Schlagwort: Erpressung

  • Entführt wegen digitalem Vermögen – wie Kryptowährungen neue Gewaltspiralen befeuern

    Entführt wegen digitalem Vermögen – wie Kryptowährungen neue Gewaltspiralen befeuern

    Es beginnt mitten in der Nacht, leise, brutal, zielgerichtet. In der Nacht vom 14. auf den 15. Januar dringen Täter in ein Wohnhaus im beschaulichen Sallanches ein. Sie verschleppen zwei Menschen über siebzig, Vater und Mutter eines Mannes, der über größere Bestände an Kryptowährungen verfügt. Kein Zufall, kein blindes Verbrechen, sondern eine Tat mit klar kalkuliertem Motiv. Die Entführer fordern Geld. Viel Geld. Mehrere Millionen Euro. Die Forderungen erreichen den Sohn per Video, kalt inszeniert, professionell aufgezogen. Digitale Erpressung trifft auf reale Gewalt. Genau an dieser Schnittstelle entfaltet sich ein Kriminalitätsfeld, das französische Ermittler zunehmend beschäftigt – und beunruhigt. Die beiden Senioren werden zwei Tage später in Montélimar entdeckt, nahe einer Diskothek. Schwer verletzt. Krankenhaus. Über den Zustand der Opfer dringt wenig nach außen, nur so viel: Die Entführung hinterlässt Spuren, körperlich wie seelisch. Der Fall bleibt kein lokales Verbrechen. Am …

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  • Entführung in Valence: Ein Schweizer Opfer, sieben Verdächtige und die Schattenwelt der Kryptokriminalität

    Entführung in Valence: Ein Schweizer Opfer, sieben Verdächtige und die Schattenwelt der Kryptokriminalität

    Ein junges Leben in den Händen von Entführern, eine Lösegeldforderung in Bitcoin – und eine Rettungsaktion, die man sonst nur aus Thrillern kennt.In Valence, im Südosten Frankreichs, hat Ende August ein brutaler Fall von Kryptokriminalität die Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Das Opfer: ein Schweizer in den Zwanzigern.Die Täter: eine Gruppe von sieben Personen, darunter auch Minderjährige.Der Schauplatz: eine unscheinbare Wohnung, keine 500 Meter von der TGV-Station entfernt. Und die Geschichte liest sich wie ein düsteres Drehbuch. Drei Tage Albtraum Am 28. August verschwindet der junge Mann plötzlich. Für seine Familie und Freunde gibt es keine Nachricht, keine Erklärung. Wenig später trifft bei einem Angehörigen ein Video ein: Der Schweizer ist zu sehen, gefesselt, mit Angst in den Augen. Seine Peiniger drohen, ihn zu töten, sollte nicht eine Lösegeldsumme von 300.000 Euro bezahlt werden – in Kryptowährungen. Drei Tage dauert dieser Albtraum. Drei Tage, in den…

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  • Erpressung in Krypto – Die dunkle Seite des digitalen Goldes

    Erpressung in Krypto – Die dunkle Seite des digitalen Goldes

    Paris, Mai 2025. An einem ganz gewöhnlichen Donnerstagmorgen geht ein Mann mit seinem Hund spazieren. Die Straße: Avenue du Maine, ein ruhiges Viertel im 14. Arrondissement. Die Sonne scheint. Autos rauschen vorbei. Dann, plötzlich – ein weißer Lieferwagen, vier maskierte Männer, ein brutaler Zugriff. Der Mann wird mit Gewalt in das Fahrzeug gezerrt, Zeugen schreien, jemand ruft die Polizei. Innerhalb von Minuten ist klar: Hier geht es nicht um eine einfache Entführung. Die Polizei weiß bald, wer das Opfer ist – der Vater eines Krypto-Unternehmers, der in den letzten Jahren Millionen gemacht hat. Was folgt, ist ein beispielloser Fall von digitaler Erpressung, Folter – und Polizeiarbeit unter Hochspannung. 60 Stunden in Gefangenschaft – mit abgetrenntem Finger Schon kurz nach dem Übergriff meldet sich das Kidnapping-Kommando bei der Familie. Die Forderung: mehrere Millionen Euro – in Kryptowährung, versteht sich. Schnell, anonym, nicht zurückverfolgbar. Und weil Worte manchmal nicht rei…

