Schlagwort: Elon Musk

  • Trumps Wirtschaftskrieg: Neue Zölle erschüttern die Weltmärkte – und andere World-News

    Trumps Wirtschaftskrieg: Neue Zölle erschüttern die Weltmärkte – und andere World-News

    Mit einer pompösen Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses entfachte Donald Trump gestern ein neues Kapitel im globalen Handelskonflikt. Der US-Präsident verkündete umfassende Zölle auf alle Importe – und zwar gegen fast alle Handelspartner der USA, diesmal mit Ausnahme von Kanada und Mexiko. Mindestens zehn Prozent Zoll werden fällig, bei manchen Ländern sogar 20, 30 oder noch mehr Prozent.

    Trump stilisierte seinen Schritt als nationale Notwehr. Die Zölle, so seine Begründung, seien notwendig, um die US-Produktion wieder anzukurbeln. Ob das wirklich aufgeht?

    Die Wall Street reagierte wie von der Tarantel gestochen. Der Aktienmarkt rutschte ab, der Dollar verlor an Wert. Analysten rätselten öffentlich über die Berechnungsgrundlagen der Zölle – und manche gaben schlicht zu, die Zahlen nicht zu verstehen. Aus Europa kündigten sich derweil bereits Gegenmaßnahmen an. Zwar konzentriert sich die EU bisher auf Gegenzölle für ausgewählte Güter, doch es wird auch über schärfere Maßnahmen diskutiert: etwa Einschränkungen für US-Technologiekonzerne oder Banken.

    „Das ist unser Tag der Befreiung“, tönte Trump. Er sprach von einer „wirtschaftlichen Unabhängigkeitserklärung“ und erklärte das Ereignis zu einem der wichtigsten Momente der US-Geschichte. Große Worte – doch was steckt wirklich dahinter?

    Ein Blick in die Analyse: Auch wenn hohe Zölle erwartet worden waren, zeigten sich Experten überrascht von Trumps Eskalation. Die neuen universellen Abgaben, so vermuten viele, könnten in der Tat einige Produktionszweige zurück in die USA holen. Doch sie bedeuten auch höhere Kosten für Verbraucher und Unternehmen im eigenen Land – und könnten gleich mehrere Handelskonflikte entzünden.

    Israel weitet Offensive in Gaza aus

    Im Gazastreifen tobt der Krieg erneut. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu verkündete gestern die Besetzung eines weiteren Gebietsstreifens innerhalb des Küstengebiets. Die Strategie ist eindeutig: Druck auf die Terrororganisation Hamas erhöhen, um die Freilassung weiterer israelischer Geiseln zu erzwingen. Die Waffenruhe, die im Januar geschlossen wurde, ist längst Geschichte.

    Hamas wirft Israel vor, das Abkommen gebrochen zu haben. Während Vermittler versuchen, die Gespräche über eine neue Feuerpause wieder in Gang zu bringen, bleibt der Erfolg bislang aus. Über 1.000 Menschen kamen seit dem Scheitern der Waffenruhe ums Leben – eine erschütternde Zahl.

    Inmitten der Gewalt flammen erste Proteste gegen die Hamas auf. Die Bevölkerung leidet unter der Blockade, selbst Hilfsorganisationen sind blockiert. Zwei Dutzend Bäckereien des Welternährungsprogramms mussten schließen – ihnen fehlt schlicht das Mehl. Die israelische Regierung hat sämtliche humanitäre Hilfe gestoppt.

    Ein besonders tragisches Beispiel: Die Familie Abu Teir hatte gehofft, nach der Waffenruhe ihr Leben wieder aufbauen zu können. Stattdessen wurden jetzt acht ihrer Angehörigen bei einem Luftangriff getötet. Ihre Hoffnung – im Bombenregen zerplatzt.

    Auch in den USA wird der Konflikt heftig diskutiert. Während manche jüdische Stimmen besorgt auf die Entwicklungen blicken, begrüßen andere das harte Vorgehen. Ein Rabbiner formulierte es drastisch: „Das schützt keine Juden.“ Ein anderer sprach von Trump als „neuem Sheriff in der Stadt“.

    Tesla taumelt: Elon Musk im Kreuzfeuer

    Tesla musste für das erste Quartal 2025 einen herben Rückschlag einstecken: Der Absatz brach weltweit um 13 Prozent ein – selbst in Norwegen, wo E-Autos normalerweise wie geschnitten Brot verkauft werden, sank die Nachfrage spürbar.

    Die Gründe? Vieles deutet darauf hin, dass Elon Musk selbst zur Belastung für sein Unternehmen geworden ist. Seine politische Nähe zu Trump, seine rechten Aussagen – all das hat viele Konsumenten verärgert. Und: Die Konkurrenz schläft nicht. Andere Hersteller holen technisch auf, bieten mehr Auswahl und attraktivere Preise.

    Trotz einer kürzlichen Wahlniederlage in Wisconsin, so heißt es aus Trumps Umfeld, denkt der Ex-Präsident nicht daran, sich von Musk zu distanzieren. Eine fatale Allianz?

    Weitere wichtige Entwicklungen weltweit

    In Myanmar hat das Militär eine 21-tägige Waffenruhe im Bürgerkrieg ausgerufen – um den Wiederaufbau nach einem schweren Erdbeben zu ermöglichen.

    Amazon will offenbar TikTok übernehmen, bevor die App in den USA möglicherweise verboten wird.

    In London meldeten 23 weitere Frauen neue Vorwürfe gegen einen Mann, der bereits wegen Vergewaltigung und Drogenverabreichung an zehn Frauen verurteilt wurde.

    Im Kongo wurde die Todesstrafe für drei US-Bürger, die wegen eines Putschversuchs verurteilt wurden, in lebenslange Haft umgewandelt.

    Chinas Militär simuliert mit Spezialschiffen eine Invasion Taiwans – das Szenario wirkt plötzlich nicht mehr ganz so abwegig.

    Spaniens beliebtes „Goldenes Visum“-Programm, bei dem Ausländer durch Investitionen Aufenthaltsrecht erhalten, endet heute – es war schlicht zu erfolgreich.

    Für Reisende aus den USA, Kanada und den meisten europäischen Ländern gilt ab sofort: Wer ohne Visum nach Großbritannien reisen möchte, braucht vorher eine digitale Einreisegenehmigung.

