Schlagwort: Ertrinken

  • Gefährliche Strömungen: Höchste Warnstufe an der Atlantikküste

    Gefährliche Strömungen: Höchste Warnstufe an der Atlantikküste

    Mittwoch und Donnerstag droht an den Stränden des aquitanischen Küstenstreifens erneut ein „maximales Risiko durch Baïnes-Strömungen“. Die Präfektur von Nouvelle-Aquitaine hat am Dienstag, dem 13. August, eine entsprechende Warnung herausgegeben. Der Präfekt der Region und des Départements Gironde, Étienne Guyot, fordert die Strandbesucher auf, äußerst vorsichtig zu sein.

    Aber was genau sind Baïnes?

    Baïnes, was in dem lokalen Dialekt der Landes „kleines Bad“ bedeutet, wirken auf den ersten Blick harmlos – wie natürliche Pools, die sich zwischen dem Strand und Sandbänken bilden. Diese Mulden entstehen durch die Gezeiten und können sich über Dutzende Meter erstrecken und recht tief sein. Trotz ihres friedlichen Aussehens – das Wasser scheint ruhig und glatt – bergen sie eine versteckte Gefahr. Die in den Baïnes entstehenden Strömungen sind stark und können selbst erfahrene Schwimmer ins offene Meer ziehen.

    Tödliche Gefahr unter der Wasseroberfläche

    Dieses Jahr sind bereits vierzehn Badegäste in Baïnes ertrunken – eine tragische Bilanz. Erst im April ertrank ein Mann Mitte 40 am Cap-Ferret in der Gironde, obwohl eine Warnung vor diesen gefährlichen Strömungen ausgesprochen wurde. Die Behörden sind besorgt und appellieren erneut an die Vernunft der Badegäste: „Zum Schutz Ihrer Sicherheit – baden Sie nur zwischen den Fahnen der bewachten Abschnitte.“

    Die Meeresströmungen zu unterschätzen, ist ein Spiel mit dem Feuer. Besonders heimtückisch ist, dass die Gefahr oft nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Viele unterschätzen die Kräfte der Natur oder gehen sorglos ins Wasser, in dem Glauben, dass nichts passieren wird – ein fataler Irrtum. Es ist wie bei einem stillen Raubtier, das unter der Oberfläche lauert.

    Wie kann man sich schützen?

    Die wichtigste Regel lautet: Immer zwischen den Fahnen der überwachten Strandabschnitte baden. Die Rettungsschwimmer sind geschult und kennen die Gefahrenstellen. Sie beobachten das Meer und greifen im Notfall schnell ein. Doch selbst in überwachten Zonen ist Vorsicht geboten. Strömungen können blitzschnell entstehen und sich verändern. Auch das Wetter spielt eine große Rolle – starker Wind, hohe Wellen und die Gezeiten verstärken die Strömungen.

    Wer sich unsicher fühlt, sollte lieber im flachen Wasser bleiben. Auch erfahrene Schwimmer sollten den Respekt vor dem Meer nicht verlieren. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass hier Vorsicht Leben retten kann.

    Eine stille Gefahr, die nicht zu unterschätzen ist

    Es ist erschreckend, wie schnell das Meer von einem Ort der Entspannung zu einer tödlichen Falle werden kann. Baïnes-Strömungen sind unsichtbar und unvorhersehbar. Gerade weil sie oft so harmlos erscheinen, unterschätzen viele die Gefahr.

    Ein weiterer wichtiger Hinweis: Niemals allein ins Wasser gehen. Wenn doch etwas passiert, ist niemand da, der Hilfe holen kann. Vor allem Kinder sollten unter ständiger Aufsicht stehen – sie werden oft schneller von den Strömungen erfasst als Erwachsene.

    In der Sommerhitze wirkt das kühle Nass besonders verlockend. Doch ein Moment der Unaufmerksamkeit kann fatale Folgen haben. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Die Zahl der Opfer in diesem Jahr ist erschreckend hoch. Und das, obwohl die Warnungen der Behörden laut und deutlich sind.

    Sicherheitsregeln befolgen und den Sommer genießen

    Das Meer ist ein wundervoller Ort – voller Leben, Schönheit und Abenteuer. Doch wie bei allem Schönen im Leben, gibt es auch hier Schattenseiten. Wer die Sicherheitsregeln beachtet und Respekt vor den Naturgewalten hat, kann die Strände in vollen Zügen genießen. Ignoranz und Leichtsinn hingegen sind schlechte Begleiter.

