Schlagwort: Euro

  • Fußball im Büro schauen – in Frankreich erlaubt oder riskant?

    Fußball im Büro schauen – in Frankreich erlaubt oder riskant?

    Wenn während einer Fußball-Weltmeisterschaft, einer Europameisterschaft oder eines wichtigen Champions-League-Spiels der Anpfiff ertönt, stellt sich für viele Beschäftigte dieselbe Frage: Darf man das Spiel eigentlich während der Arbeitszeit verfolgen? Die Antwort fällt weniger eindeutig aus, als manche vermuten. Eine spezielle gesetzliche Regelung, die das Anschauen eines Fußballspiels am Arbeitsplatz verbietet, existiert in Frankreich nicht. Dennoch bedeutet das keineswegs freie Bahn für Livestreams und Torjubel während der Bürozeiten. Maßgeblich sind vielmehr der Arbeitsvertrag, die Betriebsordnung des Unternehmens und die konkreten Umstände des Einzelfalls. Während der regulären Pausen sieht die Lage meist entspannt aus. Wer in der Mittagspause oder bei einer Kaffeepause kurz das Smartphone zückt, um den Spielstand zu prüfen oder einige Minuten eines Spiels zu verfolgen, bewegt sich in der Regel im zulässigen Rahmen. Viele Unternehmen tolerieren dies, solange keine internen Vorschr…

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  • Ein Instrument der Macht – Der digitale Euro als Hebel staatlicher Kontrolle

    Ein Instrument der Macht – Der digitale Euro als Hebel staatlicher Kontrolle

    Die Europäische Zentralbank steht kurz davor, ein neues Kapitel in der Geschichte des Geldes aufzuschlagen. Der digitale Euro, in nüchterner Sprache als Ergänzung zum Bargeld angekündigt, ist in Wahrheit weit mehr: Er ist das Angebot eines modernen, staatlich garantierten Zahlungsmittels – und gleichzeitig ein machtvolles Werkzeug zur Lenkung der Wirtschaft.

    Wer glaubt, es handle sich dabei nur um eine digitale Kopie der bisherigen Münzen und Scheine, irrt. Die geplante elektronische Form des Zentralbankgelds ist nicht bloß eine technologische Anpassung an das digitale Zeitalter. Sie ist ein politisches Projekt – mit weitreichenden Folgen für unser Wirtschafts- und Finanzsystem.

    Der digitale Euro verspricht auf den ersten Blick Sicherheit, Effizienz und Teilhabe. Bürger sollen direkt mit der Zentralbank verbunden werden, Zahlungen könnten schneller, günstiger und zuverlässiger abgewickelt werden. Gerade in Krisenzeiten – das lehrt uns nicht zuletzt die Erfahrung mit Banken- und Währungsturbulenzen – erscheint ein solches Instrument als stabilisierender Anker.

    Doch hinter dieser funktionalen Fassade verbirgt sich ein tiefgreifender Paradigmenwechsel. Die EZB erhielte durch den digitalen Euro ein Maß an Kontrolle über das Geld der Bürger, das bislang undenkbar war. Noch nie hatte eine Zentralbank die Möglichkeit, Geldflüsse im Detail nachzuvollziehen oder gar in Echtzeit zu steuern. Noch nie konnten geldpolitische Maßnahmen so unmittelbar auf das Verhalten von Konsumenten und Investoren einwirken.

    Hier liegt der eigentliche Kern des Projekts – und seine Gefahren.

    Die Idee, durch gezielte geldpolitische Impulse wie etwa negative Zinsen auf digitale Guthaben den Konsum anzuregen oder Investitionen zu forcieren, mag in der Theorie schlüssig erscheinen. Doch in der Praxis berührt sie Grundfragen der individuellen Freiheit und des Vertrauens in die Institutionen. Was bleibt vom freien Markt, wenn die Zentralbank das Verhalten von Millionen Bürgern mit digitalen Stellschrauben beeinflusst? Wie belastbar ist das Vertrauen in eine Währung, deren Nutzungsbedingungen sich von einem Tag auf den anderen ändern könnten?