    Und aus der Medizin: Eine neue Studie zeigt, dass eine Impfung gegen Gürtelrose auch das Risiko für Demenz senken kann – ein echter Lichtblick.

    Von C. Hatty

  • Elon Musks Regierungsarbeit – Risiko für Teslas Börsenwert

    Elon Musks Regierungsarbeit – Risiko für Teslas Börsenwert

    Elon Musk, CEO von Tesla und laut aktuellen Rankings der reichste Mensch der Welt, sieht sich in einer ungewöhnlichen Doppelrolle: Als oberster Effizienzbeauftragter in der US-Regierung unter Präsident Donald Trump ist er verantwortlich für milliardenschwere Sparprogramme und den Abbau von Behördenstellen – eine Aufgabe, die ihn zunehmend auch in seiner Funktion als Unternehmenschef belastet. Während Musk öffentlich betont, dass sein Einsatz der Steuerzahler entlaste, leidet sein börsennotiertes Unternehmen Tesla spürbar unter den politischen Turbulenzen.

    Seit seiner Ernennung zum Leiter des neu geschaffenen Department of Government Efficiency (DOGE) Anfang des Jahres hat sich der Aktienkurs von Tesla nahezu halbiert. Von einem Allzeithoch von rund 480 US-Dollar im Dezember 2024 fiel der Kurs bis Ende März 2025 auf unter 260 Dollar. Musk selbst sieht den Kursverfall als direkte Folge der wachsenden Kritik an seiner Regierungsarbeit. Auf einer Veranstaltung in Wisconsin sprach er offen davon, dass man versuche, durch öffentlichen Druck seine Reformbemühungen zu sabotieren – und Tesla treffe es dabei in vollem Umfang.

    Politischer Spagat mit wirtschaftlichen Folgen

    Musk bewegt sich seit jeher an der Schnittstelle zwischen Technologie, Unternehmertum und Politik. Doch seine aktuelle Regierungsrolle markiert einen neuen Höhepunkt dieser Verbindung – mit spürbaren Folgen. Die öffentliche Wahrnehmung seiner Person ist gespalten: Einerseits gilt er als visionärer Innovator, andererseits als zunehmend polarisierende Figur im politischen Raum. Seine Nähe zur Trump-Administration, insbesondere die Unterstützung umfangreicher Kürzungsmaßnahmen, hat ihn zur Zielscheibe von Protesten gemacht – auch direkt gegen Tesla.

    So kam es in den letzten Wochen an mehreren Hundert Tesla-Niederlassungen weltweit zu Demonstrationen. Auch Berichte über Sachbeschädigungen mehren sich. Der wirtschaftliche Schaden bleibt nicht auf symbolischer Ebene: In Europa brachen die Verkaufszahlen im Januar um 45 Prozent ein, auch in China werden deutliche Rückgänge gemeldet. In Australien gingen die Neuzulassungen von Tesla-Fahrzeugen im Februar sogar um über 70 Prozent zurück – ein Indiz für ein beschädigtes Markenimage.

    Verunsicherte Investoren und skeptische Analysten

    Die Reaktion der Finanzmärkte auf Musks politisches Engagement fällt entsprechend deutlich aus. Zahlreiche Analysten senkten zuletzt ihre Prognosen für Tesla. Erwartet wird ein Rückgang der Fahrzeugauslieferungen im ersten Quartal 2025 um mindestens sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Umsatzzahlen blieben zuletzt hinter den Erwartungen zurück: Trotz eines Produktionsrekords von fast einer halben Million Fahrzeugen im vierten Quartal 2024 lag der Umsatz mit rund 25,7 Milliarden Dollar unter den prognostizierten 27 Milliarden.

    Die Unsicherheit über Musks Prioritäten – zwischen Regierungsamt, Tesla, dem Raumfahrtunternehmen SpaceX, seiner KI-Firma xAI sowie dem sozialen Netzwerk X – nährt Zweifel an seiner Führungsstärke. Investoren und Mitarbeiter würden sich, so ist aus Analystenkreisen zu hören, eine klarere Fokussierung auf Tesla wünschen. Musks jüngste Entscheidung, X an xAI in einem Aktientausch im Wert von 33 Milliarden Dollar zu übertragen, hat diese Debatte weiter angeheizt.

    Inszenierung und Aufmerksamkeit

    Musk ist bekannt für seinen unorthodoxen Umgang mit Öffentlichkeit. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wisconsin, bei der er den konservativen Kandidaten Brad Schimel unterstützte, verschenkte er symbolträchtig Schecks über je eine Million Dollar an zwei Unterstützer – als Dank für deren Teilnahme an einer Petition gegen „aktivistische Richter“. Das erklärte Ziel: maximale Medienwirkung bei minimalem Mitteleinsatz. Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten, auch weil das Timing mit der angespannten Lage bei Tesla zusammenfiel.

    Zugleich bemühen sich Regierungsvertreter wie Handelsminister Howard Lutnick, das Vertrauen in Tesla zu stärken. In Interviews forderte er öffentlich zum Kauf der Aktie auf – sie sei derzeit „unglaublich günstig“. Dennoch bleibt fraglich, ob sich die Märkte von politisch motivierten Appellen beeindrucken lassen. Die Tesla-Aktie gehört im ersten Quartal 2025 zu den schwächsten Werten im S&P 500.

    Wie lange noch?

    Musk selbst hat angedeutet, seine Regierungsarbeit könnte bald enden. Nach eigenen Aussagen sei das Projekt „fast abgeschlossen“. Seine Bilanz: Einsparungen von über einer Billion Dollar im Bundeshaushalt. Beobachter werten diese Aussagen als mögliches Signal für einen Rückzug – spätestens im Sommer. Sollte Musk tatsächlich aus dem Regierungsdienst ausscheiden, könnte das auch als Versuch gewertet werden, sich wieder stärker auf Tesla zu konzentrieren und das ramponierte Markenimage zu reparieren.

    Inmitten all dessen bleibt Musk der Unternehmer, der mit einem einzigen Tweet Märkte bewegen kann – aber auch der politische Akteur, dessen Entscheidungen weitreichende Konsequenzen für ein börsennotiertes Unternehmen und Millionen von Aktionären haben. Ob Tesla sich langfristig von diesem Spannungsfeld erholt, hängt nicht zuletzt davon ab, ob es Musk gelingt, beide Rollen klar voneinander zu trennen.

