guéret einnehmen, das von zwei feindlichen Kompanien gehalten wird“. Die Übungen werden am Rande und im Herzen der Stadt stattfinden.
Im Anschluss an ihre Übung wird die Fremdenlegion am Nachmittag des 13. März auf dem Place Bonnyaud in Guéret eine Präsentation ihrer Ausrüstung und ihrer Teams für die Bevölkerung durchführen.
Die französische Fremdenlegion, wahrscheinlich eine der berühmtesten Armeeeinheiten der Welt, ist auch fast 200 Jahre nach ihrer Gründung noch aktiv und sucht derzeit neue Soldaten.
Die 1831 gegründete Eliteeinheit ist der einzige Teil der französischen Armee, der ausländische Rekruten aufnimmt, und zählt heute Angehörige aus rund 150 Ländern unter ihren 8.000 Soldaten. Sie ist auch die einzige Einheit, die ehemalige Gefangene aufnimmt, mit Ausnahme solcher, die wegen „Vergewaltigung, Blutverbrechen und Drogenhandel“ verurteilt wurden.
Die Legion hat einen furchteinflößenden Ruf, der zum Teil auf ihre berühmt-berüchtigte und brutale Ausbildung zurückzuführen ist, zum Teil aber auch darauf, dass sie im Laufe der Jahre als der Ort bekannt wurde, an den man sich flüchten konnte, um einer zwielichtigen Vergangenheit zu entkommen oder eine gescheiterte Liebesbeziehung zu vergessen.
Und die moderne Legion scheint diesen Ruf zu pflegen, wie ein Werbespot beweist, der unter dem Thema „Tritt der Legion bei, um dich vergessen zu machen“ läuft. Der unten stehende Tweet des offiziellen Rekrutierungsbüros der Legion nimmt Bezug auf die Ohrfeige, die Will Smith dem Komiker und Schauspieler Chris Rock bei der Oscar-Verleihung verpasste: „Ob Sie Franzose oder Ausländer sind, die Legion ermöglicht es Ihnen, sich vergessen zu machen und hilft Ihnen, Ihre Energie in einen Beruf zu lenken, der Ehre und Engagement bedeutet“.
Wer schon einmal eine große französische Militärparade gesehen hat, dem ist sicherlich die Pioniereinheit der Legion aufgefallen – das sind diejenigen, die Bärte, weiße Handschuhe und Schürzen aus Büffelleder tragen und Äxte mit sich führen (die Äxte sind für Bäume, nicht für Menschen gedacht).
Eine andere Möglichkeit, einen Legionär zu erkennen, besteht darin, nach jemandem Ausschau zu halten, der eine Tätowierung mit der Aufschrift „Marche ou Crève“ (Marschiere oder sterbe) trägt – das ist das Motto der Legion, und einige Rekruten lassen es sich als ewiges Erkennungszeichen ins Gesicht tätowieren.
Die Soldaten der Legion sind oft an vorderster Front in militärischen Konflikten im Einsatz, aber auch im Inland, etwa bei der Bekämpfung von Piraterie und Menschenschmuggel in Frankreich.
Fremdenlegionäre sind in den meisten Konflikten an forderster Front
Offensichtlich gibt es derzeit nicht mehr genug Verliebte mit gebrochenem Herzen und zwielichtige Gestalten, die von sich aus den Weg in die Fremdenlegion finden. Die Legion führt seit einiger Zeit eine fast permanente Rekrutierungskampagne durch, bei der sie alle möglichen modernen Methoden, einschließlich der sozialen Medien, einsetzt, um neue Rekruten zu finden.
„Wir rekrutieren das ganze Jahr über. Aber im Sommer gibt es weniger Kandidaten, also gehen wir dorthin, wo die Leute sind: an die Strände“, erzählte der Rekrutierungs-Offizier Sang-Jin Lee der französischen Zeitung Le Parisien.