    Auch das Verhältnis zwischen Bürgern und Banken gerät ins Wanken. Wenn sich Einlagen massenhaft von den Geschäftsbanken zur Zentralbank verschieben, droht dem Kreditwesen die Grundlage zu entgleiten. Die EZB beteuert, der digitale Euro solle das bestehende System nicht destabilisieren – doch mit Absichtserklärungen allein ist es nicht getan. Die ökonomischen Gesetze lassen sich nicht durch technische Feinjustierung aushebeln.

    Nicht zu unterschätzen ist zudem die Frage der Datensouveränität. Ein digitaler Euro, der über zentrale Infrastrukturen verwaltet wird, eröffnet zwangsläufig Einsichten in das Zahlungsverhalten der Nutzer. Mag die EZB auch versichern, keine personenbezogenen Daten zu erheben – ein System dieser Größenordnung bleibt angreifbar. Die Balance zwischen Kontrolle und Schutz der Privatsphäre gerät ins Wanken.

    Natürlich darf man die Vorteile eines digitalen Zentralbankgeldes nicht ignorieren. In einer globalisierten Welt, in der private Tech-Konzerne zunehmend den Zahlungsverkehr dominieren und andere Währungsräume mit eigenen digitalen Lösungen vorpreschen, muss Europa handlungsfähig bleiben. Der digitale Euro ist auch ein geopolitisches Signal.

    Doch es ist die Art und Weise seiner Einführung, die über seinen Erfolg entscheidet – und über die Zukunft des Vertrauens in unsere Institutionen. Eine schleichende Ausweitung geldpolitischer Eingriffsrechte unter dem Deckmantel der Innovation wäre ein Pyrrhussieg. Die digitale Zukunft des Euro darf nicht zur digitalen Fessel für seine Nutzer werden.

    Es ist höchste Zeit für eine breite gesellschaftliche Debatte über diese stille Revolution. Denn wer den digitalen Euro nur als technisches Projekt betrachtet, übersieht seine politische Sprengkraft. Das Geld der Zukunft ist nicht nur eine Frage der Technologie – sondern vor allem eine der Freiheit.

    Andreas M. B.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Neujahr: Wendepunkte der Geschichte

    Neujahr: Wendepunkte der Geschichte

    Der 1. Januar markiert weltweit den Beginn des neuen Jahres und dient oft als Startpunkt bedeutender historischer Ereignisse. Wer hätte gedacht, dass dieser Tag so viele Wendungen in der Geschichte bereithält?