    Autor: MAB

  • Elon Musk, der Chaos-Kapitän des US-Staatsapparats

    Elon Musk, der Chaos-Kapitän des US-Staatsapparats

    Man muss es ihm lassen: Elon Musk hat ein Talent dafür, in Bereiche vorzudringen, in denen er eigentlich nichts zu suchen hat. Raketen? Check. Elektroautos? Check. Soziale Netzwerke? Leider auch check. Und jetzt also: das komplette US-Entwicklungshilfesystem. Warum auch nicht?

    Mit der Selbstverständlichkeit eines Mannes, der offenbar glaubt, er könne jeden Laden übernehmen, entschied Musk kurzerhand, dass die U.S. Agency for International Development (USAID) überflüssig sei. Und weil er als Berater von Donald Trump nicht nur flüstert, sondern anscheinend auch exekutiert, setzte er den Plan in Gang – natürlich ohne sich groß um verfassungsrechtliche Feinheiten zu scheren.

    Dummerweise gibt es da ein kleines Hindernis: die US-Verfassung. Ein Bundesrichter hat nun entschieden, dass Musks und DOGEs Versuch, USAID stillzulegen, höchstwahrscheinlich verfassungswidrig ist. Überraschung! Wer hätte gedacht, dass man nicht einfach eine jahrzehntelang gewachsene Behörde aus der Laune heraus abwickeln kann?

    Besonders amüsant ist die Argumentation des Richters: Musk, der sich offiziell aus allem raushält, aber de facto doch Entscheidungen trifft, könne sich nicht einfach als unbeteiligten Berater tarnen. Seine Machtspielchen, so der Richter, „usurpieren die Autorität der gewählten Vertreter im Kongress“. Anders ausgedrückt: Wer keine offizielle Funktion hat, kann trotzdem nicht einfach so tun, als hätte er eine.

    Und Musk? Reagierte auf das Urteil – in typischer Musk-Manier – mit einem lapidaren „Indeed“ auf X. Übersetzt: ein leicht gelangweiltes Schulterzucken. Es ist fast schon beeindruckend, mit welcher Selbstgefälligkeit er die demokratische Ordnung ignoriert.

    Doch man sollte sich nicht täuschen: Das hier ist kein bloßes Ego-Projekt eines Milliardärs mit zu viel Freizeit. Die Zerschlagung von USAID ist Teil eines größeren politischen Spiels. Trump und seine Getreuen wollen die außenpolitischen Strukturen der USA umgestalten – und Musks rabiater Ansatz kommt da gerade recht.

    Aber diesmal hat die Realität Musk eingeholt. Es scheint, als hätte der selbsternannte Weltenretter zum ersten Mal eine Grenze gefunden, die er nicht so leicht überschreiten kann: die der Verfassung. Manchmal gibt es eben doch noch Regeln – selbst für ihn.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Elon Musk und Donald Trump: Eine riskante Allianz

    Elon Musk und Donald Trump: Eine riskante Allianz

    Die enge Verbindung zwischen Elon Musk und Donald Trump hat eine neue Dynamik in der amerikanischen Wirtschaft und Politik entfaltet. Während Musk mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpft, erhält er Rückendeckung aus dem Weißen Haus – eine Entwicklung, die Chancen birgt, aber auch Risiken für beide Seiten offenlegt.

    Als Donald Trump im Jahr 2024 wieder ins Weiße Haus einzog, war Elon Musk längst mehr als nur ein prominenter Unternehmer. Der Tesla-Gründer hatte sich zum größten Einzelspender der Wahlkampagne entwickelt und mehr als 290 Millionen Dollar für Trump und andere republikanische Kandidaten bereitgestellt. Eine solche finanzielle Unterstützung blieb nicht folgenlos: Musk erhielt eine führende Rolle im neu geschaffenen „Department of Government Efficiency“ (DOGE), das darauf abzielt, Bürokratie abzubauen und Staatsausgaben zu reduzieren.

    Doch während Musk als politischer Akteur an Einfluss gewinnt, gerät sein wirtschaftliches Imperium ins Wanken. Der Aktienkurs von Tesla ist seit Jahresbeginn um mehr als 35 Prozent gefallen, und Investoren fordern zunehmend, dass Musk seine Aufmerksamkeit wieder auf das Unternehmen richtet. Gleichzeitig erlebt Tesla eine Welle an Boykottaufrufen und Protesten, die sich gegen Musks politische Haltung richten.

    Trumps Schützenhilfe für Musk

    Inmitten dieser Krise griff Trump persönlich ein. In einem ungewöhnlichen Auftritt vor dem Weißen Haus präsentierte der Präsident Tesla-Fahrzeuge und erklärte, sich selbst ein Model S zu kaufen – eine offensichtliche Geste der Unterstützung für seinen wichtigsten Verbündeten. Die Veranstaltung, eine Mischung aus Pressekonferenz und Werbung, führte zu einem spürbaren Anstieg der Online-Suchen nach Tesla-Fahrzeugen, insbesondere in konservativ geprägten Bundesstaaten.

    Trump und seine Regierung gehen noch weiter: Justizministerin Pam Bondi kündigte an, dass Vandalismus an Tesla-Fahrzeugen härter bestraft werde. „Wer eine Tesla-Filiale beschädigt oder sich an Protesten beteiligt, wird als inländischer Terrorist behandelt“, erklärte sie in einem Interview. Gleichzeitig rufen republikanische Politiker und konservative Meinungsführer dazu auf, Musk durch den Kauf seiner Fahrzeuge zu unterstützen. Der texanische Senator Ted Cruz sprach gar von der „coolsten Aktion, die er je gesehen habe“.

    Doch die Strategie ist nicht ohne Risiken. Tesla hat über Jahre hinweg eine umweltbewusste, eher liberale Kundschaft angesprochen, die durch Musks Nähe zu Trump zunehmend abgeschreckt wird. Der Versuch, konservative Wähler als neue Käufergruppe zu gewinnen, könnte sich als zweischneidiges Schwert erweisen.

    Musk zwischen politischem Einfluss und wirtschaftlichem Kalkül

    Die Allianz zwischen Trump und Musk ist mehr als eine persönliche Freundschaft oder eine wirtschaftliche Zweckgemeinschaft. Sie steht exemplarisch für die Verflechtung von Politik und Wirtschaft, die in den USA immer offener ausgetragen wird. Während einige Investoren darauf hoffen, dass Musks Nähe zur Macht Tesla Vorteile verschafft – etwa durch regulatorische Erleichterungen für autonome Fahrzeuge –, warnen andere vor langfristigen Reputationsschäden.

