Schlagwort: Frankreich

  • Duralex – Glas mit Zukunft: Wie eine Ikone der Alltagskultur zur Kooperative wurde

    Duralex – Glas mit Zukunft: Wie eine Ikone der Alltagskultur zur Kooperative wurde

    Ein Jahr nach der drohenden Schließung ist die traditionsreiche Glasmanufaktur Duralex aus La Chapelle-Saint-Mesmin zu einem Symbol des industriellen Neubeginns geworden. Die Umwandlung in eine SCOP – einer „Société coopérative et participative“, also einer Genossenschaft in Arbeitnehmerhand – hat dem Unternehmen nicht nur die Existenz gesichert, sondern ihm auch neue Dynamik verliehen. Hinter dieser Entwicklung stehen eine engagierte Belegschaft, eine mutige rechtliche Neuaufstellung und ein starkes Engagement regionaler Akteure.

    Von der Insolvenz zum Arbeitnehmerprojekt Im Sommer 2024 schien die Zukunft von Duralex endgültig besiegelt: Steigende Energiekosten, veraltete Produktionsanlagen und eine prekäre Liquidität hatten die traditionsreiche Glasmarke an den Rand der Insolvenz gedrängt. Das Verfahren vor dem Handelsgericht in Orléans hätte leicht im Aus geführt – wäre nicht die Belegschaft selbst eingesprungen. Rund 60 Prozent der Beschäftigten entschieden sich, die Firma in eine …

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  • Messerattacke: Zwei Polizisten in Paris schwer verletzt – Debatte um Abschiebungen neu entfacht

    Messerattacke: Zwei Polizisten in Paris schwer verletzt – Debatte um Abschiebungen neu entfacht

    Paris, 20.- 21. August 2025, eine laue Sommernacht im August. Es ist kurz vor Mitternacht, als zwei Beamte der Brigade anti-criminalité (BAC) im 17. Arrondissement zu einem Routineeinsatz ausrücken. Zwei Männer sollen beim Versuch beobachtet worden sein, Autos aufzubrechen. Was wie ein alltäglicher Polizeieinsatz beginnt, endet in einer brutalen Attacke. Mit einem scharfen Gegenstand gehen die Verdächtigen auf die Zivilfahnder los. Einer der Polizisten wird am Kinn und am Rücken verletzt, sein Kollege hinter dem Ohr. Beide stehen nach dem Angriff unter Schock und werden ins Krankenhaus gebracht. In solchen Momenten zeigt sich: Hinter den nüchternen Einsatzberichten stehen Menschen, die ihr Leben riskieren – für eine Stadt, die nie schläft. Wer sind die Angreifer? Die Polizei nimmt die beiden mutmaßlichen Täter noch in derselben Nacht fest. Einer von ihnen: Amine S., 34 Jahre alt, geboren in Marokko. Gegen ihn bestand bereits eine sogenannte OQTF, eine „obligation de quitter le territoi…

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  • Clermont-Ferrand im Ausnahmezustand – Eine Nacht, die alles verändert

    Clermont-Ferrand im Ausnahmezustand – Eine Nacht, die alles verändert

    Clermont-Ferrand, mitten in Frankreich, eigentlich bekannt für seine Vulkanlandschaft und eine traditionsreiche Michelin-Stadt. Doch in der Nacht zum 20. August 2025 wurde das Herz der Auvergne zum Schauplatz einer Gewaltwelle, die viele Einwohnerinnen und Einwohner fassungslos zurückließ. Was geschah, wirkt wie aus einem düsteren Krimi herausgeschnitten – nur dass es diesmal kein Drehbuch war, sondern die Realität einer französischen mittelgroßen Stadt. Eine Stadt in Flammen Gegen Mitternacht starteten die Einsatzkräfte eine Routineaktion zur Sicherung eines Drogenumschlagplatzes. Doch was sie erwartete, hatte nichts Routinemäßiges. Die Polizisten wurden mit Feuerwerksmörsern beschossen – eine Szene, wie man sie sonst nur aus Krisengebieten kennt. Und das war nur der Auftakt. Im Laufe der Nacht wurden in verschiedenen Vierteln Häuser in Brand gesteckt, Schüsse hallten durch die Straßen, Menschen wurden verletzt. Ein Fahrzeug ging in Flammen auf, im Inneren fanden Ermittler später eine…

