Schlagwort: Erderwärmung

  • Südfrankreich: Hitzewelle im Anmarsch

    Südfrankreich: Hitzewelle im Anmarsch

    Frankreich steht vor einem Wochenende, das die Gemüter und Temperaturen gleichermaßen erhitzt. Eine außergewöhnliche Wärmeperiode kündigt sich an, mit Höchsttemperaturen, die selbst erfahrene Wetterfrösche staunen lassen. Am Samstag, den 6. April, erwarten Meteorologen Spitzenwerte von bis zu 31 Grad im Südwesten des Landes. Doch was steckt hinter diesem plötzlichen Anstieg der Quecksilbersäule?

    In Tarbes, in den Hautes-Pyrénées, lässt das Thermometer keine Zweifel aufkommen – 28 Grad im Schatten. Die Stadtbewohner nutzen die Gelegenheit, um in Cafés und auf Terrassen die Sonne zu genießen. Doch dieses Vergnügen ist mit dem Wissen getrübt, dass solche Temperaturen für den Frühlingsanfang alles andere als normal sind.

    „Für uns ist das schöne Wetter ein interessanter Wirtschaftsmotor“, erklärt ein Restaurantbesitzer. „Sobald die Sonne scheint, wollen die Menschen raus und das Wetter genießen.“ Doch die Freude über das unerwartet warme Wetter ist geteilt. Die Hitzewelle, so die Experten, ist nicht nur eine Laune der Natur.

    Eine Luftströmung aus der Sahara ist der Hauptverdächtige für diesen abrupten Temperaturanstieg. Bis zu 13 Grad über den saisonalen Durchschnittswerten wird es wärmer sein, und das nicht nur im Südwesten. Die Wärme zieht in einer Diagonale über das Land bis hin zum Elsass. Begleitet wird sie von einem Phänomen, das ebenso faszinierend wie besorgniserregend ist: einem Staubwolke aus der Sahara.

    Wie kann es sein, dass wir im Frühling Temperaturen wie im Hochsommer erleben?

    Dieser ungewöhnliche Wetterumschwung lässt tief blicken und wirft Fragen auf, die weit über das Wochenendwetter hinausgehen. Er ist ein klares Zeichen für den Klimawandel, der unser Wettergeschehen immer unvorhersehbarer und extremer macht. Die Hitzewelle ist ein Vorgeschmack darauf, was uns in Zukunft häufiger erwarten könnte.

    Die Vorfreude auf Sonnenschein und warme Tage ist verständlich, doch dieses Ereignis dient auch als Mahnung. Es erinnert uns daran, dass der Klimawandel kein fernes Problem ist, sondern eine reale Bedrohung, die bereits jetzt unsere Jahreszeiten und Wetterphänomene beeinflusst.

    Was können wir tun, um uns und unseren Planeten vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen?

    Während wir das warme Wetter genießen, sollten wir auch innehalten und über unsere Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels nachdenken. Es ist an der Zeit, dass wir alle – Einzelpersonen, Gemeinschaften und Nationen – Verantwortung übernehmen und nachhaltig handeln, um unseren Planeten für zukünftige Generationen zu bewahren. Denn letztlich hängt die Qualität unseres Lebens und das Klima, in dem wir leben möchten, von den Entscheidungen ab, die wir heute treffen.

  • Klimawandel treibt Versicherungspreise in die Höhe: Die Kosten für Naturkatastrophen in Frankreich

    Klimawandel treibt Versicherungspreise in die Höhe: Die Kosten für Naturkatastrophen in Frankreich

    Das Jahr 2023 markiert in Frankreich einen traurigen Rekord in Bezug auf die Kosten, die durch klimatische Katastrophen verursacht wurden. Insgesamt belaufen sich die Schäden auf erschreckende 6,5 Milliarden Euro. Besonders betroffen waren der Norden des Landes und die Region Pas-de-Calais, wo verheerende Überschwemmungen 40.000 Menschen in Mitleidenschaft zogen. Doch auch zerstörerische Stürme wie Ciaran und Domingos trugen erheblich zu dieser Summe bei. Dieser dramatische Anstieg der Kosten ist Teil eines besorgniserregenden Trends, der seit den verheerenden Stürmen von 1999 zu beobachten ist.

