Schlagwort: Erderwärmung

  • Hitze: Welche Temperaturen kann ein Mensch aushalten?

    Hitze: Welche Temperaturen kann ein Mensch aushalten?

    Die seit inzwischen immer häufiger auftretenden extremen Hitzewellen im Sommer sind eine Folge des Klimawandels. Welche extremen Temperaturen aber kann ein Mensch überhaupt aushalten?

    Nachdem der Mensch sich immer wieder an extreme Wetterbedingungen anpassen konnte, um sich rund um den Globus anzusiedeln, könnte der aktuelle Klimawandel ihm nun die Grenzen der Anpassungsfähigkeit aufzeigen: sehr hohe Temperaturen im Sommer und immer kältere Temperaturen im Winter machen uns Menschen zu schaffen.

    Wer in diesem Zusammenhang von Anpassung spricht, meint physiologische Parameter: Bei großer Hitze reagiert ein gesunder 25-Jähriger anders als ein älterer Mensch. Jeder Mensch hat darüber hinaus seine eigenen körperlichen Grenzen gegenüber Temperaturunterschieden, je nach seinen Fähigkeiten, die eigene Körpertemperatur zu regulieren.

    Die normale Temperatur des Menschen beträgt 37 Grad. Eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) aus dem Jahr 2009 zeigt, dass, sobald man sich von dieser Temperatur entfernt, sowohl nach oben als auch nach unten, Funktionsstörungen auftreten und die Fähigkeit, seine Körpertemperatur auf natürliche Weise durch Schwitzen oder Frösteln zu regulieren, verloren geht.

    Eine Frage der Dauer und der Luftfeuchtigkeit
    In einer Umgebung mit 60% Luftfeuchtigkeit – die ideale Luftfeuchtigkeit in einem Haus – ist der Körper in der Lage, eine Temperatur von 38 Grad für einige Stunden zu ertragen, vorausgesetzt, er hat genügend Zeit, sich danach zu erholen. In einer extremen Umgebung mit 100% Luftfeuchtigkeit sind die Grenzen des Menschen bereits bei 31 Grad Umgebungstemperatur erreicht. In einer trockenen Umgebung (50 %) kann der Körper für eine begrenzte Zeit sogar bis zu 50 Grad ertragen.

    In Frankreich werden die in der Studie beschriebenen Bedingungen derzeit noch nicht erreicht: Bei hohen Temperaturen steigt die Luftfeuchtigkeit nicht über 30 % oder 40 %.

    Wenn man zum Beispiel in die Sauna geht reagiert der Körper mit Schweißausbrüchen. Die Feuchtigkeit an der Hautoberfläche verdunstet, wodurch Wärme absorbiert wird. Dadurch wird die Haut gekühlt. Wenn jedoch über einen längeren Zeitraum viel geschwitzt wurde, kann dieser Flüssigkeitsverlust zu einer Dehydrierung des Körpers führen. Das Schwitzen wird dann automatisch gestoppt, wodurch der wichtigste Kühlmechanismus des Körpers verloren geht.

    Wenn die Temperaturen steigen und der menschliche Körper nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu kühlen, spricht man von Hyperthermie oder Hitzestress bzw. Hitzschlag. Dies führt zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und niedrigen Blutdruck, der Ohnmachtsanfälle oder Schwindel, insbesondere im Stehen, verursacht.

    Im normalen täglichen Leben erleben außer in einem Dampfbad oder in einer Sauna nur wenige Menschen die mit extremer Luftfeuchtigkeit verbundenen Temperaturen wie oben beschrieben. In diesen Einrichtungen kann ein gesunder Mensch 3 bis 4 Minuten problemlos aushalten. Solche Parameter liegen bislang außerhalb der irdischen Klimastandards, die in den letzten Jahrtausenden aufgezeichnet wurden.

    Dennoch könnte, wie die MIT-Studie aufzeigt, eine Erwärmung um 10 Grad in den nächsten drei Jahrhunderten große Gebiete der Erde für Menschen unbewohnbar machen, sie würden durch Hitzestress sterben.

