Schlagwort: Erosion

  • Küstenerosion: Klippe stürzt in Fécamp (Seine-Maritime) ein

    Küstenerosion: Klippe stürzt in Fécamp (Seine-Maritime) ein

    In Fécamp (Seine-Maritime) stürzte ein Teil einer Klippe aufgrund der fortschreitenden Küstenerosion ein.

    Ein riesiger Schutthaufen und eine Straße, die einzustürzen droht. Das ist alles, was von einer der Klippen bei Fécamp (Seine-Maritime) übrig geblieben ist. Die Klippe stürzte über eine Breite von 40 Metern ein. Ein Einwohner der Gemeinde erinnert sich an das Seefahrer-Kreuz, das mit der Klippe abstürzte. „Gestern Nachmittag war es noch da“, sagt der Mann sichtlich berührt. „Es ist wirklich gefährlich, am Rand der Klippen spazieren zu gehen“, meint eine Frau. Die Anwohner, insbesondere die Menschen, die am Rand der Klippe leben, müssen sehr wachsam sein.

    Eine Klippe ist wie ein Lawinenabgang
    Es wurde ein Sicherheitsperimeter von 100 Metern eingerichtet, der auch drei Häuser einschließt, die glücklicherweise aber nicht bewohnt sind. Die Straßen in der Umgebung sind gesperrt und das Bürgermeisteramt ruft zu äußerster Vorsicht auf. „Eine Klippe ist wie ein Lawinenabgang. Man weiß nie, wann es losgeht. Es geht darum, die Menschen zu schützen“, mahnt Pierre Aubry, erster stellvertretender Bürgermeister von Fécamp. Seit Anfang des Jahres ist dies der zweite größere Erdrutsch im Departement Seine-Maritime.

  • Bürgermeister: Küstengemeinden dürfen nicht allein für die Folgen des Klimawandels zahlen müssen

    Bürgermeister: Küstengemeinden dürfen nicht allein für die Folgen des Klimawandels zahlen müssen

    Für Yannick Moreau, Präsident des nationalen Verbands der Küstenbürgermeister, wirft die Zerstörung eines Gebäudes am Strand in der Gironde, das ein Symbol für die Bedrohung der Bebauung an den Küsten Frankreichs ist, die Frage nach öffentlichen Investitionen angesichts der Folgen des Klimawandels auf. Die Küstengemeinden, dürfen nicht „allein für die Folgen des Klimawandels zahlen müssen“, sagte Yannick Moreau, Präsident des nationalen Verbands der Küstenbürgermeister, am Freitag, dem 3. Februar, auf Franceinfo. An diesem Freitag soll „Le Signal“, ein Gebäude am Strand von Soulac-sur-Mer (Gironde), das von der Küstenerosion bedroht ist, abgerissen werden. Das Gebäude ist ursprünglich 200 Meter vom Ufer entfernt gebaut worden, 56 Jahre später ist es nur noch rund 20 Meter vom Meer entfernt. „Die Düne ist allein durch den Sturm Xynthia im Jahr 2010 um 30 Meter zurückgewichen“, erklärt Yannick Moreau. Laut dem Bürgermeister von Les Sables-d’Olonne (Vendée) ist das Gebäude in der Gironde …

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  • Weihnachtsbäume als neue Waffe gegen die Erosion

    Weihnachtsbäume als neue Waffe gegen die Erosion

    Nachdem sie in französischen Wohnzimmern die Stars der Weihnachtszeit ware, sollen die Weihnachtsbäume jetzt die Küsten retten. In Gouville-sur-Mer in der Normandie werden die ausgemusterten Nadelbäume am Fuß der Dünen abgelegt, um so die Erosion zu bremsen.

    Seit drei Jahren nun schon bringen Einwohner von Gouville-sur-Mer (Manche) nach Weihnachten ihre Tannenbäume an den Strand. Das ist schon fast zu einer Tradition geworden. Einmal abgelegt, werden die Tausenden von Nadelbäumen dazu beitragen, die Düne zu verfestigen. „Es ist eine Sandfalle, das Meer steigt mit der Flut und der Sand wird in den Tannenzweigen gefangen, die mit Faschinen, früher für die Fischerei verwendeten Haken, befestigt werden“, erklärt Dominique Dujardin, Vorsitzender des Vereins „Le trait de côte“ (Der Küstenstreifen) gegenüber France Télévisions. Mit dieser Technik gewinnt die Düne jedes Jahr mehr als einen Meter Breite hinzu. Eine umweltfreundliche Lösung zur Bekämpfung der Dünenerosion, auf die der Bürgermeister der kleinen Gemeinde in der Normandie sehr stolz ist.

    „Fünf Meter Dünen wiederzugewinnen, und das alles nur mit Tannenbäumen, das ist unglaublich“.

    Im vergangenen Jahr wurden 2.000 Tannenbäume im Sand abgelegt und fanden so ein zweites Leben. Dieses Jahr möchten die Anwohner diese Menge noch übertreffen.

