Schlagwort: Eheschliessung

  • Verbot der Ehe für Menschen ohne Aufenthaltsstatus – verfassungswidrig?

    Verbot der Ehe für Menschen ohne Aufenthaltsstatus – verfassungswidrig?

    Der französische Senat befasste sich in dieser Woche mit einem Gesetzesvorschlag, der Personen ohne gültigen Aufenthaltsstatus die Eheschließung untersagen soll. Ein umstrittenes Vorhaben, das nach Ansicht vieler Experten kaum mit der französischen Verfassung vereinbar ist und höchstwahrscheinlich vom Verfassungsrat gekippt wird. Ein umstrittener Gesetzesvorschlag Der zentristische Senator Stéphane Demilly hat den Vorschlag eingebracht, mit dem Ziel, eine Ehe in Frankreich zu verhindern, wenn einer der zukünftigen Ehepartner ohne gültige Aufenthaltserlaubnis im Land lebt. Bisher erlaubt das Gesetz den Standesbeamten nicht, eine Eheschließung aus diesem Grund zu verweigern. Ein aktueller Fall zeigt, wie umstritten das Thema ist: Der Bürgermeister von Béziers, Robert Ménard, muss sich vor Gericht verantworten, weil er 2023 die Ehe zwischen einer Französin und einem Algerier ohne gültige Papiere verweigerte. Obwohl der Gesetzesentwurf die Unterstützung von Justizminister Gérald Darmanin u…

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  • Heftige Debatte: Sollte eine Ehe mit Menschen ohne Gültigen Aufenthaltsstatus verboten werden?

    Heftige Debatte: Sollte eine Ehe mit Menschen ohne Gültigen Aufenthaltsstatus verboten werden?

    Frankreichs Innenminister Bruno Retailleau befürwortet ein Gesetz, das die Ehe zwischen einem französischen Staatsbürger und einer Person ohne legalen Aufenthaltsstatus verbieten soll. Diese kontroverse Initiative sorgt für hitzige Diskussionen – sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft. Ein Gesetz mit weitreichenden Konsequenzen Die vorgeschlagene Regelung wird am Donnerstag im Senat diskutiert und stammt vom zentristischen Senator Stéphane Demilly. Ihr Ziel: verhindern, dass Menschen, die sich illegal in Frankreich aufhalten, durch eine Eheschließung eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Retailleau erklärte am 16. Februar, er unterstütze die Initiative und halte es für notwendig, das Gesetz anzupassen. „Jeder weiß, dass eine Heirat in vielen Fällen zur Legalisierung des Aufenthalts führt“, sagte er in einem Interview mit mehreren Medien. Auch Justizminister Gérald Darmanin hatte sich bereits für eine Gesetzesänderung ausgesprochen, um Bürgermeistern die Möglichkeit zu geben…

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  • PACS vs. Ehe in Frankreich: Ein Vergleich

    PACS vs. Ehe in Frankreich: Ein Vergleich

    In Frankreich bieten sowohl der Pacte Civil de Solidarité (PACS) als auch die Ehe rechtliche Rahmenbedingungen für Paare, die ihre Beziehung offiziell machen möchten. Obwohl beide Optionen rechtliche Vorteile bieten, unterscheiden sie sich in vielerlei Hinsicht, von den Formalitäten bei der Begründung der Partnerschaft bis zu den Rechten und Pflichten, die sie mit sich bringen. […]

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  • Heiraten in Frankreich: Anstieg der Eheschliessungen auch im Jahr 2023 bestätigt

    Heiraten in Frankreich: Anstieg der Eheschliessungen auch im Jahr 2023 bestätigt

    Im Jahr 2023 setzt sich der Aufwärtstrend bei der Anzahl der Eheschließungen in Frankreich fort, eine Entwicklung, die auf die Verschiebung von Hochzeiten aufgrund der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 zurückzuführen ist.

    Über 480.000 französische Paare gaben sich in den Jahren 2023 und 2022 das Ja-Wort, so das Nationale Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien (INSEE), das am Dienstag, den 12. März, seine jährliche Untersuchung zu Eheschließungen und eheähnlichen Gemeinschaften (zivilrechtlichen Solidaritätspakten, genannt Pacs) veröffentlichte. Aus der Untersuchung geht hervor, dass in den Jahren 2022 und 2023 jeweils insgesamt etwa 242.000 Hochzeiten gefeiert wurden. Das ist eine beachtliche Zahl, sogar höher als vor der Covid-19-Krise.

