Schlagwort: Flugzeugträger

  • Kommentar: Wo bleibt der Wille zum Frieden? Frankreich baut das grösste Kriegsschiff Europas

    Kommentar: Wo bleibt der Wille zum Frieden? Frankreich baut das grösste Kriegsschiff Europas

    Es gibt Entscheidungen, die lautlos daherkommen – und doch eine gewaltige Botschaft tragen. Der Bau des größten Kriegsschiffs Europas gehört dazu. Frankreich, das Land der Aufklärung, der Menschenrechte, der republikanischen Idee, investiert mehr als zehn Milliarden Euro in einen neuen Flugzeugträger. Ein Schiff, das Macht projizieren soll. Ein Schiff, das einen ganzen Krieg führen kann. Ein Schiff, das den Namen „France libre“ tragen wird.

    Man muss diesen Namen einen Moment lang auf der Zunge zergehen lassen. „Freies Frankreich“. Ein Begriff, geboren aus der dunkelsten Stunde Europas, aus Besatzung, Kollaboration, Widerstand. Ein Begriff, der einst Hoffnung war, moralische Aufrichtung gegen Gewalt und Unterwerfung. Und heute? Heute wird er zum Namen eines Instruments militärischer Macht.

    Ist das noch Erinnerung – oder schon Umdeutung?

    Frankreich baut kein Verteidigungsbollwerk. Es baut ein Symbol. Flugzeugträger sind keine Schutzschilde. Sie sind schwimmende Botschaften. Sie sagen: Wir können überall sein. Wir können überall eingreifen. Wir sind bereit, unsere Interessen notfalls mit militärischer Gewalt durchzusetzen.

    Man kann das Realpolitik nennen. Man kann es strategische Autonomie nennen. Man kann es mit geopolitischen Verschiebungen erklären, mit einem unsicheren Amerika, mit einem aggressiven Russland, mit einem selbstbewussten China. All das stimmt. Und doch bleibt eine Frage, die sich nicht wegdefinieren lässt:

    Wo bleibt in all dem der Wille zum Frieden?

    Europa hat sich nach 1945 ein anderes Versprechen gegeben. Nie wieder sollte Macht allein militärisch gedacht werden. Nie wieder sollte Sicherheit aus der Drohung entstehen, stärker zu sein als der andere. Die europäische Idee war – zumindest im Kern – eine Absage an diese Logik.

    Und nun? Nun kehrt sie zurück. Nicht laut, nicht pathetisch, sondern technisch, rational, budgetiert. Zehn Milliarden hier, neue Systeme dort, strategische Fähigkeiten – das Vokabular ist kühl. Aber die Richtung ist klar.

    Frankreich geht voran. Vielleicht, weil es sich in einer Welt der Unsicherheiten nicht auf andere verlassen will. Vielleicht auch, weil es sich nie ganz von der Vorstellung verabschiedet hat, eine globale Macht zu sein. Der Flugzeugträger ist dafür das perfekte Instrument: sichtbar, beeindruckend, einschüchternd.

    Doch gerade deshalb ist er auch ein politisches Bekenntnis.

    Ein Bekenntnis dazu, dass Sicherheit wieder stärker militärisch gedacht wird. Dass Abschreckung wichtiger wird als Vertrauen. Dass Machtprojektion wieder als legitimes Mittel gilt.

    Man kann das verstehen. Aber man sollte es nicht einfach hinnehmen.

    Denn jeder Flugzeugträger verändert nicht nur militärische Gleichgewichte. Er verändert auch Denkweisen. Wer solche Fähigkeiten besitzt, wird sie in seine Politik einpreisen. Wer sie finanziert, wird sie rechtfertigen müssen. Und wer sie benennt – „France libre“ – verleiht ihnen eine moralische Aura, die sie vielleicht gar nicht verdienen.

    Freiheit, das war einmal ein Begriff des Widerstands gegen Gewalt. Heute wird er zum Etikett für ein System, das im Zweifel Gewalt anwendet.

    Das ist mehr als eine semantische Verschiebung. Es ist eine politische.

    Die eigentliche Tragik liegt darin, dass diese Entwicklung kaum noch Widerspruch hervorruft. Zu plausibel sind die Bedrohungsszenarien, zu präsent die Krisen, zu brüchig die internationale Ordnung. Wer heute für Abrüstung plädiert, wirkt schnell naiv. Wer nach Diplomatie ruft, klingt wie aus einer anderen Zeit.