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  • Die Affäre Pogba: Ein Drama aus Verrat, Erpressung und zerstörtem Vertrauen

    Die Affäre Pogba: Ein Drama aus Verrat, Erpressung und zerstörtem Vertrauen

    Der Prozess um die Entführung und versuchte Erpressung des Fußballstars Paul Pogba hat am Donnerstag mit harten Urteilen geendet. Sein Bruder Mathias Pogba wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, von denen zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden. Der Fall hat nicht nur Frankreich erschüttert, sondern auch Fragen über Familie, Loyalität und die Schattenseiten von Ruhm und Reichtum aufgeworfen. Das Urteil gegen Mathias Pogba Mathias Pogba, einst als Bruder und Vertrauter bekannt, erhielt ein Jahr Haft, das unter elektronischer Überwachung vollzogen wird. Hinzu kommt eine Geldstrafe von 20.000 Euro. Der Vorwurf: Er soll an der versuchten Erpressung von 13 Millionen Euro beteiligt gewesen sein und Paul sowie dessen Umfeld massiv unter Druck gesetzt haben. Während des Prozesses stellte die Verteidigung dar, dass Mathias „manipuliert“ und „unter Druck gesetzt“ wurde, um bei den Machenschaften mitzumachen. Doch das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. „Mathias ist geschockt“, erklärte …

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  • Prozess um die „Affäre Pogba“: Sechs Angehörige des Fussballers vor Gericht

    Prozess um die „Affäre Pogba“: Sechs Angehörige des Fussballers vor Gericht

    Die 2018 mit Frankreichs Nationalteam zum Weltmeister gekrönte Fußballlegende Paul Pogba steht im Mittelpunkt eines Prozesses, der am 26. November in Paris begonnen hat. Sechs Personen, darunter sein älterer Bruder Mathias, werden beschuldigt, Pogba im Jahr 2022 mit Gewalt und Erpressung bedroht zu haben, um 13 Millionen Euro von ihm zu fordern.

    Erpressung und Entführung

    Die Vorwürfe gegen die Angeklagten wiegen schwer: Neben Erpressung in bandenmäßiger Organisation werden ihnen Entführung und Nötigung unter Waffengewalt vorgeworfen. Paul Pogba schilderte den Ermittlern, wie er in der Nacht vom 19. auf den 20. März 2022 von bewaffneten Männern, teils aus seinem Jugendfreundeskreis, entführt und unter Druck gesetzt wurde.

    Die Täter, darunter mehrere Freunde aus seiner Heimatstadt Roissy-en-Brie (Seine-et-Marne), forderten 13 Millionen Euro für angeblich geleistete „Dienste“ – eine Summe, die Pogba laut eigenen Angaben nicht zahlen konnte. Er überwies stattdessen 100.000 Euro, um die Situation zu entschärfen. Doch die Forderungen und Drohungen setzten sich fort, teils sogar an öffentlichen Orten wie dem Trainingszentrum der französischen Nationalmannschaft in Clairefontaine und am Manchester-United-Stützpunkt.

    Mathias Pogba: Ein Bruder unter Verdacht

    Besonders brisant ist die Rolle von Mathias Pogba. Der ältere Bruder des Mittelfeldstars soll zwar an der besagten Nacht der Entführung nicht beteiligt gewesen sein, wird aber beschuldigt, massiv Druck auf Paul und seine Familie ausgeübt zu haben.