    Das INSEE führt aus, dass die Anzahl der Eheschließungen in den Jahren 2022 und 2023 ein Niveau erreicht hat, das über dem vor der Gesundheitskrise liegt, obwohl der Trend seit dem Beginn der 2000er Jahre eher rückläufig war. Einer der Hauptgründe hierfür ist die Verschiebung von Hochzeiten, die im Jahr 2020 abgesagt wurden. Ähnliches gilt für die Pacs, von denen im Jahr 2022 etwa 210.000 geschlossen wurden. Dennoch, so das INSEE, ist das Defizit an Eheschliessungen und Pacs, das während der Gesundheitskrise entstand, noch nicht vollständig ausgeglichen.

    Ein weiterer Trend ist das recht signifikant ansteigende Durchschnittsalter der Eheschließenden: Im Durchschnitt sind Frauen 37,3 und Männer 39,8 Jahre alt. Vor zehn Jahren, im Jahr 2012, waren Frauen am Tag der Eheschliessung im Durchschnitt 34 und Männer 37 Jahre alt.

    Abschließend lässt sich zu den Eheschließungen von gleichgeschlechtlichen Paaren sagen, dass diese 3% der Eheschließungen und 5% der Pacs ausmachen. Eine Zahl, die seit 2016 stabil geblieben ist.

  • Ehe für alle: Das Gesetz wird zehn Jahre alt

    Ehe für alle: Das Gesetz wird zehn Jahre alt

    Ein Jahrzehnt nach der Verabschiedung der Ehe für alle im Jahr 2013 wurden in Frankreich mehr als 70.000 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen. Dennoch lehnen einige Bürgermeister diese Verbindungen in ihren Gemeinden nach wie vor ab. Es ist nun ein Jahr her, dass sich Christine Lebon und Isabelle Lecoq auf dem Standesamt das Ja-Wort gegeben haben. Lange Zeit mussten die 60-Jährigen ihre Homosexualität verbergen, heute können sie ihre Liebe in aller Öffentlichkeit leben. Seit der ersten Eheschließung zwischen zwei Personen desselben Geschlechts vor zehn Jahren haben sie das Gefühl, dass sich die Gesellschaft sehr stark verändert hat: „Zehn Jahre sind nicht viel, wenn man sich das ansieht. (…) Manche Bürgermeister lehnen gleichgeschlechtliche Ehen immer noch ab, unser Bürgermeister war begeistert“, sagt Christine gegenüber France 3. 70.000 Eheschließungen in zehn Jahren Dieses Paar hat sich aus Liebe zur Ehe entschieden, aber auch, um sich gegenseitig finanziell abzusichern, wie jede…

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  • Haute-Garonne: Bürgermeister von Montgiscard verweigert Laetitia und Bassem die Hochzeit

    Haute-Garonne: Bürgermeister von Montgiscard verweigert Laetitia und Bassem die Hochzeit

    Einem jungen heiratswilligem Paar wird seit einem Jahr vom Bürgermeister von Montgiscard die Hochzeit verweigert.

    „Es war Liebe auf den ersten Blick“. Die Augen von Laetitia und Bassem funkeln. Seit drei Jahren lebt das Paar eine ungetrübte Liebe, doch eine Person steht ihrem Glück im Weg. „Der Bürgermeister von Montgiscard weigert sich, uns zu verheiraten“.

    Die 21-jährige Frau und ihr 27-jähriger Lebensgefährte haben ihre Unterlagen vor zwei Jahren im Rathaus eingereicht. Der Tunesier Bassem verfügt jedoch nicht über einen gültigen Aufenthaltstitel in Frankreich. Der Bürgermeister machte daraufhin eine Meldung an die Staatsanwaltschaft. Und diese entschied sich gegen die Eheschließung. Die Anwältin des Paares hat die Aufhebung des Einspruchs gegen die Hochzeit beantragt, dem wurde aber nicht stattgegeben.

    Zunächst verweigert also das Gericht dem Paar die Eheschließung. Die Verliebten legten Berufung ein und erreichten schließlich die Aufhebung des einspruchs gegen die Ehe. Sie mussten ein umfangreiches Dossier mit vielen Fotos und Beweisen für ihr Zusammenleben vorlegen, um zu beweisen, dass es sich nicht um eine Ehe handelt, die nur dazu dient, gültige Aufenthaltspapiere für den Bräutigam zu erhalten, erzählt die Anwältin des Paares. Angesichts der Entscheidung der Richter im Berufungsverfahren könnten Laetitia und Bassem jetzt eigentlich ohne Probleme heiraten.

