Schlagwort: förderprogramme

  • MaPrimeRénov’ vor dem Neustart: Wie Frankreichs wichtigste Sanierungsförderung nach der Haushaltskrise zurückkehrt

    MaPrimeRénov’ vor dem Neustart: Wie Frankreichs wichtigste Sanierungsförderung nach der Haushaltskrise zurückkehrt

    Nach Wochen der Unsicherheit zeichnet sich für hunderttausende Eigentümer und für das angeschlagene Baugewerbe in Frankreich eine Atempause ab. Das staatliche Förderinstrument MaPrimeRénov’, zentraler Pfeiler der französischen Energie- und Klimapolitik im Gebäudesektor, soll unmittelbar nach der Verkündung des Staatshaushalts 2026 wieder vollständig geöffnet werden. Dies kündigte der Wohnungsbauminister Vincent Jeanbrun am 5. Februar an. Die Botschaft ist politisch klar: Mit dem verabschiedeten Budget kehrt Handlungsfähigkeit zurück – zumindest vorerst. Die Wiederöffnung markiert das Ende einer Zwangspause, die weniger aus energie- oder klimapolitischen Erwägungen resultierte als aus einer haushaltspolitischen Blockade. Seit Anfang Januar war der Antragsschalter geschlossen, weil der französische Staat ohne verabschiedetes Finanzgesetz keine neuen Förderzusagen machen darf. Für viele Sanierungsvorhaben bedeutete dies Stillstand – und für den Bausektor ein weiteres Signal der Unberechen…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kommentar: Habt ihr es jetzt geschafft, ihr streitbaren Parlamentarier?

    Kommentar: Habt ihr es jetzt geschafft, ihr streitbaren Parlamentarier?

    Manchmal wirkt Politik wie ein schlecht geschriebenes Theaterstück, dessen schlecht gelaunte Darsteller auf der Bühne vergessen haben, warum sie überhaupt dort stehen. Und in diesen Tagen, da sich der Jahreswechsel hartnäckig nähert wie ein unerwünschter Verwandter der Weihnachts-Familienfeier, liefern uns unsere „streitbaren“ Volksvertreter ein Schauspiel, das selbst in einem Provinztheater nur ein müdes Achselzucken provozieren würde.
    Doch diesmal sind die Konsequenzen real. Und sie sind bitter.

    Denn während Frankreichs Haushalte nach langer Wartezeit, nach Formularbergen, nach Kostenvoranschlägen und Energieaudits dachten, sie könnten zum Jahresbeginn mit den Umbauten endlich loslegen, flattert nun eine Nachricht ins Land wie ein kalter Luftzug durch ein schlecht isoliertes Altbauzimmer:
    MaPrimeRénov’ macht ab dem 1. Januar dicht.

    Man reibt sich verwundert die Augen. Wirklich?
    Ja, wirklich.

    Der zuständige Minister tritt vor die Kameras, bemüht gefasst, und erklärt mit bemerkenswerter Nüchternheit, man habe es doch vorher gesagt: „Pas de budget, pas de guichet.“ Kein Budget, kein Schalter. Fast schon poetisch, wenn es nicht so schmerzlich wäre.

    Jetzt könnte man meinen, die Volksvertreter hätten in nächtlichen Sitzungen gerungen, verhandelt, gefeilscht, weil ihnen das Wohl der Bürger am Herzen liegt. Weil sie wissen, wie viel Hoffnung in diesem Programm steckt – für Familien, die ihre Heizkosten in den griff bekommen müssen; für Eigentümer, die den CO₂-Ausstoß senken wollen; für Handwerksbetriebe, die ihre Auftragsbücher füllen.
    Doch nein.
    Stattdessen zerlegen sie alles wie eine schlecht verschraubte Kommode im Möbelhaus.

    Und dann tritt der Minister vor die Kameras und führt aus, die sogenannte „loi spéciale“ sei eben kein echtes Haushaltsgesetz, sondern eher eine rustine, ein Pflaster, das man auf den Kessel klebt, kurz bevor er explodiert. Ein Provisorium also – gerade gut genug, um das Land nicht komplett lahmzulegen, aber nicht so großzügig, dass es besondere Ausgaben zulässt. Und zu genau diesen Ausgaben gehört nun mal MaPrimeRénov’.

    Wäre das eine dieser Anekdoten, die man bei einem Glas Wein weitererzählt, man müsste lachen. Aber es ist keine Anekdote. Es ist eine Entscheidung, die mitten ins Leben eingreift.

    Denn wer sich in den letzten Wochen und Monaten mühsam durch das bürokratische Dickicht gekämpft hat, wer sich von Energieberatern erklären ließ, wie viele Zentimeter Dämmung die Rettung des eigenen Hauses versprechen, wer mit Handwerkern Termine jonglierte, Angebote einholte, vielleicht sogar schon mit dem Nachbarn über Wärmepumpen fachsimpelte – all diese Menschen stehen nun da, wie Kunden vor einem Laden, dessen Tür plötzlich krachend ins Schloss fällt.
    „Wir haben vorübergehend geschlossen. Auf unbestimmte Zeit.“

    Und während der Minister erklärt, man könne die Anträge ja nicht einfach entgegennehmen und später entscheiden, ob überhaupt Geld da ist – „Ça n’aurait pas de sens“ –, bleibt ein bitteres Gefühl zurück. Denn der Sinnverlust liegt nicht im Verfahren, sondern in der Politik, die sich selbst blockiert wie ein überhitzter Computer.