    Ein zentrales Problem bleibt Musks Doppelrolle als Unternehmer und Regierungsbeamter. Die Demokraten haben bereits eine Untersuchung gefordert, ob es einen Interessenkonflikt gibt, wenn ein Bundesangestellter ein Unternehmen leitet, das direkt von politischen Entscheidungen profitieren kann. Fragen dazu, ob das Weiße Haus Tesla durch behördliche Maßnahmen begünstigt, stehen ebenso im Raum wie mögliche Vorteile für andere Musk-Firmen wie SpaceX und Starlink.

    Gleichzeitig wächst der Druck auf Musk innerhalb seines eigenen Konzerns. Einige Führungskräfte von Tesla sollen bereits nach neuen beruflichen Möglichkeiten suchen, besorgt über die zunehmende Politisierung des Unternehmens. Während Musk öffentlich betont, seine Aufgaben bei DOGE strikt von seinen geschäftlichen Interessen zu trennen, äußern Analysten Zweifel an dieser Trennung.

    Die Grenzen des „Parallelmarktes“

    Einige konservative Unternehmer sehen in der aktuellen Entwicklung ein Modell für die Zukunft: Eine Wirtschaft, die sich gezielt an ein republikanisches Publikum richtet und sich von der „woken“ Unternehmenskultur der letzten Jahre abgrenzt. Die Idee eines „Parallelmarktes“, in dem Unternehmen ausschließlich für konservative Kunden produzieren, hat prominente Befürworter, darunter den Investor Peter Thiel und Donald Trump Jr.

    Doch für Tesla ist dieses Modell kaum tragfähig. Anders als konservative Medien oder Finanzdienstleistungen ist der Elektroautomarkt nicht ausschließlich politisch definierbar. Sollte Tesla seine traditionelle Käuferbasis verlieren, könnte der Versuch, sich als konservative Marke neu zu erfinden, nicht ausreichen, um den wirtschaftlichen Niedergang aufzuhalten.

    Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Allianz zwischen Musk und Trump eine strategische Meisterleistung oder eine wirtschaftliche Sackgasse war. Eines ist sicher: Noch nie war die Zukunft von Tesla so eng mit dem politischen Schicksal eines US-Präsidenten verknüpft wie heute.

    Von Andreas Brucker

  • Französische Unternehmen kehren Tesla den Rücken: Das Ende eines Hypes?

    Französische Unternehmen kehren Tesla den Rücken: Das Ende eines Hypes?

    Lange Zeit galt Tesla als das Statussymbol für moderne Unternehmer. Doch die Zeiten haben sich geändert. Immer mehr französische Geschäftsleute wenden sich von der Marke ab – und das nicht nur wegen der Konkurrenz auf dem Elektroautomarkt. Auch die politischen Ansichten von Elon Musk spielen eine entscheidende Rolle. Von Hype zur Ablehnung Noch vor wenigen Jahren war es fast ein Muss für innovative Unternehmen, Tesla-Fahrzeuge in ihrer Flotte zu haben. Schnell, umweltfreundlich, futuristisch – die Elektroautos von Elon Musk waren begehrt. Doch nun kippt die Stimmung. In den letzten drei Monaten hat Tesla die Hälfte seines Börsenwerts verloren, und die Verkaufszahlen in Europa sind um 50 % eingebrochen. Einer der Hauptgründe? Der wachsende Widerstand gegen Elon Musk selbst. Der Tesla-Chef hat sich in den letzten Monaten zunehmend politisch positioniert – mit Aussagen, die vielen europäischen Unternehmern missfallen. Besonders seine Nähe zu Donald Trump und das Verbreiten rechtsextremer …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Die Prägung des Elon Musk: Wie seine Kindheit im Südafrika der Apartheid ihn formte

    Die Prägung des Elon Musk: Wie seine Kindheit im Südafrika der Apartheid ihn formte

    Der Milliardär und nun auch Berater von Donald Trump wuchs in einer Zeit des Zerfalls der weißen Herrschaft in Südafrika auf. Er besuchte zunächst eine rein weiße Schule und später eine liberalere Institution.

    Mit seinem imposanten, doppelgeflügelten Hauptgebäude aus rotem Backstein und Schulhymnen, die direkt aus dem Liederbuch des britischen Harrow School entnommen wurden, ist die Pretoria Boys High School ein Abbild der englischen Privatschulen, die sie 1901 nachahmen sollte.

    Pretoria Boys High School
    Pretoria Boys High School

    Elon Musk, der sich inzwischen zu einer der mächtigsten Persönlichkeiten der US-Politik entwickelt hat, verbrachte seine letzten Schuljahre in den 1980er Jahren als Tagesschüler auf dem üppig begrünten Campus in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria. Unweit von dort lag das großzügige Haus seines Vaters in Waterkloof, einem wohlhabenden Vorort Pretorias, dessen Straßen im Frühling von violetten Jacaranda-Blüten gesäumt sind.

    Kindheit in einer umkämpften Gesellschaft

    Während Südafrika in den letzten Jahren der Apartheid von Aufständen erschüttert wurde, verlief das Leben in den weißen Enklaven vergleichsweise friedlich und wohlhabend. 1984 kam es in den schwarzen Townships zu massiven Protesten, und 1986 verhängte die weiße Minderheitsregierung den Ausnahmezustand. Doch in den wohlhabenden weißen Vierteln schien der Konflikt weit entfernt.

    „Während das Land als Ganzes brannte und im Chaos versank, lebten wir in unseren grünen Vororten in völliger Sicherheit und führten ein ganz normales Leben“, erinnert sich Jonathan Stewart, ein ehemaliger Mitschüler Musks. „Es gab diese wohlhabende Gruppe, und alle anderen wurden ausgeschlossen.“

    Musk, geboren 1971 in Pretoria, äußerte sich kürzlich auf seiner Plattform X über die „offen rassistischen Gesetze“ in Südafrika. Er stimmte einem Beitrag zu, in dem behauptet wurde, dass weiße Südafrikaner wegen ihrer Hautfarbe verfolgt würden. Diese Äußerungen kamen kurz bevor Donald Trump, in dessen Regierung Musk nun eine wichtige Rolle spielt, eine Anordnung unterzeichnete, die Südafrika der Diskriminierung weißer Afrikaaner bezichtigte und finanzielle Hilfen für das Land kürzte.

