Schlagwort: Eierpreis

  • Verbrauch 2023 sprunghaft angestiegen: Warum kaufen Franzosen immer mehr Eier?

    Verbrauch 2023 sprunghaft angestiegen: Warum kaufen Franzosen immer mehr Eier?

    Prognosen zufolge wird der Gesamtverbrauch an Eiern pro Kopf in Frankreich im Jahr 2023 die Rekordzahl von 229 erreichen, das sind neun Eier pro Kopf mehr als im Jahr 2022.

    Die Franzosen haben noch nie so viele Eier gegessen wie im Jahr 2023. In den ersten sieben Monaten des Jahres (Januar-Juli) ist der Verkauf von Eiern aus allen Haltungsformen laut einer Studie des Institut Technique Agricole um fast 4 Prozent in die Höhe geschnellt, berichtete der Sender France Inter am Freitag, dem 6. Oktober.

    Prognosen zufolge wird der Gesamtverbrauch an Eiern pro Kopf in Frankreich im Jahr 2023 die Rekordzahl von 229 erreichen, das sind neun Eier pro Kopf mehr als im Jahr 2022. In Zeiten der Inflation, die in Frankreich im Monat September 4,9% betrug, achten die Verbraucher außerdem zunehmend auf den Preis und immer weniger auf die Art der Tierhaltung. Laut der Studie des Institut Technique Agricole ist der Preis für 13% der Befragten das wichtigste Kriterium für die Wahl eines Eies, was einem Anstieg von 6% im Vergleich zum Jahr 2021 entspricht.

    „Das Ei ist ein Anti-Krisen-Produkt und bleibt das billigste tierische Protein, das in unseren Geschäften verkauft wird“, sagte Franck Darteil, Vertreter der Einzelhändler in der Branchenorganisation „Interprofession des œufs de France“, gegenüber dem Sender France Inter. Die französischen Verbraucher kaufen immer häufiger weniger Fleisch oder Fisch und dafür mehr Eier. Dies gilt umso mehr, als die Preise für französische Eier zur Zeit sinken, ohne jedoch auf das Niveau vor dem Inflationsbeginn zurückzukehren, so die Branche. Die Produktionskosten für Eier seien bis 2022 um 25 % in die Höhe geschnellt und tendierten nun zu einer Stabilisierung.

    Ein Rückgang von 7% bei den Verkäufen von Bio-Eiern.
    Darüber hinaus wenden sich einige Verbraucher von teureren Bio-Eiern ab. „Wir stellen einen Rückgang der Verkäufe im Bio-Segment um etwa 7 % fest. Das Preiskriterium wird auch hier zum Kaufkriterium“, erklärte Loïc Coulombel, Präsident des nationalen Verbands der Eierindustrie, auf France Inter. Der Branchenverband stellt fest, dass im Zeitraum Januar-Juli 2023 der Verkauf von Eiern aus Bodenhaltung um 17,5 %, von Eiern aus Freilandhaltung um 18 % und von Eiern aus dem Premium-Segment (Label Rouge) um 8,8 % im Vergleich zum Zeitraum Januar-Juli 2022 zugenommen hat.

    „Für uns als Erzeuger ist es nicht einfach, dem zu folgen. Wir sahen einen Wachstumstrend beim Verbrauch von Bio-Eiern und jetzt ist dies eher rückläufig. Es ist nicht einfach, unseren Bestand an Hühnerställen anzupassen, um den Wünschen der Verbraucher zu entsprechen“, meint Yves-Marie Beaudet, Vorsitzender des Comité National pour la Promotion de l’Œuf (Nationales Komitee für die Förderung von Eiern).

    Die Branche hat mit Eiern aus der Hühnerhaltung in Käfigen so gut wie abgeschlossen. Weniger als eine von vier Hennen wird in Frankreich noch in Käfigen gehalten, während es 2020 noch 44 % waren. Dieser Trend ist nach Angaben des Sektors weniger auf die Nachfrage der Verbraucher zurückzuführen, sondern vielmehr auf die schrittweise Ablehnung der Käfighaltung durch die Handelsketten. Bis 2025 sollen in Frankreich praktisch keine Eier aus Käfighaltung mehr in den Regalen stehen.

  • Vogelgrippe: Preise für Eier explodieren

    Vogelgrippe: Preise für Eier explodieren

    Der Preis für Eier stieg in Frankreich zwischen März 2021 und März 2022 um 63,3%. Grund dafür war der Ausbruch der Vogelgrippe, aber auch der Krieg in der Ukraine, der einen sehr starken Anstieg der Produktionskosten verursachte.

    Seit dem Ausbruch der Vogelgrippe im November wurden in Frankreich 16 Millionen Tiere getötet, wie das Landwirtschaftsministerium am Montag, den 2. Mai mitteilte.

    Die Folge dieser Massenschlachtungen ist ein deutlicher Anstieg der Eierpreise. Seit November hat die Vogelgrippe zu einem Verlust von „etwa 6 % der nationalen Eierproduktion in einem Land mit 101% Selbstversorgung“ geführt, wie Loïc Coulombel, Vizepräsident des Branchenverbands für Eier (CNPO), feststellte.

    Die Eierpreise sind zwischen Februar und März bereits um 13% und zwischen März 2021 und März 2022 um stattliche 63,3% gestiegen, auch weil die Produktionskosten aufgrund des Krieges in der Ukraine laut dem Agrarpreisindex des Insee sehr stark angestiegen sind. So belastet der Konflikt in Osteuropa durch höhere Futterpreise auch den Eiermarkt in Frankreich.

    Die Preise für Tierfutter, das mindestens 60% der Kosten eines Eies ausmacht, gehen seit Beginn des Ukraine-Krieges immer weiter in die Höhe. Auch die steigenden Preise für Düngemittel, Energie zum Beheizen der Ställe, Kraftstoff oder Kartonverpackungen für den Transport belasten die Erzeuger.

    Laut dem Sender BFMTV fehlen heute jeden Tag fast 2,5 Millionen der 42 Millionen Eier, die normalerweise in Frankreich produziert werden. Loïc Coulombel schließt die Gefahr einer Eierknappheit in den Supermarktregalen zwar aus, räumt aber gegenüber der Zeitung Huffington Post ein, dass es „Spannungen oder Lieferverzögerungen geben kann“.

    Die französischen Geschäfte können sich auch nicht auf Importe verlassen, um einer Knappheit entgegen zu steuern, da kürzlich auch in Polen und Spanien Ausbrüche der Vogelgrippe festgestellt wurden. Und ntürlich leiden auch dort die Produzenten unter steigenden Kosten für Futtermittel und Energie.