    Weltweite Ereignisse am 1. Januar

    • 45 v. Chr.: Einführung des Julianischen Kalenders: Gaius Iulius Caesar reformierte den römischen Kalender grundlegend. Der Julianische Kalender trat in Kraft und legte den 1. Januar als Jahresbeginn fest. Diese Reform brachte Ordnung in das zuvor chaotische Zeitrechnungssystem Roms.
    • 1502: Entdeckung von Rio de Janeiro: Der portugiesische Seefahrer Gaspar de Lemos entdeckte die Guanabara-Bucht in Südamerika. In der Annahme, es handle sich um die Mündung eines großen Flusses, nannte er den Ort „Januarfluss“ – Rio de Janeiro. Heute ist die Stadt für ihren Karneval und die beeindruckende Christusstatue bekannt.
    • 1804: Unabhängigkeit Haitis: Nach einem erfolgreichen Sklavenaufstand erklärte sich Saint Domingue, der westliche Teil der Insel Hispaniola, unter dem Namen Haiti für unabhängig von Frankreich. Jean-Jacques Dessalines wurde zum Generalgouverneur ernannt. Haiti war damit die erste unabhängige Nation Lateinamerikas und der Karibik sowie der erste postkoloniale Staat, der von ehemaligen Sklaven geführt wurde.
    • 1901: Gründung des Commonwealth of Australia: Die bislang selbständigen Kolonien New South Wales, Victoria, Queensland, South Australia, Western Australia und Tasmanien schlossen sich zum Bundesstaat Australien zusammen. Gleichzeitig wurde eine einheitliche Bundesverfassung verabschiedet. Als Vertreter der britischen Königin wurde Lord John Adrian Hopetown als erster Generalgouverneur vereidigt. Premierminister der ersten Regierung wurde Edmund Barton. Chroniknet
    • 1959: Triumph der Kubanischen Revolution: Nach jahrelangem Guerillakampf stürzte Fidel Castro das Regime des Diktators Fulgencio Batista. Am 1. Januar verkündete Castro den Sieg der Revolution, was Kuba auf einen sozialistischen Kurs brachte und die geopolitischen Spannungen im Kalten Krieg verschärfte. Welt
    • 1995: Erweiterung der Europäischen Union: Mit dem Beitritt von Österreich, Schweden und Finnland wuchs die EU auf 15 Mitgliedsstaaten an. Dieser Schritt stärkte die europäische Integration und förderte die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit auf dem Kontinent. Chroniknet
    • 1806: Bayern und Württemberg werden Königreiche: Auf Basis des Friedens von Pressburg wurden die Herzogtümer Bayern und Württemberg zu Königreichen erhoben. Dies stärkte die französische Hegemonie in Europa unter Napoleon Bonaparte.
    • 1814: Blüchers Rheinübergang bei Kaub: Während der Befreiungskriege gegen Napoleon überquerte der preußische Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher mit seinen Truppen den Rhein bei Kaub. Dieser überraschende Vorstoß leitete die Invasion Frankreichs ein und trug maßgeblich zum Sturz Napoleons bei.
    • 1944: Ernennung Erwin Rommels: Generalfeldmarschall Erwin Rommel erhielt den Oberbefehl über die deutsche Heeresgruppe B in Frankreich. Er übernahm damit die Führung aller deutschen Kräfte nördlich der Loire während des Zweiten Weltkriegs. Chroniknet
    • 2002: Einführung des Euro: Mit der Ausgabe der Euro-Banknoten und -Münzen in zwölf europäischen Ländern wurde die drei Jahre zuvor begonnene Währungsunion vollendet. Fast 306 Millionen Menschen zwischen Finnland und Spanien zahlten nun mit dem Euro. In Deutschland wurde die Deutsche Mark als Zweitwährung noch bis zum 28. Februar 2002 akzeptiert.

    Fazit

    Der 1. Januar ist mehr als nur der Beginn eines neuen Jahres. Er markiert bedeutende historische Wendepunkte, die die Welt und insbesondere Frankreich nachhaltig prägten. Von Kalenderreformen über Unabhängigkeitserklärungen bis hin zu politischen Umwälzungen – dieser Tag spiegelt den ständigen Wandel der Geschichte wider.

  • Schatzsuche im Geldbeutel: Die 2-Euro-Münze, die 5.000 Euro wert sein könnte

    Schatzsuche im Geldbeutel: Die 2-Euro-Münze, die 5.000 Euro wert sein könnte

    Hast du schon mal daran gedacht, dass dein kleingeld mehr als nur ein Mittel zum Bezahlen sein könnte? Dass sich unter den Münzen in deiner Tasche vielleicht ein kleiner Schatz verbirgt? Genau das könnte der Fall sein, wenn du eine ganz bestimmte 2-Euro-Münze besitzt. Die Rede ist von einer Rarität,…

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  • Simone Veil, Josephine Baker, Marie Curie zieren die neuen französischen 10-, 20- und 50-Cent-Münzen

    Simone Veil, Josephine Baker, Marie Curie zieren die neuen französischen 10-, 20- und 50-Cent-Münzen

    Diese neuen Münzen werden bis zum Sommer 2024 schrittweise in Umlauf gebracht, so die Münzanstalt Monnaie de Paris.