    Experten gefragt: Die Rolle der Versicherungen

    „Es ist notwendig, Experten zu mobilisieren, die die Schäden begutachten und bewerten“, erklärt Stéphanie Duraffourd, Sprecherin von assurland.com. Diese Notwendigkeit spiegelt sich unmittelbar in den Versicherungsprämien wider. Um das Gleichgewicht im Bereich der Klimakatastrophenversicherungen wiederherzustellen, sehen sich die Versicherungsgesellschaften gezwungen, die Preise für Wohngebäudeversicherungen zwischen 2023 und 2025 um 12 bis 20 Prozent zu erhöhen. Diese Entwicklung ist besorgniserregend und zeigt, wie die Kosten für Versicherungen in direktem Zusammenhang mit der Zunahme von Naturkatastrophen stehen.

    Verbraucher zahlen den Preis

    Die Verbraucherschutzorganisation UFC-Que Choisir weist darauf hin, dass die Kosten für die Versicherer in die Höhe schnellen und letztlich die Versicherten die Zeche zahlen. Die Naturkatastrophen nehmen weltweit zu, und es wird prognostiziert, dass sich die Kosten dafür in den nächsten zehn Jahren verdoppeln könnten.

    Ein Blick in die Zukunft

    Diese Entwicklung unterstreicht die dringende Notwendigkeit, klimabewusste Maßnahmen zu ergreifen und Strategien zu entwickeln, um die Auswirkungen von Naturkatastrophen zu mindern. Gleichzeitig ist es ein Weckruf für die Versicherungsbranche, innovative Lösungen zu finden, die sowohl die ökologischen als auch die ökonomischen Realitäten berücksichtigen. Für die Betroffenen bedeutet dies nicht nur finanzielle Belastungen, sondern auch die Herausforderung, in einem zunehmend unsicheren Klima Resilienz zu zeigen.

    Die jüngsten Entwicklungen in Frankreich sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der Klimawandel nicht nur eine abstrakte globale Bedrohung darstellt, sondern konkrete und spürbare Auswirkungen auf das tägliche Leben und die Wirtschaft hat. Sie rufen nach einem verstärkten Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf allen Ebenen der Gesellschaft.

  • Klima-Erwärmung bedroht den Genfersee: Rekordtemperaturen wecken Sorgen

    Klima-Erwärmung bedroht den Genfersee: Rekordtemperaturen wecken Sorgen

    Der Genfersee, der größte der Alpenseen, zeigt die unmittelbaren Auswirkungen des Klimawandels mit beispiellosen Wassertemperaturen. Im Jahr 2023 erreichte die Durchschnittstemperatur des Sees einen Rekordwert von 13,6 °C, eine Entwicklung, die sowohl Fischern als auch Wissenschaftlern Sorgen bereitet.

    Éric Jacquier, ein Fischer mit 37 Jahren Erfahrung auf dem Genfersee, beobachtet täglich die Auswirkungen der Erwärmung. Er berichtet, dass er zunehmend Barsche fängt, eine Spezies, die traditionell erst ab Mai laicht. Dies deutet darauf hin, dass die Fische ihr Verhalten aufgrund der veränderten Bedingungen anpassen.

    Ein weiteres Problem ist die mangelnde Durchmischung der Wasserschichten. Normalerweise sorgt der Winter dafür, dass das sauerstoffreiche Oberflächenwasser sich mit dem tieferen Wasser vermischt, was für die Sauerstoffversorgung und die Biodiversität des Sees von entscheidender Bedeutung ist. Dieser Prozess hat in den letzten Jahren jedoch nachgelassen.

    Um der steigenden Temperatur des Sees entgegenzuwirken, betonen Experten die Notwendigkeit, den globalen Klimawandel einzudämmen. Eine weltweit einzigartige Plattform mit Sensoren, die vor fünf Jahren auf dem Genfersee installiert wurde, überwacht kontinuierlich die Veränderungen. Die Daten sollen helfen, die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels auf den See zu verstehen und mögliche Lösungen zu erarbeiten.

