Schlagwort: Ferien

  • Wenn der Tank zur Kostenfalle wird – Wie hohe Spritpreise den Urlaub verändern

    Wenn der Tank zur Kostenfalle wird – Wie hohe Spritpreise den Urlaub verändern

    Der Blick auf die Zapfsäule genügt, um die Stimmung zu kippen.

    Was einst ein beiläufiger Zwischenstopp war, entwickelt sich für viele Reisende zur kalkulierten Entscheidung – oder gleich zum Grund, den Urlaub neu zu denken. Seit der Ölpreis wieder die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritten hat, geraten insbesondere Autofahrer ins Grübeln. Und das ausgerechnet zu Beginn der Ferienzeit, in der Mobilität traditionell Freiheit verspricht.

    Doch Freiheit hat ihren Preis.

    Wer heute in den Urlaub startet, plant genauer, wägt ab, rechnet nach. Die klassische Vorstellung vom spontanen Roadtrip, vom ziellosen Erkunden entlegener Küsten oder idyllischer Bergdörfer, bekommt Risse. Stattdessen rücken nahegelegene Ziele in den Fokus. Regionen, die bislang als Zwischenstopp galten, avancieren plötzlich zum Hauptziel. Die Bretagne statt Spanien, der Schwarzwald statt Südfrankreich – Entscheidungen, die weniger aus Sehnsucht als aus Vernunft geboren werden.

    Manche sprechen offen darüber.

    „Wir fahren dieses Jahr einfach weniger weit“, sagt ein Urlauber, während er die Zapfpistole zurückhängt. Ein anderer ergänzt, halb scherzend, halb resigniert: „Das Wohnmobil bleibt öfter stehen als uns lieb ist.“ Solche Sätze fallen inzwischen häufig – sie spiegeln eine stille Anpassung wider, die sich quer durch alle Altersgruppen zieht.

    Besonders spürbar trifft diese Entwicklung die Tourismusbranche.

    Campingplätze, traditionell ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit, verzeichnen erste Rückgänge. Betreiber berichten von leicht sinkenden Buchungszahlen. Nicht dramatisch, aber deutlich genug, um hellhörig zu werden. Einige Gäste verschieben ihre Reisen, andere kürzen die Aufenthaltsdauer. Es ist kein Einbruch, eher ein leises Nachlassen – doch genau darin liegt die Herausforderung.

    Denn der Tourismus lebt von Bewegung.

    Weniger Bewegung bedeutet weniger Konsum vor Ort, weniger Ausflüge, weniger spontane Restaurantbesuche. Die wirtschaftlichen Folgen lassen sich noch nicht vollständig beziffern, doch die Tendenz ist klar: Steigende Mobilitätskosten verändern das Verhalten der Reisenden nachhaltig.

    Auch politisch bleibt die Lage nicht unbeachtet.

    Um Engpässe zu vermeiden, wurden zusätzliche Maßnahmen ergriffen, etwa die Ausweitung von Kraftstofflieferungen an Wochenenden und Feiertagen. Ein logistischer Kraftakt, der vor allem eines zeigen soll: Versorgungssicherheit hat Priorität.

    Und doch bleibt ein Gefühl der Unsicherheit.

    Urlaub, einst Synonym für Leichtigkeit, wird zunehmend zur Frage der Kalkulation. Wie weit kann ich fahren? Wie oft tanke ich? Lohnt sich die lange Strecke überhaupt noch? Fragen, die früher kaum eine Rolle spielten, bestimmen heute die Planung.

    Am Ende entsteht ein neues Reiseverhalten – leiser, vorsichtiger, bodenständiger.

    Vielleicht liegt darin auch eine Chance.

    Weniger Fernweh, mehr Nähe. Weniger Strecke, mehr Zeit am Ziel. Oder, ganz schlicht gesagt: ein bisschen runter vom Gas.

    Autor: Andreas M. B.