    Die französische Münzanstalt Monnaie de Paris enthüllte am Mittwoch, 6. März, die neuen 10-, 20- und 50-Cent-Münzen Frankreichs. Sie werden mit den Profilen von „drei außergewöhnlichen Frauen“ – Simone Veil, Josephine Baker und Marie Curie – verziert sein. Jede geprägte Euro-Münze hat eine europäische Seite, die Rückseite, und eine nationale Seite, die Vorderseite, die nur alle 15 Jahre ausgetauscht werden kann. Die neuen Münzen werden nach und nach bis zum Sommer 2024 in Umlauf gebracht, so die Monnaie de Paris, die für die Prägung der Münzen zuständig ist.

    Das Design der neuen Münzen wurde von Joaquin Jimenez, dem Generalgraveur der Monnaie de Paris, entworfen. Diesmal platziert er auf den Münzen die Profile von drei der sieben Frauen, die im Pantheon ruhen.

    Simone Veil, die Auschwitz überlebte und später eine große Figur der europäischen Politik und des Kampfes für Frauenrechte wurde, wird das Gesicht der 10-Cent-Münzen sein, passend zur Aufnahme des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch in die französische Verfassung.

    Die Vorderseite der neuen 10-Cent-Euro-Münzen mit dem Bildnis von Simone Veil wird 2024 in Umlauf gebracht. (MÜNZE VON PARIS)

    Die Widerstandskämpferin, Frauenrechtlerin und Kämpferin gegen Rassismus Josephine Baker, die 2021 als erste schwarze Frau in die Ruhmeshalle des Pantheon aufgenommen wurde, wird auf den 20-Cent-Münzen abgebildet sein. Der in den USA geborene Music-Hall-Star wurde 1937 zur Französin.

    Die Vorderseite der neuen 20-Euro-Cent-Münzen mit dem Bildnis von Josephine Baker wird 2024 in Umlauf gebracht. (MÜNZE VON PARIS)

    Und die französisch-polnische Wissenschaftlerin und zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie wird das neue Gesicht der 50-Cent-Münzen sein. Sie war bereits auf der letzten 500-Franc-Note und mehreren offiziellen Sammlermünzen abgebildet.

    Die Vorderseite der neuen 50-Euro-Cent-Münzen mit dem Bildnis von Marie Curie wird 2024 in Umlauf gebracht. (MÜNZE VON PARIS)

    Wie der Sender France 3 Provence-Alpes-Côte d’Azur im Januar berichtete, hatte ein Fehler in einer ersten Version dieser Münzen die Pariser Münze dazu gezwungen, etwa 27 Millionen Exemplare einzustampfen.

  • Diese 1-Cent-Münze ist tatsächlich 50.000 Euro wert …

    Diese 1-Cent-Münze ist tatsächlich 50.000 Euro wert …

    Nicht alle Euro-Münzen sind gleich. Unter ihnen verstecken sich extrem seltene Exemplare, um die sich Sammler reißen. 

    Die Ein-Cent-Münzen werden immer weniger benutzt und sammeln sich in den Tiefen unserer Schubladen an. Dabei haben einige von ihnen einen unschätzbaren Wert. So wie diese 1-Cent-Münze, die laut dem spanischen Fernsehsender Telecinco fünf Millionen Mal so viel wert sein soll, nämlich 50.000 Euro. Sie ist extrem selten und wird von Sammlern sehr geschätzt.

