Schlagwort: Fahndung

  • Drei Tage nach der Entführung: Ein Département im Ausnahmezustand

    Drei Tage nach der Entführung: Ein Département im Ausnahmezustand

    Drei Tage sind vergangen, doch in der französischen Region Aveyron ist die Zeit nicht einfach weitergelaufen – sie scheint vielmehr stehen geblieben zu sein. Seit der Entführung einer Mutter und ihres 13-jährigen Sohnes hat sich das ländlich geprägte Département in eine großangelegte Suchzone verwandelt. Wälder, Felder, abgelegene Höfe – Orte, die sonst für ihre stille Idylle bekannt sind, stehen nun im Fokus intensiver Ermittlungen. Polizeikräfte, Gendarmen und Spezialeinheiten durchkämmen systematisch das Gebiet. Unterstützt werden sie von Hubschraubern, Drohnen und Spürhunden. Die Atmosphäre ist angespannt, fast greifbar. Einwohner berichten von einem Gefühl, das zwischen Sorge und Ungläubigkeit schwankt. „So etwas passiert doch nicht hier“, hört man immer wieder. Aveyron, das sonst eher für Käse, weite Landschaften und ruhigen Tourismus steht, sieht sich plötzlich mit einem Verbrechen konfrontiert, das man eher aus Großstädten kennt. Doch genau das macht die Lage so brisant. Denn j…

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  • Mord an Charlie Kirk: Trump verkündet Festnahme des Hauptverdächtigen – doch die Lage bleibt unklar

    Mord an Charlie Kirk: Trump verkündet Festnahme des Hauptverdächtigen – doch die Lage bleibt unklar

    „Wir haben ihn in Gewahrsam.“ Mit diesen Worten ließ Donald Trump am Freitag die amerikanische Öffentlichkeit aufhorchen. Der Präsident sprach auf Fox News von der Festnahme des Mannes, der verdächtigt wird, den konservativen Podcaster und Aktivisten Charlie Kirk erschossen zu haben.

    Trump sprach von „einem hohen Maß an Gewissheit“ und betonte, der Täter sei durch eine Person aus dessen unmittelbarem Umfeld verraten worden. Schon jetzt ließ er keinen Zweifel daran, welche Strafe er für angemessen hält: die Todesstrafe.

    Doch während Trump im Tonfall endgültiger Gewissheit auftritt, bleibt die offizielle Faktenlage schwankend. Ermittler haben bislang keine Bestätigung abgegeben, dass der Schütze tatsächlich gefasst ist. Noch immer laufen Fahndungsmaßnahmen, noch immer werden Spuren ausgewertet.

    Ein Attentat, das Amerika erschüttert

    Charlie Kirk war am 10. September mitten in einer öffentlichen Veranstaltung erschossen worden. Ein gezielter Schuss von einem Dach nahe dem Veranstaltungsort in Utah beendete das Leben des 31-Jährigen abrupt. Kirk galt als einer der lautesten Unterstützer Trumps und als Ikone der konservativen Jugendbewegung.

    Die Tat wirkte wie eine Schockwelle. Tausende Anhänger strömten auf die Straßen, Social Media explodierte in Echtzeit mit Wut, Trauer und Verschwörungstheorien. In Windeseile hatte das Land nicht nur einen prominenten Aktivisten verloren, sondern auch einen neuen Zündstoff im ohnehin aufgeheizten politischen Klima.

    Die Jagd nach dem Täter

    Kurz nach der Tat setzten die Behörden eine Belohnung von bis zu 100.000 Dollar aus. Fotos und Videos eines schlanken Mannes mit dunklem T-Shirt samt US-Flagge, Jeans, Sonnenbrille und blauer Kappe gingen viral. Allein am ersten Tag gingen über 7.000 Hinweise bei der Polizei ein – ein Strom an Informationen, der einerseits die Hoffnung auf schnelle Aufklärung nährte, andererseits das Risiko falscher Verdächtigungen mit sich brachte.