    Die kommenden Tage an der aquitanischen Küste versprechen sonniges Wetter und hohe Temperaturen – perfekte Bedingungen für einen Tag am Strand. Doch diese Idylle sollte niemanden dazu verleiten, die Warnungen in den Wind zu schlagen. Die Gefahr ist real und unsichtbar, wie eine tickende Zeitbombe unter der Wasseroberfläche.

    Nutzen wir die Chance, verantwortungsvoll mit der Natur umzugehen und die Schönheit des Meeres zu genießen – ohne dabei unsere Sicherheit zu vergessen.

  • Alarmierende Zunahme von Badeunfällen in den Alpes-Maritimes: Feuerwehr ruft zur Vorsicht auf

    Alarmierende Zunahme von Badeunfällen in den Alpes-Maritimes: Feuerwehr ruft zur Vorsicht auf

    Diesen Juli verloren zehn Menschen ihr Leben durch Ertrinken allein im Departement Alpes-Maritimes – eine alarmierende Steigerung von 30 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders Senioren sind betroffen.

    Die Feuerwehr der Alpes-Maritimes, im Südosten Frankreichs, hat am Freitag, dem 2. August, einen dringenden Appell zur Vorsicht über den Sender France Bleu Azur verbreitet. Der Grund: eine signifikante Zunahme der Ertrinkungsfälle in diesem besonders touristischen Département. Im Juli zählten die Rettungskräfte 40 Vorfälle, davon endeten zehn tödlich – ein drastischer Anstieg im Vergleich zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Im Juli 2023 wurden „nur“ drei tödliche Badeunfälle registriert.

    Jüngster Vorfall erschüttert Mandelieu-la-Napoule

    Der letzte tragische Unfall ereignete sich am Freitagmorgen, dem 2. August, in Mandelieu-la-Napoule. Ein Mann in den Siebzigern erlitt einen Herzstillstand. Trotz intensiver Reanimationsversuche am Strand von Dauphins kam jede Hilfe zu spät. Der Mann verstarb noch am Strand – bereits der fünfte Todesfall auf den Stränden der Côte d’Azur innerhalb einer Woche.

    Senioren besonders gefährdet

    Patrick Gentili, Leiter der Vorhersageabteilung des Departementalen Feuerwehr- und Rettungsdienstes (Sdis) der Alpes-Maritimes, betonte, dass vor allem Senioren über 70 Jahre im Juli häufig Opfer von tödlichen Badeunfällen wurden. Diese Altersgruppe ist überdurchschnittlich stark vertreten.

    Gentili sieht die anhaltende Hitzewelle als einen der Hauptgründe für die Zunahme der Vorfälle. Das Département steht weiterhin unter Hitzewarnung der Stufe Orange, was besonders ältere Menschen stark belastet. „Selbst wenn man sich unter dem Sonnenschirm schützt, kann der plötzliche Temperaturunterschied beim Betreten des Wassers zu einer schnellen Verengung der Blutgefäße führen. Dies kann den Herzschlag beschleunigen und im schlimmsten Fall zu einem Schwächeanfall oder einer Ohnmacht führen. Alleine im Wasser kann das tödlich enden“, erklärte Gentili auf dem Sender France Bleu Azur.

    Sicherheitstipps für Badegäste

    Zur Prävention rät Patrick Gentili, ausschließlich bewachte Strände zu besuchen. Vier der fünf tödlichen Unfälle dieser Woche ereigneten sich an unbewachten Stränden. Zudem empfiehlt er Senioren den Kauf einer Schwimmboje für offenes Wasser – ein einfaches Hilfsmittel, das im Notfall Leben retten kann.

    Ein Appell an alle Strandbesucher

    Während der Sommerhitze zieht es viele an die Strände, um Abkühlung zu suchen. Doch die jüngsten Vorfälle zeigen, wie wichtig Vorsicht und präventive Maßnahmen sind. Überfüllte Strände, hohe Temperaturen und die unterschätzte Gefahr von plötzlich auftretenden Gesundheitsproblemen können eine gefährliche Kombination darstellen.

    Was tun, wenn man selbst oder jemand in der Nähe Anzeichen von Schwäche oder Unwohlsein zeigt? Unverzüglich Hilfe rufen, den Betroffenen an Land bringen und Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten – es kann über Leben und Tod entscheiden.