    Diese Entwicklung ist ein alarmierendes Zeichen dafür, wie dringend globale Anstrengungen unternommen werden müssen, um den Klimawandel und seine Auswirkungen auf natürliche Ökosysteme zu bekämpfen.

  • Zum sechsten Mal in Folge: Ein überdurchschnittlich warmer Winter in Frankreich

    Zum sechsten Mal in Folge: Ein überdurchschnittlich warmer Winter in Frankreich

    Von Anfang Dezember bis Ende Februar lagen die Temperaturen etwa 2°C über den normalen Werten der Jahreszeit.

    Fast überall Regen, aber oft frühlingshafte Temperaturen. Nach einem Rekordherbst ist der Winter 2023-2024 der drittwärmste, der je in Frankreich gemessen wurde, und endet mit einem übermäßig milden Februar – ein weiteres Zeichen für die globale Erwärmung. Zwischen Anfang Dezember und Ende Februar, der in Frankreich traditionell kältesten Zeit des Jahres, lagen die gemessenen Durchschnittstemperaturen um etwa 2°C über den Normalwerten des Zeitraums 1991-2020, allerdings noch hinter den Wintern 2020 (+2,3°C) und 2016 (+2,1°C), wie Météo-France bekannt gab.

    Bereits in den Jahren 2021, 2022 und 2023 waren die Wintertemperaturen in Frankreich höher als normal. Mit einer thermischen Anomalie von +3,6°C ist der Februar 2024 nach 1990 (+4°C) der zweitwärmste Februar in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen. Es ist auch der 25. Monat in Folge, der nicht unter den normalen Werten liegt. Diese Zahlen sind umso bemerkenswerter, als die aktuellen Normalwerte aus den Temperaturen der drei vorangegangenen Jahrzehnte berechnet werden, die ihrerseits bereits wärmer sind als das Klima der vorindustriellen Zeit.

    Auch auf globaler Ebene bricht das Thermometer immer wieder Rekorde: So war der Januar 2024 laut der europäischen Beobachtungsstelle Copernicus der achte Monat in Folge, der weltweit der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Für Météo-France führt dieser „Anstieg der Temperaturen als Folge des Klimawandels zu einer Verkürzung der Wintersaison“. „Unsere Winter sind weniger kalt als früher, Dauerfrost und Schnee im Flachland werden immer seltener“, so Météo France. Seit Anfang Dezember 2023 war nur der Zeitraum vom 7. bis 20. Januar und die letzten Tage des Februar 2024 durch richtiges Winterwetter gekennzeichnet, was alle ein wenig überraschte.

  • Editorial: Klimawandel – Sturmflut der Realität

    Editorial: Klimawandel – Sturmflut der Realität

    Wisst ihr noch, als der Wind nur sanft durch die Bäume rauschte und der Regen wie ein gemütliches Hintergrundgeräusch auf das Dach prasselte? Diese Zeiten scheinen wie ein ferner Traum, denn die Stürme und Unwetter, die wir heute erleben, sind wie ein Weckruf der Natur – laut, unüberhörbar und vor allem nicht zu ignorieren.

    Der Mann des Sturms, Klimawissenschaftler Michael Mann, hat uns gewarnt. Er hat nicht nur vorhergesagt, sondern auch belegt, dass unser Handeln die Erde in einen Dauer-Overdrive versetzt hat. Die Konsequenzen? Nun, sie lassen sich in den immer häufiger und stärker auftretenden Stürmen und Unwettern ablesen, die unsere Welt heimsuchen.

    Diese Naturkatastrophen sind nicht nur Ausnahmen; sie sind der neue Normalzustand. Mann betont, dass der menschengemachte Klimawandel eine Veränderung in der Intensität und Häufigkeit von Stürmen mit sich bringt. Es ist, als ob die Erde selbst gegen das wilde Treiben des Menschen rebelliert.