  • Tragödie im „Camping les Flots Bleus“: Vierjähriger ertrinkt in der Poolanlage

    Tragödie im „Camping les Flots Bleus“: Vierjähriger ertrinkt in der Poolanlage

    Ein Sommertag, der in Lachen und Ferienlaune begann, endete in tiefer Trauer.Am Samstag, dem 9. August 2025, ertrank im bekannten „Camping des Flots Bleus“ in La Teste-de-Buch (Gironde) ein vierjähriger Junge aus Loire-Atlantique. Der Ort, der einst als Kulisse für den Kinohit „Camping“ mit Franck Dubosc diente, wurde zum Schauplatz eines tödlichen Unglücks Das Kind war am frühen Abend, gegen 19 Uhr, der Aufsicht seiner Eltern entwischt – nur wenige Minuten, in denen es gemeinsam mit seinem neun Jahre älteren Bruder unterwegs war. Dann die Katastrophe: Mitarbeiter und Badegäste fanden den Jungen leblos im Wasser der Camping-Poolanlage. Sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen, die schnelle Ankunft der Rettungskräfte und der Hubschraubertransport ins Krankenhaus Haut-Lévêque in Pessac konnten sein Leben nicht mehr retten.

    Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um den genauen Ablauf des Geschehens zu rekonstruie…

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  • Urlaub ist kein Luxus – Warum Millionen Franzosen trotzdem auf Ferien verzichten müssen

    Urlaub ist kein Luxus – Warum Millionen Franzosen trotzdem auf Ferien verzichten müssen

    Wenn Frankreich im Sommer scheinbar geschlossen an die Küste zieht, täuscht der Eindruck: Während die Autoroutes überquellen und Strände belagert werden, bleibt für Millionen der Rückzug ins Ferienidyll eine Illusion. Fast 40 Prozent der Französinnen und Franzosen verreisen nicht – nicht aus freien stücken, sondern weil sie es sich nicht leisten können. Der Blick hinter das sommerliche Postkartenidyll offenbart eine soziale Kluft, die in Frankreich seit Jahrzehnten besteht und mit der wirtschaftlichen Unsicherheit vieler Haushalte verknüpft ist.

    Urlaub ist ungleich verteilt

    Die Zahlen des Crédoc, ausgewertet vom französischen Observatoire des inégalités, zeigen ein scheinbar stabiles Bild: Etwa 60 Prozent der Bevölkerung waren im vergangenen Jahr mindestens einmal im Urlaub. Doch die Statistik verbirgt strukturelle Unterschiede. Denn wer mit einem monatlichen Haushaltseinkommen über 2.755 Euro lebt, fährt in 76 Prozent der Fälle in die Ferien – bei den unterdurchschnittlich Verdienenden sind es nur 42 Prozent. Die unterste Einkommensgruppe bleibt zu knapp 60 Prozent zu Hause. Noch gravierender: Bei einem Nettoeinkommen über 2.500 Euro pro Person liegt die Urlaubsquote sogar bei 97 Prozent.

    Die Entscheidung, nicht zu verreisen, ist also selten freiwillig. Vielmehr verweist sie auf beschränkte Mittel, Unsicherheiten im Erwerbsleben oder strukturelle Benachteiligungen. Besonders betroffen sind Menschen mit Behinderung: Fast 40 Prozent von ihnen geben an, sich noch nicht mal eine einwöchige Auszeit leisten zu können – das sind beinahe doppelt so viele wie in der nicht-behinderten Bevölkerung. Hinzu kommen zusätzliche Barrieren wie fehlende barrierefreie Unterkünfte oder hohe Betreuungskosten.

    Vom Reisen ausgeschlossen – auch im Alter

    Auch bei den Rentnerinnen und Rentnern ist ein schleichender Rückgang der Reiseaktivität zu beobachten. Während Anfang der 2000er-Jahre noch über 84 Prozent dieser Gruppe verreisten, sind es heute nur noch 76 Prozent. Neben altersbedingten gesundheitlichen Einschränkungen spielen wirtschaftliche Gründe zunehmend eine Rolle – insbesondere für Menschen mit kleinen Pensionen. Die Pandemie hat diese Entwicklung verstärkt: Verunsicherung und Vorsicht gehen mit gestiegenen Lebenshaltungskosten einher, die auch im Ruhestand nicht spurlos bleiben.

    Mehr als Erholung: Der soziale Wert der Ferien

    Ferien sind nicht nur Erholung, sondern ein soziales und kulturelles Gut. Wer regelmäßig verreist, profitiert nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Der Ortswechsel wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus, fördert familiären Zusammenhalt, soziale Teilhabe und oft auch den Bildungshorizont – besonders bei Kindern.

    Die Abwesenheit solcher Erfahrungen kann zu einem Gefühl sozialer Ausgrenzung führen. Besonders Kinder aus Haushalten ohne Urlaubsreisen stehen nach den Sommerferien oft im Abseits, wenn Erlebnisse ausgetauscht werden. Diese symbolische Ausgrenzung wirkt früh – und verstärkt soziale Ungleichheiten im Bildungskontext. Auch Erwachsene empfinden zunehmend Scham, wenn sie keine Ferienerlebnisse vorweisen können. In manchen Fällen werden sogar fiktive Reisen „erfunden“, um nicht abzufallen.