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  • Chaos beim Straßen-Theater: Aurillac kämpft mit Randalen

    Chaos beim Straßen-Theater: Aurillac kämpft mit Randalen

    Das Internationale Straßen-Theater-Festival von Aurillac gilt als Mekka der Freiluftkunst. Seit fast vier Jahrzehnten verwandelt es die Kleinstadt im Herzen der Auvergne in eine gigantische Bühne, auf der sich Schauspiel, Musik, Akrobatik und Straßenpoesie begegnen. Doch in diesem Sommer mischte sic…

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  • Rentrée scolaire 2025: Klassen ohne Lehrer, Schulen ohne Leitung, Eltern ohne Antworten

    Rentrée scolaire 2025: Klassen ohne Lehrer, Schulen ohne Leitung, Eltern ohne Antworten

    Der Sommer ist noch nicht vorbei, da liegt schon ein Schatten über der Schulglocke, die im September das neue Jahr einläutet. Während Kinder ihre neuen Ranzen ausprobieren und Eltern Bücherlisten abhaken, brodelt es hinter den Türen des französischen Bildungssystems. Die Gewerkschaften schlagen Alarm, Elternverbände sind besorgt – und die Frage schwebt über allem: Wer steht eigentlich noch vor der Tafel?

    Lehrer fehlen an allen Ecken Die nackten Zahlen sprechen Bände. Mehr als die Hälfte aller weiterführenden Schulen beginnen im September 2025 ohne vollständiges Kollegium. In Versailles waren es 2024 fast drei Viertel, in Créteil zwei Drittel der Einrichtungen. Die Lücken betreffen nicht nur Mathematik, Französisch oder Geschichte – auch die so dringend benötigten Begleiter für Kinder mit Behinderung (AESH) und die Aufsichtskräfte (AED) sind Mangelware. Wer im September eine Schule besuchen wird, spürt das Fehlen unmittelbar: Unterrichtsausfall, improvisierte Vertretungen, Schüler, die…

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  • Tragödie auf der „Route Blanche“: Wenn Berge zur tödlichen Gefahr werden

    Tragödie auf der „Route Blanche“: Wenn Berge zur tödlichen Gefahr werden

    Ein regnerischer Abend, ein Familienausflug in den Alpen – und innerhalb weniger Sekunden zerstört ein Felsblock ein ganzes Leben.Am Mittwoch, dem 20. August 2025, verwandelte sich die Nationalstraße 205, besser bekannt als „Route Blanche“, zwischen Chamonix und Passy in der Haute-Savoie, in die Bühne eines Dramas, das so plötzlich wie unbarmherzig über eine Familie hereinbrach. Gegen 18 Uhr löste sich aus einer steilen Felswand ein tonnenschwerer Block. Ohne Vorwarnung krachte er auf ein Fahrzeug, das gerade vorbeifuhr. Drinnen saßen die Eltern, beide 54 Jahre alt, vorn am Steuer und auf dem Beifahrersitz. Hinten: der 23-jähriger Sohn und dessen Lebensgefährtin.Die beiden jungen Menschen starben sofort. Die Eltern überlebten schwer verletzt, wurden in die Krankenhäuser von Annecy und Sallanches gebracht.