    Schaut euch die Schlagzeilen an: Sturm Louis, der wie ein tobender Gigant über Frankreich fegte, oder die sintflutartigen Regenfälle, die ganze Regionen unter Wasser setzen. Das ist nicht mehr der normale Lauf der Dinge – das ist ein Weckruf, dem wir nicht länger die Ohren verschließen können.

    Michael Mann warnt davor, dass dies erst der Anfang ist. Der Klimawandel wird nicht einfach vorbeigehen, wenn wir die Augen verschließen. Unsere Handlungen haben Konsequenzen, und die Konsequenzen sind jetzt überdeutlich. Der Planet schreit nach Veränderung, und es liegt an uns, ihm zuzuhören.

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    Der Klimawissenschaftler Michael Mann lehrt an der University of Pennsylvania

    Es ist Zeit, aufzuwachen, nicht nur meteorologisch, sondern auch politisch. Wir können nicht zulassen, dass diejenigen, die die Warnungen am lautesten ignorieren, die Zukunft unseres Planeten bestimmen. Michael Manns Thesen sind keine abstrakten Theorien mehr; sie sind zu einem dringenden Appell geworden, unsere Lebensweise zu überdenken und zu handeln, bevor es zu spät ist.

    Also, Leute, lasst uns nicht länger Ignoranten sein. Lasst uns die Fakten akzeptieren und gemeinsam an einer nachhaltigeren Zukunft arbeiten. Denn der Sturm der Realität ist hier, und es wird Zeit, dass wir uns ihm stellen.

    Bleibt wachsam, bleibt engagiert.

    Stürmisch grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr

  • Bedrohungen für die Arktis: Warum die „Klimaanlage“ der Erde dringend gerettet werden muss

    Bedrohungen für die Arktis: Warum die „Klimaanlage“ der Erde dringend gerettet werden muss

    Das Jahr 2024 beginnt mit beunruhigenden Aussichten für die Arktis und ihre Ökosysteme, die für die Regulierung des Klimas und der Ozeane unerlässlich sind. Die Arktis ist nicht nur durch die Erderwärmung bedroht, sondern auch durch den Transport von Waren und den Bergbau in den Gewässern des hohen Nordens.

    Auf den guten alten Schulgloben sieht man Grönland und den Arktische Ozean nördlich von Asien, Amerika und Europa ganz in Weiß. Lange Zeit wurde diese polare Kältezone mit Leere in Verbindung gebracht. Und jetzt beweisen uns Klimaforscher: Die Zukunft der Menschheit hängt von der Gesundheit dieser weißen Fläche ab.

    Innerhalb von 40 Jahren ist das arktische Packeis am Ende des Sommers von 7 auf 3,4 Millionen Quadratkilometer geschrumpft. „Es ist die Klimaanlage des Planeten … Und das Eis, das uns kühlt, schmilzt“, fasst Sara Fleury vom Laboratoire d’études en géophysique et océanographie spatiales des Observatoire Midi-Pyrénées in Toulouse auf LaDepeche.fr zusammen.

    Die Eindämmung der zunehmenden Erderwärmung ist das Gebot der Stunde, sagt der aus dem Departement Tarn stammende Jean-Louis Etienne, der am 14. Mai 1986 als erster Mensch im Alleingang den Nordpol bezwang und sich unermüdlich für die Natur und ihre Schönheit einsetzt, auf LaDepeche.fr. Und das umso mehr, als die Bedrohungen immer zahlreicher werden, betonte die Organisation Robin Hood zu Beginn des Jahres.

    Seit 1998 ist die „Vermeidung und Beseitigung der Meeresverschmutzung und der Schutz des Nordostatlantiks vor den schädlichen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten“ das Ziel des Ospar-Übereinkommens, das von Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Island, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich in Zusammenarbeit mit der EU ratifiziert wurde.