    Und doch wäre genau das nötig: eine neue Debatte darüber, was Sicherheit im 21. Jahrhundert eigentlich bedeutet.

    Ist sie wirklich nur militärisch zu garantieren? Oder liegt ihre Stärke nicht gerade darin, Alternativen zur Gewalt zu entwickeln?

    Frankreich beantwortet diese Frage derzeit eindeutig. Es setzt auf Stärke, auf Präsenz, auf Abschreckung. Das ist konsequent, vielleicht sogar rational. Aber es ist auch eine Entscheidung – keine Notwendigkeit.

    Und Entscheidungen können hinterfragt werden.

    Ein Flugzeugträger für zehn Milliarden Euro ist nicht nur ein Stück Stahl, Technologie und Ingenieurskunst. Er ist eine Priorität. Er sagt etwas darüber aus, was ein Land für wichtig hält. Und was nicht.

    Man stelle sich vor, welche politische Kraft in einem anderen Signal liegen könnte. In einem Europa, das nicht das größte Kriegsschiff baut, sondern die mutigste Friedensinitiative wagt. In einem Frankreich, das seine historische Erfahrung nicht nur in militärische Stärke übersetzt, sondern in diplomatische Führung.

    Das wäre vielleicht die eigentliche „France libre“ unserer Zeit.

    Stattdessen entsteht ein Schiff.

    Groß. Beeindruckend. Machtvoll.

    Und beunruhigend.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • „France libre“: Macrons neuer Flugzeugträger als geopolitisches Signal

    „France libre“: Macrons neuer Flugzeugträger als geopolitisches Signal

    Mit der Benennung des künftigen französischen Flugzeugträgers als „France libre“ hat Präsident Emmanuel Macron mehr getan, als ein militärisches Großprojekt zu taufen. Die Entscheidung, verkündet am 18. März 2026, verbindet strategische Planung mit historischer Symbolik und politischer Kommunikation. Der Name verweist auf das Selbstverständnis eines Landes, das seine Rolle als eigenständige Macht auch im 21. Jahrhundert behaupten will – militärisch, politisch und ideell. Ein Name als historische Referenz Die Bezeichnung „France libre“ ist untrennbar mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs verbunden. Sie erinnert an jene Bewegung unter Charles de Gaulle, die nach der Niederlage von 1940 den Anspruch auf ein souveränes Frankreich im Exil aufrechterhielt. Der Begriff steht seither für Widerstand, staatliche Kontinuität und nationale Selbstbehauptung. Dass Macron diesen Namen für ein zentrales Rüstungsprojekt wählt, ist kaum zufällig. Vielmehr knüpft er an ein tief verankertes Narrativ a…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Symbol der maritimen Kontinuität

    Symbol der maritimen Kontinuität

    Frankreich startet den Bau eines neuen atomgetriebenen Flugzeugträgers – eine industriepolitische wie sicherheitspolitische Weichenstellung für die Ära nach dem „Charles de Gaulle“ Mitten in den unruhigen geopolitischen Gewässern unserer Zeit hat Frankreich ein klares Zeichen gesetzt: Der neue Flugzeugträger „PA-NG“ (Porte-Avions de Nouvelle Génération) soll ab 2038 das Erbe des 2001 in Dienst gestellten „Charles de Gaulle“ antreten – und dabei mehr sein als nur ein maritimes Nachfolgemodell. Präsident Emmanuel Macron persönlich gab am 21. Dezember 2025 in Abu Dhabi den offiziellen Startschuss für den Bau des nuklear betriebenen Kriegsschiffes. Der politische Zeitpunkt ist ebenso bezeichnend wie der technologische Anspruch: Frankreich will seine Fähigkeit zur globalen Machtprojektion langfristig sichern – in einem internationalen Umfeld, das zunehmend von Unsicherheit und Aufrüstung geprägt ist. Ein technisches und strategisches Schwergewicht Der „PA-NG“ wird mit rund 78.000 Tonnen fas…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frankreichs Machtprojektion im Wandel: Macrons militärpolitisches Signal aus Abu Dhabi