    Politische Handlungsspielräume

    Die sozialen Ungleichheiten im Zugang zu Urlaub sind nicht neu – sie werden jedoch in einer Zeit wachsender sozialer Polarisierung wieder sichtbarer. Frankreich verfügt über ein Netzwerk an Förderinstrumenten, das theoretisch allen eine Auszeit ermöglichen soll: etwa über die Agence nationale pour les chèques-vacances (ANCV), die mit Arbeitgebern und Gebietskörperschaften zusammenarbeitet. Doch in der Praxis erreichen diese Mittel oft nicht die Bedürftigsten.

    Ein Reformansatz könnte darin bestehen, den sogenannten tourisme social gezielt auszubauen – also Ferienangebote für Haushalte mit kleinem Einkommen, beispielsweise durch verbilligte Unterkünfte in staatlich geförderten Ferienanlagen. Auch lokale Förderprogramme könnten besser abgestimmt und sichtbarer gemacht werden. Manche Regionen fördern heute schon gezielt Urlaubsreisen für einkommensschwache Familien – doch das Angebot bleibt oft fragmentiert und unübersichtlich.

    Ein weiteres Potenzial liegt in der Förderung von „nahen Ferien“ – also Kurztrips innerhalb der eigenen Region. Solche Angebote wären ökologisch sinnvoll, kostengünstiger und leichter zugänglich. Doch auch sie setzen eine gewisse Planungssicherheit und Mobilität voraus – Ressourcen, die nicht allen zur Verfügung stehen.

    Nicht zuletzt muss der gesellschaftliche Diskurs verändert werden: Weg von der Vorstellung, dass Ferien ein privatwirtschaftlich zu organisierendes Luxusgut seien – hin zur Anerkennung, dass auch Erholung zur sozialen Teilhabe gehört. Denn in einer Gesellschaft, die Freizeit und Selbstverwirklichung zunehmend zur Norm erhebt, ist der Ausschluss von Ferien mehr als ein logistisches Problem – er ist ein Symbol für gesellschaftliche Ungleichheit.

    Das Bild einer in Ferien vereinten Nation stimmt also nur teilweise. Die stillen Wohnungen und leeren Balkone im Sommer erzählen nur einen Teil der Geschichte – die strukturellen Barrieren, verdeckte Armut und der unsichtbare Verzicht von Millionen bleibt unter der Oberfläche verborgen.

    Autor: P. Tiko

  • Frühling in den Bergen: Ski, Wanderlust und Sparangebote begeistern Frankreich

    Frühling in den Bergen: Ski, Wanderlust und Sparangebote begeistern Frankreich

    Frühling 2025 – und plötzlich sind die Berge wieder voll im Trend! Die Franzosen entdecken ihre Liebe zu den Höhenlagen neu, und das nicht nur wegen der letzten Schneereste. Die Osterferien locken viele in die Alpen, die Pyrenäen und sogar in die Vogesen. Was macht den Reiz aus? Ein Mix aus Sonnenskilauf, blühenden Landschaften und handfesten Sparvorteilen. Sonnenskilauf statt Wintergrau Klassisch endet die Skisaison mit dem Frühling. Doch dieses Jahr? Da geht noch was! Skifahren im April – unter strahlend blauem Himmel, während in den Tälern schon die ersten Blumen sprießen. Gerade die bekannten Skiorte in den Alpen wie Tignes oder Val d’Isère profitieren von einem stabilen Schneefundament. Die Skilifte laufen länger als sonst, und die Buchungen? Die schnellen durch die Decke! Woran liegt das? Ganz einfach: Das Skifahren im Frühling hat seinen eigenen Charme. Keine Eiseskälte, keine überfüllten Pisten, sondern milde Temperaturen und herrlicher Sonnenschein. Ein bisschen Après-Ski im T…

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  • Mit dem Hausboot durchs Herz Frankreichs: Neuheiten auf Burgunds Wasserwegen und dem Rhein-Rhône-Kanal

    Mit dem Hausboot durchs Herz Frankreichs: Neuheiten auf Burgunds Wasserwegen und dem Rhein-Rhône-Kanal

    Frankreich und Flusstourismus – das gehört zusammen wie Baguette und Camembert. Doch 2025 hebt sich das Erlebnis auf den Wasserstraßen Burgunds und entlang des Rhein-Rhône-Kanals auf ein ganz neues Level. Zwischen modernen Hausbooten, Wellness-Oasen auf dem Wasser und stillen, von Sonnenlicht durchfluteten Kanälen entfaltet sich eine Region, die den Spagat zwischen Naturgenuss, Kultur und Nachhaltigkeit auf beeindruckende Weise meistert.

