Schlagwort: Eintrittspreis

  • Eintritt gegen die Massen? Wie Straßburgs Weihnachtsmarkt zum Politikum wird

    Eintritt gegen die Massen? Wie Straßburgs Weihnachtsmarkt zum Politikum wird

    Ein Zehn-Euro-Ticket für Glühwein und gebrannte Mandeln? In Straßburg sorgt ein Vorschlag zur Eindämmung des Besucherstroms am Weihnachtsmarkt für hitzige Debatten – und gibt einen Vorgeschmack auf den Kommunalwahlkampf 2026. Straßburg im Advent: Fachwerk, Lichterglanz, der Duft von Zimt und Anis. Über zwei Millionen Besucherinnen und Besucher strömen jedes Jahr auf den traditionsreichen Weihnachtsmarkt der Elsässer Hauptstadt. Doch mit dem Charme kommen auch die Schattenseiten: überfüllte Gassen, verstopfte Straßen, Sicherheitsprobleme, genervte Anwohner. Jetzt schlägt der linke Bürgermeisterkandidat Florian Kobryn von La France insoumise (LFI) vor, die touristische Flut mit einem Eintrittspreis zu zügeln. Zehn Euro sollen Besucher von außerhalb der Metropolregion zahlen – allerdings nur am Wochenende. Die Idee: Mit dieser Maßnahme ließe sich der Druck auf die Innenstadt entschärfen. Kobryn verweist auf Städte wie Venedig oder Bayonne, die ähnliche Maßnahmen eingeführt haben. Sein Zie…

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  • Notre-Dame als Einnahmequelle? Kultusministerin fordert Eintrittsgebühren für Erhalt gefährdeter Kirchen

    Notre-Dame als Einnahmequelle? Kultusministerin fordert Eintrittsgebühren für Erhalt gefährdeter Kirchen

    Rachida Dati, die französische Ministerin für Kultur, hat einen kontroversen Vorschlag gemacht: Sie will den Zugang zur Kathedrale Notre-Dame in Paris für Touristen kostenpflichtig machen, um damit gefährdete Kirchen und religiöse Gebäude in ganz Frankreich zu retten. Die Idee, die sich an europäischen Nachbarländern orientiert, stößt jedoch auf rechtliche und religiöse Hürden. Ein Symbolischer Beitrag für den Erhalt des religiösen Erbes In einem Interview am 23. Oktober erklärte Dati, dass die Erhebung einer Eintrittsgebühr von fünf Euro pro Tourist für Notre-Dame notwendig sei, um einen „großen Plan zur Rettung des religiösen Erbes“ zu finanzieren. Mit rund 14 bis 15 Millionen erwarteten Besuchern nach der Wiedereröffnung der Kathedrale, die durch den Brand 2019 schwer beschädigt wurde, würde dies nach Datis Schätzung jährlich etwa 75 Millionen Euro einbringen. Sie betonte, dass in vielen europäischen Ländern wie Spanien oder Italien der Zugang zu bedeutenden religiösen Bauwerken ber…

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  • Notre-Dame de Paris: Soll der Zugang wirklich kostenpflichtig werden?

    Notre-Dame de Paris: Soll der Zugang wirklich kostenpflichtig werden?

    Die Debatte um die Eintrittsgebühr für die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame de Paris schlägt hohe Wellen. Während die französische Kulturministerin Rachida Dati einen Vorschlag unterbreitet hat, Touristen für den Eintritt in die Kathedrale zahlen zu lassen, stößt diese Idee auf Widerstand – insbesondere bei Historikern wie Alexandre Gady. Für ihn ist das nicht nur eine pragmatische Frage der Finanzierung, sondern eine „philosophische Zäsur“.

    Ein radikaler Paradigmenwechsel

    Für viele ist Notre-Dame nicht nur ein historisches Monument, sondern auch ein Symbol für offene Kultur und spirituelle Bedeutung. Die Idee, eine Eintrittsgebühr zu verlangen, wie sie von Dati vorgeschlagen wird – fünf Euro pro Tourist – würde laut Gady die Essenz dessen, was Notre-Dame ausmacht, verändern. „Eine bezahlte Kirche wird zum Museum“, argumentiert der Historiker scharf. Er stellt dabei klar: Eine solche Maßnahme gehe weit über bloße Zahlen hinaus, sie greife tief in die kulturelle und religiöse Bedeutung von Notre-Dame ein.