    Die „Affäre Pogba“ begann, öffentliches Aufsehen zu erregen, als Mathias im August 2022 ein Video in mehreren Sprachen veröffentlichte, in dem er „explosive Enthüllungen“ über seinen Bruder ankündigte. Später warf er Paul Pogba vor, angeblich den französischen Starspieler Kylian Mbappé mit einem „Marabout“ (afrikanischen Zauberer) verhext zu haben. Diese Vorwürfe wurden von Pogbas Anwälten scharf zurückgewiesen, die zugleich weitere Drohungen und Erpressungsversuche gegen ihren Mandanten anprangerten.

    Gewalt und Loyalität: Ein brüchiger Freundeskreis

    Die Verteidigung der Angeklagten bestreitet die Vorwürfe entschieden. Anwälte argumentierten, ihre Mandanten seien selbst Opfer der bewaffneten Täter gewesen, die Pogba bedrohten. „Mein Mandant wurde ebenfalls mit einer Waffe bedroht und gezwungen, sich auf den Boden zu legen“, erklärte Karim Morand-Lahouazi, der Anwalt eines der Angeklagten.

    Trotz dieser Argumente bleibt die zentrale Frage: Warum gerieten ausgerechnet Paul Pogbas engste Vertraute und Familienmitglieder in diese prekäre Lage? In einer früheren Anhörung sagte Pogba, das Verhältnis zu seinem Bruder Mathias sei durch finanzielle Abhängigkeiten belastet gewesen. „Ich wollte, dass wir wieder wie Brüder sind – nicht wie Geschäftspartner.“

    Mathias Pogba drückte ebenfalls vor Gericht seine Hoffnung auf eine Versöhnung aus: „Ich hoffe, dass unsere Einheit wiederhergestellt wird.“

    Was droht den Angeklagten?

    Die sechs Angeklagten, von denen einer aktuell inhaftiert ist, stehen vor schweren strafrechtlichen Konsequenzen. Im Fall einer Verurteilung drohen ihnen Haftstrafen von fünf bis zehn Jahren. Für Mathias Pogba könnte der Vorwurf der bandenmäßigen Erpressung und der Nötigung besonders schwer wiegen.

    Ein Fall, der über den Fußball hinausgeht

    Die „Affäre Pogba“ beleuchtet die Schattenseiten des Erfolgs und die potenziellen Gefahren, die mit Ruhm und Reichtum einhergehen. Der Fall zeigt, wie zerbrechlich persönliche Beziehungen werden können, wenn finanzielle Interessen ins Spiel kommen – selbst innerhalb von Familien.

    Paul Pogba, einst Symbol für Teamgeist und Zusammenhalt, steht hier nicht nur als Opfer, sondern auch als tragische Figur im Zentrum eines Konflikts, der ihn zutiefst zu erschüttern scheint. Seine Worte über den Wunsch nach einer Rückkehr zur brüderlichen Beziehung machen deutlich, dass dieser Prozess weit mehr ist als eine juristische Auseinandersetzung: Es geht um Verrat, Vertrauen und die Frage, ob diese Wunden jemals heilen können.

    Der Weg zur Aufklärung

    Die Verhandlung, die bis zum 3. Dezember angesetzt ist, wird nicht nur die strafrechtlichen Fragen klären, sondern auch tieferliegende Konflikte in Pogbas sozialem und familiärem Umfeld ans Licht bringen. Am Ende wird das Urteil nicht nur über die Schuld oder Unschuld der Angeklagten entscheiden, sondern auch darüber, ob sich für Paul Pogba ein Weg aus diesem dunklen Kapitel seines Lebens auftut.

    Man darf gespannt sein, ob die Brüder, wie sie hoffen, jemals zu einem echten Neuanfang finden können – oder ob der Prozess ein endgültiger Bruch bleibt.