Wer Französisch spricht, hat übrigens bei der Rekrutierung besonders gute Chancen, denn obwohl die Soldaten aus der ganzen Welt stammen, werden alle Befehle auf Französisch erteilt. Die Rekruten erhalten einen Crash-Kurs in Militärfranzösisch, aber das Kommando will die Zahl der Französischsprechenden und derjenigen, die sich mit der französischen Kultur und den französischen Bräuchen auskennen, erhöhen.
Kann sich Jeder/Jede anmelden? Nein, man muss ein Mann sein – die Legion rekrutiert keine Frauen.
Das Anfangsgehalt beträgt 1.380 € (nach Steuern), und nach Abschluss der Grundausbildung in Castelnaudary im Südwesten Frankreichs haben die Legionäre 45 Tage Urlaub pro Jahr. Nach fünf Jahren Dienstzeit oder einer Verletzung im aktiven Dienst kann man die französische Staatsbürgerschaft beantragen.
Legionäre dürfen erst heiraten, wenn sie fünf Jahre Militärdienst geleistet haben und das Kommando darüber informiert haben. Sie sind verpflichtet, stets ihre Uniform zu tragen – es sei denn, sie erhalten eine Sondergenehmigung.
Das Auswahlverfahren, um in die Einheit aufgenommen zu werden, dauert drei Wochen. Heutzutage muss man aber gegen Covid geimpft sein, um sich bewerben zu können. Eine abgeschlossene Schulbildung oder gar ein akademischer Abschluss sind keine Voraussetzung.
Aber Achtung, die Ausbildung ist sehr intensiv – manche beschreiben sie sogar als brutal. Und wenn sie die ersten sechs Monate überstehen, dann stehen die Legionäre in den militärischen Konflikten Frankreichs meist an vorderster Front. Kein leichter Dienst…
Eine Polizeistreife verhaftete am Dienstag 14 Fremdenlegionäre in einem Bus, der nach Polen unterwegs war. Es ist nicht bekannt, ob sie geplant hatten, in der Ukraine zu den Waffen zu greifen. Andere Passagiere hingegen wollen wahrscheinlich in den Kampf ziehen, wie militärische Quellen berichteten.
Hatten sie die Absicht, zu den Waffen zu greifen? Das wird jedenfalls von den französischen Behörden in Betracht gezogen, nachdem 14 ukrainisch-stämmige Miotglieder der Fremdenlegion am Dienstag, dem 1. März, in Paris in einem Bus auf dem Weg nach Polen festgenommen wurden. Wie am Mittwoch aus militärischen Quellen bekannt wurde, befanden sich in dem Bus weitere Passagiere, die wahrscheinlich in der Ukraine kämpfen wollen.
Neun der Legionäre hatten eine Urlaubs-Erlaubnis, die es ihnen jedoch nicht erlaubte, Frankreich zu verlassen, während sich die anderen fünf in „irregulärer Abwesenheit“ befanden, vier von ihnen wurden bereits als „fehlend“ gesucht, wie der Kommandant der Fremdenlegion, General Alain Lardet, gegenüber der Agentur AFP erklärte.
Conflit en Ukraine: Adresse du général Alain LARDET commandant la Légion étrangère à ses légionnaires et à leur famille.
Es war zunächst nicht klar, ob die 14 Fremdenlegionäre kämpfen oder nur ihre Familien bei der Flucht aus der Ukraine unterstützen wollten, wie Militärquellen berichteten. In ihrem Gepäck seien keine Waffen oder verbotene Ausrüstung gefunden worden, hieß es weiter.
Unter den anderen zivilen Passagieren des Busses befanden sich jedoch einige, die Dinge bei sich trugen, die darauf hindeuteten, dass sie in den Kampf zogen, so eine der Quellen.