    Die Entscheidung des Gerichts fällt am 27. Mai 2021. Brautkleid, Saal, Catering… Das Paar hat alles für den großen Tag vorbereitet. Doch seit fast einem Jahr beharrt der Bürgermeister der Gemeinde Montgiscard, in der die Braut aufgewachsen ist, auf seiner Position und ist gegen die Verbindung der beiden. Auch eine Aufforderung des Generalstaatsanwalts hat den störrischen Bürgermeister nicht umstimmen können. „Man hat das Gefühl, in Montgiscard einem Sheriff gegenüberzustehen.“ Laetitia und Bassem verstehen dieses Theater nicht. „Wir warten darauf, dass wir endlichen heiraten können“, bitten sie.

    Ihre Anwältin erwägt nun, den Bürgermeister wegen Diskriminierung zu verklagen und eine einstweilige Verfügung zu erwirken, damit die Hochzeit nun endlich stattfinden kann.

    Laurent Forest, der Bürgermeister von Montgiscard, wollte sich nicht zu der Angelegenheit äußern. Er erklärte lediglich, dass er mit der Staatsanwaltschaft im Gespräch sei.

  • Zahl der 2020 geschlossenen Ehen auf dem „niedrigsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg“

    Zahl der 2020 geschlossenen Ehen auf dem „niedrigsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg“

    Der Rückgang ist nach Angaben des Instituts INSEE größtenteils auf Covid-19 zurückzuführen.

    Die Zahl der im Jahr 2020 geschlossenen Ehen ist aufgrund der Lockdowns und der Gesundheitskrise um 31,2% im Vergleich zu 2019 gesunken, so eine Studie des Statistik-Instituts Insee, die am Freitag, dem 12. Februar veröffentlicht wurde. Damit ist dies die „niedrigste Rate seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs“, so das nationale Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien.

    Im Jahr 2020 wurden in Frankreich 154.600 Ehen geschlossen. Der mit der Covid-19-Pandemie verbundene Lockdown von Mitte März bis Mitte Mai 2020 führte zu einem „Stillstand der Hochzeitsfeiern“, die bis auf sehr spezifische Ausnahmen damals verboten waren. Während des ersten Lockdowns wurden nur 538 Ehen geschlossen, während es im Zeitraum vom 17. März bis zum 10. Mai 2019 mehr als 25.000 waren.

    Insgesamt gab es 150.000 Eheschließungen von Paare unterschiedlichen Geschlechts und 4.600 Eheschließungen gleichgeschlechtlicher Paare. Das durchschnittliche Heiratsalter, das bereits seit mehr als 20 Jahren stetig ansteigt, hat sich 2020 weiter erhöht: Es erreicht 36,7 Jahre für Frauen, die einen Mann heiraten, gegenüber 36,3 Jahren im Jahr 2019, und 39,3 Jahre für Männer, die eine Frau heiraten, gegenüber 38,8 Jahren im Jahr 2019, so das Insee. Bei gleichgeschlechtlichen Paaren lag das durchschnittliche Heiratsalter im Jahr 2020 bei 44,4 Jahren für Männer und 38,6 Jahren für Frauen.

  • Mulhouse: Hochzeiten werden trotz Lockdown weiterhin gefeiert

    Mulhouse: Hochzeiten werden trotz Lockdown weiterhin gefeiert

    Während des Lockdowns sind Eheschließungen noch bis zu einer Höchstzahl von sechs Anwesenden erlaubt. Trotz der Abwesenheit der ganzen Familie bleibt es für diejenigen, die „ja“ sagen wollen, ein unvergesslicher Moment. In Mulhouse (Haut-Rhin) ist der Rathausplatz leer und die Stunde feierlich. Am Fuße der Treppe warten Braut und Bräutigam und freuen sich, trotz der Abwesenheit entfernter Familie und Freunde. Die Hochzeit fand unter ganz besonderen Bedingungen statt: nur sechs Personen waren erlaubt, kein Küssen und kein Foto ohne Maske. Zwischen jeder Zeremonie wurden die Tische und Stifte desinfiziert. Eine ganze Organisation Für die Dienste des Rathauses ist eine ganz spezielle Organisation nötig. „Die Braut und der Bräutigam kommen auf einer Seite an, und dürfen nicht auf die Gruppe treffen, die das Rathaus gerade verlässt, es gibt Handdesinfektion und desinfizierte Stifte“, erklärt Alfred Oberlin, stellvertretender Bürgermeister, der für das Standesamt zuständig ist. Am Ende des T…

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