  • Südfrankreich: Zwei Männer wegen Entführungen und Überfällen inhaftiert

    Südfrankreich: Zwei Männer wegen Entführungen und Überfällen inhaftiert

    Ein erschütternder Fall hat Südfrankreich in Alarmbereitschaft versetzt. Zwei Männer wurden am 27. August verhaftet und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft, da sie verdächtigt werden, eine Serie von Entführungen und Gewaltverbrechen begangen zu haben. Diese Taten, die sich über mehrere Monate erstreckten, haben vor allem Unternehmer ins Visier genommen.

    Die Methode der Täter war raffiniert und skrupellos zugleich. Mit einem orangefarbenen Polizeiarmband und einem Blaulicht ausgestattet, drangen sie in die Häuser ihrer Opfer ein. Das klingt fast wie aus einem Thriller, aber leider war dies bittere Realität. Die Männer nutzten ihre Tarnung als Polizisten, um ihre Opfer zu überwältigen, zu fesseln und anschliessend zu bedrohen. Mit Messern und Handfeuerwaffen zwangen sie die überfallenen Unternehmer, Wertgegenstände und Bargeld herauszugeben.

    Das grausamste an der Vorgehensweise: Die Täter verbrannten einigen ihrer Opfer mit einem Bügeleisen, um noch mehr Druck auszuüben. Eine erschreckende Eskalation der Gewalt, die in den betroffenen Familien tiefe Wunden hinterlässt – sowohl physisch als auch psychisch.

    Es war die Sondereinheit der Gendarmerie von Marseille, die schließlich die Verbindung zwischen diesen Verbrechen erkannte. Seit dem 1. August untersuchten sie den Fall eines Unternehmers und seiner Familie, die in La Fare-Les-Oliviers überfallen worden waren. Ihre Nachforschungen führten sie zu weiteren ähnlichen Fällen in den benachbarten Départements.

    Am Tag vor der Verhaftung der beiden Verdächtigen, am 26. August, leitete die Staatsanwaltschaft von Aix-en-Provence ein Verfahren ein. Die Liste der Anklagepunkte ist lang und schwerwiegend: Entführung, Freiheitsberaubung, Erpressung sowie Folter und Körperverletzung. Diese Verbrechen ereigneten sich in verschiedenen Orten Südfrankreichs wie etwa Corbières, Barjols, Le Paradou und Fos-sur-Mer.

    Die Justiz hat Untersuchungshaft für die beiden Männer gefordert, um eine weitere Gefährdung der Öffentlichkeit zu verhindern und die Ermittlungen voranzutreiben. Ob diese brutalen Übergriffe in Südfrankreich nach den Verhaftungen wirklich ein Ende gefunden haben, wird sich zeigen – doch die betroffenen Gemeinden atmen zumindest für einen Moment auf.

    Südfrankreich blickt nun gespannt auf die weiteren Entwicklungen. Die Gerichte werden entscheiden müssen, welches Schicksal die mutmaßlichen Täter erwartet und ob sie für die Gräueltaten, deren sie beschuldigt werden, zur Verantwortung gezogen werden. Die Opfer der Überfälle – und nicht nur sie – hoffen auf Gerechtigkeit und auf ein Ende der Angst, die in den letzten Monaten über ihnen schwebte.

  • Ex-Frau verlangt 1 Million Euro und die Kinder sind verschwunden. Ehemaliger Profi-Fußballer wird erpresst.

    Ex-Frau verlangt 1 Million Euro und die Kinder sind verschwunden. Ehemaliger Profi-Fußballer wird erpresst.

    Der ehemalige Ligue-1-Spieler Mevlüt Erding, der unter anderem bei PSG oder Rennes gespielt hat, wird angeblich von seiner Ex-Frau erpresst, die ihn daran hindert, seine Kinder zu sehen, und einen sehr hohen Geldbetrag von ihm verlangt.