Die Fremdenlegion ist eine Eliteeinheit der französischen Armee mit über 9.000 Mann, der sich Freiwillige im Alter von 17 bis 39 Jahren aus der ganzen Welt anschließen können. Nach mehreren Jahren oder im Namen des im Kampf „vergossenen Blutes“ können die „Képis blancs“ anschliessend die französische Staatsbürgerschaft erhalten.
In der Fremdenlegion befinden sich 710 Soldaten ukrainischer Herkunft, von denen 210 bereits eingebürgert wurden, und 450 russischer Herkunft.
Seit Beginn der russischen Offensive habe es „eine große Unruhe unter den Ukrainern gegeben, die sich um ihre Familien sorgten“, sagt General Alain Lardet.
Verbot, die ukrainische Grenze zu überschreiten Die Legion gewährt diesen Männern auf Antrag „eine vierzehntägige Sondergenehmigung“, um in ein Nachbarland der Ukraine zu reisen, um ihre Angehörigen „abzuholen“ und zu „sichern“, verbietet ihnen aber laut ihrem Kommandanten, die Grenze in die Ukraine zu überqueren.
25 dieser Sondergenehmigungen wurden am Dienstag und „viele weitere“ am Mittwoch erteilt,. Die neun in Paris festgenommenen Personen hatten aber nur eine herkömmliche Genehmigung, die auf das französische Staatsgebiet beschränkt ist. Sie sollen jedoch nicht bestraft werden, da ihnen die neue Urlaubsregelung noch nicht bekannt war. Die anderen fünf Soldaten ohne Urlaubsgenehmigung hätten allerdings „ein schweres Vergehen gegen den Ehrenkodex der Legionäre“ begangen und würden „mit Arresttagen bestraft“.
Insgesamt sind seit einer Woche 25 Legionäre ukrainischer Herkunft desertiert, die Hälfte davon, um gegen die Russen zu kämpfen, schätzt General Lardet. „Die Legion hat alle Brücken abgebrochen. Sie engagieren sich für eine Sache, die nicht unsere ist“, kommentierte General Lardet gegenüber der AFP.
Rund um die Präfektur Agen ist am Freitagnachmittag ein Sicherheitsperimeter eingerichtet worden. Ein Spezialkommando der Polizei (RAID) ist derzeit im Einsatz.
Seit etwa zwei Stunden riegeln Polizisten das Viertel rund um die Präfektur und die Rue Ducourneau in Agen ab. Etwa in der Mitte dieser Straße, die zum Boulevard de la Liberté führt, hat sich ein Mann in seinem Haus verschanzt. Er ist identifiziert worden. Nach vorliegenden Informationen handelt es sich um einen ehemaligen Soldaten der Fremdenlegion. Bei den ersten Kontakten mit der Polizei gab er an, dass er in der Lage und willens sei, das von ihm bewohnte Haus in dem Wohngebiet in die Luft zu sprengen. Er ist dafür bekannt, dass er sich mit Sprengstoffen auskennt. Nach Informationen, die am Tatort gesammelt wurden, war er in den letzten Tagen im Krankenhaus von Candelie in Behandlung.
Anwohner der Straße dürfen ihre Häuser nicht verlassen oder in diese zurückkehren. Passanten werden ferngehalten. Ein Einsatzteam aus Bordeaux ist seit über einer Stunde vor Ort. Ein erstes Team betrat das Gebäude, gefolgt von einem zweiten gegen 15:45 Uhr. Es wurden Nachbarn befragt und die Polizei scheint davon auszugehen, dass der Mann allein im ersten Stock des Gebäudes wohnt. Das Erdgeschoss ist wohl unbewohnt, was den Polizeieinsatz erleichtern könnte, um des Mannes möglichst ohne grossen Schaden habhaft zu werden.
Soeben wurde gemeldet, dass die Polizei den Ex-Legionär gegen 17:00 Uhr in Gewahrsam nehmen konnte und ihn nun verhört. Augenzeugen berichten, dass kein Schuss zu hören gewesen sei. Es ist daher anzunehmen, dass die Festnahme friedlich verlaufen ist.