    Die politische Rolle Musks

    Musk verließ Südafrika 1989 und zog über Kanada in die USA. Wie groß sein Einfluss auf Trumps Anordnung war, bleibt unklar, doch es scheint unwahrscheinlich, dass seine Sichtweise dem US-Präsidenten unbekannt blieb. Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Trump die angebliche Verfolgung weißer Landwirte in Südafrika thematisiert, nachdem ein Bericht auf Fox News ihn auf das Thema aufmerksam gemacht hatte.

    Musk, Trump

    Musk ist inzwischen tief in die politischen und wirtschaftlichen Konflikte Südafrikas verwickelt. Er kritisiert die Landreformgesetze, die darauf abzielen, die immer noch große Ungleichheit im Land zu reduzieren. Obwohl Weiße nur 7 % der Bevölkerung ausmachen, besitzen sie über 70 % des landwirtschaftlichen Bodens. Musk behauptet, diese Gesetze seien rassistisch und kämen Diebstahl gleich. Zudem lehnt er Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stärkung Schwarzer Unternehmer ab, die er als diskriminierend betrachtet.

    Die Schulzeit: Vom Außenseiter zum „durchschnittlichen“ Schüler

    Musk begann seine weiterführende Schulzeit an der Bryanston High School in Johannesburg, einer rein weißen, englischsprachigen Schule. Dort wurde er schwer gemobbt. 1985 wurde er so brutal zusammengeschlagen, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nach diesem Vorfall wechselte er mit seinem Bruder Kimbal zur Pretoria Boys High School.

    Dort galt das Klima als vergleichsweise liberal. 1981 war die Schule die erste staatliche Bildungseinrichtung, die einen schwarzen Schüler aufnahm. Der damalige Direktor Malcolm Armstrong setzte sich für demokratische Werte ein und pflegte sogar Kontakte zur damals noch verbotenen Oppositionspartei ANC. Einige Lehrer teilten diese Haltung, andere nicht.

    Musk selbst war weder besonders auffällig noch ein Außenseiter. „Er war eine ganz durchschnittliche Persönlichkeit“, erinnert sich ein ehemaliger Mitschüler. „Kein Sport-Ass, kein Nerd, kein Punk – er hatte einfach seine Gruppe von Freunden.“

    Politische Ansichten und ihre Wurzeln

    Musk hat sich lange als unpolitisch oder moderat beschrieben. Er unterstützte bis 2020 stets die Demokraten, bevor er sich nach rechts orientierte. Doch sein Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen scheint sehr tief zu gehen.

    Sein Großvater war in den 1930er Jahren in Kanada Mitglied einer technokratischen Bewegung mit faschistischen Tendenzen, die eine Herrschaft durch Experten statt durch gewählte Politiker forderte. Später zog er nach Südafrika – angeblich, weil ihn das rassistische System dort anzog.

    Musks heutige Bewunderung für autoritäre Führungsstile lässt sich möglicherweise auf diese familiäre Prägung zurückführen. Er unterstützt offen Trumps Vorstellung, dass der Präsident nahezu uneingeschränkte Macht haben sollte. Auch seine Sympathie für rechtsextreme Parteien wie die Alternative für Deutschland (AfD) sorgt international für Aufsehen.

    Musk, Tesla

    Verlorene Geschichte?

    Einige ehemalige Mitschüler spekulieren, dass Musks Sicht auf Südafrika von dem Umstand beeinflusst ist, dass er den eigentlichen Übergang von der Apartheid zur Demokratie nicht miterlebt hat. 1994 wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt. Doch viele weiße Südafrikaner tun sich bis heute schwer mit den wirtschaftlichen Veränderungen.

    Die Regierungspartei ANC hat es nicht geschafft, die extreme Ungleichheit in Südafrika zu beseitigen. Obwohl staatliche Programme schwarze Unternehmen fördern, liegt die Arbeitslosenquote unter Schwarzen weiterhin fünfmal höher als unter Weißen. Das Land kämpft zudem mit einer der höchsten Mordraten weltweit.

    Es ist nicht unüblich, dass weiße Südafrikaner sich diskriminiert fühlen. Im Februar demonstrierten Hunderte von ihnen vor der US-Botschaft in Pretoria mit Schildern wie „Danke, Präsident Trump“ und „Make South Africa Great Again“.

    Die Nostalgie mancher älterer Weißer für die Apartheid-Ära ist ebenfalls nicht ungewöhnlich. „Damals hatten wir keine Kriminalität, es gab keine Probleme. Schwarze und Weiße verstanden sich gut“, sagte Musks Vater Errol in einem Interview. „Alles funktionierte. Das ist die Realität. Natürlich wollen die Leute das nicht hören, aber es ist die Wahrheit.“

    Musk und seine Geschwister hatten über Jahre ein durchaus schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater. Laut Biograf Walter Isaacson terrorisierte Errol seine Kinder mit stundenlangen Schreiattacken. Mutter Maye Musk warf ihm zudem körperliche Gewalt vor – Vorwürfe, die Errol bestreitet. 2017 kam es zum endgültigen Bruch, als Errol ein Kind mit seiner 30 Jahre jüngeren Stieftochter bekam.

    Trotzdem hält Musk weiterhin Kontakt zu ihm. Laut Errol schreiben sie sich fast täglich. „Natürlich kann er nicht immer antworten, dann macht das sein Assistent“, sagte er kürzlich in einem Interview.

    Musk zwischen Vergangenheit und Zukunft

    Elon Musk ist eine der einflussreichsten Figuren der Gegenwart. Seine Technologieunternehmen prägen die Zukunft, doch seine politischen Positionen werfen Fragen auf. Ob seine Kindheit im auseinanderbrechenden Apartheid-Südafrika seinen heutigen Kurs bestimmt, bleibt eine offene Debatte.

    Fest steht: Musk ist nicht nur ein Unternehmer, sondern auch ein politischer Akteur – mit wachsendem Einfluss auf die globale Bühne.

    Von P.T.

    Musk mit seinem Sohn, X Æ A-Xii, im Oval Office, 11. Februar 2025 (Official White House Photo by Daniel Torok)
  • Donald Trump will einen Tesla kaufen: Ein symbolischer Akt der Unterstützung für Elon Musk

    Donald Trump will einen Tesla kaufen: Ein symbolischer Akt der Unterstützung für Elon Musk

    In einer überraschenden Wendung der Ereignisse hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, ein neues Tesla-Elektrofahrzeug zu erwerben, um seine Unterstützung für Elon Musk zu demonstrieren. Diese Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Tesla mit sinkenden Verkaufszahlen und zunehmender politischer Gegenreaktion konfrontiert ist.