  • Globale Erwärmung: Visualisierung des Temperaturanstiegs seit der Französischen Revolution

    Globale Erwärmung: Visualisierung des Temperaturanstiegs seit der Französischen Revolution

    Anlässlich des 14. Juli 2023 bietet eine Grafik die Möglichkeit, die Entwicklung der weltweiten Temperaturen seit dem 14. Juli 1789 zu visualisieren. Die durch menschliche Aktivitäten verursachte globale Erwärmung wird in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts besonders deutlich.

    Wie war das Wetter am 14. Juli 1789, dem Tag des Sturms auf die Bastille? In der Revolutionszeit herrschte in Paris ein kühler Sommer, der weit entfernt von den Sommern war, die wir heute aufgrund der durch menschliche Aktivitäten verursachten globalen Erwärmung erleben. Im Juli 1789 herrschten in den Straßen der französischen Hauptstadt durchschnittlich 17,8 °C, im Jahr 2022 waren es 23 °C.

    Diese Veränderung des Klimas ist besonders gut auf einer Grafik der globalen Erwärmung zu erkennen, die von einem britischen Wissenschaftler entwickelt wurde. Die globale Durchschnittstemperatur eines jeden Jahres wird durch einen Strich dargestellt. Blau sind die Jahre, die kälter sind als der Referenzdurchschnitt – in diesem Fall 1961-1990 – und rot sind die wärmsten Jahre.

    Eine „extrem schnelle“ Erwärmung
    Um die Jahrestemperaturen dieser weit zurückliegenden Jahrhunderte zu rekonstruieren, stützen sich die Klimaforscher auf die ersten Temperaturmessungen – das Thermometer wurde im 17. Jahrhundert erfunden – und auf eine Vielzahl natürlicher Klimaarchive: Baumringe, Eis- oder Sedimentkerne, Stalaktiten. „Die Paläoklimatologen kombinieren all diese Daten, um eine zuverlässige Schätzung der damaligen Durchschnittstemperaturen zu erstellen“, so der Klimatologe Christophe Cassou, der an der Erstellung des „Journal Météo/Climat“ von France Télévisions beteiligt war.

    Weltweite Jahresdurchschnittstemperatur seit 1789, verglichen mit den Normalwerten 1961-1990 (ED HAWKINS / PAGES2K-HadCRUT5)

    Die sogenannte „Kleine Eiszeit“, eine Abkühlungsperiode vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, tritt bis 1850 deutlich hervor. Dieser Kälteeinbruch ist auf natürliche Ursachen zurückzuführen: zahlreiche Vulkanausbrüche, deren kleine Partikel sich in der gesamten Erdatmosphäre verteilen und das Sonnenlicht verdecken, eine geringere Sonnenaktivität und eine mögliche Verlangsamung der Meeresströmungen im Nordatlantik.

    Diese Kälte machte dann allmählich der globalen Erwärmung Platz, die durch unseren im Laufe des 20. Jahrhunderts immer höheren Verbrauch von Kohle, Öl und Gas – fossilen Energieträgern mit hohem Treibhausgasausstoß, verursacht wird. Was deutlich ins Auge fällt, ist die extrem schnelle Erwärmung ab den 1970er Jahren. Ein Tempo der Erwärmung, das es seit mindestens 2.000 Jahren so nicht mehr gegeben hat.

  • Temperaturrekorde und Hitzewellen auf den Meeren – die Welt erlebte den heißesten Juni aller Zeiten

    Temperaturrekorde und Hitzewellen auf den Meeren – die Welt erlebte den heißesten Juni aller Zeiten

    Der Juni 2023 war insgesamt der wärmste Monat, der jemals weltweit gemessen wurde, wie die europäische Copernicus-Sternwarte am Donnerstag berichtete. Und auch der Juli wird sich voraussichtlich auf diesem Niveau einpendeln.