    Eine großangelegte Menschenjagd begann, mit Hunderten Beamten vor Ort, FBI-Spezialeinheiten und einer flächendeckenden Überwachung öffentlicher Räume. Von Drohnenaufnahmen über Tür-zu-Tür-Befragungen bis hin zur Auswertung von Handybewegungen – das ganze Arsenal moderner Fahndungstechnik kam zum Einsatz.

    Zwischen Ermittlung und Politik

    Und genau hier beginnt die Unschärfe: Während Ermittler betonen, dass noch immer Spuren geprüft werden, hat Trump längst die Bühne betreten. Seine Verkündung der Festnahme wirkt wie ein politischer Paukenschlag – im Wahlkampfmodus, ohne auf die juristische Feinabstimmung zu warten.

    Ist der Hauptverdächtige tatsächlich schon gefasst? Oder handelt es sich um ein vorschnelles Signal an die eigene Wählerschaft? Genau diese Frage beschäftigt nun Journalisten, Experten und Bürger gleichermaßen.

    Ein Land unter Hochspannung

    Die Tat und ihre Folgen verstärken die ohnehin nervöse Stimmung im Land. Für die einen ist Kirk ein Märtyrer konservativer Werte, für die anderen Symbol einer polarisierten Gesellschaft. In Talkshows, auf Podien und am Stammtisch wird längst nicht mehr nur über den Täter gesprochen, sondern über den Zustand der amerikanischen Demokratie selbst.

    Was bleibt, ist ein scharfes Bild von zwei Realitäten: Auf der einen Seite eine offizielle Ermittlung, die sich an Beweise hält. Auf der anderen ein politischer Diskurs, der in Echtzeit Schlagzeilen produziert. Dazwischen steht eine Gesellschaft, die nach Sicherheit, Klarheit und Wahrheit hungert.

    Die kommenden Tage werden zeigen, ob Trumps Verkündung mehr ist als ein strategisches Manöver. Bis dahin bleibt die Unsicherheit – und die Frage: Wer hat wirklich auf Charlie Kirk gezielt, und warum?

    Autor: MAB

  • Angers: Polizei sucht flüchtigen Doppelmörder

    Angers: Polizei sucht flüchtigen Doppelmörder

    Ein 42-jähriger Häftling wird derzeit von Polizei und Gendarmerie in der Gegend rund um Angers (Maine-et-Loire) gesucht. Der Flüchtige wird verdächtigt, auf seiner Flucht zwei Menschen getötet zu haben.

    Mehrere Dutzend Gendarmen sind auf der Suche nach einem besonders gefährlichen Straftäter, der aus dem Gefängnis in Argentan (Orne) ausgebrochen ist. Die Suche begann in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 4. Juli. Es wurde ein Zeugenaufruf gestartet. Der Flüchtige wird verdächtigt, eine Frau und einen 72-jährigen Mann getötet zu haben, nachdem er während eines Hafturlaubs geflüchtet war.

    Der 42-jährige Verdächtige verbüßte im Gefängnis von Argentan eine 12-jährige Haftstrafe wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau und eine dreijährige Strafe wegen schwerer Sachbeschädigung.
    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen nahm der Beschuldigte während eines Hafturlaubs einen Zug und reiste am 20. Juni nach Angers, wo er sich Verwaltungsdokumente kümmern wollte.

    Am 22. Juni wird in Angers ein erstes Opfer, eine 40-jährige Frau, entdeckt. Man fand die Frau in ihrer Wohnung. Sie trug Spuren am Hals, die auf eine Strangulation mit bloßen Händen hindeuteten, die zu ihrem Tod geführt hat. Der Verdächtige befand sich im selben Gefängnis wie der Ex-Lebensgefährte der Frau. der Flüchtige war seinem späteren Opfer im Gefängnis in Argentan im Besucherraum begegnet.

    Am 28. Juni wurde weiter nördlich in Chailland (Mayenne) eine 26-jährige schwangere Frau entdeckt, die ebenfalls Opfer eines Strangulationsversuchs gworden war. der Täter hatte es offensichtlich auf ihr Fahrzeugs abgesehen. Diese Frau wurde dank des beherzten Eingreifens einer dritten Person gerettet. Der Mann flüchtete daraufhin in ein bewaldetes gebiet und verschwand.