    Ein wachsendes Problem in touristischen Gebieten

    Die Alpes-Maritimes, bekannt für ihre malerischen Strände und das azurblaue Mittelmeer, ziehen jährlich Tausende von Touristen an. Doch diese Schönheit birgt auch Risiken, die nicht unterschätzt werden dürfen. Besonders in Spitzenzeiten wie im Juli, wenn die Strände überfüllt sind, steigt die Gefahr von Ertrinkungsfällen exponentiell.

    Die örtlichen Behörden und Rettungskräfte stehen vor der Herausforderung, ausreichende Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten und gleichzeitig die Bevölkerung über die Gefahren aufzuklären. Wie lässt sich die Zahl der Unfälle reduzieren? Hier sind nicht nur die Einsatzkräfte gefragt, sondern auch die Eigenverantwortung der Badegäste ist entscheidend.

    Obwohl die präventiven Maßnahmen und die Appelle der Feuerwehr helfen, bleibt es letztlich an jedem Einzelnen, sich und andere zu schützen. Eine Schwimmboje kann da schon ein kleiner, aber lebensrettender Schritt sein. Also, liebe Badegäste, denkt dran: Sicherheit geht vor. Genießt das Meer – aber mit Vorsicht und Umsicht!

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  • Welttag zur Verhütung des Ertrinkens: Ein Blick auf Frankreich und Deutschland

    Welttag zur Verhütung des Ertrinkens: Ein Blick auf Frankreich und Deutschland

    Der Welttag zur Verhütung des Ertrinkens erinnert uns jährlich daran, wie wichtig Maßnahmen zur Verhinderung dieser tragischen Unfälle sind. In Europa, besonders in Frankreich und Deutschland, gibt es unterschiedliche Ansätze, um die Zahl der Ertrinkungsunfälle zu reduzieren. Wie sehen diese Maßnahmen aus, und was können wir voneinander lernen?

    Frankreich: Prävention an vorderster Front

    Frankreich hat eine lange Küstenlinie und zahlreiche Flüsse und Seen, die Einheimische und Touristen gleichermaßen anziehen. Kein Wunder, dass die Prävention von Ertrinkungsunfällen hier einen hohen Stellenwert hat. Frankreich setzt dabei auf mehrere Säulen:

    Schwimmunterricht für Kinder: In Frankreich ist der Schwimmunterricht in Schulen obligatorisch. Schon in der Grundschule lernen Kinder die Grundlagen des Schwimmens. Das Ziel: Alle Kinder sollen spätestens bis zum Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen können.

    Aufklärungskampagnen: Überall in Frankreich finden regelmäßig Aufklärungskampagnen statt. Diese richten sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene und betonen die Gefahren von unbewachten Gewässern. Plakate, TV-Spots und soziale Medien spielen eine wichtige Rolle.

    Überwachung der Badezonen: Besonders an den Küsten und in Touristengebieten gibt es gut ausgestattete und geschulte Rettungsschwimmer. Diese sind nicht nur in der Lage, schnell zu reagieren, sondern auch präventiv tätig, indem sie Badegäste auf Gefahren hinweisen und bei Bedarf eingreifen.

    Technische Maßnahmen: An vielen Badestellen gibt es Warnschilder, Absperrungen und Alarmsysteme, die bei Gefahr aktiviert werden können. In den letzten Jahren wurden zudem spezielle Apps entwickelt, die Echtzeitinformationen über Wasserqualität und Sicherheitsmaßnahmen liefern.

    Deutschland: Strukturierte Ansätze und Herausforderungen

    Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Maßnahmen zur Verhütung von Ertrinkungsunfällen, doch die Ansätze unterscheiden sich teilweise von denen in Frankreich.

    Schwimmunterricht in Schulen: Ähnlich wie in Frankreich ist Schwimmunterricht in vielen Bundesländern Teil des Lehrplans. Allerdings gibt es Unterschiede in der Umsetzung, und nicht alle Schulen sind gleichermaßen gut ausgestattet. Hier besteht noch Verbesserungspotenzial.

    Aufklärung und Prävention: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) spielt eine zentrale Rolle bei der Aufklärung. Durch Kampagnen, Schulungen und Informationsmaterialien wird versucht, das Bewusstsein für die Gefahren am und im Wasser zu schärfen. Die jährliche „Respektiere das Wasser“-Kampagne ist ein gutes Beispiel hierfür.