    Es ist ein Albtraum, den der ehemalige Spieler von Paris Saint-Germain Mevlüt Erding beschreibt. Auf Instagram postete der ehemalige Profi-Spieler, der neben PSG auch bei Stade Rennais spielte, eine Reihe von Nachrichten, in denen er beschreibt, wie er von seiner Ex-Frau erpresst wird: „Meine Frau hat sich seit fünf Monaten nicht mehr gemeldet und lässt mich meine Kinder nicht mehr sehen, ich weiß nicht, wo sie sind“.

    Mevlüt Erding, der seine Karriere im letzten Jahr beendet hat, behauptet, dass seine Ex-Frau astronomische Summen von ihm verlangt, damit er seine Kinder wiedersehen kann: „Ich habe am Samstag mit meinem Sohn gesprochen, weil ich meiner Frau per E-Mail bestätigt habe, dass ich ihr eine Million Euro auf ihr Konto überweisen werde.“

    Erding beschreibt auch psychologische Spielchen, seine Schwiegerfamilie behauptet etwa, seine Kinder seien nicht von ihm: Die Familie meiner Frau ruft mich an und sagt mir, dass das sie nicht meine Kinder sind, dass sie nicht von mir sind, weil ich oft unterwegs war. Ich habe sie um einen DNA-Test gebeten, den sie mir verweigern. Wie kann man nur so schlecht sein? Geld zerstört Familien… Ich werde ein Angebot machen, um die Möglichkeit zu haben, die DNA-Tests zu machen, leider. […] Diese Erpressung bringt mich zum Kotzen.“

    Mevlüt Erding schliesst traurig: „Am Anfang der Karriere zu heiraten und mich am Tag nach meinem Karriereende zu verlassen – mehr braucht man nicht über die Frau zu wissen, die ich immer geliebt habe.“

  • Arras: 86-jährige wohlhabende Frau von drei Personen entführt und dann in ihrer Bank wiedergefunden

    Arras: 86-jährige wohlhabende Frau von drei Personen entführt und dann in ihrer Bank wiedergefunden

    In Arras (Pas-de-Calais) wurde eine wohlhabende 86-jährige Frau mit 10.000 Euro in ihrer Bank aufgefunden, nachdem sie entführt worden war. Drei Personen werden verdächtigt, sie aus ihrem Haus entführt und zur Bank gebracht zu haben, sie flüchteten.

    Eine 86-jährige Frau wurde am Dienstagmorgen in ihrer Bank in Arras, Pas-de-Calais, mit 10.000 Euro, die sie gerade aus ihrem Safe geholt hatte, wohlbehalten aufgefunden, wie Franceinfo berichtet. Die Dame sei von drei bisher nicht identifizierten Personen aus ihrem Haus entführt worden. Die Täter durchsuchten zunächst das Haus und entwendeten 2.100 Euro.

    Die drei Personen brachten die ältere Dame dann mit dem Auto zu ihrer Zweigstelle der BNP-Paribas-Bank im Zentrum von Arras, die etwa 10 Autominuten von ihrem Haus entfernt liegt, und verlangten von ihrem Opfer, eine große Summe Geld abzuheben. Anhand der Auswertung der Videoüberwachung stellte die Polizei fest, dass die drei Angreifer in ihrem Auto vor der Bank mehrmals hin und her fuhren, um zu sehen, was ihr Opfer in der Bank tat. Anschließend flohen sie und werden von der Polizei noch immer gesucht.

    Die Tochter des Opfers verständigte die Polizei.
    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen, wurde die Tochter des Opfers auf die Entführung ihrer Mutter aufmerksam und verständigte gegen 10:30 Uhr die Polizei. Wie die Täter ihr Opfer dazu brachten, sich in den Tresorraum der Bank zu begeben, muss die weitere Untersuchung klären.

    Die 86-Jährige erklärte den Polizisten jedenfalls, dass die Personen vermummt gewesen seien und sich zunächst als Polizisten vorgestellt hätten. 