    „Die Arktis ist der Punkt, an dem die Fluss-, Meeres- und Luftverschmutzungen unserer Gesellschaften zusammenlaufen“, fasst die Organisation Robin Hood, die als Beobachter in der Ospar-Konvention sitzt, zusammen und warnt vor Umweltschäden durch Lachszuchtanlagen oder dem Gigantismus-Wettlauf einiger Kreuzfahrtunternehmen im hohen Norden. Das Kreuzfahrtschiff MSC Preziosa, das für 4.300 Gäste ausgelegt ist, soll dieses Jahr laut Reederei „Abenteurer glücklich machen, die davon träumen, den Arktischen Kreis zu erforschen“, kritisiert Robin Hood.

    Darüber hinaus erregen die strategische Lage und die Energie- und Bodenschätze Grönlands auch zunehmend Interesse. Russland, Finnland, Norwegen, Dänemark, die USA, Kanada… Der Polarkreis wurde zu einer Region wachsender Spannungen und Begehrlichkeiten.

    Der am 5. Februar im Alter von 101 Jahren verstorbene Historiker und Geograf Jean Malaurie startete 1954 die französische Buchreihe „Terre Humaine“ und veröffentlichte „Les derniers Rois de Thulé“, um über das Leben der letzten „Polareskimos“ zu berichten. Vor allem, weil er durch die Errichtung des amerikanischen Atomwaffenstützpunkts in Thule im Jahr 1951 und nach der Vertreibung der örtlichen Inuit zutiefst „erschüttert“ worden sei, wie er sagte. Bereits vor 70 Jahren rief Jean Malaurie dazu auf, sich auf die Begegnung der Menschen und ihre enge Verbindung zur Natur anstelle der Apokalypse zu konzentrieren.

    Zu den noch immer andauernden militärischen Konfrontationen kommt nun noch der Konflikt um die Ressourcen der polaren Wirtschaftszonen hinzu. Trotz seines Beitritts zur Ospar-Konvention hat Norwegen am 9. Januar den Bergbau auf 280.000 km2 des norwegischen Meeresbodens genehmigt. Das Europäische Parlament hat angesichts der unglaublichen Dichte an Leben, die der Meeresboden dort beherbergt, ein Moratorium für diese Entscheidung gefordert. Reedereien rechnen sich aus, dass die Strecke Tokio-Amsterdam derzeit 23.000 km über Panama und nur 15.500 km durch die Nordwestpassage bei geschmolzenem Eis lang is. 

    „Die Arktis, die letzte Grenze der Globalisierung“, titelte Le Monde Diplomatique schon im Jahr 2009. Der Bürger und Verbraucher muss allerdings und insbesondere seinen Lebensstil hinterfragen, wenn er die Arktis oder den Amazonas schützen will.

    Wenn die Pole Fieber haben, sind sie ganz und gar nicht die einzigen, die krank sind.

  • Klima: Wahrscheinliche Rückkehr von „La Niña“ – ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht?

    Klima: Wahrscheinliche Rückkehr von „La Niña“ – ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht?

    Das Klimaphänomen El Niño, das im späten Frühjahr 2023 auftrat, wird sich in den nächsten Monaten voraussichtlich abschwächen. La Niña wird die Nachfolge antreten. Was bedeutet das für uns?

    Die beiden gegensätzlichen Klimaphänomene La Niña und El Niño spielen eine entscheidende Rolle bei der Beeinflussung der globalen Wetter- und Klimabedingungen. Während El Niño für extreme Hitzeperioden und ungewöhnliche Niederschlagsmuster bekannt ist, bringt La Niña kühlere Temperaturen und andere meteorologische Herausforderungen mit sich.

    Forscher von Climat.gov berichteten am Donnerstag, dem 8. Februar, dass El Niño, ein Klimaphänomen, das das Wasser und die Atmosphäre im äquatorialen Pazifik aufheizt, in Kürze abklingen und La Niña Platz machen wird. Ein Klimaphänomen, das nach dem Durchzug seines kleinen Bruders die globale Erwärmung vorübergehend begrenzen dürfte. Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht?