    Der Sommer 2023 zeichnet sich allmählich als außerhalb der Norm liegend ab, nachdem die europäische Beobachtungsstelle Copernicus am Donnerstag den wärmsten Juni aller Zeiten bestätigt hat, was auf die kombinierte Wirkung des Klimawandels und die Rückkehr des El Niño-Phänomens zurückzuführen ist.

    Und der Trend setzt sich im Juli fort: Der Dienstag war mit durchschnittlich 17,03 Grad der wärmste Tag, der jemals weltweit gemessen wurde, wie Copernicus am Donnerstag auf der Grundlage vorläufiger Messungen bestätigte.

    Am Montag, dem 3. Juli, war bereits ein erster Rekord gebrochen worden, als 16,88 Grad auf dem gesamten Globus (Land und Meer zusammengenommen) gemessen wurden. Auch wenn es noch nicht möglich ist, den weiteren Verlauf des Sommers vorherzusagen, reiht sich seit April auf der ganzen Welt, von China über den Atlantik bis nach Spanien, ein Temperaturrekord an den anderen. Dies ist das direkteste Zeichen für die Störung des Weltklimas. Mit Katastrophen, die unvorhersehbarer und stärker werden: Waldbrände, Dürren, extreme Regenfälle…

    „Der Juni war der weltweit wärmste Monat Juni, etwas mehr als 0,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt 1991-2020, was den bisherigen Rekord vom Juni 2019 bei weitem übertrifft“, so die Copernicus-Beobachtungsstelle für Klimawandel (C3S) der Europäischen Union, deren Daten, die bis 1950 zurückreichen, neben denen der amerikanischen NOAA zu den zuverlässigsten der Welt zählen.

    Die Temperaturen brachen im Nordwesten Europas alle Rekorde, und Teile Kanadas, der USA, Mexikos, Asiens und des östlichen Australiens waren „deutlich wärmer als normal“, stellt Copernicus fest und betont das hohe Ausmaß der Abweichung vom Normalwert. Im Gegensatz dazu war es im Westen Australiens, im Westen der USA und im Westen Russlands kühler als normal.

    Seit 15 Jahren liegt der Juni konstant über den Durchschnittswerten des Zeitraums 1991-2020, aber „der Juni 2023 liegt sehr weit über den anderen, das ist die Art von Anomalie, an die wir so nicht gewöhnt sind“, erklärte der Wissenschaftler Julien Nicolas gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die globale Durchschnittstemperatur im Juni 2023 betrug 16,51°C und lag damit 0,53°C über dem Durchschnitt der drei vorangegangenen Jahrzehnte. Der bisherige Rekord, im Juni 2019, lag nur 0,37°C über den Normwerten.

    Hitzewellen in den Meeren
    Der Rekord im Juni 2023 ist größtenteils auf sehr hohe Temperaturen der Meeresoberflächen zurückzuführen, die 70% der Erdoberfläche ausmachen. Die Temperaturen haben bereits im Mai 2023 im Pazifischen Ozean Rekordwerte erreicht, was auf den Beginn des Klimaphänomens El Niño zurückzuführen war.

    Im Juni erlebte der Nordatlantik Hitzewellen, die die Wissenschaftler überraschten, da sie beispiellose Werte erreichten. Ein Grund dafür waren die geringeren Windgeschwindigkeiten über weiten Teilen des Nordatlantiks, aufgrund eines Azorenhochs, das dazu führte, dass die Winde als die schwächsten in einem Monat Juni seit 1940 gemessen wurden, was die Durchmischung des Oberflächenwassers und damit dessen Abkühlung verringerte.

    Darüber hinaus gibt es bereits seit Jahren einen Trend zur Erwärmung der Ozeane, die 90% der durch menschliche Aktivitäten erzeugten Wärme absorbieren, da die Treibhausgasemissionen der Menschheit weiter steigen. Extreme Temperaturen wurden dieses Jahr in der Ostsee sowie rund um Irland und Großbritannien gemessen. Großbritannien hat bereits vor einigen Tagen einen Rekord-Juni bestätigt.