    Der neue Rhythmus Burgunds

    Der Frühling 2025 bringt frischen Wind auf Burgunds Flüsse. Die Region setzt nicht nur auf romantische Idylle, sondern auch auf Innovation – und das spürt man bei jeder Schleuse. Allen voran: Saint-Jean-de-Losne, das traditionsreiche Zentrum des Flusstourismus, das vom 25. bis 27. April mit dem Salon Fluvial wieder zur Bühne für Neuheiten auf dem Wasser wird. Wer sich schon immer für neue Bootstypen, ökologischen Antrieb oder luxuriöse Kabinenausstattung interessiert hat, findet hier sein Paradies.

    Doch was erwartet Reisende konkret auf den Flüssen und Kanälen?

    Zwischen Schleusen und Geschichten – Flussabenteuer in Gray

    Beginnen wir unsere Reise in Gray an der Saône. Hier schippert das Boot „Les Audacieux“ gemütlich durchs Wasser – vorbei an alten Schleusen, malerischen Uferlandschaften und mit spannenden Geschichten im Gepäck. Wer hätte gedacht, dass man mitten im Nirgendwo spannende Anekdoten über historische Persönlichkeiten, Flusstourismus und das Erbe der Region erfährt? Dazu gibt’s, wenn man möchte, ein feines Essen an Bord. Und mit jedem Kilometer wächst das Gefühl: Hier bewegt man sich nicht nur durch Raum, sondern durch Zeit.

    Elektrisch, leise, luxuriös – Nachhaltig unterwegs auf der Saône

    Ein paar Kilometer weiter taucht das „Cap Val de Saône“ auf – ein wahrer Vorreiter in Sachen grüner Mobilität. Dieses elektrisch betriebene Hausboot gleitet fast lautlos über das Wasser. An Bord: Platz für bis zu zwölf Personen, eine moderne Ausstattung und das gute Gefühl, nachhaltig zu reisen. Wer sagt eigentlich, dass Umweltschutz Verzicht bedeutet? Hier steht Komfort ganz oben auf dem Kurs – ganz ohne Motorenlärm und Dieselgeruch.

    Wellness, Wein und Wasserträume – die „Blue Note“

    Ein bisschen Entspannung gefällig? Dann ab nach Seurre zur „Blue Note“. Schon der Name klingt nach Jazz, Sommer und Müßiggang. An Bord dieses eleganten Boots erwartet Gäste ein Rundum-Wohlfühlprogramm. Massagen, gesundes Essen, Tage voller Ruhe – das Wasser wird hier zur Wellness-Oase. Wer lieber kulinarisch genießt, gönnt sich Plancha- oder Frittura-Tage – frisch, herzhaft, französisch. Und wer es richtig exklusiv möchte, kann sich auf einem luxuriösen Katamaran durch die Region treiben lassen – mit vier Doppelzimmern und riesigem Sonnendeck.

    Natur hautnah – schwimmende Cottages und feine Entdeckungen

    Ein ganz anderes Erlebnis bieten die schwimmenden Hütten auf dem Burgund-Kanal. Diese „Cottages Flottants Insolites“ verbinden Ökologie und Gemütlichkeit. Sie sind mit Solarstrom betrieben, verfügen über private Spas und bieten Platz für Familien oder Freundesgruppen. Stell dir vor: Morgens aufwachen, von Wasser umgeben, die ersten Sonnenstrahlen glitzern durch die Fenster – und der Tag beginnt mit einem Sprung ins kühle Nass.

    Ein Fluss, zwei Seelen – Saône und Doubs entdecken

    Im Herzen der Region führt ein neues Ausflugskonzept von Saône Doubs Bresse Reisende auf eine Erkundungsfahrt mit Kapitän. Das Besondere: Die Fahrt führt durch die stille Begegnung zweier Flüsse, Saône und Doubs, die hier zusammenfließen. Natur und Technik treffen aufeinander – und plötzlich wird einem klar, wie vielschichtig Wasser sein kann. Sanft, mächtig, verbindend.