    Was ist La Niña?
    Es wird erwartet, dass ein gewaltiger Klimatanz stattfindet. In den kommenden Monaten wird erwartet, dass sich das Oberflächenwasser des äquatorialen Pazifiks abkühlt. Während dieser seit Urzeiten bestehenden Episode werden die Passatwinde (äquatoriale Winde) an Stärke gewinnen. Sie werden das warme Wasser vor der peruanischen Küste in Richtung Asien und Australien treiben. Dort wird es durch kälteres Wasser ersetzt, das aus den Tiefen des östlichen Pazifiks kommt. Dieses ozeanische Ballett, das als Upwelling bezeichnet wird – das Aufsteigen von kaltem Tiefenwasser an die Oberfläche -, trägt zu einem globalen Rückgang der Wassertemperaturen bei. Dieses Phänomen wird erhebliche Auswirkungen auf das Klima der kommenden Jahre haben.

    1. Verstärkte Hurrikanaktivität: In den Atlantikregionen führt La Niña oft zu verstärkter Hurrikanaktivität. Die kühleren Oberflächentemperaturen im Pazifik begünstigen die Bildung von Wirbelstürmen im Atlantik.
    2. Überflutungen und Starkregen: La Niña geht oft mit erhöhten Niederschlägen in einigen Regionen einher, was zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen kann. Dies betrifft insbesondere Teile von Südasien, Australien und Südamerika.
    3. Dürren und Trockenheit: Gleichzeitig kann La Niña in anderen Regionen zu Dürren führen. Teile von Ostafrika, Indonesien und Teilen der USA erleben möglicherweise trockenere Bedingungen.
    4. Kältere Winter: In Nordamerika und Europa können während einer La-Niña-Phase kältere Winter auftreten. Dies kann zu strengeren Temperaturen, Schneefällen und eisigen Bedingungen führen.

    Wann wird La Niña kommen?
    Pierre Bonnin, Klimatologe bei Météo France, bestätigte die Nachricht am Freitag, dem 9. Februar, gegenüber Ouest France: „Wir haben den Höhepunkt der Intensität von El Niño Ende 2023 überschritten und befinden uns nun in einer Phase der schnellen Abschwächung (…) einige Modelle kippen danach in den La Niña-Zustand um“. Der Umschlag wird voraussichtlich zwischen Juli und November 2024 erfolgen.

    Ist La Niña eine gute Nachricht für uns in Europa?
    Vor zwei Jahren sah sich die Erde bereits mit dem Phänomen La Niña konfrontiert. Am 8. September 2022 gab der Europäische Klimadienst Copernicus bekannt, dass Juli und August 2022 die wärmsten Monate waren, die jemals in Europa gemessen wurden. Das Auftreten von La Niña ist also nicht unbedingt gleichbedeutend mit einem

    Ist das eine gute Nachricht?
    Vor zwei Jahren sah sich die Erde bereits mit dem Phänomen La Niña konfrontiert. Am 8. September 2022 gab der Europäische Klimadienst Copernicus bekannt, dass Juli und August 2022 die wärmsten Monate waren, die jemals in Europa gemessen wurden. Das Auftreten dieses Phänomens ist also nicht unbedingt gleichbedeutend mit einem globalen Temperaturrückgang auf der Erde oder in Europa.

    El Niño: Die wärmere Alternative

    El Niño, das Gegenstück zu La Niña, wird durch wärmere Oberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik charakterisiert. Auch die Auswirkungen von El Niño erstrecken sich über verschiedene Kontinente:

    1. Erhöhte Temperaturen: El Niño bringt im Allgemeinen höhere Temperaturen mit sich. Dies kann zu Hitzewellen in Regionen wie Australien, Südostasien und Südafrika führen.
    2. Dürren und Waldbrände: Die höheren Temperaturen und veränderten Niederschlagsmuster, die mit El Niño einhergehen, können zu schweren Dürren führen. Trockene Bedingungen erhöhen auch das Risiko von Waldbränden, insbesondere in Teilen Südamerikas.
    3. Starkregen und Überschwemmungen: Gleichzeitig kann El Niño in einigen Regionen zu ungewöhnlich starken Niederschlägen führen. Dies kann zu Überschwemmungen in Gebieten wie Südostasien und Teilen Südamerikas führen.
    4. Veränderte Hurrikanaktivität: Im Gegensatz zu La Niña neigt El Niño dazu, die Hurrikanaktivität im Atlantik zu dämpfen. Dies bedeutet, dass während einer El-Niño-Phase weniger Wirbelstürme entstehen.