    Frankreichs Machtprojektion im Wandel: Macrons militärpolitisches Signal aus Abu Dhabi

    Mit einem feierlichen Appell an die französischen Streitkräfte und einer strategisch gewichtigen Ankündigung nutzte Präsident Emmanuel Macron seine traditionelle Weihnachtsansprache an das Militär in diesem Jahr zu weit mehr als einer Geste des Dankes. Auf der Militärbasis Zayed Military City in Abu Dhabi unterstrich er nicht nur die Verbundenheit der Nation mit ihren Soldaten, sondern setzte zugleich ein machtpolitisches Ausrufezeichen in einer Region von wachsender geopolitischer Bedeutung.

    Symbolik und Nähe: Die politische Bühne im Wüstensand Die Wahl des Ortes war keineswegs zufällig. Inmitten der angespannten Lage im Nahen und Mittleren Osten sowie zunehmender Unsicherheiten auf See sprach Macron zu den Angehörigen des 5. Regiments der Cuirassiers – der wichtigsten französischen Militärpräsenz auf der arabischen Halbinsel. Emotional eröffnete der Präsident seine Rede mit einem Tribut an die im Dienst Verstorbenen und an die Verwundeten des Jahres 2025 – ein ritualisiertes, aber w…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Heute in der Geschichte: 14. November – Wendepunkte, Entdeckungen und Aufbruch zu neuen Ufern

    Heute in der Geschichte: 14. November – Wendepunkte, Entdeckungen und Aufbruch zu neuen Ufern

    Der 14. November ist ein Tag, an dem bedeutende Ereignisse weltweit und in Frankreich die Geschichte geprägt haben. Von medizinischen Entdeckungen über politische Veränderungen bis hin zu kulturellen Meilensteinen – an diesem Datum kamen Ereignisse zusammen, die Entwicklungen angestoßen oder neue Richtungen aufgezeigt haben. Lassen Sie uns einige der wichtigsten Ereignisse betrachten, die am 14. November stattfanden.

    14. November 1960: Ruby Bridges und der Kampf gegen die Rassentrennung in den USA

    Ein entscheidendes Ereignis in der Geschichte der Bürgerrechte fand am 14. November 1960 in den USA statt: Die sechsjährige Ruby Bridges betrat als erstes afroamerikanisches Kind die William Frantz Elementary School in New Orleans, Louisiana, eine Schule, die bis dahin ausschließlich weißen Kindern vorbehalten war. Ruby musste von Bundesmarschällen begleitet werden, um sie vor Anfeindungen und Drohungen zu schützen. Ihr Schulweg, der von aggressiven Demonstranten gesäumt war, wurde zu einem Symbol für Mut und Entschlossenheit im Kampf gegen die Rassentrennung.

    Ruby Bridges’ Schulbesuch war Teil der Durchsetzung des historischen Urteils „Brown v. Board of Education“, das die Rassentrennung in Schulen für verfassungswidrig erklärte. Doch auch nach diesem Urteil dauerte es Jahre, bis Integration tatsächlich in die Praxis umgesetzt wurde. Ruby Bridges ist bis heute ein Symbol der Bürgerrechtsbewegung und hat Generationen inspiriert, sich für Gleichheit und Gerechtigkeit einzusetzen. Der 14. November erinnert in den USA daran, wie wichtig der Kampf gegen Diskriminierung ist und dass Veränderung oft von den Jüngsten eingeleitet wird.

    14. November 1918: Gründung der Tschechoslowakischen Republik

    Am 14. November 1918, nur wenige Tage nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, wurde die Tschechoslowakische Republik gegründet. Die Gründung dieses neuen Staates war ein Ergebnis der Auflösung des Habsburgerreiches und der neuen Nationalstaatsideen, die nach dem Krieg in Europa aufkamen. Tomáš Garrigue Masaryk wurde zum ersten Präsidenten der Tschechoslowakei ernannt, einem Land, das die Tschechen und Slowaken vereinen sollte.