    Die Erwärmung wird in den kommenden Monaten durch El Niño weiter angeheizt, der sich laut der Weltorganisation für Meteorologie (WMO, Sonderorganisation der Vereinten Nationen) das ganze Jahr über mit „zumindest mäßiger“ Intensität entwickeln wird.

    Gleichzeitig erreichte das Packeis der Antarktis seine geringste Ausdehnung für einen Monat Juni seit Beginn der Satellitenbeobachtungen und lag 17% unter dem Durchschnitt, so Copernicus. Im Februar hatte die Eisfläche am Ende des Sommers der Südhalbkugel das zweite Jahr in Folge ein historisches Minimum erreicht.

  • El Niño ist zurück – was heißt das für uns?

    El Niño ist zurück – was heißt das für uns?

    Ein weltweiter Temperaturanstieg als Folge dieses Wetterphänomens wird spätestens für das Jahr 2024 erwartet. Die Vereinten Nationen rufen die Regierungen der Welt dazu auf, sich auf die Auswirkungen El Niño vorzubereiten.

    Es ist offiziell: El Niño hat wieder begonnen. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), eine Organisation der Vereinten Nationen, gab am Dienstag, dem 4. Juli, den Beginn einer neuen Episode dieses Wetterphänomens bekannt, das sich „allmählich verstärken“ soll. Nachdem am Montag weltweit der wärmste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet wurde, warnt die Organisation vor einer 90%igen Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem „weiteren Anstieg der globalen Temperatur“ und zu „Störungen der Wetter- und Klimabedingungen“ kommen wird.

    El Niño wird sich das ganze Jahr über mit einer Intensität fortsetzen, die „zumindest mäßig“ sein dürfte, so die UNO-Organisation weiter. Die Auswirkungen auf den Anstieg der globalen Temperaturen zeigen sich meist jedoch in allem umfang erst im Jahr nach Beginn des Wetterphänomens und dürften daher 2024 stärker spürbar sein, als in 2023.

    El Niño ist ein Naturphänomen, das sich im tropischen Pazifik bildet und im Durchschnitt alle zwei bis sieben Jahre auftritt. Es geht mit einer Erwärmung der Oberflächenwassertemperaturen „im zentralen und östlichen Pazifik“ einher und ist Teil einer globalen Erwärmung des Klimas, die „durch menschliche Aktivitäten“ hervorgerufen wird, so die WMO.

    Die Folgen von El Niño sind je nach Region unterschiedlich. In einigen südlichen Regionen wie Lateinamerika, den südlichen USA und dem Horn von Afrika kann El Niño zu erhöhten Niederschlagsmengen führen, was Überschwemmungen und Erdrutsche zur Folge haben kann. Im Gegensatz dazu kann er in Australien, Indonesien, Teilen Südasiens oder auch Mittelamerika zu schweren Dürren führen.

    Hitzerekorde in Aussicht
    Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch nicht möglich, die Intensität oder Dauer des aktuellen El Niño vorherzusagen. Die letzte Episode, die auf den Zeitraum 2018-2019 zurückgeht, wurde als schwach eingestuft. Die vorherige Episode, die zwischen 2015 und 2016 auftrat, war hingegen von hoher Intensität.

    Anfang Mai hatte die WMO bereits erklärt, dass der Zeitraum 2023-2027 aufgrund der kombinierten Wirkung von El Niño und der globalen Erwärmung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der wärmste Zeitraum sein wird, der jemals auf der Erde gemessen wurde, und damit den Rekord von 2016 (das weltweit wärmste gemessene Jahr) noch übertreffen wird. „Die Ankunft von El Niño wird die Wahrscheinlichkeit von Temperaturrekorden und die Auslösung extremerer Hitze in vielen Teilen der Welt und in den Ozeanen erheblich erhöhen“, betont der Generalsekretär der Agentur, Petteri Taalas. Er sagte, er sende „ein Signal“ an die Regierungen der Welt, „dass sie sich darauf vorbereiten sollen, wie sie die Auswirkungen auf unsere Gesundheit, unsere Ökosysteme und unsere Wirtschaft zu begrenzen“.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihrerseits ist besorgt über einen Anstieg wasserbedingter Krankheiten wie Cholera, aber auch über einen Anstieg der Epidemien von durch Mücken übertragenen Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber sowie der Fälle von Infektionskrankheiten wie Masern und Meningitis.