    Woran erkennt man die Münze?
    Es handelt sich um eine 2002 in Deutschland geprägte Münze, die von Rolf Lederbogen gestaltet wurde, einem Künstler, der auch die nationale Seite der 2- und 5-Cent-Münzen und mehrere deutsche Briefmarken entworfen hat. Man erkennt sie an dem Eichenblatt und den beiden Eicheln, die auf ihrer Rückseite eingraviert sind. Sie wurde aus einem speziellen Stahl hergestellt, der ihr eine andere Farbe als die anderen 1-Cent-Münzen verleiht. Die deutschen 1,2- und 5-Cent-Münzen zeigen einen Eichenzweig, der früher die Pfennige zierte.

  • Euro fällt gegenüber US-Dollar auf 20-Jahres-Tief

    Euro fällt gegenüber US-Dollar auf 20-Jahres-Tief

    Der Euro sank am Montag unter 0,99 USD und damit auf ein 20-Jahres-Tief, nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass Russland die Gaslieferungen nach Deutschland über die Nord-Stream-Pipeline einstellen wird.

    Der Euro fiel am Montagmorgen um 0,70 Prozent auf 0,9884 Dollar, den niedrigsten Stand seit Dezember 2002.

    Die europäische Währung ist seit Jahresbeginn gegenüber dem Dollar weiter gesunken. Experten begründen dies durch wirtschaftliche Turbulenzen und Unsicherheiten, die durch Russlands Einmarsch in der Ukraine ausgelöst wurden.

    Ausserdem teilte der russische Gasexporteur Gazprom am Freitag mit, dass die Nord-Stream-Pipeline, die eigentlich am Wochenende wieder aktiviert werden sollte, auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben würde. Gazprom teilte mit, dass während einer geplanten dreitägigen Wartung „Öllecks“ in einer Turbine entdeckt worden seien und die Pipeline bis zur Reparatur geschlossen bleiben werde. Zunächst war die Wiederaufnahme der Lieferungen über die Pipeline, die in der Nähe von Sankt Petersburg unter der Ostsee hindurch nach Deutschland führt, für Samstag angekündigt.

    Nach der Verhängung von Wirtschaftssanktionen wegen des Einmarsches des Kremls in der Ukraine hat Russland die Lieferungen an verschiedene europäische Länder drastisch reduziert oder ganz gestoppt, was die Energiepreise zum Teil dramatisch in die Höhe getrieben hat.

    Der Kreml hatte die Verringerung der Lieferungen über Nord Stream anfangs mit europäischen Sanktionen begründet, die die Rückkehr einer Siemens-Turbine blockiert haben sollen, die in Kanada repariert wurde.

  • 20 Jahre Euro: Sind die Preise nach der Abschaffung des Franc gestiegen?

    20 Jahre Euro: Sind die Preise nach der Abschaffung des Franc gestiegen?

    Viele Franzosen sind davon überzeugt, dass der Euro die Preise zum explodieren gebracht hat. Dass die Preise generell gestiegen sind, als der Franc am 1. Januar 2002 aufgegeben wurde. Aber ist das wirklich wahr?

    Das berühmte Baguette – die Franzosen benutzen es auch, um den Preisanstieg zu messen. Die Verbraucher sind davon überzeugt, dass der Euro die Preise in die Höhe getrieben hat, und verbinden die Einführung des Euro mit einer Inflation, insbesondere bei Brot. Bei einem Baguettepreis von fast einem Euro im Jahr 2021 kann man jedoch nicht von einer Preisexplosion sprechen: Im Jahr 2002, als der Euro eingeführt wurde, kostete ein Baguette nicht 1 Franc, wie manche fälschlich meinen, sondern 4,41 Franc oder 67 Eurocent.

    Seit 2002 hat der Preis für ein Baguette mit der Inflation Schritt gehalten und ist „nur“ um etwa 30% gestiegen, die Verbraucherpreise sind laut dem Statistik-Institut Insee zwischen 2002 und 2020 um 26% gestiegen. Der Mindestlohn Smic hingegen ging in der gleichen Zeit um ganze 50% in die Höhe! „Wir haben keine allgemeine Beschleunigung der Preise nach der Umstellung auf den Euro festgestellt“, fasste Sébastien Faivre, Leiter der Abteilung für Verbraucherpreise beim Insee, zusammen. Das Gefühl, dass das Leben teurer wurde, kann in den ersten Jahren nach der Einführung des Euro durch das Aufrunden der Preise, das von manchen Händlern praktiziert wurde, erklärt werden.

