Schlagwort: Finale

  • WM 2022: Ausschreitungen in Lyon und Nizza nach dem Finale zwischen Argentinien und Frankreich

    WM 2022: Ausschreitungen in Lyon und Nizza nach dem Finale zwischen Argentinien und Frankreich

    In Lyon und Nizza wurden Polizisten angegriffen. Der Präfekt des Departements Rhône berichtet von etwa 15 Festnahmen in Lyon. Aus dem Departement Alpes-Maritimes gab es keine Zahlen.

    Am Sonntag, dem 18. Dezember, kam es am Rande des WM-Finales zwischen Argentinien und Frankreich zu Zwischenfällen auf der Avenue Jean Médecin, der Hauptstraße im Zentrum von Nizza, berichtet France Bleu Azur. Vermummte Personen zielten mit Feuerwerkskörpern auf Polizisten. Die Polizisten antworteten mit Tränengas. Mehrere Mülltonnen gingen in Flammen auf. Christian Estrosi, der Bürgermeister von Nizza, verurteilte „mit äußerster Schärfe das Vorgehen der Schläger, die die Ordnungskräfte angegriffen haben“. Er wünscht sich harte Strafen.

    Ausschreitungen auch in Lyon
    In Lyon wurden etwa 15 Personen festgenommen, wie der Präfekt der Region Auvergne-Rhône-Alpes und des Departements Rhône auf Twitter mitteilte. Präfekt Pascal Mailhos „verurteilt die Gewalt gegen die Ordnungskräfte und unterstützt die betroffenen Beamten in vollem Umfang“.

    Die Vorfälle ereigneten sich in der Innenstadt von Lyon nach dem Finale der Fußballweltmeisterschaft. In der Nähe des Place Bellecour wurden die Ordnungskräfte mit Wurfgeschossen beworfen. „Die Ordnungskräfte erwiderten die Angriffe auf verhältnismäßige Weise, um die feindlich gesinnten Personen zu zerstreuen“, erklärte die Präfektur des Departements.

  • WM-Endspiel: In Marseille ist die Stimmung nach der Niederlage von Les Bleus im Keller

    WM-Endspiel: In Marseille ist die Stimmung nach der Niederlage von Les Bleus im Keller

    Die Marseiller, die in den Bars der Stadt das Finale der Fußballweltmeisterschaft verfolgten, konnten ihre Enttäuschung über die Niederlage im Elfmeterschießen gegen Argentinien nicht verbergen. Eine Reportage von France 3.

    Enttäuschung machte sich am Vieux-Port und in ganz Marseille am Sonntagabend breit. Die Niederlage von Les Bleus im Elfmeterschießen gegen Argentinien vertrieb die schöne Stimmung, die zu Beginn des Tages in den Bars der Stadt geherrscht hatte. Nachdem die Aufregung etwas nachgelassen hat, ziehen es die französischen Fans vor, das Positive in dem Spiel zu sehen. „Wir haben nichts aufgegeben, wir sind bis ans Ende unserer Kräfte gegangen“, sagt einer von ihnen gegenüber dem Sender France 3, während sein Freund „all denen dankte, die es den Fans ermöglicht haben, dieses historische Finale in vollen Zügen zu genießen“.

    Und auch wenn die fröhlichen Gesichter verschwunden waren, wollte niemand auf die Schuldigen im Elfmeterschießen einprügeln. „Uns fehlte der Erfolg, die anderen hatten ihn. Wir geben Tchouaméni und Coman nicht die Schuld für die verpatzten Schüsse“. Auch Mbappés Leistung blieb natürlich nicht unbemerkt, hier und da war in den Straßen von Marseille zu hören, dass für seine Leistung ein „Ballon d’Or“ angemessen sei. Obwohl die Niederlage die Stimmung der Franzosen spürbar trübte, beschlossen einige, trotzdem bis in die Nacht hinein zu feiern. Wahrscheinlich, um ihre Enttäuschung über das knappe Verpassen eines historischen Erfolgs in Wein, Bier und Gelächter zu ertränken.

  • Champions League: 105 Festnahmen in Paris am Rande des Endspiels Liverpool-Real Madrid

    Champions League: 105 Festnahmen in Paris am Rande des Endspiels Liverpool-Real Madrid

    105 Festnahmen und 39 Personen, die in Polizeigewahrsam genommen wurden. Das ist die bisherige offizielle Bilanz des Innenministeriums für den Abend des Champions-League-Finales.

    Am Samstagabend, dem 28. Mai, wurden in Paris während des Champions-League-Finalabends, der von Zwischenfällen rund um den Zugang zum Stade de France überschattet wurde, laut einer neuen Bilanz des Innenministeriums 155 Personen fest- und 39 in Polizeigewahrsam genommen.