    Die Tschechoslowakei war ein multiethnisches Land und stand vor Herausforderungen, die verschiedenen ethnischen und sprachlichen Gruppen zu integrieren. Doch die Republik entwickelte sich zu einer der stabilsten und demokratischsten Staaten Mitteleuropas, bis sie im Zweiten Weltkrieg durch die Besetzung durch Nazideutschland und später im Kalten Krieg durch die Sowjetunion in ihrer Souveränität eingeschränkt wurde. Der 14. November ist in der tschechischen und slowakischen Geschichte ein symbolträchtiges Datum, das den Willen zur nationalen Selbstbestimmung und Demokratie repräsentiert.

    14. November 1971: Mariner 9 erreicht den Mars

    Ein bedeutendes Ereignis in der Raumfahrtgeschichte ereignete sich am 14. November 1971, als die NASA-Sonde Mariner 9 als erstes Raumschiff den Mars erfolgreich erreichte und in dessen Umlaufbahn eintrat. Mariner 9 war die erste Sonde, die Bilder des Mars übermittelte, und lieferte beeindruckende Aufnahmen von Marslandschaften, darunter die Vulkane von Tharsis und den Valles Marineris, einen gigantischen Canyon, der nach der Mariner-Mission benannt wurde.

    Diese Mission war ein Durchbruch in der Erforschung des Sonnensystems und lieferte wichtige Daten über den Roten Planeten. Mariner 9 zeigte der Welt die faszinierende und komplexe Geologie des Mars und legte den Grundstein für spätere Missionen. Die Raumfahrt hat seitdem enorme Fortschritte gemacht, doch Mariner 9 bleibt ein Meilenstein, der den Beginn unserer modernen Erforschung anderer Planeten markierte.

    14. November 1948: Geburtstag von Prinz Charles, dem späteren König Charles III.

    Am 14. November 1948 wurde Charles Philip Arthur George, der heutige König Charles III., als ältester Sohn der damaligen Prinzessin Elizabeth und ihres Ehemanns Philip geboren. Als ältester Sohn und direkter Thronfolger stand Charles sein Leben lang im Rampenlicht und trug bereits in jungen Jahren eine besondere Verantwortung als zukünftiger König von Großbritannien und Oberhaupt des Commonwealth.

    Im Laufe der Jahrzehnte hat Charles ein starkes Interesse für Themen wie Umweltschutz, Klimawandel und Architektur entwickelt und setzte sich für soziale Projekte ein. Sein Lebensweg und seine persönlichen Erfahrungen machten ihn zu einer faszinierenden, aber auch oft kontrovers diskutierten Figur der britischen Königsfamilie. Am 8. September 2022, nach dem Tod seiner Mutter, Königin Elizabeth II., bestieg Charles den Thron. Sein Geburtstag am 14. November erinnert an das bewegte Leben eines Monarchen, dessen Visionen und Engagement nicht nur Großbritannien, sondern auch die Welt beeinflussen.

    14. November 1910: Der erste Start eines Flugzeugs von einem Schiff

    Am 14. November 1910 gelang dem amerikanischen Piloten Eugene Ely ein Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt, als er erstmals ein Flugzeug von einem Schiff aus startete. Ely flog eine Curtiss Pusher von einem provisorischen Deck der USS Birmingham, einem Kreuzer der US-Marine, und landete sicher an Land. Dieser Flug war der erste erfolgreiche Versuch, ein Flugzeug von einem Schiff aus zu starten und markierte den Beginn der Marinefliegerei.

    Dieser Pionierflug ebnete den Weg für die Entwicklung von Flugzeugträgern, die heute eine entscheidende Rolle in der modernen Kriegsführung und in der militärischen Präsenz auf den Weltmeeren spielen. Ely’s Mut und Innovationsgeist wurden zum Symbol des Aufbruchs in neue Horizonte und stehen als Beweis dafür, wie Ingenieurskunst und Abenteuerlust zusammenwirken können, um die Grenzen des Möglichen zu erweitern.

    Frankreich und der 14. November: Die Bedeutung der Freiheit und der kulturellen Errungenschaften

    Auch in Frankreich hat der 14. November eine historische Bedeutung. An diesem Tag wird oft an den Wert der Freiheit und den Erhalt der kulturellen Identität erinnert. Gerade im Kontext des Ersten Weltkriegs und der Gründung neuer europäischer Staaten im November 1918 erinnert Frankreich daran, wie wichtig nationale Souveränität und kulturelle Unabhängigkeit sind. Frankreich hat sich stets als Hüter von Freiheit, Menschenrechten und Kultur verstanden, und der 14. November symbolisiert diesen Anspruch.