    Ein Fels, der alles verändert Augenzeugen berichten von sintflutartigem Regen, von Scheibenwischern am Limit, von gespannten…

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  • Feuer über Veyrac – wenn Geschichte in Flammen steht

    Feuer über Veyrac – wenn Geschichte in Flammen steht

    Ein einziger Blitz, und drei Jahrhunderte Geschichte geraten ins Wanken.Am Abend des 20. August 2025 traf ein schweres Unwetter die kleine Gemeinde Veyrac in der Haute-Vienne. Mitten im tosenden Regen schlug der Blitz ins Dach des Château de la Cosse – und verwandelte das stolze Bauwerk aus dem 18. Jahrhunderts binnen Minuten in ein Flammenmeer. Die Dachkonstruktion, jahrhundertealtes Eichenholz, fing sofort Feuer. Die Flammen fraßen sich durch die Balken, loderten meterhoch in den schwarzen Himmel. Trotz des schnellen Eingreifens von über fünfzig Feuerwehrleuten war der Brand kaum aufzuhalten. Die gesamte Dachkonstruktion brach schließlich zusammen und riss Teile des ersten Stockwerks mit sich. Ein Szenario, das man aus einem Katastrophenfilm kennt – nur spielte es sich hier inmitten des limousinischen Hügellandes ab.

    Ein Schloss mit Seele Das Château de la Cosse wurde 1763 vom Architekten Joseph Brousseau erbaut. Wer s…

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  • Lille kassiert kräftig bei der Touristensteuer – und investiert sie klug

    Lille kassiert kräftig bei der Touristensteuer – und investiert sie klug

    Wer nach Lille reist, zahlt nicht nur für Hotel, Airbnb oder Campingplatz. Im Preis steckt auch ein kleiner Beitrag, der unscheinbar wirkt, aber große Wirkung entfaltet: die taxe de séjour, die französische Touristensteuer (in Deutschland auch als Kurtaxe bekannt). In der nordfranzösischen Metropole ist sie längst mehr als nur eine Nebeneinnahme – sie ist ein echter Finanzmotor.


    Ein Einnahmerekord für die Metropole

    2024 hat die Métropole Européenne de Lille (MEL) satte 7,5 Millionen Euro durch die Touristensteuer eingenommen. Ein Plus von 1,1 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Klingt trocken, ist aber ein klares Zeichen: Der Tourismus boomt, und die Stadt versteht es, ihr System effizient zu managen.

    Das Geld fließt nicht ins Leere. Es landet dort, wo Besucherinnen und Besucher es direkt spüren – in Kultur, Events und touristische Infrastruktur.


    Preise, die den Unterschied machen

    Nicht jede Unterkunft zahlt gleich viel. Die Steuer ist fein abgestuft:

    • Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels: 1,76 € pro Person und Nacht
    • Chambres d’hôtes: 0,88 €
    • Kurzzeitvermietungen à la Airbnb: 5,5 % vom Übernachtungspreis, gedeckelt bei 5,06 €
    • Drei-Sterne-Campingplätze: 0,66 €

    So tragen alle Arten von Gastgebern ihren Teil bei. Ob Luxushotel oder Zeltplatz – niemand wird überproportional belastet, und die Finanzierung bleibt fair verteilt.


    Airbnb als Schwergewicht

    Die Bedeutung von Plattformen wie Airbnb ist in Lille kaum zu übersehen. Schon 2023 überwies das Unternehmen allein in den Hauts-de-France 4,8 Millionen Euro an Touristensteuer. Ein ordentlicher Brocken davon landete in der Kasse von Lille.

    Damit wird klar: Die Sharing-Economy ist längst kein Nischenphänomen mehr, sondern ein zentraler Player im Tourismus-Geschäft. Gleichzeitig wächst der Druck, Regeln zu schaffen, die den Markt in Balance halten. Denn wo kurzfristige Vermietungen zunehmen, geraten klassische Hotels ins Schwitzen – und Nachbarschaften auch.


    Was mit dem Geld passiert

    Und wohin fließt all das? 2024 lag der Etat der MEL für Kultur und Tourismus bei 40,6 Millionen Euro. Die taxe de séjour war dabei ein festes Standbein.