    Während eines Treffens im Weißen Haus stieg Trump in eines der drei geparkten Tesla-Fahrzeuge ein, begleitet von Elon Musk und dessen Kind. Trump lobte Musk als einen der „großartigen Automobilhersteller der Welt“ und erklärte seine Absicht, ein Tesla-Fahrzeug zu kaufen.

    Hintergrund der Entscheidung

    Elon Musk, CEO von Tesla und SpaceX, wurde kürzlich zum Leiter des neu geschaffenen Department of Government Efficiency (DOGE) ernannt, einer Initiative der Trump-Regierung zur Straffung der Bundesausgaben und Deregulierung. Diese Ernennung hat sowohl Lob als auch Kritik hervorgerufen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Interessenkonflikte und die Auswirkungen auf die Belegschaft des öffentlichen Sektors.

    Musks enge Verbindung zur Trump-Regierung hat zu einem Rückgang der Tesla-Verkäufe geführt, insbesondere in liberalen Märkten wie Kalifornien, Europa und China. Analysten führen diesen Rückgang auf Musks politische Verbindungen und die zunehmende Konkurrenz durch andere Elektrofahrzeughersteller zurück.

    Reaktionen und Auswirkungen

    Trumps öffentliches Bekenntnis zu Tesla wird als Versuch gewertet, das angekratzte Image des Unternehmens zu stärken und Musks Position zu festigen. Allerdings warnen Analysten, dass diese Unterstützung nach hinten losgehen könnte, da sie das Unternehmen weiter politisiert und potenzielle Käufer abschrecken könnte.

    Die langfristigen Auswirkungen dieser Entwicklung auf Tesla und die Elektrofahrzeugindustrie insgesamt bleiben abzuwarten. Es ist jedoch klar, dass die Verflechtung von Politik und Wirtschaft in diesem Fall sowohl Chancen als auch Risiken birgt.

    Autor: P. Tiko

  • US-Unternehmen warnen Investoren: DOGEs staatliche Kürzungen könnten das Geschäft belasten

    US-Unternehmen warnen Investoren: DOGEs staatliche Kürzungen könnten das Geschäft belasten

    Unternehmen warnen Investoren: DOGEs staatliche Kürzungen könnten das Geschäft belasten

    Zu Beginn der Berichtssaison deuten Einreichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC auf Unsicherheit durch die aktuelle Regierung hin, die potenziell wirtschaftliche Probleme verursachen könnte.

    Elon Musks umfassende Umstrukturierung der Bundesregierung in den letzten Wochen hat Auswirkungen auf den privaten Sektor, wo Unternehmen zunehmend Besorgnis über die möglichen Störungen äußern, die diese Veränderungen für ihre Geschäfte mit sich bringen könnten.

    Mit Beginn der ersten Berichtssaison des Jahres warnen Dutzende Unternehmen aus den Bereichen Gesundheitswesen, Technologie, Immobilien und Verteidigung – Branchen, die von Trumps unternehmensfreundlicher Haltung möglicherweise steigende Gewinne erwartet hatten – in ihren Quartalsberichten und Telefonkonferenzen davor, dass die rasanten Veränderungen in Washington unvorhersehbar sind und ihre Gewinne beeinträchtigen könnten.

    „Ich hoffe, dass DOGE mit der Zeit möglicherweise ein Rückenwind für Unternehmen wie unseres wird, die sich auf den Staat konzentrieren“, sagte Carl Eschenbach, CEO des HR-Softwareunternehmens Workday, auf einer Investorenkonferenz am Dienstag. „Aber im Moment herrscht viel Unsicherheit, und ich weiß nicht, wann sich das ändern wird.“

    Turbulenzen durch DOGE-Reformen

    Die Besorgnis wächst, während Musks U.S. DOGE Service („Department of Government Efficiency“) mit drastischen Einsparungen in der Regierung für Chaos sorgt. Eine große Zahl von Bundesangestellten wurde entlassen und dann wieder eingestellt, Verträge wurden gekündigt und erneut in Kraft gesetzt, und rechtliche Anfechtungen von DOGEs Maßnahmen haben einige Initiativen gestoppt, während andere fortgesetzt werden konnten.

    Bundesauftragnehmer berichten, dass sie weiterhin im Unklaren darüber sind, welche Teile ihrer Geschäftstätigkeit gekürzt werden könnten. Laut einer von der Washington Post eingesehenen E-Mail des amtierenden GSA-Administrators wurden alle Behördenchefs letzten Monat angewiesen, nicht essenzielle Verträge in jeder Abteilung zu reduzieren.

    Die Unsicherheit betrifft sogar Unternehmen, die nicht direkt von Regierungsaufträgen abhängig sind. Einige Pharmaunternehmen warnten beispielsweise, dass Kürzungen bei der Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung neuer Medikamente verlangsamen könnten. Zwei große Immobilienunternehmen mit bedeutenden Investitionen in Washington, D.C., befürchten, dass Massenentlassungen von Bundesangestellten die Nachfrage nach Büroflächen senken könnten.

    Auswirkungen auf die Märkte

    Investoren nehmen diese Entwicklungen genau unter die Lupe. Seit November haben die Aktien von Unternehmen mit hoher DOGE-Exposition im S&P-500-Index um 20 Prozent nachgegeben, wie eine Analyse der Investmentbank Barclays im letzten Monat ergab.

    „Was tun Sie jetzt? Investieren Sie? Wahrscheinlich sollte man noch abwarten, um genau zu sehen, was am Ende des Tages passiert“, sagte Dominique Toublan, Leiter der US-Kreditstrategie bei Barclays. „Selbst für sich genommen wissen wir, dass Unsicherheit, Risiko und Mehrdeutigkeit eine wirtschaftliche Verlangsamung verursachen können, weil Unternehmen zögern, Entscheidungen über Investitionen und Ausgaben zu treffen.“

    Bisher haben sich viele Unternehmen zu DOGE zurückhaltend geäußert. Doch mit der jüngsten Berichtssaison tauchten Warnungen zunehmend in den gesetzlich vorgeschriebenen Abschnitten ihrer Quartalsberichte auf. Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC verlangt von börsennotierten Unternehmen, dass sie wesentliche Risiken für ihr Geschäft offenlegen – darunter Veränderungen im Wettbewerb, regulatorische Eingriffe oder veränderte Konsumgewohnheiten.