    Im kulturellen Bereich ist der November auch die Zeit des Gedenkens an berühmte französische Künstler und Intellektuelle, die durch ihr Schaffen dazu beigetragen haben, Frankreich als Zentrum der Kunst und der intellektuellen Freiheit zu etablieren.

    Ein Tag der Vielfalt und des Fortschritts

    Der 14. November steht für viele unterschiedliche Ereignisse, die alle eines gemeinsam haben: Sie markieren Fortschritt und den Mut, neue Wege zu gehen. Von der ersten Mars-Sonde bis zu den bahnbrechenden Schritten in der Bürgerrechtsbewegung und dem mutigen Aufbruch in der Luftfahrtgeschichte zeigt dieser Tag, wie der Mensch Grenzen überschreiten und die Welt verändern kann.

    In Frankreich wie weltweit erinnert der 14. November daran, dass Freiheit, Innovation und Mut die Eckpfeiler menschlichen Fortschritts sind. Er ist ein Tag, der uns inspiriert, an diesen Idealen festzuhalten und sie in die Zukunft zu tragen.

  • Der ehemals französische Flugzeugträger Foch im Atlantik absichtlich versenkt

    Der ehemals französische Flugzeugträger Foch im Atlantik absichtlich versenkt

    Der Flugzeugträger Foch, das ehemalige Flaggschiff der französischen Marine, der seit dem Jahr 2000 unter brasilianischer Flagge fuhr, wurde jetzt im Atlantik versenkt, weil sein Rumpf beschädigt ist und keine Lösung für seine Verschrottung gefunden werden konnte. Die brasilianischen Behörden gaben die Versenkung diese Woche bekannt und erregten damit den Zorn von mehreren NGOs, die das Versenken des riesigen Schiffes als „Umweltverbrechen“ bezeichnen.

    Zusammen mit seinem Zwilling Clemenceau war der Flugzeugträger Foch einst das Flaggschiff der französischen Marine. Die Foch wurde im Jahr 2000 an Brasilien verkauft. Da dem Land das riesige Schiff aber zu teuer im Unterhalt war, wurde es am Freitag im Atlantik versenkt, wie die Behörden diese Woche bekannt gaben. Umweltkatastrophe für die einen, Herzschmerz für die anderen…

    Mit ihren Crusader- und Super-Etendard-Jägern sowie ihren Atomwaffen an Bord brachten die Clemenceau und die Foch mit ihren 2.000 Seeleuten jeweils 32.000 Tonnen Bruttoregistertonnen auf die Weltmeere, bis sie 1997 bzw. 2000 außer Dienst gestellt wurden. Nach einer traurigen Irrfahrt, die vor allem auf das Problem der Asbestentsorgung zurückzuführen war, wurde die Clemenceau schließlich zwischen 2009 und 2010 in England abgewrackt, nachdem ihr der Zugang zur Türkei und zu Indien verwehrt worden war.

    Die Foch, die im Jahr 2000 für 12 Millionen Euro von Brasilien gekauft und in Sao Paulo umbenannt wurde, sah sich am Ende ihres Lebens mit ähnlichen Schwierigkeiten konfrontiert, wie der Plan Brasiliens, sie jetzt zu versenken, beweist. Die Kosten für die Instandhaltung und Modernisierung waren einfach zu hoch. 2017 stellte die brasilianische Marine das Schiff außer Dienst, lehnte den Plan ab, es in ein schwimmendes Museum umzuwandeln, und zog es vor, den Rumpf 2021 zu versteigern.

    Das in Izmir ansässige Unternehmen SÖK Denizcilik aus der Türkei erhielt den Zuschlag für das Abwracken des Schiffes für 1,6 Mio. €. Doch als die Foch auf ihrer letzten Reise ins Mittelmeer geschleppt wurde, erklärte das türkische Umweltministerium sie für „non grata“. Daraufhin entschied Brasilien, das Schiff nun im Atlantik zu versenken.

    Für Umweltschützer ist die Entscheidung, den Flugzeugträger zu versenken, ein schlimmes „Umweltverbrechen“. Von der Organisation Robin Hood als „30.000 Tonnen schweres Giftpaket“ bezeichnet, ist der 266 Meter lange Schiffsrumpf laut Angaben mehrerer Umweltorganisationen mit Asbest, Farben und anderen giftigen Abfällen belastet.