    Gadys Vergleich ist eindeutig: „Wir versuchen, einige Museen kostenlos zu machen – und nun sollen Kirchen, die traditionell frei zugänglich sind, kostenpflichtig werden?“ Hier prallen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite das Anliegen der Regierung, den Erhalt von Kirchen finanziell abzusichern, auf der anderen Seite der Wunsch, die Zugänglichkeit kultureller und religiöser Stätten nicht von finanziellen Mitteln abhängig zu machen.

    „Eine buchhalterische Denkweise“

    Für Gady spiegelt der Vorschlag einer Eintrittsgebühr ein größeres Problem wider – er spricht von einer „buchhalterischen Denkweise“, die in Frankreich um sich greife. Seiner Meinung nach suche man „an der falschen Stelle“ nach Geld. Mit anderen Worten: Es gehe nicht nur um Zahlen und Bilanzen, sondern um die grundsätzliche Frage, wie man den Zugang zu Kultur und Geschichte definiert.

    Sein Argument gegen die Eintrittsgebühr hat auch eine praktische Komponente: „Eintrittsgebühren bedeuten Kassen, Personal, Kontrolle“, sagt er. Es klingt fast so, als ob er sich die Warteschlangen vorstellt, die Touristen durch Sicherheitsschleusen schleusen und Tickets kontrollieren. Das wäre zweifellos eine ganz andere Erfahrung, als die offene, fast magische Aura, die man bei einem spontanen Besuch von Notre-Dame erleben kann.

    Die Kirche als „lebendiger Raum“

    Ein weiterer Aspekt, den Gady hervorhebt, ist die Rolle der Kirche als lebendiger Raum. Notre-Dame ist mehr als ein touristisches Ziel – sie ist eine aktive Kathedrale, ein Ort des Glaubens. Eine Eintrittsgebühr würde diese Dualität in Gefahr bringen. Kirchen sind, so Gady, keine Museen. Sie sollten Orte sein, die allen offenstehen, unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund. Schließlich, so könnte man argumentieren, ist Notre-Dame nicht nur ein Symbol der französischen Kultur, sondern auch ein Ort spirituellen Trostes und Gemeinschaft für Gläubige aus aller Welt.

    Alternative Finanzierungsmodelle

    Doch wie lässt sich das Problem der Finanzierung lösen, wenn eine Eintrittsgebühr keine Option ist? Hier zeigt Gady, dass es durchaus Alternativen gibt. Eine seiner bevorzugten Lösungen ist die Erhöhung der sogenannten „taxe de séjour“ – einer Übernachtungssteuer, die Touristen in Frankreich zahlen. Ein paar Cent mehr pro Übernachtung könnten beträchtliche Summen generieren, ohne die Besucher direkt zu belasten oder den Zugang zu Kirchen einzuschränken. Ein pragmatischer Ansatz, der seit Jahren von Experten empfohlen wird.

    Gadys Vorschlag, die „taxe de séjour“ leicht anzuheben, klingt auf den ersten Blick unspektakulär, aber in der Summe könnten solche Maßnahmen Millionen generieren. Man könnte fast sagen: „Kleinvieh macht auch Mist.“ Und das, ohne die Besucher von Kirchen wie Notre-Dame zu vertreiben oder das Wesen dieser Stätten zu verändern.

    Berechtigte Kritik?

    Natürlich gibt es auch Gegenargumente. Befürworter einer Eintrittsgebühr könnten argumentieren, dass fünf Euro für viele Touristen kein Hindernis darstellen. Angesichts der immensen Unterhaltskosten – Notre-Dame muss schließlich nach dem verheerenden Brand von 2019 restauriert werden – erscheint eine Gebühr von fünf Euro moderat. Aber hier kommt wieder Gadys Punkt ins Spiel: Es geht nicht nur um Geld, sondern um die symbolische und praktische Bedeutung einer kostenfreien Kirche.

    Die Idee, Eintrittsgelder als Lösung für finanzielle Engpässe zu sehen, mag kurzfristig verlockend erscheinen, aber – so Gadys Überzeugung – wäre das ein Schritt in die falsche Richtung. Kirchen wie Notre-Dame sind nicht nur Gebäude, sie sind lebendige Symbole einer langen und reichen Geschichte. Und diese Geschichte sollte nicht durch Drehkreuze und Tickets entwertet werden.

    Die Zukunft von Notre-Dame

    Was bleibt also von dieser Debatte? Eines ist klar: Die Frage, wie man Notre-Dame und andere Kirchen finanziert, wird auch in Zukunft eine Rolle spielen. Aber vielleicht zeigt uns gerade diese Diskussion, dass wir uns nicht allein auf ökonomische Lösungen verlassen sollten. Es geht auch darum, welche Werte wir mit diesen Orten verbinden – und wie wir diese Werte für zukünftige Generationen bewahren.