    Was ist in Frankreich zu erwarten?
    Laut Météo France ist es derzeit schwierig, Auswirkungen von El Niño, die man im französischen Mutterland beobachten könnte, vorherzusehen. Zur Zeit ist das europäische französische Kernland, das weit vom Pazifik entfernt liegt, nicht direkt von den El Niño-Auswirkungen betroffen. Tropische Stürme, die weiter östlich als üblich auftreten, könnten jedoch Französisch-Polynesien treffen.

    Laut dem Meteorologen Guillaume Séchet ist eine El-Niño-Episode „nicht unbedingt gleichbedeutend mit einem warmen Jahr in Frankreich“. „Das Jahr 2016 mit dem stärksten El Niño der jüngsten Zeit führte zu einer nationalen Anomalie von +0,5°C, die niedriger war als die der beiden La-Niña-Jahre (umgekehrtes Phänomen von El Niño, das einen Temperaturrückgang verursacht), die darauf folgten (+0,8°C im Jahr 2017 und +1,3°C im Jahr 2019)“.

    Auch wenn El Niño die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Durchschnittstemperatur Rekorde bricht, „ist es hauptsächlich die vom Menschen verursachte globale Erwärmung, die diesen Trend verursacht“, erklärt Météo France. Die WMO schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass die jährliche Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche in mindestens einem der nächsten fünf Jahre um 1,5°C über dem vorindustriellen Niveau liegen wird, auf 66%.

  • Klima: Frankreich liegt im Rennen um den ökologischen Wandel hinten

    Klima: Frankreich liegt im Rennen um den ökologischen Wandel hinten

    Frankreich ist nicht ausreichend auf den Klimawandel vorbereitet. Dies ist das Fazit des fünften Berichts des Hohen Klimarats, der Frankreich mit den Ereignissen im Jahr 2022 überfordert sieht.

    2022 war ein symbolträchtiges Jahr für die Sichtbarkeit der Folgen des Klimawandels. Brände in bislang verschonten Gebieten wurden beobachtet. 72.000 Hektar Wald und Landschaft brannten ab. Es kam zu heftigen Hagelschlägen, die Bilanz ist düster. Der einzige positive Punkt in diesem Bericht ist, dass Frankreich seine Treibhausgasemissionen senkt: minus 2,7 % bis Ende 2022. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, müsste das bisherige Tempo bis 2030 jedoch verdoppelt werden.

    Zusätzliche Milliarden Euro sind erforderlich.
    Das Baugewerbe und die Industrie haben sich sichtbar bemüht. Energie und Verkehr aber längst nicht genug. Um den ökologischen Wandel zu finanzieren, wären dem Bericht zufolge bis 2030 jährlich 30 Milliarden Euro zusätzlich nötig. Dies könnte unter anderem dazu dienen, Wälder zu retten, die durch Abholzungen und Waldsterben immer weniger Kohlenstoff binden. Das Baumsterben ist in den letzten zehn Jahren um 50% angestiegen.

