Schlagwort: Elternzeit

  • Mehr Zeit für die Familie – Frankreich führt einen neuen „Geburtsurlaub“ ein

    Mehr Zeit für die Familie – Frankreich führt einen neuen „Geburtsurlaub“ ein

    Frankreich will die Geburtenrate ankurbeln und die Gleichstellung der Eltern vorantreiben – mit einem neuen, zusätzlich bezahlten „congé de naissance“. Die Nationalversammlung hat am 12. November 2025 einem Gesetz zugestimmt, das Eltern nach der Geburt eines Kindes künftig bis zu zwei Monate Extra-Urlaub gewährt. Doch hinter der familienfreundlichen Fassade verbergen sich politische Zielsetzungen, ökonomische Herausforderungen und strukturelle Unwägbarkeiten. Ein neuer Baustein der Familienpolitik Der neue „congé de naissance“ ist eine zusätzliche Regelung zu den bestehenden Mutterschafts- und Vaterschaftsurlauben. Pro Elternteil können bis zu zwei Monate genommen werden, entweder gleichzeitig oder nacheinander – wobei laut Änderungsanträgen mindestens ein Monat von nur einem Elternteil allein wahrgenommen werden soll. Damit will der Gesetzgeber explizit beiden Elternteilen eine eigenständige Bindungszeit mit dem Kind ermöglichen. Diese Regelung soll nicht mit dem weiterhin bestehenden…

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  • Frankreich: Neues Elterngeld – Segen oder Fluch?

    Frankreich: Neues Elterngeld – Segen oder Fluch?

    Der Vorstoß der französischen Regierung, einen neuen, besser bezahlten, aber kürzeren Elternurlaub einzuführen, wirft viele Fragen auf. Wird das die ersten Monate nach der Geburt eines Kindes revolutionieren?

    In Frankreich plant die Regierung die Einführung eines neuen Geburtsurlaubs, der sowohl Mütter als auch Väter betrifft. Diese könnten dann drei Monate zu Hause bleiben, wobei sie die Hälfte ihres Gehalts, jedoch maximal 1.900 Euro monatlich, erhalten würden. Eine Änderung, die von vielen Bürgern positiv aufgenommen wird.

    Doch trotz der attraktiveren Bezahlung gibt es Bedenken. „Es ist eine gute Sache, weil die Zeit, die wir mit unseren Kindern verbringen, bevor sie in die Kita kommen, immer zu kurz ist“, so eine Frau. Eine Mutter, die sich entschied, fünf Monate Elternzeit zu nehmen, um mehr Zeit mit ihrer Tochter zu verbringen, bekam dafür etwas mehr als 400 Euro im Monat. „Ich finde drei Monate sehr wenig, zumal der Mutterschaftsurlaub bereits sehr kurz ist. Wenn es besser bezahlt wird, könnten vielleicht mehr Menschen es sich leisten, diesen zu nehmen und die Zeit mit dem Baby zu genießen“, vermutet sie.

    Die Sozialverbände begrüßen die Neuerung, sind jedoch besorgt über die angekündigte Abschaffung des Elternurlaubs, der bis zum dritten Lebensjahr des Kindes dauern konnte.

    Ist es wirklich ein Fortschritt, wenn die Dauer so drastisch verkürzt wird? Oder zahlt man letztlich nur etwas mehr Geld für deutlich weniger Zeit? Die neuen Regelungen könnten eine Zwickmühle für junge Eltern bedeuten, die zwischen finanzieller Unterstützung und ausreichend Zeit mit ihrem Nachwuchs wählen müssen. Ein heikles Thema – wo liegt das Gleichgewicht zwischen finanzieller Unterstützung und genügend Zeit für das neue Familienmitglied?

    Es bleibt abzuwarten, wie diese Neuerungen sich in der Praxis bewähren werden. Wird die höhere Bezahlung tatsächlich zu einer höheren Inanspruchnahme führen, oder bleibt der Wunsch nach längerer Elternzeit bestehen, unabhängig von der finanziellen Entschädigung? Diese und andere Fragen werden erst die Zukunft beantworten können.