    Hausbootträume und Hühner mit Geschichte

    Wer lieber selbst Kapitän spielt, chartert ein Hausboot bei Canalous Plaisance oder Saône Plaisance. Besonders die Seille, ein Nebenfluss der Saône, bietet dafür ideale Bedingungen. Hier schippert man gemütlich durch sattgrüne Landschaften, vorbei an charmanten Dörfern. In Louhans lockt der legendäre Markt mit seinen weißen Bresse-Hühnern – nicht umsonst eine Delikatesse mit Herkunftssiegel.

    Und gleich ums Eck wartet das Naturreservat Truchère-Ratenelle. Zwischen Schilf und stillen Tümpeln lassen sich hier Reiher beobachten, Libellen tanzen in der Luft – ein Ort, der den Herzschlag verlangsamt.

    Vom Fluss aufs Fahrrad – rund um Besançon

    Die Region Grand Besançon Métropole hat sich etwas Besonderes ausgedacht: Hier lassen sich Fluss- und Outdoor-Abenteuer kombinieren. Nach der Bootsfahrt warten Radtouren, Wanderungen oder Kajaktouren. Für Stadterkundungen stehen jetzt sogar elektrische Rikschas bereit – leise, gemütlich und mit bestem Blick auf die Altstadtgassen von Besançon oder die Flussufer bei Deluz.

    Und wie wär’s mit einem Abstecher zur berühmten Zitadelle von Besançon? Hoch über dem Fluss thront sie wie ein steinerner Wächter und erzählt Geschichten aus Jahrhunderten – von Festungen, Eroberungen und neuen Anfängen.

    Wohin die Reise geht – die Zukunft des Flusstourismus

    Eine leise Revolution rollt durch Burgund. Anbieter wie Le Boat oder Locaboat setzen auf neue Standards: Boote mit Hybridantrieb, Tanks, die mit HVO-Kraftstoff – also hydriertem Pflanzenöl – befüllt werden, und clevere Routen, die Natur und Technik versöhnen. Die Pénichette Neo® ist dabei ebenso Teil dieser neuen Ära wie das Luxusboot Liberty, das beweist, dass Nachhaltigkeit nicht Verzicht, sondern Fortschritt bedeutet.

    Na, neugierig geworden?

    Die Flüsse Burgunds erzählen keine Geschichten – sie flüstern sie einem ins Ohr. Und manchmal reicht ein sanftes Plätschern am Bootsrumpf, um zu wissen: Hier ist man genau richtig.

    Ein Reisebericht von V.O.Yager

  • Winterferien am Meer: Immer mehr Urlauber zieht es an die Küste

    Winterferien am Meer: Immer mehr Urlauber zieht es an die Küste

    Während die Skigebiete im Februar traditionell Hochsaison haben, erleben auch die Küstenstädte in Südfrankreich einen wachsenden Besucheransturm. Milde Temperaturen und erschwingliche Preise machen das Meer zur neuen Winteralternative für viele Urlauber.

    Flucht vor dem Wintergrau: Sonne statt Skibrille

    Wer monatelang durch graues Wetter und Regen stapft, sehnt sich nach Licht und Wärme – genau das treibt immer mehr Urlauber aus dem Norden Frankreichs an die Küsten des Mittelmeers. Ob aus Nantes, Lille oder Vendée: Viele Familien tauschen Pulverschnee gegen Sonnenschein und genießen im Februar angenehme 20 Grad im Süden.

    Ein Vater aus Nord-Pas-de-Calais beschreibt das Gefühl treffend: „Es ist, als würde man nach Monaten des Trübsinns endlich wieder aufatmen. Sobald wir die Sonne sehen, fühlen wir uns lebendig.“

    Das Meer als kostengünstige Alternative

    Der Trend zeigt sich auch in den Zahlen: 2024 entschieden sich doppelt so viele Franzosen für einen Winterurlaub am Meer wie für eine Reise in die Berge. Ein Grund dafür ist der Preis. Ferien an der Küste sind im Februar rund 30 % günstiger als in der Hochsaison im Sommer – ein echtes Argument für Familien und Paare, die spontan ein paar Tage dem Alltag entfliehen möchten.

    Besonders zum Valentinstag waren die Unterkünfte ausgebucht. Die Atmosphäre? Fast schon sommerlich! Viele genießen es, die Strände ohne Menschenmassen zu erleben, gemütlich entlang der Promenaden zu schlendern oder einfach die Ruhe des Meeres zu genießen.

