Schlagwort: Fische

  • Dürre: Im Departement Ain retten Fischer die Fische aus einem ausgetrockneten Fluss

    Dürre: Im Departement Ain retten Fischer die Fische aus einem ausgetrockneten Fluss

    Die Hitzewelle der letzten Tage hat die Dürre insbesondere im Departement Ain noch weiter verschärft. In der Nähe von Bourg-en-Bresse starteten Fischer jetzt Rettungsaktionen, um die Fische zu bergen.

    Der Fluss is nur noch eine Kieswüste. Das Wasser ist an vielen Stellen vollständig verschwunden. Das wenige Wasser, das noch fliesst, wird immer schwächer und versickert schließlich in der Erde. Aus den wenigen Tümpeln, die noch übrig sind, müssen die noch vorhandenen Fische gerettet werden. Die hohe Wassertemperatur macht es nicht besser. Ab 18 °C schränkt die Forelle ihre Aktivität stark ein und nimmt keine Nahrung mehr zu sich.

    Ohne die Rettungsaktion wäre die Fischpopulation gefährdet. „Der Sommer 2022 hat bereits geschadet, die Wassermengen haben auch im vergangenen Winter keine zufriedenstellende Wiederbesiedlung des Flusses ermöglicht, also bleibt nur noch ein bisschen was zu retten“, erläuterte Pierre Bompard, Direktor des Fischereiverbands des Departements Ain auf dem Sender France 3. Die geretteten Fische werden dann weiter oben, näher an der Quelle des Flusses in kühlerem Wasser wieder ausgesetzt.

  • In den Pyrénées-Orientales müssen wegen Trockenheit Fische umgesiedelt werden

    In den Pyrénées-Orientales müssen wegen Trockenheit Fische umgesiedelt werden

    Die Dürre wirkt sich auf die Wasserfauna der Region aus. In den östlichen Pyrenäen wird eine große Rettungsaktion organisiert, um Fische in Sicherheit zu bringen.

    Eine gnadenlose Jagd, aber für einen guten Zweck. In Toulouges (Pyrénées-Orientales) sind Angler gekommen, um Fische zu retten. Denn für die Wasserfauna im Teich des Parks von Clairfont besteht dringender Handlungsbedarf. Der Wasserspiegel sinkt zusehends. Sébastien Delmas, der Präsident des Fischereiverbands des Departements Pyrénées-Orientales, teilt auf dem Sender France 3 mit, dass „80 Zentimeter Wasser“ fehlen und dass die Fische bei diesem Tempo in einigen Tagen „tot sein werden“.

    Ein Dutzend Freiwillige
    Um die Fische aus dem Schlamm zu heben, wenden die Freiwilligen eine althergebrachte Technik an. Ziel ist es, etwa 250 kg Süßwasserfische und einige Schildkröten einzufangen. Sie sollen in Staubecken umgesiedelt werden, wo der Wassermangel noch nicht so ausgeprägt ist. „Das Wasser wird für die Landwirte gebraucht, die es nutzen müssen, damit wir unsere Ernährungssouveränität behalten. […] Wir haben uns dafür entschieden, … die beiden Seen von Clairfont auf natürliche Weise auszutrocknen“, erklärt der Gemeinderat Nicolas Barthe. Ein Dutzend Freiwillige zogen sich nach dem Aufruf des Fischereiverbands des Departements sofort die Beinlinge an. Diese Aktion ist bereits die fünfzehnte seit Jahresbeginn und zeugt von der immensen Trockenheit.

  • Wasser in französischen Flüssen trotz Klimawandel besser als vor 30 Jahren

    Wasser in französischen Flüssen trotz Klimawandel besser als vor 30 Jahren

    Das Wasser in den Flüssen Süd- und Ostfrankreichs hat sich laut der Wasseragentur Rhône-Méditerranée-Corse in den letzten 30 Jahren sichtbar verbessert.

    Die Wasserbehörde Rhône-Méditerranée-Corse warnt, dass der Kampf um die Wasserqualität, die sich zwar in den letzten 30 Jahren in Süd- und Ostfrankreich deutlich verbessert hat, durch den Klimawandel mit seinen Dürreperioden und starken Regenfällen immer schwieriger wird.

    Der Generaldirektor der Agentur, Laurent Roy, erklärte am Freitag auf einer Pressekonferenz in Montpellier: „Es gibt seit 1990 eine deutliche Verbesserung, die vor allem auf bessere Klärsysteme und einen geringeren Einsatz von Schadstoffen zurückzuführen ist.“

    „Aber mit der globalen Erwärmung leiden die Lebensräume. Mehr Hitze bedeutet mehr Verdunstung und mehr Konzentration von Schadstoffen in den Flüssen“, betonte der Experte.