    Rettungsschwimmer und Überwachung: An öffentlichen Badestellen und in Schwimmbädern sorgen Rettungsschwimmer für Sicherheit. Doch nicht alle Seen und Flüsse sind entsprechend überwacht, was zu einer erhöhten Gefahr führt. Hier könnte Deutschland von Frankreichs Modell der umfassenderen Überwachung profitieren.

    Technologische Unterstützung: In den letzten Jahren wurden auch in Deutschland technische Hilfsmittel wie Apps und Alarmsysteme eingeführt, doch deren Verbreitung ist noch nicht flächendeckend. Ein weiteres Problem ist die oft mangelnde Ausstattung in ländlichen Gebieten.

    Was können wir voneinander lernen?

    Sowohl Frankreich als auch Deutschland zeigen, dass die Prävention von Ertrinkungsunfällen vielfältig und komplex ist. Doch was könnten die beiden Länder voneinander übernehmen?

    Flächendeckender Schwimmunterricht: Frankreichs Ansatz, Schwimmen zum festen Bestandteil des Lehrplans zu machen, könnte in Deutschland noch konsequenter umgesetzt werden. Auch die Ausstattung der Schulen mit entsprechenden Schwimmmöglichkeiten sollte verbessert werden.

    Umfassendere Überwachung: Frankreichs Modell der Überwachung von Badezonen durch gut ausgebildete Rettungsschwimmer könnte in Deutschland ausgeweitet werden. Besonders an beliebten, aber unbewachten Seen und Flüssen wäre dies ein wichtiger Schritt.

    Intensive Aufklärungskampagnen: Deutschland könnte von Frankreichs intensiveren und flächendeckenden Aufklärungskampagnen profitieren. Mehr öffentliche Aufmerksamkeit durch Plakate und Medien könnte das Bewusstsein für die Gefahren erhöhen.

    Technologische Innovationen: Die Entwicklung und Verbreitung von Apps, die Echtzeitinformationen bieten, sollte in beiden Ländern weiter vorangetrieben werden. Solche Apps könnten nicht nur Informationen zur Wasserqualität liefern, sondern auch warnen, wenn Gefahren drohen.

    Ein Appell an alle

    Letztlich ist die Verhütung von Ertrinkungsunfällen eine Gemeinschaftsaufgabe. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, ob durch das Lernen und Lehren von Schwimmfähigkeiten, das Einhalten von Sicherheitsregeln oder durch das Unterstützen von Aufklärungskampagnen. Können wir es uns leisten, nicht wachsam zu sein? Schließlich geht es um Menschenleben – um unsere Familien, Freunde und Nachbarn.

    Der Welttag zur Verhütung des Ertrinkens sollte uns daran erinnern, dass wir alle eine Verantwortung tragen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir die Zahl der Ertrinkungsunfälle weiter senken und unsere Gewässer zu sicheren Orten für alle machen.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Mutiger Migrant: Nouari rettet Frau vor dem Ertrinken im Bassin de la Villette

    Mutiger Migrant: Nouari rettet Frau vor dem Ertrinken im Bassin de la Villette

    In einer Welt voller Herausforderungen und Unsicherheiten, ist es manchmal ein einzelner mutiger Akt, der daran erinnert, was Menschlichkeit wirklich bedeutet. Nouari, ein 18-jähriger Migrant aus Algerien, zeigte diese Menschlichkeit, als er ohne zu zögern in das Bassin de la Villette sprang, um eine Frau vor dem Ertrinken zu retten.

    Es war ein sonniger Montagnachmittag am 3. Juni im lebhaften 19. Arrondissement von Paris. In diesem modernen, trendigen Viertel lebt seit acht Monaten Nouari, ein junger Algerier. Ohne Papiere, ohne Unterkunft, ohne Job – ein Migrant, der in den Schatten der Stadt überlebt.

    Die Geschichte nahm ihren Anfang, als Nathalie, eine Pilates-Lehrerin, und ihre Freundin Michèle, Mustang, den Hund von Michèle, entlang des Bassins spazieren führten. Plötzlich, erschreckt durch das Gebell eines anderen Hundes, sprang Mustang rückwärts ins Wasser. Der Hund, ein guter Schwimmer, geriet jedoch schnell in Schwierigkeiten, da in diesem Teil des Bassins ein starkes Pumpsystem installiert ist. Innerhalb weniger Sekunden wurde Mustang in die Tiefe gezogen.