    Gespaltene Reaktionen der Wirtschaft

    Trump trat mit einer unternehmensfreundlichen Agenda an, einschließlich Plänen zur Deregulierung des Umweltsektors und einer weiteren Senkung der Unternehmenssteuer, die er in seiner ersten Amtszeit bereits von 35 auf 21 Prozent gesenkt hatte. Wochen nach Beginn seiner zweiten Amtszeit lobten Wirtschaftsverbände seine Schritte zur Förderung der Öl- und Gasindustrie sowie zur Lockerung von SEC-Vorschriften, die sie als belastend empfanden.

    Doch eine Analyse von SEC-Einreichungen und Unternehmensberichten zeigt ein gemischtes Bild. Neben den Warnungen über DOGE forderten Wirtschaftsverbände wie die US-Handelskammer Trump auf, von seinen Zollplänen abzusehen, da sie die Geschäftskosten erhöhen würden.

    Harrison Fields, ein Sprecher des Weißen Hauses, erklärte, Trump arbeite daran, Unternehmen zu entlasten, indem er Steuern senke, Vorschriften abbaut und „historische Investitionen“ in den USA fördere.

    Einige CEOs äußerten sich öffentlich optimistisch und betonten, dass ihre Produkte und Dienstleistungen für Regierungsbehörden essenziell seien und daher wohl von Kürzungen verschont blieben. In SEC-Einreichungen klang dies jedoch oft vorsichtiger.

    Auswirkungen auf die Verteidigungsindustrie

    „DOGE ist ein großer Gewinn für uns“, sagte Eric DeMarco, CEO des Militärdrohnen-Herstellers Kratos, in einer Analystenkonferenz am 26. Februar. Doch in einem SEC-Bericht vom 5. Februar räumte das Unternehmen ein: „Die potenziellen Auswirkungen von DOGE und die möglichen Absichten des Präsidenten für die Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie sowie für unser Unternehmen sind derzeit nicht absehbar.“

    Kratos, das im vergangenen Jahr 762 Millionen US-Dollar Umsatz mit US-Regierungsaufträgen erwirtschaftete, reagierte nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

    Verteidigungsminister Pete Hegseth hat unterdessen seine Abteilungen angewiesen, Kürzungspläne von acht Prozent für jedes der nächsten fünf Jahre vorzulegen – mit nur wenigen Ausnahmen.

    Gesundheitsbranche und Technologieunternehmen reagieren unterschiedlich

    Während einige Unternehmen Risiken durch DOGE sehen, bleiben andere gelassen.

    Pharmaunternehmen wie ImmunityBio, PMV Pharmaceuticals, Rezolute und Ventyx Biosciences warnten in ihren Berichten, dass Kürzungen im FDA-Personal ihre Geschäftsstrategien beeinträchtigen könnten. Die FDA entließ Hunderte von befristet angestellten Mitarbeitern, einige wurden jedoch wieder eingestellt, und weitere Kürzungen könnten folgen.

    „Störungen im Betrieb der FDA aufgrund dieser Politik könnten unser Geschäft erheblich beeinträchtigen“, hieß es in einer SEC-Einreichung von Rezolute im vergangenen Monat.

    Doch größere Pharmaunternehmen wie Eli Lilly zeigten sich weniger besorgt. Eli-Lilly-CEO Dave Ricks betonte in einem Interview mit der Washington Post am 26. Februar, dass die FDA weitgehend von Kürzungen verschont bleiben werde, da etwa die Hälfte ihres Budgets aus Gebühren der Industrie stammt.

    „Fast das gesamte Personal für innovative Medikamente wird über Gebühren finanziert, nicht durch Steuergelder“, erklärte Ricks. „Wenn diese Leute entlassen werden, spart die Regierung also kein Geld.“

    Marty Makary, Trumps Kandidat für den Vorsitz der FDA, erklärte in seiner Anhörung am Donnerstag, dass er eine „unabhängige Überprüfung des Personals“ durchführen werde.

    Auch im Gesundheitswesen sorgt DOGE für Unsicherheit. Encompass Health, einer der größten Betreiber von Reha-Kliniken in den USA, erklärte in seinem Jahresbericht am 28. Februar, dass man nicht vorhersagen könne, ob DOGE und andere regulatorische Änderungen zu Kürzungen bei Medicare führen würden – ein wesentlicher Bestandteil der Einnahmen des Unternehmens.

    Trump hat zwar versichert, keine Kürzungen bei Medicare oder Medicaid vorzunehmen. Doch der überparteiliche Congressional Budget Office erklärte am Mittwoch, dass die einzigen Wege zur Umsetzung des vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Haushaltsentwurfs vom 25. Februar eine Reduzierung dieser Programme um mindestens 880 Milliarden Dollar über zehn Jahre sei.

    Während einige Unternehmen vorsichtig bleiben, äußert sich die Technologiebranche überwiegend optimistisch. Mark Lynch, CFO von Appian, verglich die Situation mit einem Sturm:

    „Es gibt gerade einen Hurrikan in der Regierung, und wir sind im Keller. Wir sind geschützt – aber nicht völlig immun.“

    Autor: P. Tiko

  • Cyberangriff oder technischer Fehler? X kämpft mit massiven Ausfällen

    Cyberangriff oder technischer Fehler? X kämpft mit massiven Ausfällen

    Montag, 10. März – Tausende Nutzer konnten sich plötzlich nicht mehr bei X (ehemals Twitter) anmelden. Statt ihres Feeds bekamen sie Fehlermeldungen wie „Ein Fehler ist aufgetreten“ zu sehen. Kurz darauf meldete sich Elon Musk persönlich zu Wort: Das Netzwerk sei Opfer einer „massiven Cyberattacke“ geworden. Doch gibt es dafür Beweise?

    Massive Störungen weltweit

    Laut dem Portal Downdetector, das Internetdienste auf Ausfälle überwacht, begannen die ersten Probleme am Vormittag.

    In Frankreich gab es um 11 Uhr mehr als 5.500 Meldungen über Störungen. Nachdem sich die Lage kurzzeitig beruhigt hatte, schoss die Zahl um 14:30 Uhr erneut hoch – diesmal auf knapp 4.000 Berichte gegen 15:15 Uhr.