    „Wir müssen stärker und schneller handeln. Es ist, als würden wir auf einem Laufband in die entgegengesetzte Richtung laufen: Wir kommen zwar voran, aber unsere Ziele sind schwerer zu erreichen“, fügte Laurent Roy hinzu.

    Seine Behörde, die dem Umweltministerium untersteht, entnimmt jedes Jahr Millionen von Proben aus Flüssen, Seen und dem Grundwasser in einem großen Gebiet, das ein Viertel Frankreichs abdeckt, von Burgund (Nordosten) über die Alpen (Osten) und das Rhône-Tal (Süden) bis zum Roussillon (Südwesten) und auf Korsika.

    So stellte die Agentur fest, dass die Metallkonzentration in den Flüssen innerhalb von 15 Jahren um das Sechsfache und die Phosphorkonzentration seit dem Verbot von Phosphaten in Waschmitteln um das Zehnfache gesunken ist.

    Die Hälfte aller Wasserläufe, die zum Mittelmeer führen, sind „in gutem Zustand“, schätzt die Agentur, deren Kriterien von der chemischen Qualität des Wassers bis zur Menge der vorhandenen Fische reichen.

    Für die vier Departements in Okzitanien, die an das Mittelmeer grenzen (Gard, Hérault, Aude und Pyrénées-Orientales), liegt dieser Anteil der Wasserläufe „in gutem Zustand“ etwa bei 48%, so Roy. „Innerhalb von sechs Jahren wollen wir in Okzitanien 67% Wasser von guter Qualität erreichen“, erläuterte der Direktor der Wasserbehörde.

    Er betonte aber auch, dass pharmazeutische Substanzen, Steroide, Hormone und Kosmetika, die zu Hunderten in den Flüssen gefunden werden, der Agentur zunehmend Sorgen bereiten.

    Um die Verschmutzung zu verringern, hat sich die Behörde außerdem mit Landwirten in einem Versuchsprogramm für „Zahlungen für Umweltleistungen“ (Payments for Environmental Services, PES) engagiert. Eine Möglichkeit, Landwirte, von denen einige laut Laurent Roy bereits „sehr motiviert“ sind, dazu zu bewegen, sich einer umweltfreundlicheren Landwirtschaft zuzuwenden.

  • Mittelmeer: Der „Drückerfisch“ beisst Badegäste an der Côte d’Azur

    Mittelmeer: Der „Drückerfisch“ beisst Badegäste an der Côte d’Azur

    Urlauber, die in der Gegend von Antibes und Cannes badeten, wurden von Drückerfischen gebissen. Aber was ist das überhaupt für ein Fisch?

    Seit einem Monat beißt der Drückerfisch in der Gegend von Antibes und Cannes, nur wenige Meter vom Strand entfernt, überraschend in die Beine der Badegäste, wie der Sender BFMTV berichtet. „Der Mann einer Freundin, der vor zwei Wochen von einem Fisch vor der Küste gebissen wurde, hat ein bisschen geblutet. Das macht ein bisschen Angst, aber es ist nicht so schlimm“, berichtet eine Urlauberin auf BFMTV.

    Der Gemeine Drückerfisch (Balistes capriscus) ist ein Fisch, der normalerweise nur in tropischen Gewässern wie der Karibik vorkommt. Gelegentlich findet man ihn auch im Mittelmeer. Er ist sehr neugierig und gesellig, kann aber auch aggressiv werden, wenn er sich bedroht fühlt. Das Tier gilt als nicht invasive Art und kann bis zu 60 Zentimeter groß werden. Es ernährt sich von Seeigeln und hat sehr starke Schneidezähne am Ende des Mauls.

    Drückerfischbisse waren bereits 2020 in Sant-Raphaël im Departement Var oder in Leucate im Departement Aude gemeldet worden. Wie Pascal Romans vom Konservatorium in Banyuls damals gegenüber der Zeitung La Dépêche du Midi erklärte, könnte sich das Tier „in der Fortpflanzungsphase“ befinden: „In tropischen Gewässern ist es unmöglich, sich einem Drückerfischnest zu nähern…“ Bei der Begegnung mit dem Drückerfisch empfiehlt der Experte, den Fisch mit einem Kescher zu fangen und ihn dann von der Küste weg ins offene Meer zu verbringen.