  • Globale Erwärmung: Die Antwort der Welt ist „erbärmlich“, kritisiert der UN-Chef

    Globale Erwärmung: Die Antwort der Welt ist „erbärmlich“, kritisiert der UN-Chef

    Trotz der Aussicht auf eine „Klimakatastrophe“ bleibt die kollektive Reaktion der Welt „erbärmlich“, kritisierte der Generalsekretär der Vereinten Nationen am Donnerstag und kritisierte insbesondere erneut die Nutzung fossiler Energien an, die mit dem Überleben der Menschheit „unvereinbar“ seien. „Wir rennen mit offenen Augen auf die Katastrophe zu, mit viel zu vielen Menschen, die bereit sind, alles auf Wunschdenken, nicht erprobte Technologien oder Wunderlösungen zu setzen“, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Donnerstag, dem 15. Juni, auf einer Pressekonferenz. „Die derzeitige Politik führt die Welt auf eine Erwärmung von +2,8°C bis zum Ende des Jahrhunderts zu. Dies kündigt eine Katastrophe an. Dennoch ist die kollektive Reaktion darauf erbärmlich“. „Die Länder sind weit davon entfernt, ihre Versprechen und Klimaschutzverpflichtungen einzuhalten. Ich sehe einen Mangel an Ehrgeiz. Einen Mangel an Vertrauen. Einen Mangel an Unterstützung. Einen Mangel an Kooperation. Und ein…

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  • Rückkehr von El Nino: Das Wetterphänomen könnte Rekordtemperaturen mit sich bringen

    Rückkehr von El Nino: Das Wetterphänomen könnte Rekordtemperaturen mit sich bringen

    El Nino ist ein Ereignis, das durch wärmere Oberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik gekennzeichnet ist. Das hat Auswirkungen auf den gesamten Planeten.

    Das Wetterphänomen El Nino, das üblicherweise mit einem Anstieg der globalen Temperaturen verbunden ist, hat offiziell wieder begonnen und wird sich in den kommenden Monaten „allmählich verstärken“, wie die US-Behörde für Ozean- und Atmosphärenbeobachtung (NOAA) am Donnerstag, dem 8. Juni, erklärte.

    El Nino ist ein Phänomen, das durch wärmere Oberflächentemperaturen als normal im äquatorialen Pazifik gekennzeichnet ist. Und dadurch hat es Folgen für den gesamten Planeten. El Nino „könnte in einigen Regionen zu neuen Temperaturrekorden führen“, sagte Michelle L’Heureux, Klimaforscherin bei der NOAA, in einer Pressemitteilung. Im Mai hatte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) davor gewarnt, dass der Zeitraum 2023-2027 mit ziemlicher Sicherheit der wärmste Zeitraum sein wird, der je auf der Erde aufgezeichnet wurde. Dies wird durch die kombinierte Wirkung von El Nino und der durch Treibhausgasemissionen verursachten globalen Erwärmung verursacht.

    El Nino tritt etwa alle zwei bis sieben Jahre auf, und Klimaforscher hatten seine Ankunft für dieses Jahr schon seit einigen Monaten vorhergesagt. Das gegenteilige Phänomen, La Nina, das eher dazu neigt, einen Temperaturrückgang zu verursachen, war seit drei Jahren aktiv. „Je nach Stärke kann El Nino eine Reihe von Folgen verursachen, z. B. das Risiko von Starkniederschlägen oder Dürren in bestimmten Regionen der Welt erhöhen“, erklärte Michelle L’Heureux. „Der Klimawandel kann einige der mit El Nino verbundenen Auswirkungen verschärfen oder abschwächen“, sagte sie. Im Allgemeinen neigt El Nino laut NOAA dazu, die Hurrikanaktivität im Atlantik zu dämpfen, während er sie im Pazifik begünstigt.

  • Globale Erwärmung: Frankreichs Wälder ersticken

    Globale Erwärmung: Frankreichs Wälder ersticken

    In Frankreich wirkt sich die globale Erwärmung direkt auf die Wälder aus. Innerhalb von zehn Jahren ist die Baumsterblichkeit um 54 Prozent gestiegen. 

