Schlagwort: egmr

  • Straßburg prüft Sarkozys Beschwerde: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte befasst sich mit der „Bismuth“-Affäre

    Straßburg prüft Sarkozys Beschwerde: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte befasst sich mit der „Bismuth“-Affäre

    Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) markiert einen wichtigen prozessualen Schritt im Verfahren um den früheren französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy. Das Gericht hat seine Beschwerde im sogenannten „Abhör-“ oder „Bismuth“-Verfahren für zulässig erklärt. Damit ist jedoch weder eine Aufhebung seiner Verurteilung verbunden, noch lässt sich daraus eine Vorentscheidung über den Ausgang des Verfahrens ableiten. Zulässigkeit eröffnet die Prüfung in der Sache Mit der Zulässigkeitsentscheidung stellt der EGMR fest, dass die von Sarkozy vorgebrachten Rügen eine eingehende Prüfung verdienen. Nun wird das Gericht untersuchen, ob die französischen Behörden während des Strafverfahrens die Rechte gewährleistet haben, die durch die Europäische Menschenrechtskonvention geschützt werden. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Frage, ob das anwaltliche Berufsgeheimnis ausreichend gewahrt wurde. Die Beschwerde richtet sich gegen die Verwendung von Telefo…

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  • Gericht stärkt Meinungsfreiheit: Enthoven wird im Streit mit der Partei LFI freigesprochen

    Gericht stärkt Meinungsfreiheit: Enthoven wird im Streit mit der Partei LFI freigesprochen

    Die Justiz in Frankreich hat ein deutliches Signal für die Freiheit der politischen Meinungsäußerung gesetzt. Am 6. November 2025 sprach das Pariser Strafgericht den Philosophen und Publizisten Raphaël Enthoven vom Vorwurf der öffentlichen Beleidigung frei. Anlass war ein aufsehenerregender Tweet vom 1. Mai 2024, in dem Enthoven die linkspopulistische Partei La France insoumise (LFI) als „verabscheuungswürdige, gewalttätige, verschwörungsideologische, leidenschaftlich antisemitische Bewegung“ bezeichnet hatte. Die Partei zog daraufhin vor Gericht – und unterlag nun. Die Entscheidung unterstreicht die zentrale Rolle der Meinungsfreiheit im politischen Diskurs einer pluralistischen Demokratie. Sie berührt zugleich einen empfindlichen Punkt der französischen Innenpolitik: den Umgang mit Antisemitismusvorwürfen und die Grenzen der zulässigen Kritik an politischen Akteuren.

    Ein Urteil im Zeichen des politischen Meinungskampfes In der öffentlichen Anhörung im September 2025 verteidigte Enth…

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  • Marine Le Pen scheitert in Straßburg – Was bedeutet das für ihre politische Zukunft?

    Marine Le Pen scheitert in Straßburg – Was bedeutet das für ihre politische Zukunft?

    Die Europäische Menschenrechtskonvention kennt hohe Hürden für einstweilige Anordnungen. Das bekam Marine Le Pen am Mittwoch zu spüren. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR, CEDH) lehnte ihren Antrag ab, die fünfjährige Sperre für öffentliche Ämter auszusetzen, die das Pariser Strafgericht im März gegen sie verhängt hatte. Damit bleibt die Rechtspopulistin vorerst von jeder Kandidatur ausgeschlossen – mit erheblichen Folgen für die französische Politik. Am 9. Juli bestätigte der EGMR in Straßburg, dass Le Pen kein glaubhaftes Risiko einer „unmittelbaren, irreparablen Verletzung ihrer Rechte“ dargelegt habe. Sie hatte argumentiert, bei einer möglichen vorgezogenen Auflösung der Nationalversammlung könne sie ohne einstweilige Suspendierung ihrer Strafe nicht antreten und somit dauerhaft politisch geschädigt werden. Der Kern der Affäre: EU-Gelder für Parteiarbeit Die Ursache für die jetzige Situation liegt Jahre zurück. Marine Le Pen war im März 2025 vom Pariser Strafgeric…

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