    Winter am Meer: Weniger Stress, mehr Freiheit

    Neben den niedrigeren Kosten schätzen viele Urlauber die Flexibilität eines Winteraufenthalts an der Küste. Keine überfüllten Skipisten, kein teurer Skipass – stattdessen ein entspannter Kurztrip mit vielfältigem Freizeitangebot.

    Sasha, eine Urlauberin aus Nantes, schwärmt: „Wir sind für drei Tage hier und haben ein kleines Programm: Minigolf, ein Besuch im Aquarium – einfach die Seele baumeln lassen.“ Die Wassertemperaturen von 10 Grad schrecken die meisten vom Baden ab, doch für viele liegt der wahre Luxus darin, den Strand fast für sich allein zu haben.

    Ein Trend, der bleibt?

    Ob sich dieser Boom der Küstenorte im Winter langfristig hält, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Immer mehr Menschen suchen nach Alternativen zum klassischen Skiurlaub – sei es aus Kostengründen, wegen der Umwelt oder einfach, um die Sonne zu genießen. Und wer kann es ihnen verübeln?

    Von C. Hatty

  • Frankreich: Wie Sie im Schuljahr 2024-2025 Ihre Urlaubstage optimal nutzen

    Frankreich: Wie Sie im Schuljahr 2024-2025 Ihre Urlaubstage optimal nutzen

    Wer clever plant, kann mehr entspannen.

    Das neue Schuljahr hat gerade erst begonnen, und schon träumen Sie von der nächsten Auszeit? Gute Nachrichten: Im Schuljahr 2024-2025 fällt keiner der elf Feiertage auf ein Wochenende. Das bedeutet, dass Sie mit geschickter Planung zahlreiche lange Wochenenden und sogar längere Urlaubsauszeiten genießen können. Hier erfahren Sie, wie Sie mit nur neun eingereichten Urlaubstagen bis zu 36 Tage Freizeit gewinnen.

    Ein starker Start: Zwei lange Wochenenden im November

    Der November beginnt vielversprechend: Allerheiligen am 1. November fällt auf einen Freitag und schenkt Ihnen somit das erste lange Wochenende des Schuljahres. Nur zehn Tage später, am Montag, dem 11. November, können Sie sich über ein weiteres verlängertes Wochenende freuen – perfekt für eine kleine Auszeit im grauen Herbst.

    Weihnachtszauber verlängern

    Weihnachten fällt 2024 auf einen Mittwoch. Warum nicht die Magie der Feiertage verlängern? Wenn Sie am 26. und 27. Dezember Urlaub nehmen, können Sie fünf freie Tage am Stück genießen. Und es wird noch besser: Der Neujahrstag 2025 fällt ebenfalls auf einen Mittwoch. Wenn Sie am 30. und 31. Dezember Urlaub einreichen, verlängern Sie Ihre Weihnachtsferien auf acht Tage. Und falls Sie auch am 2. und 3. Januar freinehmen, kommen Sie sogar auf zwölf Tage Freizeit – für gerade mal sechs eingereichte Urlaubstage.

    Osterwochenende nutzen

    Der Ostermontag ist traditionell ein Feiertag, und 2025 fällt er auf den 21. April – also viel später als im Vorjahr. Mit etwas Glück erwartet Sie ein sonniges Frühlingswochenende. Drei Tage frei, um die Seele baumeln zu lassen und den Frühling willkommen zu heißen.

    Der Mai bringt den Urlaubshimmel auf Erden

    Der Mai 2025 ist ein Geschenk des Himmels für alle, die lange Wochenenden lieben. Gleich drei Feiertage fallen auf einen Donnerstag. Mit nur drei eingereichten Urlaubstagen können Sie drei Wochenenden von vier Tagen herausholen. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, reicht ein Urlaubstag am 2. Mai für vier Tage Erholung. Dasselbe Spiel am 8. Mai, dem Tag der Befreiung – mit einem Urlaubstag am 9. Mai verlängern Sie das Wochenende bis zum 11. Mai. Und schließlich bringt Christi Himmelfahrt am 29. Mai wieder einen Donnerstag ins Spiel. Wenn Sie den 30. Mai freinehmen, genießen Sie erneut ein verlängertes Wochenende.

    Pfingsten nicht vergessen

    Der letzte Feiertag des Schuljahres ist Pfingsten am Montag, dem 9. Juni. Perfekt für ein weiteres dreitägiges Wochenende, das Ihnen die Wartezeit bis zum Sommer versüßt.