    Es ist eine effizientere Lösung als andere üblicherweise verwendete Techniken wie zum Beispiel die Geotubes, die 2017 am Strand installiert wurden, um einen vom steigenden Wasser bedrohten Campingplatz zu schützen. Diese riesigen, mit Sand gefüllten Plastiksäcke erwiesen sich als völlig unwirksam. „Schnell hat sich das Meer hinter die Rohre geschoben und die Düne ausgehöhlt. Auch wenn sie den Strand schützten, haben sich die grossen Säcke verformt und sind verrutscht“, stellte Béatrice Gosselin, Gemeinderätin in Gouville-sur-Mer, fest. Da sie durch die Gezeiten instabil und brüchig geworden waren, landeten Teile dieser riesigen Plastiksäcke im Meer.

  • Umwelt: Die Küste von Martinique von steigendem Wasserspiegel und Erosion bedroht

    Umwelt: Die Küste von Martinique von steigendem Wasserspiegel und Erosion bedroht

    Auf Martinique, dem unter Reisenden so beliebten Überseedepartement Frankreichs, steigt das Wasser heute dreimal so schnell wie noch vor 40 Jahren. Ein Umweltproblem, das an den Stränden der Insel nagt und eines Tages dazu führen wird, dass ganze Gemeinden werden umziehen müssen.

    Der Strand von Les Salines ist der ganze Stolz von Martinique. Es ist ein Ort, für den Touristen bereit sind, Tausende von Kilometern zurückzulegen. Aber Les Salines ist nicht mehr nur ein einfacher Sandstreifen am Ufer. „Der Strand ist so zerfressen, dass man sich hier nicht mehr niederlassen und den ganzen Tag am Strand verbringen kann, weil man manchmal direkt im Wasser steht“, erklärt eine Frau dem Sender France 2. Die Insel wird immer härter von einem steigenden Meeresspiegel und der Erosion getroffen. Jedes Jahr verliert die Küste zwischen 30 Zentimetern und einem Meter ans Meer.

    Das Wasser zeigt dreimal so schnell wie vor 40 Jahren.

    Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich das Dorf Prêcheur gänzlich verwandelt. „Einen ganzer Teil ist verschwunden. Man muss mit 40-50 Metern weniger Strand rechnen“, erklärt der Fischer Jean-Guy Gabriel auf France 2. Im Dorf drohen die Küstenstraße und Dutzende von Gebäuden für immer zu verschwinden. Auf Martinique steigt das Wasser heute dreimal so schnell wie noch vor 40 Jahren. In den kommenden Jahrzehnten werden die meisten Küstengemeinden umziehen müssen.

  • Umwelt: Hunderte von Häusern an den französischen Küsten bedroht

    Umwelt: Hunderte von Häusern an den französischen Küsten bedroht

    Das Meer knabbert immer mehr die französischen Küsten an. Welche Zukunft haben Häuser in den bedrohten Gebieten?

    Im Baskenland bedroht die Küstenerosion kurzfristig 530 Wohnhäuser und 40 Geschäfte. Und das ist kein Einzelfall: In Frankreich gibt es keine Küstenregion, die von diesem Phänomen verschont bleibt. Zu nennen sind die Bretagne, die Normandie und die Region Hauts-de-France. Das alles ist das Ergebnis menschlicher Aktivitäten und der Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere des Anstiegs des Meeresspiegels.

    Um notwendige Massnahmen in den betroffenen Gebiete zu ermöglichen, sieht das Gesetz „Klima und Resilienz“ neue Regelungen für Wohnhäuser vor. Wenn Sie Eigentümer oder Mieter an der Küste sind, könnte sich für Sie in Zukunft einiges ändern. Zunächst sollten Sie nachschauen, ob Sie in einer der 126 Gemeinden auf der Liste leben, die im Dekret vom 29. April 2022 veröffentlicht wurde. Die betroffenen Gemeinden haben jetzt vier Jahre Zeit, um eine Kartierung des Rückgangs der Küstenlinie zu erstellen.

    Wozu wird diese Kartografie dienen?
    Sie wird Aufschluss darüber geben, welche Gebiete in welchem Zeitraum von Erosion bedroht sind. In den Gebieten, die in den nächsten 30 Jahren gefährdet sind, darf nicht mehr gebaut werden. Wenn Sie in einem Gebiet bauen möchten, das in 30 bis 100 Jahren gefährdet sein könnte, müssen Sie die für einen Abriss des Gebäudes erforderliche Summe bei der Caisse des dépôts hinterlegen.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Gebietskörperschaften und der Staat ein Vorkaufs- und Enteignungsrecht haben werden. Es ist jedoch fraglich, ob sie die finanziellen Mittel werden aufbringen können, um dieses Recht auszuüben. In einigen der betroffenen Gebiete sind die Immobilien manchmal mehrere Millionen Euro wert… Zwar sieht das Gesetz eine Neubewertung der Immobilien für den Erwerb durch die öffentliche Hand vor, aber es wurde keine Formel für die Berechnung angegeben. Und die Frage der Umsiedlung von enteigneten Personen wird auch nicht behandelt.

    Für Mieter wird mit der Verordnung ein realer Anpassungsmietvertrag eingeführt, der eine vorzeitige Kündigung ermöglicht, wenn eine Gefahr durch Erosion unmittelbar bevorsteht. Im Moment geht es dem Staat jedoch darum, die wirtschaftlichen Aktivitäten in den bedrohten Gebieten aufrechtzuerhalten.

    Währenddessen schreitet das Meer weiter voran.