    Die brasilianische Marine hatte vor zwei Wochen angekündigt, den alten Flugzeugträger im Atlantik wieder ins Schlepptau genommen zu haben, nachdem die Türkei die Einfahrt verweigert hatte. Man werde angesichts seines schlechten Zustands und „des hohen Risikos“, das er für die Umwelt darstelle, nicht zulassen, dass der ehemalige Flugzeugträger in einen Hafen oder in brasilianische Hoheitsgewässer zurückkehre.

    „Die brasilianische Marine sollte wegen Fahrlässigkeit verurteilt werden. Wenn sie dieses hochgiftige Boot mitten im Atlantik versenken, verstoßen sie ohne guten Grund gegen drei internationale Umweltabkommen“, kritisiert Jim Puckett, Direktor des Basel Action Network (BAN).

    Experten sagen allerdings, dass Asbest wenn es ‚ertränkt‘ wird, ungefährlich ist. Es sind die Asbeststäube, die bei längerem Einatmen schädlich sind. Das Wrack der Foch könnte sogar ein wunderbarer Zufluchtsort für Fische werden.

    Raymond Erraçarret, früherer Bürgermeister der Stadt Tarbes, meint traurig: „Mit der Abrüstung des Foch geht ein Stück Tarbes verloren“.

    Das Versenken eines ehemaligen Flaggschiffs stimmt nicht nur viele Seeleute, sondern auch die Bewohner von Tarbes traurig. Der Namensgeber des Flugzeugträgers, Marshall Foch, ist 1851 in Tarbes geboren, weswegen die südwestfranzösische Stadt am 28. Januar 1989 die Patenschaft für den Flugzeugträger übernommen hatte. Abgeordnete, ehemalige Matrosen und Gymnasiasten aus der Region, besuchten den Flugzeugträger regelmäßig bis Juni 2000.

  • Le Creusot: Emmanuel Macron kündigt den Bau eines nuklearbetriebenen Flugzeugträgers an

    Le Creusot: Emmanuel Macron kündigt den Bau eines nuklearbetriebenen Flugzeugträgers an

    Der Präsident der Republik bekräftigte, dass die Kernenergie das Antriebsmittel für den nächsten Flugzeugträger bleiben wird, der um das Jahr 2038 fertiggestellt werden soll. Das Werk Le Creusot soll Teile des nuklearen Kesselraums produzieren.

    „Ich habe beschlossen, dass der zukünftige Flugzeugträger, wie der Charles de Gaulle, der 2038 das Ende seiner Lebensdauer erreichen wird, atombetrieben sein wird“. Emmanuel Macron beantwortete bei einem Besuch in der Framatome-Fabrik in Le Creusot die oft gestellte Frage über den Antriebsmodus des nächsten französischen Flugzeugträgers, der als Ersatz für den Charles de Gaulle gebaut wird. Der Nuklearantrieb wurde dem Dieselantrieb vorgezogen.

    Ein Geschenk des Himmels für die Firma Framatome, die von dieser Konstruktion profitieren wird: „Das Werk in Creusot wird wichtige Teile für den nuklearen Kesselraum des Flugzeugträgers herstellen“, erklärte das Staatsoberhaupt.


    Diese Erklärung war genau die Ankündigung, die vom Besuch des Präsidenten der Republik in der Region erwartet wurde. Als Emmanuel Macron gegen 15.30 Uhr im Framatome-Werk in Le Creusot ankam, bekräftigte er die Bedeutung der Kernenergie für die Zukunft von Frankreichs Energie, Wirtschaft und Militär. Insbesondere betonte er die vielen Arbeitsplätze, die durch den Sektor geschaffen wurden, und seinen Handelsüberschuss im Ausland.

    Das Staatsoberhaupt sprach mit zahlreichen Vertretern des Sektors, allein in Burgund-Franche-Comté hat Framatome 500 Lieferbetriebe. Der Präsident kündigte ebenfalls an, dass in Frankreich bald eine Nuklearuniversität gegründet werden soll. Andererseits soll vor 2023 keine Entscheidung über den Bau neuer Kernreaktoren getroffen werden.