    Sommerurlaub zwischen dem 14. Juli und dem 15. August

    Wenn Sie Ihre Sommerferien besonders lang gestalten möchten, sollten Sie Ihre freien Tage zwischen dem 14. Juli und dem 15. August einplanen. Die französische Nationalfeier am 14. Juli fällt auf einen Montag und Mariä Himmelfahrt am 15. August auf einen Freitag. Das bedeutet, dass Sie, wenn Sie zwischen diesen beiden Daten 23 Urlaubstage einreichen, insgesamt 37 Tage Urlaub genießen können – ein ganzer Sommer, den man einfach auskosten muss!

    Alternativ: Clever abseits der Hochsaison planen

    Falls Sie die Menschenmassen im Sommer lieber meiden möchten, haben Sie eine weitere Möglichkeit, um zusätzliche Urlaubstage zu gewinnen. Wenn Sie nicht vier Wochen Ihres Urlaubs während der gesetzlichen Haupturlaubszeit zwischen dem 1. Mai und dem 30. Oktober nehmen, können Sie zusätzliche Urlaubstage, sogenannte „Jours de fractionnement“, erhalten. Haben Sie zwischen drei und fünf Urlaubstage außerhalb dieser Zeit übrig, erhalten Sie einen zusätzlichen freien Tag. Und wenn Sie sogar mehr als fünf Urlaubstage zur Verfügung haben, bekommen Sie zwei zusätzliche Tage. Eine perfekte Gelegenheit, um die Brückentage im Herbst 2025 vorab zu planen.

    Fazit: Es kommt auf die richtige Planung an

    Mit der richtigen Planung können Sie das Schuljahr 2024-2025 optimal nutzen und mehr freie Tage herausholen, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Ein wenig Vorausdenken und strategisches Einreichen von Urlaubstagen kann den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen und einem außergewöhnlichen Jahr machen. Also, worauf warten Sie noch? Planen Sie jetzt Ihre Auszeiten und freuen Sie sich auf viele entspannte Tage!

  • Ein Hauch von Sommerurlaub am Wochenende von Christi Himmelfahrt

    Ein Hauch von Sommerurlaub am Wochenende von Christi Himmelfahrt

    Es liegt etwas in der Luft, das unweigerlich an die großen Sommerferien erinnert – besonders jetzt, während des langen Wochenendes um den 8. Mai und Christi Himmelfahrt, wenn viele Franzosen sich eine kleine Auszeit gönnen. Die Tourismusbranche versucht natürlich, diese Gelegenheit beim Schopfe zu packen.

    In Arcachon an der Gironde beispielsweise herrscht am 9. und 10. Mai fast sommerliches Wetter. Die Temperaturen klettern nahe an die 30-Grad-Marke, und die Strände sind brechend voll. Viele haben beschlossen, sich eine Auszeit zu gönnen und dabei nicht allzu sehr auf das Budget zu achten. „Wir gönnen uns etwas“, bestätigt eine Touristin. Eine Familie hat sich entschieden, diese Gelegenheit für fast eine Woche – fünf aufeinanderfolgende Tage – zu nutzen und hat dafür ein Budget von 700 Euro für Übernachtungen, Essen und Aktivitäten eingeplant.

    An der Strandpromenade herrscht reges Treiben. Die Gastronomen freuen sich über den starken Andrang. „Es ist ein sehr geschäftiges Wochenende“, erklärt ein Kellner. Andere Touristen ziehen die Ruhe des Landesinneren vor.

    Ein vernünftiges Budget?

    Eine Familie hat sich für ihren fünftägigen Aufenthalt ein Ferienhaus gemietet. Das erste Abenteuer? Ein Familienessen im Restaurant. Die gesamten Kosten für den Aufenthalt werden sich auf etwa 1.200 Euro belaufen. Für diejenigen, die dem Alltagsstress entfliehen wollen, bietet sich eine Wanderung auf die Baumwipfel an. Mehrere hundert Touristen schlängeln sich den Pfad hinauf, der zu einem atemberaubenden 360-Grad-Panorama führt.

    Warum nicht einfach mal die Seele baumeln lassen und die Natur aus einer neuen Perspektive betrachten?

    Dieses lange Wochenende bietet perfekte Gelegenheiten, einfach mal abzuschalten und den Sommer vorzeitig willkommen zu heißen. Wer könnte da widerstehen?