    Denn am Ende des Tages ist Notre-Dame nicht nur ein touristisches Highlight oder ein Bauwerk, das es zu erhalten gilt – sie ist ein Teil von uns allen, ein Stück kulturelles Erbe, das offen und zugänglich bleiben sollte.

  • Eiffelturm: Preissteigerung zur Rettung der Eisernen Dame?

    Eiffelturm: Preissteigerung zur Rettung der Eisernen Dame?

    Ab dem 17. Juni steigen die Ticketpreise für den Besuch des Eiffelturms um 20 %, um die Instandhaltungskosten des Pariser Wahrzeichens zu decken. Eine Maßnahme, wenige Wochen vor den Olympischen Spielen und nach monatelangen Spannungen zwischen dem Betreiber der „Dame de fer“ und der Stadt Paris wegen der Einnahmen, die das Symbol der Stadt des Lichts generiert.

    Ein teurer Weltstar

    Der Eiffelturm gehört zu den zehn meistbesuchten Monumenten weltweit. Doch auch seine Instandhaltungskosten sind astronomisch. Ab dem 17. Juni muss ein Erwachsener 35,30 Euro zahlen, um Paris von der Spitze der Eisernen Dame aus zu bewundern – statt bisher 29,10 Euro. Mit dieser Preiserhöhung um 20 % für alle Tickets hofft die SETE (Société d’exploitation de la tour Eiffel), die zu 99 % der Stadt Paris gehört, ihre durch die Covid-19-Krise stark geschwächte Finanzlage zu stabilisieren und den Konflikt mit den Angestellten zu überwinden, der im Februar zur Schließung des Denkmals führte.

    Die Pandemie: Ein harter Schlag

    Im Winter war die Enttäuschung bei vielen Touristen groß, als der Eiffelturm wegen eines Streiks sechs Tage lang geschlossen blieb. Wenige Tage zuvor hatten die beiden Gewerkschaften CGT und FO einen Streik angekündigt und ein „realistisches und tragfähiges Wirtschaftsmodell“ für das Monument gefordert.

    Bereits am 27. Dezember 2023, dem 100. Todestag von Gustave Eiffel, hatten die Mitarbeiter gestreikt und die Schließung des Denkmals erzwungen. Insgesamt bleibt der Eiffelturm ein großer Besuchermagnet: 2023 zählte man etwa 6,3 Millionen Besucher – die höchste Zahl seit 2015.

    Doch die Betreibergesellschaft SETE kämpft immer noch mit den Folgen der Pandemie, die das Monument monatelang geschlossen hielt und den Umsatz 2020 auf 25 Millionen Euro einbrechen ließ, gegenüber 99 Millionen Euro im Jahr 2019. Der Verlust für die Covid-Jahre 2020 bis 2022 wird auf insgesamt 113 Millionen Euro geschätzt.

    Kostspielige Renovierungsarbeiten

    Gleichzeitig explodierten die Instandhaltungskosten, mit zusätzlich notwendigen Arbeiten von über 130 Millionen Euro. Einige der 360 Mitarbeiter machen die Firma und die Stadt Paris für Verzögerungen verantwortlich, die die Kosten der Unterhaltsarbeiten in die Höhe trieben.

    Gustave Eiffel hatte angeordnet, seinen Turm alle sieben Jahre zu streichen, um die Metallstruktur zu erhalten. Die 20. Streichkampagne begann jedoch erst 2020, elf Jahre nach der vorherigen. Betreiber SETE führt die Mehrkosten auf den nötigen Umgang mit Blei zurück, das in früheren Farbschichten entdeckt wurde. Zum ersten Mal wurde eine großflächige Abbeizung des Turms beschlossen, bevor er neu gestrichen wird. Die 2019 gestarteten Arbeiten sollten eigentlich zwei Jahre dauern und den Turm rechtzeitig vor den Olympischen Spielen in einer neuen Farbe – von grau-beige zu gelb-braun, der Lieblingsfarbe seines Erbauers – erstrahlen lassen. Doch die Arbeiten verzögern sich erheblich und sind bis zur Eröffnung der Spiele am 26. Juli wohl nicht abgeschlossen.