    Michèle, einst eine talentierte Schwimmerin, sprang sofort hinterher, doch auch sie wurde von der mächtigen Strömung erfasst und in die Tiefe gezogen. Die Szene war dramatisch: Nathalie schrie verzweifelt um Hilfe, während sie zusah, wie ihre Freundin kämpfte, um an der Oberfläche zu bleiben.

    Hier kommt Nouari ins Spiel. Er hörte die Schreie, sah die Panik und handelte instinktiv. Ohne einen Moment zu zögern, sprang er ins Wasser. Die Strömung war stark und zog auch ihn in die Tiefe, doch Nouari kämpfte sich tapfer durch die Strömung. Der Kellner eines nahegelegenen Cafés, Kamel, warf eine Rettungsboje, die Nouari erreichen und zu Michèle bringen konnte. Mit vereinten Kräften schafften sie es, Michèle sicher an Land zu bringen.

    Die Feuerwehrleute, die später eintrafen, bezeichneten Nouari als „Champion“. Doch trotz dieser heldenhaften Tat bleibt Nouari weiterhin ohne Arbeit und ohne festen Wohnsitz. Seine Heldentat, die das Leben von Michèle rettete, wurde schnell von den Nachrichten des Wochenendes überschattet – das Roland-Garros-Finale und die Ergebnisse der Europawahlen zogen alle Aufmerksamkeit auf sich.

    Es stellt sich die Frage: Was wäre, wenn wir alle ein wenig mehr wie Nouari wären? Ohne zu zögern für andere einzuspringen, auch wenn wir selbst nichts zu gewinnen haben? Nouari träumt insgeheim davon, dass eines Tages jemand ebenso selbstlos für ihn eintreten wird. Bis dahin bleibt er ein stiller Held, dessen Geschichte uns daran erinnert, dass wahre Größe oft im Verborgenen liegt.

  • Elsass: Mutter ertrinkt als sie ihre Kinder retten will

    Elsass: Mutter ertrinkt als sie ihre Kinder retten will

    Bei dem Versuch, ihre sechs und zwölf Jahre alten Kinder zu retten, ertrank eine Mutter am Montag, dem 2. Oktober, in einem Gewässer in Reiningue im Département Haut-Rhin.

    Eine 38-jährige Mutter ertrank, nachdem sie versucht hatte, ihre Kinder zu retten, die in einem Gewässer in Reiningue (Haut-Rhin) in Schwierigkeiten geraten waren, wie die örtliche Gendarmerie am Montag berichtete.

    Die beiden Kinder im Alter von 6 und 12 Jahren konnten nicht schwimmen. Sie befanden sich in Schwierigkeiten, weswegen ihre Mutter ihnen zu Hilfe eilte. Doch auch die Mutter konnte nicht schwimmen, und in diesem an sich flachen Gewässer in einer Gemeinde in der Nähe von Mühlhausen befinden sich an manchen Stellen tiefe Löcher.

    40 Minuten unter Wasser
    Die Mutter verlor den Halt und ertrank. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte befand sich die Frau 40 Minuten lang unter Wasser. Den Sanitätern gelang es daher nicht, sie wiederzubeleben.

    Das Gewässer wird nur während der Sommermonate bis zum 3. September dieses Jahres von Bademeistern überwacht. Die Kinder der Frau konnten schlußendlich selbständig ans Ufer zurückkehren.

  • Vierjähriges Mädchen ertrinkt in einem Fluss in den Pyrénées-Orientales

    Vierjähriges Mädchen ertrinkt in einem Fluss in den Pyrénées-Orientales

    Am Sonntag, dem 20. August, kam es in den östlichen Pyrenäen zu zwei tödlichen Badeunfällen. Ein 35-jähriger Mann und ein vierjähriges Mädchen kamen ums Leben.

    Am Sonntag, dem 20. August, ereigneten sich in den Pyrénées-Orientales zwei Tragödien. Zunächst wurde gegen 18 Uhr die Feuerwehr nach Canet-en-Roussillon, in der Nähe des Strandes von Sardinal, gerufen. Der Grund: ein 35-jähriger Mann war ertrunken. Der Mann wurde von Zeugen bewusstlos aus dem Wasser gezogen. Trotz der von den Rettungskräften vor Ort durchgeführten Herzmassagen konnte das Opfer nicht mehr wiederbelebt werden. Der Tod des 35-jährigen Mannes wurde noch vor Ort festgestellt.