    Globale Auswirkungen und Herausforderungen

    Beide Klimaphänomene haben weitreichende Auswirkungen auf die Landwirtschaft, Wasserversorgung, Ökosysteme und die Wirtschaft. Landwirte müssen sich auf unvorhersehbare Bedingungen einstellen, Wasserversorgungssysteme müssen flexibel sein, und die Bevölkerung muss sich auf extreme Wetterereignisse vorbereiten.

    Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von La Niña- und El Niño-Ereignissen haben auch den Einfluss des Klimawandels verstärkt. Forscher betonen die Notwendigkeit, diese Phänomene besser zu verstehen und Anpassungsstrategien zu entwickeln, um die sich verändernden Klimamuster erfolgreich zu bewältigen.

    In einer Welt, die zunehmend von Klimaveränderungen betroffen ist, sind das Verständnis der Unterschiede zwischen La Niña und El Niño sowie die Anpassung an ihre Auswirkungen entscheidend, um die Herausforderungen des globalen Klimawandels zu bewältigen.

  • Tausende Franzosen starben im Sommer 2023 an den Folgen der großen Hitze – so Santé publique France

    Tausende Franzosen starben im Sommer 2023 an den Folgen der großen Hitze – so Santé publique France

    Im Sommer 2023, der durch Hitzewellen gekennzeichnet war, die später als normal eintraten, starben in Frankreich mehr als 5.000 Menschen an den Folgen der ungewöhnlichen Wärme, wie die französische Gesundheitsbehörde am Donnerstag, dem 8. Februar mitteilte. Im Sommer 2023, der von vier Hitzewellen geprägt war, starben mehr als 5.000 Menschen in Frankreich an den Folgen der Hitze, wobei nicht nur die älteren Menschen betroffen waren. „Alle sind betroffen“, fasste Caroline Semaille, Leiterin der Agentur Santé publique France, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz zusammen, als sie eine Bilanz der hitzebedingten Todesfälle im Sommer 2023 vorstellte. Der Sommer 2023 war der viertwärmste, der je in Frankreich, wo die ersten Messungen bis ins Jahr 1900 zurückreichen, beobachtet wurde, und wies ein recht ungewöhnliches Profil auf.

    Mehrere Regionen, vor allem im Norden Frankreichs, erlebten wochenlang trübes Wetter. Aber vier…

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  • Französischer Rechnungshof: Angesichts des Klimawandels verlieren Skigebiete an Sinn und Wert

    Französischer Rechnungshof: Angesichts des Klimawandels verlieren Skigebiete an Sinn und Wert

    Nur wenige Skigebiete werden ihren Betrieb nach 2050 fortsetzen können, schätzt der Rechnungshof in seinem Bericht.

    Es besteht Gefahr für die Wintersportorte Frankreischs. Der Klimawandel bedroht „das Wirtschaftsmodell des französischen Skisports“, so der Rechnungshof in einem am Dienstag, dem 6. Februar, veröffentlichten Bericht. „Ab den 2000er Jahren begannen der Rückgang der Skiaktivitäten und die zunehmende Unangepasstheit des Immobilienbestands der Stationen, das finanzielle Gleichgewicht der Skilifte und die lokale Wirtschaft, die zum Teil von ihnen abhängt, zu schwächen“, so der Rechnungshof.

    Die Autoren des Berichts gehen davon aus, dass alle Skigebiete in Frankreich bis 2050 die Folgen der globalen Erwärmung deutlich zu spüren bekommen werden. Und nur „einige wenige Skigebiete können darauf hoffen, ihren Betrieb über diesen Zeitpunkt hinaus fortzusetzen“.