    Am Samstagabend gegen 19 Uhr wurde in Cantenay-Epinard (Maine-et-Loire), nördlich von Angers, ein brennendes Fahrzeug entdeckt. Der Besitzer, ein 72-jähriger Mann, ehemaliger Mechaniker in der Gemeinde und Gemeinderat, wird tot in seinem Haus aufgefunden.

    Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte am Montagabend einen Fahndungsaufruf mit einem Foto: Darin wird der Verdächtige als 1,85 m großer Mann beschrieben, „ein Mischlingstyp mit athletischer Statur und schwarzen, lockigen Haaren“. Alle Personen, die über Hinweise verfügen, werden gebeten, die Nummer 0800 877 668 (oder in Notfällen die Nummer 17) zu kontaktieren, ohne zu versuchen, selbst einzugreifen, heißt es in der Fahndungsausschreibung. Laut dem Kommandanten der Gendarmeriegruppe des Departements Maine-et-Loire, sind 52 Gendarmen im Einsatz und über 400 Immobilien wurden bereits überprüft. Auch Polizisten aus Angers beteiligen sich an der Suche.

  • Er ist laut einer von Europol veröffentlichten Liste der meistgesuchte Franzose

    Er ist laut einer von Europol veröffentlichten Liste der meistgesuchte Franzose

    Der meistgesuchte Mann Frankreichs gehört zu den rund 60 „Most Wanted“ von Europol. Es handelt sich um Joël Soudron aus Guadeloupe, ein internationaler Drogenhändler, der als „sehr diskret, überlegt“ beschrieben wird.

    Joël Soudron, der des internationalen Kokainhandels verdächtigt wird, ist der meistgesuchte Mann Frankreichs und steht auf der Liste der 60 „Most Wanted“ von Europol, die seit Freitag, dem 3. Dezember, veröffentlicht wurde. Der 42-jährige Mann aus Guadeloupe wird von den Ermittlern der Brigade nationale de recherche des fugitifs (BNRF) als internationaler Drogenhändler beschrieben, der „sehr diskret, überlegt“ sei und über immense finanzielle Mittel verfüge.

    Die Polizei war ihm 2011 auf die Spur gekommen, als im Hafen von Le Havre 230 kg Kokain aus Guadeloupe gefunden wurden. Die Ermittler ermittelten daraufhin die Absenderfirma, in deren Räumlichkeiten 270 kg Kokain und 280.000 Euro in bar sichergestellt wurden. Joël Soudron hat laut den Ermittlern grosse Summen in die legale Wirtschaft im französischsprachigen Afrika investiert, um das Geld aus dem Rauschgiftschmuggel zu waschen. es wird vermutet, dass er ständig zwischen verschiedenen Ländern und Guadeloupe hin und her reist.

    Im Februar 2016 wurde er in Mali festgenommen und anschließend inhaftiert, um eine sechsjährige Haftstrafe in einer anderen Sache zu verbüßen, zu der er in Frankreich verurteilt worden war. Im September 2018 hat er einen Hafturlaub genutzt, um zu fliehen. Der sehr diskrete Joël Soudron lebt und handelt im Gegensatz zu anderen Drogenhändlern, die sich nicht davor scheuen, ihren Reichtum in sozialen Netzwerken zur Schau zu stellen, sehr unauffällig. Er ist seit seiner Flucht unauffindbar.

    Zwei weitere französische flüchtige Kriminelle stehen auf dieser Liste der europäischen Polizeibehörde. Der erste, Karim Ouali, ist ein ehemaliger Fluglotse, der wegen des brutalen Axtmordes an einem seiner Kollegen im Jahr 2011 am Flughafen Basel-Mulhouse gesucht wird. Er wurde kürzlich in Hongkong aufgespürt, aber die dortigen Behörden haben auf die Forderungen der französischen Justiz nach Festnahme und Auslieferung nicht reagiert. Der zweite, Farouk Hachi, alias „Moustique“, wurde 2009 in Abwesenheit wegen mehrerer Banküberfälle zu 20 Jahren Haft verurteilt und könnte sich in Belgien, den Niederlanden und Nordfrankreich aufhalten.