Schlagwort: Edelsteine

  • Der funkelnde Schatz Kataloniens: Der Granat von Perpignan

    Der funkelnde Schatz Kataloniens: Der Granat von Perpignan

    Seit 2018 steht der Granat von Perpignan, ein Schmuckstück aus den östlichen Pyrenäen, unter dem Schutz einer geografischen Herkunftsbezeichnung. Was macht diesen Granat so besonders?

    Seine tiefrote, intensive Farbe zieht die Blicke magisch an – ein faszinierendes Rot, das bereits den berühmten Maler Salvador Dalí und viele andere Katalanen in seinen Bann zog. Seit 2019 ist der Granat von Perpignan das erste geschützte Schmuckstück in Frankreich. Ganz in der Nähe von Prades (Pyrénées-Orientales) machte eine Winzerin auf ihrem Grundstück eine besondere Entdeckung: Sie fand Steine, die Granate enthielten. Diese wertvollen Edelsteine tauchen in dieser Gegend seit einigen Jahren immer wieder auf.

    Handwerkskunst in Perfektion

    Der Granat von Perpignan hat eine lange Geschichte, die eng mit den talentierten Händen der örtlichen Juweliere verbunden ist. Die Handwerkskunst, die diesen Granat zum Leben erweckt, ist einzigartig – und wird in keiner Schule für Schmuckherstellung gelehrt. Seit 2018 genießt der Granat von Perpignan den Schutz einer geschützten geografischen Herkunftsbezeichnung. Doch um diese Bezeichnung zu erhalten, gibt es ein entscheidendes Kriterium: den Zusammenbau des Schmuckstücks. Das bedeutet, dass die Juweliere ihre Kunst in der Region ausüben müssen, damit es diesen besonderen Titel tragen darf.

    Die Granate selbst kommen tatsächlich oft aus Mali. Jean-Michel Calvet, ein alteingesessener Schmuckmacher aus Prades, erklärt: „Die geografischen Angaben schützen das handwerkliche Können, aber nicht die Materialien, die verwendet werden.“

    Auf den Spuren eines katalanischen Symbols

    Die Granate, die in der Region entdeckt werden, sind zwar selten, doch die Leidenschaft der örtlichen Juweliere hält das Erbe lebendig. Ihre Kunstfertigkeit, gepaart mit dem feurigen Rot des Granats, macht den Granat von Perpignan zu einem Symbol der katalanischen Kultur.

    Möchtest du die Kunst des Granats hautnah erleben? Dann führt kein Weg an Prades vorbei – hier, wo Tradition auf Handwerkskunst trifft, kannst du in die Geschichte eintauchen und vielleicht sogar ein Stück Katalonien mit nach Hause nehmen.

    Warum nicht einen Abstecher in diese geschichtsträchtige Region planen und das Geheimnis des Granats von Perpignan entdecken? Die Reise lohnt sich – nicht nur für Schmuckliebhaber, sondern für jeden, der die tiefe Verbindung von Tradition, Kunst und Kultur spüren möchte.

    Schließlich ist der Granat von Perpignan mehr als nur ein Edelstein. Er ist ein funkelndes Erbe Kataloniens, das darauf wartet, entdeckt zu werden.

  • Auvergne: Ein Fluss voller Saphire sorgt für Streit zwischen Nachbarn

    Auvergne: Ein Fluss voller Saphire sorgt für Streit zwischen Nachbarn

    Seit einigen Jahren beutet einer der Eigentümer eines Geländes, auf dem sich ein Fluss befindet, in dem es von Auvergne-Saphiren nur so wimmelt, das Edelstein-Vorkommen aus. Da der Fluss aber durch mehrere Privatgrundstücke fließt, fordern die anderen Anwohner nun ihr Recht ein und haben ihren Nachbarn verklagt.

    Der Fluss ist voller Auvergne-Saphire und seit einigen Jahren wird das Vorkommen offiziell von einem der Eigentümer des Geländes abgebaut. Der Fluss fließt jedoch durch mehrere Privatgrundstücke. Andere Anwohner fordern nun ihr Recht ein. Sie haben ihren Nachbarn vor Gericht gezerrt. „Wir fühlen uns enteignet und hätten uns wirklich gewünscht, dass der Nachbar transparent mit uns umgeht. Wir möchten wissen, in welchem Umfang und wo die Saphire entnommen wurden“, sagt eine der klagenden Anwohnerinnen gegenüber dem Sender France 2.

    Das Urteil wird am Freitag, den 29. Dezember erwartet.
    Laut Patrick Roesch, dem Anwalt der Kläger, müssen sich die Eigentümer den Wasserlauf zu gleichen Teilen teilen. Die schönsten tiefblauen Saphire können schon bei einem Gewicht von weniger als einem Gramm mehrere Tausend Euro erzielen. Die Kläger fordern eine vorläufige Entschädigung in Höhe von einer Million Euro von dem Eigentümer, der den Abbau der Edelsteine betreibt. Das Urteil wird für Freitag, den 29. Dezember erwartet.

  • Bergsteiger entdeckte Kiste mit Edelsteinen in der Nähe von Chamonix – der mysteriöse Schatz wird jetzt versteigert

    Bergsteiger entdeckte Kiste mit Edelsteinen in der Nähe von Chamonix – der mysteriöse Schatz wird jetzt versteigert

    Im Jahr 2013 hatte ein Wanderer in der Nähe von Chamonix eine mit Edelsteinen gefüllte Kiste entdeckt. Ein geheimnisvoller Schatz, der an diesem Mittwoch nun versteigert werden soll.

    Der Sachverhalt geht auf das Jahr 2013 zurück. Ein junger Bergsteiger hatte auf dem Bossons-Gletscher in der Nähe von Chamonix eine verbeulte kleine Kiste entdeckt. Darin befanden sich 6.000 Edelsteine. Der Bergsteiger hatte sich daraufhin zur Gendarmerie begeben, um seinen Fund zu melden. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet.

    Der Schatz soll aus dem Absturz eines Flugzeugs aus Indien auf dem Bosson-Gletscher im Jahr 1966 stammen, wie Franceinfo berichtete. Von den 117 Menschen an Bord hatte es bei dem Absturz keine Überlebenden gegeben. Ihre jahrelang im Eis vergrabenen Besitztümer kommen jedoch mit der Klima-Erwärmung jetzt allmählich wieder zum Vorschein.

    Im Jahr 2021 war der Fund aufgeteilt worden. Da kein Erbe gefunden werden konnte, ging der Schatz, wie gesetzlich vorgesehen, zur Hälfte an den Bergsteiger, der ihn entdeckte, und zur Hälfte an die Gemeinde Chamonix, auf deren Grund und Boden die Kiste gefunden wurde. Der Wert wird auf jeweils 150.000€ geschätzt.

    Am Mittwoch, dem 11. Oktober, zehn Jahre nach ihrer Entdeckung, werden die Edelsteine nun in einem Auktionshaus in Chambery versteigert, berichtet die Zeitung Le Dauphiné Libéré.