    Nach Angaben der Feuerwehr war der Mann kurz vor seinem Ertrinken mit einem Minderjährigen im Wasser gesehen worden. Daher wurde im Laufe des Abends nach einer zweiten Leiche gesucht. An der Operation waren ein Hubschrauber und etwa 20 Feuerwehrleute, darunter Taucher und Rettungsschwimmer beteiligt. Nach neuesten Informationen wurde in dem Gebiet jedoch keine weitere Leiche gefunden.

    Ein weiteres Drama in der Gouleyrous-Schlucht
    Für die Feuerwehrleute war der Abend noch nicht zu Ende, denn nur 45 Minuten nach dem vorherigen Alarm ereignete sich ein weiteres Drama. In Tautavel, in der Gouleyrous-Schlucht, wurde ein vierjähriges Mädchen leblos aus dem Wasser gezogen. Personen vor Ort versuchten, das Kind zu reanimieren, bevor die Rettungskräfte eintrafen und die Betreuung übernahmen.

    Trotz aller Bemühungen der Einsatzkräfte wurde das Mädchen in einem als „ernst“ eingestuften Zustand mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus von Perpignan gebracht. Nur wenige Stunden später wurde sie dort für tot erklärt.

  • Hautes-Pyrénées: Zweijähriges Mädchen ertrinkt in einem Fluss

    Hautes-Pyrénées: Zweijähriges Mädchen ertrinkt in einem Fluss

    Ein zweijähriges Mädchen ertrank während eines lokalen Festes im Fluss Boues, der durch das Dorf Villembits (Hautes-Pyrénées) fließt. Das Mädchen starb trotz des sofortigen Eingreifens mehrerer Personen.

    Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 13. August 2023, kletterte ein zweijähriges Mädchen unbemerkt aus ihrem Kinderwagen und fiel in den Boues, einen Fluss, der in der Nähe des Geländes fließt, auf dem dem Feierlichkeiten stattfanden. Sie konnte nicht mehr gerettet werden.

    Dieses Drama hat am Wochenende die lokalen Feierlichkeiten in Villembits überschattet und das kleine Dorf in den Hängen der Hautes-Pyrénées zutiefst schockiert.

    Laut der Zeitung Nouvelle République des Pyrénées griffen mehrere Personen sofort ein, um zu versuchen, das kleine Mädchen zu retten, aber die abschüssigen Ufer, die Tiefe und die starke Strömung des Flusses konnten das Drama nicht verhindern. Die Feuerwehr und die Gendarmerie waren vor Ort und versuchten, das Kind wiederzubeleben, nachdem es aus dem Wasser gezogen worden war.

    Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, um zu versuchen, die Umstände des schrecklichen Unfalls zu ermitteln.

  • Gironde: Zwei Menschen ertrinken innerhalb nur weniger Stunden

    Gironde: Zwei Menschen ertrinken innerhalb nur weniger Stunden

    Am Sonntag starben zwei Menschen im Südwesten Frankreichs. Am Morgen ertrank ein 54-jähriger Mann in Soulac-sur-Mer im Departement Gironde. Am Abend wurde in Lacanau eine Mutter von der Strömung mitgerissen, als sie versuchte, ihren beiden Kinder zu Hilfe zu kommen.

    Sie sind es gewohnt, den Ozean zu zähmen und kennen seine Gefahren genau. Am Sonntag, dem 13. August, ist es fast 21 Uhr, als zwei Surfer einer Mutter zu Hilfe eilen. Die Station der Rettungsschwimmer ist bereits seit zwei Stunden geschlossen. „Wir sahen den Familienvater, der wie verrückt versuchte, seine Frau zu finden, die in den Wellen herumirrte. Wir sind instinktiv direkt ins Wasser gesprungen“, erzählt einer der beiden Surfer auf dem Sender France 2.

    „Wir hätten auch sterben können“
    Nachdem sie versucht hatte, ihre beiden Kinder zu retten, geriet die 50-Jährige in eine gefährliche Strömung, was sie das Leben kostete. „Zum Glück kam uns ein Bademeister zu Hilfe (…) Wir hätten auch sterben können“, sagen die beiden Surfer.