    In den USA waren die Probleme noch gravierender: Dort verzeichnete Downdetector in den späten Morgenstunden fast 23.000 Störungsmeldungen, und am Nachmittag wuchs die Zahl auf über 40.000.

    Elon Musk sieht einen Zusammenhang – ohne Beweise

    Musk reagierte auf die wachsende Unruhe in den sozialen Medien, allerdings nicht mit einer offiziellen Erklärung, sondern mit einem Kommentar unter einem anderen Beitrag. In diesem Post wurde spekuliert, ob es einen Zusammenhang zwischen den Protesten gegen „Doge“ (eine Kommission für Regierungseffizienz, die Musk leitet), Angriffen auf Tesla-Stores und der aktuellen X-Panne geben könnte.

    Die Behauptung eines Cyberangriffs steht also im Raum – aber bisher gibt es keinerlei Beweise dafür.

    Technische Probleme oder gezielte Attacke?

    Tatsächlich kämpft X schon seit Monaten mit wiederkehrenden technischen Schwierigkeiten. Seit der Übernahme durch Musk wurden Tausende Mitarbeiter entlassen, darunter viele erfahrene Ingenieure. Die Plattform wurde mehrfach technisch umgebaut, was in der Vergangenheit bereits zu Funktionsstörungen geführt hat.

    Es ist also durchaus denkbar, dass die heutigen Probleme nicht auf einen Angriff von außen, sondern auf interne Schwachstellen zurückzuführen sind.

    Bereits im Dezember 2023 fiel X für viele Nutzer aus – ohne dass sich später ein Hackerangriff bestätigen ließ. Kritiker vermuten, dass die drastischen Umstrukturierungen unter Musk die Plattform instabil gemacht haben.

    Wie geht es weiter?

    Ob es sich diesmal wirklich um eine Cyberattacke handelt oder ob technische Probleme die Ursache sind, bleibt unklar. Eine offizielle Stellungnahme von X gibt es bislang nicht.

    Eins ist sicher: Die Plattform steht unter enormem Druck – sowohl technisch als auch wirtschaftlich. Und während Musk seine Cyberangriff-Theorie verbreitet, sitzen Millionen von Nutzern vor einer weißen Fehlerseite und fragen sich: Was passiert als Nächstes?

    Autor: C.H.

  • USA: Gewalt gegen Tesla eskaliert – Brandsätze und Schüsse auf Autohäuser

    USA: Gewalt gegen Tesla eskaliert – Brandsätze und Schüsse auf Autohäuser

    Die Wut auf Elon Musk entlädt sich in Angriffen auf Tesla – mit Molotowcocktails, Schüssen und Vandalismus.

    In den USA häufen sich gewaltsame Angriffe auf Tesla-Standorte, Ladesäulen und Fahrzeuge. Die Täter werfen Brandsätze, beschmieren Autohäuser mit Hassbotschaften oder eröffnen das Feuer. Analysten sehen darin eine weitere Eskalation der ohnehin angespannten Lage des Unternehmens.

    Ein Brandanschlag nach dem anderen

    In Colorado wurde die 31-jährige Lucy Grace Nelson verhaftet, nachdem sie laut Gerichtsunterlagen wiederholt ein Tesla-Autohaus attackiert hatte. Sie schleuderte mit Benzin gefüllte Smirnoff-Ice-Flaschen auf die Fahrzeuge, sprühte „Nazi“ auf das Eingangsschild und hinterließ eine eindeutige Botschaft: „F*** Musk.“

    Doch der Angriff war kein Einzelfall. In Massachusetts wurden Tesla-Schnellladestationen in Brand gesetzt. In Oregon griff ein Mann ein Autohaus mit Molotowcocktails an – und kehrte Wochen später mit einer Schusswaffe zurück, um auf Schaufenster und Fahrzeuge zu feuern.

    Musk als Hassfigur

    Elon Musk ist längst nicht mehr nur Tech-Unternehmer, sondern eine der umstrittensten Figuren der US-Politik. Seit er sich offen für Donald Trump und rechte Politiker in Europa starkmacht, wächst der Unmut. Demonstranten sehen in Tesla keine Marke für Umweltbewusstsein mehr, sondern ein Symbol für rechte Ideologie.

    Einige Tesla-Besitzer berichten bereits von Übergriffen. Adam Choi, ein Tesla-Fahrer aus Massachusetts, entdeckte nach dem Kirchgang einen Sticker auf seinem Auto, der Musk in einer umstrittenen Pose zeigte. Als er den mutmaßlichen Täter zur Rede stellte, bekam er eine knappe Antwort: „Das ist meine Meinungsfreiheit.“

    Absturz der Marke Tesla?

    Während Tesla mit diesen Angriffen kämpft, steckt das Unternehmen ohnehin in Schwierigkeiten. Die Aktie fiel seit Trumps Amtseinführung um 35 Prozent, die Verkaufszahlen in Deutschland brachen im Februar um 76 Prozent ein. Für viele potenzielle Kunden ist Tesla nicht mehr nur ein Auto – sondern ein politisches Statement.

    Tesla-Investor Ross Gerber glaubt, dass der Imageverlust langfristige Folgen haben könnte. „Viele Menschen möchten nicht mit Elon Musk in Verbindung gebracht werden – erst recht nicht, wenn das bedeutet, dass ihr Auto angegriffen wird.“

    Andere Analysten sehen dagegen Chancen für Tesla. Trumps Politik könnte dem Unternehmen regulatorische Vorteile bringen, vor allem im Bereich autonomes Fahren.

    Polizei warnt vor weiterer Eskalation

    Während Investoren über die Zukunft von Tesla spekulieren, warnen Sicherheitsbehörden vor weiteren Gewalttaten. „Ob man Musk mag oder nicht – das rechtfertigt keine Brandstiftung“, betont ein Polizeisprecher aus Massachusetts.

    Für Tesla-Fahrer wie Adam Choi bleibt die Frage: Ist es das Risiko wert? „Ich habe mir ein Elektroauto gekauft, weil es sinnvoll ist. Aber jetzt muss ich Angst haben, dass es abgefackelt wird?“

    Die kommenden Monate werden zeigen, ob Tesla das Imageproblem in den Griff bekommt – oder ob die Marke endgültig zum Politikum wird.

    Von C. Hatty