    Finanziert werden damit Tourismusbüros, Festivals, Stadtfeste und der Ausbau der Besucherinfrastruktur. Kurzum: all das, was eine Stadt für Reisende lebendig und attraktiv macht. Wer in Lille also ein Bier auf dem Place du Général-de-Gaulle genießt oder durch ein Kulturfestival schlendert, profitiert indirekt von dieser Abgabe.


    Zwischen Boom und Balance

    Die Kehrseite? Mehr Tourismus bedeutet auch mehr Belastung für Einheimische. Höhere Mieten, belebte Altstädte, steigender Druck auf den Wohnungsmarkt. Gerade die Kurzzeitvermietungen sind ein Dauerstreitthema.

    Die Steuer selbst wirkt hier wie ein kleines Korrektiv – sie zwingt auch Plattformanbieter, etwas zurückzugeben. Doch reicht das? Oder müsste man noch stärker eingreifen, um die Balance zwischen Lebensqualität für Bewohner und Wachstum im Tourismus zu sichern?


    Ein kleines Geld, das Großes bewegt

    Die Touristensteuer ist in Lille kein nebensächlicher Posten mehr, sondern eine Art stille Mitfinanziererin des urbanen Lebensgefühls. Besucher zahlen ein paar Euro extra – und ermöglichen damit Festivals, Museen und Begegnungsorte, die wiederum Touristen anlocken. Ein Kreislauf, der funktioniert, solange er fair und transparent bleibt.

    Denn nur wenn Gäste das Gefühl haben, dass ihr Beitrag sinnvoll eingesetzt wird, und Einheimische merken, dass die Einnahmen auch ihrer Stadt guttun, bleibt diese Art von Finanzierung ein Erfolgsmodell.

    Von C. Hatty

  • Ferien wie im Traum – für einen Tag mitten in Paris

    Ferien wie im Traum – für einen Tag mitten in Paris

    Manchmal braucht es nur einen Tag, um Erinnerungen fürs Leben zu schaffen. Am 20. August 2025 wurde der Pariser Champ-de-Mars zur Bühne für genau so einen Tag – ein Sommermärchen für 80.000 Kinder aus aller Welt, die sonst oft übersehen werden, wenn es um Urlaub, Erholung und Abenteuer geht. Sie kamen aus ganz Frankreich und 49 weiteren Ländern. Begleitet von Betreuer:innen, gefüllt mit Neugier, Hoffnung – und mit dem Wunsch, einfach mal Kind sein zu dürfen. Es war die „Journée des Oubliés des Vacances“, die „Ferien der Vergessenen“, diesmal in XXL – zum 80-jährigen Bestehen des Secours populaire français, der Hilfsorganisation, die sich seit ihrer Gründung in den Zeiten der Résistance für Menschen in Not einsetzt. Die Veranstaltung trug einen passenden Titel: „Vacances de OUF“. Übersetzt heißt das so viel wie „abgefahrene Ferien“. Und genau das war es auch.

    Vom Schloss bis zum Dschungelcamp Schon früh am Morgen startete das…

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  • Zeitreise: Der 21. August – Wendepunkte in der Weltgeschichte und in Frankreich

    Zeitreise: Der 21. August – Wendepunkte in der Weltgeschichte und in Frankreich

    Ein Blick auf die Welt

    An einem 21. August geschahen Dinge, die das Gesicht der Welt veränderten. 1911 etwa: Ein einfacher Anstreicher namens Vincenzo Peruggia, der im Louvre arbeitete, schnappte sich kurzerhand die „Mona Lisa“ und verschwand. Zwei Jahre lang war das Gemälde verschwunden – erst in Florenz tauchte es wieder auf. Der Coup machte das Bild endgültig zu einer Ikone. Ironisch, nicht? Ausgerechnet der Diebstahl besiegelte den Ruhm.

    1831 revoltierte in Virginia der Sklave Nat Turner. Sein Aufstand erschütterte die Plantagen-Gesellschaft der Südstaaten, forderte Dutzende Tote auf beiden Seiten und führte zu noch brutaleren Gesetzen gegen Schwarze. Ein düsteres Kapitel, das bis heute nachhallt – denn es zeigt, wie tief die Risse im Fundament der amerikanischen Gesellschaft damals schon waren.