    Diese Praxis hat unglücklicherweise zu einem starken Misstrauen gegenüber dem Euro geführt, das sich hartnäckig bis heute hält. „Der Aufrundungseffekt war bei häufig gekauften Produkten (Brot, Gebäck, Kaffee) deutlich zu spüren“, bestätigt das Insee. Deutlich weniger bei Investitionsgütern wie großen Haushaltsgeräten, Autos, Immobilien etc. Allerdings wurde die Sorge über einen zu starken Preisanstieg bei den Verbrauchern nur bis 2013 gemessen. Seitdem sinkt sie stetig.

  • Vor 20 Jahren wurde der Euro geboren: eine verrückte Idee – aber erfolgreich

    Vor 20 Jahren wurde der Euro geboren: eine verrückte Idee – aber erfolgreich

    Zu Beginn dieses Jahres feiert die Europäische Union das 20-jährige Jubiläum der Einführung des Euro. Die einheitliche Währung hat die wirtschaftlichen, kulturellen und touristischen Beziehungen eines ganzen Kontinents auf den Kopf gestellt. Sie hat auch als Schutzschild bei großen Krisen wie der Subprime-Krise gedient. Aber die Franzosen verbinden den Euro immer noch mit steigenden Preisen… „Eine Autobahn ohne Ausfahrt“. So beschrieb Yves-Thibault de Silguy, einer der Väter der Einheitswährung, 1999 den Beitritt zum Euro. Der Franzose, der damals EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung war, wollte damit die Unumkehrbarkeit der Einführung des Euro betonen. Zu Beginn des Jahres feiern wir den zwanzigsten Jahrestag der Einführung des Euro. Drei Jahre zuvor hatten sich elf Länder* der damals 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union unwiderruflich dazu verpflichtet, ihre jeweiligen nationalen Währungen zugunsten der Einheitswährung aufzugeben. Eine wahre Revolution. Adieu, Franc, Deutsc…

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  • Neue französische 2-Euro-Münze: So wird sie aussehen

    Neue französische 2-Euro-Münze: So wird sie aussehen

    Eine neue 2-Euro-Münze aus Frankreich wird 2022 anlässlich des 20. Jahrestags der Einführung des Euro eingeführt.

    In wenigen Wochen werden Sie sie in Ihrem Portemonnaie endecken. Anlässlich der französischen EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Januar 2022 beginnt, wird eine neue 2-Euro-Münze in Umlauf gebracht. Die Münze wurde gestern von Clément Beaune, dem Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, vorgestellt.

    Auf der Vorderseite gibt es keine Veränderungen, die 2-Euro-Münze wird mit der bereits bekannten Münze identisch bleiben. Es ist die Rückseite, auf der die Neuerungen zu sehen sein werden. Eine Eiche und ein Olivenbaum wurden eingraviert. Sie zeigen die drei Worte des französischen Leitmottos: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Diese beiden Bäume wurden ausgewählt, weil sie „Stärke und Weisheit“ symbolisieren.

    Die neue Münze wurde vom Generalgraveur der Monnaie de Paris entworfen. Die neuen Münzen werden, wie die aktuellen Münzen, in Pessac in der Nähe von Bordeaux hergestellt.

    Diese 2-Euro-Münze soll den Geburtstag der gemeinsamen Währung zu markieren: 2022 wird der 20. Geburtstag des Euro sein.

    Die neue Münze wurde zu Beginn der Pressekonferenz von Emmanuel Macron über die französische EU-Ratspräsidentschaft enthüllt.