    Der Beginn des Spiels zwischen Real Madrid und Liverpool (1:0) musste aufgrund von Auseinandersetzungen außerhalb des Stadions um eine halbe Stunde verschoben werden, was bei einem Spiel auf diesem Niveau äusserst selten vorkommt. Viele Fans hatten versucht, über die Zäune des Stadions zu klettern und so den Zugang zu erzwingen. Es kam zu Scharmützeln mit den Sicherheitskräften, die die Eindringlinge zurückdrängten und Tränengas einsetzten. Eine unbekannte Anzahl von Zuschauern mit gültigen Eintrittskarten konnte deshalb erst gegen Ende der ersten Halbzeit ins Stadion gelangen.

    Lesen Sie auch: Liverpool-Real Madrid: Zusammenstöße und Chaos in Paris…

    Die Pariser Polizeipräfektur hatte in einer am Samstagabend veröffentlichten Erklärung verlauten lassen, dass vor dem Spiel „zahlreiche Fans ohne Eintrittskarten oder mit gefälschten Tickets den Zugang zum Stade de France im Bereich des äußeren Sicherheitsbereichs gestört hatten“. Innenminister Gérald Darmanin hatte in einem Tweet auf das Verhalten „Tausender britischer ‚Fans‘ ohne Tickets oder mit gefälschten Tickets, die den Zugang zum Stade de France erzwingen wollten“, hingewiesen. Er hatte ein Foto gepostet, auf dem er zusammen mit der Sportministerin im Sicherheitszentrum des Stade de France zu sehen ist:

    Eine regierungsnahe Quelle meldete am Sonntag, das Problem liege an „Tausenden von gefälschten Tickets“, die zu Warteschlangen vor den Stadiontoren geführt hätten.

    Polizeigewahrsam wegen Gewalttätigkeiten und Diebstählen
    Die Präfektur hatte eine Sicherheitszone mit Großbildschirmen, Getränken und Unterhaltung auf dem Cours de Vincennes organisiert, um die rund 40.000 englischen Fans der „Reds“, die keine Eintrittskarte hatten, unterzubringen. Trotz der Niederlage von Liverpool verlief die Räumung dieses „Hochrisikobereichs“ nach dem Match ohne Zwischenfälle.

    Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft wurden rund 20 Personen in Polizeigewahrsam genommen, hauptsächlich wegen Gewalttätigkeiten und Diebstählen auf öffentlichen Straßen in der Nähe der „Fan-Zonen“. Eine der festgenommenen Personen wird wegen des Versuchs, gefälschte Eintrittskarten für das Spiel zu verkaufen, verhört.

    Die Pariser Feuerwehr berichtete ihrerseits von einem „eher ruhigen Abend“, was die Zahl der Sanitäts-Einsätze betraf. Insgesamt 238 Personen wurden im Lauf des Tages von den verschiedenen Rettungsdiensten versorgt, von Betrunkenheit bis hin zu kleinen Unfällen, einschließlich Tränengasvergiftungen, wie ein Sprecher der Pariser Feuerwehr der Nachrichtenagentur AFP sagte.

  • Ukraine-Krise: Das Finale der Champions League wird nicht in St. Petersburg ausgetragen

    Ukraine-Krise: Das Finale der Champions League wird nicht in St. Petersburg ausgetragen

    Die UEFA hatte für diesen Freitagmorgen eine außerordentliche Sitzung ihres Exekutivkomitees einberufen.

    Das Finale der Fußball-Champions-League wird nun zum geplanten Termin im Stade de France ausgetragen, wie Franceinfo am Freitag, 25. Februar, meldet. Ursprünglich sollte es am 28. Mai im russischen St. Petersburg ausgetragen werden, doch nach der russischen Invasion in der Ukraine hatte die UEFA am Freitagmorgen eine außerordentliche Sitzung ihres Exekutivkomitees einberufen.

    Nach Informationen von Franceinfo wurde dieser Stadionwechsel direkt vom UEFA-Präsidenten Aleksander Čeferin vorbereitet, der deswegen mit Emmanuel Macron telefoniert hat. Eine Form der Verneigung gegenüber dem französischen Präsidenten, was laut UEFA ein Symbol inmitten der russisch-ukrainischen Krise sein soll. Frankreich hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne. Die ungarischen und britischen Vorschläge blieben ebenso erfolglos wie die Vorschläge der Golfstaaten.

    Die Entscheidung für das Stade de France wurde auch dadurch erleichter, dass die UEFA das Stadion bereits gut kennt. Das Stade de France war Austragungsort von sieben Spielen der Fußball-Europameisterschaft 2016, darunter das Finale, das Frankreich gegen Portugal verlor (0:1). Nun wird das Stade de France also erneut ein Champions-League-Finale ausrichten.