    Am Wochenende hatte die Präfektur der Region Nouvelle-Aquitaine die Atlantikküste wegen der Gefahr von gefährlichen Strömungen in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Sie rief zu extremer Wachsamkeit auf.

    Am Morgen des Sonntags konnte ein 54-jähriger Mann nicht mehr gerettet werden nachdem er zum Baden ins Meer gegangen war, obwohl der Strand nicht bewacht war. Auch er wurde Opfer einer gefährlichen Strömung, gegen die er machtlos war.

  • Frankreich: 362 Badeunfälle seit Juni – davon waren 109 tödlich

    Frankreich: 362 Badeunfälle seit Juni – davon waren 109 tödlich

    Am 21. Juli veröffentlichte Santé Publique France einen Bericht über Badeunfälle in der ersten Hälfte des Sommers 2023. Die gemeldeten Vorfälle sind im Vergleich zu 2021 insgesamt um 19% gesunken, aber die Unfälle sind tödlicher: Bei 362 Badeunfällen kam es in 30% der Fälle zum Tod.

    Zwischen dem 1. Juni und dem 12. Juli 2023 wurden in Frankreich 362 Ertrinkungsfälle registriert, wie aus einem Bericht von Santé Publique France hervorgeht, der am Freitag veröffentlicht wurde. Von allen erfassten Fällen führten 109 zum Tod der Opfer.

    In den ersten sechs Wochen des Sommers ist die Zahl der Ertrinkungsunfälle im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2021 um 19% zurückgegangen. Dies ist zum Teil auf die Wetterbedingungen zurückzuführen, die im Juni weniger günstig für das Baden waren.

    Der Anteil der tödlichen Unfälle nimmt hingegen tendenziell zu, 2021 führten etwa 25% der Badeunfälle zum Tod der Opfer. Im Jahr 2023 sind es etwa 30 %.

    Von tödlichen Badeunfällen sind Erwachsene stärker betroffen: 91 % der Opfer sind älter als 18 Jahre, Kinder unter 6 Jahren sind zu 4 % betroffen.

    Außerdem ist die Gesamtzahl der Ertrinkungsfälle in den südlichen Regionen und an der Küste insgesamt höher. Im Jahr 2023 waren die beiden Regionen Okzitanien (69 Fälle) und Nouvelle-Aquitaine (53 Ertrinkungsfälle) am stärksten betroffen. Die Region mit den meisten tödlichen Ertrinkungsfällen ist die Bretagne (19 Todesfälle).

  • Teenager nach 45 Minuten unter Wasser wieder reanimiert

    Teenager nach 45 Minuten unter Wasser wieder reanimiert

    Die Feuerwehr reanimierte einen Teenager in Saint-Victor-sur-Loire, nachdem er 45 Minuten lang unter Wasser gewesen war. 

    Am Samstag, dem 15. Juli, lag ein 15-jähriger Jugendlicher 45 Minuten in 20 Grad warmem Wasser in fast 10 Metern Tiefe, bevor er von der Feuerwehr in Saint-Victor-sur-Loire gerettet und reanimiert wurde. Diese un gewöhnliche Rettung verdankt ihren Erfolg dem schnellen und richtigen Eingreifen der Rettungskräfte und den körperlichen Mechanismen, die bei dem Jugendlichen nach dem Ertrinken in Gang gesetzt wurden.

    Als die Taucher ihn aus dem Wasser zogen, hatte der Jugendliche einen Herz- und Atemstillstand. Nachdem es den Sanitätern gelang, sein Herz wieder zum Schlagen zu bringen, wurde er als absoluter Notfall in das Krankenhaus von Saint-Étienne gebracht. Der Junge ist zwar am Leben, aber ihm drohen schwere irreversible neurologische Schäden, die normalerweise auftreten, wenn der Körper und insbesondere das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt wird. Bisher wollte sich das Krankenhaus nicht über den Gesundheitszustand des Jungen äußern.

    Der Notarzt Christophe Prudhomme berichtet in der Zeitung Le Parisien: „Diese Rettung wurde durch zwei Dinge ermöglicht: die niedrige Wassertemperatur und den Reflexmechanismus des Körpers, der es ermöglicht, die Atemwege zu schützen, um zu verhindern, dass Wasser in die Lunge gelangt“, so der Arzt.