  • Fall Pogba: „Die Jungs haben ihre Waffen auf mich gerichtet, ich hatte Angst…“

    Fall Pogba: „Die Jungs haben ihre Waffen auf mich gerichtet, ich hatte Angst…“

    Die Zeitung Le Monde hatte Zugang zu mehreren Ermittlungsunterlagen. Die Ermittlungen wegen mutmaßlicher versuchter Erpressung wurden nach einer Anzeige des Weltmeisters Paul Pogba eingeleitet. Es werden fünf Verdächtige angeklagt, darunter Mathias, Pauls älterer Bruder, der sogar in Untersuchungshaft genommen wurde. Die Untersuchungen der Zeitung Le Monde bringen einen möglichen zweiten Kreis von Erpressern zum Vorschein.

    „Ich hatte Angst. Die beiden Jungs haben ihre Waffen auf mich gerichtet. Als ich so bedroht und ausgeraubt wurde, sagte ich ihnen, dass ich bezahlen würde.“ Die Worte sind erschreckend und wurden von Paul Pogba, Star-Fußballer der französischen Nationalmannschaft und Juventus Turin, am 9. August 2022 gegenüber Ermittlern der Zentralstelle zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens geäußert.

    In einem Artikel der Zeitung Le Monde, die Zugang zu mehreren Elementen der Ermittlungen hatte, wird berichtet, wie der Weltmeister von 2018 diese schreckliche Nacht vom 19. auf den 20. März 2022 beschrieb, in der er bis 4 Uhr morgens festgehalten und bedroht wurde.

    Vermummung, kugelsichere Westen und schwere Waffen
    An diesem Tag war Paul Pogba, der damals noch für Manchester United spielte, in Frankreich, wo er an einem Treffen der französischen Nationalmannschaft (Les Bleus) teilnahm. Er nutzte die Gelegenheit, um die Siedlung seiner Kindheit, La Renardière in Roissy-en-Brie (Seine-et-Marne), zu besuchen. Dort traf er Boubacar, Adama, Roushdane und Machikour, seine Freunde aus dem Viertel. Doch gegen Mitternacht eskaliert die Situation. Als Paul Pogba in sein Hotel zurückkehren wollte, wurde er von mehreren seiner „Freunde“ in eine Wohnung in Chanteloup-en-Brie (Seine-et-Marne) geschleppt.

    Dort zwangen sie Paul Pogba, sein Telefon auszuschalten. Das Gerät wurde ihm abgenommen, berichtet die Zeitung Le Monde und schreibt: „Dann tauchten zwei vermummte Männer auf, die kugelsichere Westen trugen und schwer bewaffnet waren. Paul Pogba wird von Roushdane K. aufgefordert, 13 Millionen Euro zu zahlen, davon 3 Millionen in bar, für den Schutz, den ihm die beiden Männer jahrelang gewährt hätten.“

    Vor der Polizei sagte Paul Pogba weiter aus: „Sie schrien: ‚Halt die Klappe, senk die Augen‘. (…) Einer der beiden Vermummten sprach Ruschdane ins Ohr. Als die vermummten Typen wieder gingen, sagte Roushdane, dass ich sie bezahlen müsse, sonst seien wir alle in Gefahr. Roushdane erklärte, dass das, was gerade passiert sei, normal sei, wenn man ein bekannter Fußballspieler sei. Aber dass ich zahlen müsse, weil er außerdem sich für mich verbürgt habe“.

    Der Spieler sprach gegenüber den Ermittlern dann über den Gegenstand der Erpressung: Wenn er nicht zahle, würde der Inhalt eines USB-Sticks veröffentlicht, der beweisen würde, dass Porgba einen Schamanen bezahlt habe, um seine Gegner und seinen Teamkollegen bei der Nationalmannschaft Kylian Mbappé zu verfluchen.