    Finanzielle Spannungen mit der Stadt Paris

    Unter Druck steht der Betreiber auch wegen der stark gestiegenen Pachtzahlung an die Stadt Paris. Diese erhöhte sich von 8 auf 15 Millionen Euro zwischen 2020 und 2021 und soll bis 2025 auf 50 Millionen Euro steigen. Die Gewerkschaften der SETE halten diese Forderungen für überzogen und werfen der Stadt vor, „kurzfristige Gewinne um jeden Preis“ zu suchen, was die Zukunft des Denkmals und der Betreibergesellschaft gefährde.

    Ende Mai hatte die französische Kultusministerin Rachida Dati, die im Pariser Stadtrat in der Opposition sitzt, der Bürgermeisterin Anne Hidalgo vorgeworfen, den Eiffelturm „finanziell zu ruinieren“.

    Die Stadt betont hingegen, dass die Pachtzahlung einen variablen Teil umfasst, der auf dem Umsatz basiert, und behauptet, den Betrag gegenüber der ursprünglichen Vereinbarung mit der SETE sogar reduziert zu haben. Dies sei ein „Verzicht auf Einnahmen“ von 50 Millionen Euro bis zum Ende des Vertrags 2031, so Finanzdezernent Paul Simondon.

    Am 24. Mai genehmigte der Pariser Stadtrat die Erhöhung des Eintrittspreises und eine finanzielle Unterstützung von 15 Millionen Euro für die SETE. Dies ist die zweite Rekapitalisierung durch die Stadt, nach 60 Millionen Euro im Juli 2021, um die Pandemie zu überstehen.

    Diese Maßnahmen, die im Februar verhandelt wurden, um den Streik zu beenden, sollen die finanziellen Probleme bis 2025 lösen. Die SETE hat sich verpflichtet, eine Kommission einzurichten, die alle sechs Monate tagt und die Mitarbeiter über die wirtschaftliche Entwicklung und die Bauarbeiten informiert.

    Schließlich wird ein zusätzliches Investment von 156 Millionen Euro in die Instandhaltung fließen, insbesondere in die 20. Streichkampagne, um der Eisernen Dame, die vor 135 Jahren eingeweiht wurde, ihre frühere Pracht zurückzugeben.

  • Paris: Höhere Eintrittspreise für den Eiffelturm

    Paris: Höhere Eintrittspreise für den Eiffelturm

    Ein teurer Ausblick

    Schlechte Nachrichten für Touristen – ab dem 17. Juni steigen die Eintrittspreise für die Besteigung des Eiffelturms um 6 Euro. Diese Erhöhung von 20% wird mit den hohen Instandhaltungskosten begründet. Wer den atemberaubenden Blick vom Gipfel der „alten Dame“ genießen möchte, muss demnächst tiefer in die Tasche greifen. Ein Erwachsener zahlt künftig 35,30 Euro statt der bisherigen 29,40 Euro.

    „Zwei Kinder und ein Paar – das sind schnell über 100 Euro für den Besuch des Eiffelturms. Das kann sich nicht jeder leisten“, klagt eine Touristin. Einige sind jedoch bereit, den höheren Preis für das einzigartige Erlebnis zu zahlen.

    Renovierungsarbeiten und finanzielle Herausforderungen

    Der Betreiber des Eiffelturms rechtfertigt die Preissteigerung mit finanziellen Schwierigkeiten, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind. „Der Umsatz ist 2020 stark eingebrochen. 2021 kamen die Besucher nur schrittweise zurück, was zu einem Umsatz von 46 Millionen Euro führte. Geplant waren jedoch 114 Millionen Euro“, erläuterte die Betreibergesellschaft. Hinzu kommen Renovierungsarbeiten, die aufgrund von Bleifunden in der Farbe des Bauwerks notwendig sind.

    Übrigens, die Eintrittspreise für andere Pariser Sehenswürdigkeiten sind seit Anfang des Jahres ebenfalls gestiegen.

    Perspektiven und Meinungen

    Ist die Preiserhöhung gerechtfertigt? Für viele stellt sich diese Frage angesichts der beeindruckenden Geschichte und Bedeutung des Eiffelturms. Kann man den Wert dieses einmaligen Erlebnisses überhaupt in Geld messen? Andere wiederum sehen die Notwendigkeit der Preisanpassung, um die Instandhaltung eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt zu sichern.

    Was bleibt, ist die Magie dieses Ortes. Ob man ihn zum ersten Mal besucht oder bereits öfter dort war – der Eiffelturm zieht uns immer wieder in seinen Bann. Der Preis dafür ist letztlich subjektiv, und vielleicht ist es diese Einzigartigkeit, die ihn so besonders macht. Die Magie des Eiffelturms bleibt jedenfalls ungebrochen.