    Weniger blutig, aber nicht weniger einschneidend: Am 21. August 1959 trat Hawaii als 50. Bundesstaat den USA bei. Eine Trauminsel wurde Teil einer Supermacht. Wer hätte damals geahnt, dass die Strände von Waikīkī später Touristenmagnet und Militärstützpunkt zugleich sein würden?

    1991 dann der gescheiterte Putsch gegen Michail Gorbatschow. Panzer rollten durch Moskau, die Welt hielt den Atem an. Am Ende zerbrach nicht nur der Putsch, sondern gleich die Sowjetunion. Fast zeitgleich erklärte Lettland seine Unabhängigkeit – ein Schritt, der den Domino-Effekt in Osteuropa beschleunigte.

    Auch Wissenschaft und Technik hatten an diesem Tag ihre Höhepunkte. Galileo Galilei präsentierte 1609 in Venedig sein Teleskop und leitete damit eine Revolution des Himmelsblicks ein. Jahrhunderte später, 1888, ließ sich William Burroughs die erste funktionierende amerikanische Rechenmaschine patentieren – eine kleine Vorahnung der digitalen Welt, die uns heute komplett umgibt.

    Und noch ein trauriges Kapitel: Am 21. August 2000 verkündete die russische Marine, dass keiner der Seeleute im U-Boot „Kursk“ überlebt hatte. Der Kalte Krieg war zwar vorbei, aber die Tragödie zeigte, wie verletzlich auch moderne Militärtechnik ist.


    Frankreichs 21. August

    In Frankreich trägt dieser Tag eine ganz eigene Prägung. 1242 etwa: In der Schlacht bei Taillebourg schlug König Ludwig IX. die Engländer. Ein Sieg, der die französische Krone stärkte und den Einfluss auf dem Kontinent vergrößerte.

    Ein Sprung in die Neuzeit: Am 21. August 1853 fand in Bayonne der erste Stierkampf Frankreichs statt – eine kulturelle Importware aus Spanien, die damals für viel Aufsehen sorgte.

    Der 21. August ist aber auch politisch geprägt. 1849 hielt Victor Hugo auf dem dritten internationalen Friedenskongress eine Rede, in der er die „Vereinigten Staaten von Europa“ beschwor. Ein Gedanke, der lange wie eine ferne Utopie wirkte, heute aber in der Europäischen Union seinen Nachhall findet.

    1944 wiederum, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, übernahm in Saint-Étienne die Résistance die Kontrolle über die Presse. Ab dem 21. August erschien nur noch die Zeitung „La République“ – Sprachrohr des Komitees der Befreiung. Zeitungen als Waffe des Widerstands, als Stimme der Freiheit.

    Und nicht zu vergessen: Am 21. August 1947 starb Ettore Bugatti, der geniale Autokonstrukteur. Seine Wagen waren nicht einfach Fahrzeuge, sondern rollende Kunstwerke. Bis heute gilt Bugatti als Synonym für Geschwindigkeit und Eleganz.


    Ein roter Faden

    Erstaunlich, oder? Ein einzelner Tag, und doch so viele Geschichten. Kunst, Kriege, Aufstände, Wissenschaft und Technik – alles verdichtet sich am 21. August.

    Das Bild ist bunt: vom mittelalterlichen Schlachtfeld über die leidenschaftliche Rede Victor Hugos bis hin zum kalten Metall eines gesunkenen U-Boots. Manche Ereignisse wecken Stolz, andere Wut oder Trauer. Gemeinsam zeigen sie, wie eng unsere Gegenwart mit der Vergangenheit verwoben ist.

    Und mal ehrlich – wer denkt beim Blick auf den Kalender schon daran, dass an genau diesem Datum die Mona Lisa im Kofferraum verschwand oder dass sich Hawaii der Weltmacht USA anschloss?