    Ein zweiter Kreis von Erpressern?
    Eine neue beunruhigende Tatsache in den Enthüllungen von Le Monde ist die mögliche Existenz eines zweiten Kreises von Erpressern. Mysteriöse Personen, die ihrerseits Mathias Pogba und seine mutmaßlichen Komplizen unter Druck gesetzt haben sollen.

    Im Übrigen hat der ältere Bruder von Paul Pogba stets versichert, erst am 13. Juli von zwei der Verdächtigen erfahren zu haben, dass sein Bruder im März bedroht worden war. In Polizeigewahrsam gab er zu, dass er das veröffentlichte Video, das den Fall ins Rollen brachte, initiiert hatte, aber seiner Meinung nach war es in erster Linie dazu gedacht, seinen Bruder zu einer Reaktion zu bewegen, als Reaktion auf die Angst, die er selbst vor den anderen Erpressern hatte.

    Lesen Sie auch: Fall Paul Pogba: Mathias Pogba und vier weitere Männer angeklagt und inhaftiert

    Wie Mathias geben auch die vier anderen Verdächtigen, die in dem Fall angeklagt wurden, an, von diesem zweiten Kreis von Kriminellen unter Druck gesetzt und bedroht worden zu sein und werden von ihren Anwälten als Opfer dargestellt.

  • Fall Paul Pogba: Mathias Pogba und vier weitere Männer angeklagt und inhaftiert

    Fall Paul Pogba: Mathias Pogba und vier weitere Männer angeklagt und inhaftiert

    Am späten Samstagabend, dem 17. September, wurden der ältere Bruder von Fußballweltmeister Paul Pogba sowie vier weitere Verdächtige im Rahmen von Ermittlungen wegen des Verdachts auf Erpressung in Untersuchungshaft genommen. 

    Seit Beginn der „Affäre Pogba“, in der es um den Verdacht der Erpressung des Starfußballers Paul Pogba geht, richteten sich die medialen Scheinwerfer bisher meist auf Mathias Pogba, den älteren Bruder des Weltmeisters.

    Dieser wurde nun am Samstag, den 17. September, tatsächlich angeklagt und inhaftiert. Neben ihm wurden vier weitere Verdächtige in Untersuchungshaft genommen.

    Lesen Sie auch: Der Erpressungsfall rund um den französischen Fußballspieler Paul Pogba

    Die vier Verdächtigen sind zwischen 27 und 36 Jahre alt, wie der Sender RMC Sports am Sonntag, dem 18. September, berichtet. Einer von ihnen heißt Roushdane. Er ist der älteste der Verdächtigen (36 Jahre) und ist der Polizei bereits wegen eines Falls mit möglichen dschihadistischen Verbindungen bekannt. Im Jahr 2017 wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil er einen Elektroschocker für eine Geiselnahme bereitgestellt hatte. Die damalige Aktion sollte möglicherweise dazu dienen, Ausreisen nach Syrien zu finanzieren, um dort in den Dschihad zu ziehen.

    Zu den weiteren Verdächtigen gehört der Bruder dieses Mannes mit dem Vornamen Mohamed.

    Der dritte Verdächtige trägt den Namen Mamadou. Er ist ein enger Freund der Pogba-Brüder, an deren Seite er im Viertel La Renardière in Roissy-en-Brie (Seine-et-Marne) aufwuchs. „Mam’s“, wie er genannt wird, soll laut RMC Sports seit mehreren Jahren mit Paul Pogba im Streit liegen. Der Weltmeister verdächtigt ihn nämlich, ihm 200.000 Euro per Bankkarte gestohlen zu haben, als sie in Manchester in einer gemeinsamen Wohnung lebten.

    Die letzte Person trägt den Namen Boubacar, ein weiterer enger Vertrauter der Pogba-Brüder. Die Zeitung Le Parisien – Aujourd’hui en France behauptet, dass er der Empfänger von 100.000 Euro gewesen sei, der einzige Betrag, den Paul Pogba bereit gewesen sei, seinen „Erpressern“ zu bezahlen.