Schlagwort: Fahrschule

  • Moselle: Groß angelegter Betrug beim Führerscheinerwerb entdeckt

    Moselle: Groß angelegter Betrug beim Führerscheinerwerb entdeckt

    Ein umfangreiches Betrugssystem beim Führerscheinerwerb wurde in der Moselle aufgedeckt. Fünf Prüfungszentren wurden geschlossen, und mehr als hundert Personen stehen unter Verdacht, geschummelt zu haben. Ihnen droht nun der Entzug ihres erst kürzlich erworbenen Führerscheins.

    Ein Netz aus Betrug und Täuschung

    Was wie ein normaler Kontrollvorgang begann, entpuppte sich als ein Skandal von erheblichem Ausmaß. In mehreren Prüfungszentren im Departement Moselle wurden bei Routinekontrollen Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die Entdeckung: Kandidaten ließen professionelle „Stellvertreter“ ihren theoretischen Führerscheintest ablegen. Ein raffinierter, aber riskanter Trick.

    Die Behörden sind nicht untätig geblieben. Bis jetzt wurden bereits 130 verdächtige Fälle identifiziert. Aber das ist noch nicht alles – es gibt 200 weitere Akten, die derzeit überprüft werden. Die betroffenen Personen müssen sich auf ernste Konsequenzen gefasst machen: Sollte der Betrug bestätigt werden, verlieren sie nicht nur ihre auf diese Weise erlangte theoretische Prüfung, sondern in manchen Fällen auch den bereits erhaltenen Führerschein insgesamt. Da bleibt einem doch das Lachen im Halse stecken, oder?

    Die Strafen: Teuer bezahlt für eine unerlaubte Abkürzung

    Die Strafen, die bei einer Verurteilung drohen, sind drastisch: Bis zu drei Jahre Gefängnis, 45.000 Euro Geldstrafe und fünf Jahre Sperre für zukünftige Prüfungen – das ist der Preis für eine unbedachte Entscheidung. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Auch die Organisatoren des Betrugsnetzwerks haben einiges zu befürchten. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft und bis zu eine Million Euro Strafe, besonders wenn sich herausstellt, dass die Taten in organisierter Form begangen wurden.

    Schließung von Prüfungszentren: Die Folgen sind weitreichend

    Neben den individuellen Sanktionen hat der Skandal auch weitreichende Konsequenzen für die betroffenen Prüfungszentren. Zwei Zentren in Metz, zwei weitere in Sarreguemines und eines in Forbach mussten ihre Türen schließen. Die Schließungen sind entweder temporär oder dauerhaft, abhängig vom Ausgang der Untersuchungen.

    Die Verantwortlichen in diesen Zentren, die offenbar tief in den Betrug verwickelt waren, stehen nun vor ernsten rechtlichen Konsequenzen. Die Strafen könnten sie schwer treffen – sowohl finanziell als auch persönlich. Das ist wohl der Moment, in dem die Beteiligten realisieren, dass die Abkürzung zum Führerschein für alle Beteiligten einen hohen Preis hat.

    Der Betrug bei den theoretischen Prüfungen in der Moselle zeigt, wie weit einige bereit sind zu gehen, um die Dinge zu beschleunigen – und wie schwer die Konsequenzen sein können, wenn man erwischt wird.

  • Bestechung bei der Führerscheinprüfung: Prüfer und Fahrschulleiterin verhaftet

    Bestechung bei der Führerscheinprüfung: Prüfer und Fahrschulleiterin verhaftet

    Ermittler in der Gironde beschlagnahmten 296.000 Euro – Zahlungen für den Kauf von Führerscheinen. Insgesamt fünf Personen wurden festgenommen, aber unter richterlicher Aufsicht wieder auf freien Fuß gesetzt.

    Fünf Personen wurden laut Franceinfo am vergangenen Dienstag im Zusammenhang mit einem Verdachtsfall von Führerscheinbestechung festgenommen. Unter diesen Personen befanden sich ein Inspektor und eine Fahrschulleiterin aus einem Problemviertel in Bordeaux.

    Die Verhafteten wurden unter richterlicher Aufsicht wieder freigelassen. Sie werden später vor Gericht gestellt werden. Die Ermittlungen ergaben, dass zwei Mittelsmänner die Führerscheinbewerber – überwiegend aus Bulgarien und der Türkei, von denen sich einige illegal im Land aufhielten – mit der Fahrschulleiterin in Kontakt brachten. Ein Familienmitglied der Fahrschulleiterin wird verdächtigt, das Geld, das sie erhielt, gewaschen zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Bewerber ihre Führerscheine schlicht und einfach gekauft haben.

    Mindestens 108 gekaufte Führerscheine
    Bisher haben die Ermittlungen ergeben, dass mindestens 108 Personen ihren Führerschein auf diese Weise gekauft haben. Die Polizei geht allerdings davon aus, dass es sicherlich noch viel mehr waren. Bisher wurden insgesamt 296.000 Euro beschlagnahmt, davon 40.000 Euro in bar und 256.000 Euro auf Bankkonten, die Bareinzahlungen zugeordnet werden konnten.

    Die Kandidaten kauften ihren Führerschein für jeweils etwa 6.500 Euro. Die Leiterin der Fahrschule hat wahrscheinlich 1.000 Euro pro Führerschein kassiert. Der Vermittler erhielt 5.000 EUR, der amtliche Prüfer bekam 500 EUR pro Führerschein.

  • Grünes Licht für Fahrschulen in Agen

    Grünes Licht für Fahrschulen in Agen

    Der Donnerstag war ein aufgeregter Tag für die Fahrschulen in Agen. Man wusste nicht, was unger dem Lockdown erlaubt ist und was nicht,  also erst einmal alles abgesagt.

    Unmittelbar nach Bekanntgabe des neuen Lockdowns waren die Inhaber von Fahrschulen davon überzeugt, dass sie wieder einmal für mindestens einen Monat ihre schulen schließen müssten. Das wäre für diese Branche eine Katastrophe gewesen. Aber im Gegensatz zum Monat März soll der Lockdown je „flexibler“ gehandhabt werden. Um genaueres zu erfahren, mußten die Fahrschulen bis spät in die Nacht von Donnerstag auf Freitag warten.

    Fahren ja, Theorie nein
    In der Tat legt ein Erlass des Ministeriums für Solidarität und Gesundheit fest, dass praktische Kurse und Prüfungen fortgesetzt werden können. Dagegen sind theoretische Kurse zur Vorbereitung auf die Prüfung, die theoretisch per Videokonferenz abgehalten werden können, in den französischen Fahrschulen nicht mehr erlaubt.

    „Es ist eine große Erleichterung“, sagt Fahrlehrer Jean-Marie Lamouroux. Für ihn verdankt man diese Entscheidung den Verhandlungen des Syndicat des Moniteurs d’Autoecoles, das seit einigen Tagen daran arbeitete, der Regierung zu beweisen, dass dank der drakonischen Hygiene-Maßnahmen in den Fahrschulen keine Covid-Cluster festgestellt wurden. „Man muß wissen, dass wir alle Fahrzeuge zwischen jedem Schüler desinfizieren und dass Masken in der Fahrschule und während der Fahrstunden obligatorisch sind“, sagte der Leiter der „L’Ecole de conduite d’Aquitaine“.

    Die Fahrschüler können also beruhigt sein, die Prüfungen werden alle beibehalten, sie müssen nicht bis Frühjahr oder noch noch länger warten!