    Kunstschnee als kurzfristige Lösung
    Der Rechnungshof bemängelt, dass „die in den Bergen durchgeführten Anpassungsmaßnahmen im Wesentlichen auf der Schneeproduktion beruhen“, die nur „eine kurzfristige Wirkung“ hat, da „ihre Kosten hoch sind und ihre Wirksamkeit mit steigenden Temperaturen tendenziell abnimmt“.

    Nicht zu vergessen „die Auswirkungen der Schneeproduktion auf die Wasserressourcen“, die „in vielen Gebieten unterschätzt“ zu werden scheinen, so der Bericht. Nach Ansicht des Rechnungshofs „wäre es notwendig, dass die Genehmigungen für die Entnahme von Wasser für die Schneeproduktion die Klimaprognosen stärker berücksichtigen“.

    Mangel an Koordination und Planung
    Was die Maßnahmen zur Diversifizierung der Aktivitäten betrifft, so sind diese „selten auf ein echtes Projekt gestützt“, urteilt der Rechnungshof. „Sie werden nach dem Zufallsprinzip durchgeführt und neigen häufig dazu, das Skimodell zu reproduzieren, das auf hohen Investitionen und hohen Besucherzahlen beruht, ohne einen Geschäftsplan, der es ermöglicht, ihre wirtschaftliche Relevanz festzustellen“. Außerdem „sind die Initiativen der Gebietskörperschaften kaum aufeinander abgestimmt“.

    Der Bericht kritisiert auch die derzeitige „ökologische Planung des Staates, die für den Tourismussektor in den Bergen wenig sinnvoll ist“ und „keine wirkliche Dynamik des Wandels auslösen kann“. Dasselbe gilt laut dem Dokument auch für die Regionen. Der Rechnungshof schlägt vor, eine Steuerung der Bergstationen einzuführen, die nicht mehr allein der kommunalen Ebene unterliegt. Ausserdem schlägt die Institution vor, einen Fonds für die Anpassung an den Klimawandel einzurichten, der Maßnahmen zur Diversifizierung und zum Rückbau von Anlagen finanzieren soll.

    Der Präsident des Rechnungshofs, Pierre Moscovici, erklärte vor der Presse: „Wir müssen ganz klar unsere Vision ändern, eine neue Governance einführen, den Fokus erweitern, Ressourcen finden – denn es sind jährlich etwa 92 Millionen Euro an Investitionen erforderlich, um zu einem diversifizierteren Modell zu gelangen, das ein Modell für „vier Jahreszeiten“ und für alle Arten von Stationen ist“.

  • Malediven: Künstliche Inseln gegen den steigenden Meeresspiegel

    Malediven: Künstliche Inseln gegen den steigenden Meeresspiegel

    Um sich gegen den durch die globale Erwärmung bedingten Anstieg des Meeresspiegels zu wappnen, haben die Malediven mit dem Bau von künstlichen Inseln begonnen.

    Es gibt türkisfarbenes Wasser, einen feinen Sandstrand, ein Luxushotel – aber diese Insel auf den Malediven ist künstlich. Eine dänische Firma hat sie gebaut. Die Inselgruppe der Malediven wird bis zum Ende des Jahrhunderts im Indischen Ozean versinken. Um den Tourismus aufrechtzuerhalten, aber auch um die Hauptstadt zu entlasten, werden jetzt neue Inseln geschaffen. Eine schwimmende Stadt dieser Art könnte im Jahr 2025 immerhin 13.000 Familien beherbergen.

    „Die Höhe der Insel beträgt 1,50 Meter. Wenn ein Sturm kommt: keine Sorge, sie bleibt immer auf der gleichen Höhe. Aber wir greifen die Umwelt nicht an“, sagt Ibrahim Riyaz, der Direktor der Maldive Floating City, auf dem Sender France 2. Für diese Innovation haben die Malediven 1 Milliarde Euro reserviert, was einige Umweltaktivisten verärgert. Die Behörden antworten auf die Kritik, dass sie auf den bevorstehenden Untergang des Archipels reagieren müssen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, könnten sie sich sogar in Indien oder Sri Lanka ein Stück Territorium kaufen.