  • Bretagne: Das Top-Reiseziel für französische Urlauber

    Bretagne: Das Top-Reiseziel für französische Urlauber

    Die Bretagne zieht die Massen an, besonders am bevorstehenden langen Wochenende zu Christi Himmelfahrt. Eine aktuelle Studie platziert die Region an der Spitze der Buchungen und unterstreicht einmal mehr ihre Beliebtheit unter französischen Urlaubern.

    Jahr für Jahr entscheiden sich immer mehr Franzosen für die Bretagne, und der Trend scheint sich auch zu Himmelfahrt im Mai 2024 fortzusetzen. Ein Blick auf die Buchungspläne eines Campingplatzes zeigt, dass drei Viertel der Unterkünfte bereits für das Wochenende des 8. Mai gebucht sind – und das schon am 24. April. Die restlichen Urlauber warten noch die Wettervorhersagen ab, bevor sie ihre Entscheidung treffen. Für die Geschäftsführerin des Campingplatzes ist das Wetter der ausschlaggebende Faktor. Im Süden Frankreichs wird es bereits zu heiß, was der Bretagne wegen des Klimawandels zunehmend in die Hände spielt.

    Ein Lebensstil, der begeistert

    Doch nicht nur das Wetter macht die Bretagne so anziehend. Der bretonische Lebensstil selbst zieht Besucher in seinen Bann. Am Wasser scheint die Zeit für einige Urlauber langsamer zu vergehen. Die Region, symbolisiert durch ihr typisches Gericht, die süße Crêpe, verkörpert Einfachheit und Authentizität.

    Diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Bretagne besonders während der Feiertage und Ferienzeiten ein Magnet für Touristen ist. Die Region bietet eine perfekte Kombination aus angenehmem Klima und einem entspannten Lebensgefühl, das viele suchen. Darüber hinaus nutzt die Bretagne ihre natürlichen Ressourcen und kulturellen Schätze, um ein unvergessliches Erlebnis zu bieten, das weit über das bloße Verweilen am Strand hinausgeht. Die Bretagne bleibt somit ein bevorzugtes Ziel für diejenigen, die dem hektischen Alltag entfliehen und in eine Welt eintauchen möchten, wo die Zeit eine andere Bedeutung hat.

  • Sommerurlaub in Frankreich: Ferienhäuser bei den Franzosen immer beliebter

    Sommerurlaub in Frankreich: Ferienhäuser bei den Franzosen immer beliebter

    Für die bevorstehenden Sommerferien planen fast 60% der Franzosen, in den Urlaub zu fahren. Eine zunehmende Beliebtheit genießen dabei die Ferienhäuser, die in einer Zeit steigender Preise eine kostengünstigere Alternative zu herkömmlichen Hotels darstellen.

    Über 60% der französischen Bevölkerung äußern den Wunsch, während der kommenden Schulferien zu verreisen. Unter den bevorzugten Unterkünften stechen besonders die Ferienhäuser hervor. In Cintegabelle, Haute-Garonne, erfreut sich das Landhaus „La Mouline“ großer Beliebtheit. Die Buchungen für den Sommer haben sich im Jahr 2024 verdoppelt, was der Eigentümer Dominique Espagno gegenüber dem sender France 2 als „ausgezeichnete Nachricht“ beschreibt. Er sagt auch, dass seine Gäste hauptsächlich aus Frankreich und anderen Teilen Nord-Europas kommen.

    Trotz des allgemeinen Trends hin zu Ferienhäusern wird erwartet, dass die Gesamtzahl der Urlauber im Vergleich zum Vorjahr um etwa 2 Millionen sinken wird. Dies ist laut Didier Arino, dem Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Protourisme, auf die Inflation und die damit verbundenen steigenden Kosten zurückzuführen.

    Beliebte Regionen für einen Urlaub in einem Ferienhaus sind Auvergne-Rhône-Alpes, Bretagne und Korsika. Diese Gebiete ziehen Reisende an, die auf der Suche nach einem idyllischen Rückzugsort sind, ohne dabei ihr Budget zu überschreiten. Die Ferienhäuser bieten eine attraktive Alternative, insbesondere in einer Zeit, in der die Preise für viele andere Urlaubsformen in die Höhe schnellen.

    Die wachsende Beliebtheit von Ferienhäusern unterstreicht den Wunsch der Franzosen, trotz finanzieller Unsicherheiten Qualität und Komfort im Urlaub nicht zu missen. Es spiegelt auch eine Veränderung in den Urlaubspräferenzen wider, bei der Authentizität und persönliche Erfahrungen im Vordergrund stehen.