    Aufgrund von Dürre und der Zunahme von Schädlingsbefall können die französischen Wälder nicht mehr ihre Funktion erfüllen und binden nicht mehr genug CO2. Die Bäume sind durch die Auswirkungen des Klimawandels geschwächt und wachsen langsamer. Im Norden Frankreichs sind die Erlen in einem Wald kränklich, sie haben bereits Wassermangel. „Wir werden uns mit immer regenreicheren Wintern und im Gegenteil mit immer trockeneren Frühjahren und Sommern herumschlagen müssen. Gerade zwischen März und August brauchen die Bäume aber Wasser zum Wachsen“, analysiert ein Experte auf dem Sender France 2.

    Steigende Baumsterblichkeit
    Gerade wenn der Wald jung ist und wächst, bindet er Kohlenstoff. Durch Dürre, Brände und Krankheiten ist die Baumsterblichkeit in Frankreich innerhalb eines Jahrzehnts um 54% gestiegen. Bei der Zersetzung setzen tote Bäume CO2 wieder frei. Der Wald gibt dann mehr Kohlenstoff ab, als er aufnimmt. Heute sind drei Regionen in Frankreich besonders stark betroffen. Philippe Clais, Klimatologe und Physiker, erklärt: „In der Region Hauts-de-France, im Osten Frankreichs und auf Korsika emittieren die Wälder CO2.“ Innerhalb von zehn Jahren hat sich die CO2-Speicherkapazität der französischen Wälder halbiert. Es gibt jedoch Lösungen, insbesondere die, weniger Bäume zu fällen.

  • Hitzewellen, Dürren, Krankheiten: Wie wird Frankreich bei +4°C Erderwärmung aussehen?

    Hitzewellen, Dürren, Krankheiten: Wie wird Frankreich bei +4°C Erderwärmung aussehen?

    Das französische Ministerium für den ökologischen Übergang startete eine Konsultation über die Anpassung Frankreichs an eine globale Erwärmung, deren Verlauf zu einem Anstieg der Durchschnittstemperatur um 4 °C führen könnte. Aber wie wird Frankreich bei einem solchen Szenario aussehen?  Die Regierung startete am Dienstag, dem 23. Mai, eine öffentliche Konsultation, um eine neue Strategie zur Anpassung Frankreichs an die Herausforderungen der globalen Erwärmung festzulegen, die in einem pessimistischen Szenario bis 2100 bis zu 4 °C betragen könnte. Der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, erklärte in einem am 21. Mai veröffentlichten Interview mit der Zeitung Journal du Dimanche, dass man mit diesem Szenario rechnen müsse, da es „der wahrscheinlichen Tendenz in Ermangelung zusätzlicher Maßnahmen“ entspreche, bei dem die globale Erwärmung 3 °C und bis zu 4 °C in Frankreich betragen könne – wobei im globalen Durchschnitt au…

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  • Globale Erwärmung: Das Horrorszenario der französischen Regierung

    Globale Erwärmung: Das Horrorszenario der französischen Regierung

    Eine Erwärmung von über 4° C im Jahr 2100 ist das Szenario, das die französische Regierung für ihren künftigen Klimaanpassungsplan zugrunde gelegt hat. Mit längeren und stärkeren Hitzewellen, Überschwemmungen und schmelzenden Gletschern will sich Frankreich auf diesen dramatischen Klimawandel einstellen. Drei Monate Hitzewelle jedes Jahr im Mittelmeerraum, zwei Monate in Nordfrankreich, tropische Nächte mit Temperaturen von über 20 Grad. Dies wären die Folgen der globalen Erwärmung im Jahr 2100, so die Regierung, die von einem pessimistischen Szenario ausgeht. Experten sagen weltweit plus 3°, in Frankreich aber plus 4° voraus. Denn seit 30 Jahren ist die Erwärmung in Europa mehr als doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt. Von der Regierung geplante MaßnahmenUnd diese Erwärmung wird zu einer Welle von heftigen Wetterereignissen führen. Ab 2050 wird es vermehrt zu Waldbränden, Wirbelstürmen und Hitzeperioden kommen, aber auch zu Überschwemmungen, Überflutung der Küsten, Hochwasser …

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