    Es ist ja nicht so, dass die energetische Sanierung ein Randthema wäre.
    Es geht um Klimaziele, um Wohnqualität, um wirtschaftliche Stabilität.
    Es geht um Zukunft – ein großes Wort, das in Paris offenbar derzeit eine eher theoretische Bedeutung hat.

    Ich erinnere mich an Gespräche mit Eigentümern, die auf Partys irgendwann seufzend gestehen, sie hätten ja gerne, wirklich gerne, eine Wärmepumpe eingebaut, aber die Bürokratie… und die Kosten… und die Unsicherheit… Ein Staat, der solche Menschen eigentlich ermutigen müsste, schickt sie nun zurück auf Start. Ohne Trostpreis. Ohne Würstchenbude am Spielfeldrand.

    Und so entsteht dieser Eindruck, der sich leise, aber hartnäckig in die Debatte frisst:
    Dass man den Menschen wieder einmal zeigt, wie man Vertrauen verspielt, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.

    Die Politik hätte hier ein Momentum nutzen können, einen Energieschub, vielleicht sogar einen Funken Optimismus in einer Zeit, in der jeder zweite Blick auf die Nachrichten eher die Stimmung drückt. Stattdessen stoppt sie ein Programm, das nicht perfekt, aber notwendig war – und tut dies mit einer Selbstverständlichkeit, die man sonst nur bei Parkplatzkontrollen findet.

    Dabei hätte die Regierung längst einen Haushalt haben können.
    Hätte.
    Ein Wort, das man in Paris inzwischen häufiger hört als „Bonjour“.

    Nun also ruht MaPrimeRénov’.
    Nicht aus Mangel an Bedarf, nicht aus Mangel an Ideen, sondern aus Mangel an politischer Einigung. Ein Paradebeispiel dafür, wie ein Land mit voller Geschwindigkeit auf seine eigenen Füße tritt und sich dann wundert, warum es stolpert.

    Vielleicht, und das ist der sarkastische Unterton des Moments, vielleicht sollten die Parlamentarier den Winter nutzen, um einmal in ihren eigenen Büros die Heizkörper abzustellen. Eiskalte Realität wirkt manchmal erfrischend auf die Kompromissbereitschaft.

    Bis dahin bleibt den Bürgerinnen und Bürgern nur zuzusehen, wie ein Programm, das für viele ein Lichtblick war, im Verwaltungsnebel verschwindet – zumindest vorerst.
    Der Minister ruft dazu auf, den Haushalt „so schnell wie möglich“ zu verabschieden.
    Ein Satz, den man schon so oft gehört hat, dass er längst wie ein SMS-Standardtext klingt.

    Doch die Zeit läuft.
    Und der Januar wartet auf niemanden.

    Vielleicht gelingt es den streitbaren Parlamentariern ja doch noch, den Schalter wieder umzulegen – bevor die Menschen endgültig den Eindruck gewinnen, dass politisches Handeln vor allem darin besteht, Türen zu schließen, die längst hätten offenstehen sollen.

    Ein Kommentar von Andreas M. B.

  • „Ein kleiner Zuschuss, der viel bewirkt“ – Eine Gemeinde in der Gironde rüstet ihre Bürger gegen Einbrüche

    „Ein kleiner Zuschuss, der viel bewirkt“ – Eine Gemeinde in der Gironde rüstet ihre Bürger gegen Einbrüche

    Ein Sommer, ein paar stille Nächte – und danach war nichts mehr wie zuvor. Im beschaulichen Taillan-Médoc, einer Kleinstadt nahe Bordeaux, hielt im vergangenen Jahr eine Einbruchsserie die Nachbarschaften in Atem. Fensterscheiben klirrten, Haustüren wurden aufgebrochen, Wertgegenstände verschwanden. Der Schock saß tief, das Sicherheitsgefühl war dahin. Alain Locca erinnert sich gut. Der pensionierte Handwerker, wohnhaft in einem ruhigen Viertel, hat Konsequenzen gezogen: Eine Alarmanlage für sein Einfamilienhaus, Kostenpunkt 2.500 Euro. Was für viele wie ein notwendiges, aber kostspieliges Investment klingt, wurde für ihn ein Stück weit erleichtert. Die Gemeinde erstatte ihm 150 Euro – gegen Vorlage der Rechnung. „Das gibt mir die Möglichkeit, jetzt auch noch Außenkameras zu installieren“, sagt er. „Diese kleine Hilfe – das motiviert einen. Es ist ein Anstoß.“ Ein Anstoß mit Wirkung. Denn was als Reaktion auf einen dramatischen Anstieg von Wohnungseinbrüchen begann, entwickelt sich zu …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…